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Schußzahlregler für automatische Feuerwaffen Die automatischen Waffen
haben im allgemeinen einen Abzug für Einzel- und einen für Dauerfeuer. Bei gezogenem
Dauerfeuerabzug schießt die Waffe so lange; bis der Abzug losgelassen wird oder
der Munitionsvorrat an der Waffe erschöpft ist. Es wird angestrebt, ein Ziel reit
möglichst geringem Munitionseinsatz zu bekämpfen. Da nun die Zieleinrichtungen,
vor ,allem zur Bekämpfung beweglicher Ziele, noch nicht ausreichen, daß zur Bekämpfung
eines beweglichen Zieles die Abgabe einzelner gut gezielter Schüsse genügt, so ist
man bestrebt, mit möglichst kurzen Feuerstößen auszukommen. Die einzelnen Schüsse
einer Serie sollen möglichst dicht aufeinanderfolge,n; hieraus entsteht die Forderung
nach einer hohen Schußfolge. Gerade diese hohe Schußfolge führt ,aber leicht zur
Munitionsverschwendung, da der Schütze bei der schnellen Schußfolge gar nicht in
der Lage ist, den Abzug so schnell wieder loszulassen, daß nur drei oder vier Schuß
in einem Feuerstoß verfeuert werden.
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Es sind schon Vorrichtungen bekannt, bei denen die Abgabe nur einer
bestimmten Anzahl Schüsse erreicht wird, wenn der Schütze den Abzug über eine bestimmte
Schußzahl hinaus festhält, wobei es dem Schützen aber auch möglich ist, durch früheres
Loslassen des Abzuges kürzere Feuerstöße abzugeben. Durch die schnelle Schußfolge
kann aber praktisch ein kürzerer Feuerstoß durch die Bemessung der Betätigungsdauer
am Abzug nicht genau erzielt werden, so daß die einmal mit der Vorrichtung festgelegte
Schußzahl, die in manchen Fällen noch zu hoch ist, trotzdem abgegeben wird. Außerdem
muß der Schütze dabei den größten Teil der Aufmerksamkeit statt auf das Ziel auf
den Abzug richten, was natürlich dem Zielvorgang abträglich ist.
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Gemäß der Erfindung wird nun dieser übelstand dadurch beseitigt, daß
der vom Schaltradnocken des Schaltwerkes zurückzulegende Weg durch von außen zu
verstellende Stellglieder zur Einstellung der 'Schußzahl veränderbar ist.
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Die Stellglieder sind vorzugsweise als Schieber -ausgebildet, die
als Anschlag für den Nocken des Schaltrades dienen. Wenn dann der Nocken des Schaltrades,
welcher auf dem vom Abzug beeinflußten, in an sich bekannter Weise längs verschieblichen
Klinkenhebel gelagert ist, an dem Schieber zur Anlage kommt, wird bei der nächsten
Betätigung der Schaltklinke, da eine weitere Drehung des Schaltrades nicht mehr
möglich ist, der längs verschiebliehe Teil so verschoben, daß @er außer Eingriff
mit dem gezogenen Abzug kommt.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann außerdem eine vom Abzug
unabhängige Sperre vorgesehen sein, die derart arbeitet, daß die Waffe auch dann
eine bestimmte Anzahl von Schüssen abgibt, wenn der Schütze den Abzug nur kurz betätigt.
Diese Sperre hält dann an Stelle des Abzuges
den längs verschieblichen,
das Schaltrad tragenden Teil so lange in der Arbeitsstellung, bis in der oben angegebenen
Weis.-die Auslösung durch die Verschiebung erfolgt.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel in
teilweise schematischer Darstellung erläutert.
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Fig. i stellt die Einrichtung gemäß der Erfindung in Verbindung mit
dem Abzug in der Ruhelage dar.
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Fig. 2 zeigt die Einrichtung bei gezogenem Abzug, wobei sich das Verschlußstück
noch in seiner hintersten Lage befindet.
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Fig. 3 zeigt die Einrichtung mit dem Abzug in dem Augenblick, in dem
das nach vorm. gleitende Verschlußstück die Trennung der Abzugsteile bewirkt.
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In Fig. q. ist eine Weiterausbildung der Einrichtung gemäß der Fig.
i bis 3 veranschaulicht.
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Der Abzugstollen i hält das Verschlußstück2 in Ruhelage, in geöffneter
Stellung fest. Der Abzug 3 wirkt unter Vermittlung des Klinkenhebels q., der in
einem federbelasteten Schieber 5 gelagert ist, auf den Abzugstollen ein. Der Schieber,5
wird durch die Feder 6 in eine solche Lage gedrückt, daß Abzug 3, Klinkenhebel 4.
und Abzugstollen i miteinander in Eingriff stehen.
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Der Klinkenhebel q. trägt an seinem vorderen Ende ein Schaltrad 7,
das sich mit einem Nocken 7a gegen das Gehäuse 8 oder einen zum Zwecke der Schußzahlverstellung
im Gehäuse gelagerten Schieber g ,abstützt. Das Schaltrad 7 dreht sich um den in
dem Klinkenhebel q. gelagerten Bolzen io und wird durch die -Feder i i in seiner
Ruhelage giehalten bzw. nach beendeter Drehbewegung in diese zurückgeführt.
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Das Schaltrad 7 steht bei gezogenem Abzug in Eingriff mit der Bim
Gehäuse gelagerten federbelasteten Sperrklinke 12 und der ebenfalls federbelasteten
Scbaltklinkc 13, die schwenkbar im Schalthebel i¢ sitzt. Der Schalthebel 14 ragt
mit dem freien Ende in die Bahn des Verschlußstückes.
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Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Durch Ziehen des Abzuges
3 wird über die Klinke 15 der rechte Arm des Klinkenhebels q. nach unten
und der andere, das Schaltrad tragende Arm aufwärts bewegt. Dabei wird durch die
Nase q.a der Abzugstollen i mitgenommen und das Verschlußstück freigegeben (Fig.2),
während das Schaltrad nach oben bewegt wird und mit den Klinken 12 und 13 in Eingriff
kommt. Das vorlaufende Verschlußstück gleitet über den Schalthebel 14, drückt diesen
nach unten und schaltet dadurch das Schaltrad um einen Zahn iin Linksdrehsinn weiter.
Eine zweite Schaltung erfolgt während des Rücklaufes des Verschlußstückes. Dabei
sorgt die Sperrklinke 12 dafür, daß das Schaltrad in der neuen Stellung bis zur
nächsten Schaltung verharrt.
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Hält der Schütze den Abzug fest, so wird das Schaltrad immer weiter
im Linksdrehsinn bewegt, bis schließlich der Nocken 7a sich gegen den Gehäuseanschlag
8a legt. Bei der nächsten Schaltung bewirkt sodann die Bewegung des Schalthebels
1q. mit der Schaltklinke 13 eine Verschiebung des Schaltrades nach links, welches
zugleich den Klinkenhebel q. und mit ihm den Schieber 5 nach links mitbewegt. Dabei
kommt der Abzug 3 außer Eingriff mit der Klinke 15 (Fig. 3), so daß der Klinkenhebel
¢ und der Abzugstollen i unter Wirkung ihrer Federn 16 und 17 nach oben -schnappen,
wodurch das Verschlußs.tück hinten festgehalten und das Feuer unterbrochen wir d.
Das Schaltrad 7 wird nach dem Abspringen des Klinkenhebels q. vom Abzug 3 der Wirkung
der Klinken 12 und 13 entzogen und springt unter Vermittlung der Feder i i in seine
Ruhelage zurück. Nach Loslassen des Abzugsbügels und erneutem Abziehen wiederholt
sich das Spiel von neuem.
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Der Anschlag ga für den Nocken 7a kann sowohl fest am Gehäuse 8 als
auch an einem Schieber g oder einem sonst beweglich im Gehäuse gelagerten Teil angebracht
sein. Bei den bekannten festen Anschlägen ist die Schußzahl bei jedem Feuerstoß
,eine feststehende. Die Schußzahl kann durch entsprechende Verstellung des , Schiebiers
entweder selbsttätig oder von Hand verschieden gemacht werden, wobei der Abstand
der beiden Anschläge 8a und ga voneinander vergrößert oder verkleinert wird. Dadurch
kann z. B. ein periodischer Wechsel der Feu@erstö8e erreicht werden. An Stelle des
Anschlages ga kann natürlich auch der Anschlag 8a im Gehäuse verschiebbar angeordnet
werden. Durch Verschieben des Anschlages 8a wird dann dasselbe erreicht wie durch
Verschieben des Anschlages ga.
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Bei der in den Fig. i bis 3 dargestellten Anordnung ist es möglich,
durch früheres Loslassen des Abzuges auch kürzere Feuerstöße abzugeben. Denn sobald
der Abzug 3 losgelassen wird, bewegt sich der Abzugstollen i nach oben und hält
das Verschlußstück fest.
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In ??i,j. q. ist die Einrichtung der Fig. i bis 3 noch dahin vervollkommnet
worden, daß auch bei nur kurzem Ziehen des Abzuges stets die mit dem Schaltrad eingestellte
bestimmte: Anzahl von Schüssen abgegeben wird. Zu diesem Zweck wird die Einrichtung
durch eine Sperre 1ß ergänzt, die mit dem Klinkenhebel q. auf der Seite des Abzuges
3 in Zusammengriff kommt. Ist min die mit dem Schaltrad eingestellte
Schußzahl
noch nicht vollständig abgegeben und wird der Abzug 3 losg,-lass.en, so wird der
Klinkenhebel q. und damit auch der Stollen i durch die Sperre in der untren Lage
festgehalten. Erst wenn das Schaltrad an dem festen Gehäuseteil. 8a zum Anschlag
gekommen ist, rückt der Abzugstollen i durch die selbsttätige Unterbrechung des
Abzuges 3 in die Sperrlage, indem der Klinkenhebel q. nach links verschoben wird
und aus der Sperre 18 und bei evtl. noch gezogenem Abzug 3 auch noch .aus diesem
ausrastet.