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DE675161C - Verfahren zum elektrischen Auftauen von gefrorenen Lebensmitteln, insbesondere von Gefrierfleisch - Google Patents

Verfahren zum elektrischen Auftauen von gefrorenen Lebensmitteln, insbesondere von Gefrierfleisch

Info

Publication number
DE675161C
DE675161C DES122083D DES0122083D DE675161C DE 675161 C DE675161 C DE 675161C DE S122083 D DES122083 D DE S122083D DE S0122083 D DES0122083 D DE S0122083D DE 675161 C DE675161 C DE 675161C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
food
meat
thawing
frozen
electrical
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES122083D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG, Siemens Corp filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
Priority to DES122083D priority Critical patent/DE675161C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE675161C publication Critical patent/DE675161C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B4/00Preservation of meat, sausages, fish or fish products
    • A23B4/06Freezing; Subsequent thawing; Cooling
    • A23B4/07Thawing subsequent to freezing

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Freezing, Cooling And Drying Of Foods (AREA)

Description

  • Verfahren zum"elektrischen Auftauen von gefrorenen Lebensmitteln, insbesondere von Gefrierfleisch Es ist bekannt, Lebensmittel durch Gefrieren vor dem Verderben zu bewahren.. Auf diese Weise läßt sich beispielsweise Fleisch mehrere Wochen hindurch frisch halten. Gewisse Schwierigkeiten ergeben sich jedoch, wenn die gefrorenen Lebensmittel zum Gebrauch ,aufgetaut werden sollen.
  • Gewöhnlich geschieht das Auftauen durch Wärmezufuhr von außen, beispielsweise durch Einbringen der Lebensmittel in eine warme Atmosphäre. Die in Betracht kommenden Lebensmittel besitzen .nun im allgemeinen ,ein verhältnismäßig geringes Wärmeleitvermögen. Wenn man sie daher durch Wärmezufuhr vorn ,außen vollständig, d. h. bis ins Innere, auftauen will, so benötigt man, da man nur verhältnismäßig niedrige -Temperaturen anwenden kann, für den Auftauvorgang eine erheblich lange Zeit. Das hat zur Folge, daß die äußeren Schichten der aufzutauenden Lebensmittel bereits längst aufgetaut -und daher nicht mehr gegen Fäulnis geschützt sind, während Teile im Innern der Lebensmittel noch gefroren sind. Es zeigt sich infolgedessen vielfach ein oberflächliches Verderben der Lebensmittel.
  • Zum Auftaue von Fleisch hat man sich auch des @elektrischen Stromes bedient. Infolge des Widerstandes, den das Fleisch dem elektrischen Strom bietet, wird im Fleisch Stromwärme erzeugt. Zur Einführung der elektrischen Ströme in das Fleisch werden bei bekannten Verfahren an verschiedenen Stellen des Fleischstückes Elektroden angelegt oder hineingestochen. Dieses Auftauverfahren bietet bereits den Vorteil, daß' die Auftauwärme im Innern des Fleisches selbst zur Wirkung gebracht und hierdurch eine gleichmäßigere Erwärmung erzielt wird, doch haftet diesem Verfahren andererseits auch eine Reihe recht empfindlicher Nachteile an. Zunächst ist festzustellen, daß sich beim Anlegen der Elektroden an das Fleischstück im Innern desselben infolge ungleichmäßiger Leitfähigkeit ganz bestimmte, ausgeprägte Strombahnen bilden, die Beine ungleichmäßige Erhitzung verursachen. Ferner tritt besonders unmittelbar an den Elektroden -eine starke Überhitzung auf. Zur Verhütung dieser Überhitzungen hat man zwar vorgeschlagen, die Elektroden künstlich zu kühlen, doch kann. dies nur als ein Notbehelf angesehen werden, da die Überhitzungen und somit die erforderliche Kühlung sehr unterschiedlich sind. Auch wird der Aufbau der Anlage durch die zusätzlich erforderlichen Kühleinrichtungen umständlicher. Des weiteren ist @es beim Auftauen von Gefrierfleisch mittels direkten Stromdurchganges von Nachteil, daß die Elektroden infolge unterschiedlicher Festigkeit einzelner Teile des Fleischstückes an ganz bestimmten Stellen angesetzt werden müssen. Gegebenenfalls müssen sogar mehr er e Elektrodenpaareoder -gruppen gleichzeitig verwendet und in ganz bestimmter Weise an, den Tierkörper angesetzt werden. AbglIsehen von der durch die zusätzlichen Elektroden hervorgerufenen Vermehrung der übcrhitzun-,sstellen ist hierdurch das Verfahren rechte umständlich und zeitraubend und erforderx=: große übung. Durch falsches Ansetzen tdeejw gar durch Verwechseln der Elektroden lMl'G nen große Nachteile entstehen. Für cinei': Massenbetrieb ist daher auch das Verfahren der direkten Stromdurchleitung zum Auftauen von unterkühlten und gefrorenen Lebensmitteln nicht geeignet.
  • Alle diese Nachteile werden bei dem Verfahren nach der Erfindung vermieden. .Auch hier erfolgt das Auftauen der Lebensmittel mittels der Elektrizität. Erfindungsgemäß werden jedoch die aufzutauenden Lebensmittel der Einwirkung elektrischer Felder ausgesetzt, die vorn Spannungen sehr hoher Frequenz erregt sind. In Betracht kommt vorzugsweise :ein Frequenzbereich, der einer Wellenlänge von etwa 5 bis 5o m entspricht. Das Auftauverfahren nach der Erfindung ermöglicht @ebenso wie das bekannte Verfahren der direkten Stromdurchleitung die Erzeugung der Wärme unmittelbar. im Innern der aufzutauenden Lebensmittel selbst, doch brauchen bei dem Verfahren nach der Erfindung keinerlei Elebtroden am die zu behandelnden Lebensmittel angelegt zu werden. Die Lebensmittel, beispielsweise Fleischstücke, werden bei dem Verfahren nach der Erfindung lediglich in den Wirkbereich des elektrisch; n Feldes hineingebracht, worauf der Auftauvorgang unmittelbar einsetzt. Die Lebensmittel werden hierbei im vollen Umfange von dem elektrischen Feld durchsetzt. Es läßt ' sich hierdurch dem aufzutauenden Gut in der Zeiteinheit eine ganz erhebliche Wärmemenge zuführen, ohne daß an irgendeiner Stelle unzulässig hohe Temperaturen auftreten. Für das Auftauen von Gefrierfleisch ist dies besonders wichtig. Eine stärkere Behandlung einzelner Fleischstücke wird bei dem Verfahren nach der Erfindung vielfach gar nicht notwendig sein. Ist sie trotzdem erwünscht, so kann -sie Bohne weiteres durch Verstärkung ;einzelner Teile des elektrischen Feldes, z. B. durch Erhöhung der elektrischen Felddichte, erzielt werden. Auch ist eine Regelung und Überwachung der Auftaue nergie durch Änderung der Stärke bzw. Dichte des ,elektrischen Feldes möglich. Bei dem Verfahren nach der Erfindung können auch mehrere Fleischstücke o. dgl. gleichzeitig der Einwirkung des elektrischen Feldes ausgesetzt werden, ein Vorteil, der besonders bei der Behandlung kleinerer Stücke angenehm empfunden wird.
    :-"&.Der Auftauvorgang kann fern-cr bei dem
    @` , ren nach der Erfindung in sehr kurzer
    '#i;durchgeführt werden. Da ferner der
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    tl'u'favorgang im Innern des zu behandeln-
    de. -'`Körpers beginnt und nach den Außen-
    flächen zu fortschreitet, so sind die mit der Luft in Verbindung stehenden Teile nur ganz kurze Zeit dem Einfluß der Fäulniserreger ausgesetzt.
  • Um jede Gefahr des Verderbens zu vermeiden, kann man das Auftauen in einer fäulniswidrigen Atmosphäre vornehmen. Beispielsweise kann das Auftauen der Lebensmittel in einer sauerstofffreien Atmosphäre, z. B. in Stickstoff, oder in einem luftverdünnten Raumerfolgen. Die zur Erwärmung dienenden hochfrequenten elektrischen Felder rufen in den die aufzutauenden Lebensmittel umgebenden Gasen, also beispielsweise in der Luft, praktisch keine Erwärmung hervor.
  • Die Erfindung ist nicht nur von Wichtigkeit für solche Lebensmittel, -die leicht in Fäulnis übergehen, sondern auch für das Auftauen solcher, die durch die Einwirkung höherer Temperaturen auf andere Weise in ihrer Brauchbarkeit beeinträchtigt werden, beispielsweise für Fette, wie Butter usw., die bereits bei verhältnismäßig geringen Temperaturen schmelzen.
  • Es ist zwar schon bekannt, Lebensmittel zwecks Kochens oder Bratens in Hochfrequenzfeldern zu erhitzen.
  • Zum Auftauen gefrorener Lebensmittel hat man hochfrequente elektrische Felder jedoch noch nicht benutzt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum elektrischen Auftauen von gefrorenen Lebensmitteln, insb,esondere von Gefrierfleisch, dadurch gekennzeichnet, daß die aufzutauenden Lebensmittel der Einwirkung elektrischer Felder ausgesetzt werdeh; die von Spannungen sehr hoher Frequenz, insbesondere entsprechend Wellenlängen von etwa 5 bis 50 m, erregt sind.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftauen in einer der Fäulnis entgegenwirkenden Atmosphäre, z. B. Stickstoff, stattfindet.
DES122083D 1936-03-24 1936-03-24 Verfahren zum elektrischen Auftauen von gefrorenen Lebensmitteln, insbesondere von Gefrierfleisch Expired DE675161C (de)

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DES122083D DE675161C (de) 1936-03-24 1936-03-24 Verfahren zum elektrischen Auftauen von gefrorenen Lebensmitteln, insbesondere von Gefrierfleisch

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DE675161C true DE675161C (de) 1939-04-29

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE951068C (de) * 1954-04-23 1956-10-18 Linde Eismasch Ag Verfahren zum Auftauen von Gefrierfleisch
DE1140057B (de) * 1959-09-24 1962-11-22 Holm Sommer Verfahren und Vorrichtung zum Auftauen von Tiefgefriergutkoerpern, insbesondere von Butter in Blockform
DE1292101B (de) * 1961-10-21 1969-04-10 Bahlsen Werner Backvorrichtung

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE951068C (de) * 1954-04-23 1956-10-18 Linde Eismasch Ag Verfahren zum Auftauen von Gefrierfleisch
DE1140057B (de) * 1959-09-24 1962-11-22 Holm Sommer Verfahren und Vorrichtung zum Auftauen von Tiefgefriergutkoerpern, insbesondere von Butter in Blockform
DE1160715B (de) * 1959-09-24 1964-01-02 Holm Sommer Verfahren und Vorrichtung zum Auftauen von Tiefgefriergutkoerpern, insbesondere von Butter in Blockform
DE1292101B (de) * 1961-10-21 1969-04-10 Bahlsen Werner Backvorrichtung

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