DE68905023T2 - Einrichtung zur uebertragung und fernerfassung von zaehlerdaten. - Google Patents
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Übertragung und Fernerfassung von Daten, die insbesondere von Zählern, wie von Wasser-, Gas- oder Elektrizitätszählern, stammen.
- Die in Gebäuden zur industriellen oder häuslichen Verwendung installierten Zähler messen die verbrauchte Energie (Elektrizität)- /oder Fluidmenge (Wasser, Gas) ; bestimmte Zähler sind dazu ausgelegt, die im Zusammenhang mit dem Verbrauch stehenden Daten in einem Speicher festzuhalten, beispielsweise in kumulierter Form mittels einer Registrierwalze. Diese Daten werden zur Fakturierung beim Verbraucher durch die auswertende Organisation verwendet. Um über diese Daten verfügen zu können, liest man im allgemeinen jeden Zähler visuell ab. Zur Einsparung von Personalkosten und zur Verringerung der Dauer derartiger Vorgänge wurde bereits vorgeschlagen, diese in bekannter Weise aus der Ferne mittels einer sogenannten "Fernablesung" oder "Fernübertragung" durchzuführen, und zwar mit zentralisierten Erfassungsmitteln, die mit jedem Zähler über ein Netzwerk aus Verbindungsleitungen verbunden und dazu geeignet sind, im allgemeinen periodisch die Daten eines jeden Zählers zu sammeln und zu speichern. Der Ausgang der Erfassungsmittel ist mit Verarbeitungsmitteln und/oder Verbindungsmitteln verbunden.
- Außer den zuvorgenannten Vorteilen gegenüber dem visuellen Ablesen sorgt das Fernablesen oder die Fernübertragung einerseits für eine erhöhte Sicherheit durch eine quasi kontinuierliche Überwachung der Zähler und andererseits für eine bessere Verwaltung des Verbrauchs durch den Anwender.
- Derartige Einrichtungen sind bereits bekannt geworden und werden insbesondere für Wasserzähler eingesetzt.
- Eine erste Familie von bekannten Einrichtungen verwendet ein existierendes Verbindungsnetzwerk.
- Bei einem ersten Beispiel (CMR) nutzt die Einrichtung ein Fernseh-Koaxialkabel aus, das eine Mehrzahl von Gebäuden (die jeweils einen oder mehrere Zähler aufnehmen) mit einem zentralen Geber verbindet; die zentralisierten Erfassungsmittel sind mit dem Kabel verbunden; jeder Zähler ist mit diesem letzteren mittels einer Vorrichtung zum Abfragen des betreffenden Zählers verbunden; die Abfrage und die Übertragung der Daten sind gemäß einer Zufallssequenz verwirklicht, die der Abfrageeinrichtung auferlegt ist.
- Bei einem zweiten Beispiel wird die Einrichtung im Zusammenhang mit einem Telefonnetz verwendet, das Gebäude, wo die Zähler installiert sind, mit einer Telefonzentrale verbindet, die über eine Telefonleitung mit einem Raum der Stelle zur Verteilung von Energie, Wasser oder Gas verbunden ist, wo die Erfassungsmittel vorgesehen sind. Jeder Zähler ist mit einer Abfragevorrichtung verbunden, die sich normalerweise in einem Überwachungszustand befindet. Die Erfassungsmittel steuern die Zentrale, um die Abfragevorrichtung zu betätigen, die, sobald sie einmal "scharf gemacht" ist, den Zähler abfragt und die Daten an die Zentrale überträgt, die dann für eine Übertragung zu den Erfassungsmitteln sorgt.
- Bei einem dritten bekannten Beispiel ist jeder Zähler mit einem Speicher verbunden, der selbst mit Fernsprech-Verbindungsmitteln durch ein MODEM verbunden ist, das an das Fernsprechnetz angeschlossen ist.
- Diese bekannten Vorrichtungen weisen nicht weniger Nachteile auf, obwohl sie in gewisser Hinsicht, wie z.B hinsichtlich der Zuverlässigkeit und der Funktionssicherheit, zufriedenstellend sind.
- So benötigt die Einrichtung gemäß des ersten Beispiels eine elektrische Energieversorgung für die Abfrageeinrichtung. Die Einrichtung gemäß dem dritten Beispiel ist aufgrund der Verwendung eines MODEMS und einer besonderen Telefonnummer für jeden Zähler kostspielig.
- Darüberhinaus erfordern die Einrichtungen gemäß den obengenannten ersten, zweiten und dritten Beispielen eine relativ kostspielige Abfrageeinrichtung, und sie können einerseits, da sie auf einem existierenden Verkehrsnetz beruhen, nur in bereits mit solchen Netzen versehenen Bereichen eingesetzt werden und erfordern andererseits besondere Vorkehrungen zur Vermeidung von Interferenzen zwischen der Übertragung von Daten der Zähler und der eigentlichen Funktion des Netzwerks.
- Außerdem ist eine zweite Familie von Einrichtungen bekannt, die mit eigenen Verkehrsverbindungen ausgestattet sind.
- Eine erste Art einer bekannten Einrichtung (AKUDOM) umfaßt zentralisierte Erfasssungsmittel, die gemäß einem Sternnetz mit jedem der Zähler verbunden ist. Diese letzteren, von der Art eines sogenannten "Stromstoßsenders", dienen zur Abgabe eines Signals mit einem Impuls für eine abgeflossene Wassermenge.
- Obwohl diese bekannte Vorrichtung relativ kostengünstig und hinsichtlich der Funktionssicherheit zufriedenstellend ist (die Daten eines jeden Zählers werden korrekt identifiziert), weist sie die Nachteile auf, daß besondere Verbindungen zu jedem Zähler erforderlich sind und nur begrenzte Anwendungsmöglichkeiten gegeben sind, was darauf zurückzuführen ist, daß einerseits die Anzahl von Zählern, die angeschlossen werden können, und andererseits der zwischen einem jeden Zähler und den Erfassungsmitteln liegende Abstand begrenzt ist.
- Eine zweite Art einer bekannten Einrichtung (MAYA) umfaßt zentrale Erfassungsmittel, die über eine gemeinsame Verbindung mit einer Reihe von primären Erfassungseinrichtungen verbunden sind, von denen jede mit mehreren Zählern von der Art eines "Stromstoßsenders" verbunden ist. Auf einen Aufruf der zentralen Erfassungsmittel hin fragt jede primäre Erfassungsvorrichtung aufeinanderfolgend jeden der Zähler ab.
- Diese bekannte Einrichtung weist wesentliche Nachteile auf. Der Identifizierungscode eines jeden Zählers ist in der primären Erfassungsvorrichtung vorgesehen, was hinsichtlich der Auslegung im Hinblick auf die Funktionssicherheit und die Flexibilität (bei einem Austausch von Zählern) störend ist. Überdies führt die für eine primäre Vorrichtung gegebene Aufteilung in mehrere Zähler dazu, daß die Zähler von dieser letzteren entfernt werden und folglich die Kosten sowie die Komplexität der Verkabelung erhöht werden.
- Darüberhinaus sind die weiter oben angesprochenen ersten und zweiten Arten von Vorrichtungen jeweils mit dem den Stromstoßsender-Zählern eigenen Mangel behaftet, der darin besteht, daß sie nur eine relative Codierung der abgeflossenen Wassermenge gestatten.
- Aus der US-A-3,445,813 und der FR-A-2,582,894 ist ebenfalls eine Einrichtung zur Übertragung und Fernerfassung von Daten bekannt, die eine Zentraleinheit und eine Mehrzahl von adressierbaren Satelliteneinheiten umfaßt, die über eine gemeinsame Leitung miteinander verbunden sind und bei der die von einer Satelliteneinheit zu der Zentraleinheit übertragenen Daten insbesondere die Adresse der Satelliteneinheit enthalten. Eine solche Einrichtung ist jedoch mit dem Mangel einer unzureichenden Flexibilität während ihres Betriebs behaftet, was insbesondere das Aktualisieren der auf die Satelliteneinheiten bezogenen Daten auf der Ebene der Zentraleinheit betrifft.
- Demnach besteht ein Bedarf an einer verbesserten Zähler-Ferneinrichtung, die gleichzeitig hinsichtlich der Verwirklichung, der Installation und des Betriebs kostengünstig ist, zuverlässig ist (sowohl auf der Ebene der Übertragung als auch hinsichtlich der Herkunft der Daten), in der Anwendung flexibel ist (es soll auf einfache Weise möglich sein, einen Zähleraustausch vorzunehmen und Zähler dem Verkehrsnetz hinzuzufügen und/oder zu entnehmen), und die nicht auf ein bereits vorhandenes Verkehrsnetz angewiesen ist.
- Mit der Einrichtung gemäß der Erfindung sollen die zuvorgenannten Nachteile der bekannten Einrichtungen beseitigt und gleichzeitig die oben geforderten Vorteile erreicht werden.
- Hierzu schafft die Erfindung eine Einrichtung zur Übertragung und Fernerfassung von Daten, wie Energie oder Fluidmengen, die von Zählern gemessen werden, die jeweils eine Speicher- und Abgabeeinheit für die Daten umfassen, mit Erfassungsmitteln, die mit einer gemeinsamen Verbindung verbunden sind, und mit einem adressierbaren Schalterelement für jeden Zähler zwischen der gemeinsamen Verbindungsleitung und dem betreffenden Zähler, das normalerweise geöffnet ist und schließt, nachdem durch die Erfassungsmittel über die gemeinsame Verbindungsleitung ein seiner Adresse entsprechendes Signal abgegeben wurde, um den Datendurchfluß von der entsprechenden Abgabeeinheit zu den Erfassungsmitteln zu gestatten; die Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß jede Speichereinheit Daten bezüglich der Identifikation des Zählers enthält, die unabhängig von der Adresse des Schalterelements sind, daß die letztere der physischen Adresse des Schalters entspricht, und daß jede entsprechende Abgabeeinheit für eine Übertragung der Daten bezüglich der Zähleridentifikation zu den Erfassungsmitteln ausgelegt ist.
- Vorteilhafterweise ist die gemeinsame Verbindung durch eine erste Verbindung für den Durchlauf der Daten und eine zweite Verbindung zur Steuerung des Schalterelements gebildet.
- Im einzelnen ist vorgesehen, daß die Erfassungsmittel mit einer elektrischen Energiequelle verbunden sind und die zweite Verbindung auch zur Versorgung eines jeden Schalter- Stromkreises mit elektrischer Energie dient.
- Vorzugsweise ist die gemeinsame Verbindung durch ein zweifaches Fernsprechkabelpaar gebildet.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß jeder Schalterstromkreis in der gemeinsamen Verbindung angeordnet und mit dem entsprechenden Zähler über eine Hilfsverbindung verbunden ist.
- Gemäß einer anderen möglichen Ausführungsform ist jeder Schalter-Stromkreis an dem Ende einer Hilfsverbindung vorgesehen, die von der gemeinsamen Leitung abzweigt.
- Das Schalterelement ist z.B. in einem Gehäuse oder einer Aufnahme untergebracht, die mit dem Ende der Hilfsleitung verbunden und an den Zähler anschließbar ist.
- Die Identifizierung eines jeweiligen Zählers ist dadurch möglich, daß die Erfassungsmittel Mittel zur Abgabe eines Identifikationssignals umfassen, das charakteristisch für die jeweiligen Schalterelemente ist, daß jedes Schalterelement Mittel zum Speichern eines Bezugssignales entsprechend dem Identifikationssignal und Mittel für einen Vergleich des Bezugssignals mit dem abgegebenen Signal umfaßt, um Schließmittel des elektrischen Schaltkreises anzusteuern, der den entsprechenden Zähler mit den Erfassungsmitteln verbindet.
- Die Abgabemittel sind zur Abgabe eines Analogsignales ausgelegt. Gemäß einer Ausführungsvariante geben die Abgabemittel ein numerisches Signal ab.
- Gemäß einer ersten Ausführungsform sind die Erfassungsmittel zur kontinuierlichen oder periodischen Abgabe von Identifikationssignalen ausgelegt, wobei die Schließmittel betätigt werden, wenn das für das entsprechende Schalterelement charakteristische Signal abgegeben wird.
- Gemäß einer zweiten Ausführungsform wird das Identifikationssignal ein erstes Mal abgegeben, um den Schalter zu schließen und ein zweites Mal, um diesen zu öffnen.
- Vorteilhafterweise besitzt das analoge Identifikationssignal ein vorgegebenes Frequenzspektrum, während die Vergleichsmittel durch ein Frequenz-Bandpaßfilter gebildet sind.
- Gemäß einer besonderen Ausführunsform enthalten die Daten zwei Arten von Informationen, solche, die mit der für den Zähler charakteristischen Nummer in Beziehung stehen und fest in einem mit dem Zähler verbundenen Speicher eingeschrieben sind, und solche, die mit dem Energie- oder Fluidverbrauch in Beziehung stehen und in einer ebenfalls mit dem Zähler verbundenen Speichereinheit enthalten sind.
- Das dem Schalterelement zugeordnete Bezugssignal entspricht z.B. der physischen Adresse des Schalters und damit der Fakturierungsadresse.
- Somit ist es bei einem Zähleraustausch auf der Ebene eines Schalterelements nicht erforderlich, auf der Ebene der Erfassungsmittel die Änderungen bezüglich der Zählernummer einzutragen oder diese manuell zu erfassen.
- Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben; in dieser zeigt:
- - Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung;
- - Fig. 2 ein elektrisches Funktionsschema eines einem Zähler zugeordneten Schalterelements;
- - Fig. 3 eine vergrößerte schematische Darstellung eines Relais, und
- - Fig. 4 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung.
- Die in Fig. 1 gezeigte erfindungsgemäße Einrichtung umfaßt eine Mehrzahl von Zählern, z.B. Wasserzähler, die mit den Bezugszeichen M1, M2, ..., M12 versehen sind. Jeder Zähler entspricht einem Verbrauchermodul oder einem Teil eines Verbrauchermoduls wie einem Eigenheim oder einer festen Wohnung. Die Einrichtung umfaßt überdies zentralisierte Erfassungsmittel 1, die in einem Gebäude vorgesehen sind, bei dem es sich um das Gehäuse handeln kann, das die Verbrauchermodule umfaßt, oder um ein davon verschiedenenes, von den zuvorgenannten entfernt gelegenes Gehäuse. Mehrere Zähler sind mit den Erfassungsmitteln 1 über eine gemeinsame Verbindungsleitung verbunden, und zwar, gemäß dem beschriebenen Ausführungsbeispiel, eine gemeinsame Leitung 2 für die Zähler M1 bis M7 und eine gemeinsame Leitung 3 für die Zähler M8 bis M12; die Leitungen 2 und 3 weisen einen gemeinsamen Stammabschnitt 4 auf, der mit den Erfassungsmitteln 1 verbunden ist.
- Es versteht sich, daß die Erfindung bei einer Einheit von integrierten Zählern entweder in einem kollektiven Wohngebiet (ein oder mehrere Gebäude) oder einem individuellen Wohngebiet (Mehrzahl von verstreuten Häusern) anwendbar ist.
- Jeder Zähler Mi (i = 1 bis 12) schließt eine Einheit zum Speichern und zur Abgabe von Daten ein, die mit dem Wasserverbrauch in Beziehung stehen; die Einheit (nicht dargestellt) ist von einer an sich bekannten Art und kann z. B. durch Registrierwalzen und Mittel zur Übertragung der Information (dargestellt durch die Lage einer jeden Walze) in Form von elektrischen Signalen gebildet sein; ein Beispiel für solche Mittel liefert das von der amerikanischen Gesellschaft Schlumberger Industries unter der Handelsbezeichnung ARB auf den Markt gebrachte System.
- Überdies ist jeder Zähler Mi über eine Hilfsleitung li und ein in der gemeinsamen Leitung angeordnetes Schalterelement Si mit der gemeinsamen Leitung 2 (oder 3) verbunden; der Index i ist für eine jeweilige Dreiergruppe aus Zähler M, Schalterelement S und Hilfsleitung 1 derselbe.
- Die Erfassungsmittel 1 sind über eine Verbindung 6 mit Mitteln 7 zur Verarbeitung und/oder Übertragung von Daten verbunden, die an sich bekannt sind und bei denen es sich beispielsweise um ein Fernsprech-MODEM handeln kann.
- Die von jedem Zähler zu den Erfassungsmitteln übertragenen Daten enthalten einen Code zur Identififzierung des Zählers. Die Erfassungsmittel 1 umfassen Sendemittel 1A für solche Codes und Mittel 1B zum Speichern der von verschiedenen Zählern gelieferten Daten.
- In Abhängigkeit von der Länge der gemeinsamen Verbindungsleitungen 2 und 3 sind in diesen an sich bekannte Relaismittel 8, 9, vorgesehen, um die Folgen einer Abschwächung der die Daten tragenden übertragenen Signale zu vermeiden. Jedem Relais ist ein Identfizierungscode zugeordnet, der von derselben Art wie die Identifizierungscodes der Relais ist. Es sei erwähnt, daß Relais vorgesehen sein können, wenn die Länge der Verbindung L1 und L2 500 bis 800 Meter überschreitet.
- Figur 2 zeigt in schematischer Darstellung eine vergrößerte, ausführliche Ansicht der gemeinsamen Verbindungsleitung und eines dem Zähler Mi zugeordneten Schalterelements Si.
- Der Zähler Mi umfaßt sozusagen den Zählteil 10 und die Einheit 11 zum Speichern und zur Abgabe der Daten; diese letztere ist mit dem Schalterelement Si über die Hilfsleitung li verbunden, die durch zwei Telefonkabel gebildet ist. Die Einheit 11 kann durch die von der amerikanischen Gesellschaft Schlumberger Industries hergestellte und vertriebene Vorrichtung mit der Bezeichnung ARB gebildet sein.
- Die gemeinsame Verbindungsleitung 1 umfaßt zwei parallele Leitungen L1 und L2; die ersten und zweiten Verbindungen L1 bzw. L2 sind jeweils durch ein Telefonkabelpaar 12, 13 bzw. 14, 15 gebildet.
- Das Schalterelement Si umfaßt einen die elektrische Energie liefernden Versorgungsblock 16, der mit der zweiten Verbindung L2 (Kabel 14, 15) verbunden ist, einen Komparator 17, dessen einer Eingang mit einem der Kabel 14 der Verbindung 12 verbunden ist und dessen anderer Eingang mit einem Speicher 18 verbunden ist, der das für das Schalterelement Si geeignete Identifikationssignal enthält; der Ausgang des Komparators beaufschlagt eine Steuerung 19 eines (normalerweise offenen) Schalters 20, der in der Hilfsleitung li angeordnet ist; dieser letztere verbindet die erste Verbindung L1 (Kabel 12 und 13) mit dem Zähler Mi.
- Im folgenden wird in schematischer Weise die Funktionsweise beschrieben.
- Die Erfassungsmittel 1 liefern über die Sendemittel 1A ein Identifikationssignal mit einem Code, der charakteristisch für einen Schalter Si und damit einen gegebenen Zähler Mi ist. Jeder Code ist durch ein Signal gebildet, das entweder analog (zB. mit einer gegebenen Frequenz), oder numerisch (z.B. eine Folge von 8 Bits) ist. Das Signal wird über das Kabel 14 der Verbindung L2 entlang der gemeinsamen Leitungen 2 und 3 übertragen. Jeder Komparator 17 (vorgesehen in jedem Schalter Si) vergleicht das abgegebene Signal mit dem im Speicher 18 einbehaltenen und für den zugeordneten Zähler Mi charakteristischen Signal. In dem Fall, bei dem die abgegebenen bzw. gespeicherten Signale identisch sind, wirkt der Komparator 17 auf den Steuerteil 19, der durch eine bistabile Stufe gebildet ist, die zu einem Schließen des Schalters 21 führt. Die Speicher- und Abgabeeinheit 11 des entsprechenden Zählers Mi wird somit mit den Erfassungsmitteln 1 über die Verbindung li und die Verbindung L1 verbunden. Die Einheit 11 wird mit dem Schließen des Schalters 20 somit auch mit Energie versorgt und liefert Daten, die über die Verbindung L1 zu den Erfassungsmitteln 1 übertragen werden.
- Die Abgabemittel 1A der Erfassungsmittel liefern von neuem das Identifikationssignal des Zählers Mi, sobald alle Daten des Zählers zum Speicher 1B übertragen sind. Zu diesem Zeitpunkt beaufschlagt der Komparator 17 die bistabile Stufe 19, die in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehrt, um dafür zu sorgen, daß der Schalter 20 wieder geöffnet wird.
- Die Abgabemittel 1A liefern somit das Identfikationssignal eines Zählers ein erstes Mal, um den Schalter 20 zu schließen und ein zweites Mal, um diesen von neuem zu öffnen; der Zeitraum, der die ersten und zweiten Signale voneinander trennt, die für denselben Zähler Mi charakteristisch sind, entspricht der Übertragung (über die Verbindung L1) der Daten des Zählers. Daraufhin wird ein davon verschiedenes Identifikationssignal abgegeben, das charakteristisch für den folgenden Zähler ist.
- Darüberhinaus sind zur Abfrage von Zählern Mi, die weiter entfernt sind als eine vorgegebene Verbindungsstrecke, z.B. in der Größenordnung von 500 m bis 800 m, Relaismittel, wie zum Beispiel das Relais 9, vorgesehen.
- Figur 3 zeigt im einzelnen ein Relais 9, das einen ersten Pufferspeicher/Verstärker 30 und einen zweiten Pufferspeicher/Verstärker 31 umfaßt, die in den Leitungen L1 bzw. L2 vorgesehen sind, und ferner einen Vesorgungsblock 32 zur Abgabe von elektrischer Energie, der mit der Verbindung von L2 verbunden ist, sowie einen Komparator 33, dessen einer Eingang mit dem Kabel 14 der Verbindung L2 und dessen anderer Eingang mit einem Speicher 34 zum Speichern des für das Relais repräsentativen Identifikationssignals verbunden ist; der Ausgang des Komparators 33 beaufschlagt eine Steuervorrichtung, wie z.B. eine bistabile Stufe 35, die mit zwei Schaltern 36 und 37 verbunden ist, die in den Verbindungen L2 bzw. L1 oberhalb bzw. vor den Pufferspeichern 30 bzw. 31 angeordnet sind.
- Die Erfassungsmittel geben über L2 das für das Relais 9 charakteristische Signal ab, das durch den Komparator 33 mit dem für das Relais charakteristischen, in dem Speicher 34 gespeicherten Identifikationssignal verglichen wird. Sofern das empfangene Signal mit dem gespeicherten Signal übereinstimmt, betätigt der Komparator 33 die Steuerung 35, die veranlaßt, daß die Schalter 36 und 37 (normalerweise geöffnet) geschlossen werden. Der Pufferspeicher/Verstärker 31 ist somit in der Lage, das Identifikationssignal zu speichern und zu verstärken, welches charakteristisch für einen jenseits des Relais 9 angeordneten Zähler Mj ist und über die Verbindung L2 übertragen wird. Wenn der Zähler Mj seine Daten über L1 abgibt (durch den Vorgang des Schließens des Schalters Sj), so werden diese durch den Speicher/Verstärker 30 verstärkt, um die Erfassungsmittel 1 zu erreichen.
- Sind alle jenseits des Relais 9 angeschlossenen Zähler Mk einmal abgefragt, so geben die Erfassungsmittel ein zweites Mal das für das Relais repräsentative Identifikationssignal ab, um für eine Rückkehr der bistabilen Stufe 35 in deren anfänglichen Zustand zu sorgen und damit die Öffnung der Schalter 36 und 37 zu bewirken.
- Somit geben die Erfassungsmittel eine Folge von Identifikationssignalen gemäß der folgenden Sequenz ab: Schließen des Relais, Schließen des Zählers Mi, Öffnen des Zählers Mi, Schließen des Zählers Mj, Öffnen des Zählers Mj, Öffnen des Relais.
- Die erste Verbindung L1 ist zur Übertragung der Daten bestimmt, während die zweite Verbindung L2 zur Energieversorgung sowie zur Ansteuerung eines jeden Schalters Si dient.
- Vorteilhafter Weise ist das abgegebene Identifikationssignal nicht mehr das des gegebenen Zählers, sondern ein Code, der charakteristisch für den gegebenen Schalter Si ist. Dies gestattet es, den Zähler auszutauschen, ohne daß dabei der verwendete Code für die Steuerung des Schalters Si verändert werden muß.
- Die Einrichtung gemäß der Erfindung weist weitere Vorteile auf.
- Sie zeichnet sich durch niedrige Kosten aus. So sind die Verbindungen L1 und L2 durch Telefonkabel gebildet und deren Verbindungen mit den Erfassungseinrichtungen, den Schaltern und den Zählereinheiten sind durch bekannte, einfache und billige Elemente verwirklicht; schließlich können die Schalter mittels billiger Schaltkreise realisiert werden.
- Der elektrische Energieverbrauch eines jeweiligen Schalters ist sehr gering (weniger als 1 mA).
- Die Einrichtung ist flexibel in der Anwendung, indem Zähler problemlos hinzugefügt und/oder weggenommen werden können. Tatsächlich genügt es, an die gemeinsame Leitung einen Schalter anzuschließen oder diesen von der Leitung zu entfernen. Darüberhinaus gestatten es die Hilfsverbindungen li, die geographische Lage der Zähler bezüglich der gemeinsamen Leitung anzupassen.
- Gemäß einer Ausführungsvariante werden die Verbindungen L1 und L2 im Multiplexbetrieb mehrfach ausgenutzt, so daß nur ein Telefonkabelpaar zu verwenden ist.
- Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform einer Einrichtung mit z.B. zwei Zählern, nämlich einem Wasserzähler Mk und einem Elektrizitätszähler Ml. Jeder der beiden Zähler umfaßt eine Speicher- und Abgabeeinheit 11k bzw. 111, die die Informationen bezüglich des Wasserverbrauchs und des Stromverbrauchs enthalten. Jeder Zähler umfaßt überdies einen Speicher, in dem die für den Zähler charakteristische Zahl programmiert ist, z.B. dessen Seriennummer; dieser Speicher kann z.B. die Speichereinheit 11k bzw. 111 selbst sein.
- Die in den Behältern oder Gehäusen enthaltenen Schalterelemente Sk und Sl werden an die Zähler Mk bzw. Ml angeschlossen. Die Schalterelemente Sk und Sl sind gleichartig mit dem im Zusammenhang mit Fig. 2 beschriebenen Schalterelement; sie enthalten ebenfalls einen Speicher, in dem das dem entsprechenden Schalter zugeordnete Bezugssignal eingeschrieben ist. Vorzugsweise entspricht dieses Signal der physischen Adresse des Schalters, z.B. der Fakturierungsadresse.
- Die Schalterelemente Sk und Sl sind über die Hilfsleitungen lk und ll mittels Abzweiggehäusen 40k und 40l mit der gemeinsamen Verbindungsleitung 50 verbunden. Die gemeinsame Verbindungsleitung 50 führt zu Erfassungsmitteln 100, die gleichartig mit denen sind, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben wurden, und über ein Fernsprech-MODEM 110 mit einer zentralen Verarbeitungseinheit 120 verbunden sind.
- Geben somit die Erfassungsmittel ein Identifikationssignal ab, das einen z.B. für den Schalter Sk repräsentativen Code trägt, so sendet die Speicher- und Abgabeeinheit 11k in Richtung der Erfassungseinrichtung die Informationen bezüglich der Nummer des Zählers Mk sowie die Informationen bezüglich des Verbrauchs.
- Folglich gestattet es jede Abfrage des Zählers Mk, daß auf der Ebene der Erfassungsmittel 100 gegebenenfalls die Nummer auf den neuesten Stand gebracht wird, die charakteristisch für den an den Schalter Sk angeschlossenen Zähler Mk ist. Somit ist es bei einem Austausch des Zählers Mk auf der Ebene eines Schalters Sk nicht erforderlich, auf der Ebene der Erfassungsmittel 100 manuell Informationen bezüglich der Nummer des neu installierten Zählers zu erfassen.
Claims (15)
1. Einrichtung zur Übertragung und Fernerfassung von Daten,
wie Energie- oder Fluidmengen, die von Zählern (Mi) gemessen
werden, wobei jeder Zähler eine Einheit (11) zum Speichern
und zur Abgabe von Daten umfaßt, mit
- Erfassungsmitteln (1), die mit einer gemeinsamen
Verbindungsleitung (2, 3) verbunden sind;
- einem adressierbaren Schalterelement (Si) für jeden Zähler
(Mi) zwischen der gemeinsamen Verbindungsleitung und dem
betreffenden Zähler (Mi), das normalerweise geöffnet ist
und schließt, nachdem von den Erfassungsmitteln über die
gemeinsame Verbindungsleitung ein Signal entsprechend
seiner Adresse abgegeben wurde, um den Durchfluß von Daten von
der entsprechenden Abgabeeinheit (11) zu den
Erfassungsmitteln (1) zu gestatten,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Speichereinheit Daten
enthält, die sich auf die Identifikation des Zählers (Mi)
beziehen und unabhängig von der Adresse des Schalterelements sind,
daß diese Identifikation der physischen Adresse des Schalters
entspricht und daß jede entsprechende Abgabeeinheit zur
Übertragung der auf die Identifikation des Zählers bezogenen
Daten zu den Erfassungsmittel ausgelegt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die gemeinsame Verbindung durch zwei parallele Verbindungen
(L1, L2) gebildet ist, wobei die erste logische Verbindung
(L1) für den Datendurchlauf und die zweite logische
Verbindung (L1) zur Steuerung des Schalterelements bestimmt ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erfassungsmittel (1) mit einer elektrischen Energiequelle
verbunden sind und daß die zweite Verbindung (L2) auch zur
Versorgung eines jeden Schalterelements (Si) und der
entsprechenden Abgabeeinheit mit elektrischer Energie bestiinmt ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die gemeinsame Verbindung durch ein
zweifaches Fernsprechkabelpaar gebildet ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die gemeinsame Verbindung durch ein
Fernsprechkabelpaar gebildet ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Schalterelement (Si) in der
gemeinsamen Verbindung angeordnet und mit der entsprechenden
Abgabeeinheit über eine Hilfsverbindung (li) verbunden ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes Schalterelement am Ende einer
Hilfsverbindung angeordnet ist, die von der gemeinsamen Leitung
abzweigt.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
das Schalterelement (Si) in einem Gehäuse oder einer Aufnahme
untergebracht ist, die unmittelbar an den Zähler (Mi)
anschließbar ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Erfassungsmittel (1) Mittel zur Abgabe
eines Identifikationssignales umfassen, das charakteristisch
für ein jeweiliges Schalterelement ist, und daß jedes
Schalterelement (Si) Mittel zum Speichern eines dem
Identifikationssignal entsprechenden Bezugssignals und Mittel für einen
Vergleich des Bezugssignals mit dem abgegebenen Signal
umfaßt, um Schließmittel des elektrischen Schaltkreises
anzusteuern, der die entsprechende Abgabeeinheit (1) mit den
Erfassungsmitteln verbindet.
10. Einrichtung gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erfassungsmittel (1) zur kontinuierlichen oder
sequenziellen Abgabe der Identifikationssignale ausgelegt sind und
daß die Schließmittel betätigt werden, wenn das für das
entsprechende Schalterelement charakteristische Signal abgegeben
wird.
11. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
das für einen jeweiligen Schalter (Si) charakteristische
Identifikationssignal von der analogen Art ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Identifikationssignal ein vorgegebenes Frequenzspektrum
besitzt und daß die Vergleichsmittel durch ein
Frequenz-Bandpaßfilter gebildet sind.
13. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
das für einen jeweiligen Schalter (Si) charakteristische
Identifikationssignal durch eine Bitfolge gebildet ist und
daß die Vergleichsmittel von der numerischen Art sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Speichermittel derart einstellbar sind, daß eine
Modifikation des Identifikationssignals zugelassen ist.
15. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schließmittel ein bistabiles Element umfassen, das an
seinem Eingang durch die Vergleichsmittel beaufschlagt ist,
und daß die Erfassungsmittel derart ausgelegt sind, daß ein
geeignetes Identifikationssignal für denselben Zähler ein
erstes Mal abgegeben wird, um eine Zustandsänderung des
bistabilen Elements herbeizuführen (entsprechend dem Schließen
des Schaltkreises) und ein zweites Mal abgegeben wird, um
dafür zu sorgen, daß das bistabile Element wieder seinen
anfänglichen Zustand annimmt (entsprechend dem Öffnen des
Schaltkreises).
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