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DE673914C - Blockform mit zentral im Boden liegender Eintrittsoeffnung - Google Patents

Blockform mit zentral im Boden liegender Eintrittsoeffnung

Info

Publication number
DE673914C
DE673914C DEK145249D DEK0145249D DE673914C DE 673914 C DE673914 C DE 673914C DE K145249 D DEK145249 D DE K145249D DE K0145249 D DEK0145249 D DE K0145249D DE 673914 C DE673914 C DE 673914C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
block
mold
block shape
base plate
entry opening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK145249D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Hartmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kohle und Eisenforschung GmbH
Original Assignee
Kohle und Eisenforschung GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kohle und Eisenforschung GmbH filed Critical Kohle und Eisenforschung GmbH
Priority to DEK145249D priority Critical patent/DE673914C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE673914C publication Critical patent/DE673914C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D35/00Equipment for conveying molten metal into beds or moulds
    • B22D35/04Equipment for conveying molten metal into beds or moulds into moulds, e.g. base plates, runners
    • B22D35/045Runner base plates for bottom casting ingots

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

  • Blockform mit zentral im Boden liegender Eintrittsöffnung An Gußblöcken aus Stahl, die in Blockformen mit im Boden liegender Eintrittsöffnung hergestellt waren, wurde gefunden, daß sich häufig am Fuß nichtmetallische. Einschlüsse,wiefeuerfeste Steine, Mörtel, Schlakk,en, Sand usw., befanden, während der Hauptteil des Blockes selbst davon frei war. Di-ese Einschlüsse hatten dem-nach keine Möglichkeit gehabt, während des Gießens und vor der Erstarrung im flüssigen Stahl aufzusteigen. Ferner wird häufig im untersten Teil des Blockes meist in der Nähe solcher Einschlüsse eine Schichtung des Stahls in kleineren oder größeren Schlieren in Dicken von wenigen Millimetern bis zu einigen Zentimetern beobachtet, in denen Stahl mit verschiedenem Kohlenstoffgehalt lagenweise wechselt. Diese Erscheinungen können getrennt oder zusamillen auftreten.
  • Auf Grund zahlreicher Untersuchungen wurde nun gefunden, daß diese Erscheinungen auf die Bildung von Wirbeln im flüssigen el 23 Stahl zurückzuführen sind. Zur-Erläuterung der dabei stattfindenden Vorgänge- sind die bei Blockforinen mit im Boden liegender Eintrittsöffnungen auftretenden Strömungsverhältnisse in der Abb. i schematisch dargestellt.
  • Der beim Beginn des Gießens mit großer Gewalt aus der Eintrittsöffnung A des Kanalsteines in die auf der Bodenplatte B stehende Kokille C aufsteigende Strahl verteilt sich an der Oberfläche des bereits in der Kokille befindlichen flüssigen Stahls zunächst über den Onerschnitt der Kokille und strömt dann unter Bildung großer Wirtel i außen wieder herab. Solche großen Wirbel haben nun an verschiedenen Stellen, die von der Strömung nicht glatt durchflossen werden können, die Bildung kleinerer Wirbel:2, die entgegengesetzt umlaufen, zur Folge. Solche kleineren Wirbel bilden sich beispielsweise an der Übergan,-sstelle 3 von der Kokille zur Bodenplatte. Von strömenden Flüssigkeiten ist es bekannt, daß solche Nebenwirbel großer Hauptströrnungen häufig iii sich abgeschlossene Systeme bilden, die in der Flüssigkeit schwimmende Gegenstände, selbst wenn diese spezifisch leichter sind als die Flüssigkeitymit großer Hartnäckigkeit lange Zeit fest-' gehalten. Das gleiche gilt auch für nichtmetallische Einschlüsse in Stahl.
  • Es konnte ferner an Modellaussehnitten von Kokillen beobachtet werden, daß sich ein weiterer Wirbel bzw. auch eine von der Hauptströrnung nicht erfaßte tote Zone 4 rund um die Eintrittsöffnung A bildet. Auch dieser Wirbel ist imstande, feste Körper längere Zeit festzuhalten.
  • Beim Vergießen von Stahl schreitet nun, während hier das Aufsteigen nichtmetallischer Einschlüsse verzögert wird, in der Zwischenzeit die Erstatrung des Blockes vom Boden aus nach oben fort. Daher haben in solchen Wirbeln festgelegte oder im Aufsteigen verzögerte nichtmetallische Einschlüsse keine Zeit mehr, nach oben aufzusteigen. Wenn sie daher beim Nachlassen des Wirbels nach beendetem Vergießen von diesen freigegeben werden, reicht die mit fortschreitender Erstarrung verkürzte Zeit für das Aufsteigen nicht mehr dazu aus, daß die nichtmetallischen Einschlüsse an die Oberfläche gelangen können, so daß der erkaltete Gußblock schädlich wirkende Einschlüsse enthält.
  • Zur Vermeidung dieses beim bekannten Vergießen von Stahl in Blockformen mit irn Boden liegender Eintrittsöffnung eintretenden .Nachteils hat man bereits versucht, die Wirbelung des aufsteigenden Strahls zu beeinflussen. Zu diesem Zweck hat man einen besonders ausgestalteten Kanal stein mit kreisförmig verlaufendem Eintrittskanal vorgeschlagen.- Ferner ist es bekannt, um die zentrale Eintrittsöffnung des Kanalsteines einen Ringwall zu legen, um ein ruhiges Einführen des Gießgutes in die Blockform zu gewährleisten.
  • Bei Blockformen für fallenden sowie auch für steigenden Guß ist es bekannt, zur Verringerung der Lunker und zur Erzielung hoher Blasenreinbeit, die Übergangsstelle der Blockform zur Bodenplatte abzurunden.
  • Die Erfindung besteht nun in der Erkenntnis, daß sich die Wirbelung des aufsteigenden Strahles noch mehr im günstigen Sinne beeinflussen läßt, wenn die beiden an sich bekannten Merkmale, nämlich die Anordnung eines Ringwalles um die zentral zur Kokille liegende Eintrittsöffnung des Kanalsteines und andererseits die Anordnung einer Ab- rundung an der Übergangsstelle von der Kokille zur Bodenplatte vereinigt werden, da die Gesamtwirkung dieser Maßnahmen über die Summe ihrer Einzelwirkungen hinausgeht.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann die Abrundung entweder an der Kokille selbst oder auch an der Bodenplatte, ebenfalls an deren Stoßkante vorgesehen sein.
  • In den Abb. 2, und 3 sind beispielsweise Ausführungen von Blockformen gemäß der Erfindung im senkrechten Schnitt dargestellt.
  • Gemäß Abb.:2 ist auf der Bodenplatte B eine nach unten sich erweiternde Kokille C aufgestellt, deren Sei tenwände 5 etwa geradlinig verlaufen; durch die Abrundung 6 an der Bodenplatte und den um die zentrale Eintrittsöffnung A liegenden Ringwall 7 wird die Entstehung von Nebenwirbeln vermieden.
  • In der Abb. 3 ist eine andere Ausführung der Blockform gemäß der Erfindung dargestellt, bei der die Bodenplatte B lediglich einen um die zentrale EintrittsöffnungA herumlaufenden Wall 7 aufweist, wäh-rend an der Kokille C im unteren Teil eine Abrundung 8 vorgesehen ist, wodurch ebenfalls die Entstehung von Nebenwirbeln verhindert wird.
  • Es ist zweckmäßig, auch die Oberfläche des in die Kokille führenden Kanalsteines D, der in der Bodenplatte B steckt, der Ausbildung der Blockform gemäß der Erfindung anzupassen, da eine geradlinig verlaufende Oberfläche des Kanalsteines den klaren Strömungsverlauf in der Blockform gemäß der Erfindung stören würde. In der Abb. 4 ist ein Kanalstein wiedergegeben, der entsprechend der Ausbildung der Blockform nach Abb.:2 einen Ringwal17 um die zentrale Eintrittsöffnung A und eine der Form der Bodenplatte entsprechende Abrundung 6 auf wei§t. In der Abb. 5 ist ein für die Ausbildung der Blockform nach Abb. 3 bestimmter Bodenstein wiedergegeben, der lediglich den Ringwall 7 aufweist bei sonst ebenem Verlauf der Oberfläche.
  • Durch die Anwendung der Blockforrn gemäß der Erfindung-wird das freie Aufsteigen von nichtmetallischen Einschlüssen gesichert, die sich im verlorenen Kopf des Gießblockes ansammeln und mit diesem bei der Weiterverarbeitung des Blockes entfernt werden können, so daß sehr reine Gußstahlblöcke erhalten werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCIIE: i.
  2. Blockforrn mit zentral im Boden liegender Eintrittsöffnung, insbesondere zum Vergießen von Stahl, zum Vermeiden bzw. zum Vermindern von nichtmetallischen Einschlüssen durch Beeinflussung der Wirbelung des aufsteigenden Strahles, dadurch gekennzeichnet, daß dieEintrittsöffnung (A) des Kanalsteins (D) von b einem Ringwall (7) umgeben ist und daß die übergangsstelle von der Kokille zur Bodenplatte (B) eine Abrundung (6) bzw. (8) aufweist. :2.
  3. Blockform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abrundungen (8) an der unteren inneren Stoßkante der Kokille (C) vorgesehen sind. 3. Blockform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Abrundungen (6) an der Stoßkante der Bodenplatte (B) und des Kanalsteins (D) befinden.
DEK145249D 1937-01-26 1937-01-26 Blockform mit zentral im Boden liegender Eintrittsoeffnung Expired DE673914C (de)

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DEK145249D DE673914C (de) 1937-01-26 1937-01-26 Blockform mit zentral im Boden liegender Eintrittsoeffnung

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