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Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues
Deckbeschichtungsmittel für wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterialien.
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Wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien, die einen
farblosen oder blaß gefärbten Leukofarbstoff und einen
Farbentwickler umfassen, der sich bei Erwärmung mit dem
Leukofarbstoff zur Bildung einer Farbe verbindet, werden
bereits weithin für verschiedene Zwecke eingesetzt.
Gewöhnliche wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien
können durch Dispergieren und Pulverisieren eines
Leukofarbstoffes und eines Farbentwicklers, wie z.B. einer
phenolischen Substanz, getrennt voneinander mit Hilfe einer
Naßmühle zu Teilchen mit einer Größe im um-Bereich,
Vermischen der Teilchen der beiden Bestandteile, Zugabe von
Hilfsmitteln, wie z.B. einem Bindemittel,
Sensibilisierungsmittel, Füllstoff, Schmiermittel,
Stabilisator, Dispergiermittel, Antischaummittel und
dergleichen, wodurch man eine flüssige
Beschichtungszusammensetzung erhält, und Auftragen der
Beschichtungszusammensetzung auf ein Substrat, wie z.B.
Papier, Folie oder synthetische Papiere, hergestellt
werden. Die oben genannten Aufzeichnungsmaterialien bilden
farbige Aufzeichnungsbilder durch eine chemische Reaktion,
die dann abläuft, wenn mindestens einer der beiden
Bestandteile Leukofarbstoff und Farbentwickler schmilzt und
dadurch mit dem anderen Bestandteil in Berührung kommt. Da
diese Art wärmeempfindlicher Aufzeichnungsmaterialien den
Vorteil bietet, daß man aufgezeichnete Bilder, und
insbesondere scharfe Bilder, leicht herstellen kann, ist
sie als Aufzeichnungmedium für Telefaxgeräte, Drucker usw.
weit verbreitet.
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Nachdem es in der letzten Zeit immer mehr Varianten von
Informationsmedien gibt, werden die wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterialien verbreitet eingesetzt, z.B. als
Papier für Fahrkarten, das in Maschinen, mit denen
automatisch Fahrkarten, z.B. für öffentliche
Verkehrsmittel, hergestellt werden können, brauchbar ist,
als Papier für Strichcodes in einem Verkaufspunktsystem
oder als Etiketten für Handelswaren oder dergleichen. Die
für derartige neue Verwendungszwecke eingesetzten
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien werden häufiger
härteren Bedingungen als unter bisher bekannten Umständen
ausgesetzt. So bewirken die wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterialien z.B. durch den Kontakt mit einer
Fahrkartenhalterung, die Vinylchlorid and Dibutylphthalat
oder ähnliche Weichmacher umfaßt, daß aufgezeichnete Teile
verblassen oder sich an nicht aufgezeichneten Teilen Farbe
bildet, wodurch sie als Aufzeichnungsmaterialien nicht mehr
so wertvoll sind; die wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterialien müssen also beständig gegen
Weichmacher sein. Wenn sie als Etiketten für Lebensmittel
verwendet werden, müssen die wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterialien zusätzlich zur Beständigkeit gegen
Weichmacher auch Beständigkeit gegen Wasser, Alkohole, Öle,
Essigsäuren und dergleichen besitzen.
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Um solchen Leistungsanforderungen gerecht werden zu können,
wurden verschiedene Verfahren eingesetzt um das Eindringen
von Wasser, Chemikalien oder dergleichen durch Beschichten
der wärmeempfindlichen farbbildenden Schicht auf dem
Substrat mit einem Deckbeschichtungsmittel, wie z.B. einer
wäßrigen Lösung eines wasserlöslichen Harzes oder einer
Emulsion eines wasserunlöslichen Harzes oder dergleichen
(z.B. einem Styrol-Maleat-Copolymer, wie in JP-A-62-280073
offenbart, einer Polyvinylalkohol-Vinylacetat-Emulsion, wie
in JP-A-61-229590 offenbart, einer wäßrigen Lösung eines
Polyvinylalkohol-Acrylamid-Copolymers, wie in JP-A-62-
278086 offenbart, usw.) zu verhindern. Diese Verfahren
können den Leistungsanforderungen bis zu einem gewissen
Grad gerecht werden, sie können aber keinesfalls
gleichzeitig eine zufriedenstellende Beständigkeit gegen
Wasser, Weichmacher und Chemikalien, ebenso wie eine
ausreichende Beständigkeit gegen Anhaften und die
erwünschte Farbbildungseigenschaft aufweisen.
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Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung
eines neuen Deckbeschichtungsmittels für wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterialien, das frei ist von den Nachteilen
herkömmlicher Deckbeschichtungsmittel für wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterialien.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung
eines neuen Deckbeschichtungsmittels für wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterialien, das in der Lage ist, den
wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapieren oder ähnlichen
Materialien hervorragende Beständigkeit gegen Wasser,
Weichmacher, Chemikalien und Anhaften, sowie eine
ausgezeichnete Farbbildungseigenschaft zu verleihen.
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Diese und weitere Ziele der Erfindung sind aus der
folgenden Beschreibung ersichtlich.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird folgendes
bereitgestellt:
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(i) Ein Deckbeschichtungsmittel für wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterialien, das als aktiven Bestandteil
eine Emulsion eines Pfropfcopolymers enthält, das
hergestellt wurde durch Pfropfcopolymerisation von 5
bis 40 Gewichtsprozent Acrylamid oder Methacrylamid
als Monomer (A), 40 bis 90 Gewichtsprozent eines
Methylacrylats oder -methacrylats als Monomer (B), 1
bis 20 Gewichtsprozent einer Acryl- oder
Methacrylsäure als Monomer (C) und 0 bis 30 Gewichtsprozent
eines von diesen Monomeren verschiedenen Monomers als
Monomer (D), das damit copolymerisiert werden kann,
auf einen Polyvinylalkohol in Anwesenheit eines
Fettsäureesters von Saccharose in einer Menge von 1 bis 30
Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile der Gesamtmenge
der zu verwendenden Monomere und in Anwesenheit von
Wasser.
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(ii) Ein Deckbeschichtungsmittel für wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterialien, das als aktiven Bestandteil
eine Emulsion eines Pfropfcopolymers enthält, das
hergestellt wurde durch Pfropfcopolymerisation von 15
bis 85 Gewichtsprozent eines Methylacrylats oder
-methacrylats als Monomer (E) , 15 bis 75
Gewichtsprozent eines Niederhydroxyalkylacrylats
oder -methacrylats als Monomer (F), 5 bis 50
Gewichtsprozent einer Acryl- oder Methacrylsäure als
Monomer (G) und 0 bis 30 Gewichtsprozent eines von
diesen Monomeren verschiedenen Monomers als Monomer
(H), das damit copolymerisierbar ist, auf einen
Polyvinylalkohol in Anwesenheit eines Fettsäureesters
von Saccharose in der oben genannten Menge und in
Anwesenheit von Wasser.
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Die Prozentangaben der verschiedenen oben genannten
Monomere sind bezogen auf 100 Gewichtsprozent der
Gesamtmenge der zu verwendenden Monomere.
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Angesichts der oben beschriebenen gegenwärtigen Situation
haben die Erfinder umfangreiche Forschungen durchgeführt
und festgestellt, daß die oben genannten spezifischen
Pfropfcopolymer-Emulsionen in der Lage sind, alle Nachteile
hinsichtlich der Beständigkeit gegen Wasser, Weichmacher,
Chemikalien, Anhaften und der Farbbildungseigenschaft usw.,
die herkömmliche Deckbeschichtungsmittel für
wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien nicht
zufriedenstellend beseitigen können, zu umgehen.
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Die vorliegende Erfindung wurde aufgrund dieser neuen
Erkenntnisse bewerkstelligt.
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Die erfindungsgemäßen Deckbeschichtungsmittel für
wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien (im folgenden
als "Deckbeschichtungsmittel" bezeichnet) können durch
Pfropfcopolymerisation (i) der Monomere (A), (B) und (C),
und gegebenenfalls des Monomers (D), oder (ii) der Monomere
(E), (F) und (G), und gegebenenfalls des Monomers (H), auf
einen Polyvinylalkohol in Form einer wäßrigen Lösung, die
den Fettsäureester von Saccharose als Emulgator enthält,
hergestellt werden. Die Ziele der Erfindung können nur
durch Verwendung des erhaltenen Deckbeschichtungsmittels
erreicht werden.
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Die Polyvinylalkohole zur Verwendung in der vorliegenden
Erfindung sind nicht sonderlich beschränkt und können
irgendwelche der bisher bekannten Polyvinylalkohole sein,
sofern sie wasserlöslich sind. Das heißt, es kann sich um
einen teilweise oder völlig verseiften Polyvinylalkohol
handeln. Man kann auch modifizierte Polyvinylalkohole, wie
z .B. Silicium-modifizierte, Carboxyl-modifizierte oder
Acetoacetyl-modifizierte Polyvinylalkohole verwenden. Dabei
werden teilweise oder völlig verseifte Polyvinylalkohole
mit einem Polymerisationsgrad von etwa 200 bis etwa 2500
und einem Verseifungsgrad von 75 bis 100% bevorzugt. Die zu
verwendende Menge des Polyvinylalkohols wird im Hinblick
auf die filmbildende Eigenschaft des erhaltenen
Deckbeschichtungsmittels und seine Beständigkeit gegen
Wasser, Chemikalien und Weichmacher, auf die der
Polyvinylalkohol einen Einfluß hat, in geeigneter Weise
bestimmt. Die Menge liegt gewöhnlich im Bereich von 5 bis
50 Gewichtsteilen (im folgenden nur als Teil oder Teile
bezeichnet), vorzugsweise im Bereich von 10 bis 30 Teilen,
pro 100 Teile der Gesamtmenge der später zu beschreibenden
Monomere. Verwendet man weniger als 5 Teile des
Polyvinylalkohols, wird die filmbildende Eigenschaft des
Deckbeschichtungsmittels seine Beständigkeit gegen
Chemikalien und seine Farbbildungseigenschaft häufig
verschlechtert, wohingegen sich die Beständigkeit des
Deckbeschichtungsmittels gegen Wasser häufig verringert und
die Viskosität der resultierenden flüssigen
Beschichtungszusammensetzung sich häufig erhöht, wenn man
mehr als 50 Teile davon verwendet.
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Die Pfropfkettenbildenden Monomere, die zur
Pfropfcopolymerisation in der Erfindung verwendet werden
sollen, sind (i) die Monomere (A), (B) und (C) als
wesentliche Komponenten und das Monomer (D) als fakultative
Komponente, die mit den wesentlichen Komponenten
copolymerisiert werden kann, und (ii) die Monomere (E), (F)
und (G) als wesentliche Komponenten und das Monomer (H) als
fakultative Komponente, die mit den wesentlichen
Komponenten copolymerisiert werden kann.
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Zunächst werden die Monomere (A), (B), (C) und (D) unten
beschrieben.
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Das Monomer (A) wird als wesentliche Komponente verwendet,
da es eine Verbesserung der filmbildenden Eigenschaft, der
Beständigkeit gegen Chemikalien und der Farbdichte des
erhaltenen Deckbeschichtungsmittels bewirkt. Die zu
verwendende Menge des Monomers (A) beträgt 5 bis 40
Gewichtsprozent, vorzugsweise 10 bis 35 Gewichtsprozent,
von 100 Gewichtsprozent der Gesamtmenge der in der
Erfindung zu verwendenden Monomere. Mit einer Menge von
weniger als 5 Gewichtsprozent können die oben genannten
Leistungsanforderungen nicht erfüllt werden, wohingegen bei
einer Menge über 40 Gewichtsprozent die Viskosität der
flüssigen Beschichtungszusammensetzung häufig zunimmt,
wodurch die Gewinnung einer stabilen Emulsion erschwert
wird.
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Das Monomer (B) wird als wesentliche Komponente verwendet,
da es die Beständigkeit des erhaltenen
Deckbeschichtungsmittels gegen Wasser erhöht. Die zu
verwendende Menge des Monomers (B) wird im Hinblick auf die
Beständigkeit des erhaltenen Deckbeschichtungsmittels gegen
Wasser in geeigneter Weise bestimmt und liegt im Bereich
von 40 bis 90 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 50 bis 80
Gewichtsprozent, von 100 Gewichtsprozent der Gesamtmenge
der in der Erfindung zu verwendenden Monomere. Eine Menge
von weniger als 40 Gewichtsprozent kann zu ungenügender
Beständigkeit gegen Wasser führen, während eine Menge von
mehr als 90 Gewichtsprozent häufig zu einer Abnahme der
Beständigkeit gegen Lösungsmittel führt.
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Das Monomer (C) wird als wesentliche Komponente verwendet,
da es die Beständigkeit des erhaltenen
Deckbeschichtungsmittels gegen Chemikalien sowie die
Farbdichte, insbesondere die Beständigkeit gegen Anhaften
während der Farbentwicklung durch ein dynamisches
Verfahren, beeinflußt. Die zu verwendende Menge des
Monomers (C) kann im Hinblick auf die oben genannten
Eigenschaften in geeigneter Weise bestimmt werden und liegt
im Bereich von 1 bis 20 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 1
bis 15 Gewichtsprozent, von 100 Gewichtsprozent der
Gesamtmenge der in der Erfindung zu verwendenden Monomere.
Unter 1 Gewichtsprozent ist es häufig schwierig, eine
stabile Emulsion zu erhalten, wohingegen bei mehr als 20
Gewichtsprozent die Beständigkeit gegen Chemikalien häufig
abnimmt.
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Das Monomer (D) wird in der Erfindung als fakultative
Komponente verwendet. Typische Beispiele für das Monomer
(D) sind Ethylacrylat oder -methacrylat, Butylacrylat oder
-methacrylat, Propylacrylat oder -methacrylat,
2-Ethylhexylacrylat oder -methacrylat, Octylacrylat oder
-methacrylat, Acrylnitril oder Methacrylnitril,
Vinylacetat, Styrol usw. Die zu verwendende Menge des
Monomers (D) kann innerhalb des Bereichs, in dem sich mit
dem erhaltenen Deckbeschichtungsmittel die Ziele der
Erfindung erreichen und die beabsichtigten Wirkungen der
Erfindung aufrechterhalten lassen, in geeigneter Weise
bestimmt werden. Die Menge liegt vorzugsweise im Bereich
von 30 Gewichtsprozent oder weniger von 100 Gewichtsprozent
der Gesamtmenge der in der Erfindung zu verwendenden
Monomere.
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Es folgt eine Beschreibung der Monomerbestandteile der
Monomere (E), (F), (G) und (H).
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Das Monomer (E) wird als wesentliche Komponente verwendet,
da es die Beständigkeit des erhaltenen
Deckbeschichtungsmittels gegen Wasser erhöht. Die zu
verwendende Menge des Monomers (E) beträgt 15 bis 85
Gewichtsprozent, vorzugsweise 25 bis 60 Gewichtsprozent,
von 100 Gewichtsprozent der Gesamtmenge der in der
Erfindung zu verwendenden Monomere. Weniger als 15
Gewichtsprozent haben häufig eine verminderte Beständigkeit
gegen Wasser und Kleben zur Folge, bei mehr als 85
Gewichtsprozent dagegen wird aufgrund der Beeinträchtigung
der filmbildenden Eigenschaft leicht die Beständigkeit
gegen Chemikalien verringert.
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Das Monomer (F) wird als wesentliche Komponente verwendet,
da es die Beständigkeit des Deckbeschichtungsmittels gegen
Chemikalien und Weichmacher erhöht. Konkrete Beispiele für
das Monomer (F) sind 2-Hydroxyethylacrylat oder
-methacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat oder -methacrylat usw.
Die zu verwendende Menge des Monomers (F) wird im Hinblick
auf die Beständigkeit des erhaltenen
Deckbeschichtungsmittels gegen Chemikalien und Weichmacher
bestimmt und liegt im Bereich von 15 bis 75
Gewichtsprozent, vorzugsweise von 20 bis 45
Gewichtsprozent, von 100 Gewichtsprozent der Gesamtmenge
der in der Erfindung zu verwendenden Monomere. Bei weniger
als 15 Gewichtsprozent ist häufig eine ungenügende
Beständigkeit gegen Chemikalien und Weichmacher die Folge,
wohingegen bei mehr als 75 Gewichtsprozent häufig eine
Gelierung während der Polymerisationsreaktion auftritt und
sich häufig ein äußerst zähflüssiges Reaktionsprodukt
bildet.
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Das Monomer (G) wird als wesentliche Komponente verwendet,
da es die Beständigkeit des erhaltenen
Deckbeschichtungsmittels gegen Chemikalien, die Farbdichte
und die Stabilität der Emulsion während der
Pfropfpolymerisation beeinflußt. Die zu verwendende Menge
des Monomers (G) kann im Hinblick auf die oben genannten
Eigenschaften in geeigneter Weise bestimmt werden und liegt
im Bereich von 5 bis 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise von
10 bis 30 Gewichtsprozent, von 100 Gewichtsprozent der
Gesamtmenge der in der Erfindung zu verwendenden Monomere.
Mit weniger als 5 Gewichtsprozent ist es häufig schwierig,
eine stabile Emulsion zu erhalten, wohingegen bei mehr als
50 Gewichtsprozent die Beständigkeit gegen Wasser und die
Stabilität der Emulsion häufig abnehmen.
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Das Monomer (H) wird in der Erfindung als fakultative
Komponente verwendet. Konkrete Beispiele für das Monomer
(H) sind Ethylacrylat oder -methacrylat, Propylacrylat oder
-methacrylat, Butylacrylat oder -methacrylat,
2-Ethylhexylacrylat oder -methacrylat, Octylacrylat oder
-methacrylat, Acrylnitril oder Methacrylnitril,
Vinylacetat, Styrol, Acrylamid oder Methacrylamid usw. Die
zu verwendende Menge des Monomers (H) innerhalb des
Bereichs, in dem sich mit dem erhaltenen
Deckbeschichtungsmittel die Ziele der Erfindung erreichen
und die beabsichtigten Wirkungen aufrecht erhalten lassen,
kann zwar in geeigneter Weise bestimmt werden, sie beträgt
aber vorzugsweise 30 Gewichtsprozent oder weniger von 100
Gewichtsprozent der Gesamtmenge der in der Erfindung zu
verwendenden Monomere. Die Verwendung eines Fettsäureesters
der Saccharose als Emulgator ist für die vorliegende
Erfindung von ausschlaggebender Bedeutung. Wird für die
Pfropfcopolymerisation (i) der Monomere (A), (B) und (C),
und erforderlichenfalls des Monomers (D), oder (ii) der
Monomere (E), (F) und (G), und erforderlichenfalls des
Monomers (H), ein herkömmliches anionisches oder
nichtionisches Tensid mit relativ niedrigem Molekulargewicht
verwendet, wird dem resultierenden Deckbeschichtungsmittel
eine deutlich verminderte Beständigkeit gegen Wasser und
Kleben verliehen und es kann die Ziele der Erfindung
keineswegs erreichen. In diesem Fall läßt sich eine stabile
Emulsion des Pfropfcopolymers nur durch Verwendung eines
Fettsäureesters der Saccharose bei der
Copolymerisationsreaktion, während der die Emulsionbildung feiner öliger
Tröpfchen (i) der Monomere (A), (B) und (C), und
erforderlichenfalls des Monomers (D), und (ii) der Monomere
(E), (F) und (G), und erforderlichenfalls des Monomers (H),
stattfindet, erhalten. Außerdem kann die erhaltene
Pfropfcopolymer-Emulsion als gegen Kleben äußerst
beständiges Deckbeschichtungsmittel verwendet werden, ohne
daß ein Füllstoff und andere Zusätze zugegeben werden.
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Der Fettsäureester der Saccharose zur Verwendung hierin ist
ein Ester einer Saccharose mit einer Fettsäure und es kann
sich um irgendeinen herkömmlichen derartigen Ester
einschließlich verschiedener Arten, angefangen von
Fettsäuremonoestern von Saccharosen bis hin zu völlig mit
Fettsäure veresterten Produkten von Saccharosen handeln. Zu
den wünschenswerten Fettsäuren gehören höhere Fettsäuren
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise mit 10 bis 20
Kohlenstoffatomen. Konkrete Beispiele für solche Fettsäuren
sind Caprinsäure, Laurinsäure, Myristinsäure,
Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Linolsäure,
Docosansäure usw. Der HLB-Wert geeigneter Fettsäureester
von Saccharosen ist nicht sonderlich beschränkt, er liegt
jedoch, angesichts der Tatsache, daß die Überzugsoberfläche
mit zunehmendem HLB-Wert glatter wird, gewöhnlich im
Bereich von 1 bis 16, vorzugsweise 5 bis 16.
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Die zu verwendende Menge des Fettsäureesters von Saccharose
beträgt 1 bis 30 Teile, vorzugsweise 5 bis 15 Teile, pro
100 Teile der Gesamtmenge der in der Erfindung zu
verwendenden Monomere. Mit einer Menge von weniger als 1
Teil ist es schwierig, eine stabile Emulsion zu erhalten
und außerdem wird häufig die Beständigkeit gegen Kleben
verringert, wohingegen bei einer Menge von mehr als 30
Teilen häufig eine größere Menge Schaum während der
Polymerisation gebildet wird und die Beständigkeit gegen
Chemikalien oft unzureichend wird.
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Die Verfahren zur Herstellung des Pfropfcopolymers, das in
der Erfindung als die aktive Komponente dient, sind nicht
sonderlich beschränkt und es können verschiedene Verfahren
eingesetzt werden. Das Pfropfcopolymer läßt sich z.B. mit
Hilfe der folgenden Verfahren leicht herstellen. Der
Polyvinylalkohol, der Fettsäureester von Saccharose zur
Verwendung als Emulgator und Wasser werden in vorher
festgelegten Mengen in einen Reaktor gegeben. Die Mischung
wird gerührt, wodurch man eine wäßrige Lösung erhält.
Dieser werden (i) die Monomere (A), (B) und (C), und
erforderlichenfalls das Monomer (D), oder (ii) die Monomere
(E), (F) und (G), und erforderlichenfalls das Monomer (H),
und ein Radikalpolymerisationsstarter zugegeben, gefolgt
von einer gleichzeitigen Umsetzung der Mischung. Als
Alternative ist ein Verfahren möglich, bei dem die
Komponenten im Verlauf der Reaktion entweder kontinuierlich
tröpfchenweise in den Reaktor gegeben oder diesem
diskontinuierlich und separat zugeführt werden. Beide
Verfahrensweisen werden gewöhnlich bei einer Temperatur von
etwa 60 bis etwa 90ºC über einen Zeitraum von etwa 1 bis
etwa 4 Stunden bis zur Vollendung der Polymerisation
durchgeführt. Die Monomerkonzentration für die
Polymerisation ist weder in irgendeinem der genannten
Polymerisationsverfahren noch in allen anderen Verfahren
sonderlich beschränkt. Dennoch liegt sie gewöhnlich im
Bereich von etwa 10 bis etwa 50 Gewichtsprozent,
vorzugsweise von etwa 15 bis etwa 40 Gewichtsprozent,
bezogen auf die Lösung gemischter Komponenten. Geeignete
Radikalpolymerisationsstarter sind nicht sonderlich
beschränkt und können in geeigneter Weise aus den
herkömmlichen wasserlöslichen Startern, wie z.B.
Wasserstoffperoxid, Ammoniumpersulfat, Kaliumpersulfat
usw., ausgewählt werden. Die zu verwendende Menge des
Radikalpolymerisationsstarters beträgt gewöhnlich etwa 0,1
bis etwa 5 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile der
Gesamtmenge der in der Erfindung zu verwendenden Monomere.
Zur Bildung eines Redoxinitiators kann ein Reduktionsmittel
zusammen mit dem Radikalpolymerisationsstarter verwendet
werden. Man kann ein Kettenübertragungsmittel, wie z.B.
Mercaptane, verwenden, um durch Einstellen des
Polymerisationsgrades die gewünschte Viskosität zu
erzielen.
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Die mit Hilfe der oben genannten Verfahren hergestellten
Pfropfcopolymer-Emulsionen zur Verwendung als aktive
Komponente für die erfindungsgemäßen
Deckbeschichtungsmittel können, wie bereits erwähnt, direkt
als Deckbeschichtungsmittel für vielfältige
wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien, einschließlich
Papieren für Fahrkarten, die für Fahrkartenautomaten
geeignet sind, Papieren für Strichcodes für ein
Verkaufspunktsystem usw., verwendet werden. Diese
Emulsionen können eine hervorragende Beständigkeit gegen
Wasser, Chemikalien, Weichmacher und Kleben aufweisen und
können die Verringerung der farbbildenden Eigenschaft
verhindern. Erforderlichenfalls kann die
Wasserbeständigkeit des Deckbeschichtungsmittels durch
Verwendung eines herkömmlichen Mittels zur Verbesserung der
Wasserbeständigkeit, wie z.B. eines Epichlorhydrin-
modifizierten Polyamidpolyaminharzes, eines
Aminoformaldehydharzes oder dergleichen, zusammen mit der
erfindungsgemäßen Pfropfcopolymer-Emulsion noch weiter
verbessert werden. Die erfindungsgemäße Pfropfcopolymer-
Emulsion kann zwar einzeln als Deckbeschichtungsmittel mit
hoher Beständigkeit gegen Kleben verwendet werden, die
Klebebeständigkeit läßt sich jedoch durch Zugabe einer
höheren Fettsäure, eines höheren Fettsäureamids, eines
Metallsalzes einer höheren Fettsäure oder dergleichen noch
weiter verbessern. Die bevorzugte Menge des zu verwendenden
die Wasserbeständigkeit verbessernden Mittels beträgt etwa
5 bis etwa 30 Teile (als Feststoffe gerechnet) pro 100
Teile der Pfropfcopolymer-Emulsion. Eine bevorzugte Menge
des zu verwendenden Metallsalzes einer höheren Fettsäure
oder dergleichen beträgt etwa 5 bis etwa 20 Teile (als
Feststoffe gerechnet) pro 100 Teile der Pfropfcopolymer-
Emulsion.
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Die bevorzugte Konzentration und Viskosität des auf ein
wärmeempfindliches Aufzeichnungsmaterial aufzutragenden
Deckbeschichtungsmittels sind in der Erfindung nicht
sonderlich beschränkt, gewöhnlich betragen sie jedoch etwa
10 bis etwa 30 Gewichtsprozent bzw. etwa 50 bis etwa 500
mPa s (cps) bei einem pH-Wert von etwa 4,5 bis etwa 9,5.
Die Auftragsverfahren sind nicht sonderlich beschränkt und
können gewöhnlich einen Drahtstab, eine
Balkenauftragmaschine, eine Rakelstreichmaschine, eine
Walzenauftragmaschine oder dergleichen umfassen. Die Menge
des aufzutragenden Deckbeschichtungsmittels ist nicht
sonderlich beschränkt und kann je nach Art des
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterials und dergleichen
in geeigneter Weise bestimmt werden. Vorzugsweise wird die
Menge des aufzutragenden Deckbeschichtungsmittels im
Bereich von etwa 0,5 bis etwa 15 g/m², als Feststoffe
gerechnet, eingestellt.
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Nach dem Auftragen wird die Beschichtung mit Hilfe eines
gewöhnlichen Trockners, wie z.B. eines Ofens, eines
Trommeltrockners oder dergleichen, getrocknet.
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Herkömmliche wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien
können so wie sie sind zum Auftragen des erfindungsgemäßen
Deckbeschichtungsmittels verwendet werden. Genauer gesagt
handelt es sich bei den wärmeempfindlichen
Aufzeichnungsmaterialien, auf die hier Bezug genommen wird,
um solche, die ein Grundblatt und eine wärmeempfindliche
Schicht aus Leukofarbstoff und Farbentwickler, die beide
mit einem Bindemittel an das Grundblatt angehaftet sind,
umfassen. Diese wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien
sind als Fahrkarten-Papiere für Fahrkartenautomaten, als
Papiere für Strichcodes in einem Verkaufspunktsystem, als
Etiketten für Waren usw. geeignet.
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Beispiele für das Bindemittel sind Polyvinylalkohol,
Carboxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose,
Methoxycellulose, Carboxy-modifizierter Polyvinylalkohol,
Polyacrylamid, Polyacrylsäure, Stärke und Derivate
derselben, Casein, Gelatine, Alkalisalz von Styrol-
Maleinsäureanhydrid-Copolymer und ähnliche wasserlösliche
Verbindungen mit hohem Molekulargewicht, sowie Styrol-
Butadien-Latex und ähnliche wasserunlösliche Harze.
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Geeignete Leukofarbstoffe können irgendwelche herkömmlichen
Leukofarbstoffe sein und beinhalten Farbstoffe vom Lacton-
Typ, die einen Lacton-Ring im Molekül aufweisen, und nicht
Lacton-artige Farbstoffe, die keinen Lacton-Ring im Molekül
aufweisen. Bei den Farbstoffen vom Lacton-Typ werden
Lactonverbindungen wie z.B. Verbindungen vom
Triphenylmethan- und Fluoran-Typ bevorzugt.
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Beispiele für geeignete Verbindungen vom Fluoran-Typ sind
2-Anilino-3-methyl-6-diethylaminofluoran, 2-Anilino-3-
methyl-6-(methylcyclohexylamino)fluoran, 2-Anilino-3-
methyl-6-(ethylisobenzylamino)fluoran, 2-(p-Chloranilino)-
3-methyl-6-diethylaminofluoran, 2-(p-Fluoranilino)-3-
methyl-6-diethylaminofluoran, 2-Anilino-3-methyl-6-(p-
toluidinoethylamino)fluoran, 2-(p-Toluidino)-3-methyl-6-
diethylaminofluoran, 2-(o-Chloranilino)-6-
dibutylaminofluoran, 2-(o-Fluoranilino)-6-
diethylaminofluoran, 2-(o-Fluoranilino)-6-
dibutylaminofluoran, 2-Anilino-3-methyl-6-
piperidinofluoran, 2-Anilino-3-methyl-6-pyrrolidinofluoran,
2-Ethoxyethylamino-3-chlor-6-diethylaminofluoran, 2-
Anilino-3-chlor-6-diethylaminofluoran, 2-Chlor-6-
diethylaminofluoran, 2-Methyl-6-diethylaminofluoran usw.
Beispiele für geeignete Verbindungen vom Triarylmethan-Typ
sind 3,3-Bis-(p-dimethylaminophenol)-6-
dimethylaminophthalid (auch Kristallviolett-Lacton
genannt), 3,3-Bis-(p-dimethylaminophenol)phthalid, 3-(p-
Dimethylaminophenol)-3-(1,2-dimethylaminoindol-3-
yl)phthalid usw. Diese Leukofarbstoffe können einzeln oder
als Mischungen verwendet werden.
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Geeignete Farbentwickler beinhalten z.B. p-Octylphenol,
p-tert-Butylphenol, 1,1-Bis(p-hydroxyphenyl)propan,
2,2-Bis-(p-hydroxyphenyl)propan, 1,1-Bis(p-
hydroxyphenyl)cyclohexan, 4,4-Thiobisphenol,
4,4-Sulfonyldiphenol, Bis(3-allyl-4-hydroxyphenyl)sulfon,
Phenolharz vom Novolak-Typ, p-Hydroxybenzoat,
4-Hydroxydimethylphthalat, 5-Hydroxydimethylisophthalat, 3,5-Di-
tert-butylsalicylsäure, 3,5-Di-α-methylbenzylsalicylsäure
usw. Was aromatische Carbonsäuren betrifft, so können
mehrwertige Metallsalze davon verwendet werden.
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Beispiele für geeignete Füllstoffe sind Calciumcarbonat,
Magnesiumcarbonat, Titanoxid, Zinkoxid, Siliciumdioxid,
Aluminiumhydroxid, Zinkhydroxid, Bariumsulfat, Tonerde,
Talkum, oberflächenbehandelte Teilchen anorganischer
Stoffe, wie z.B. Calcium oder Siliciumdioxid, Teilchen
organischer Stoffe, wie z.B. Harnstoff-Formalin-Harze oder
Polystyrolharze usw.
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Erforderlichenfalls kann man weitere Zusätze, wie z.B.
Zinkstearat, Calciumstearat, Amidstearat und ähnliche
Schmierstoffe, Tenside, Antischaummittel, Emulgatoren,
Stabilisatoren, Sensibilisierungsmittel und ähnliche
Hilfsmittel, zugeben.
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Beispiele für Substrate, auf denen eine wärmeempfindliche
farbbildende Schicht gebildet werden kann, sind Papiere,
synthetische Papiere, Folien usw.
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Es folgen nun Beispiele und Vergleichsbeispiele zur
ausführlicheren Beschreibung der vorliegenden Erfindung.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Beispiele
beschränkt.
Beispiel 1
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40 Gewichtsteile (im folgenden sind alle Teile
Gewichtsteile) eines völlig verseiften Polyvinylalkohols
mit einem Polymerisationsgrad von 1100 (im folgenden als
PVA 110 bezeichnet) und 560 Teile Wasser wurden in einen
mit einem Rührer und einem Rückflußkühler ausgestatteten
Reaktor gegeben. Diese Mischung wurde zwecks Auflösung
unter Erwärmen gerührt, um eine wäßrige Lösung zu erhalten.
Der wäßrigen Lösung wurden 20 Teile Acrylamid, 75 Teile
Methylmethacrylat, 5 Teile Methacrylsäure und 10 Teile
Fettsäureester von Saccharose ("Ryoto-Sugar Ester S1570",
HLB-Wert 15, Produkt von Mitsubishi Kasei Shokuhin
Kabushiki Kaisha) zugegeben. Die Mischung wurde zur
Emulgierung 30 Minuten lang bei Raumtemperatur gerührt. Der
Emulsion wurde 1,0 Teil Ammoniumpersulfat als
Polymerisationsstarter zugegeben und die Mischung wurde auf
80ºC erwärmt und 2 Stunden lang zur Vervollständigung der
Reaktion auf dieser Temperatur gehalten; danach wurde die
Reaktionsmischung mit Ammoniak neutralisiert und man
erhielt 750 Teile einer Pfropfcopolymer-Emulsion. Man
stellte fest, daß die Emulsion einen Gehalt an
nichtflüchtigen Materialien von 20 Gewichtsprozent, einen
pH von 6,2 und eine Viskosität von 300 mPa s (cps) bei 25ºC
besaß.
-
Die oben erhaltene Emulsion wurde als
Deckbeschichtungsmittel auf handelsübliches
wärmeempfindliches Aufzeichnungspapier (von Canon Inc. für
GIII hergestelltes wärmeempfindliches Aufzeichnungspapier
mit einem Gewicht von 60 g/m²) in einer Menge von 3,0 bis
4,0 g/m², gerechnet als Feststoffe, aufgetragen und
getrocknet, wodurch man ein wärmeempfindliches
Aufzeichnungspapier erhielt, bei dem die wärmeempfindliche
farbbildende Schicht mit dem Deckbeschichtungsmittel
beschichtet war (im folgenden als wärmeempfindliches
Aufzeichnungspapier bezeichnet). Auf den so erhaltenen
wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapieren wurden mit Hilfe
der folgenden Verfahren Bilder aufgezeichnet.
-
Dynamisches Verfahren: Aufgezeichnete Bilder wurden mit
einem Prüfgerät "TH-PMD" (Produkt der Ohkura Electric Co.,
Ltd.) zur Prüfung wärmeempfindlicher
Aufzeichnungsmaterialien hinsichtlich des Grades der
Farbentwicklung hergestellt.
-
Statisches Verfahren: Aufgezeichnete Bilder wurden mit dem
"Eisenprüfgerät Nr. 137" ( Produkt von Yasuda Seiki Seisaku
Sho Kabushiki Kaisha) hergestellt.
-
Die wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapiere mit den darauf
gebildeten aufgezeichneten Bildern wurde hinsichtlich
farbbildender Eigenschaft, Beständigkeit gegen Wasser,
Weichmacher, Kleben und Lösungsmittel mit Hilfe der
folgenden Verfahren geprüft. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 2 unten zu sehen.
Farbbildende Eigenschaft
-
Die Farbdichte des aufgezeichneten Teils auf dem
wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapier, auf dem sich
aufgezeichnete Bilder (mit Hilfe des dynamischen oder des
statischen Verfahrens) befanden, wurde mit Hilfe eines
Sakura-Densitometers, "PDA 65", bestimmt. Die Dichte des
Hintergrunds wurde ebenso wie die Farbdichte mit einem
Sakura-Densitometer, "PDA 65", bestimmt.
Beständigkeit gegen Wasser
-
Die wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapiere mit darauf
befindlichen aufgezeichneten Bildern wurde 24 Stunden lang
in Wasser von 20ºC getaucht und zur Beurteilung des
Verblassungsgrades und der Festigkeit des Grundblattes
betrachtet.
Beurteilung der Testergebnisse
-
A: gut
-
B: mittelmäßig
-
C: schlecht
Beständigkeit gegen Weichmacher
-
Dioctylphthalat wurde mit einem Pinsel auf den
aufgezeichneten Teil des wärmeempfindlichen
Aufzeichnungspapiers mit darauf befindlichen
aufgezeichneten Bildern aufgetragen und gemäß dem
Verblassungsgrad, der innerhalb von 2 Stunden auftrat,
wurde die Beständigkeit gegen Weichmacher bestimmt.
Beurteilung der Testergebnisse
-
A: gut
-
B: mittelmäßig
-
C: schlecht
Beständigkeit gegen Kleben
-
Die Beständigkeit gegen Kleben wurde gemäß der Intensität
des während der Bildung der aufgezeichneten Bilder
erzeugten Klebegeräusches mit dem Prüfgerät zur Prüfung
wärmeempfindlicher Aufzeichnungspapiere hinsichtlich des
Grades der Farbentwicklung bestimmt.
Beurteilung der Testergebnisse
-
A: kein Klebegeräusch wird erzeugt
-
B: schwaches Klebegeräusch wird erzeugt
-
C: deutliches Klebegeräusch wird erzeugt
Beständigkeit gegen Lösungsmittel
-
Der Hintergrund des wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapiers
wurde mit einem roten Filzstift (Produkt von Pentel
Kabushiki Kaisha) rot angemalt, dann wurde die
Beständigkeit gegen Lösungsmittel gemäß dem Auslaufen der
Farbe bestimmt.
Beurteilung der Testergebnisse
-
A: kein Auslaufen
-
B: schwaches Auslaufen
-
C: ausgelaufene Farbe erreicht die Rückseite
Beispiele 2 bis 13 und Vergleichsbeispiele 1 bis 3
-
Man wiederholte das gleiche Verfahren wie in Beispiel 1,
mit der Ausnahme, daß die Polyvinylalkohole, Emulgatoren,
Monomere (A), (B) und (C), sowie erforderlichenfalls
Monomer (D), durch entsprechende in Art und Menge
verschiedene Gegenstücke, wie in Tabelle 1 unten gezeigt,
ersetzt wurden, wodurch man wärmeempfindliche
Aufzeichnungspapiere erhielt. Die so erhaltenen
wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapiere wurde den gleichen
Verhaltenstests wie in Beispiel 1 unterzogen. In Tabelle 1
sind die Zusammensetzung und die Eigenschaften der so
hergestellten Deckbeschichtungsmittel zu sehen und Tabelle
2 unten zeigt die bei der Prüfung der wärmeempfindlichen
Aufzeichnungspapiere hinsichtlich ihrer Eigenschaften
erhaltenen Ergebnisse.
Tabelle 1
Polyvinylalkohol
Monomer
Art
Menge (Teile)
Beispiel
Tabelle 1 (Fortsetzung)
Emulgator
Feststoffe (%)
pH
Viskosität (cps)
Art
Menge (Teile)
Beispiel
Anmerkung zu Tabelle 1
-
Die Symbole *1 bis *7 in Tabelle 1 bedeuten folgendes:
-
*1: Acetacetylierter Polyvinylalkohol, Produkt von The
Nippon Synthetic Chemical Industry Co., Ltd.;
-
*2: Völlig verseifter Polyvinylalkohol, Produkt von Kurare
Kabushiki Kaisha;
-
*3: Fettsäureester von Saccharose ("Ryoto-Sugar Ester
S570", HLB-Wert 5, Produkt von Mitsubishi Kasei
Shokuhin Kabushiki Kaisha);
-
*4: Fettsäureester von Saccharose ("Ryoto-Sugar Ester
S1570", HLB-Wert 15, Produkt von Mitsubishi Kasei
Shokuhin Kabushiki Kaisha);
-
*5: Fettsäureester von Saccharose ("Ryoto-Sugar Ester
P1570", HLB-Wert 15, Produkt von Mitsubishi Kasei
Shokuhin Kabushiki Kaisha);
-
*6: S1570/S570 = 1 : 1-Mischung (Gewichtsverhältnis)
-
*7: Nichtionischer Emulgator
(Polypropylenglycolpolyethylenglycolether).
-
In Tabelle 1 steht die Abkürzung AM für Acrylamid, MMA für
Methylmethacrylat, MAS für Methacrylsäure und AS für
Acrylsäure.
Tabelle 2
Farbbildende Eigenschaft
Farbdichte (statisch)
Farbdichte (dynamisch)
Dichte des Hintergrunds
Beständigkeit gegen Wasser
Beständigkeit gegen Weichmacher
Beständigkeit gegen Kleben
Beständigkeit gegen Lösungsmittel
Beispiele 14 bis 24 und Vergleichsbeispiele 4 und 5
-
Man wiederholte das gleiche Verfahren wie in Beispiel 1,
mit der Ausnahme, daß die Polyvinylalkohole, Emulgatoren,
Monomere (E), (F) und (G), sowie erforderlichenfalls
Monomer (H), durch entsprechende in Art und Menge
verschiedene Gegenstücke, wie in Tabelle 3 unten gezeigt,
ersetzt wurden, wodurch man wärmeempfindliche
Aufzeichnungspapiere herstellte. Die erhaltenen
wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapiere wurde den gleichen
Verhaltenstests wie in Beispiel 1 unterzogen. In Tabelle 3
sind die Zusammensetzung und die Eigenschaften der
erhaltenen Deckbeschichtungsmittel zu sehen und Tabelle 4
unten zeigt die bei der Prüfung der wärmeempfindlichen
Aufzeichnungspapiere hinsichtlich ihrer Eigenschaften
erhaltenen Ergebnisse.
Tabelle 3
Polyvinylalkohol
Monomer
Art
Menge (Teile)
Beispiel
Tabelle 3 (Fortsetzung)
Emulgator
Feststoffe (%)
pH
Viskosität (cps)
Art
Menge (teile)
Beispiel
-
In Tabelle 3 steht MMA für Methylmethacrylat, HEA für
2-Hydroxyethylacrylat und MAS für Methacrylsäure.
-
Die Symbole *1 bis *6 haben die gleiche Bedeutung wie in der
Anmerkung zu Tabelle 1 beschrieben. Das Symbol *7 stellt
einen nichtionischen Emulgator (Natronsalz von
Dialkylsulfosuccinat), hergestellt von Dai-ichi Kogyo
Seiyaku Co., Ltd., dar.
Tabelle 4
Farbbildende Eigenschaft
Farbdichte (statisch)
Farbdichte (dynamisch)
Dichte des Hintergrunds
Beständigkeit gegen Wasser
Beständigkeit gegen Weichmacher
Beständigkeit gegen Kleben
Beständigkeit gegen Lösungsmittel
-
Das durch Pfropfcopolymerisation der speziellen Monomere
auf Polyvinylalkohol in Anwesenheit des speziellen
Emulgators hergestellte Deckbeschichtungsmittel der
vorliegenden Erfindung kann auf vielfältige
wärmeempfindliche Aufzeichnungsmaterialien aufgetragen
werden und u.a. wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapieren
hervorragende Beständigkeit gegen Wasser, Chemikalien und
Kleben, sowie ausgezeichnete Farbbildungseigenschaft
verleihen. Angesichts dieser Vorteile kann die vorliegende
Erfindung hervorragende wärmeempfindliche
Aufzeichnungsmaterialien bereitstellen, die im Gegensatz zu
wärmeempfindlichen Aufzeichnungsmaterialien, die durch
Auftragen herkömmlicher Deckbeschichtungsmittel hergestellt
wurden, geeignet sind, die momentanen Anforderungen zu
erfüllen.