DE687020C - Kreiselvorrichtung - Google Patents
KreiselvorrichtungInfo
- Publication number
- DE687020C DE687020C DE1932S0102915 DES0102915D DE687020C DE 687020 C DE687020 C DE 687020C DE 1932S0102915 DE1932S0102915 DE 1932S0102915 DE S0102915 D DES0102915 D DE S0102915D DE 687020 C DE687020 C DE 687020C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- axis
- gyro
- pressure medium
- nozzles
- rotor
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 claims description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 3
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 2
- 230000001133 acceleration Effects 0.000 description 1
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 1
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 1
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 1
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 230000003993 interaction Effects 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C19/00—Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
- G01C19/02—Rotary gyroscopes
- G01C19/34—Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C19/00—Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
- G01C19/02—Rotary gyroscopes
- G01C19/025—Gyroscopes functioning for short periods
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01C—MEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
- G01C19/00—Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
- G01C19/02—Rotary gyroscopes
- G01C19/34—Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes
- G01C19/38—Rotary gyroscopes for indicating a direction in the horizontal plane, e.g. directional gyroscopes with north-seeking action by other than magnetic means, e.g. gyrocompasses using earth's rotation
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10T—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
- Y10T74/00—Machine element or mechanism
- Y10T74/12—Gyroscopes
- Y10T74/1229—Gyroscope control
- Y10T74/1232—Erecting
- Y10T74/1239—Erecting by jet
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10T—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
- Y10T74/00—Machine element or mechanism
- Y10T74/12—Gyroscopes
- Y10T74/1282—Gyroscopes with rotor drive
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Radar, Positioning & Navigation (AREA)
- Remote Sensing (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Gyroscopes (AREA)
Description
DEUTSCHIS REICH
AUSGEGEBEN AM
20, JANUAR 1940
20, JANUAR 1940
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE-42c GRUPPE
S .102915 IXbJ42c
HO
Kreiselvorrichtung
Patenterteilung bekanntgemacht am 21. Dezember 1939
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf einen durch Druckmittelstrahlen angetriebenen Kreisel mit
drei Freiheitsgraden, der beim· Abweichen seiner Umlaufachse aus einer bestimmten
Richtung durch Präzessionskräfte zurückgestellt wird, welche durch Drehmomente um
eine senkrecht zur Umlaufachse verlaufende -Empfindlichkeitsachse erzeugt werden;
Es ist bekannt, das Kippen eines Kreiselläufers, welches beispielsweise durch Erschütterungen,
Lagerreibung oder nicht ganz einwandfreie Auswuchtung verursacht sein kann,
durch von Drückmittelstrahlen ausgeübte Korrektionsmomente zu verhindern. Für
diesen Zweck wird beispielsweise eine ■ die Kreiselabluft steuernde Pendelvorrichtung
vorgesehen.
Nach' der Erfindung werden die Drehmomente, welche die den Kreiselläufer beim
Abweichen seiner Umlauf achse zurückstellenden Präzessionskräfte erzeugen, durch Abschirmung oder Umlenkung der den Kreisel
antreibenden Druckmittelstrahlen erzeugt. Der Vollständigkeit halber sei bemerkt, daß bereits
der Vorschlag gemacht wurde, die zum Antrieb des Kreiselläufers dienenden Druekmittelstr-ahlenauch
zu dessen Aufrichtung zu benutzen. Nach diesem Vorschlag ist die angestrebte
Wirkung jedoch infolge Zugrunde-
"legens falscher Voraussetzungen nicht erzielbar.
. · ■
In Ausbildung der Erfindung wird das rückstellende Drehmoment dadurch erzeugt,
daß beim Abweichen der Kreiselumlauf achse eine Schirmplatte in den Weg des antreibenden
Druckmittelstrahles tritt. Statt dessen kann der Kreiselläufer, einen mitumlaufenden
Umlenkring erhalten, auf den der Antriebsluftstrahl auftritt.
Weitere'Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und werden an Hand
.der Beschreibung mehrerer Ausführungsbedspiele näher erläutert.
Abb. ι ist ein lotrechter Schnitt durch einen luftgetriebenen Richtkreisel.
Abb. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie 2-2 .der Abb. 1.
In Abb. 3 sind die Luftdüsen mit Schirm-.platte
bei Neigung des Kreiselläufers ver-'größert dargestellt. ■ _- ■
Abb: 4 zeigt im Schnitt eine andere Luft-■düsenausbildung.
Abb. 5 ist ein lotrechter Schnitt entsprechend dem der Abb. 2 durch eine andere
Äusführungsform des Kreiselgerätes.
Abb. 6 gibt die Ansicht eines Kreiselläufers
für das Zusammenwirken · mit einer Einzeldüse wieder. - - - ■ - .- .-.·..·
Abb. 7 ist ein Schnitt durch eine Ausführung,
bei der ein Pendel zur Abschirmung der Antriebsluft dient.
Abb. 8 ist ein Schnitt durch ein Gerät mit lotrechter Kreiselumlaufachse.
Abb. 9 zeigt die Einzeldarstellung eines
Teiles der Abb. i.
Es wird zunächst auf die Abb. ι bis· 3 Bezug
genommen. Der Kreisel sitzt in einem to Gehäuse i, das mit einem Schauglas 2 .versehen
ist und rückseitig eine: Öffnung 3 besitzt,
vor der Drahtgaze angebracht ist und durch welche die Abluft des Kreiselantriebes entweichen
kann. In dem Gehäuse ist mit lotrechter Achse 4, 5 der Kardanrahmen 6 gelagert,
der auf waagerechten Zapfen 8, 9 den Kreiselumlauf achsenträger 7 trägt. Der Kreiselläufer
10 ist mit waagerechter Achse 11 im Umlaufachsehträger 7 gelagert, wobei die
ao Achse 11 rechtwinklig zur Achse 8, 9 liegt.
Der Kreiselläufer ist an seinem Umfang mit Schaufeln 12 versehen, so daß er durch
einen oder mehrere Luftstrahlen'in bekannter Weise vermöge Überdruck oder Unterdruck
angetrieben werden kann. Die Zeichnung zeigt Überdruckantrieb. Die Luft wird durch
einen nicht gezeichneten Schlauch zur Schlauchkupplung 13 geleitet und strömt durch Kanäle
14 in der Hülse 15 in den Raum 16 der äußeren
Hülse 17 des Kardanrahmens und dann durch
den Kanal 18 in mehrere Kanäle 19, die zu
den Düsen 20, 21 führen.
Bei dem dargestellten Gerät finden zwei nebeneinander in gleicher Höhe etwas oberhalb
der durch die Zapfen 8, 9 gelegten Ebene angeordnete Düsen Verwendung, deren Strahlen
die Bodenfiäche der Schaufeln etwa in der' Höhe der waagerechten Zapfenebene 8, 9
treffen. Bei solcher Düsenanordnung wird auch dann ein wirksamer Antrieb erzielt,
wenn vorübergehend zwischen dem Kreisel-. , läufer und dem Kardanrahmen eine große
■ Relativbewegung besteht. Die beiden Düsen sind von der lotrechten Mittelebene des
Kreiselläufers gleich weit entfernt angeordnet. Zwischen dem- Läufer und den Düsen
sitzt eine Schirmplatte22. Bei Befestigung der ■ Düsen am lotrechten Ringe sitzt die Schirmplatte am Umlauf achsenträger 7, so daß sie
dessen Bewegungen mitmacht. Die Schirmplatte hat einen Schlitz 23, dessen obere
Schneide sich bei waagerechter Lage des Um- . laufachsenträgers 7 ebenfalls waagerecht und
somit parallel zu den beiden Düsenöffnungen :
befindet, vorzugsweise in gleicher Höhe oder ■■
ein wenig unterhalb des oberen Teiles der Düsen (Abb. ι und 2). Bei Neigung des Umlaufachsenträgers 7 gegen den Kardanrahmen 6
bekommt die Schneide des Schlitzes eine .60 Schräglage und fängt den ganzen Luftstrom
der einen Düse oder den größten Teil davon
ab (Abb. 3). Hierdurch entsteht eine Rückwirkung des abgefangenen Strahles an der
Schirmplatte 22, deren Hauptkomponente waagerecht gerichtet ist. Da die Düse auf
einer Seite der durch die beiden Kardanachsen gelegten lotrechten Ebene liegt, ergibt
sich ein Drehmoment um die lotrechte Achse des Kardanrahmens 6, wodurch eine Präzession
"des Kreisels um seine waagerechte Kardanachse 8, 9 verursacht und die Kreiselumlaufachse
in ihre waagerechte Lage zurückgeführt wird. ' Bei' Neigung in entgegengesetzter
Richtung kehrt sich das Drehmoment entsprechend um.
Der nicht abgeschirmte Strahl treibt den" Läufer 12 weiterhin an, ohne ein merkliches
Drehmoment um die lotrechte Kardanachse auszuüben, weil bei Neigung des Umlaufachsenträgers
7 der nicht abgeschirmte Strahl etwa in der Mitte auf den Boden der Schaufeln auftrifft. Falls die Wirkung der beschriebenen
Anordnung mit parallelen Düsen nicht ausreichend ist, können die Düsen etwas geneigt werden, wie bei 20', 21' in Abb. 4
gezeigt ist. Durch diese Maßnahme werden dieStrahlen stets nach der Mitte des Schaufelbodens
gerichtet, und es kann von dem nicht abgefangenen Antriebsstrahl kein präzessions- "
auslösendes Drehmoment ausgeübt werden. go
Die Abb. 5 und 6 zeigen, wie das berichtigende Drehmoment ohne die Verwendung
einer Schirmplai^te erzielt werden kann. In diesem Fall erstrecken sich die Schaufeln
12 nicht über die ganze Zylinderfläche des
Kreiselläufers, sondern sind durch beiderseits vorgesehene Umlenkringe 24, 25 begrenzt
(Abb. 5) oder durch einen einzigen Umlenkring
26 in der Mitte des Läufers unterteilt
(Abb. 6).
Nach Abb. 5 treffen beide Strahlen während des normalen Betriebes bei lotrechtem
Läufer nur den, Boden der Schaufeln., und es wird nur eine geringe oder gar keine Rückwirkung
auf die den Läufer begrenzenden Ringe ausgeübt. Neigt sich dieser aber z. B. im Uhrzeigersinn, so übt der Strahl der
Düse 20 auf den Seitenflansch 24 ein Drehmoment aus, das um die lotrechte Kardanachse
derart wirkt, daß es diese Seite des Läufers relativ zur Päpierebene nach hinten
zu drehen versucht. Auf Grund dieses Drehmomentes präzediert der Kreisel um seine
waagerechte Achse und wird infolge dieser Präzessionsbewegung in seine Normallage
zurückgeführt. Entsprechend wirkt bei Neigung des Läufers in der entgegengesetzten
Richtung der Strahl 21 auf den Umlenkring und führt den Kreisel wieder in die Normalstellung zurück. Infolge der Anordnung
der Düsen in der Nähe der Umlenkrihge wird eine sehr empfindliehe Steuerung erzielt und
ein Abweichen des Kreisels aus seiner Normallage um mehr als einige wenige Grade
verhindert, so daß er stets in der günstigsten. Lage für höchste Richtkraft und geringste
Störung durch das Rollen und Stampfen des Luftfahrzeuges gehalten wird.
Besitzt der Läufer die Form nach Abb. 6, so kann eine einzige Düse verwendet werden,
deren Strahl auf den mittleren Ring 26 trifft und von ihm geteilt wird. Solange die Kreiselumlaufachse
waagerecht steht, wird nur ein Antriebsmoment auf den Läufer ausgeübt. Bei Relativneigung des Läufers gegen den
lotrechten Ring entsteht außerdem ein seitliches Drehmoment an dem Ring 26 in ähnlicher
Weise, wie es auf die Umlenkringe 24, 25 der Abb. S zur Einwirkung gelangt.
Um zu verhindern, daß die Erddrehung Auswanderungen im Azimut hervorruft, kann
eine, einstellbare Masse 27 (Abb. 5) auf einen Ansatz des Ringes 7 geschraubt sein. - Durch
Einstellung dieser Masse entsprechend der geographischen Breite kann in bekannter
Weise ein Auswandern des Kreisels vermieden werden.
Auf diese Weise wird ein Richtkreisel geschaffen, der seine Einstellung über längere
Zeitspannen beibehält und auch bei Kurvenflug und anderweitig auftretenden Beschleunigungen
verwendungsfähig bleibt, wenn ein Magnetkompaß oder Erdinduktorkompaß ausfällt.
Nach dem Abstellen des Kreisels kann dieser in bekannter Weise durch die glockenförmige
Fangeinrichtung 40 verriegelt werden, indem der am Umlaufachsenträger sitzende Zentrierstift festgelegt wird. Zur Betätigung
der Feststellvorrichtung -kann ein Hebel 41 vorgesehen sein.
Ein Kreiselgerät der bisher beschriebenen Art kann als Kursanzeigegerät oder Steuergeber
für eine selbsttätige Steuerung von Luftfahrzeugen Verwendung finden. Für Steuerzwecke können unten am Kreisel Kontakte
angebracht sein, die mit Kontaktrollen 34 zusammenwirken, welche an einem gegenüber
dem Gehäuse durch Rückführkabel 36 verstellbaren Teil 35 gelagert sind. Diese Kontaktanordnung bildet nicht den Gegenstand
der Erfindung.
Eine Kursänderung oder Berichtigung des Kreisels bei Abweichungen kann in an sich
bekannter Weise durch zwei Spulen 37, 38 (vgl. Abb. i, 2 und 9), die am Kardanrahmen
sitzen, erfolgen. Die mit den Spulen zusam-
menarbeitenden bogenförmigen Kerne 37', 38' sind an einem Arm 60 des Umlaufachsenträgers
7 befestigt (Abb. 9). Durch Erregung der einen oder anderen Spule kann ein Drehmoment
um die waagerechte Kardanachse aus-
geübt und somit eine Präzession im Azimut in der gewünschten Weise herbeigeführt werden.
Es besteht also die Möglichkeit, den Kreisel sowohl bezüglich der lotrechten als
auch der waagerechten Kardanachse zu berichtigen.
In Abb. 7 ist eine Ausführungsform der Erfindung gezeigt, bei der die Lagerung der
Düsen und der Schirmplatte vertauscht ist, -indem die Düsen an dem Kreiselumlaufachsenträger
angebracht sind, während die Abschirmplatte am Kardanrahmen sitzt. Hierbei ist die Schirmplatte 42 um eine Achse 43
pendelnd gelagert, die oberhalb der Achse 8', 9' des Umlaufachsenträgers 7' parallel zu dieser
liegt. Die Luftzuführung zu den beiden Düsen 20' erfolgt, über einen Kanal 18' und
den Hohlzapfen 9'." Die beiden Düsen sitzen wiederum beiderseits der lotrechten Kreiselmittelebene, und der Schlitz 23' in der Pendel-
platte 42 besitzt -wiederum eine Schneide, die den einen der beiden Luftstrahlen abschneidet,
wenn eine Relativneigüng zwischen Umlaufachsenträger
und Pendel auftritt. Die Ausübung des Drehmomentes erfolgt in ganz entsprechender Weise wie bei der Ausführung
nach Abb. 1.
Dk Anwendung der Erfindung ist nicht auf Richtkreisel beschränkt, wie die in Abb. 8 des
weiteren dargestellte Ausführungsform zeigt, welche ein Kreisellot oder einen künstlichen
Horizont veranschaulicht. Der Kreiselläufer ist mit normalerweise lotrechter Umlaufachse
50 in einem Gehäuse 51 gelagert, das seinerseits um eine waagerechte Achse 52 im Kardanrahmen
53 schwenkbar ist. Der Kardanrahmen ist rechtwinklig zur Achse 52 gegenüber
einem festen Träger 54 drehbar gelagert. Vorzugsweise sind zwei Düsenpaare 120, 121
und 120', 121' für den Antrieb des Läufers
vorgesehen. Die Düsen sind bei jedem Paar übereinander in gleichem Abstand beiderseits
der Achse 52 des Gehäuses 51 und der anderen Kardanachse angeordnet. Die Düsen
kippen daher bei der gezeichneten Ausführung mit dem Kreiselläufer. Für die Steuerung der
durch die Düsen austretenden Luftströme sind zwei Pendel 55 und 55' vorgesehen, die um
Achsen 56, 56' drehbar sind und an ihrem unteren Ende Gewichte 58 tragen. Die beiden
Achsen 56, 56' liegen vorzugsweise in Richtung der Kardanachsen des Kreisels, und die
Kanten 57 der Pendelplatten sind tangential zu den Düsenrändern angeordnet. Die Kante
57 kann in der Nähe der Düsen, wie beispielsweise bei 6o' gezeigt ist, ausgeschnitten sein,
um die Luftstrahlen beim Vorbeistreichen an der Pendelkante bis dicht an die Symmetrieebene des Kreisels herantreten zu lassen, so ·
daß sie die Schaufeln in dieser treffen. Neigt sich daher das Kreiselgehäuse z. B. im Uhrzeigersirin,
so trifft der Strahl der oberen
Düse Ι2Ό gemäß Abb. 8 auf die Pendelplatte
und übt dadurch ein Drehmoment aus, das rechtwinklig zur Pendel drehachse, mit anderen
Worten um die Kardannebenachse 52 wirksam ist. Dieses Drehmoment wird durch
den Zapfen 56 übertragen und hat eine Präzessionsbewegung um die andere, im Träger
54 gelagerte Kardanachse zur Folge, die die
Nachsteuerung des Kreisels, der Pendelstellung entsprechend, herbeiführt.
Wird der Kreisel in der anderen Richtung geneigt, so übt der untere Luftstrahl der
Düse 121 ein entgegengesetztes Drehmoment
-aus, was eine Nachsteuerung des Kreisels im umgekehrten Sinn zur Folge hat. Die Wirkung
der Pendelschiene 55' ist ganz entsprechend, so daß bei Neigungen des Kreisels
dieser stets unmittelbar in die Richtung der Lotrechten nachgesteuert wird.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Durch Druckmittelstrahlen angetrie-. bener Kreisel mit drei Freiheitsgraden, der beim Abweichen seiner Umlaufachse aus einer bestimmten Richtung durch Präzessionskräfte, die durch Drehmomente um eine senkrecht zur Umlaufachse verlaufende Empfindlichkeitsachse erzeugt werden, zurückgestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß diese Drehmomente durch Abschirmung oder Umlenkung der den Kreisel antreibenden Druckmittelstrahlen erzeugt werden.
- 2. Kreisel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehmoment dadurch erzeugt wird, daß beim Abweichen der Umlaufachse eine Schirmplatte in den Weg des Druckmittelstrahles oder der Druckmittelstrahlen tritt.
- 3. Kreisel nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirmplatte mit dem Kreiselumlaufachsenträger zwangsläufig verbunden ist.
- 4. Kreisel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schirmplatte am Kreiselumlaufachsenträger drehbar als Pendel befestigt ist.
- 5. Kreisel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das den Druckmittelstrahl ablenkende Mittel als mit dem Kreiselrotor umlaufender Umlenkring (umlaufende Umlenkringe) ausgebildet ist (sind).
- 6. Kreisel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsen paarweise bei Normalstellung des Kreisels symmetrisch zur Mittelebene des Kreisels angeordnet sind und mit zwei Umlenkringen des Kreiselläufers zusammenarbeiten.
- 7. Kreisel nach Anspruchs, bei dem die Antriebsdüsen bei der Normalstellung des Kreisels in seiner Mittelebene angeordnet sind, gekennzeichnet durch einen in der Mittelebene des Kreiselläufers angebrachten Umlenkring.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US511890A US1982635A (en) | 1931-01-28 | 1931-01-28 | Air driven gyroscope |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE687020C true DE687020C (de) | 1940-01-20 |
Family
ID=24036500
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1932S0102915 Expired DE687020C (de) | 1931-01-28 | 1932-01-23 | Kreiselvorrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US1982635A (de) |
| DE (1) | DE687020C (de) |
| FR (1) | FR732325A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2555328A (en) * | 1944-01-06 | 1951-06-05 | Sperry Corp | Great circle direction-keeping instrument |
-
1931
- 1931-01-28 US US511890A patent/US1982635A/en not_active Expired - Lifetime
-
1932
- 1932-01-23 DE DE1932S0102915 patent/DE687020C/de not_active Expired
- 1932-01-27 FR FR732325D patent/FR732325A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1982635A (en) | 1934-12-04 |
| FR732325A (fr) | 1932-09-19 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE296657C (de) | ||
| EP0109472A1 (de) | Einrichtung zum Spannen einer Webkette an einer Webmaschine | |
| DE687020C (de) | Kreiselvorrichtung | |
| DE2043109B2 (de) | Maeher mit ausgewuchteter messerwelle | |
| DE2607679A1 (de) | Traegheitsstabilisierter coelostat bzw.heliostat | |
| EP0716998B1 (de) | Vorrichtung zur seitlichen Führung einer laufenden Materialbahn | |
| DE3016712A1 (de) | Schaukel | |
| DE2645358A1 (de) | Maehvorrichtung | |
| DE3149723C2 (de) | ||
| DE424156C (de) | Einrichtung zur Veraenderung der Wurfweite der zur Feldberegnung dienenden Wassergarbe einer kreisenden Strahlduese | |
| EP0261269B1 (de) | Kreiselegge | |
| DE1782099C3 (de) | Kreiselheuwerbungsmaschine | |
| DE704093C (de) | Lagerung fuer Drehachsen an Kreiselgeraeten | |
| DE2924731C2 (de) | Bodenbearbeitungsmaschine | |
| DE2301332A1 (de) | Pflanzmaschine,insbesondere zum pflanzen von baeumen oder weinstoecken | |
| DE729784C (de) | Selbststeuereinrichtung fuer Luftfahrzeuge | |
| DE632091C (de) | Kuenstlicher Horizont | |
| DE8806229U1 (de) | Flechtmaschine | |
| AT155057B (de) | Korrektor von Abhorchapparaten. | |
| DE2056991B2 (de) | Kreisel mit einem um eine horizontale achse schwenkbaren kardanrahmen | |
| DE563795C (de) | Lagerung fuer die Praezessionsachse eines Kreisels | |
| DE658568C (de) | Kreiselgestuetzter Magnetkompass | |
| DE365876C (de) | Schraubenflieger mit nur einer Hubschraube | |
| DE679741C (de) | Einrichtung zur Herstellung stereoskopischer Rasterbilder | |
| DE322967C (de) | Schwungring fuer Torpedoseitensteuerung |