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Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten Die Erfindung betrifft eineVorrichtung
zum Reinigen und Entfetten eines Gutes mit erhitzten flüssigen Lösungsmitteln, deren
Dämpfe schwerer sind als Luft. Das zu reinigende Gut durch einen Kanal hindurchzuschicken
und in demselben einer mehrmaligen Behandlung mit einem Lösungsmittel der soeben
angegebenen Art, z. B. Benzin, Benzol, Kohlenstoff, Tetrachlorid oder Trichlorätylen
usw., zu unterwerfen, ist an sich nicht mehr neu. Auch ist es bei Vorrichtungen
dieser ",rt allgemein bekannt, die Kanalenden, an Jenen das zu reinigende Gut einerseits
eingebracht und andererseits nach erfolgter Reinigungsbehandlung wieder ausgetragen
wird, so einzurichten, daß die Dämpfe des betreffenden Lösungsmittels nicht ohne
weiteres nach außen entweichen können.
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Der Zweck der Erfindung ist, Vorrichtungen der soeben kurz umrissenen
Art so zu verbessern, daß bei wirksamster Reinigung des jeweils gegebenen Gutes
eine größte Wirtschaftlichkeit des Betriebes der Reinigungsvorrichtung sichergestellt
ist und die Verluste an Lösungsmitteln sich auf ein Geringstmaß beschränken.
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Erfindungsgemäß ist in dem Kanal, in welchem die Reinigungsbehandlung
in verschiedenen Stufen zur Durchführung gelangt, eine besondere Behandlungskammer
zwischen dem Einlaß und dem Auslaß des Kanales vorgesehen, und zwar eine Behandlungskammer,
in welcher ein Flüssigkeitsverschluß sich befindet, der aus einer in einem Sumpf
aus Lösungsmitteln eintauchenden Scheidewand besteht, derart, daß der Durchgang
des Behandlungsgutes durch den in seiner Tiefe durch einen Überlauf begrenzten Sumpf
frei, der Durchzug von Behandlungsdämpfen aber verhindert ist. Erfindungsgemäß sind
in dieser Behandlungskammer Kondensationsvorrichtungen eingebaut, die aus dem flüssigen
Lösungsmittel entwickelte Dämpfe kondensieren und gleichzeitig hiermit dazu beitragen,
das Austreten von Dämpfen aus dem Behälter zu verhindern und den Sumpf mit Kondensationsflüssigkeit
stets gefüllt zu halten. Diese erfindungsgemäß mit einem Flüssigkeitsverschluß geschaffene
und mit Kondensationsvorrichtungen ausgestattete Behandlungskammer bringt als besonderen
Vorteil die Möglichkeit, das zur Behandlung gegebene Gut durch ein aus Kondensflüssigkeit
bestehendes und somit immer verhältnismäßig reines Waschbad hindurchzuziehen, so
daß eine wirksamste bzw. vollkommenste Reinigung
bei freiem Durchgang
des Behandlungsgutes erfolgen kann, doch andererseits durch die dem Flüssigkeitsverschluß
zugehörige Scheidewand keine Möglichkeit besteht, daß in dem Reinigungskanal ein
freier Luftdurchzug zustande kommen kann. In der Behandlungskammer beiderseits ihres
Flüssigkeitsverschlusses vorgesehene Kondensationsvorrichtungen sorgen durch beständiges
Niederschlagen von Lösungsmitteldämpfen für eine immerwährende Zufuhr frischen Kondensates
zu dem in der Behandlungskammer geschaffenen Sumpf, dessen Tiefe durch einen Überlauf
bestimmt geregelt ist.
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Zur weiteren Beschreibung der Erfindung sei nunmehr auf die beiliegenden
Zeichnungen Bezug genommen. Es stellen dar: Fig. I einen Längsschnitt; Fig. II eine
Draufsicht; Fig. III eine Seitenansicht einer erfindungsgemäß verbesserten Vorrichtung
der oben angegebenen Art; Fig.IV das Auslaßende der Vorrichtung. Darstellung mit
Bezug auf die Fig. I bis III von rechts gesehen; Fig. V einen Querschnitt nach Linie
V-V der Fig.I bis III; Fig. VI einen Querschnitt nach Linie VI bis VI der Fig.I
bis III; Fig. VII eine etwas andere Ausführungsform.
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Zunächst sei auf die Fig.I und II Bezug genommen. Dargestellt ist
eine Tunnelanlage, deren Enden zum freien Durchlaß des Behandlungsgutes offen stehend
sind. Die Ein-und Auslaßkanäle 2z, 22 des Tunnels, der im vörliegenden Falle zwei
besondere Räume 30 und 40 für .die Behandlung bzw. Reinigung des Arbeitsgutes einschließt,
erstrecken sich schräg aufwärts. Die Öffnungen, durch welche das Arbeitsgut ein-
und ausgetragen wird, sind jedenfalls so weit hochgezogen, daß die spezifisch schweren
Dämpfe des Lösungsmittels bei ausreichender Kondensation - auf die weiter unten
noch des näheren eingegangen wird - nicht überlaufen, d. h. nicht in den freien
Raum überströmen können. Das zu behandelnde Gut wird durch den Tunnel und die darin
befindlichen Behandlungskammern auf irgendeine zweckentsprechende Art und Weise
hindurchbefördert, so beispielsweise mit Hilfe Beines Kettenförderers, dessen Kette
25 (oder Ketten) innerhalb und außerhalb des Tunnels durch Kettenräder 26, 2-/,
28, 29 und %oder andere geeignete. Mittel geführt ist.
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In der ersten Behandlungskammer 30 ist eine Vorrichtung
31 untergebracht, die das Gut mit erhitztem flüssigem Lösungsmittel abspritzt.
Der größte Teil des so verspritzten Lösungsmittels wird unmittelbar in einem unter
der Spritzkammer befindlichen Behälter 32 aufgefangen. In dem Behälter befindet
sich immer ein gewisser Vorrat an Flüssigkeit, die hier durch eine geeignete Vorrichtung,
z. B. durch dampfbeheizte Rohre 34, erhitzt wird (Fig. I und V). Eine Pumpe 35 hat
die Aufgabe, das Lösungsmittel aus dem Behälter 32 zu der Abspritzv orrichtung 31
durch eine Rohrleitung 36 in Umlauf zu setzen. Die Lösungsmitteldämpfe, die auf
der Oberfläche der im Behälter 32 befindlichen großen Masse der Flüssigkeit und
teils auch noch beim Ausspritzen der heißen Flüssigkeit aus der Abspritzvorrichtung3i
frei werden, werden das Innere des Behandlungsraumes mehr oder weniger vollständig
ausfüllen.
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Nach dem Durchlaufen der Kammer 30 (Abspritzkammer) gelangt das Gut
in eine Kammer 40, in deren Boden ein Sumpf 39 vorgesehen ist. Indem nun das Gut
durch diese Kammer hindurchgeführt wird, läßt man es in dem Flüssigkeitssumpf vollständig
untertauchen. Die Kammer 4o und die Masse des im Sumpf 39 dieser Kammer befindlichen
Lösungsmittels .sind gegen Verunreinigung durch das in der Kammer 30 verspritzte
und mit der Zeit mehr oder weniger unrein werdende Lösungsmittel geschützt, indem
man die Kammer 40 und deren Sumpf 39 von der Kammer 3o so weit abgerückt hat, daß
ein unmittelbares Hineinspritzen unmöglich ist. Im übrigen ist der Boden des Verbindungskanals
41 dermaßen schräg gelegt, daß in diesen Kanal hineinspritzende Flüssigkeit niemals
in den Sumpf 39 ablaufen kann, sondern unbedingt in den Behälter 32 zurücklaufen
muß. Auch die von dem abgespritzten Gut noch im Durchgang durch den Verbindungskanal
41 abtropfenden und mehr oder weniger unreinen bzw. fettigen Flüssigkeits-bzw. Lösungsmittelmengen
werden unbedingt wieder in den Behälter 32 zurückgeleitet. Was dann noch an Fett
und Schmutz hängenbleiben sollte, wird alsbald abgespült, d. h. endgültig renngewaschen
wird das Gut, sobald es durch den Sumpf 39 hindurchgebracht wird.
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Das den Sumpf 39 verlassende Gut durchläuft vor Erreichung des Auslasses
22 eine beheizte Zone 42. Die Beheizung erfolgt hier beispielsweise durch die mit
43 bezeichneten Brenner eines quer unter dem Boden des Auslaßkanales angeordneten
Erhitzers 44. Das nach dem Austauchen aus dem Sumpf 39 abtropfende Lösungsmittel
wird im Sumpf 39 wieder gesammelt. Das restliche, am Gut hängenbleibende Lösungsmittel
wird durch die in der Zone 42 erzeugte Wärme verdampft. Das behandelte Gut v erläßt
die Anlage vollkommen gereinigt und getrocknet.
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Wie ersichtlich, findet eine Lösungsmittelverdampfung
sowohl
in der Spritzkammer 30 bzw. in dem Behälter 32 als auch in der Trockenzone 42 statt.
Die Dämpfe werden den Innenraum des Tunnels bz-%v. der darin befindlichen Behandlungskammern
nahezu vollständig, d. h. im wesentlichen bis zu der Höhe der Decke 23 der Behandlungskammer
4o, ausfüllen. Indes ist den Dämpfen keine Möglichkeit gelassen, sich dermaßen anzusammeln,
daß sie auch die Ein- und Auslaßkanäle 21, 22 voll und ganz ausfüllen und an deren
Enden vielleicht herausfluten könnten. So schnell wie sich die Dämpfe entwickeln,
werden sie auch wieder kondensiert, so daß es. ihnen vollkommen unmöglich sein wird,
die Höhe der Einlaß- und Auslaßöffnungen zu erreichen. Im Bereich der Kammer 4o
wird das Kondensat von dem Sumpf 39 aufgenommen. Letzterer wird auf diese Weise
dauernd mit verhältnismäßig reinem Lösungsmittel versorgt und immer gefüllt gehalten.
Der Überfluß wird in den Behälter 32 abgeleitet. Die Kondensationsvorrichtung besteht
in der vorliegenden Darstellung aus Kühlmänteln 46, 47; die den Raum bzw. die Kammer
4o oben und auf beiden Seiten, herunter bis zur Höhe des Flüssigkeitsstandes im
Sumpf 39, umgeben (Fig. I und VI), und aus Kühlrohren 48, 49, die im Inneren der
Kammer 4o unmittelbar über dem Sumpf 39 angeordnet sind. Eine weitere Kondensationsvorrichtung
5o ist in dem Einlaßkanal 21 vorgesehen.
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Damit keine Zugluftströmung von der Eine laßöffnung zur Auslaßöffnung
- oder umgekehrt - eintreten kann bzw. keine Dämpfe durch Zugluftströmung ins Freie
gelangen können, ist die den Raum 4o nach oben abschließende Decke bis in den Flüssigkeitssumpf
39 heruntergezogen bzw. - im Falle der Fig. I - zwischen den Kondensationseinlieiten
46, 48 und 47, 49 finit einer Scheidewand 5 r versehen, die bis in den Sumpf 39
hineinreicht: Auf diese Weise ist also ein Flüssigkeitsverschluß in der Behandlungskammer
geschaffen worden. Die Höhe des Flüssigkeitsstandes im Sumpf 39 ist durch den Überlauf
an dem linken Ende dieses Sumpfes 39 bestimmt. Die Scheidewand 51 unterteilt den
über dem Flüssigkeitsspiegel des Sumpfes 39 befindlichen Raum der Behandlungskammer
4o in zwei getrennte Kammern 45, 45a. In diesen Kammern 45, 45a befinden sich die
Kondensatoren 46, 48 einerseits und andererseits die Kondensatoren 47, 49. Während
die rechtsseitige Kammer 45, durch den Auslaßkanal 42 eine Fortsetzung nach oben
erhalten hat, hat die linksseitige Kammer 45 durch den Verbindungskanal 41 nur eine
Fortsetzung, die in Richtung ab-*ärts zu der Kammer 3o hinführt. Die Kammer 45 wird
also nicht nur Lösungsmitteldämpfe, sondern - in ihrem oberen Teil -auch Luft einschließen
können, und zwar all jene Luft, die auf irgendeine Weise ihren Weg in diese Kammer
hineinfinden sollte. Deshalb empfiehlt es sich, in der Decke 23 der Kammer 4o ein
zweckmäßigerweise gleich beiden Teilkammern 45, 45a gemeinsames Entlüftungsrohr
52 vorzusehen und so weit hochzuführen, daß Dämpfe durch dieses Rohr niemals entweichen
können. Die Verineidunn etwaiger Lufteinschlüsse ist von unbedingter Bedeutung,
denn sonst ,könnte es vorkommen, daß die eingeschlossene Luft die Wirksamkeit den
Kondensatoren 46, 47, 48, 49 beeinträchtigt.
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Im Boden des Sumpfes 39 ist ein Ablaufstutzen 53 mit Schraubverschluß
54 vorgesehen. Von diesem Stutzen 53 führt eine Rohrleitung _55 zu dem Behälter
32. Diese Rohrleitung ist mit einem Ventil 56 absperrbar und gibt durch Öffnen dieses
Ventiles die Möglichkeit, den Flüssigkeitsspiegel im Sumpf 39 abzusenken oder gar
die Flüssigkeit aus dem Sumpf vollkommen herauszulassen.
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Der Flüssigkeitsver schluß 51 verringert die Höhe, bis zu welcher
die Ein- und Auslaßkanäle 2r, 22 sich erstrecken müssen, um in bezug auf die Verhütung
des Austrittes von Dämpfen unter allen Umständen wirksam zu sein, ganz wesentlich.
Ohne den Flüssigkeitsverschluß 51 müßten die Ein- und Auslaßkanäle2i, 22 noch weit
höher geführt werden, um der Möglichkeit eines Austrittes von Lösungsmitteldämpfen
zu begegnen und vor allem auch den Zugluftströmungen bei Beginn der Inbetriebnahme
der Anlage Rechnung zu tragen. .
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Die Kondensatoren 46, 4;, 48, 49 haben eine doppelte Aufgabe, indem
sie den Austritt von Lösungsmitteldämpfen bei 21 und 22 verhindern und den Sumpf
in der Behandlungskammer 4o mit Kondensflüssigkeit versorgen, also auch für Unterhaltung
des Flüssigkeitsverschlusses sorgen sollen, wobei sie gewissermaßen einen Regen
reinen Lösungsmittels auf das in den Sumpf eintretende und wieder heraustretende
Behandlungsgut niedergehen lassen.
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Bemerkt sei, daß die Zahl der Stellen, an denen flüssiges Lösungsmittel
vorrätig gehalten bzw. das Gut abgespritzt und im Durchgang durch einen mit einem
Flüssigkeitsverschluß kombinierten Sumpf nachgewaschen wird, beliebig gewählt werden
kann. Die Abspritzvorrichtung 31 kann gegebenenfalls ganz außer Betrieb bleiben
oder auch ganz und gar fortgelassen werden, sofern es für die Reinigung schon genügen
sollte, das Gut allein nur durch den Sumpf 39 unterhalb
des Flüssigkeitsverschlusses
hindurchzufahren.
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In bezug auf verschiedene Einzelheiten der hier dargestellten Anlage
wäre folgendes noch besonders hervorzuheben: In den Behälter 32 ist ein doppeltes
Drahtgazefilter ; 7 quer eingesetzt, und zwar auswechselbar zwischen den Heizrohren
34 und dein Saugkorb 78 der Umwälzpumpe 36 (Abb. V). Von dieser Pumpe führt die
Leitung 36 zu einer Abspritzvorrichtung 31, die im vorliegenden Falle aus einem
rechteckigen Rohrrahmen 8o besteht, durch welchen das zu behandelnde Gut von der
Fördereinrichtung 25 zweckmäßigerweise in Siebkästen 59 quer hindurchgetragen wird.
Von dem Rohrrahmen sind Spritzrohre 81 abgezweigt, die die Siebkästen und das darin
befindliche Gut von allen Seiten her mit erhitztem flüssigem Lösungsmittel bespritzen
(Abb. I und V). Die Flüssigkeitsumwälzpumpe 35 ist als Schleuderpumpe mit senkrecht
stehender Achse dargestellt. Als Antriebsmaschine ist ein Elektromotor 82 vorgesehen.
Der Pumpeneinlaß 83 befindet sich auf der Oberseite des Pumpenflügelradgehäuses,
so daß das flüssige Lösungsmittel aus dem Behälter 32 der Pumpe von oben her zutritt.
Von dem Pumpeneinlaß 83 führt ein Rohr 84 nach oben bis über den höchsten Punkt
des Umlaufsystemes hinaus, d. h. bis über die Höhe des Rohrrahmens 8o (Fig. IV).
Auf dem Rohr 84 sitzt ein Sicherheitsventil 85 und unterhalb dieses Ventiles
ist dem Rohr 84 ein Druckmesser angeschlossen. Im Betrieb wird das von der Pumpe
35 in Umlauf gesetzte Lösungsmittel nahezu bis auf den Siedepunkt erhitzt sein.
Für Trichloräthylen liegt der Siedepunkt ungefähr bei 82,2° C (18o° F). Bei solchen
Temperaturen ist damit zu rechnen, daß die Pumpe 35 dampfgebunden läuft und dann
nur sehr unregelmäßig oder überhaupt keine Flüssigkeit fördert. Ein derartiger Zustand
kann eintreten, wenn der Zufluß erhitzten Lösungsmittels bei 83 nicht schnell genug
möglich ist und der Druck im Einlaß 83 den Atmosphärendruck unterschreitet. Die
Folge ist dann eine entsprechende Herabsetzung des Siedepunktes des Lösungsmittels.
Abhilfe,ist möglich, indem man die Pumpe 35 (mit entsprechend verringertem Lösungsmittelumlauf)
etwas langsamer laufen läßt oder indem man irgendein Strömungsmittel, im vorliegenden
Falle z. B. Luft, durch das Rohr 84 einströmen läßt, um den schädlichen Unterdruck
im Pumpeneinlaß 83 zu beseitigen. Der Druckmesser 86 gibt ein bequemes Mittel, um
je nach Art des verwendeten Lösungsmittels bestimmen zu können, wann der Gefahrpunkt
erreicht sein wird und wie jeweils das Ventil 85 einzustellen ist, um die nötige
Menge Luft einzulassen. Die geringe Menge erforderlicher Luft wird die Förderleistung
der Pumpe nicht wesentlich verringern, weil sie den Zulauf des Lösungsmittels zur
Pumpe nicht beeinträchtigt, sondern nur den Unterdruck im Pumpeneinlaß vernichtet.
Da Pumpen und deren Antriebsmaschinen gewöhnlich für konstante Geschwindigkeit gebaut
werden, ist der Vorteil einer solchen Überwachung und Regelung des Einlaßdruckes
praktisch von sehr großer Bedeutung.
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Der Kühlmittelzufluß zu den Kühlmänteln 46, 47 ist an der tiefsten
Stelle derselben vorgesehen und erfolgt hier durch die Rohrverzweigungen 9o (Fig.
II, III und VI). Abgeführt wird das Kühlmittel an den inneren Enden der oberen Kühlmäntel
(Fig. III), und zwar durch die Rohre 9i. Jede der Kondensatoreinheiten 48, 49 besteht
aus einer Anzahl Rohrschlangen, die einerseits an entsprechende Einlaßsammler 92
und andererseits (Fig.I und II) an entsprechende Auslaßsammler 93 angeschlossen
sind (Fig. I und II). Das Kühlmittel (Wasser) wird den Einlaßsammlern 92 durch Rohre
94 zugeführt und aus den Sammlern 93 durch Rohre 95 wieder abgeführt. Die Kondensationsvorrichtung
So im Einlaßkanal 21 besteht aus einer Anzahl Rohrschlangen, die auf dem Boden des
Einlaßkanals 21 gelagert sind. Das Kühlmittel wird diesen Rohrschlangen durch Rohre
98 zugeführt. Der Abfluß erfolgt durch die Rohre 99.
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Den Brennern 43 im Erhitzer 44 unter dem Auslaßkanal 22 wird der nötige
Brennstoff durch einen selbsttätigen Regler 1o2 zugeführt, und zwar vermischt mit
Luft, die dem Regler 1o2 vermittels eines Verdichters 104 zugedrückt wird. Die bei
105 angedeuteten Rohre im Erhitzer 44 sind zum Zuführen der notwendigen Verbrennungsluft
bestimmt und mit einer Leitung io6 an die Druckluftleitung 103 zwischen dem Verdichter
104 und dem Regler 102 angeschlossen.
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Von dem Ablaufstutzen 53 des Sumpfes 39 führt eine mit einem Ventil
115 absperrbare Rohrleitung 114 zu einem Behälter 116. Das Fassungsvermögen des
Sumpfes 39 und des Behälters 116 zusammengenommen genügt, um alles in der Anlage
vorhandene Lösungsmittel aufnehmen zu können, so daß bei geöffnetem Ventil 115 und
geschlossenem Ventil 56 eine Reinigung des gesamten Lösungsmittels durchgeführt
und schließlich der leere Behälter 32 auch noch gesäubert werden kann. Danach wäre
das Ventil 56 zu öffnen, um das Lösungsmittel in den Behälter 32 zurücklaufen zu
lassen, worauf das Ventil 115 selbstverständlich wieder zu schließen ist. Die Lage
des Behälters 16 ist stets höher als der Boden des Sumpfes 39 und stets tiefer als
dessen normaler Flüssigkeitsspiegel.
Da handelsübliche chlorhaltige
organische Lösungsmittel, wie Trichloräthylen, im allgemeinen Salzsäure enthalten
oder mit Wasser Salzsäure bilden, ist es zweckmäßig, gebrochenen Kalkstein oder
Marmor i2o auf dem Boden des Behälters 32 und des Sumpfes 39 vorzusehen, um diese
Säure zu neutralisieren. Dadurch wird nicht nur die Korrosion innerhalb der Anlage
und eine Korrosion der darin behandelten Metallgegenstände vermieden, sondern es
werden auch gesundheitsschädliche Dämpfe unmöglich gemacht, die, wenn sie sich entwickeln
könnten, das Arbeiten an der Anlage recht gefährlich machen würden.
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Fig. VII bringt eine etwas andere Ausführungsform der Erfindung. Hier
läuft das zu behandelnde Gut zunächst durch die Abspritzvorrichtung 30 oberhalb
eines Behälters 32; dann weiter durch ein Kaltbad in dem flüssiges Lösungsmittel
enthaltenden Sumpf einer Behandlungskammer i4o, die als solche zugleich einen Flüssigkeitsverschluß
darstellt, und schließlich durchläuft das Gut noch einen Kaltsprenger, der bei 13o
angedeutet ist und vollkommen reines Lösungsmittel aufspritzt. Unter dein Kaltsprenger
befindet sich ein Behälter 132. Zum Schluß gelangt das Gut in eine Trockenzone 142,
die durch einen unter dem Auslaßkanal 22 angeordneten Ofen 144 beheizt wird. Ein
elektrischer Heizkörper 13_l. im Behälter 32 erhitzt und verdampft das Lösungsmittel.
Wie in Fig.I werden auch hier die Dämpfe zwischen dem Sprenger 30 und dem Sumpf
i4.o kondensiert, und zwar durch einen den Verbindungskanal umgebenden Kühlmantel
146. Das Kondensat läuft in den Sumpf 14o ab. Des weiteren sind Vorkehrungen getroffen,
um die Dämpfe zwischen dem Flüssigkeitsverschluß bzw. Sumpf 140 und dem nachfolgenden
Sprenger 130 zu kondensieren. Das geschieht hier durch einen den betreffenden Kanalabschnitt
umschließenden Kühlmantel 147. Das Kondensat läuft in den Sumpf i4o zurück. -Zwischen
dem Sprenger 130 und dem Auslaß 22 werden die Dämpfe durch einen den Auslaßkanal
zwischen dem Sprenger 130 und der Trockenzone 142 umschließenden Kühlmantel
149 kondensiert. Die Pumpen 35 und 135 setzen das flüssige Lösungsmittel der Behälter
32 und 132 zu den Sprengern 30 und 130 in Umlauf. Der Überlauf 141
vom Sumpf i4o zum Behälter 32 ist in solcher Höhe vorgesehen, daß der Flüssigkeitsverschluß
im Sumpf i4o immer gewahrt bleibt. Der Flüssigkeitsverschluß selbst ist hier in
der Weise gebildet, daß man die die Behandlungskammer nach oben abschließende Decke
ungefähr V-förmig nach unten bis in den Sumpf 14o hineingezogen hat. Hiermit ist
zugleich der Rauminhalt der Ein-und Auslaßkanäle dieser Behandlungsl@ainmer biß
auf ein Geringstmaß zurückgeführt. Die Anordnung der Behälter 32, 140,
132 der Kondensatoren oder Kühlmäntel 146, 147, 149 und des Überlaufes 141
schließt jegliche Verschmutzung reinen Lösungsmittels durch weniger reines Lösungsmittel
aus. Verluste an Dämpfen können sich auch bei dieser Anlage nicht ergeben-. Ein
Flüssigkeitsaustausch oder Austausch von Dämpfen zwischen den Räumen i 4.o und 13
2 ist praktisch unmöglich, und in der Tat kann das Lösungsmittel bei 132 auch von
anderer Art sein als das Lösungsmittel bei 32 und i4o.