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DE669854C - Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter Viscose - Google Patents

Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter Viscose

Info

Publication number
DE669854C
DE669854C DEA80973D DEA0080973D DE669854C DE 669854 C DE669854 C DE 669854C DE A80973 D DEA80973 D DE A80973D DE A0080973 D DEA0080973 D DE A0080973D DE 669854 C DE669854 C DE 669854C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
insulating material
electrical insulating
loosened
viscose
cellulose
Prior art date
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Expired
Application number
DEA80973D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Priority to DEA80973D priority Critical patent/DE669854C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE669854C publication Critical patent/DE669854C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/18Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
    • H01B3/185Substances or derivates of cellulose

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Reinforced Plastic Materials (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)

Description

  • Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter Viscose Die vorzüglichen mechanischen Eigenschaften, welche schwammförmige Cellulose besitzt, insbesondere die fast vollkommen elastische Verformbarkeit, weist dieser Stoff nur so lange ,auf, als @er eine gewisse Mindestmenge an Wasser enthält. Diese untere Grenze entspricht ungefähr derjenigen des lufttrockenen Zustandes, in welchem der Wassergehalt :etwa 8 o/o des Cellulosegewichtes beträgt. Je mehr Wasser der Gelluloseschwamm enthält, desto weicher und nachgiebiger ist er.
  • Diese Abhängigkeit im mechanischen Verhalten von dem Wassergehalt ist gegeben durch die sog. Quellung der Cellulose. Das Wesen dieses Zustandes ist trotz eingehender Bemühungen heute ,noch nicht vollkommen erforscht. Es wird angenommen, daß es auf der Ausbildung von Wasserhüllen um die Mizellen beruht, die das ganze Gebilde lokkern Lind beweglich machen. Diese Fähigkeit ist bisher nur .an Wasser bzw. wäßrigen Lösungen von Elektrolyten beobachtet worden. Die Gegenwart von Wasser muß unter allen Umständen vermieden werden, wenn die Cellulose als Gerüst für den Aufbau von Isolierstoffen dienen soll, also insbesondere als Träger von Tränkmitteln (Ölen und Isoliermassen). Hierbei würde die Gegenwart von Wasser das Isoliervermögen des ganzen Aufbaues in hohem Maße beeinträchtigen. Insbesondere würde die dielektrische Festigkeit hierdurch derartig herabgesetzt, daß der getränkte Stoff für den in Aussicht genommen-en Zweck unverwendbar wäre.
  • Andererseits wird bei vollständiger Beseitigung des Wassers das Cellulosegerüst spröde und dadurch gegen mechanische Beanspruchung empfindlich.
  • Dieser Schwierigkeit könnte dadurch begegnet werden, daß man die Cellulose zunächst mit Hilfe von Wasser zum Quellen bringt, dann aber verhindert, daß der durch die Quellung erzeugte Auflocken ingszustand bei der Entziehung des Wassers wieder aufgehoben wird. Die Cellulosefasern müßten also in ihrem gelockerten Zustande derartig fixiert werden, daß sie sich bei der Trocknung zum mindesten nicht wieder völlig zusammenziehen und dadurch hart und brüchig werden können.
  • Es ist bekannt, organische oder anorganische Erzeugnisse mit wäßrigen Suspensione.n von Polym:erisationsprodukten von Vinylverbindungen zu überziehen, um so beispielsweise einen Oberflächenschutz, insbesondere gegen Wasser, zu !erreichen. Ferner hat man schwammförmige Cellulosemasse in der Weise hergestellt, daß man in Gegenwart von hygroskopischen und die Schaumbildung begünstigenden Stoffen, wie Seife, Fettsäuren u. dgl., gearbeitet hat, ohne dabei der Möglichkeit der Verwendung als elektrischen Isolierstoff Rechnung zu tragen. Erfindungsgemäß wird als elektrischer Isolierstoff schwammförmige Hydratcellulose, die nach dem Viscoseverfahren hergestellt wurde, verwendet, die mit einer wäßrigen Dispersion von Polyacrylverbindungen und oder Vinylpolymerisaten getränkt worden ist. Bei einer derartigen Tränkung wird auch nach dem Trocknen ein aufgelockerter Zustand des Stoffes erreicht, und der weder hart noch brüchig werdende Stoff weist gute Eigenschaften als elektrischer Isolierstoff auf. Die Verwendung so hergestellter Massen für die Elektrotechnik bietet große Vorteile. Die Herstellung erfolgt in der Weise, daß die nach dem. Viseoseverfahren hergestellte Hydratcellulose mit den genannten Disper: sionen getränkt und danach getrocknet wird, mit derAbsicht, daß durch das in derHydrat-,cellulose verbleibende Harz die Fixierung d.^s aufgelockerten Zustandes der Mizellen herbeigeführt wird. Beispielsweise wird die be- schriebene Cellulose mit einer aoo/1oigen wäßrigen Dspcrsion'von polymerisierten Acrylsäurederivaten, die gegebenenfalls auch Vinylpolymerisate enthält, imprägniert, wobei die Quellung des Cellulosematerials in gleichem Maße auftritt wie hei reinem Wasser. Bei der nachfolgenden Trocknung lagert sich das in der Dispersion enthaltene Polymerisat zwischen und auf der Ccllulosemasse an und ver--liindert beim Trocknen eine zu weitgehende Schrumpfung. Der durch das Wasser herbeigeführte Quellungszustand bleibt in erheblichem Maße erhalten und damit auch die elastische Deformierbarkeit des Ganzen, die durch die elastisch-plastische Beschaffenheit des niedergeschlagenen Zusatzstoffes noch erhöht wird.

Claims (1)

  1. PATI-A@TANSPILU C11 Verwendung von schwammförr#iiger nach dem Viscoseverfahren hergestellter Hydratcellulose, die mit einer wäßrigen Dispersion .einer polymeren Acrylsäureverbin-Jung und/oder eines Vinylpolymerisates getränkt worden ist, als elektrischer Isolierstoff.
DEA80973D 1935-08-16 1935-08-16 Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter Viscose Expired DE669854C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE894262C (de) * 1947-04-28 1953-10-22 Pirelli Verfahren zur Herstellung von isolierenden elektrischen Leitern, die gegen atmosphaerische Einwirkungen widerstandsfaehig sind

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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