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DE68902831T2 - Vorrichtung zur trocknung von furnier und sonstigen erzeug- nissen. - Google Patents

Vorrichtung zur trocknung von furnier und sonstigen erzeug- nissen.

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Publication number
DE68902831T2
DE68902831T2 DE1989602831 DE68902831T DE68902831T2 DE 68902831 T2 DE68902831 T2 DE 68902831T2 DE 1989602831 DE1989602831 DE 1989602831 DE 68902831 T DE68902831 T DE 68902831T DE 68902831 T2 DE68902831 T2 DE 68902831T2
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DE
Germany
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drying
product
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ducts
microwave energy
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DE1989602831
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Inventor
Nils Oskar Tore Loeoef
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LOEOEF NILS OSKAR T
Original Assignee
LOEOEF NILS OSKAR T
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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

    Hintergrund der Erfindung
  • Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trocknen von Furnier oder ähnlichen Produkten, die in Form einer Anzahl von Blättern oder Bahnen durch eine Trocknungsanlage, insbesondere der Walzenart, transportiert werden, in der das Produkt mit Hilfe eines Heißluftstroms getrocknet und während seines Durchlaufens durch die Anlage auch einer Mikrowellenenergiebestrahlung ausgesetzt wird, die zum Zwecke des Trocknens ungenügend getrockneter Bereiche über Querleitungen zugeführt wird.
  • Wenn die Blätter, die ziemlich dünn sind und typischerweise eine Dicke von nur einigen wenigen Millimetern aufweisen, den Walzentrockner verlassen haben, werden sie einer Mehrfachöffnungspresse zugeführt, bei der auf jeder Pressenebene eine Anzahl von Blättern aufeinander gelegt und verleimt werden, um eine Sperrholzplatte zu bilden. Der Klebevorgang findet bei einer erhöhten Temperatur statt.
  • Wenn die Holzblätter nur mit Heißluft getrocknet werden, so werden sie teilweise ungenügend getrocknet und weisen somit beim Verlassen des Trockners Zonen mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt auf. Abschnitte, die solche Zonen enthalten, müssen nachgetrocknet werden, bevor das Blatt der Presse zugeführt werden kann. Die hohe Verfahrenstemperatur in der Klebepresse bedeutet, daß das in diesen feuchten Zonen eingeschlossene Wasser in Dampf umgewandelt wird. Wenn eine Sperrholzplatte die Presse verläßt, ist sie keinem weiteren äußeren Druck ausgesetzt, der das Wasser eingeschlossen hält. Folglich dehnt sich der Dampf aus, so daß eine oder mehrere der Blattlagen in der Sperrholzplatte zerreißen und das Brett Ausschuß wird. Bei den Trocknungseinrichtungen nach dem Stand der Technik tritt dieses physikalische Phänomen so häufig auf, daß der Ausschußprozentsatz unangenehm hoch wird. Der Grund dafür liegt darin, daß man - trotz der Feuchtigkeitskontrolle und dem oben erwähnten Nachtrocknen - nicht sicher davon ausgehen kann, daß die feuchten Zonen nicht in die Presse gelangen.
  • Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein vollständigeres Trocknen durch selektive Konzentration der Mikrowellenenergie auf die feuchten Bereiche vorzusehen. Daraus ergibt sich eine drastische Verringerung des Ausschußprozentsatzes.
  • Die Furnierblätter haben eine rechteckige Form und werden dadurch hergestellt, daß man Holzblöcke einem Dreharbeitsvorgang unterzieht. Die Holzfasern werden dann parallel zu den kurzen Seiten des Rechtecks ausgerichtet. Wenn der Drehmeißel das Schneiden so ausgeführt hat, daß die Enden einer Faser nicht in der Ebene des Blattes liegen, wird das in der Faser enthaltene Wasser automatisch darin eingeschlossen. Folglich bilden eine Vielzahl solcher Fasern eine feuchte Zone, die sich quer zu der Richtung erstreckt, in der das Blatt durch den Trockner transportiert wird. Der Abstand zwischen solchen Bereichen kann zwischen einigen Zentimetern und mehreren Dezimetern variieren. Es sei jedoch beachtet, daß auch die Flächen zwischen diesen Bereichen Wasser enthalten, dessen Vorhandensein aber nicht gleich kritisch ist. Ein Restbetrag an Wasser, der durch ungenügendes Trocknen bedingt ist, ist aber unter allen Umständen unerwünscht, schon allein aus dem Grund, weil dies einen Mangel an Homogenität in dem Produkt bedeutet.
  • Deshalb liegt eine weitere Aufgabe der Erfindung darin, es zu ermöglichen, daß nicht nur der Wassergehalt in den Furnierblättern verringert wird, die die Presse verlassen, sondern auch daß der restliche Betrag an Wasser in dem Blatt verteilt wird, damit das Blatt vom Gesichtspunkt der Feuchtigkeit aus als homogen betrachtet werden kann.
  • Inhalt der Erfindung
  • Die oben erwähnten sowie weitere Aufgaben der Erfindung sind in der Art gelöst worden, daß die Mikrowellenenergie nur innerhalb der stromabwärtigen Abschnitte des Trockners und in der Form von Multiresonanzen in den Leitungen zugeführt werden. Es wird bewirkt, daß das Produkt außerhalb der Leitungen, aber nahe den Leitungsauslaßöffnungen vorbeibewegt wird, die so dimensioniert und angeordnet sind, daß sie sich in der Längsrichtung der Leitungen teilweise überlappen, um zu bewirken, daß das Nahfeld der Mikrowellenergie, die durch diese austritt, im wesentlichen die gesamte Produktoberfläche abdeckt, aber daß sie hauptsächlich nur durch die Öffnungen abgezapft wird, an denen die ungenügend getrockneten Bereiche vorbei bewegt werden, wobei die maximale Abmessung dieser Öffnungen etwa die Hälfte einer freien Mikrowellenlänge oder weniger ist.
  • Es sei bereits hier darauf hingewiesen, daß der verwendete physikalische Mechanismus, nämlich die Tatsache, daß die Absorption von Mikrowellenenergie bei einem feuchten Zelluloseprodukt in dem Wasser innerhalb des Materials am größten ist, an sich bereits bekannt ist. Die nächsthöchste Absorption tritt bei Substanzen auf, die OH-Radikale enthalten, an erster Stelle bei Lignin und Harz, wohingegen nur ein kleiner Teil der Wärmeerzeugung in dem eigentlichen Holzmaterial stattfindet. Eine Beschreibung der Verwendungsweise dieses Mechanismus kann z.B. in der SE-A-423931 gefunden werden. Aber im Vergleich zu der in diesem Patent offenbarten Erfindung und im Vergleich zu anderen bekannten Anwendungen des Mikrowellentrocknens von Zelluloseprodukten zeigt die vorliegende Erfindung mehrere einzigartige und spezielle Charakteristiken. Diese werden im folgenden genauer beschrieben, aber es sei bereits hier die Aufmerksamkeit auf einen wichtigen Unterschied zu dem oben genannten Patent gelenkt, nämlich auf die Tatsache, daß es sich hierbei auf das Trocknen innerhalb einer geschlossenen Trockenkammer bezieht, also auf ein diskontinuierliches Verfahren, wohingegen sich die vorliegende Erfindung, wie dies aus dem bereits Gesagten deutlich wird, auf das Trocknen von Produkten bezieht, die durch eine Trocknungsmaschine transportiert werden, also auf ein kontinuierliches Verfahren. Zusätzlich zu dem Unterschied bezüglich kontinuierlich/diskontinuierlich liegt ein zweiter wichtiger Unterschied darin, daß die Produkte nicht innerhalb eines geschlossenen Raumes, der direkt an den Mikrowellengenerator angeschlossen ist, einer Mirkowellenenergie ausgesetzt werden, sondern in einem Bereich außerhalb der Feldverteilungsstruktur.
  • In der US-A-3 622 733 ist ein Trocknungsprozeß vorgeschlagen, bei dem sowohl Heißluft als auch Mikrowellen verwendet werden. Die entsprechende Vorrichtung, die mit herkömmlichen Mäanderwellenleitern versehen ist, kann aber das Feldmuster, das mit Hilfe der vorliegenden Erfindung erhalten werden kann, nicht erzeugen. Auch die Betriebskosten sind bei dieser Vorrichtung nach dem Stand der Technik so hoch, daß es für die praktische/kommerzielle Verwendung uninteressant ist. Der Grund dafür liegt darin, daß das Trocknen in einem sehr beträchtlichen Ausmaß mit Hilfe der Mikrowellenenergie ausgeführt wird, wozu eine große Menge an Energie notwendig ist. Im Gegensatz dazu wird bei der vorliegenden Erfindung dieses Trocknungsverfahren in einer selektiven Art und Weise verwendet. Das bedeutet, daß das Verfahren - in den stromabwärtigen Bereichen des Trockners - nur zum Zwecke des Trocknens der "feuchten Stellen" verwendet wird, die von den Heißluftbereichen des Trockners während des Durchlaufs des Materials dort hindurch nicht gemeistert worden sind.
  • Genaue Beschreibung der Erfindung
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden genauer beschrieben, wobei Bezug auf die beigefügten Zeichnungen genommen wird.
  • Fig. 1 ist eine perspektivische Darstellung eines Abschnitts eines Walzentrockners zum gleichzeitigen Trocknen einer Vielzahl von Holzfurnierbahnen, in dem vorliegenden Fall vier Bahnen, die übereinander zugeführt werden.
  • Fig. 2 zeigt eine bevorzugte Anordnung der Öffnungen in den Seiten der Heißluftleitungen, die dem Produkt während der Behandlung gegenüberliegen.
  • In Fig. 1 ist der Ausgangsabschnitt eines Walzentrockners mit einem Gehäuse 1 dargestellt, von dem ein Teil entfernt worden ist, um den Aufbau der inneren Bauteile zu zeigen. Die Bezugszeichen 2 und 3 beziehen sich jeweils auf Leitungsrohre für den Einlaß und den Auslaß von Heißluft. Vier Furnierblätter 4 werden übereinander zwischen Paaren von Walzen 5 transportiert. Quer zu der Zuführrichtung F erstreckt sich eine Vielzahl von Leitungen 6, denen Heißluft von dem Einlaß zugeführt wird, der durch eine Trennwand 7 von dem restlichen Raum in dem Gehäuse abgeschirmt ist. Die Heißluft fließt axial durch die Leitungen. Eine Anzahl dieser Leitungen - nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind immer die Leitungen in jeder dritten vertikalen Spalte dargestellt - sind an ihren Enden mit Magnetronen 8 versehen, die über die Boxen 9 Mikrowellenenergie liefern. Jede dieser Boxen ist luftdicht an einer der Leitungen an deren Einlaßende angeschlossen. Wie dargestellt ist, sind die Boxen perforiert, um den Lufteintritt zuzulassen. Aber diese Löcher sind so klein, daß die Mikrowellen durch diese nicht austreten können. Dementsprechend treten innerhalb jeder mit einem Magnetron ausgestatteten Leitung zwei Medien auf, nämlich heiße Trocknungsluft und Mikrowellen. Die Leitungsauslaßenden werden abdichtend mit einer Austrittskammer verbunden, die in der gleichen Art wie das Einlaßende durch das Vorsehen einer Trennwand 10 innerhalb des Gehäuses 1 gebildet wird. Aus dieser Austrittskammer tritt die Luft durch das Leitungsrohr 3 aus, nachdem sie zuerst Öffnungen in den Leitungsböden und -oberseiten in Richtung auf die Blätter 4 hin passiert hat, um diese zu trocknen. Die obere und die untere Leitung in jeder magnetronausgestatteten Spalte weist jeweils eine geschlossene Oberseite bzw. einen geschlossenen Boden auf, und ihre Höhe beläuft sich auf nur etwa die Hälfte der Höhe der eingreifenden Leitungen, da sie jeweils nur eines der Blätter 4 versorgen.
  • Innerhalb der Leitungen tritt die Mikrowellenenergie in Form von stehenden Wellen auf. Dieses Resonanzphänomen tritt aufgrund einer geeigneten Dimensionierung der Leitungen auf, auf die im folgenden noch eingegangen werden wird.
  • Fig. 2 zeigt nur zur Veranschaulichung eine Anordnung der Öffnungen 11 für Luft und Mikrowellen, in diesem Fall mit einem Fischgrätenmuster. Diese Anordnung, die an sich zum Stand der Technik gehört, hat den Vorteil, daß aufgrund der teilweisen Überlappung in der Längsrichtung der Leitungen, d.h. quer zu der Transportrichtung der Blätter 4, jeder Blattoberflächenbereich den Mikrowellen ausgesetzt sein wird. Nach einem typischen Ausführungsbeispiel kann die Größe der Öffnungen etwa 20x9 mm betragen. Entsprechende Resultate können auch mit Öffnungen mit einer T- oder einer L-Form erzielt werden.
  • Die zentralen Charakteristiken der Erfindung können in der folgenden Art und Weise zusammengefaßt werden.
  • Es ist bereits darauf hingewiesen worden, daß es sich bei dem Verfahren um ein kontinuierliches Verfahren handelt, was bedeutet, daß die Ladung kontinuierlich relativ zu der Zuführungseinrichtung bewegt wird. Aber trotz dieser Bewegung kann die Ladung als konstant betrachtet werden, da in jedem willkürlichen Längsabschnitt des Furnierblatts, in der Transportrichtung gerechnet, die Breite, die Dicke und die strukturellen Eigenschaften, einschließlich des Feuchtigkeitsgehalts, gleich sind und die Transportgeschwindigkeit konstant gehalten wird.
  • Im Gegensatz zu sowohl den diskontinuierlichen Verfahren, bei denen die Ladung prinzipiell stationär in einer großen Kammer plaziert ist und das Feldmuster eher als lastabhängige Feldvariationen denn als Resonanzen beschrieben werden könnte, die durch die Raumkonfigurationen bestimmt sind, als auch im Gegensatz zu den kontinuierlichen Verfahren, bei denen die Ladung durch eine Tunnelzuführungseinrichtung wandert, liegt eine wichtige Charakteristik der Erfindung darin, daß sich die Ladung außerhalb der Zuführungseinrichtung befindet. Tatsächlich kann der letztere sowohl als Zuführungseinrichtung sowie auch als Wellenleiter betrachtet werden.
  • Andererseits muß sich die Ladung nahe den Zuführeinrichtungs- Mikrowellenenergie-Auslaßöffnungen befinden. Der Grund dafür liegt darin, daß die Dielektrizitätskonstante der Ladung, bzw. ihr "Brechnungsindex", größer als 1 ist. Je feuchter die Ladung ist, desto größer ist ihr Brechungsindex, was bedeutet, daß die Wellen komprimiert und die Wellenlänge etwas verringert wird. Folglich bedeutet der hohe Feuchtigkeitsgehalt, der gleich einer hohen Dielektrizitätskonstante ist, eine hohe Absorption an Mikrowellenenergie in der Ladung, und dies auch dann, wenn die Öffnungen in der Wand der Zuführungseinrichtung relativ klein sind. Mit anderen Worten, die Lage der Ladung sollte so sein, daß die Energieübertragung im Nahfeld stattfindet.
  • Eine damit zusammenhängende Bedingung ist, daß die Dicke der Ladung in der Ausbreitungsrichtung der Mikrowellen, d.h. senkrecht zu der Ladungstransportrichtung, klein sein sollte. Auf jeden Fall sollte die Dicke geringer als etwa die Hälfte einer Wellenlänge sein, damit die Nahfeldbedingung erfüllt ist.
  • Wie bereits erwähnt worden ist, liegt ein weiterer wichtiger Unterschied im Bezug zum Stand der Technik darin, daß nach der vorliegenden Erfindung die Ladung einer sehr hohen Leistungsdichte ausgesetzt ist. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Dicke der Ladung ist es ein logischer Schritt, die Leistungsdichte eher hinsichtlich der Oberflächeneinheiten als hinsichtlich der Volumeneinheiten zu betrachten, und ein typischer Wert wird dann bei 100 W/dm² liegen. Wenn dieser Wert mit den Werten des Standes der Technik von 20-100 W/kg verglichen wird, wird das Verhältnis bei etwa 10³ liegen. Bei einer Anlage der hier diskutierten Art, die zum Trocknen von Furnierbahnen verwendet wird, könnte sich die Anzahl der Leitungen auf etwa 800 belaufen, wobei in diesem Fall die gesamte, als Heißluft zugeführte Wärmeleistung entsprechend den 5-10 kW pro Leitung 6 MW sein kann. In den auch mit Mikrowellenenergie versorgten Leitungen kann dies bis zu etwa 50% der Heißluftleistung betragen, z.B. 3 kW für eine einzelne Leitung und 5 kW für eine Leitung, die an beiden Seiten (oben und unten) mit Auslaßöffnungen versehen ist.
  • Die Leitungen sind als eine Funktion der Wellenlänge, normalerweise mit 12 cm, und zur Erzeugung eines Feldmusters dimensioniert, das in der Längsrichtung der Leitung homogen ist. Wie aus dem bereits oben Gesagten deutlich wird, bedeutet das, daß sich das gesamte Feld aus einer Vielzahl von stehenden Wellen zusammensetzt.
  • Wenn die Leitungen, was normalerweise der Fall ist, einen rechteckigen Querschnitt aufweisen, sollte im Hinblick auf einen optimalen technischen Arbeitsvorgang nicht mehr als eine der zwei Abmessungen Breite und Höhe kleiner als eine Wellenlänge sein, also etwa 12 cm. Außerdem ist die Anzahl der Resonanzen, oder der stehenden Wellen (Stehwellen), umgekehrt proportional zu dem Leitungsvolumen. Oberhalb des ungefähren Wertes 0,1 m³ sind diese Probleme unbedeutend. Wenn die Leitungshöhe 36 cm und die Leitungsbreite 12 cm betragen, entspricht dieses Volumen einer Leitungslänge von etwa 3 m, was die Bedingungen, die bei einem Walzentrockner gegeben sind, angemessen erfüllt.
  • In bezug auf die Leitungsauslaßöffnungen für Heißluft und Mikrowellenenergie ist bereits erwähnt worden, daß im Hinblick auf diese beiden Ströme einer prinzipiell danach strebt, in der Längsrichtung Homogenität oder einen Nullgradienten zu erhalten. Die Luft kann durch einen kontinuierlichen Längsschlitz austreten, der in der Strömungsrichtung divergiert. Die Leitungen können z.B. aus Aluminium bestehen, wobei dieses Material beide Ströme begrenzt. Eine Verringerung des gesamten Luftauslaßbereichs kann dadurch erreicht werden, daß die benachbarten Wände z.B. aus Teflon sind, das Mikrowellenenergie durchläßt, aber nicht die Luft, und das der innewohnenden Temperatur von etwa 200ºC standhalten kann. Die Anzahl, die Größe und die Positionen der Mikrowellenenergieauslaßöffnungen müssen im allgemeinen für jeden aktuellen Fall bestimmt werden. Die abgegebene Mikrowellenenergie, wie durch die Zuführungseinrichtungs-"Verluste" gesehen, muß so klein gehalten werden, daß der Q-Wert, d.h. das Verhältnis zwischen der Schwingungsenergie und der Verlustenergie, nicht zu gering wird. Normalerweise liegt er zwischen 100 und 40. Es kann sich als notwendig erweisen, das Öffnungsmuster entlang der ganzen Ausbreitungsrichtung der Wellenenergie, d.h. der Längsrichtung der Leitung zu optimieren, aber in anderen Fällen können alle Öffnungen identisch sein. Aber in diesem Zusammenhang muß eine Bedingung erfüllt werden, nämlich, daß die Konfiguration und die Größe der Öffnungen so ausgewählt werden müssen, daß die Strahlung ganz sicher jeden Punkt der vorbeitransportierten Ladung trifft. Zu diesem Zweck können die Öffnungen wie Schlitze ausgebildet sein, die in einem Fischgrätenmuster oder je nach den verschiedenen gegebenen Polarisationsrichtungen in einer anderen Art und Weise angeordnet sind, z.B. in einer gegebenen T- oder L-Konfiguration.
  • Einfachheitshalber ist vorgeschlagen worden, daß die Zufuhr von Mikrowellenenergie zu den Leitungen nur an dem einen Leitungsende stattfindet, wobei auch stillschweigend inbegriffen ist, daß ein Mikrowellengenerator in der Form eines oder mehrerer Magnetronen oder dergleichen mit jedem dieser Leitungen verbunden ist. Aber keines dieser beiden Kriterien stellt eine Charakteristik der vorliegenden Erfindung dar. Jede Leitung kann von zwei oder mehreren Mikrowellengeneratoren gespeist werden, und umgekehrt kann ein Generator mehrere benachbarte Leitungen speisen. Außerdem kann die Mikrowellenenergie an beiden Leitungsenden zugeführt werden, wobei die Leitungskupplung so vorgenommen ist, daß sich die stehenden Wellen nicht decken, aber, was die Position betrifft, gegenseitig phasenversetzt sind, wodurch das Feldmuster so homogen wie möglich wird.
  • Wenn als Beispiel einer der zwei Wellenleiter in einem geometrischen Sinn um 90º gedreht wird, werden zwei verschiedene Resonanzfeldkombinationen erzeugt. Man kann auch einen Zeitunterschied zwischen den Felderregungen durch die Verwendung eines Dreiphasen-Systems erhalten, das eine modulierte Halbwellengleichrichtung gibt, damit jeder Generator nur dann erregt wird, wenn die anderen beiden passiv, also untätig sind.

Claims (2)

1. Vorrichtung zum Trocknen von Furnier oder ähnlichen Produkten, die als Blätter (4) oder Bahnen eine Trocknungsanlage, insbesondere eine Walzentrocknungseinrichtung durchlaufen, in der das Produkt durch einen Heißluftstrom getrocknet wird, wobei Mittel (8) während des Passierens des Produkts durch die Anlage angeordnet sind, um das Produkt auch mit Mikrowellenenergie zu bestrahlen, die durch Querleitungen (6) zum Zwecke des Trocknens ungenügend getrockneter Bereiche in dem Produkt zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (8) angeordnet sind, um die Mikrowellenenergie nur in den Ausgangsendabschnitten der Vorrichtung und in Form von Multiresonanzen in den Leitungen zuzuführen, wobei bewirkt wird, daß das Produkt außerhalb der Leitungen (6), aber nahe den Leitungsauslaßöffnungen (11) vorbeibewegt wird, die so dimensioniert und angeordnet sind, daß sie sich in der Längsrichtung der Leitungen teilweise überlappen, um zu bewirken, daß das Nahfeld der Mikrowellenenergie, die durch diese austritt, im wesentlichen die gesamte Produktoberfläche abdeckt, aber daß sie hauptsächlich nur durch die Öffnungen abgezapft wird, an denen die ungenügend getrockneten Bereiche vorbei bewegt werden, wobei die maximale Abmessung dieser Öffnungen (11) etwa die Hälfte einer freien Mikrowellenlänge oder weniger ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (11) durch Schlitze gebildet werden, die in einem Fischgrätenmuster angeordnet sind oder eine T- oder L-Form aufweisen.
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