[go: up one dir, main page]

DE673887C - Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten - Google Patents

Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten

Info

Publication number
DE673887C
DE673887C DEB172742D DEB0172742D DE673887C DE 673887 C DE673887 C DE 673887C DE B172742 D DEB172742 D DE B172742D DE B0172742 D DEB0172742 D DE B0172742D DE 673887 C DE673887 C DE 673887C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sump
treatment chamber
solvent
vapors
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB172742D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JAMES HENRY BELL
Original Assignee
JAMES HENRY BELL
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JAMES HENRY BELL filed Critical JAMES HENRY BELL
Priority to DEB172742D priority Critical patent/DE673887C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE673887C publication Critical patent/DE673887C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G5/00Cleaning or de-greasing metallic material by other methods; Apparatus for cleaning or de-greasing metallic material with organic solvents
    • C23G5/02Cleaning or de-greasing metallic material by other methods; Apparatus for cleaning or de-greasing metallic material with organic solvents using organic solvents
    • C23G5/04Apparatus

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten Die Erfindung betrifft eineVorrichtung zum Reinigen und Entfetten eines Gutes mit erhitzten flüssigen Lösungsmitteln, deren Dämpfe schwerer sind als Luft. Das zu reinigende Gut durch einen Kanal hindurchzuschicken und in demselben einer mehrmaligen Behandlung mit einem Lösungsmittel der soeben angegebenen Art, z. B. Benzin, Benzol, Kohlenstoff, Tetrachlorid oder Trichlorätylen usw., zu unterwerfen, ist an sich nicht mehr neu. Auch ist es bei Vorrichtungen dieser ",rt allgemein bekannt, die Kanalenden, an Jenen das zu reinigende Gut einerseits eingebracht und andererseits nach erfolgter Reinigungsbehandlung wieder ausgetragen wird, so einzurichten, daß die Dämpfe des betreffenden Lösungsmittels nicht ohne weiteres nach außen entweichen können.
  • Der Zweck der Erfindung ist, Vorrichtungen der soeben kurz umrissenen Art so zu verbessern, daß bei wirksamster Reinigung des jeweils gegebenen Gutes eine größte Wirtschaftlichkeit des Betriebes der Reinigungsvorrichtung sichergestellt ist und die Verluste an Lösungsmitteln sich auf ein Geringstmaß beschränken.
  • Erfindungsgemäß ist in dem Kanal, in welchem die Reinigungsbehandlung in verschiedenen Stufen zur Durchführung gelangt, eine besondere Behandlungskammer zwischen dem Einlaß und dem Auslaß des Kanales vorgesehen, und zwar eine Behandlungskammer, in welcher ein Flüssigkeitsverschluß sich befindet, der aus einer in einem Sumpf aus Lösungsmitteln eintauchenden Scheidewand besteht, derart, daß der Durchgang des Behandlungsgutes durch den in seiner Tiefe durch einen Überlauf begrenzten Sumpf frei, der Durchzug von Behandlungsdämpfen aber verhindert ist. Erfindungsgemäß sind in dieser Behandlungskammer Kondensationsvorrichtungen eingebaut, die aus dem flüssigen Lösungsmittel entwickelte Dämpfe kondensieren und gleichzeitig hiermit dazu beitragen, das Austreten von Dämpfen aus dem Behälter zu verhindern und den Sumpf mit Kondensationsflüssigkeit stets gefüllt zu halten. Diese erfindungsgemäß mit einem Flüssigkeitsverschluß geschaffene und mit Kondensationsvorrichtungen ausgestattete Behandlungskammer bringt als besonderen Vorteil die Möglichkeit, das zur Behandlung gegebene Gut durch ein aus Kondensflüssigkeit bestehendes und somit immer verhältnismäßig reines Waschbad hindurchzuziehen, so daß eine wirksamste bzw. vollkommenste Reinigung bei freiem Durchgang des Behandlungsgutes erfolgen kann, doch andererseits durch die dem Flüssigkeitsverschluß zugehörige Scheidewand keine Möglichkeit besteht, daß in dem Reinigungskanal ein freier Luftdurchzug zustande kommen kann. In der Behandlungskammer beiderseits ihres Flüssigkeitsverschlusses vorgesehene Kondensationsvorrichtungen sorgen durch beständiges Niederschlagen von Lösungsmitteldämpfen für eine immerwährende Zufuhr frischen Kondensates zu dem in der Behandlungskammer geschaffenen Sumpf, dessen Tiefe durch einen Überlauf bestimmt geregelt ist.
  • Zur weiteren Beschreibung der Erfindung sei nunmehr auf die beiliegenden Zeichnungen Bezug genommen. Es stellen dar: Fig. I einen Längsschnitt; Fig. II eine Draufsicht; Fig. III eine Seitenansicht einer erfindungsgemäß verbesserten Vorrichtung der oben angegebenen Art; Fig.IV das Auslaßende der Vorrichtung. Darstellung mit Bezug auf die Fig. I bis III von rechts gesehen; Fig. V einen Querschnitt nach Linie V-V der Fig.I bis III; Fig. VI einen Querschnitt nach Linie VI bis VI der Fig.I bis III; Fig. VII eine etwas andere Ausführungsform.
  • Zunächst sei auf die Fig.I und II Bezug genommen. Dargestellt ist eine Tunnelanlage, deren Enden zum freien Durchlaß des Behandlungsgutes offen stehend sind. Die Ein-und Auslaßkanäle 2z, 22 des Tunnels, der im vörliegenden Falle zwei besondere Räume 30 und 40 für .die Behandlung bzw. Reinigung des Arbeitsgutes einschließt, erstrecken sich schräg aufwärts. Die Öffnungen, durch welche das Arbeitsgut ein- und ausgetragen wird, sind jedenfalls so weit hochgezogen, daß die spezifisch schweren Dämpfe des Lösungsmittels bei ausreichender Kondensation - auf die weiter unten noch des näheren eingegangen wird - nicht überlaufen, d. h. nicht in den freien Raum überströmen können. Das zu behandelnde Gut wird durch den Tunnel und die darin befindlichen Behandlungskammern auf irgendeine zweckentsprechende Art und Weise hindurchbefördert, so beispielsweise mit Hilfe Beines Kettenförderers, dessen Kette 25 (oder Ketten) innerhalb und außerhalb des Tunnels durch Kettenräder 26, 2-/, 28, 29 und %oder andere geeignete. Mittel geführt ist.
  • In der ersten Behandlungskammer 30 ist eine Vorrichtung 31 untergebracht, die das Gut mit erhitztem flüssigem Lösungsmittel abspritzt. Der größte Teil des so verspritzten Lösungsmittels wird unmittelbar in einem unter der Spritzkammer befindlichen Behälter 32 aufgefangen. In dem Behälter befindet sich immer ein gewisser Vorrat an Flüssigkeit, die hier durch eine geeignete Vorrichtung, z. B. durch dampfbeheizte Rohre 34, erhitzt wird (Fig. I und V). Eine Pumpe 35 hat die Aufgabe, das Lösungsmittel aus dem Behälter 32 zu der Abspritzv orrichtung 31 durch eine Rohrleitung 36 in Umlauf zu setzen. Die Lösungsmitteldämpfe, die auf der Oberfläche der im Behälter 32 befindlichen großen Masse der Flüssigkeit und teils auch noch beim Ausspritzen der heißen Flüssigkeit aus der Abspritzvorrichtung3i frei werden, werden das Innere des Behandlungsraumes mehr oder weniger vollständig ausfüllen.
  • Nach dem Durchlaufen der Kammer 30 (Abspritzkammer) gelangt das Gut in eine Kammer 40, in deren Boden ein Sumpf 39 vorgesehen ist. Indem nun das Gut durch diese Kammer hindurchgeführt wird, läßt man es in dem Flüssigkeitssumpf vollständig untertauchen. Die Kammer 4o und die Masse des im Sumpf 39 dieser Kammer befindlichen Lösungsmittels .sind gegen Verunreinigung durch das in der Kammer 30 verspritzte und mit der Zeit mehr oder weniger unrein werdende Lösungsmittel geschützt, indem man die Kammer 40 und deren Sumpf 39 von der Kammer 3o so weit abgerückt hat, daß ein unmittelbares Hineinspritzen unmöglich ist. Im übrigen ist der Boden des Verbindungskanals 41 dermaßen schräg gelegt, daß in diesen Kanal hineinspritzende Flüssigkeit niemals in den Sumpf 39 ablaufen kann, sondern unbedingt in den Behälter 32 zurücklaufen muß. Auch die von dem abgespritzten Gut noch im Durchgang durch den Verbindungskanal 41 abtropfenden und mehr oder weniger unreinen bzw. fettigen Flüssigkeits-bzw. Lösungsmittelmengen werden unbedingt wieder in den Behälter 32 zurückgeleitet. Was dann noch an Fett und Schmutz hängenbleiben sollte, wird alsbald abgespült, d. h. endgültig renngewaschen wird das Gut, sobald es durch den Sumpf 39 hindurchgebracht wird.
  • Das den Sumpf 39 verlassende Gut durchläuft vor Erreichung des Auslasses 22 eine beheizte Zone 42. Die Beheizung erfolgt hier beispielsweise durch die mit 43 bezeichneten Brenner eines quer unter dem Boden des Auslaßkanales angeordneten Erhitzers 44. Das nach dem Austauchen aus dem Sumpf 39 abtropfende Lösungsmittel wird im Sumpf 39 wieder gesammelt. Das restliche, am Gut hängenbleibende Lösungsmittel wird durch die in der Zone 42 erzeugte Wärme verdampft. Das behandelte Gut v erläßt die Anlage vollkommen gereinigt und getrocknet.
  • Wie ersichtlich, findet eine Lösungsmittelverdampfung sowohl in der Spritzkammer 30 bzw. in dem Behälter 32 als auch in der Trockenzone 42 statt. Die Dämpfe werden den Innenraum des Tunnels bz-%v. der darin befindlichen Behandlungskammern nahezu vollständig, d. h. im wesentlichen bis zu der Höhe der Decke 23 der Behandlungskammer 4o, ausfüllen. Indes ist den Dämpfen keine Möglichkeit gelassen, sich dermaßen anzusammeln, daß sie auch die Ein- und Auslaßkanäle 21, 22 voll und ganz ausfüllen und an deren Enden vielleicht herausfluten könnten. So schnell wie sich die Dämpfe entwickeln, werden sie auch wieder kondensiert, so daß es. ihnen vollkommen unmöglich sein wird, die Höhe der Einlaß- und Auslaßöffnungen zu erreichen. Im Bereich der Kammer 4o wird das Kondensat von dem Sumpf 39 aufgenommen. Letzterer wird auf diese Weise dauernd mit verhältnismäßig reinem Lösungsmittel versorgt und immer gefüllt gehalten. Der Überfluß wird in den Behälter 32 abgeleitet. Die Kondensationsvorrichtung besteht in der vorliegenden Darstellung aus Kühlmänteln 46, 47; die den Raum bzw. die Kammer 4o oben und auf beiden Seiten, herunter bis zur Höhe des Flüssigkeitsstandes im Sumpf 39, umgeben (Fig. I und VI), und aus Kühlrohren 48, 49, die im Inneren der Kammer 4o unmittelbar über dem Sumpf 39 angeordnet sind. Eine weitere Kondensationsvorrichtung 5o ist in dem Einlaßkanal 21 vorgesehen.
  • Damit keine Zugluftströmung von der Eine laßöffnung zur Auslaßöffnung - oder umgekehrt - eintreten kann bzw. keine Dämpfe durch Zugluftströmung ins Freie gelangen können, ist die den Raum 4o nach oben abschließende Decke bis in den Flüssigkeitssumpf 39 heruntergezogen bzw. - im Falle der Fig. I - zwischen den Kondensationseinlieiten 46, 48 und 47, 49 finit einer Scheidewand 5 r versehen, die bis in den Sumpf 39 hineinreicht: Auf diese Weise ist also ein Flüssigkeitsverschluß in der Behandlungskammer geschaffen worden. Die Höhe des Flüssigkeitsstandes im Sumpf 39 ist durch den Überlauf an dem linken Ende dieses Sumpfes 39 bestimmt. Die Scheidewand 51 unterteilt den über dem Flüssigkeitsspiegel des Sumpfes 39 befindlichen Raum der Behandlungskammer 4o in zwei getrennte Kammern 45, 45a. In diesen Kammern 45, 45a befinden sich die Kondensatoren 46, 48 einerseits und andererseits die Kondensatoren 47, 49. Während die rechtsseitige Kammer 45, durch den Auslaßkanal 42 eine Fortsetzung nach oben erhalten hat, hat die linksseitige Kammer 45 durch den Verbindungskanal 41 nur eine Fortsetzung, die in Richtung ab-*ärts zu der Kammer 3o hinführt. Die Kammer 45 wird also nicht nur Lösungsmitteldämpfe, sondern - in ihrem oberen Teil -auch Luft einschließen können, und zwar all jene Luft, die auf irgendeine Weise ihren Weg in diese Kammer hineinfinden sollte. Deshalb empfiehlt es sich, in der Decke 23 der Kammer 4o ein zweckmäßigerweise gleich beiden Teilkammern 45, 45a gemeinsames Entlüftungsrohr 52 vorzusehen und so weit hochzuführen, daß Dämpfe durch dieses Rohr niemals entweichen können. Die Verineidunn etwaiger Lufteinschlüsse ist von unbedingter Bedeutung, denn sonst ,könnte es vorkommen, daß die eingeschlossene Luft die Wirksamkeit den Kondensatoren 46, 47, 48, 49 beeinträchtigt.
  • Im Boden des Sumpfes 39 ist ein Ablaufstutzen 53 mit Schraubverschluß 54 vorgesehen. Von diesem Stutzen 53 führt eine Rohrleitung _55 zu dem Behälter 32. Diese Rohrleitung ist mit einem Ventil 56 absperrbar und gibt durch Öffnen dieses Ventiles die Möglichkeit, den Flüssigkeitsspiegel im Sumpf 39 abzusenken oder gar die Flüssigkeit aus dem Sumpf vollkommen herauszulassen.
  • Der Flüssigkeitsver schluß 51 verringert die Höhe, bis zu welcher die Ein- und Auslaßkanäle 2r, 22 sich erstrecken müssen, um in bezug auf die Verhütung des Austrittes von Dämpfen unter allen Umständen wirksam zu sein, ganz wesentlich. Ohne den Flüssigkeitsverschluß 51 müßten die Ein- und Auslaßkanäle2i, 22 noch weit höher geführt werden, um der Möglichkeit eines Austrittes von Lösungsmitteldämpfen zu begegnen und vor allem auch den Zugluftströmungen bei Beginn der Inbetriebnahme der Anlage Rechnung zu tragen. .
  • Die Kondensatoren 46, 4;, 48, 49 haben eine doppelte Aufgabe, indem sie den Austritt von Lösungsmitteldämpfen bei 21 und 22 verhindern und den Sumpf in der Behandlungskammer 4o mit Kondensflüssigkeit versorgen, also auch für Unterhaltung des Flüssigkeitsverschlusses sorgen sollen, wobei sie gewissermaßen einen Regen reinen Lösungsmittels auf das in den Sumpf eintretende und wieder heraustretende Behandlungsgut niedergehen lassen.
  • Bemerkt sei, daß die Zahl der Stellen, an denen flüssiges Lösungsmittel vorrätig gehalten bzw. das Gut abgespritzt und im Durchgang durch einen mit einem Flüssigkeitsverschluß kombinierten Sumpf nachgewaschen wird, beliebig gewählt werden kann. Die Abspritzvorrichtung 31 kann gegebenenfalls ganz außer Betrieb bleiben oder auch ganz und gar fortgelassen werden, sofern es für die Reinigung schon genügen sollte, das Gut allein nur durch den Sumpf 39 unterhalb des Flüssigkeitsverschlusses hindurchzufahren.
  • In bezug auf verschiedene Einzelheiten der hier dargestellten Anlage wäre folgendes noch besonders hervorzuheben: In den Behälter 32 ist ein doppeltes Drahtgazefilter ; 7 quer eingesetzt, und zwar auswechselbar zwischen den Heizrohren 34 und dein Saugkorb 78 der Umwälzpumpe 36 (Abb. V). Von dieser Pumpe führt die Leitung 36 zu einer Abspritzvorrichtung 31, die im vorliegenden Falle aus einem rechteckigen Rohrrahmen 8o besteht, durch welchen das zu behandelnde Gut von der Fördereinrichtung 25 zweckmäßigerweise in Siebkästen 59 quer hindurchgetragen wird. Von dem Rohrrahmen sind Spritzrohre 81 abgezweigt, die die Siebkästen und das darin befindliche Gut von allen Seiten her mit erhitztem flüssigem Lösungsmittel bespritzen (Abb. I und V). Die Flüssigkeitsumwälzpumpe 35 ist als Schleuderpumpe mit senkrecht stehender Achse dargestellt. Als Antriebsmaschine ist ein Elektromotor 82 vorgesehen. Der Pumpeneinlaß 83 befindet sich auf der Oberseite des Pumpenflügelradgehäuses, so daß das flüssige Lösungsmittel aus dem Behälter 32 der Pumpe von oben her zutritt. Von dem Pumpeneinlaß 83 führt ein Rohr 84 nach oben bis über den höchsten Punkt des Umlaufsystemes hinaus, d. h. bis über die Höhe des Rohrrahmens 8o (Fig. IV). Auf dem Rohr 84 sitzt ein Sicherheitsventil 85 und unterhalb dieses Ventiles ist dem Rohr 84 ein Druckmesser angeschlossen. Im Betrieb wird das von der Pumpe 35 in Umlauf gesetzte Lösungsmittel nahezu bis auf den Siedepunkt erhitzt sein. Für Trichloräthylen liegt der Siedepunkt ungefähr bei 82,2° C (18o° F). Bei solchen Temperaturen ist damit zu rechnen, daß die Pumpe 35 dampfgebunden läuft und dann nur sehr unregelmäßig oder überhaupt keine Flüssigkeit fördert. Ein derartiger Zustand kann eintreten, wenn der Zufluß erhitzten Lösungsmittels bei 83 nicht schnell genug möglich ist und der Druck im Einlaß 83 den Atmosphärendruck unterschreitet. Die Folge ist dann eine entsprechende Herabsetzung des Siedepunktes des Lösungsmittels. Abhilfe,ist möglich, indem man die Pumpe 35 (mit entsprechend verringertem Lösungsmittelumlauf) etwas langsamer laufen läßt oder indem man irgendein Strömungsmittel, im vorliegenden Falle z. B. Luft, durch das Rohr 84 einströmen läßt, um den schädlichen Unterdruck im Pumpeneinlaß 83 zu beseitigen. Der Druckmesser 86 gibt ein bequemes Mittel, um je nach Art des verwendeten Lösungsmittels bestimmen zu können, wann der Gefahrpunkt erreicht sein wird und wie jeweils das Ventil 85 einzustellen ist, um die nötige Menge Luft einzulassen. Die geringe Menge erforderlicher Luft wird die Förderleistung der Pumpe nicht wesentlich verringern, weil sie den Zulauf des Lösungsmittels zur Pumpe nicht beeinträchtigt, sondern nur den Unterdruck im Pumpeneinlaß vernichtet. Da Pumpen und deren Antriebsmaschinen gewöhnlich für konstante Geschwindigkeit gebaut werden, ist der Vorteil einer solchen Überwachung und Regelung des Einlaßdruckes praktisch von sehr großer Bedeutung.
  • Der Kühlmittelzufluß zu den Kühlmänteln 46, 47 ist an der tiefsten Stelle derselben vorgesehen und erfolgt hier durch die Rohrverzweigungen 9o (Fig. II, III und VI). Abgeführt wird das Kühlmittel an den inneren Enden der oberen Kühlmäntel (Fig. III), und zwar durch die Rohre 9i. Jede der Kondensatoreinheiten 48, 49 besteht aus einer Anzahl Rohrschlangen, die einerseits an entsprechende Einlaßsammler 92 und andererseits (Fig.I und II) an entsprechende Auslaßsammler 93 angeschlossen sind (Fig. I und II). Das Kühlmittel (Wasser) wird den Einlaßsammlern 92 durch Rohre 94 zugeführt und aus den Sammlern 93 durch Rohre 95 wieder abgeführt. Die Kondensationsvorrichtung So im Einlaßkanal 21 besteht aus einer Anzahl Rohrschlangen, die auf dem Boden des Einlaßkanals 21 gelagert sind. Das Kühlmittel wird diesen Rohrschlangen durch Rohre 98 zugeführt. Der Abfluß erfolgt durch die Rohre 99.
  • Den Brennern 43 im Erhitzer 44 unter dem Auslaßkanal 22 wird der nötige Brennstoff durch einen selbsttätigen Regler 1o2 zugeführt, und zwar vermischt mit Luft, die dem Regler 1o2 vermittels eines Verdichters 104 zugedrückt wird. Die bei 105 angedeuteten Rohre im Erhitzer 44 sind zum Zuführen der notwendigen Verbrennungsluft bestimmt und mit einer Leitung io6 an die Druckluftleitung 103 zwischen dem Verdichter 104 und dem Regler 102 angeschlossen.
  • Von dem Ablaufstutzen 53 des Sumpfes 39 führt eine mit einem Ventil 115 absperrbare Rohrleitung 114 zu einem Behälter 116. Das Fassungsvermögen des Sumpfes 39 und des Behälters 116 zusammengenommen genügt, um alles in der Anlage vorhandene Lösungsmittel aufnehmen zu können, so daß bei geöffnetem Ventil 115 und geschlossenem Ventil 56 eine Reinigung des gesamten Lösungsmittels durchgeführt und schließlich der leere Behälter 32 auch noch gesäubert werden kann. Danach wäre das Ventil 56 zu öffnen, um das Lösungsmittel in den Behälter 32 zurücklaufen zu lassen, worauf das Ventil 115 selbstverständlich wieder zu schließen ist. Die Lage des Behälters 16 ist stets höher als der Boden des Sumpfes 39 und stets tiefer als dessen normaler Flüssigkeitsspiegel. Da handelsübliche chlorhaltige organische Lösungsmittel, wie Trichloräthylen, im allgemeinen Salzsäure enthalten oder mit Wasser Salzsäure bilden, ist es zweckmäßig, gebrochenen Kalkstein oder Marmor i2o auf dem Boden des Behälters 32 und des Sumpfes 39 vorzusehen, um diese Säure zu neutralisieren. Dadurch wird nicht nur die Korrosion innerhalb der Anlage und eine Korrosion der darin behandelten Metallgegenstände vermieden, sondern es werden auch gesundheitsschädliche Dämpfe unmöglich gemacht, die, wenn sie sich entwickeln könnten, das Arbeiten an der Anlage recht gefährlich machen würden.
  • Fig. VII bringt eine etwas andere Ausführungsform der Erfindung. Hier läuft das zu behandelnde Gut zunächst durch die Abspritzvorrichtung 30 oberhalb eines Behälters 32; dann weiter durch ein Kaltbad in dem flüssiges Lösungsmittel enthaltenden Sumpf einer Behandlungskammer i4o, die als solche zugleich einen Flüssigkeitsverschluß darstellt, und schließlich durchläuft das Gut noch einen Kaltsprenger, der bei 13o angedeutet ist und vollkommen reines Lösungsmittel aufspritzt. Unter dein Kaltsprenger befindet sich ein Behälter 132. Zum Schluß gelangt das Gut in eine Trockenzone 142, die durch einen unter dem Auslaßkanal 22 angeordneten Ofen 144 beheizt wird. Ein elektrischer Heizkörper 13_l. im Behälter 32 erhitzt und verdampft das Lösungsmittel. Wie in Fig.I werden auch hier die Dämpfe zwischen dem Sprenger 30 und dem Sumpf i4.o kondensiert, und zwar durch einen den Verbindungskanal umgebenden Kühlmantel 146. Das Kondensat läuft in den Sumpf 14o ab. Des weiteren sind Vorkehrungen getroffen, um die Dämpfe zwischen dem Flüssigkeitsverschluß bzw. Sumpf 140 und dem nachfolgenden Sprenger 130 zu kondensieren. Das geschieht hier durch einen den betreffenden Kanalabschnitt umschließenden Kühlmantel 147. Das Kondensat läuft in den Sumpf i4o zurück. -Zwischen dem Sprenger 130 und dem Auslaß 22 werden die Dämpfe durch einen den Auslaßkanal zwischen dem Sprenger 130 und der Trockenzone 142 umschließenden Kühlmantel 149 kondensiert. Die Pumpen 35 und 135 setzen das flüssige Lösungsmittel der Behälter 32 und 132 zu den Sprengern 30 und 130 in Umlauf. Der Überlauf 141 vom Sumpf i4o zum Behälter 32 ist in solcher Höhe vorgesehen, daß der Flüssigkeitsverschluß im Sumpf i4o immer gewahrt bleibt. Der Flüssigkeitsverschluß selbst ist hier in der Weise gebildet, daß man die die Behandlungskammer nach oben abschließende Decke ungefähr V-förmig nach unten bis in den Sumpf 14o hineingezogen hat. Hiermit ist zugleich der Rauminhalt der Ein-und Auslaßkanäle dieser Behandlungsl@ainmer biß auf ein Geringstmaß zurückgeführt. Die Anordnung der Behälter 32, 140, 132 der Kondensatoren oder Kühlmäntel 146, 147, 149 und des Überlaufes 141 schließt jegliche Verschmutzung reinen Lösungsmittels durch weniger reines Lösungsmittel aus. Verluste an Dämpfen können sich auch bei dieser Anlage nicht ergeben-. Ein Flüssigkeitsaustausch oder Austausch von Dämpfen zwischen den Räumen i 4.o und 13 2 ist praktisch unmöglich, und in der Tat kann das Lösungsmittel bei 132 auch von anderer Art sein als das Lösungsmittel bei 32 und i4o.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung bum Reinigen und Entfetten eines Gutes mit erhitzten flüchtigen Lösungsmitteln (deren Dämpfe schwerer sind als Luft) in einem an den Enden zum Einbringen und Austragen des Behandlungsgutes offen stehenden Kanal, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kanal zwischen Einlaß und Auslaß eine Behandlungskammer (40) vorgesehen ist, in welcher sich ein Flüssigkeitsverschluß befindet, der aus einer in einen Sumpf (39) aus Lösungsmittel eintauchenden Scheide= wand (51) besteht, derart, daß der Durchgang des Behandlungsgutes durch den in seiner Tiefe durch einen Überlauf geregelten Sumpf (39) frei, der Durchgang von Behandlungsdämpfen dahingegen verhindert ist, und daß in diese Behandlungskammer (40) Mittel eingebaut sind, die die aus dem flüssigen Lösungsmittel entwickelten Dämpfe kondensieren und gleichzeitig hiermit dazu beitragen, das Austreten von Dämpfen aus dem Behälter zu verhindern und den Sumpf (39) mit Kondensflüssigkeit voll aufgefüllt zu halten.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Räume beiderseits jener die Behandlungskammer in zwei Abteile aufteilenden und zugleich den Flüssigkeitsv erschluß in der Behandlungskammer ermöglichenden Scheidewand je mit einer Kondensationsvorrichtung ausgestattet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Darstellung des Flüssigkeitsverschlusses erforderliche Scheidewand dadurch gebildet ist, daß die die Behandlungskammer nach oben abschließende Decke in ihrer Mitte ungefähr V-förmig nach unten bis in den in seiner Tiefe durch einen Überlauf geregelten Sumpf hineingezogen und hiermit zugleich der Rauminhalt der Ein- und Auslaßkanäle zu jener Behandlungskammer auf ein Geringstmaß herabgesetzt ist (Fig. VII). q.. Vorrichtung nach Anspruch z bis 3`, dadurch gekennzeichnet, daß der Überlauf des in der Behandlungskammer gebildeten Sumpfes bzw. Flüssigkeitsverschlusses unmittelbar mit einer in dem gleichen Reinigungskanal gelegenen anderen Behandlungskammer in Verbindung gesetzt ist.
DEB172742D 1936-01-28 1936-01-28 Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten Expired DE673887C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB172742D DE673887C (de) 1936-01-28 1936-01-28 Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB172742D DE673887C (de) 1936-01-28 1936-01-28 Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE673887C true DE673887C (de) 1939-04-03

Family

ID=7007092

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB172742D Expired DE673887C (de) 1936-01-28 1936-01-28 Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE673887C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0092851B1 (de) Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Substanzen, insbesondere Nahrungsmitteln
DE3028280A1 (de) Kocheinrichtung
DE2337549C3 (de)
DE1947070A1 (de) Vorrichtung zum Entfetten von Gegenstaenden mittels eines Loesungsmittels
DE112015005248T5 (de) Wärmebehandlungsvorrichtung und kühlvorrichtung
EP2832241A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Kondensation eines Dampfes in einer Vakuumkammer
CH652320A5 (de) Anlage zum behandeln von gegenstaenden mit loesungsmitteln, loesungsmittelhaltigen fluessigkeiten und mit loesungsmitteldaempfen sowie verfahren zu deren betrieb.
DE673887C (de) Vorrichtung zum Reinigen und Entfetten
DE2106446A1 (de) Entlüftungsvorrichtung
EP3165859B1 (de) Vakuumkühlvorrichtung und verfahren zur vakuumkühlung von lebensmitteln
DE2643173A1 (de) Geschirrwaschmaschine mit einer heiz- und temperaturregelanlage fuer ihr wasch- und spuelwasser
DE60013484T2 (de) Verfahren zur reinigung von objekten durch eine erwärmte flüssigkeit und anlage zur durchführung dieses verfahrens
DE1621672A1 (de) Vorrichtung zum Entfetten von Gegenstaenden mit Hilfe eines Loesungsmittels
DE1930626A1 (de) Kochvorrichtung mit stroemungsgesteuertem System
DE2432955C3 (de) Verfahren zum unterirdischen Speichern von bei gewöhnlichen Temperaturen erstarrenden Produkten, wie Schweröl
DE972359C (de) Verfahren und Anlage zur Oberflaechenbehandlung von Teilen, insbesondere zum Entfetten, Beizen oder Phosphatieren von Metallteilen
DE2837892C2 (de) Vorrichtung zum Kondensieren von Dampf
DE3113764C2 (de)
DE668065C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Gegenstaenden mit heissen fluechtigen Loesungsmitteln
DE57620C (de) Ammomakdampimaschine
DE2524079B2 (de)
DE529074C (de) Vorrichtung, um Metallabfaelle durch Entfernung des ihnen anhaftenden OEls fuer die Verhuettung in elektrischen Schmelzoefen geeignet zu machen
DE9015836U1 (de) Vorrichtung zur Reinigung der Luft in einer Maschinenhalle
DE4119863C2 (de) Vorrichtung zum Abschrecken von erwärmten Metallteilen mit einer Einrichtung zum Absaugen von Dämpfen
AT233608B (de) Gekapselte Zirkulationskühlmaschine