DE68902104T2 - Entlang verkehrswegen zu erstellender schallschutzschirm. - Google Patents
Entlang verkehrswegen zu erstellender schallschutzschirm.Info
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Schallschutzwand zur Errichtung längs einer Verkehrsstraße o.dgl., wobei die Wand eine Stützkonstruktion aufweist, bestehend aus vertikalen Stützen, die regelmäßig im Abstand längs der Wand angeordnet und mit der Erde (dein Erdboden) verbunden sind, und einer Anzahl von Trägern, die sich horizontal zwischen den Stützen erstrecken, wobei die Stützen und die Träger der Halterung von schallabsorbierenden Platten dienen, wobei die eine vertikale Oberfläche jeder der Platten von einem (einer) geschlossenen Feld oder Tafel gehaltert wird und die andere vertikale Oberfläche, welche der Schallquelle zugerichtet oder zugewandt ist, von einer mehr oder weniger offenen Konstruktion gehaltert ist.
- Eine solche Schallschutzwand ist aus NL-A-8 601 015 bekannt. Im Fall dieser bekannten Wand dienen die schallabsorbierenden Platten gleichzeitig als Material, in welchem Pflanzen wachsen. Zu diesem Zweck sind die der Schallquelle zugewandten Flächen der Platten mit perforierten Platten abgedeckt, durch deren Öffnungen die Pflanzen nach außen austreten.
- Ein Nachteil dabei ist, daß die Schallabsorptionsgüteeigenschaften der Platten durch das Vorhandensein der Wurzeln der Pflanzen und durch das notwendige Wasser in den Platten beeinflußt werden. Zudem können die Platten kaum vor atmosphärischen Einflüssen geschützt werden.
- Es macht dabei keinen Unterschied, wenn statt der perforierten Platte ein Netz- oder Gitterwerk verwendet wird, wie dies aus AT-B-385 067 und WO-A-8 401 791 bekannt ist. In beiden Fällen dient das Netzwerk nur zum Einschließen oder Zurückhalten des Materials, in welchem die Pflanzen wachsen.
- Eine andere Art eines Schallschutzschirms ist aus der Europäischen Patentschrift 0 128 245 bekannt. Im Falle dieses bekannten Schirms werden als Pflanzen Weiden(bäume) o.dgl. eingesetzt, die dicht nebeneinander in das Erdreich eingepflanzt werden, so daß sie nach einiger Zeit eine geschlossene Wand bilden.
- Die Höhe einer solchen Wand und ihre Schallabsorptionsfähigkeit sind begrenzt.
- Die Aufgabe der Erfindung ist die Beseitigung dieser Nachteile, und zu diesem Zweck ist eine Wand nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß an der Seite der der Quelle des Schalls zugerichteten (zugewandten) Wand ein Netzwerk vorhanden ist, welches in einem Abstand von der Ebene der Stützkonstruktion angeordnet ist und der Abstützung von wachsenden Pflanzen dient.
- Hierdurch werden die Schallabsorptionsgüteeigenschaften der schallabsorbierenden Platten durch das Vorhandensein der Pflanzen nicht beeinflußt. In erster Linie dienen die Pflanzen dazu, die Stützkonstruktion mit den schallabsorbierenden Platten dem Blick zu entziehen, und die Pflanzen sorgen ferner für ein "Labyrinthwerk", so daß die Reflexion von Schall in hohem Maße verhindert wird.
- Um die schallabsorbierenden Platten vor atmosphärischen Einflüssen zu schützen, sind sie vorzugsweise in einer akustisch offenen Folie eingewickelt.
- Da die schallabsorbierenden Platten als solche eine geringe Festigkeit besitzen, sind sie durch ein Netzwerk an der Seite der Schallquelle und durch gewellte oder gerippte Felder (Tafeln) an der anderen Seite gehaltert.
- Wenn beide Seiten der Wand schallabsorbierend sein müssen, sind die gewellten oder gerippten Felder bzw. Tafeln zwischen zwei schallabsorbierenden Platten anzuordnen, während die gewellten oder gerippten Felder bzw. Tafeln anderenfalls eine Außenseite der Wand bilden.
- In diesem Fall können die gewellten oder gerippten Felder bzw. Tafeln aus Faserzement, Eternit, verzinktem Stahl o.dgl. hergestellt werden.
- Bei der erfindungsgemäßen Wand kann es vorteilhaft sein, wenn das Netzwerk an der Oberseite näher an der Ebene der Stützkonstruktion angeordnet ist als an der Unterseite.
- Je nach dem verfügbaren Raum wird dies allerdings nicht immer möglich sein. Insbesondere weist das Netzwerk eine Maschenöffnungsgröße von 100 - 200 mm auf, so daß es einerseits eine ausreichende Abstützung für die Pflanzen bietet, andererseits aber möglichst wenig die Schallabsorption durch die Wand stört.
- Im folgenden ist die Erfindung in einer Ausführungsform anhand der Zeichnung beschrieben, in welcher zeigen:
- Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung eines (einer) Schallschutzgitters, -schirms bzw. -wand gemäß der vorliegenden Erfindung, in welcher verschiedene Teile weggelassen sind und der Schirm von der Seite der Schallquelle her dargestellt ist,
- Fig. 2 eine schematische perspektivische Darstellung der anderen Seite des Schirms,
- Fig. 3 einen schematischen lotrechten Querschnitt durch eine(n) Schallschutzschirm oder -wand nach Fig. 1 und 2 und
- Fig. 4 einen waagerechten Querschnitt durch einen Teil des Schirms nach Fig. 1 bis 3.
- Der (die) Schallschutzschirm bzw. -wand gemäß der Zeichnung umfaßt die Stützen 1, die mittels einer Betonbasis 2 und nicht näher beschriebenen Einstellmitteln mit dem Erdboden verbunden sind. Die Träger 3 erstrecken sich zwischen den Stützen 1. Halterungen 4 gehen von den Stützen ab und dienen zur Halterung der Holzlatten 5, an denen das zur Abstützung der Vegetation 7 dienende Netzwerk 6 befestigt ist.
- Wie insbesondere aus Fig. 4 hervorgeht, sind gewellte oder gerippte Felder bzw. Tafeln 8 und schallabsorbierende Platten 9 zwischen den Stützen 1 und den Trägern 3 montiert. Die schallabsorbierenden Platten 9 bestehen z.B. aus Platten aus Steinwolle 10, um die herum eine Umhüllung 11 aus akustisch offener Folie angeordnet ist. Die schallabsorbierenden Platten 9 sind an der von dem (der) gewellten oder gerippten Feld oder Tafel 8 abgewandten Seite mittels eines Netzwerks 12 gehaltert.
- Wie sich speziell aus Fig. 4 ergibt, sind die gewellten oder gerippten Felder bzw. Tafeln 8 und die schallabsorbierenden Platten 9 mittels zweiter Winkelprofile 13 und 14 gehaltert, die nahe der Stützen 1 mit Hilfe von Keilen 15 befestigt sind.
- Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch eine(n) Schallschutzschirm oder -wand, der (die) zum Absorbieren des
- Schalls dient, der von einer Quelle kommt, die nur an der einen Seite des (der) Schirrns bzw. Wand, d.h. an der Seite des Netzwerks 12, vorhanden ist.
- Wenn die Wand zum Absorbieren des Schalls von zwei auf beiden Seiten des Schirms vorhandenen Quellen geeignet sein soll, wird eine schallabsorbierende Platte 9 auch an der anderen Seite des (der) gewellten oder gerippten Felds bzw. Tafel 8 mit dagegen anliegendem Netzwerk 12 vorhanden sein.
- Alle diese Möglichkeiten sind jedoch für den Fachmann offensichtlich und bedürfen keiner weiteren Erläuterung. Ebenso ist ersichtlich, daß nur eine mögliche Ausführungsform eines (einer) Schallschutzschirms bzw. -wand gemäß der Erfindung in der Zeichnung dargestellt und oben beschrieben ist, und daß zahlreiche Abwandlungen durchführbar sind, ohne von dem in den Ansprüchen definierten Grundgedanken der Erfindung abzuweichen.
Claims (6)
1. Schallschutzwand zur Errichtung längs einer Verkehrstraße oder dergleichen, wobei die
Wand eine Stützkonstruktion aufweist, bestehend aus vertikalen Stützen (1), die regelmäßig im
Abstand längs der Wand angeordnet und mit der Erde verbunden sind, und einer Anzahl von
Trägern (3), die sich horizontal zwischen den Stützen erstrecken, wobei die Stützen (1) und die
Träger (3) der Halterung von schallabsorbierenden Platten (9) dienen und die eine vertikale
Oberfläche jeder der Platten von einem geschlossenen Feld gehaltert wird und die andere
vertikale Oberfläche, welche der Schallquelle zugerichtet ist, von einer mehr oder weniger offenen
Konstruktion gehaltert ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Seite der der Quelle des Schalls zugerichteten Wand ein Netzwerk (6)
vorhanden ist, welches in einem Abstand von der Ebene der Stützkonstruktion (1, 3) angeordnet
ist und der Abstützung von wachsenden Pflanzen dient.
2. Schallschutzschirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
schallabsorbierenden Platten (9) in einer akustisch offenen Folie (11) eingewickelt sind.
3. Schallschutzschirm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
schallabsorbierenden Planen (9) durch ein Netzwerk (12) an der Seite der Schallquelle und durch
gewellte oder gerippte Felder (8) an der anderen Seite gehalten sind.
4. Schallschutzschirm nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die gewellten oder
gerippten Felder (8) aus Faserzement, Eternit, verzinktem Stahl oder dergleichen hergestellt sind.
5. Schallschutzschirm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Netzwerk (6) dichter an der Ebene der Stützkonstruktion (1, 3') an der oberen
Seite als an der unteren Seite angeordnet ist.
6. Schallschutzschirm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Netzwerk (6) eine Maschenöffnungsgröße von 100 bis 200 mm hat.
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