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DE68911983T2 - Luftreifen. - Google Patents

Luftreifen.

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Publication number
DE68911983T2
DE68911983T2 DE89303945T DE68911983T DE68911983T2 DE 68911983 T2 DE68911983 T2 DE 68911983T2 DE 89303945 T DE89303945 T DE 89303945T DE 68911983 T DE68911983 T DE 68911983T DE 68911983 T2 DE68911983 T2 DE 68911983T2
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DE
Germany
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standard
point
tread
tire
inflated
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE89303945T
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English (en)
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DE68911983D1 (de
Inventor
Kenji Saitou
Kenji Takehara
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sumitomo Rubber Industries Ltd
Original Assignee
Sumitomo Rubber Industries Ltd
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Publication date
Priority claimed from JP63101010A external-priority patent/JPH01273704A/ja
Priority claimed from JP63115393A external-priority patent/JPH01285404A/ja
Application filed by Sumitomo Rubber Industries Ltd filed Critical Sumitomo Rubber Industries Ltd
Publication of DE68911983D1 publication Critical patent/DE68911983D1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE68911983T2 publication Critical patent/DE68911983T2/de
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Expired - Fee Related legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60CVEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
    • B60C11/00Tyre tread bands; Tread patterns; Anti-skid inserts
    • B60C11/01Shape of the shoulders between tread and sidewall, e.g. rounded, stepped or cantilevered
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60CVEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
    • B60C3/00Tyres characterised by the transverse section
    • B60C3/04Tyres characterised by the transverse section characterised by the relative dimensions of the section, e.g. low profile
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60CVEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
    • B60C11/00Tyre tread bands; Tread patterns; Anti-skid inserts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Tires In General (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Radial-Luftreifen.
  • Reifen mit radialem Aufbau, bei dem die Karkasskorde im wesentlichen rechtwinklig zu der Äquatorialebene des Reifens angeordnet sind, sind wegen ihres überlegenen Verschleißwiderstandes und ihrer Lenkstabilität weithin im Gebrauch.
  • Derartige Radialreifen werden im Laufstreifenbereich durch einen Reifeneffekt (hoop-effect) verfestigt, der sich durch einen sog. Gürtel ergibt, der außerhalb der Karkasse durch Anordnen von Korden aus organischem oder anorganischem Material mit relativ kleinen Winkeln zur Äquatorialebene des Reifens gebildet ist.
  • Die Form dieser Radialreifen wurde als eine spontan ausgeglichene Gestalt ausgelegt, bei der das Karkassprofil von dem in der Vulkanisierform ausgebildeten zu dem sich beim Aufpumpen des Reifens auf seinen Standard-Innendruck bildenden nicht geändert wird.
  • Hier bedeutet der Ausdruck spontan ausgeglichene Gestalt ein Karkassprofil, das nach der Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalten erhalten wird, wie sie von W. Hofferberth in Kautsen, Gummi (8-1955, S. 124 bis 130) vorgeschlagen wurde.
  • Bei dieser Theorie wird der im Laufstreifenabschnitt des Reifens angeordnete Gürtel als ein steifer Ringkörper angesehen, der seine Gestalt beim Erhöhen des Innendrucks nicht ändert und der dazu bestimmt ist, die sich zwischen diesem Gürtel und den Wulstkernen erstreckende Karkasse, die ebenfalls ihre Gestalt nicht ändert, unter Verwendung einer Vulkanisierform vorläufig zu formen, die so ausgebildet ist, daß keine Verformung entsteht, wenn der geformte Reifen daraufhin aufgepumpt wird.
  • Zusätzlich ist das Karkassprofil aufgrund der Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt mit der Absicht gebildet, daß keine Verformung stattfindet, wenn der Reifen aufgepumpt wird, indem die Zugkräfte gleichmäßig auf die Karkasskorde einwirken.
  • Die originale Hofferberth'sche Theorie bezog sich ursprünglich auf Schräg- oder Diagonalreifen und wurde durch Akasaka in "The sectional shape of the radial tyre", Japan Composite Material Magazine, Bd. 3,4 (1977), S. 149 bis 154 so weiterentwickelt, daß sie auch auf den echten Radialreifen anwendbar wurde.
  • Für diese Anwendung der Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt ist es notwendig, mindestens die nachfolgenden zwei Tatsachen zu verstehen.
  • An erster Stelle ist der Gürtel in der Praxis kein perfekt steifer Körper, auch wenn er aus metallischen Korden zusammengesetzt ist, sondern kann durch Anwenden des Innendrucks leicht verformt werden. Insbesondere wird der Gürtel durch das Aufgehen der Karkasse infolge ihres Aufpumpens durch den Innendruck umso wahrscheinlicher verformt, je kleiner das Reifenquerschnitts-Verhältnis ist.
  • An zweiter Stelle ist der Wulstabschnitt durch die nach oben zurückgeschlagenen Teile der Karkasse, den Wulstreiter und andere Wulstverstärkungsschichten versteift und die Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt kann in diesem Bereich vom Wulstkern zu dem allgemein Felgenpunkt (rim point) genannten Wendepunkt des Karkassprofils nicht angewendet werden. Damit ergibt sich die äquivalente Wulstposition und so sollte die auf dieser Theorie begründete Kurve so betrachtet werden, daß sie von einer sog. äquivalenten Wulstposition ausgeht.
  • Bei Radialreifen, die das von der Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt abhängige Karkassprofil besitzen, insbesondere Reifen, bei denen das Karkassprofil wegen eines relativ hohen Ansichtsverhältnisses auch dann in der Nähe eines Kreises ist, wenn der Reifen auf seinen Standard- Innendruck aufgepumpt ist, ist jedoch die Verformung der Karkasse 6 und zwischen der Karkasse 6 und dem Gürtel 7 an der Schulter und insbesondere in der Nähe der Kante des Gürtels 7 klein, wie in Fig. 8 gezeigt. Bei der Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt wird angenommen, daß die Karkasse beim Aufpumpen keine Dehnung erfährt, jedoch dehnt sich in der Praxis die Karkasse etwas, und das auf der Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt gegründete Karkassprofil dehnt sich zu einer grob gleichartigen Figur. Das bedeutet, daß die Bindungskraft zwischen der Karkasse 6 und dem Gürtel 7 durch Andrücken aneinander nicht so groß sein kann und deswegen die Zwangskraft zwischen Karkasse 6 und Gürtel 7 geringfügig ist.
  • Infolgedessen wirkt die auf die Karkasse 6 einwirkende Spannung kaum auf den Gürtel 7 ein, insbesondere im Bereich seiner Kanten, und der Gürtel 7 kann deswegen seinen Reifeneffekt (hoop effect) nicht zufriedenstellend ausüben. Dadurch wird das Laufstreifenprofil im Schulterbereich ungleich und zusammen mit der Tatsache, daß die Zwangskraft durch den Gürtel 7 nicht groß ist, ergibt sich beim Gebrauch des Reifens ein ungleicher Verschleiß, wodurch der Verschleißwiderstand oder die Reifenlaufstreifen-Lebenszeit abnimmt.
  • Vor allem in Reifen mit hohem Querschnittverhältnis besteht die Wahrscheinlichkeit, daß eine stellenweise Abnutzung (spot wear) entsteht, bei der der Laufstreifen in Abschnitten mit geringem Bodenaufstandsdruck und großem Schlupf gegenüber der Straßenoberfläche stellenweise örtlich verschleißt.
  • Da das Biegungsmaß des Gürtels in radialer Richtung beim Abrollen erhöht wird, wird auch die auf den Gürtel 7 einwirkende Spannung erhöht und der Rollwiderstand des Reifens steigt an, wodurch sich das Kraftstoff-Verbrauchsverhalten des Fahrzeuges verschlechtert.
  • In der japanischen Patentanmeldung Nr. 61-252485 hat der gleiche Anmelder ein Radialreifen für Personen-Kraftwagen vorgeschlagen, der einen verbesserten Verschleißwiderstand, Widerstand gegen ungleichen Verschleiß und verbesserte Kraftstoff-Ökonomie aufweist durch Erhöhen der Größe der Bewegung der Schulterabschnitte radial nach außen, wenn der Reifen auf Standarddruck aufgepumpt wird. Dadurch wird der Krümmungsradius des Laufstreifens vergrößert und dabei ein Einwirken der Spannung der Karkasse 6 auf den Gürtel in wirksamer Weise verursacht, wodurch der Reifeneffekt des Gürtels 7 erhöht wird.
  • Es sei auch erwähnt, daß ein Herstellverfahren für einen derartigen Radialreifen für Personen-Kraftwagen in der Beschreibung und in den Zeichnungen der japanischen Patentanmeldung Nr. 62-13408 vorgeschlagen wurde.
  • Die europäische Offenlegungsschrift Nr. EP-A-0 194 108 beschreibt einen Radialreifen entsprechend den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1, bei dem das Karkassprofil gegenüber der spontan ausgeglichenen Gestalt bewußt so geändert wurde, daß sich die Krümmung des Laufstreifenprofils bei zunehmenden Innen-Aufpumpdruck erhöht. Dieser Reifen zeigt jedoch eine schlechte Bodenberührungsgestalt.
  • Es ist das primäre Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Luftreifen zu schaffen, der das vorstehend genannte Problem überwindet.
  • Die Erfinder haben entdeckt, daß es möglich ist, einen Reifen herzustellen, bei dem die Bewegungsgröße in den Schulterbereichen des Reifens groß ist, so daß der Reifeneffekt in diesen Abschnitten erhöht wird, um so die Zwangskraft des Gürtels zu erhöhen und die erwünschten Auswirkungen zu erhalten.
  • Sie entdeckten, daß, verglichen mit der Bodenberührungsgestalt der Reifen nach dem Stand der Technik, die, wie in Fig. 4 zu sehen, fast kreisförmig wird, wobei der Anteil K mit einem großen Bodenberührungsdruck im Kronenbereich vorhanden und um den Äquator des Reifens zentriert ist, die Bodenberührungsfläche des erfindungsgemäßen Reifens großflächig und fast rechteckförmig wird, und die Abschnitte K, K mit einem hohen Bodenberührungsdruck an den Seitenkanten vorhanden sind, d.h. in den Schulterbereichen, wobei die vorgenannten Verbesserungen erzielt werden.
  • Die Erfinder entdeckten weiter, daß, um das Reifenverhalten weiter zu verbessern, es zu bevorzugen ist, einen angemessen festen Bodenberührungsdruck im Kronenbereich beizubehalten, wie auch die Erhöhung des Bodenberührungsdrucks in den Schulterbereichen, und es dementsprechend das beste ist, den Bodenberührungsdruck bei dem Reifen im groben gleichmäßig zu gestalten.
  • Deswegen setzten die Erfinder die Betrachtung des Laufstreifenprofils und der Laufstreifendicke in den verschiedenen Positionen vom Gesichtspunkt der Gleichgestaltung des Bodenberührungsdrucks fort durch Auslegen des Reifenprofils zu einem sog. Doppelradiusprofil, bei dem die Laufstreifenfläche aus Bögen zusammengesetzt ist, die im Kronenbereich und den Schulterbereichen unterschiedliche Krümmungsradien besitzen, wodurch Reifen hergestellt werden können, die eine relativ breite Bodenberührungsfläche von etwa achteckiger Gestalt besitzen, bei denen der Abschnitt K mit großem Bodenberührungsdruck im Kronenbereich liegt, wie in Fig. 6 gezeigt, und daß durch Kombinieren der Laufstreifenfläche, welche die Form der Bodenberührungsfläche nach Fig. 6 zeigt, mit der Form nach Fig. 5 die Verteilung des Bodenberührungsdrucks in der in Fig. 7 gezeigten Weise gleichmäßig gestaltet werden kann, wodurch das Reifenverhalten weiter verbessert wird.
  • Es ist deswegen ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, einen in hohem Maße verbesserten Luftreifen zu schaffen, bei dem der Reifeneffekt (hoop effect) in den Schulterbereichen verbessert wird und gleichzeitig der Bodenberührungsdruck in der Bodenberührungsfläche gleichmäßig gestaltet wird.
  • Entsprechend der vorliegenden Erfindung besitzt ein Luftreifen einen Laufstreifen, bei dem die Laufstreifenfläche so geformt ist, daß ein erster Punktabstand LA, definiert als der radiale Abstand zwischen einem ersten Standardpunkt An am Reifenäquator an der Laufstreifenfläche Tn bei auf einen Standard-Innendruck aufgepumptem Reifen und einem ersten Niederdruckpunkt As an dem Reifenäquator an der Laufstreifenfläche Ts bei auf einen niedrigen Druck-Anteil des standardmäßigen Innendrucks aufgepumptem Reifen weniger als 1,00 mm beträgt; ein dritter Punktabstand Lc, definiert als der radiale Abstand zwischen einem dritten Standardpunkt Cn an der Laufstreifenfläche Tn mit einem Abstand vom 0,45-fachen der Laufstreifenbreite TWn von dem ersten Standardpunkt An, und einem dritten Niederdruckpunkt Cs, definiert als die Überschneidung der durch den dritten Standardpunkt Cn hindurchgehenden radialen Linie mit der Laufstreifenfläche Ts, 1,0 mm bis 4,0 mm beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis LC/LA des dritten Punktabstandes LC zu dem ersten Punktabstand LA 4,0 oder mehr beträgt und der gemeine oder Zehner-Logarithmus log&sub1;&sub0; (RCn/RSn) des Verhältnisses RCn/RSn eines Standard-Innenradius RCn, definiert als der Krümmungsradius des durch den ersten Standardpunkt An und zwei an dem ersten Standardpunkt zentrierte und voneinander durch das 0,5-fache der Laufstreifenbreite TWn getrennte zweite Standardpunkte Bn an der Laufstreifenfläche hindurchgehenden Bogens bei auf den Standard-Innendruck aufgepumptem Zustand, zu einem Standard-Außenradius RSn, definiert als der Krümmungsradius des durch den ersten Standardpunkt An und die beiden zu beiden Seiten von jenem definierten dritten Standardpunkt Cn hindurchtretenden Bogens zwischen 0,1 und 0,7 liegt; der Standard-Innenradius RCn das 2,7 bis 5,0-fache eines Wertes TWn/S beträgt, der erhalten wird beim Dividieren der Laufstreifenbreite TWn bei auf Standard-Innendruck aufgepumptem Reifen durch das Reifenquerschnitts-Verhältnis S, das das Verhältnis Hn/Wn der Höhe Hn des auf den Standard-Innendruck aufgepumpten Reifens zur maximalen Reifenbreite Wn ist; wobei der Absolutwert a-b der Differenz zwischen der Laufstreifendicke (a) an dem ersten Standardpunkt An und der Laufstreifendicke (b) an den zweiten Standardpunkten Bn 0,3 mm oder weniger beträgt, und der Wert b-c, der erhalten wird durch Abziehen der Laufstreifendicke (c) an dem dritten Standardpunkt Cn von der Laufstreifendikke b, 0,5 mm bis 3,0 mm beträgt, und ein vierter Punktabstand LE, definiert als der Axialabstand zwischen einem vierten Standardpunkt En an der Seitenwandfläche in einem Abstand von 30 mm von der Basis des Wulstes (3) des Reifens in der radialen Richtung, wenn dieser auf den Standard-Innendruck aufgepumpt ist, und einem vierten Niederdruckpunkt ES an der Seitenwandfläche im Abstand von 30 mm von der Basis des Wulstes (3) in der radialen Richtung, wenn er auf einen niedrigen Anteildruck des Standard-Innendrucks aufgepumpt ist, 1,0 mm oder weniger beträgt, und der niedrige Anteil des Drucks 10% des Standard-Innendrucks beträgt.
  • Das Ergebnis des Schaffens einer solchen speziellen Struktur ist, daß die Größe der Auswärtsbewegung in den Schulterbereichen größer wird als die im Kronenbereich, und die Karkasse den Gürtel beim Erhöhen des Innendrucks insbesondere in den Schulterbereichen aufrichtet. Dementsprechend wird die Bindungskraft zwischen Karkasse und Gürtel erhöht und damit arbeitet die auf die Karkasse einwirkende Zugkraft auf den Gürtel ein, insbesondere an seinen Kanten. Der Reifeneffekt des Gürtels wird dadurch erhöht.
  • Das Ergebnis der Form der Bodenberührungsfläche ist auch, daß die Abschnitte K, K mit einem großen Bodenberührungsdruck in den Schulterbereichen des Reifens vorhanden sind, wie in Fig. 5 gezeigt, und daß die Flächengröße der Bodenberührungsfläche vergrößert wird.
  • Dementsprechend wird der Verschleißwiderstand angehoben, ein ungleicher Verschleiß wie stellenweise Abnutzung wird reduziert, der Kraftstoffverbrauch wird infolge des verringerten Abrollwiderstandes verbessert, das Naßbremsverhalten wird verbessert, die Kurvenleistung erhöht und die Stabilität bei Kurvenfahrt und bei Geradeausfahrt und die Lenkstabilität werden verbessert.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Reifen wird der standardmäßige Innenradius RCn auf das 2,7-fache oder mehr und auf das 5,0- fache oder weniger des Wertes TWn/S festgesetzt, der durch Dividieren der Laufstreifenbreite TWn bei anliegendem Standardinnendruck durch das Querschnittsverhältnis S erhalten wird. Das ergibt einen optimierten Krümmungsradius des Bogens im Kronenbereich mit Bezug auf die Laufstreifen-Einheitsbreite, also des Standard-Innenradius RCn bei der Form der Laufstreifenfläche Tn, wenn auf den Standard-Innendruck aufgepumpt wurde. Weiter ist dies das gleiche, wie die Differenz zwischen dem Radius an dem ersten Standardpunkt An am Reifenäquator und dem Radius an den dritten Standardpunkten Cn in den Schulterbereichen auf den optimalen Wert zu setzen. Durch Bestimmen dieses Wertes bei der Auslegung des Querschnitts-Verhältnisses S werden die Effekte weiter verbessert.
  • Darüberhinaus befindet sich der Briggs'sche oder 10er-Logarithmus des Verhältnisses des Standard-Innenradius RCn zum Standard-Außenradius RSn im Bereich zwischen 0,1 und 0,7. Dadurch erhält der Reifen ein Doppelradiusprofil, bei dem die Bodenberührungsfläche relativ groß ist und der Abschnitt K mit hohem Bodenberührungsdruck bei anliegendem Standard- Innendruck in dem Kronenbereich liegt, wie in Fig. 6 beschrieben. Das sorgt für eine fast gleichmäßige Bodenberührungsdruck-Verteilung über die gesamte Bodenberührungsfläche, wie in Fig. 8 gezeigt.
  • Das zusätzliche Merkmal, daß die Differenz zwischen den Laufstreifendicken a und b am ersten Standardpunkt An bzw. dem zweiten Standardpunkt Bn auf 0,3 mm oder weniger festgesetzt wird und daß die Dicke b-c, die erhalten wird durch Abziehen der Laufstreifendicke c an dem dritten Standardpunkt Cn von der genannten Laufstreifendicke b, auf 0,5 mm oder mehr bis 3,0 mm oder weniger festgesetzt wird, reduziert die Laufstreifendicke in den Schulterbereichen. Das erhöht die Auftreibkraft in den Schultern, setzt das Laufstreifenprofil wie angefordert fest und behält das bevorzugte Doppelradiusprofil bei, um die vorerwähnten Auswirkungen zu verbessern.
  • Gleichzeitig wird der Abstand LE in Axialrichtung zwischen dem vierten Standardpunkt En und dem vierten 10%-Punkt Es auf 1,0 mm oder weniger festgesetzt. Dadurch wird eine Erhöhung der Steifigkeit in den Wulstabschnitten durch das Aufpumpen des Reifens verhindert und es wird eine dadurch entstehende Verschlechterung des Fahrkomforts vermieden. Üblicherweise erwartet man, daß sich der Fahrkomfort reduziert, wenn der Reifeneffekt durch eine solche Dehnung in den Schulterbereichen erhöht wird, wie vorher festgestellt, jedoch wird bei dieser Erfindung der Fahrkomfortverlust wirksam dadurch verhindert, daß der genannte Wert LE auf 1,0 mm oder weniger festgesetzt wird, im Gegensatz zu dem relativ großen Wert bei Reifen nach dem Stand der Technik.
  • Eine Ausführung der vorliegenden Erfindung wird nun beispielsweise mit Bezug auf die Zeichnung im einzelnen beschrieben, in welcher:
  • Fig. 1 eine Schnittansicht ist, die eine Ausführung der vorliegenden Erfindung zeigt;
  • Fig. 2 ein Schaubild ist, das ein Profil des Reifens bei dem Standard-Innendruck und bei dem 10%-Innendruck zeigt;
  • Fig. 3 ein Schaubild ist, das die Beziehung zwischen dem Verschleißwiderstand und dem stellenweisen örtlich begrenzten Verschleiß zeigt;
  • Fig. 4 bis 7 Schaubilder sind, die in grobem Maße die Formen von Bodenberührungsflächen und die Verteilungen des Bodenberührungsdrucks zeigen;
  • Fig. 8 ein Schaubild ist, das den Aufbau eines Reifens nach dem Stand der Technik zeigt, nur soweit Karkasse und Gürtel betroffen sind;
  • Fig. 9 ein Schaubild ist, das die spontan ausgeglichene Gestalt erklärt; und
  • Fig. 10 ein Schaubild ist, das die Standard-Innen- und Außenkrümmungsradien RCn bzw. RCs zeigt.
  • In Fig. 1 ist ein Luftreifen 1 an einer Standardfelge 10 angebracht und mit Luft auf seinen Standard-Innendruck von 2,1 kp/cm² aufgepumpt. Der Reifen 1 besitzt zwei Wulste 3, durch welche jeweils ein Wulstkern 2 hindurchtritt, Seitenwandabschnitte 4, die sich radial von jedem Wulst 3 nach außen erstrecken, und einen Laufstreifen 5, der sich zwischen den Kanten der Seitenwandabschnitte 4 erstreckt. Eine um die Wulstkerne 2 von innen nach außen oben zurückgeschlagene Verstärkungskarkasse 6 ist vorgesehen, deren Hauptabschnitt sich durch die Seitenwandabschnitte 4 und den Laufstreifenabschnitt 5 erstreckt. In dem Laufstreifen 5 ist ein Gürtel 7 außerhalb der Karkasse 6 angeordnet. In jedem Wulst 3 ist ein Wulstreiter 9 vorhanden.
  • Die Karkasse 6 ist aus Korden zusammengesetzt, die radial mit 80 bis 90º zum Reifenäquator CL angeordnet sind. Als Karkasskord wird Kord aus organischen Fasern wie Nylon, Polyester, Reyon oder aromatischem Polyamid benutzt. Es kann auch Kord aus anorganischen Fasern wie Metallen benutzt werden. Die Karkasse 6 kann eine Kordlage oder mehrere Kordlagen enthalten.
  • Der Gürtel 7 besteht aus zwei Lagen, wobei eine erste Lage 7A der Karkasse 6 benachbart und eine zweite Lage 7B darüber angeordnet ist, weil sowohl die erste wie die auch die zweite Lage 7A und 7B aus Metallkorden gefertigt ist, die mit entgegengesetzten Richtungen bezüglich des Reifenäquators CL geneigt sind, und zwar mit relativ kleinen Winkeln zum Reifenäquator CL. Die erste Lage 7A ist breiter als die zweite Lage 7B und beide Kanten der ersten Lage 7A sind von den Laufstreifenkanten nach unten fortgeführt, wo die Seitenwandabschnitte 4 und der Laufstreifenabschnitt 6 zusammenstoßen.
  • Der Reifen 1 ist mit leicht gedrückter Gestalt gebildet und besitzt ein Querschnittsverhältnis, d.h. ein Verhältnis der Höhe Hn des Reifens, die der Abstand von dem Grund des Wulstes 3 zum höchsten Punkt des Laufstreifens Tn ist, der allgemein den ersten Standardpunkt am Äquator CL des Reifens an der Laufstreifenfläche Tn bildet, wenn dieser auf den Standard-Innendruck aufgepumpt ist, zur maximalen Reifenbreite Wn, kleiner als 1, z.B. etwa 0,9 ist.
  • In Fig. 2 ist das Profil des Reifens 1 bei Aufpumpen auf seinen Standard-Innendruck mit durchgezogener Linie gezeigt, das Profil bei Aufpumpen auf 10% des Standard-Innendrucks (im folgenden 10%-Innendruck genannt) ist gestrichelt gezeigt und der Punkt am Reifenäquator an der Laufstreifenfläche Tn beim Aufpumpen auf den Standard-Innendruck ist als der erste Standardpunkt An definiert. Zusätzlich sind die Punkte Bn an der Laufstreifenfläche als zweite Standardpunkte Bn definiert, die einen Abstand vom 0,5-fachen der Laufstreifenbreite TWn besitzen und um den ersten Standardpunkt An zentriert sind, und die Punkte Cn an der Laufstreifenfläche Tn, die voneinander einen Abstand vom 0,9-fachen der Laufstreifenbreite TWn besitzen und an dem ersten Standardpunkt An zentriert sind, sind als die dritten Standardpunkte Cn definiert. Darüberhinaus ist der Punkt As am Reifenäquator der Laufstreifenfläche Ts beim Aufpumpen auf den 10%-Innendruck als der erste 10%- Punkt As definiert, die Punkte Bs, bei denen eine Radiallinie durch jeden zweiten Standardpunkt Bn die Laufstreifenfläche Ts kreuzt, ist definiert als der zweite 10%-Punkt Bs, und der Punkt Cs, wo eine durch den dritten Standardpunkt Cn hindurchtretende Radiallinie die Laufstreifenfläche Cs kreuzt, ist als dritter 10%-Punkt Cs definiert.
  • Bei dem Reifen 1 ist der erste Punktabschnitt LA, der Abstand zwischen dem ersten Standardpunkt An und dem ersten 10%-Punkt As so festgesetzt, daß er weniger als 1,0 mm beträgt. Weiter ist der dritte Punktabstand LC, der Abstand zwischen dem dritten Standardpunkt Cn und dem dritten 10%- Punkt Cs so festgesetzt, daß er 1,0 mm bis 4,0 mm beträgt, und das Verhältnis LC/LA des dritten Punktabstandes LC zum ersten Punktabstand LA beträgt 4,0 oder mehr.
  • Wie vorstehend beschrieben, wird in dem zwischen den zweiten Standardpunkten Bn definierten und an dem ersten Standardpunkt An zentrierten Kronenbereich die Dehnungsgröße der Laufstreifenfläche Ts bis Tn durch das Aufpumpen von 10% auf 100% des Standard-Innendrucks als klein festgesetzt. Im Gegenteil dazu ist das Ausmaß der Bewegung radial nach außen im Schulterbereich um die dritten Standardpunkte Cn, d.h. der dritte Punktabstand LC, groß.
  • Demzufolge treibt die Karkasse 6 im wesentlichen den Gürtel 7 im Bereich seiner Kanten nach außen, wenn der Innendruck erhöht wird, wodurch die Bindungskraft zwischen der Karkasse 6 und dem Gürtel anwächst. Aus diesem Grund ist die auf die Karkasse 6 einwirkende Zugkraft besonders in den Kantenbereichen des Gürtels 7 wirksam. Als ein Ergebnis wird der Reifeneffekt des Gürtels 7 wirksam und effizient durch den Druck erhöht. Dementsprechend bekommt die Bodenberührungsfläche eine relativ große annähernd rechtwinklige Form, wie in Fig. 5 gezeigt, und der Abschnitt K mit einem hohen Bodenberührungsdruck liegt in den Schulterbereichen.
  • Das reduziert den Verschleiß und verringert ungleichmäßigen Verschleiß einschließlich Schulterverschleiß und stellenweise Abnützung.
  • Zusätzlich ergibt sich eine Verbesserung der Kraftstoff-Ökonomie infolge einer Herabsetzung des Rollwiderstandes, und das Naßbremsverhalten wird verbessert.
  • Darüberhinaus werden die Lenkstabilitäten wie die Lenkrad- Reaktion, die Kurvenleistung, die Kurvenstabilität und die Geradeausfahrt-Stabilität verbessert.
  • Kehrt man nun zur Betrachtung des ersten Punktabstandes LA zurück, so enthält diese Erfindung eine Änderung oder Bewegung, durch welche der erste Standardpunkt An radial innerhalb von dem ersten 10%-Punkt As kommt.
  • Man merke, daß dann, wenn das Verhältnis LS/LA des dritten Punktabstandes LC zum ersten Punktabstand LA geringer als 4,0 ist, der Betrieb und die Auswirkungen nicht wie vorstehend beschrieben erzielt werden.
  • Dazu wird der Krümmungsradius des durch den ersten Standardpunkt An und die beiden zweiten Standardpunkte Bn gehenden Bogens als der innere Standard-Radius RCn und der Krümmungsradius des durch den ersten Standardpunkt An und die beiden dritten Standardpunkte Cn gehenden Bogens als der äußere Standard-Radius RSn definiert, und dann wird der 10er-Logarithmus log&sub1;&sub0; (RCn/RSn) des Verhältnisses RCn/RSn des inneren Standardradius RCn zum äußeren Standardradius RSc festgesetzt auf Werte zwischen 0,1 bis 0,7, wodurch das Verhältnis RCn/RSn sich in einem Bereich zwischen 1,36 und 5,01 befindet.
  • Auf diese Weise wird dadurch, daß der äußere Standardradius RSn in dem Bereich des vorgenannten Verhältnisses kleiner als der innere Standardradius festgesetzt wird, der Krümmungsradius des durch den Schulterbereich gehenden Bogens groß gemacht.
  • Dementsprechend werden der Kronenbereich und die Schulterbereiche der Laufstreifenfläche Tn jeweils mit einem Bogen ausgebildet, der einen größeren Krümmungsradius besitzt, bzw. mit einem Bogen mit einem kleineren Krüinmungsradius.
  • Das bedeutet, das Laufstreifenprofil ist ein sog. Doppelradius-Profil.
  • Das ist eine der Bedingungen, die notwendig sind, um der Bodenberührungsfläche eine Achteckform zu verleihen und den Abschnitt K mit hohem Bodenberührungsdruck, wie in Fig 6 gezeigt, in den Kronenbereich zu legen, und indem diese Bedingung zu den vorstehend beschriebenen hinzugefügt wird, wird es möglich, eine Laufstreifenform zu erhalten, bei der der Bodenberührungsdruck gemäß Fig. 7 gleichmäßig verteilt ist.
  • Dies verbessert weiter den Verschleißwiderstand und die Lenkstabilität.
  • Der Grund, warum der 10er-Logarithmus log&sub1;&sub0;(RCn/RSn) auf 0,1 oder mehr gesetzt wird, besteht darin, daß die vorstehenden Merkmale dem Doppelradius-Profils dann nicht wirksam sind, wenn dieser Wert kleiner als 0,1 ist. Im Gegensatz dazu wird, wenn dieser Wert über 0,7 liegt, der äußere Standardradius RSn außerordentlich kleiner als der innere Standardradius RCn, und der Krümmungsradius des Bogens in den Schulterbereichen wird vermindert; als Ergebnis stehen die Schulterbereiche unzureichend mit dein Boden in Berührung.
  • Es wird bevorzugt, diesen Wert entsprechend dem Querschnittsverhältnis S zu ändern. Wenn dar Querschnittsverhältnis S größer als 0,8 ist, wird der Wert vorzugsweise zwischen 0,10 und 0,40 festgesetzt, wenn das Querschnittsverhältnis S über 0,6 ist, wird der Wert vorzugsweise zwischen 0,25 und 0,55 festgesetzt, und wenn das Querschnittsverhältnis S 0,6 oder weniger ist, wird der Weht vorzugsweise zwischen 0,35 und 0,65 festgesetzt.
  • Der Grund, warum der Radius RCn/RSn größer festgesetzt werden soll, wenn das Querschnittsverhältnis geringer wird, d.h. wenn der Reifen eine gedrücktere Form hat, besteht darin, daß die Reifenbreite Wn relativ im Vergleich zu der Reifenhöhe Hn durch dieses Eindrücken zunimmt und dadurch eine erhöhte Ausbiegung an der Reifenfläche Tn bei der Bodenberührung verursacht und dadurch der Schulterbereich den Boden leicht berühren kann.
  • Der innere Standardradius RCn wird auf das 2,7- bis 5,0-fache des Wertes TWn/S gesetzt, das erhalten wird durch Teilen der Laufstreifenbreite TWn durch das Reifen-Querschnittsverhältnis S.
  • Dadurch, daß der innere Standardradius RCn auf den genannten Bereich begrenzt wird, wird die Laufstreifenfläche Tn entsprechend ausgebildet und die Größe der Bewegung der Schulterbereiche nach außen erhöht, wodurch der Reifeneffekt in den Schulterbereichen verstärkt wird.
  • Dieser Wert bestimmt dazu den inneren Standardradius RCn mit Bezug auf die jeweilige Laufstreifenbreite TWn, und weiter bestimmt der Wert qualitativ den Radius mit Bezug auf die Laufstreifenbreite pro Einheitslänge, d.h. die Differenz des Radius zwischen dem dritten Standardpunkt Cn und dem ersten Standardpunkt An. Durch Einstellen dieses Wertes in Abhängigkeit von dem Querschnittsverhältnis S wird die Größe der Auswärtsbewegung des Schulterbereiches infolge des Aufpumpens auf den Standard-Innendruck erhöht, wodurch zur Verbesserung des Reifeneffekts in den Schulterbereichen beigetragen wird und zur Ausbildung der Laufstreifenfläche Tn in der angemessensten Gestalt.
  • Wenn der Wert kleiner als 2,7 ist wird das Verhältnis des äußeren Standardradius RSn zur Laufstreifenbreite gering und die Größe der Auswartsbewegung der Schulterabschnitte neigt dazu, außerordentlich groß zu werden, und Bodenberührung wird im Schulterbereich schwierig.
  • Wenn der Wert im Gegensatz dazu größer als 5,0 wird, wird die Laufstreifenfläche außerordentlich flach und der Bodenberührungsdruck im Schulterbereich wird zu hoch.
  • Was die bestimmte Verteilung der Laufstreifendicke betrifft, wird der Absolutwert a-b der Differenz zwischen der Laufstreifendicke a am ersten Standardpunkt An und der Laufstreifendicke b an dem zweiten Standardpunkt Bn 0,3 mm oder weniger und die durch Abziehen der Laufstreifendicke c an dem dritten Standardpunkt Cn von der Laufstreifendicke b erhaltene Differenz b-c liegt im Bereich von 0,5 mm bis 3,0 mm und mehr bevorzugt von 1,3 mm bis 3,0 mm.
  • Auf diese Weise sollten die Laufstreifendicken a und b fast gleich sein mit einem Absolutwert ihrer Differenz von 0,3 mm oder weniger. Der Wert von b-c liegt jedoch zwischen 0,5 mm und 3,0 mm und durch derartiges Auswahlen der Laufstreifendicke c am dritten Standardpunkt Cn wird die Größe der Auswärtsbewegung der Schulterbereiche beim Aufpumpen vergrößert, wodurch die Laufstreifenfläche zu dem erwünschten Doppelradiusprofil geformt wird.
  • Man bemerke, daß die Laufstreifendickenwerte jeweils die von der Laufstreifenfläche Tn zur oberen Fläche der oberen Gürtellage 7A im rechten Winkel zur Laufstreifenfläche Tn gemessene Dicke bedeuten.
  • Falls b-c kleiner als 0,5 mm ist, wird der Effekt nicht erzielt, und falls sie über 3,0 mm liegt, wird die Festigkeit an der Schulter verringert, was die Standhaftigkeit ebenso beeinflußt, wie es zu viel Auswärtsbewegung ergibt, die es schwierig macht, das richtige Doppelradiusprofil auszubilden.
  • Eine solche Form des Reifens 1 kann hergestellt werden durch Benutzen einer Vulkanisierform mit einer in der Mitte aufgetriebenen Gestalt, die deshalb gezielt die Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt verletzt.
  • Durch die Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt wird das Karkassprofil erzielt nach der nachfolgenden Gleichung:
  • wobei, wie in Fig. 9 gezeigt,
  • D: eine Überschneidung einer sich von der Kante d des Gürtels 7 in Radialrichtung und senkrecht zur Achse Z, d.h. der Z-Achse in dieser Ausführung erstreckenden Senkrechten X mit der Karkasse 6,
  • C: ein Punkt, bei dem die Karkasse die maximale Breite besitzt,
  • r: die Höhe von der Z-Achse in Radialrichtung des Reifens (in dieser Ausführung r-Achse),
  • rC:die Höhe von der Z-Achse zu dem Punkt C an der Karkasse 6 in Radialrichtung,
  • rD: die Höhe von der Z-Achse zur Überschneidung D an der Karkasse 6 in Radialrichtung, und φD: ein Winkel ist, der durch eine Senkrechte Y zur Karkasse an der Überschneidung D und der Z-Achse gebildet wird.
  • Die Z-Achse kann ersetzt werden durch eine Linie, die horizontal durch den Wulstgrund 3A hindurchgeht. Unter der Annahme, daß die Karkasse 6 mindestens in der Nähe der Kante des Gürtels 7 einen Bogen bildet, wird die Gleichung (1) erhalten durch Berücksichtigung der Überschneidung O der Z-Achse mit der r-Achse, die durch den Schnittpunkt D hindurchtritt, als Ursprung.
  • Dementsprechend kann durch Vorgeben der Höhe die Abweichung von der r-Achse in horizontaler Richtung, d.h. der Wert Z, errechnet und eine Kurve erhalten werden, die von der Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt abhängt.
  • Bei der Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt wird, wie sich aus Gleichung (1) ergibt, wenn die Orte in den Höhen rC und rD und der Winkel φD gegeben werden, die Linie bestimmt. Wenn hier der Wert z an dem Punkt C gegeben ist, wird durch Wählen entweder des Winkels φD oder aber der Höhe rC der jeweils andere Wert erhalten.
  • Bei dem Reifen 1 nach der vorliegenden Erfindung wird jedoch die Höhe in Radialrichtung von der Wulstbasis 3A zur Stelle C, bei der die Karkasse in dem geformten Reifen 1 in einer Vulkanisierform am breitesten wird, kleiner angesetzt, als die Höhe, die durch Benutzung der Rechnungen der Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt erforderlich ist, so daß das Karkassprofil in einer im unteren Teil aufgetriebenen Gestalt gebildet wird.
  • Diese Höhe wird auf einen Bereich von 35% bis 55% der Höhe des geformten Reifens beschränkt, und weiter wird auch die maximale Breite der Karkasse 6 in einem Verhältnis zwischen 1 und 1,1 größer als die die sich durch die Theorie der spontan ausgeglichenen Gestalt ergebende maximale Breite gemacht.
  • Der Reifen 1 der vorliegenden Erfindung wird so mit Abweichung von der spontan ausgeglichenen Gestalt erzeugt.
  • Daneben wird bei dem Reifen dieser Ausführung der Punkt an der Seitenwand, der 30 mm Abstand (Abstand 1) vom unteren Ende des Wulstes besitzt und die Referenz für den Felgenradius in Radialrichtung ist, als der vierte Standardpunkt En bei Aufpumpen auf den Standard-Innendruck definiert, und als ein vierter 10%-Punkt Es bei Aufpumpen auf 10% Innendruck.
  • Der Abstand zwischen diesen beiden Punkten En und Es in Axialrichtung wird auf 1,0 mm oder weniger gebracht.
  • Dementsprechend wird der Fahrkomfort, der dazu neigt, mit zunehmender Steifigkeit des Reifens abzunehmen infolge einer großen Auswärtsbewegung der Schulterabschnitte, nicht so beeinflußt.
  • Testreifen der Größe 5,60 R13 mit den in Fig. 1 und 2 dargestellten Aufbau wurden versuchsweise entsprechend den in Tabelle 1 gegebenen Spezifikationen hergestellt. Die Reifen wurden auf eine Felge der Größe 4-J x 13 aufgezogen.
  • Der verwendete Gürtel 7 bestand aus zwei Lagen von Stahlkorden und die Karkasse bestand aus einer Lage Polyesterkorde.
  • Die Abmessung an den Punkten einschließlich dem ersten Standardpunkt An, dem dritten Standardpunkt Tn und dem ersten 10%-Punkt As bis zum dritten 10%-Punkt Cs wurden gemessen aus Zeichnungen, welche die Querschnittsformen des Reifens beim Aufpumpen auf seinen Standard-Innendruck bzw. seinen 10%-Innendruck zeigten, und die unter Benutzung eines Laser- Ausweich-Meßinstruments aufgetragen wurden.
  • Die Laufstreifendickenwerte a, b und c wurden durch nachfolgendes Zerschneiden des Reifens gemessen.
  • Die Testergebnisse, die erzielt wurden, indem die Reifen an dem Hinterrad eines 1800 cm³ FF-Wagens mit 4 mm Vorspur und einer Fahrstrecke von 50.000 km aufgezogen wurden, sind in Fig. 3 gezeigt. Es hat sich gezeigt, daß bei der Ausführung 1 die Fahr-Distanz pro Dickeneinheit relativ lang und der Stellen-Verschleißindex niedrig war.
  • Zusätzlich wurde der Rollwiderstand unter Benutzung einer Trommel gemessen. Der Widerstand (kp) wurde gemessen durch Drehen der Trommel mit einer Geschwindigkeit, die einer Fahrgeschwindigkeit von 80 km/h entsprach, und als ein Index ausgedrückt, unter der Annahme, daß der Wert der Referenz 1 100 betrug. Bei diesem Ausdruck ist, je kleiner der Rollwiderstand ist, der Wert auch kleiner. Es ist klar, daß in der Ausführung 1 der Rollwiderstand gering war, wie in Tabelle 1 gezeigt, und die Kraftstoff-Ökonomie wurde im Vergleich zu der Referenz verbessert.
  • Dazu wurde noch das Naßbremsverhalten geprüft durch Anbringen von vier Reifen an einem 1.500 cm³ FU-Wagen und Fahren an befestigter Straße mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h und Messen des Anhaltewegs bei blockierten Reifen. Der Anhalteweg wurde mit einem Index ausgedrückt, wobei der Wert von Referenz 1 zu Index 100 angenommen wurde.
  • Die Ausführung 1 war bei diesem Test, wie in Tabelle 1 zu sehen, überlegen.
  • Ein zweiter Satz Testreifen der Größe 205/60R14 87H wurde entsprechend den in Tabelle 2 dargestellten Spezifikationen hergestellt, und diese Reifen wurden auf Felgen der Größe 5½ JJ x 14 aufgezogen. Der Abrollwiderstand und das Naßbremsverhalten wurden auf gleiche Weise wie vorstehend beschrieben gemessen. Die sich ergebenden Daten sind in Tabelle 2 gezeigt. Das Naßbremsverhalten wurde mit Benutzung eines 2 000 cm³ FR-Wagens gemessen.
  • Weiter wurde die Lenkrad-Reaktion, die Kurvenfahrgrenze, die Stabilität an der Kurvenfahrgrenze, die Stabilität bei Geradeausfahrt mit hoher Geschwindigkeit bewertet und zwar nach dem Gefühl des Fahrers, wobei die Reifen an einem 2.000 cm³ FF-Wagen angebracht und im Testkurs gefahren wurden.
  • Die Ergebnisse werden mit Hilfe eines Index verglichen, der auf die Annahme gegründet ist, daß Referenz 1 den Wert 3 gibt und größere Werte bessere Resultate ausdrücken. Aus den Resultaten zeigt sich, daß die Ausführung 2 bei jedem Test überlegene Daten zeigte. Tabelle 1 Erster Punktabstand LA mm Dritter Punktabstand LC mm Vierter Punktabstand LE mm Verhältnis LC/LA Standard-Innenradius RCn mm Standard-Außenradius RSn mm log(RCn/RSn) Laufstreifenbreite TWn mm Reifenhöhe Hn mm Maximal-Reifenbreite SWn mm Querschnitts-Verhältnis S Verhältnis Laufstreifendicke Differenz Testergebnisse Rollwiderstand Naßbremsverhalten Tabelle 2 Erster Punktabstand LA mm Dritter Punktabstand LC mm Vierter Punktabstand LE mm Verhältnis LC/LA Standard-Innenradius RCn mm Standard-Außenradius RSn mm log(RCn/RSn) Laufstreifenbreite TWn mm Reifenhöhe Hn mm Maximal-Reifenbreite SWn mm Querschnitts-Verhältnis S Verhältnis Laufstreifendicke Differenz Testergebnisse Lenkradreaktion Kurvenfahrgrenze Stabilität bei Kurvenfahrgrenze Stabilität bei schneller Geradeausfahrt Rollwiderstand Naßbremsverhalten
  • So ist bei dem erfindungsgemäßen Reifen das Ausmaß der Auswärtsbewegung der Schulterabschnitte beim Aufpumpen größer als das bei der Krone und die Karkasse drückt dann gegen den Gürtel insbesondere in den Schulterbereichen, wodurch eine Erhöhung der Bindungskraft zwischen Karkasse und Gürtel herbeigeführt wird. Dementsprechend wirkt die Zugkraft in der Karkasse auf den Gürtel ein, und der Reifeneffekt des Gürtels wird verbessert.
  • Die Gestalt der Bodenberührungsfläche wird ebenfalls insoweit verbessert, als die Abschnitte K mit einem hohen Bodenberührungsdruck, wie in Fig. 5 gezeigt, in den Schulterbereichen des Reifens vorhanden sind und die Flächengröße der Bodenberührungsfläche vergrößert ist. Dementsprechend wird der Verschleißwiderstand verbessert, ungleicher Verschleiß wie stellenweise Verschleißerscheinungen sind reduziert, der Kraftstoffverbrauch wird verbessert infolge der Abnahme des Rollwiderstands, das Naßbremsverhalten ist verbessert, das Kurvenverhalten ist gefestigt und die Lenkstabilität ist in beiden Stabilitätsformen, d.h. bei Kurvenfahrt und bei Geradeausfahrt, verbessert.
  • Von dem zweiten Aspekt, bei dem der Standard-Innenradius RCn zwischen dem 2,7- bis 5,0-fachen des Wertes TWn/S liegt, ist der Krümmungsradius des Bogens der Schulterabschnitte, bezogen auf die Laufstreifenbreiteneinheit, d.h. der äußere Standardradius RCn in der Gestalt der Laufstreifenfläche Tn bei Aufpumpen auf den Standard-Innendruck optimiert. Das ist gleichwertig zur Festsetzung der Differenz der Radien am ersten Standardpunkt An am Äquator des Reifens und am dritten Standardpunkt Cn im Schulterbereich. Durch Bestimmen dieses Wertes und Einschließen des Querschnittsverhältnisses S wird bewirkt, daß der Betrieb und die Auswirkungen verbessert werden, die durch den vorgenannten ersten Aspekt der Erfindung erbracht worden sind.
  • Wenn darüberhinaus der 10er-Logarithmus des Verhältnisses des inneren Standardradius RCn zum äußeren Standardradius RSn im Bereich zwischen 0,1 und 0,7 liegt, trägt das Ergebnis zu dem Zustand bei, der dazu führt, daß die Bodenberührungsfläche bei dem Doppelradiusprofil relativ groß wird. Dann ist der Abschnitt K mit einem hohen Bodenberührungsdruck im Kronenbereich gelegen, wenn, wie in Fig. 6 beschrieben, der Standard-Innendruck angelegt wird. Durch das Hinzufügen dieser Bedingung wird die Verteilung des Bodenberührungsdrucks über der gesamten Bodenberührungsfläche fast gleichförmig gestaltet, wie in Fig. 8 gezeigt.
  • Wenn schließlich die Differenz zwischen den Laufstreifendikken a und b am ersten Standardpunkt An bzw. zweiten Standard punkt Bn mit 0,3 mm oder weniger festgesetzt wird und b-c zu 0,5 mm bis 3,0 mm festgesetzt wird, wird die Andrückkraft der Schulter wiederum erhöht und die Gestalt der Laufstreifenfläche wird am angemessensten festgesetzt und das bevorzugbare Doppelradiusprofil beibehalten, wodurch die vorangehend beschriebenen Effekte maximalisiert werden.

Claims (1)

1. Luftreifen mit einem Laufstreifen (5), bei dem die Laufstreifenfläche so geformt ist, daß ein erster Punktabstand LA, definiert als der radiale Abstand zwischen einem ersten Standardpunkt An am Reifenäquator an der Laufstreifenfläche Tn bei auf einen Standard-Innendruck aufgepumptem Reifen und einem ersten Niederdruckpunkt As an dem Reifenäquator an der Laufstreifenfläche Ts bei auf einen niederen Druck-Anteil des standardmäßigen Innendrucks aufgepumptem Reifen weniger als 1,00 mm beträgt; ein dritter Punktabstand Lc, definiert als der radiale Abstand zwischen einem dritten Standardpunkt Cn an der Laufstreifenfläche Tn, mit einem Abstand vom 0,45-fachen der Laufstreifenbreite TWn von dem ersten Standardpunkt An, und einem dritten Niederdruckpunkt Cs, definiert als die Überschneidung der durch den dritten Standardpunkt Cn hindurchgehenden radialen Linie mit der Laufstreifenfläche Ts, 1,0 mm bis 4,0 mm beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis LC/LA des dritten Punktabstandes LC zu dem ersten Punktabstand LA 4,0 oder mehr beträgt und der Zehner-Logarithmus log&sub1;&sub0; (RCn/RSn) des Verhältnisses RCn/RSn eines Standard-Innenradius RCn, definiert als der Krümmungsradius des durch den ersten Standardpunkt An und zwei an dem ersten Standardpunkt zentrierte und voneinander durch das 0,5-fache der Laufstreifenbreite TWn getrennte zweite Standardpunkte Bn an der Laufstreifenfläche hindurchgehenden Bogens bei auf den Standard-Innendruck aufgepumptem Zustand, zu einem Standard- Außenradius RSn, definiert als der Krümmungsradius des durch den ersten Standardpunkt An und die beiden zu beiden Seiten von jenem definierten dritten Standardpunkt Cn hindurchtretenden Bogens zwischen 0,1 und 0,7 liegt; der Standard-Innenradius RCn das 2,7 bis 5,0-fache eines Wertes TWn/S beträgt, der erhalten wird beim Dividieren der Laufstreifenbreite TWn bei auf Standard-Innendruck aufgepumpten Reifen durch das Reifenquerschnitts-Verhältnis S, das das Verhältnis Hn/Wn der Höhe Hn des auf den Standard-Innendruck aufgepumpten Reifens zur maximalen Reifenbreite Wn ist; wobei der Absolutwert a-b der Differenz zwischen der Laufstreifendicke (a) an dem ersten Standardpunkt An und der Laufstreifendicke (b) an den zweiten Standardpunkten Bn 0,3 mm oder weniger beträgt, und der Wert b-c, der erhalten wird durch Abziehen der Laufstreifendicke (c) an dem dritten Standardpunkt Cn von der Laufstreifendicke b, 0,5 mm bis 3,0 mm beträgt, und ein vierter Punktabstand LE, definiert als der Axialabstand zwischen einem vierten Standardpunkt En an der Seitenwandfläche in einem Abstand von 30 mm von der Basis des Wulstes (3) des Reifens in der radialen Richtung, wenn dieser auf den Standard-Innendruck aufgepumpt ist, und einem vierten Niederdruckpunkt ES an der Seitenwandfläche im Abstand von 30 mm von der Basis des Wulstes (3) in der radialen Richtung, wenn er auf einen niedrigen Anteildruck des Standard-Innendrucks aufgepumpt ist, 1,0 mm oder weniger beträgt und der niedrige Anteil des Drucks 10% des Standard-Inenndrucks betragt.
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