DE676279C - Einrichtung zur Steuerung voneinander abhaengiger, von Hand betaetigter Streckengeraete im Eisenbahnsicherungswesen - Google Patents
Einrichtung zur Steuerung voneinander abhaengiger, von Hand betaetigter Streckengeraete im EisenbahnsicherungswesenInfo
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-
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- B61L29/24—Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning
- B61L29/28—Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning electrically operated
- B61L29/288—Wiring diagram of the signal control circuits
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Description
Die Erfindung bezweckt eine Ersparnis von Leitungen bei von Hand betätigten Eisenbahnsicherungseinrichtungen.
In vielen Fällen hat man bereits besondere Leitungen an der Strecke ersparen können, z. B. beim selbsttätigen
Block. In anderen Fällen ist jedoch aus sicherungstechnischen Gründen ein Fortlassen
der an der Strecke entlang geführten Kabel und Leitungen nicht möglich gewesen.
ίο Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis,
daß in einem Falle, wo gerade eine erhebliche Anzahl von Leitungen mit einem großen Aufwand
an Kupfer und Blei verwendet wird, auch diese Leitungen erspart werden können und eine leitende Verbindung über das Gleis
möglich ist, wobei jedoch die Freistellung des Streckengerätes ohne Mitwirkung des Zuges
vor sich geht. Dies kommt gemäß der Erfindung da zur Anwendung, wo in Abhängigkeit
von einem Streckengerät, z. B. einer Schranke oder einem Hauptsignal, ein in der Fahrtrichtung
zurückliegendes Streckengerät, z. B. ein Vorsignal bzw. die Vorsignallampen oder ein
Streckenmagnet, für die Zugbeeinflussung o. dgl. gesteuert werden soll. In diesem Falle
ist nämlich der nachher über die Zugachsen eintretende Kurzschluß des über die Schienen
geführten Stromes für das gesteuerte Strekkengerät ohne Bedeutung, da das Streckengerät
für diesen Zug seine Wirkung bereits ausgeübt hat. In den meisten Fällen ist sogar
der an sich für die Steuerung des Streckengerätes nicht erforderliche Kurzschluß über
die Zugachsen im Sinne einer erhöhten Sicherheit wirkend.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Abbildungen beispielsweise erläutert.
In Abb. ι wird in Abhängigkeit von einem Flügelkontakt 1 an einem Hauptsignal 2 über
die Schienen 3 und 4 des Gleises ein Zugbeeinflussungsmagnet 5 gesteuert. Der Beeinfiussungsmagnet
5, der hier beispielsweise mit einem Kondensator 6 in Resonanzschaltung den Einfluß auf den Zug in bekannter
Weise ausübt, muß bei haltzeigendem Signal die Haltlage übertragen. Zu diesem Zweck
wird über den Flügelkontakt ι bei Fahrtlage
des Signals der Kondensator kurzgeschlossene Um nun den unter Umständen störenden B
tungswiderstand auszuschließen, ist es mäßig, über den Signalflügelkontakt ι
Relais 7 zu speisen, das im angezogenen Z&-
stand, also bei fahrtzeigendem Signal 2, den Kontakt^i schließt, bei haltzeigendem Signal,
wie dargestellt, den Kontakt 71 unterbricht. Das Wesentliche ist hierbei, daß es sich um die
Steuerung einer in der Fahrtrichtung zurückliegenden Vorrichtunghandelt; denn normalerweise
wird der Beeinflussungsmagnet 5 ja nur über einbesonderes Kabel von dem Signalflügelkontakt
1 ohne Mitwirkung des Zuges abhängig gemacht. Trotzdem wirkt der nachher
über die Zugachsen herbeigeführte Kurzschluß der Schienen 3 und 4 nicht störend, da
ja inzwischen der Streckenmagnet 5 seinen ao Einfluß auf den Zug bereits ausgeübt hat. Im
Gegenteil, es ergibt sich sogar, daß der Kurzschluß über die Zugachsen in demselben Sinne
wirkt wie die Unterbrechung des Kontaktes 1 am Signalflügel, also im Sinne einer Halteanzeige
hinter dem Zuge.
Abb. ι zeigt, daß man auch andere Vorrichtungen
auf dieselbe Weise über die Schienen des Gleises betätigen kann. Durch
das Relais 7 wird z. B. über einen Kontakt 72 der Vorsignalantrieb 8 gesteuert. Entsprechend
könnte man auch über die Gleise den Beleuchtungsstrom für die Vorsignallampen
schicken, da ja auch der nachherige Kurzschluß über die Zugachsen bedeutungslos ist;
denn das Vorsignal hat inzwischen seinen Zweck erfüllt. Damit aber das Vorsignal nicht
unbeleuchtet bleibt, kann man in der kurzen Zeit, wo der Zug sich vom Vorsignal bis zum
Hauptsignal bewegt, die Beleuchtung des Vorsignals durch einen am Vorsignal angeordneten
Stromsammler bewirken, den man zweckmäßig bei Tage bzw. bei freiem Gleis, wo eine Beleuchtung des Signals nicht notnotwendig
ist, durch den über die Schienen geführten Strom unter Vorschalten eines Gleichrichters auflädt. -
In Abb. ι ist ferner gezeigt, daß man in
derselben Weise, wie der Magnet 5 am Vorsignal betätigt wird, auch einen Geschwindigkeitüberwachungsmagneten
9 über ein Relais 10 in Abhängigkeit vom Hauptsignal 2
steuern kann. Bei gleichzeitiger Steuerung beider Magnete 9 und 5 wird der Isolierstoß
19 durch die Relaiswicklung 10 überbrückt. Abb. 2 zeigt eine Anordnung, wie sie bei
Schranken üblich ist. Hier wird in Abhängigkeit von der Lage der Schranken, ähnlich wie
in Abb. 1 in Abhängigkeit vom Hauptsignal, ein Streckenmagnet 5 bzw. 11 zweckmäßig
auch unter Vermittlung eines Relais 7 bzw. 12 gesteuert. Befinden sich die Schranken in
der Sperrlage, so sind die Kontakte 13 und 14 geschlossen, das Relais 7 ist angezogen, der
»ij^ontakt 71 ist geschlossen, und der Beeinylstssungsmagnet
5 ist unwirksam. Sind die ,^Schranken dagegen trotz Annäherung eines
tjfäges offen, so wird durch den Magneten 5
in Zusammenarbeit mit dem Kondensator 6 ein Haltsignal übertragen bzw. die Bremse
des Zuges ausgelöst. Genau so ist die Wirkung am Magneten 11 für die andere Fahrtrichtung.
Auch hier ist die Stromführung über das Gleis deshalb möglich, weil der an sich nicht vorgesehene bzw. nicht erforderlich
Kurzschluß über die Zugachsen erst erfolgt, nachdem die Vorrichtung 5 bzw. 11
ihren Zweck bereits erfüllt %at.
Abb. 3 zeigt, wie bei einem Zugbeeinflussungssystem mit mehrfacher Punktbeeinflussung
in Abhängigkeit von einem Hauptsignal 2 mehrere Beeinflussungsmagnete 15,16, 17, 18
und 5 gesteuert werden können. Hierbei sind die Isolierstöße 19, 20, 21, 22 durch die Relais
23, 24, 25, 26 überbrückt.
Die durch die Erfindung bewirkte Ersparnis an Blei und Kupfer für Leitungen fällt bei
Zugbeeinflussungseinrichtungen besonders ins Gewicht, da hier in den meisten Fällen mehrfache
Beeinflussung verlangt wird und für jede Beeinflussungsart ein besonderes Kabel erforderlich ist. Die Art der Beeinflussung
ist gleichgültig. Die Erfindung ist daher auch anwendbar bei anderen als der in den Beispielen
gezeigten Resonanzzugbeeinflussung, z. B. auch bei der optischen Zugbeeinflussung.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Steuerung voneinander abhängiger, von Hand betätigter Streckengeräte im Eisenbahnsicherungswesen, dadurch gekennzeichnet, daß die leitenden Verbindungen zwischen dem einen Streckengerät, z. B. einem Hauptsignal oder einer Schranke, und zwischen dem anzusteuernden, in der Fahrtrichtung zurückliegenden Streckengerät, z. B. einem Vorsignal, einem Beeinflussungsmagneten o. dgl. über die beiden voneinander isolierten Fahrschienen in der Weise hergestellt werden, daß die Freistellung des Streckengerätes ohne Mitwirkung des Zuges vor sich geht.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des abhängigen Streckengerätes, z. B. des Beeinflussungsmagneten (S), über ein Relais (7) erfolgt, welches über einen Kontakt (71) den Stromkreis des Magneten steuert.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Steuerung mehrerer Streckengeräte, z. B. zweierBeeinflussungsmagnete (5 und 9) in Abhängigkeit von demselben Hauptstreckengerät, z. B. dem Hauptsignal (2), dasjenige Relais (10), welches das dazwi--{ schenliegende Streckengerät (9) steuert, einen in dem Gleis angeordneten Isolierstoß (19) überbrückt.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Steuerung eines Vorsignals bzw. der Vorsignal- to beleuchtung über das Gleis ein Stromsammler vorgesehen ist, der während des Kurzschlusses über die Zugachsen die Speisung der Signalbeleuchtung bewirkt und der bei Tage bzw. freiem Gleis durch den über die Schienen geführten Strom unter Zwischenschaltung eines Gleichrichters aufgeladen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV33486D DE676279C (de) | 1937-01-19 | 1937-01-19 | Einrichtung zur Steuerung voneinander abhaengiger, von Hand betaetigter Streckengeraete im Eisenbahnsicherungswesen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE676279C true DE676279C (de) | 1939-05-31 |
Family
ID=7588148
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEV33486D Expired DE676279C (de) | 1937-01-19 | 1937-01-19 | Einrichtung zur Steuerung voneinander abhaengiger, von Hand betaetigter Streckengeraete im Eisenbahnsicherungswesen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE676279C (de) |
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1937
- 1937-01-19 DE DEV33486D patent/DE676279C/de not_active Expired
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