DE68905497T2 - Steuer- und Signalhilfsschalter für mehrpoligen Modulschalter. - Google Patents
Steuer- und Signalhilfsschalter für mehrpoligen Modulschalter.Info
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Hilfsumschalter mit Schalt- und Meldefunktion, der als Modul oder Block mit einem an einen Leistungsschalterblock mit mehreren Polen anreihbaren und ankoppelbaren Isolierstoffgehäuse zur Bildung eines modularen Leistungsschalters ausgeführt ist, wobei das Modul des genannten Umschalters aus folgenden Teilen besteht:
- - einem ersten Hilfsschalter mit einem Wechselkontakt zur Signalisierung der Aus- bzw. Einschaltstellung der Kontakte des Leistungsschalters,
- - einem zweiten Meldeschalter mit einem Wechselkontakt zur Fehlermeldeanzeige bei Ausschalten durch automatische Auslösung des Leistungsschalterblocks,
- - einem Mechanismus mit einem Kipphebel zur gleichzeitigen Betätigung des ersten und des zweiten Schalters, der mit dem Schaltmechanismus des Leistungsschalterblocks über eine erste, mit der Verbindungsleiste der Kipphebel der einzelnen Pole verbundene, mechanische Verbindung und über eine zweite mechanische Auslöseverbindung zusammenwirkt,
- - einem ersten Satz Anschlußklemmen, der in einem schmalen Seitenbereich des Gehäuses angebracht und elektrisch mit den entsprechenden Kontakten des ersten Hilfsschalters verbunden ist,
- - einem zweiten Satz Anschlußklemmen, der im gegenüberliegenden schmalen Seitenbereich des Gehäuses angebracht und elektrisch mit den entsprechenden Kontakten des zweiten Meldeschalters verbunden ist,
- - einer drehbar auf einer Achse gelagerten Drehscheibe, die über eine Verklinkung mit dem Kipphebel des Antriebsmechanismus des Umschalters mechanisch verbunden ist,
- - und einem von der zweiten mechanischen Verbindung angesteuerten Auslösehebel zur Umwandlung der Auslösebewegung des Leistungsschalterblocks in eine Drehbewegung des Auslösehebels in eine Ausgelöst-Stellung, wobei die Verklinkung gelöst wird.
- Eine Ausführung als Doppelumschalter, bei dem der Hilfsschalter und der Meldeschalter in demselben Modul angebracht sind, um so gleichzeitig zum einen die Einschalt- oder Ausschaltstellung der Kontakte und zum anderen ein Auslösen des Leistungsschalters im Fehlerfall bzw. ohne Fehleranlaß anzuzeigen, ist schon bekannt. Ein solcher gemeinsamer Antriebsmechanismus der beiden Hilfsschalter ist kompliziert, da dabei im allgemeinen ein Unterbrechen der mechanischen Verbindung zum Meldeschalter bei manuellem Ausschalten des Leistungsschalters notwendig ist. Solche Mechanismen sind in den EP-A-147.605, DE- A-3.119.165 und DE-A-3.320.958 beschrieben. Bei einem automatischen Leistungsschalter in Modulbauweise bringt der Anschluß zusätzlicher elektrischer Hilfsausrüstungen ein Problem der Übertragung des Auslösebefehls zwischen dem Leistungsschalterblock und den verschiedenen angereihten Hilfsausrüstungen mit sich.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Antriebsmechanismus eines Doppel-Hilfsumschalters so zu verbessern, daß mehrere zusätzliche Hilfsausrüstungen an einen Leistungsschalterblock angereiht werden können.
- Der erfindungsgemäße Umschalter ist dadurch gekennzeichnet, daß der erste Hilfsschalter einen Kontaktarm aufweist, der direkt mit der Drehscheibe zusammenwirkt, die mit einer Energiespeicherfeder verbunden ist, und daß der Kontaktarm des zweiten Meldeschalters auf einem Isolierstoff-Trägerhebel montiert ist, der eingeschränkt drehbar auf der Achse der Drehscheibe gelagert ist, wobei der genannte Trägerhebel eine Nase aufweist, die mit einem drehbar auf der Achse des Kipphebels gelagerten Steuerhebel zusammenwirkt, so daß bei manuellem Ausschalten des Leistungsschalters ohne Fehleranlaß jegliche Bewegung des Trägerhebels durch Blockieren der Nase verhindert wird, wobei der zweite Hilfsschalter in einer inaktiven Stellung verharrt, und daß bei Lösen der Verklinkung durch ein automatisches Auslösen des Leistungsschalters eine Drehbewegung des Trägerhebels zur Überführung des zweiten Hilfsschalters in die aktive Fehlermeldestellung möglich ist.
- Der Steuerhebel ist mit einer kreisbogenförmigen Führungsbahn versehen, die sich bei Drehung des Kipphebels entlang der Nase bewegt, wenn bei manuellem Ausschalten des Leistungsschalters die Drehbewegung des Trägerhebels verhindert wird.
- Das Ausschalten des Leistungsschalters im Fehlerfall wird ebenfalls direkt durch eine auf dem Trägerhebel angebrachte und so an der Vorderseite des Gehäuses sichtbare Fehlermelde-Anzeige signalisiert. Die Fehlermelde-Anzeige besitzt eine manuelle Rückstelleinrichtung für den Trägerhebel, mit der der Kontaktarm des zweiten Hilfs-Meldeschalters von der aktiven in die inaktive Stellung überführt werden kann.
- Weitere Vorteile und Merkmale gehen aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung hervor, das in den beigefügten Zeichnungen wie folgt dargestellt ist:
- - Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Dreiphasen- Leistungsschalters in Modulbauweise mit einem erfindungsgemäßen Hilfsschalt- und Meldeblock;
- - Figur 2 ist eine Seitenansicht des Hilfsblocks aus Figur 1 bei eingeschaltetem Leistungsschalter;
- - Figuren 3 und 4 sind Schnittdarstellungen entlang der Linien III-III und IV-IV von Figur 2.
- - Figur 5 ist ein Teilschnitt entlang der Linie V-V von Figur 2;
- - Figur 6 zeigt den Hilfsblock entsprechend Figur 2 beim Ausschalten des Leistungsschalters im Fehlerfall;
- - Figur 7 zeigt den Hilfsblock entsprechend Figur 2 beim manuellen Ausschalten über den Kipphebel;
- - Figur 8 stellt analog zu Figur 1 eine Ansicht einer Ausführungsvariante dar;
- - Figur 9 stellt analog zu Figur 1 eine Ansicht einer weiteren Ausführungsvariante dar.
- In Figur 1 ist ein automatischer Mehrpol-Leistungsschalter modular aus einem Hilfsschalt- und Meldeblock 14 und einem Leistungsschalterblock 11 mit mehreren nebeneinanderliegenden Ausschaltpolen 12 aufgebaut.
- Jeder Pol des Leistungsschalters 10 verfügt über ein trennbares Kontaktpaar zur Unterbrechung des zwischen zwei Anschlußklemmen 13, 15 liegenden Stromkreises und einen mit einem handbetätigten Kipphebel 16 sowie einem automatischen Auslöser zur Überwachung des den Pol durchfließenden Stroms verbundenen Schaltmechanismus. Der Schaltmechanismus eines solchen Pols ist in der französischen Patentanmeldung Nr. 8708037 des Anmelders vom 09.06.1987 exemplarisch beschrieben. Die Kipphebel 16 der einzelnen Ausschaltpole 12 sind mechanisch über eine parallel zur Anreihungsrichtung der die Pole 12 enthaltenden Isolierstoffgehäuse verlaufenden Verbindungsleiste 18 miteinander gekoppelt. Diese Schiene ermöglicht eine gleichzeitige Bewegung der Kipphebel 16 der einzelnen Pole 12 zwischen den beiden stabilen Schaltstellungen (Ein und Aus) des Leistungsschalters 10.
- Der Hilfsblock 14 ist in einem Isolierstoffgehäuse 19 montiert (Figur 2 bis 5), das einen Umschalter mit einem auf einer Achse 21 drehbar gelagerten Kipphebel 20 und einen gemeinsamen Antriebsmechanismus für einen Hilfsschalter 24 und einen Meldeschalter 26 enthält. Der Kipphebel 20 ist mit der Verbindungsleiste 18 der Pole 12 über eine erste, bidirektionale mechanische Verbindung 28 (Figur 1) gekoppelt, die die Übertragung der Drehbewegungen der Kipphebel 16 des Leistungsschalterblocks 11 zum Mechanismus 22 des Hilfsblocks 14 gewährleistet. Diese Verbindung kann beispielsweise als Verlängerung der Verbindungsleiste 18 ausgeführt sein.
- Der erste Hilfsschalter 24 besitzt einen Wechselkontakt mit einem als gebogene Blattfeder ausgeführten beweglichen Kontaktarm 30, dessen eines Ende 32 um einen Vorsprung 34 des Gehäuses 19 befestigt und elektrisch mit einer Anschlußklemme 36 verbunden ist. Das zweite, bewegliche Ende des Kontaktarms 30 besitzt einen Doppelkontakt 38, der alternativ mit zwei verschiedenen feststehenden Kontakten 40, 42 zusammenwirkt, die elektrisch mit zwei weiteren Anschlußklemmen 44, 46 verbunden sind. Die Stellung des Hilfsschalters 24 spiegelt die Ausschalt- bzw. Einschaltstellung der Kontakte des Leistungsschalterblocks 11 wieder, an den der Hilfsblock 14 über die erste mechanische Verbindung 28 gekoppelt ist. Die drei gegeneinander isolierten und in einem der schmalen Seitenbereiche des Gehäuses 19 übereinander herausgeführten Anschlußklemmen 36, 46, 44 können so für Schalt- und Meldefunktionen genutzt werden. Die Elastizität des federnden Kontaktarms 30 gewährleistet die auf die beiden feststehenden Kontakte 40, 42 auszuübende Kontaktkraft.
- Der zweite Meldeschalter 26 besitzt ebenfalls einen Wechselkontakt mit einem beweglichen Kontaktarm 48, dessen Doppelkontakt 50 mit zwei feststehenden Kontakten 52, 54 zusammenwirkt, wobei die drei Kontakte 48, 52, 54 elektrisch mit einem zweiten Satz Anschlußklemmen 56, 58, 60 verbunden sind, der im den Klemmen 36, 46, 44 gegenüberliegenden schmalen Seitenbereich des Gehäuses 19 herausgeführt ist. Über die Stellung des zweiten Schalters 26 des Hilfsblocks 14 kann ein Öffnen im Fehlerfall bei automatischem Auslösen des Leistungsschalterblocks 11 angezeigt werden.
- Der Antriebsmechanismus 22 des Hilfsblocks 14 besteht aus einer beweglichen Isolierstoff-Drehscheibe 62, die auf einer feststehenden Achse 64 des Gehäuses 19 eingeschränkt drehbar gelagert ist. Die Drehscheibe 62 ist mit dem Kipphebel 20 über eine Kupplungsstange 66 und eine Verklinkung 68 verbunden, bei der ein Klinkenhebel 70 und ein Auslösehebel 72 zusammenwirken. Der Klinkenhebel 70 ist drehbar auf einer Achse 74 der Drehscheibe 62 gelagert und direkt mit der Kupplungsstange 66 verbunden. Der Auslösehebel 72 des Mechanismus 22 ist zwischen einer Gespannt- und einer Ausgelöst-Stellung drehbar auf einer Achse 76 gelagert. Eine Rückhol-Drehfeder 78 ist auf der Achse 76 montiert und drückt den Auslösehebel in die Gespannt-Stellung (Figur 2). Eines der beiden Enden des Auslösehebels 72 gewährleistet das Herstellen bzw. Lösen der Verklinkung 68 mit dem Klinkenhebel 70, das andere Ende verfügt über einen Mitnehmer 80 (Figur 3), der durch die Auslösestange des Schaltmechanismus des angereihten Pols 12 angesteuert werden kann. Der Mitnehmer 80 ragt durch eine in die Seitenfläche 84 des Gehäuses 19 eingearbeitete Öffnung 82 in Richtung der entsprechenden Seitenifläche des Leistungsschalterblocks 11. Bei der Montage der beiden Blöcke 11, 14, reicht der Mitnehmer 80 in eine Öffnung des Leistungsschalterblocks 11 hinein und bildet so eine zweite Auslöseverbindung 86 (Figur 1) zwischen dem Schaltmechanismus des angrenzenden Pols 12 und dem Antriebsmechanismus 22 des Hilfsblocks 14. Diese zweite Verbindung 86 erlaubt die Umwandlung der Auslösebewegung eines Schaltmechanismus eines beliebigen Pols 12 in eine Drehbewegung des Auslösehebels 72 in die Ausgelöst-Stellung, wobei die Verklinkung 68 gelöst wird.
- Auf der der Verklinkung 68 gegenüberliegenden Seite der Achse 64 verfügt die Drehscheibe 62 über einen Zapfen 88, der bei Einschaltstellung des Leistungsschalterblocks 11 auf den mittleren Bereich des Kontaktarms 30 des Hilfsschalters 24 einwirkt (siehe Figur 2). Zwischen dem Zapfen 88 und einer Aufhängung 92 des Gehäuses 19 ist eine Zug-Speicherfeder 90 montiert, so daß nach dem Lösen der Verklinkung 68 im Fehlerfall eine Drehbewegung der Drehscheibe 62 auf einer trigonometrischen Bahn hervorgerufen wird. Die Speicherfeder 90 dient als Antriebsfeder des Mechanismus 22.
- Auf der Achse 64 der Drehscheibe 62 ist ein Trägerhebel 94 montiert, dessen erster, unterer Arm 96 den Kontaktarm 48 des Meldeschalters 26 trägt, und dessen zwefter, gegenüberliegender Arm 98 mit einer Anzeige 100 versehen ist. Ein Anschlag 102 der Drehscheibe 62 drückt in der Einschaltstellung des Leistungsschalterblocks 11 (Figur 2) gegen den Trägerhebel 94 und gewährleistet so eine sichere Auflage des Kontakts 50 des Kontaktarms 48 auf dem feststehenden Kontakt 52.
- Der Trägerhebel 94 ist mit einem dritten, seitlichen Arm in Form einer Nase 104 versehen, der mit einem auf der Achse 21 des Kipphebels 20 montierten Steuerhebel 106 zusammenwirkt. Eine Rückholfeder 108 ist mit dem Steuerhebel 106 verbunden und drückt diesen in Richtung der Nase 104. Der Hebel 106 ist außerdem mit einer kreisbogenförmigen Bahn 110 zur Positionierung und Führung der Nase 104 sowie einer Rastkerbe 112 versehen, die mit einem Rastansatz 113 eines Wählschalters 114 zusammenwirkt. Mit Hilfe einer in die obere Fläche des Wählschalters 114 eingearbeiteten Einkerbung 116 kann der Rastansatz 113 zwischen einer verriegelten Stellung (vgl. Figur 2) des Steuerhebels 106, in der dieser bei Drehung des Kipphebels 20 in seiner Lage verharrt, und einer entriegelten Stellung, in der der Kipphebel 20 auf den Steuerhebel 106 wirken kann, hin- und herbewegt werden. Die Einkerbung 116 des Wählschalters 114 ist durch eine Öffnung in der Vorderseite des Gehäuses 19 zugänglich.
- Eine auf dem Trägerhebel 94 um die Achse 64 montierte Drehfeder 120 wirkt zur Aufbringung der Kontaktkraft mit dem beweglichen Kontaktarm 48 des Meldeschalters zusammen.
- Ein Absatz 118 der Anzeige 100 erlaubt das Rücksetzen des Fehlermeldesignals mit Hilfe eines Werkzeugs zum Rückstellen des Trägerhebels 94 in die in Figur 2 gezeigte Stellung.
- Die Anreihung des Hilfsblocks 14 an den Leistungsschalterblock 11 erfolgt mit Hilfe eines Schnapphakens 130 (Figur 3), der Teil des Gehäuses 19 ist.
- Der Hilfsblock 14 mit Schalt- und Meldefunktion ist durch folgende Arbeitsweise gekennzeichnet:
- In der Einschaltstellung des Leistungsschalter 10 liegt der Kipphebel 20 des Hilfsblocks 14 rechts (siehe Figur 2), und die Anzeige 100 befindet sich in einer neutralen Stellung. Die jeweiligen beweglichen Kontaktarme 30, 48 des ersten bzw. zweiten Hilfsschalters 24, 26 liegen an den feststehenden Kontakten 40, 52 an, und die Verklinkung 68 befindet sich selbstverständlich in der verriegelten Stellung. Die Zugfeder 90 des Antriebsmechanismus 22 ist gespannt. Der Wählschalter 114 ist in Figur 2 in der verriegelten Stellung bei blockiertem Steuerhebel 106 dargestellt.
- Um den Wählschalter 114 aus seiner verriegelten Stellung (Figur 2) in die entriegelte Stellung zu bringen, muß lediglich eine Sperre überwunden werden, die durch eine mit einer elastischen Zunge 124 zusammenwirkende Wölbung 122 gebildet wird, wobei der Rastansatz 113 nach rechts verschoben wird (siehe Pfeil F1, Figur 2). Der Rastansatz 113 gibt so die Rastkerbe 112 des Steuerhebels 106 frei und der Steuerhebel 106 kann durch den Kipphebel 20 bewegt werden.
- Bei automatischem Ausschalten des Leistungsschalters 10 im Fehlerfall bewirkt die Auslösestange das Auslösen des Schaltmechanismus des Leistungsschalterblocks 11 und übermittelt gleichzeitig diesen Auslösebefehl (siehe Pfeil F2 in Figur 3) über die zweite mechanische Verbindung 86 an den Hilfsblock 14, wodurch der Auslösehebel 72 im Gegenuhrzeigersinn in die Ausgelöst-Stellung gedreht wird. Dadurch wird die Verklinkung 68 gelöst, die Speicherfeder 90 entspannt sich und die Drehscheibe 62 sowie der Trägerhebel 94 werden gleichzeitg in Drehung versetzt, was einen Wechsel der beiden Kontaktarme 30, 48 in die andere Schaltstellung erlaubt (Figur 6). Die Doppelkontakte 38, 50 der beiden Schalter 24, 26 liegen nun jeweils an den feststehenden Kontakten 42, 54 an. Der erste Hilfsschalter 24 spiegelt die neue Schaltstellung der Kontakte des Leistungsschalterblocks 11 wieder. Durch die Drehung des Kipphebels 20 nach links in die Ausschaltstellung ist die automatische Rückstellung der Verklinkung 68 gewährleistet. Der zweite Meldeschalter 26 macht die Art des Ausschaltfalles sichtbar, indem er das Auslösen des Leistungsschalterblocks 11 im Fehlerfall anzeigt. Dieser Fehlerfall ist dadurch zu erkennen, daß die Anzeige 100 an der Vorderseite des Gehäuses 19 sichtbar wird. Das Rücksetzen des Fehlermeldesignals erfolgt manuell durch Rückstellen des Trägerhebels 94 im Uhrzeigersinn mit Hilfe eines am Absatz 118 angesetzten Schraubendrehers.
- Wenn kein Fehlerfall vorliegt, und bei manuellem Ausschalten des Leistungsschalters 10 über die Kipphebel 16 des Leistungsschalterblocks 11 bewirkt die Drehung des Kipphebels 20 in die Ausschaltstellung eine Drehung des Steuerhebels 106 im Gegenuhrzeigersinn, wobei jegliche Bewegung des Trägerhebels 94 durch Blockieren der Nase 104 verhindert wird (siehe Figur 7). Das Zusammenwirken der Nase 104 mit der Kreisbogenbahn 110 des Steuerhebels 106 behindert nicht die Drehbewegung des Kipphebels 20, hält aber den Kontaktarm 48 sicher in Anlage gegen den feststehenden Kontakt 52. Der zweite Schalter 26 bleibt in der inaktiven Stellung und zeigt keine Fehlermeldung. Der erste Schalter 24 dagegen wechselt die Schaltstellung, da sich die Drehscheibe 62 durch Einwirkung der mit dem Kipphebel 20 verbundenen Kupplungsstange 66 dreht. Der Doppelkontakt 38 liegt jetzt an dem feststehenden Kontakt 42 an, und der erste Hilfsschalter 24 spiegelt die neue Schaltstellung des Leistungsschalterblocks 11 wieder.
- Die Rastkerbe 112 ist durch den Rastansatz 113 des Wählschalters 114 verriegelt und der Steuerhebel 106 ist, unabhängig von der Drehbewegung des Kipphebels 20, in der Figur 2 entsprechenden Stellung blockiert. Die Nase 104 wirkt nicht mehr mit der Kreisbogenbahn 110 zusammen, und der Trägerhebel 94 dreht sich sowohl bei automatischem Auslösen als auch bei manuellem Ausschalten zusammen mit der Drehscheibe 62. Die Stellung des zweiten Schalters 26 ist also, unabhängig von der Betriebsart des Leistungsschalters 10, identisch mit der des ersten Schalters 24. Der Hilfsblock 14 besitzt nun zwei Hilfsschalter 24, 26, die ausschließlich die Schaltstellung der Kontakte des Leistungsschalterblocks 11 anzeigen.
- Die Speicherfeder 90 des Antriebsmechanismus 22 des Hilfsblocks 14 erlaubt die Weiterleitung eines von der Drehbewegung der Drehscheibe 62 übertragenen Schaltbefehls nach außen (siehe Pfeil F3, Figur 3). Dieser Schaltbefehl kann über ein am anderen Ende des Mitnehmers 80 der zweiten mechanischen Verbindung 86 befindliches Aufnahmestück 126 (Figur 3) an zusätzliche elektrische Hilfsausrüstungen weitergeleitet werden. Das Aufnahmestück 126 ist mit einem Blindloch versehen, in das eine mechanische Auslöseverbindung einer der angereihten Hilfseinrichtungen, beispielsweise eines Unterspannungsauslösers MN, einer Auslösespule MX, oder eines weiteren Hilfsanzeigeblocks hineinragen kann.
- Figur 8 zeigt die Verbindung eines Leistungsschalterblocks 11 mit drei Hilfsblöcken 14a, 14b, 14c mit Schalt- und Meldefunktion zu einem automatischen Leistungsschalter 100 in Modulbauweise. Die drei Hilfsblöcke sind identisch mit dem unter Bezug auf Figur 2 bis 5 beschriebenen. Der Hilfsblock 14a empfängt als erster den Auslösebefehl (Pfeil F2) des Leistungsschalterblocks 11 und überträgt danach durch seinen Mechanismus 22 einen zweiten Auslösebefehl (Pfeil F3) an den Hilfsblock 14b. Dieser schließlich gibt einen dritten Auslösebefehl (Pfeil F4) an den letzten Hilfsblock 14c weiter. Eine solche Anordnung erlaubt eine vom Leistungsschalterblock 11 ausgehende Kaskadenauslösung der Hilfsblöcke 14a, 14b, 14c.
- In Figur 9 ist ein Hilfsblock 14 zwischen dem Leistungsschalterblock 11 und einem Relais mit Auslösespule MX oder Unterspannungsauslöser MN geschaltet. Der vom Relais gegebene Auslösebefehl (siehe Pfeil F5) wird zuerst an den Hilfsblock 14, dann an den Leistungsschalterblock 11 (siehe Pfeil F6) weitergegeben. Durch eine solche Anordnung läßt sich ein automatischer Leistungsschalter 200 mit einer durch das Relais bewirkten Kaskadenauslösung des Hilfsblocks 14 und des Leistungsschalterblocks 11 herstellen.
- In den modularen Leistungsschaltern 100, 200 der Figuren 8 und 9 müssen die Hilfsblöcke 14, 14a, 14b, 14c und die Relais MX oder MN links vom Leistungsschalterblock angeordnet sein. Ein Differenzstromblock 150 (gestrichelt eingezeichnet) kann auf der rechten Seite des Leistungsschalterblocks 11 montiert werden.
Claims (6)
1. Hilfsumschalter mit Schalt- und Meldefunktion, der als Modul
oder Block (14) mit einem an einen Leistungsschalterblock (11)
mit mehreren Polen (12) anreihbaren und ankoppelbaren
Isolierstoffgehäuse (19) zur Bildung eines modularen
Leistungsschalters (10, 100, 200) ausgeführt ist, wobei das Modul (14) des
genannten Umschalters aus folgenden Teilen besteht:
- einem ersten Hilfsschalter (24) mit einem Wechselkontakt (38,
40, 42) zur Signalisierung der Aus- bzw. Einschaltstellung der
Kontakte des Leistungsschalters (11),
- einem zweiten Meldeschalter (26) mit einem Wechselkontakt
(50, 52, 54) zur Fehlermeldeanzeige bei Ausschalten durch
automatische Auslösung des Leistungsschalterblocks (11),
- einem Mechanismus (22) mit einem Kipphebel (20) zur
gleichzeitigen Betätigung des ersten und des zweften Schalters (24, 26),
der mit dem Schaltmechanismus des Leistungsschalterblocks (11)
über eine erste, mit der Verbindungsleiste (18) der Kipphebel
(16) der einzelnen Pole (12) verbundene, mechanische
Verbindung (28) und über eine zweite mechanische Auslöseverbindung
(86) zusammenwirkt,
- einem ersten Satz Anschlußklemmen (36, 46, 44), der in einem
schmalen Seitenbereich des Gehäuses (19) angebracht und
elektrisch mit den entsprechenden Kontakten (38, 42, 40) des ersten
Hilfsschalters (24) verbunden ist,
- einem zweiten Satz Anschlußklemmen (56, 58, 60), der im
gegenüberliegenden schmalen Seitenbereich des Gehäuses (19)
angebracht und elektrisch mit den entsprechenden Kontakten
(50, 52, 54) des zweiten Meldeschalters (26) verbunden ist,
- einer drehbar auf einer Achse (64) gelagerten Drehscheibe
(62), die über eine Verklinkung (68) mit dem Kipphebel (20) des
Antriebsmechanismus (22) des Umschalters mechanisch
verbunden ist,
- und einem von der zweiten mechanischen Verbindung (86)
angesteuerten Auslösehebel (72) zur Umwandlung der
Auslösebewegung des Leistungsschalterblocks (11) in eine
Drehbewegung des Auslösehebels (72) in eine Ausgelöst-Stellung, wobei
die Verklinkung (68) gelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Hilfsschalter (24) einen Kontaktarm (30) aufweist, der
direkt mit der Drehscheibe (62) zusammenwirkt, die mit einer
Energiespeicherfeder (90) verbunden ist, und daß der
Kontaktarm (48) des zweiten Meldeschalters (26) auf einem Isolierstoff-
Trägerhebel (94) montiert ist, der eingeschränkt drehbar auf der
Achse (64) der Drehscheibe (62) gelagert ist, wobei der genannte
Trägerhebel (94) eine Nase (104) aufweist, die mit einem
drehbar auf der Achse (21) des Kipphebels (20) gelagerten
Steuerhebel (106) zusammenwirkt, so daß bei manuellem Ausschalten des
Leistungsschalters (10, 100, 200) ohne Fehleranlaß jegliche
Bewegung des Trägerhebels (94) durch Blockieren der Nase
(104) verhindert wird, wobei der zweite Hilfsschalter (26) in
einer inaktiven Stellung verharrt, und bei Lösen der
Verklinkung (68) durch ein automatisches Auslösen des
Leistungsschalters eine Drehbewegung des Trägerhebels (94) zur Überführung
des zweiten Hilfsschalters (26) in die aktive Fehlermeldestellung
möglich ist.
2. Hilfsumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerhebel (106) mit einer kreisbogenförmigen
Führungsbahn (110) versehen ist, die sich bei Drehung des
Kipphebels (20) entlang der Nase (104) bewegt, wenn bei manuellem
Ausschalten des Leistungsschalters die Drehung des
Trägerhebels (94) verhindert wird.
3. Hilfsumschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Achse (21) des Kipphebels (20) eine Rückholfeder
(108) angebracht ist, die den Steuerhebel (106) in Richtung der
Nase (104) drückt, und daß der Trägerhebel (94) über eine an
der Vorderseite des Gehäuses (19) sichtbare Fehlermelde-
Anzeige (100) verfügt.
4. Hilfsumschalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fehlermelde-Anzeige (100) eine manuelle
Rückstelleinrichtung für den Trägerhebel (94) besitzt, mit der der
Kontaktarm (48) des zweiten Hilfs-Meldeschalters (26) von der aktiven in
die inaktive Stellung überführt werden kann.
5. Hilfsumschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drehscheibe (62) einen Anschlag (102)
besitzt, der auf den Trägerhebel (94) drückt, so daß bei
eingeschaltetem Leistungsschalter ein sicheres Verharren des
Kontaktarms (48) des zweiten Hilfsschalters (26) in der inaktiven
Stellung gewährleistet ist.
6. Hilfsumschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5' dadurch
gekennzeichnet, daß die Speicherfeder (90) sich auf der der
Verklinkung (68) gegenüberliegenden Seite der Achse (64) der
Drehscheibe (62) befindet und den Kontaktarm (30) des ersten
Hilfsschalters (24) zur Überführung in die Anzeigestellung
freigibt, die der Offenstellung der Kontakte des Leistungsschalters
(11) entspricht.
Applications Claiming Priority (1)
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| FR8801151A FR2626714B1 (fr) | 1988-01-28 | 1988-01-28 | Commutateur auxiliaire de commande et de signalisation pour disjoncteur multipolaire modulaire |
Publications (2)
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