DE68904817T2 - Verteilvorrichtung fuer brausen und hydromassage. - Google Patents
Verteilvorrichtung fuer brausen und hydromassage.Info
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Description
- Herkömmliche Wasserverteiler für Brausen weisen eine Leitung auf, die als Öffnung nach außen eine Lochscheibe aufweist. Derartige Leitungen sorgen für eine Vielzahl von kontinuierlichen Wasserstrahlen. Diese Strahlen führen zu keiner besonderen Massage auf der Haut des Benutzers.
- Bekannte Einrichtungen für Massageduschen weisen eine schmale Scheibe auf, deren Drehung durch den Strom selbst veranlaßt wird und die beim Drehen den Strom startet und stoppt. Das diskontinuierliche Ausströmen bewirkt eine Art belebender Massage auf der Haut des Benutzers. Ein Nachteil derartiger Vorrichtungen besteht darin, daß mögliche Kalkablagerungen die Scheibe leicht blockieren. Des weiteren bewirken derartige Vorrichtungen keine Sauerstoffanreicherung auf der Haut.
- Weitere bekannte Brausevorrichtungen weisen innerhalb ihres Handgriffs einen einzelnen Venturikanal auf, an dem ein Einlaß für ein zweites Fluid angeordnet ist (US 41 93 520), wobei das Fluid Luft sein kann (US 41 91 332). Jedoch ist dieser einzelne Venturikanal ziemlich weit von dem Verteilungsquerschnitt entfernt, und die zur Verteilung notwendige Vielzahl von Strahlen wird durch netzähnliche Komponenten aus Metall oder Kunststoff erhalten. Der so erzeugte Strahl einer derartigen Vorrichtung bewirkt keine effektive Hydro-Massage, da sich Luft und Wasser zu einem schwachen, groben und energiearmen Strom vermischen. Des weiteren zerplatzen die im Wasser befindlichen Luftblasen während des weiteren Strömungsweges, und wenn der Strom in Strahlen aufgeteilt wird, dann ist deren Wirkung bei Erreichen der Haut des Benutzers nur wenig effektiv.
- Wie durch jüngste Untersuchungen festgestellt wurde, hängt die Effektivität einer Hydro-Massage oder Wasser-Massage von drei Parametern ab: Wasserdruck, Temperatur und Mischverhältnis Luft/ Wasser. Eine falsche Eichung dieser Parameter macht die gewünschte Wirkung null und nichtig. Die einströmenden Luftblasen müssen mit dem Wasserstrom unmittelbar gemischt und dürfen nicht einfach zugegeben werden.
- Die Hydro-Massage ist dann effektiv, wenn die vom Wasserstrom mitgerissene Luft in eine Vielzahl von Blasen aufgeteilt wird, welche beim Auftreffen auf die Haut auseinanderbrechen und so Sauerstoff freigeben, was die Weitung der peripheren Gefäße unterstützt. Auf diese Weise werden bessere und länger andauernde Effekte erzielt als diejenigen, die bei herkömmlichen Massagen erzielt werden, und die kontinuierliche Anwendung unterstützt die Muskelstärkung, das Stoffwechselgleichgewicht im Gewebe, die Gefäßerweiterung und die Verbesserung der peripheren Blutzirkulation.
- Die DE-A-2 821 195 beschreibt eine Verteilvorrichtung für Brausen entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Die Vorrichtung weist eine komplexe Struktur und verschiedene Elemente auf, welche die Herstellkosten erhöhen. Des weiteren ist die Luftkammer ziemlich eng ausgebildet und ständig mit der Umgebung durch eine Öffnung zwischen den Verteilungsöffnungen verbunden. Die Kammer kann daher lediglich für Luft und nicht für andere Fluide genutzt werden und bildet ein Sammelbecken für Schmutz und Kalkablagerungen. Außerdem saugt die Verteilvorrichtung, sobald sie teilweise in Wasser eingetaucht ist, keine Luft mehr an und kann daher nicht mehr zur Hydro-Massage genutzt werden.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, unter Vermeidung der genannten Nachteile einen Mehrfachstrahl zu schaffen, dessen Eigenschaften die Durchführung einer effektiven Hydro-Massage ermöglichen.
- Die oben genannte Aufgabe wird durch eine Verteilvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst, mit einem Kopf mit mehreren Verteilungsöffnungen, von denen wenigstens einige einen Venturidurchgang an ihrer Ausströmöffnung und unmittelbar stromabwärts dieses Durchgangs eine Zuführleitung für ein zweites Fluid, im allgemeinen Luft, aufweisen, wobei die Leitung mit einem Kanal für das zweite Fluid verbunden ist, der eine verstellbare Öffnung aufweist.
- In bevorzugter Ausgestaltung weist der Verteiler einen Körper mit röhrenförmigen Ansätzen, die sich nach innen erstrecken und die Verteilungsöffnungen definieren, ein Düsen- oder Injektorhalteelement mit Düsen, die zusammen mit den röhrenförmigen Ansätzen die Venturidurchgänge zwischen sich bilden, und eine Kappe mit einer Luftzuführöffnung auf. Eine Wasserkammer ist zwischen dem Körper und dem Düsenhalteelement und eine Kammer für das zweite Fluid, insbesondere Luft, ist zwischen dem Düsenhaltelement und der Kappe ausgebildet.
- Der neue Verteiler für Brausen bewirkt eine Hydro-Massage unter optimalen Bedingungen. Er neigt nicht zu Kalkablagerungen, und die Produktionskosten sind niedrig.
- Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der nicht einschränkend wirkende Ausführungsbeispiele des Verteilers unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert sind.
- Dabei zeigt:
- Figur 1 einen Axialschnitt einer ersten Ausführungsform einer Verteilvorrichtung für Brausen;
- Figur 2 eine Draufsicht der Vorrichtung nach Figur 1;
- Figur 3 eine Draufsicht auf eine manuelle Verteilvorrichtung mit einem ringförmigen Kopf;
- Figur 4 eine vergrößerte Darstellung entlang 4-4 in Figur 3;
- Figur 5 eine vergrößerte Darstellung entlang 5-5 in Figur 3;
- Figur 6 eine Draufsicht auf eine dritte Verteilvorrichtung für Brausen;
- Figur 7 eine vergrößerte Schnittdarstellung entlang 7-7 in Figur 6 und
- Figur 8 eine vergrößerte Schnittdarstellung entlang 8-8 in Figur 6.
- Eine in Figur 1 und 2 mit 10 bezeichnete Verteilvorrichtung weist einen Brausekörper 12 auf, der mit einem rohrförmigen Handgriff 13 mit einem Innenkanal 14 einstückig ausgebildet ist. Der innen hohl ausgebildete Körper ist mit Verteilungs- oder Ausströmöffnungen 16 versehen, von denen jede von einem röhrenförmigen, nach innen gerichteten Teil 17 umgeben ist. Ein Einsatz- oder Injektorhalteelement 20, welches fest durch einen Ring 21 gegenüber einem Zapfen 19 und durch einen Dichtungsring 22 gegenüber dem Körper 12 abgedichtet ist, ist in angemessenem Abstand zum Körper 12 angeordnet und über den mit Gewinde versehenen Zapfen 19 befestigt. Der Einsatz 20 weist eine im wesentlichen zylindrische Form auf, von deren konischer Wand aus sich Düsen oder Injektoren 24 bis in eine Lage entsprechend zu den Zylindern 17 des Körpers erstrecken. Wenn der Einsatz am Körper befestigt ist, dann ist jeder Injektor mit einem Restabstand in einem zugehörigen Zylinder angeordnet, sodaß ein Venturidurchgang 18 zwischen dem äußeren Teil des Injektors und der Innenwand des Zylinders ausgebildet ist. Natürlich müssen nicht notwendigerweise die Teile 17 zylindrisch und die Düsen 24 konisch geformt sein, solange nur ein Venturikanal zwischen ihnen ausgebildet wird. Eine Kappe 26 ist auf den Einsatz 20 aufgeschraubt und weist einen unteren Hohlraum 27 und einen oberen Hohlraum 27' mit einer wenigstens teilweise mit einem Gewinde versehenen Wand auf und ist am Boden mit einer Anschlagwand 28 versehen, an deren Seiten Durchgangsöffnungen 29 ausgebildet sind. Ein am Boden mit einem Loch 32 versehener Stopfen 30 ist in den Hohlraum 27' eingeschraubt. Der Stopfen 30 ist zwischen einer unteren Stellung direkt an der Wand 28, in der das Loch geschlossen ist und verschiedenen, einstellbaren offenen Stellungen schraubbar. Eine Kammer 23 für Luft oder ein anderes Sekundärfluid ist zwischen der Kappe 26 und dem Element 20 ausgebildet. Eine Wasserkammer 25 ist mit dem Kanal 14 verbunden und zwischen dem Element 20 und dem Körper 12 ausgebildet.
- Die Funktionsweise der Vorrichtung 10 wird nun kurz erläutert. Wenn Wasser oder irgendein anderes erstes Fluid durch den Kanal 14, die Kammer 25, die Venturikanäle 18 und die Öffnungen 16 verteilt wird, dann wird durch den am Kanal 18 erzeugten Unterdruck Luft oder das zweite Fluid, das in der Kammer 23 vorhanden sein kann, angesaugt. Die Luft und das Wasser werden zu einer turbulenten Strömung vermischt. Der Luftstrom wird durch Steuern des Stopfens 30 verstellt oder gesperrt.
- Wichtig ist, daß an jeder Verteilungsöffnung ein Venturikanal ziemlich geringem Abstand "d" zum Verteilungs- oder Ausströmquerschnitt vorgesehen ist. Der Abstand "d" beträgt vorzugsweise 10 - 18 mm. Auf diese Weise wird eine Luft- Wassermischung mit optimalen Merkmalen für eine Hydro- Massage erhalten.
- Eine andere Ausführungsform einer Verteilvorrichtung ist in den Fig. 3 bis 5 dargestellt und 100 bezeichnet.
- Die Verteilvorrichtung 100 für Brausen in Fig. 3, 4, 5 ist auf den Handgriff 113, der einen Wasserzuführkanal 114 aufweist, aufgeschraubt und weist einen ringförmigen Körper 112, ein ringförmiges Düsenhalteelement 120 und einen ringförmigen Deckel 126 auf. Der Körper 112 ist mit über den Umfang verteilten Verteilungsöffnungen 116 versehen, die nach innen durch röhrenförmige Teile 117 verlängert sind. Das Element 120 weist an den Löchern 116 Düsen 124 auf. Eine ringförmige Wasserkammer 125 ist zwischen den Teilen 112 und 120 ausgebildet und mit dem Kanal 114 verbunden. Eine ringförmige Kammer 123 für Luft oder ein zweites Fluid ist zwischen dem Element 120 und dem Deckel 126 ausgebildet und steht mit einer Zugangsöffnung 129 in Verbindung, deren Öffnung durch einen gleitfähigen Gewindering 130 gesteuert werden kann. Die Luft in der Kammer 123 wird infolge des durch die Venturikanäle 118 zwischen der Innenwand der Teile 117 und der Düsen 124 erzeugten Unterdrucks angesaugt. Die Verteilung des Luft/Wassergemisches erfolgt durch die Öffnungen 116.
- Die Verteilung des Gemisches ist optimal, wenn der Abstand "d" zwischen der engsten Stelle des Venturidurchgangs und dem Verteilungsquerschnitt zwischen 10 und 18 mm beträgt.
- Eine weitere Ausführungsform der Verteilvorrichtung 200 für Brausen ist in Fig. 6, 7 und 8 dargestellt. Die Vorrichtung 200 weist einen ringförmigen Körper 212, ein ringförmiges Düsenhalteelement 220 und einen ringförmigen Deckel 226 auf. Der Körper und das Düsenhalteelement sind einstückig mit einem Handgriff ausgebildet, der einen Kanal 214 zur Wasserzuführung und einen parallelen Kanal 215 zum Zuführen von Luft oder eines zweiten Fluides aufweist. Der Körper 212 ist mit auf seinem Umfang verteilten Verteilungsöffnungen 216 versehen, die nach innen und außen durch röhrenförmige Teile 217, 217' verlängert sind. Das Düsenhalteelement 220 weist an den Öffnungen 216 Düsen 224 auf. Eine ringförmige Kammer 225 für Wasser ist zwischen den Teilen 212 und 220 ausgebildet. Eine ringförmige Kammer 223 für Luft oder ein zweites Fluid ist zwischen den Teilen 220 und 226 ausgebildet und steht mit einer Zugangsöffnung 229 in Verbindung, die mit dem Kanal 215 verbunden ist und über einen mit einem Schieber 231 einstückig ausgebildeten Verschluß 230 verstellbar ist. Die Luft in der Kammer 223 wird durch den Kanal 215 infolge des durch die Venturidurchgänge 218 zwischen der Innenwand der Teile 217 und den Düsen 224 erzeugten Unterdrucks angesaugt.
- Die Vorrichtung 200 kann mit einer Hülse 250 an jeder Düse versehen sein, die als Strömungsführung oder Wasserführung fungiert, mit einer Deckschale 252 und falls nötig mit einem unter Druck angebrachten, entfernbaren Verteilungsring 260 mit Öffnungen 262 versehen sein.
- Auch wenn lediglich Verteilvorrichtungen für Brausen beschrieben wurden, die ringförmig angeordnete Verteilungsöffnungen und angeschlossene Venturidurchgänge aufweisen, erstreckt sich der Anwendungsbereich der beiliegenden Ansprüche auch auf Vorrichtungen mit mehreren Verteilungsöffnungen (und entsprechenden Venturikanälen), die beliebig angeordnet sind.
Claims (5)
1. Verteilvorrichtung für Brausen (10; 100; 200) mit
- einem Brausekörper (12; 112; 212) und einem
rohrförmigen Handgriff (13; 113; 213) mit einem
Innenkanal (14; 114; 214) zum Anschluß an eine
Wasserversorgung, wobei der Körper innen hohl ist,
- Verteilungsöffnungen (16; 116; 216), von denen jede
Öffnung von einem nach innen gerichteten Teil (17;
117; 217) umgeben ist,
- einem Düsenhalteelement (20; 120; 220) mit Düsen
(24; 124; 224), wobei das Düsenhalteelement mit
dem Körper (12; 112; 212) eine Kammer (25; 125;
225) für ein erstes Fluid bildet,
- einer Vielzahl von Venturidurchgängen (18; 118; 218),
die zwischen dem äußeren Teil jeder Düse (24; 124;
224) und der Innenwand eines entsprechenden Teils
(17; 117; 217) gebildet und in geringem Abstand
zur Verteilungsquerschnitt der Verteilungsöffnungen
(16) angeordnet sind,
- einer Kappe (26; 126; 226), die mit dem
Düsenhalteelement eine Kammer (23; 123) für ein zweites Fluid
bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Verteilungsöffnungen (16; 116; 216) und die
röhrenförmigen Teile (17; 117; 217) im Körper
ausgebildet sind,
- die Kammer (25; 125; 225) für das erste Fluid mit
der Umgebung über die Venturidurchgänge (18; 118)
verbunden ist,
- die Kammer für das zweite Fluid durch eine Öffnung
(29; 129; 229) mit der Umgebung verbunden und die
Öffnung (29; 129; 229) diametral zu den
Verteilungsöffnungen (16; 116; 216) angeordnet ist,
- die Vorrichtung außerdem einen Stopfen (30) oder
einen gleitfähigen Gewindering (130) oder einen
gleitfähigen Verschluß (230) aufweist, um die Öffnung (29)
variabel schließen zu können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (29) in der Kappe (26) ausgebildet
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (229) im Handgriff (213) ausgebildet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteilungsöffnungen (16; 116; 216) ringförmig
angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Venturidurchgänge in einem Abstand von ca.
10 bis 18 mm von dem Verteilungsquerschnitt befinden.
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