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Vorrichtung zum Senden von Energieimpulsen in periodisch wiederkehrenden,
nach Bedarf regelbaren Zeitabständen Man kennt bereits Vorrichtungen zum Senden
von Energieimpulsen in regelbaren Zeitabständen, bei denen Stahlkugeln odergleichwertige
feste Körper aus einem ersten Behälterabteil nacheinander in ein zweites überführt
werden und auf diesem überführungswege in den ihrer Einlagerung entsprechenden Zeitabständen
Stromkreise mittels eines Fühlhebels schließen und öffnen.
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Gegenstand der Erfindung ist eine nach Art eines Zählwerkes arbeitende
Vorrichtung zum Senden eines elektrischen, mechanischen oder optischen Energieimpulses
in einem periodisch wiederkehrenden, nach Belieben regelbaren Zeitabstand, bei der
ebenfalls Stahlkugeln oder gleichwertige feste Körper Verwendung finden, die aus
einem ersten Behälterabteil nacheinander in ein zweites überführt werden. Die Besonderheit
der Vorrichtung besteht darin, daß durch das überführungsmittel eine bestimmte Anzahl
fester Körper, vorzugsweise Stahlkugeln, aus demersten Behälterabteil einzeln nacheinander
in" das zweite überführt werden und nach überführung des letzten festen Körpers
in das zweite Abteil an der Stelle, wo das überführungsmittel jetzt keine Kugel
o. dgl. aufweist, eine elektrische, mechanische oder optische Fühleinrichtung in
Tätigkeit tritt und einen Energieimpuls beliebiger Art, z. B. einen Stromimpuls,
auslöst, durch den alle Stahlkugeln aus dem zweiten Behälterabteil in das erste
zurückbefördert- werden und zugleich ein Steuerschalter an der Empfangsstelle betätigt
wird.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht beispielsweise eine
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
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Abb. i zeigt die Vorrichtung in Längsansicht.
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Abb.2 entspricht der Darstellung nach Abb. i, zeigt aber den feststehenden
Kugelbehälter und den diesen umfassenden drehbaren Hohlzylinder im Axialschnitt.
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Abb.3 ist ein Querschnitt nach Linie III-III in Abb. 2, gesehen in
Pfeilrichtung. Abb.4 entspricht dem Querschnitt nach Abb.3, zeigt aber den drehbaren
Hohlzylinder und die mit diesem zusammenarbeitenden Stromschaltmittel in wirksamer
Stellung.
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Abb.5 und 6 zeigen, maßstäblich vergrößert, im Längs- und im Querschnitt
bauliche Einzelheiten des feststehenden Kugelbehälters.
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In einem auf einer Grundplatte i ruhenden Bock 2 ist auf einer Welle
3 festsitzend ein Hohlzylinder 4 drehbar gelagert. Dieser Hohlzylinder 4 umfaßt
konzentrisch einen feststehenden, von einer Stütze 6 getragenen Kugelbehälter 6,
der ebenfalls die Form eines Hohlzylinders aufweist. In diesen Kugelbjehälter 5
ragt durch einen Schlitz 12 der Vorder. wand hindurch (Abb.2) eine zurückschiebbare,
auf dem freien Ende einer in einem Auglager 8 gleitbar gelagerten Stange g festsitzende
Scheideplatte 7 hinein, welche den Kugelbehälter in ein oberes und ein unteres Abteil
teilt. Diese Stange g wird von einem Zugmagneten io gesteuert, mit dessen Anker
1 i sie fest verbunden ist.
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In die Außenfläche des Mantels des drehbaren Hohlzylinders 4 ist eine
Ringnut 13 eingedreht. An einer Stelle ihres Umfanges ist diese Ringnut 13 mit einer
Abflachung 14 versehen. In der Mitte dieser Abflachung befindet sich ein in die
Wandung des drehbaren Hohlzylinders 4 radial gebohrtes Loch 15, das sich nach der
Hohläylindermitte zu trichterförmig erweitert und so bemessen ist, daß es von den
in bestimmter Zahl vorgesehenen Kugeln bei jedem Umlauf des Hohlzylinders 4 je eine
aufzunehmen vermag.
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In der unteren Hälfte der zylindrischen Wandung des feststehenden
Kugelbehälters 5 ist ein länglicher Schlitz 16 vorgesehen (Abb. 5 und 6), der sich
zweckmäßigerweise über i/8 des Umfanges der Kugelbehälterwandung erstreckt, etwa
vom tiefsten Punkt aus im Gegensinn zur Drehrichtung. In die untere Hälfte des Kugelbehälters
5 ist außerdem eine Schrägfläche 17 eingebaut, welche dafür sorgt, daß von den Kugeln
auch die letzte sicher und ordnungsmäßig in das Loch 15 gelangt. In die Ringnut
13 greift ein Fühlhebel 18 ein, der an einem feststehenden Zapfen i9 ,schwingbar
aufgehängt ist. Mit diesein Fühlhebel steht .ein zweiter Arm 2o in festem Zusammenhang.
Wenn der Fühlhebel 18 auf dem zylindrischen Teil der Ringnut 13 schleift und in
dem Loch 15 (der sog. Mitnahmezelle) eine Kugel steckt, wird durch den Arm 2o die
federnde Zunge 21 außer Berührung mit dem Kontaktstift 22 gehalten (Abb.3). Steckt
dagegen keine Kugel in der Mitnahmezelle 15, so legt sich der Fühlhebel 18 gegen
die Abflächung 14, sobald diese an ihm vorbeistreicht. Hierbei gehen der Fühlhebel
18 und der Arm 2o in die Lage nach Abb.4 über, so daß sich die federnde Zunge 21
an den Kontaktstift 22 legt, was wiederum zur Folge hat, daß über das Netz einerseits
der die Spule des Magneten enthaltende Stromkreis 23, 23, andererseits der im N.ebenschluß
24,24 liegende Steuerschalter der an der Empfangsstelle zu betätigenden Apparatur
(Abstellvorrichtung, Registriervorrichtung u. dgl.) geschlossen wird.
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Die beschriebene Vorrichtung arbeitet folgendermaßen: Soll z. B. nach
jeder zehnten Umdrehung der Welle 3 ein Stromimpuls an die Erupfangsstelle gesandt
werden, so legt man neun Kugeln in die untere Hälfte des feststehenden Kugelbehälters
5 und setzt dann die Welle 3 mit dem darauf sitzenden Hohlzylinder 4 in Drehbewegung
(Pfeilrichtung). Sobald die Mitnahmezelle 15 unter den Schlitz 16 des feststehenden
Kugelbehälters 5 gelangt (Abb. 5 und 6), fällt eine Kugel in dieselbe herab und
geht hierbei in die aus Abb.3 ersichtliche Stellung über. Bei der Weiterdrehung
des Hohlzylinders ¢ wird diese Kugel durch die äußere Mantelfläche des Kugelbehälters
5 daran gehindert, zurückzuweichen, so daß sie beim Vorbeistreichen an dem Fühlhebel
18 es diesem unmöglich macht, sich unter Einwirkung der federnden Zunge 21 gegen
die Abflachung 14 des Hohlzylinders 4 zu legen. Sobald die MitnahmezeIle 15 die
obere Kante 5' des Kugelbehälters 5 überschritten hat, fällt die in ihr befindliche
Kugel auf die Scheideplatte 7, d. h. in das obere Abteil des Kugelbehälters 5 herab.
Bei der Weiterdrehung des Hohlzylinders gelangt eine' zweite Kugel in die Mitnahmezelle
15, und der Vorgang spielt sich darauf von neuem in der eben beschriebenen Weise
ab und so fort, bis alle neun Kugeln in das obere Abteil des Kugelbehälters überführt
worden sind. Die bei der Weiterdrehung des Hohlzylinders 4 am F ühlhebel 18 vorbeistreichende
Abflachung 14 gestattet nunmehr diesem Fühlhebel, den jetzt keine Kugel mehr behindert,
unter Einwirkung der federnden Zunge 21 nach rechts auszuschwingen und dabei in
die aus Abb.4 ersichtliche Lage überzugehen, in welcher durch den Kontaktstift 22
der Stromkreis 23,
23 und zugleich auch der Nebenschlußkneis 24,
24 über das Netz geschlossen werden. Die Schließung des Stromkreises 23, 23 bewirkt
die Erregung der Spule des Magneten i o, was die Anziehung des Ankers i i und mithin
das Heraustreten der Scheideplatte 7 aus dem Kugelbehälter 5 zur Folge hat. Bei
diesem Rückzug der Scheideplatte 7 fallen alle Kugeln aus dem oberen Kugelbehälterabteil
in das untere Behälterabteil herab, und die Vorrichtung kann, nachdem durch die
Schließung des Nebenschlußkreises 24,24 auch der Steuerschalter der an der Empfangsstelle
zu betätigenden Einrichtung in Wirksamkeit getreten ist, ohne Unterbrechung ihr
Arbeitsspiel unter Wiederöffnung der Stromkreise 23, 23 und 24, 24 von neuem beginnen,
um es sodann in der vorbeschriebenen Weise fortzusetzen. Es leuchtet ohne weiteres
ein, daß man es in der Hand hat, durch passende Wahl der Kugelzahl die Zeitabstände
der zu sendenden Stromimpulse nach Belieben zu ändern.
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Selbstverständlich können an Stelle der Kugeln auch andere feste Körper
verwendet und zur Umsetzung des Erfindungsgedankens in die Wirklichkeit andere Ausführungsformen
als die eben beschriebene gewählt werden. So insbesondere kann die Fühleinrichtung
anstatt zur Inspielsetzüng elektrischer zur Auslösung mechanischer Kräfte oder optischer
Strahlenenergie eingerichtet werden.