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DE68912200T2 - Polyphenylenetherharz Zusammensetzung. - Google Patents

Polyphenylenetherharz Zusammensetzung.

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DE68912200T2
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resin
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L71/00Compositions of polyethers obtained by reactions forming an ether link in the main chain; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L71/08Polyethers derived from hydroxy compounds or from their metallic derivatives
    • C08L71/10Polyethers derived from hydroxy compounds or from their metallic derivatives from phenols
    • C08L71/12Polyphenylene oxides
    • C08L71/123Polyphenylene oxides not modified by chemical after-treatment
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Polyphenylenätherharzzusammensetzung, die durch Einmischen eines Harzes, das aus einer spezifischen Kohlenwasserstoffmischung hergestellt worden ist, in ein Polyphenylenätherharz erhalten worden ist, wobei die Formbarkeit der resultierenden Polyphenylenätherharzzusammensetzung verbessert wird, ohne daß dadurch die hohe Starrheit (rigidity) und die thermischen Eigenschaften, die für die Polyphenylätherharze typisch sind, beeinträchtigt werden.
  • Stand der Technik
  • Polyphenylenätherharz ist als thermoplastisches Harz bekannt, das ausgezeichnete mechanische, elektrische und wärmebeständige Eigenschaften hat, und das auf dem Gebiet der Automobilindustrie, der Büroautomatisierungseinrichtungen und der Elektrotechnik-Elektronik-Teile u.ä. weitläufig eingesetzt wird. Andererseits ist bekannt, daß Polyphenylenätherharz nur in geringem Ausmaß fließfähig ist, so daß die Formbarkeit und Verarbeitbarkeit desselben ebenfalls sehr begrenzt sind, und außerdem besteht ein Problem in bezug auf die Wärmestabilität. Um die praktische Formbarkeit und Bearbeitbarkeit von Polyphenylenätherharz zu verbessern, wurde vorgeschlagen, Polystyrol mit hoher Schlagfestigkeit in das Polyphenylenätherharz einzumischen (US-Patent 3 383 435) und die industrielle Praxis diesbezüglich ist bekannt. Mittels des beschriebenen Vorschlags konnten jedoch noch keine ausreichenden Erfolge in bezug auf die Verbesserung der Fließfähigkeit erzielt werden.
  • Ferner ist eine Zusammensetzung, die durch Kombinieren eines aromatischen Kohlenwasserstoffharzes, das durch Polymerisieren von ungesättigten Kohlenwasserstoffen in gecracktem Naphtha, hergestellt durch Cracken von Erdöl, vor allem von gemischtem Vinyltoluol oder gemischtem Vinylxylol, erhalten worden ist, mit einem Polyphenylenätherharz hergestellt wurde, und eine weitere Zusammensetzung bekannt, hergestellt durch Kombinieren eines Cumaron-Indolharzes, das aus Steinkohlenteeröl (coal tar naphtha) hergestellt worden ist, mit einem Polyphenylenätherharz (Patentveröffentlichung Nr. 13584/1982 und offengelegte Patentschrift Nr. 3136/1972, Amtsblatt). Was diese Polyphenylenätherharzzusammensetzungen betrifft, so sind zwar Wirkungen in bezug auf die Verbesserung der Fließfähigkeit beobachtet worden, aber das Integrieren der oben genannten Harze führt zur Herabsetzung der Wärmestabilität und der Schlagfestigkeit bei den resultierenden Harzzusammensetzungen.
  • Detaillierte Beschreibung der Erfindung
  • Um die oben genannten Probleme zu lösen, stellt die vorliegende Erfindung eine Zusammensetzung zur Verfügung, deren Fließfähigkeit für die Formbarkeit verbessert worden ist, während verschiedene für das Polyphenylenätherharz typische physikalische Eigenschaften aufrechterhalten werden.
  • Gibt man einen anorganischen Füllstoff, wie Glasfaser u.ä. zu einem Polyphenylenätherharz, dann erhöhen sich der Elastizitätskoeffizient und die Dimensionsstabilität der geformten Gegenstände. Bei Zugabe eines solchen anorganischen Füllstoffes verschlechtert sich jedoch die Fließfähigkeit der Polyphenylenätherharzzusammensetzung während des Formens, so daß es bisher nicht möglich war, einen solchen anorganischen Füllstoff in einer hohen Konzentration, z.B. in einem Verhältnis von 50 bis 100 Gewichtsteilen an anorganischem Füllstoff gegenüber 100 Gewichtsteilen Polyphenylenätherharz, zu integrieren. Die vorliegende Erfindung ist jedoch für die Herstellung einer Harzzusammensetzung, in welche ein anorganischer Füllstoff in einer solch hohen Konzentration, wie oben beschrieben, eingemischt worden ist, besonders geeignet.
  • Der in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung eingesetzte Polyphenylenäther ist im allgemeinen ein Polymer der folgenden allgemeinen Formel:
  • in welcher eine Einheit eines Sauerstoffatoms vom Äthertyp mit der benachbarten Einheit eines Benzolkerns verbunden ist, n eine ganze Zahl von mindestens 50 ist, und jedes Q ein einwertiger Substituent ist, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, Halogen, Kohlenwasserstoff ohne tertiäres α-Kohlenstoffatom, Kohlenwasserstoffoxygruppe, und Halogenkohlenwasserstoffgruppe, die mindestens zwei Kohlenstoffatome zwischen dem Halogenatom und der Phenylgruppe enthält.
  • Polyphenylenäther, die sich für die Verwirklichung der vorliegenden Erfindung am besten eignen, sind solche mit Alkylsubstituenten in zwei ortho-Positionen in bezug auf das Sauerstoffatom vom Äthertyp, d.h. solche der oben genannten allgemeinen Formel, in welcher die Gruppen Q Alkylgruppen, und besonders bevorzugter Weise Methylgruppen sind, und für welche ein Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylen)äther das typische Beispiel ist.Dieses Polymer hat vorzugsweise eine Eigenviskosität von ca. 0,5, gemessen in Chloroform bei 25ºC. Ferner können auch Copolymere, in welchen Styrolverbindungen auf diese Phenylenäther, wie oben beschrieben, aufgepfropft sind, bei vorliegender Erfindung eingesetzt werden. Die hier verwendeten mit einer Styrolverbindung gepfropften Polyphenylenäther sind Copolymere, die durch Pfropfpolymerisation von Styrolverbindungen, z.B. von Styrol, Q-Methylstyrol, Vinyltoluol oder Chlorstyrol, auf die oben beschriebenen Polyphenylenäther erhalten worden sind.
  • Die oben beschriebenen mit den Polyphenylenätherharzzusammensetzungen des Stands der Technik verbundenen Probleme werden durch Einmischen des spezifizierten Kohlenwasserstoffharzes nach vorliegender Erfindung in die früheren Zusammensetzungen gelöst.
  • Genauer gesagt ist die vorliegende Erfindung gekennzeichnet durch das Einmischen des erfindungsgemäßen Harzes mit einem Erweichungspunkt von 140-180ºC, sowie einem Verhältnis von durchschnittlichem Molekulargewicht (Gewichtsmittel) zu durchschnittlichem Molekulargewicht(Zahlenmittel) Mw/Mn von 2,0 oder weniger in das Polyphenylenätherharz, wobei das zuerst genannte Harz durch Polymerisieren eines Kohlenwasserstoffrohmaterials, in welchem der Gesamtgehalt an Indol und Methylindol auf 80 Gewichtsprozent oder mehr eingestellt worden ist, unter Verwendung eines Katalysators vom Friedel-Crafttyp erhalten worden ist.
  • Die Molekulargewichtsverteilung des genannten Harzes wird mittels Gelpermeationschromatographie (GPC) gemessen, die unter Verwendung von Polystyrol als Standard geeicht wird.
  • Es ist ein charakteristisches Merkmal der vorliegenden Erfindung, daß ein Harz eingesetzt wird, das einen Gesamtgehalt an Indol und Methylindol von 80 Gewichtsprozent oder mehr aufweist. In diesem Zusammenhang wird geeigneterweise, obwohl auch Indol und/oder Methylindol hoher Reinheit eingesetzt werden kann, ein Produkt verwendet, das z.B. durch Destillation von Kohlenwasserstoffen mit einem vergleichsweise hohen Indolgehalt und/oder Methylindolgehalt hergestellt werden kann, da Indol und/oder Methylindol hoher Reinheit in der Industrie kaum erhältlich sind. Genauer gesagt ist der Einsatz von Produkten mit je einem Gesamtgehalt an Indol und Methylindol von 80 Gewichtsprozent oder mehr sehr effektiv, die durch weitere Destillation von Teer hergestellt worden sind, der aus einem Koksofen oder ähnlichem stammt und als solcher durch Trockendestillation von Kohle oder schweren Kohlenwasserstoffmischungen gebildet wird, insbesondere von Materialien mit einem Siedepunkt im Bereich von 140 bis 240ºC, die mittels fraktionierter Destillation u.ä. erhalten worden sind.
  • Ferner können auch Produkte eingesetzt werden , die durch weitere Destillation von Fraktionen mit einem Siedepunkt von 140 bis 240ºC erhalten worden sind, die aus dem thermischen Cracken/Dampfcracken von Erdöl stammen, damit sie einen Gesamtgehalt an Indol und Methylindol von 80% oder mehr erreichen.
  • Obwohl die durch diese Destillationsvorgänge erhaltenen Produkte neben Indol und Methylindol Kohlenwasserstoffe, sauerstoffhaltige Verbindungen u.ä.. enthalten, lassen sich diese Produkte ebenfalls bei vorliegender Erfindung einsetzen, sofern der Gesamtgehalt an Indol und Methylindol 80 Gewichtsprozent oder mehr in den genannten Produkten beträgt.
  • Der Gesamtgehalt (R) an Indol und Methylindol, auf den in vorliegender Erfindung Bezug genommen wird, wird durch die folgende Formel wiedergegeben:
  • R= Gesamtgehalt (Gewichtsprozent) an Indol und Methylindol/Menge an polymerisierbaren Komponenten (Gew%) x 100,
  • wobei mit polymerisierbaren Komponenten Verbindungen gemeint sind, die Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen aufweisen, die mittels eines Katalysators vom Friedel-Crafts-Typ polymerisiert werden können und deren Menge der Gesamtmenge an Styrol, Alkylstyrol, Cumaron, Dicyclopentadien u.ä. zusätzlich zu Indol und Methylindol (Gew.% dieser Komponenten im Rohmaterial) entspricht, und andererseits entspricht der Gesamtgehalt von Indol und Methylindol der Gesamtmenge (Gew%) an im Rohmaterial vorliegenden Indol und Methylindol.
  • Wenn ein solches Rohmaterial mit einem Gesamtgehalt von weniger als 80 Gewichtsprozent Indol und Methylindol eingesetzt wird, dann wird der Erweichungspunkt des resultierenden Harzes niedrig, um sicherzustellen, daß das Verhältnis von Mw/Mn weniger als 2,0 beträgt. Außerdem nimmt bei Einmischen in den Polyphenylenäther die Wärmestabilität des resultierenden Produkts erheblich ab, so daß der Einsatz eines solchen Rohmaterials nicht wünschenswert ist. Bei vorliegender Erfindung beträgt der Gesamtgehalt R vorzugsweise 85 Gewichtsprozent oder mehr.
  • Nach vorliegender Erfindung werden die oben erwähnten Rohmaterialien unter Verwendung eines Friedel-Crafts-Katalysators polymerisiert. Als Friedel-Crafts-Katalysatoren werden Bortrifluorid, Aluminiumchlorid und Komplexe von Bortrifluorid, wie der Komplex von Bortrifluorid und Phenol und der Komplex von Bortrifluorid und Dialkyläther, eingesetzt. Die davon zugegebene Menge beträgt üblicherweise 0,05 bis 5 Gewichtsprozent und vorzugsweise 0,1 bis 3 Gewichtsprozent, für die Polymerisation werden üblicherweise 10 Minuten bis zu 5 Stunden benötigt und die Temperatur während der Polymerisation liegt im Bereich von +10ºC bis ca.+90ºC.
  • Nach der Polymerisation wird der Katalysator unter Verwendung eines Alkali, wie Ätznatron, Natriumcarbonat o.ä. zersetzt und entfernt, und nicht umgesetzte Materialien und niedermolekulare Polymere werden durch einen Verdampfungsvorgang, eine Destillation o.ä. abgetrennt, wobei das Kohlenwasserstoffharz nach vorliegender Erfindung erhalten wird.
  • Das erfindungsgemäße Kohlenwasserstoffharz hat einen Erweichungspunkt von 140 bis 180ºC und ein Verhältnis von durchschnittlichem Molekulargewicht (Gewichtsmittel) zu durchschnittlichem Molekulargewicht (Zahlenmittel) Mw/Mn von 2,0 oder weniger, und vorzugsweise von 1,9 oder weniger.
  • Bei Verwendung eines Harzes mit einem niedrigen Erweichungspunkt, nimmt die Wärmestabilität der resultierenden Zusammensetzung erheblich ab, wenn ein solches Harz in den Polyphenylenäther eingebaut ist, während bei Verwendung eines Harzes mit einem zu hohen Erweichungspunkt kaum Vorteile in bezug auf die Verbesserung der Fließfähigkeit der Zusammensetzung erzielt werden. Ferner ist ein hohes Verhältnis von Mw/Mn für die Verbesserung der Fließfähigkeit der Zusammensetzung weniger vorteilhaft.
  • Obwohl man entweder eine hohe Polymerisationstemperatur oder eine große Menge eines Lösungsmittel für die Polymerisation einsetzen kann, um einen Wert von 2,0 oder weniger für das Mw/Mn-Verhältnis bei vorliegender Erfindung zu erhalten, sind diese Maßnahmen nicht so wünschenswert. Eine bevorzugte Methode ist es, ca. 0,01 bis 5 Gewichtsprozent eines Molekulargewichtmodifikationsmittels, wie Phenole, Äther, Ester, Alkohole o.ä., bezogen auf den Rohmaterial-Kohlenwasserstoff einzusetzen. Besonders bevorzugt werden 0,5 bis 5 Gewichtsprozent Phenole, wie Phenol, Cresol und Xylenol in bezug auf den Rohmaterial-Kohlenwasserstoff eingesetzt.
  • Obwohl für die Polymerisation kein Lösungsmittel nötig ist, können, falls Lösungsmittel eingesetzt werden, Toluol, Xylole, Ethylbenzol, Trimethylbenzol oder eine Mischung davon eingesetzt werden.
  • Bei der Harzzusammensetzung nach vorliegender Erfindung wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch gelöst, daß man 1 bis 30 Gewichtsteile, vorzugsweise 5 bis 25 Gewichtsteile eines entsprechenden Kohlenwasserstoffharzes in 100 Gewichtsteile des genannten Polyphenylenäthers integriert.
  • Eine ausreichende Verbesserung der Fießfähigkeit der resultierenden Zusammensetzung ist möglicherweise dann nicht mehr gewährleistet, wenn nur eine geringe Menge Kohlenwasserstoffharz zugegeben wird, und wenn eine zu große Menge Kohlenwasserstoffharz zugegeben wird, kann dies zu einem übermäßigen Abfall der Wärmeverformungstemperatur führen.
  • Geeigneterweise gibt man zu der erfindungsgemäßen Zusammensetzung gegebenenfalls ein Pigment, einen Weichmacher, ein UV-Absorptionsmittel, ein Antioxidans, ein Flammschutzmittel und weitere bekannte Zusatzstoffe.
  • Bei der Wahl der Methode für das Mischen eines aromatischen Kohlenwasserstoffharzes mit Polyphenylenäther ist man nicht festgelegt, vielmehr ist jede Methode anwendbar. Beispielsweise werden der Polyphenylenäther und das Kohlenwasserstoffharz in einem Lösungsmittel wie Toluol gelöst, dann wird ein Ausfällmittel, wie Isopropylalkohol, zur resultierenden Lösung zugegeben, um die Mischung mitzufällen, und anschließend kann das resultierende Produkt in geeigneter Weise getrocknet werden. Allgemein bevorzugt ist ein Verfahren des physikalischen Mischens eines Kohlenwasserstoffharzes mit Polyphenylenäther durch Verwendung einer mechanischen Mischvorrichtung, die üblicherweise zum Mischen von Kautschuk oder Kunststoffen eingesetzt wird, wie z.B. eine Spritzgußvorrichtung, ein Banbury-Mischer, eine Knetvorrichtung, Heizwalzen u.ä.
  • Beispiele
  • Die Erfindung wird nun anhand von Beispielen näher erläutert.
  • Beispiel 1 zur Herstellung des Harzes
  • Von Kohleteer abgeleitetes Teergasöl wird destilliert, um eine Fraktion mit einem Siedepunkt im Bereich von 170 bis 205ºC zu ergalten. Diese Fraktion enthält eine Gesamtmenge von 58,4 Gewichtsprozent Indol und Methylindol, und 10,8 Gewichtsprozent der anderen polymerisierbaren Komponenten.
  • Zwei gemischte Materialien werden durch Zugabe von 2,0 bzw. 4,5 Gewichtsteilen einer im Handel erhältlichen Cresylsäure (eine Mischung von 30 Gewichtsprozent Phenol, 10 Gewichtsprozent o- Cresol, 25 Gewichtsprozent m-Cresol, 15 Gewichtsprozent p-Cresol und 10 Gewichtsprozent Xylenol) zu je 100 Gewichtsteilen der genannten Fraktion hergstellt, die dann 84,4 Gewichtsprozent Gesamthalt R an Indol und Methylindol enthält. Diese gemischten Substanzen werden bei 60ºC 2 Stunden lang nach Zugabe von 0,8 Gewichtsteilen einer Bortrifluorphenolkomplexverbindung als Katalysator polymerisiert. Der Katalysator wird dann mittels wäßrigen Ätznatrons abgebaut, die resultierenden Polymere werden gewaschen und dann vakuum-destilliert, um nicht umgesetzte Öle und niedermolekulare Polymere zu entfernen, wobei die harze (I) bzw. (II) erhalten werden. Die Ausbeute der Harze (I) und (II) beträgt 63,1 bzw. 63,8%.
  • Vergleichsbeispiel 1 für die Herstellung eines Harzes
  • 0,5 Gewichtsteile einer Bortrifluoriddiethylätherkomplexverbindung werden zu 100 Gewichtsteilen der gleichen Fraktion, wie sie in Beispiel 1 zur Herstellung des Harzes eingesetzt worden ist, zugegeben. Die resultierende Mischung wird bei 60ºC 2 Stunden lang polymerisiert und dann wird ds Polymer der gleichen Nachbehandlung wie in Beispiel 1 zur Herstellung des Harzes unterworfen, um das Harz (III) zu erhalten. Die Ausbeute an Harz (III) beträgt 61,2%.
  • Vergleichsbeispiel 2 für die Herstellung eines Harzes
  • Eine Fraktion mit einem Siedepunkt von 45 - 210ºC, abgeleitet von gecrackten Erdölfraktionen, die durch Dampfcracken von Naphtha erhalten worden sind, enthält 43,8 Gewichtsprozent polymerisierbare Komponenten sowie insgesamt 15,6 Gewichtsprozent Indol und Methylindol. Zu 100 Gewichtsteilen dieser Fraktion, die 35,6 Gewichtsprozent an Gesamtgehalt R von Indol und Methylindol enthält, werden 0,6 Gewichtsteile einer Bortrifluoriddiethylätherkomplexverbindung zugegeben. Die resultierende Mischung wird bei 30ºC 3 Stunden lang polymerisiert, und anschließend wird das Polymer der gleichen Nachbehandlung wie in Beispiel 1 für die Herstellung des Harzes unterworfen, um ein Harz (IV) in einer Ausbeute von 36,2% zu erhalten.
  • Vergleichsbeispiel 3 für die Herstellung eines Harzes
  • 1,5 Gewichtsteile Phenol werden zu 100 Gewichtsteilen der gecrackten Erdölfraktion zugegeben, die in Vergleichsbeispiel 2 für die Herstellung eines Harzes eingesetzt worden ist, um ein gemischtes Material zu erhalten. Zu dem gemischten Material werden 0,6 Gewichtsteile einer Bortrifluoridphenolkomplexver bindung als Katalysator zugegeben. Die resultierende Mischung wird bei 40ºC 3 Stunden lang polymerisiert und anschließend wird das Polymer in gleicher Weise wie in Beispiel 1 zur Herstellung eines Harzes behandelt, um ein Harz (V) in einer Ausbeute von 36,8 % zu erhalten.
  • Vergleichsbeispiel 4 zur Herstellung eines Harzes
  • Ein aus Kohleteer erhaltenes Teergasöl enthält insgesamt 30,3 Gewichtsprozent Indol und Methylindol sowie 15,3 Gewichtsprozent anderer ungesättigter Komponenten. Zu 100 Gewichtsteilen der Fraktion des genannten Teergasöls, enthaltend 66,4 Gewichtsprozent Gesamtgehalt R an Indol und Methylindol, werden 0, 6 Gewichtsteile einer Bortrifluoridphenolkomplexverbindung zugegeben. Die resultierende Mischung wird bei 40ºC 3 Stunden lang polymerisiert, und anschließend wird das Polymer in der gleichen Weise behandelt wie das von Beispiel 1 zur Herstellung eines Harzes, um ein Harz (VI) in einer Ausbeute von 43,2% zu erhalten.
  • Die Eigenschaften der in Beispiel 1 zur Herstellung eines Harzes und der in den Vergleichsbeispielen 1 bis 4 erhaltenen Harze sind in Tabelle 1 dargestellt. Tabelle 1 - Eigenschaften der Harze Beispiel 1 zur Herstellung eines Harzes Vergleichsbeispiel zur Herstellung eines Harzes Harz. Nr. Erweichungspunkt des Harzes (ºC)
  • Beispiel 1
  • 100 Gewichtsteile Poly(2,6-dimethyl-1,4-phenylen)äther mit einer Eigenviskosität von 0,51 d /g in Chloroformlösung bei 25ºC 10 Gewichtsteile im Handel erhältliches Polystyrol "Diarex HT" (Handelsname, hergestellt von der Firma Mitsubishi Monsanto Chemical Industry Co.Ltd.) hoher Schlagzähigkeit, und 10 Gewichtsteile jedes der in Tabelle 1 angegebenen Harze werden unter Verwendung eines Henschel-Mixers miteinander vermischt, und die resultierende Mischung wird dann mittels eines Doppelschneckenextruders extrudiert, um Pellets zu erhalten. Diese Pellets werden mittels einer Spritzgußmaschine eingespritzt, um Teststücke zu erhalten. Die Ergebnisse in bezug auf die physikalischen Eigenschaften der gemessenen Teststücke sind in Tabelle 2 angegeben und gleichzeitig sind die Ergebnisse, die ohne Zugabe der Harze von Tabelle 1 erhalten werden, darin enthalten.
  • (Testverfahren)
  • bezüglich:
  • 1. Schmelzindex(MI): gemessen bei 260ºC, mit einer 10kg-Belastung (siehe ASTM D 1238)
  • 2. Zugfestigkeit und Dehnung: durchgeführt unter Verwendung von hantelförmigem Prüfstück (dumbbell) Nr.5 gemäß ASTM-D-638
  • 3. Schlagbiegeversuch mit gekerbtem Probestab: durchgeführt unter Verwendung eines Teststücks mit einer Dicke von 6,35 mm(1/4 inch) gemäß ASTM -D-256.
  • 4. Wärmeverformungstemperatur: durchgeführt unter einem Druck von 18,6 kg/cm² gemäß ASTM-D-648.
  • Aus den Ergebnissen von Tabelle 2 ist ersichtlich, daß die Zusammensetzungen, die jeweils ein spezifisches Harz nach vorliegender Erfindung enthalten, ausreichend hohe Wärmeverformungtemperaturen aufrechterhalten und eine erheblich verbesserte Schmelzfließfähigkeit aufweisen.
  • Beispiel 2 zur Herstellung eines Harzes
  • 6 Teile Phenol werden zu 45 Gewichtsteilen eines Indolmonomers, 5 Gewichtsteilen eines Styrolmonomers und 50 Gewichtsteilen von im Handel erhältlichem Xylol (d.h. 90,0 Gewichtsprozent Gesamtgehalt R an Indol und Methylindol) zugegeben, um ein Rohöl zu erhalten. Zu dem Rohöl werden 0,5 Gewichtsteile einer Bortrifluoridphenolkomplexverbindung als Katalysator zugegeben, die resultierende Mischung wird bei 60ºC 2 Stunden lang polymerisiert und anschließend wird das Polymer in gleicher Weise wie in Beispiel 1 zur Herstellung eines Harzes behandelt, um ein Harz mit einem Erweichungspunkt von 163ºC, einem Mn von 570 und einem Verhältnis von Mw/M = 1, 45 in einer Ausbeute von 43,2% zu erhalten. Tabelle 2 Beispiel Vergleichsbeispiel Harz Nr. Menge an zugegebenem Harz (Gewichtsteile) Zugfestigkeit (Kg/cm²) Bruchdehnung (%) Izod-Schlagzähigkeit (Kg,cm/cm) Wärmeverformungstemperatur ºC
  • Beispiel 2
  • Ein Versuch wird durchgeführt, in welchem die Menge an gemäß Beispiel 2 zur Herstellung eines Harzes hergestelltem Harz, das zu einer Mischung von 100 Gewichtsteilen Poly(2,6-dimethyl-1,4- phenylenäther), 15 Gewichtsteilen Polystyrol mit hoher Schlagzähigkeit, und 50 Gewichtsteilen Glasfaser "Chopped Glass OS- 471S"(Handelsname, Herstellung durch die Firma Nittobo Co.Ltd.) zugegeben wird, variiert wird.
  • Die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 3 wiedergegeben. Tabelle 3 Vergleichsbeispiel Beispiel Menge an zugegebenen Harz (Gewichtsteile) Wärmeverformungstemperatur (ºC)
  • Liegt die zugegebene Harzmenge innerhalb der durch die vorliegende Erfindung gegebenen Grenzen, dann weist eine solche Zusammensetzung nur eine geringe Abnahme der Wärmeverformungstemperatur auf und eine ausgezeichnete Fließfähigkeit auf. Wird jedoch eine zu geringe Menge des Harzes zugegeben, dann ist die Schmelzfließfähigkeit schlecht, wird jedoch eine zu große Menge eines solchen Harzes zugegeben, dann ist die Fließfähigkeit zwar gut, aber die Wärmeverformungstemperatur sinkt in hohem Maße, was für die praktische Anwendung nicht mehr wünschenswert ist.

Claims (3)

1. Eine Polyphenylenätherharzzusammensetzung, umfassend als Hauptbestandteile:
(a) 100 Gewichtsteile eines Polyphenylenätherharzes und
(b) 1 bis 30 Gewichtsteile eines Kohlenwasserstoffharzes mit einem Erweichungspunkt von 140 bis 180ºC und einem Verhältnis von durchschnittlichem Molekulargewicht (Gewichtsmittel) zu durchschnittlichem Molekulargewicht (Zahlenmittel) von Mw/Mn von 2,0 oder weniger, das unter Verwendung eines Friedel- Crafts-Katalysators durch Polymerisieren einer Rohöls aus Kohlenwasserstoffen hergestellt wird, in welchen der Gesamtgehalt R an Indol und Methylindol 80 Gewichtsprozent oder mehr beträgt, mit der Maßgabe, daß R definiert ist als Gesamtgehalt (Gew.%) von Indol und Methylindol/Menge an polymerisierbaren Komponenten (Gew%) x 100,
wobei die polymerisierbaren Komponenten Verbindungen sind, die durch Verwendung eines Friedel-Crafts-Katalysators polymerisierbare Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen aufweisen.
2. Eine Zusammensetzung wie in Anspruch 1 beansprucht, in welcher die Komponente (b) aus Rohölmaterial von Kohlenwasserstoffen erhalten worden ist, in welchem der Gesamtgehalt R an Indol und Methlyindol, wie in Anspruch 1 definiert, 80 Gewichtsprozent oder mehr beträgt, das einen Siedepunkt im Bereich von 140 bis 240ºC aufweist und das durch fraktionierte Destillation erhalten wird.
3. Eine Zusammensetzung wie in Anspruch 1 oder 2 beansprucht, in welcher der eingesetzte Friedel-Crafts-Katalysator Bortrifluorid oder Komplexe davon ist.
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