DE669854C - Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter Viscose - Google Patents
Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter ViscoseInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
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Description
- Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter Viscose Die vorzüglichen mechanischen Eigenschaften, welche schwammförmige Cellulose besitzt, insbesondere die fast vollkommen elastische Verformbarkeit, weist dieser Stoff nur so lange ,auf, als @er eine gewisse Mindestmenge an Wasser enthält. Diese untere Grenze entspricht ungefähr derjenigen des lufttrockenen Zustandes, in welchem der Wassergehalt :etwa 8 o/o des Cellulosegewichtes beträgt. Je mehr Wasser der Gelluloseschwamm enthält, desto weicher und nachgiebiger ist er.
- Diese Abhängigkeit im mechanischen Verhalten von dem Wassergehalt ist gegeben durch die sog. Quellung der Cellulose. Das Wesen dieses Zustandes ist trotz eingehender Bemühungen heute ,noch nicht vollkommen erforscht. Es wird angenommen, daß es auf der Ausbildung von Wasserhüllen um die Mizellen beruht, die das ganze Gebilde lokkern Lind beweglich machen. Diese Fähigkeit ist bisher nur .an Wasser bzw. wäßrigen Lösungen von Elektrolyten beobachtet worden. Die Gegenwart von Wasser muß unter allen Umständen vermieden werden, wenn die Cellulose als Gerüst für den Aufbau von Isolierstoffen dienen soll, also insbesondere als Träger von Tränkmitteln (Ölen und Isoliermassen). Hierbei würde die Gegenwart von Wasser das Isoliervermögen des ganzen Aufbaues in hohem Maße beeinträchtigen. Insbesondere würde die dielektrische Festigkeit hierdurch derartig herabgesetzt, daß der getränkte Stoff für den in Aussicht genommen-en Zweck unverwendbar wäre.
- Andererseits wird bei vollständiger Beseitigung des Wassers das Cellulosegerüst spröde und dadurch gegen mechanische Beanspruchung empfindlich.
- Dieser Schwierigkeit könnte dadurch begegnet werden, daß man die Cellulose zunächst mit Hilfe von Wasser zum Quellen bringt, dann aber verhindert, daß der durch die Quellung erzeugte Auflocken ingszustand bei der Entziehung des Wassers wieder aufgehoben wird. Die Cellulosefasern müßten also in ihrem gelockerten Zustande derartig fixiert werden, daß sie sich bei der Trocknung zum mindesten nicht wieder völlig zusammenziehen und dadurch hart und brüchig werden können.
- Es ist bekannt, organische oder anorganische Erzeugnisse mit wäßrigen Suspensione.n von Polym:erisationsprodukten von Vinylverbindungen zu überziehen, um so beispielsweise einen Oberflächenschutz, insbesondere gegen Wasser, zu !erreichen. Ferner hat man schwammförmige Cellulosemasse in der Weise hergestellt, daß man in Gegenwart von hygroskopischen und die Schaumbildung begünstigenden Stoffen, wie Seife, Fettsäuren u. dgl., gearbeitet hat, ohne dabei der Möglichkeit der Verwendung als elektrischen Isolierstoff Rechnung zu tragen. Erfindungsgemäß wird als elektrischer Isolierstoff schwammförmige Hydratcellulose, die nach dem Viscoseverfahren hergestellt wurde, verwendet, die mit einer wäßrigen Dispersion von Polyacrylverbindungen und oder Vinylpolymerisaten getränkt worden ist. Bei einer derartigen Tränkung wird auch nach dem Trocknen ein aufgelockerter Zustand des Stoffes erreicht, und der weder hart noch brüchig werdende Stoff weist gute Eigenschaften als elektrischer Isolierstoff auf. Die Verwendung so hergestellter Massen für die Elektrotechnik bietet große Vorteile. Die Herstellung erfolgt in der Weise, daß die nach dem. Viseoseverfahren hergestellte Hydratcellulose mit den genannten Disper: sionen getränkt und danach getrocknet wird, mit derAbsicht, daß durch das in derHydrat-,cellulose verbleibende Harz die Fixierung d.^s aufgelockerten Zustandes der Mizellen herbeigeführt wird. Beispielsweise wird die be- schriebene Cellulose mit einer aoo/1oigen wäßrigen Dspcrsion'von polymerisierten Acrylsäurederivaten, die gegebenenfalls auch Vinylpolymerisate enthält, imprägniert, wobei die Quellung des Cellulosematerials in gleichem Maße auftritt wie hei reinem Wasser. Bei der nachfolgenden Trocknung lagert sich das in der Dispersion enthaltene Polymerisat zwischen und auf der Ccllulosemasse an und ver--liindert beim Trocknen eine zu weitgehende Schrumpfung. Der durch das Wasser herbeigeführte Quellungszustand bleibt in erheblichem Maße erhalten und damit auch die elastische Deformierbarkeit des Ganzen, die durch die elastisch-plastische Beschaffenheit des niedergeschlagenen Zusatzstoffes noch erhöht wird.
Claims (1)
- PATI-A@TANSPILU C11 Verwendung von schwammförr#iiger nach dem Viscoseverfahren hergestellter Hydratcellulose, die mit einer wäßrigen Dispersion .einer polymeren Acrylsäureverbin-Jung und/oder eines Vinylpolymerisates getränkt worden ist, als elektrischer Isolierstoff.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA80973D DE669854C (de) | 1935-08-16 | 1935-08-16 | Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter Viscose |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEA80973D DE669854C (de) | 1935-08-16 | 1935-08-16 | Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter Viscose |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE669854C true DE669854C (de) | 1939-01-05 |
Family
ID=6948192
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA80973D Expired DE669854C (de) | 1935-08-16 | 1935-08-16 | Elektrischer Isolierstoff aus aufgelockerter Viscose |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE669854C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE894262C (de) * | 1947-04-28 | 1953-10-22 | Pirelli | Verfahren zur Herstellung von isolierenden elektrischen Leitern, die gegen atmosphaerische Einwirkungen widerstandsfaehig sind |
-
1935
- 1935-08-16 DE DEA80973D patent/DE669854C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE894262C (de) * | 1947-04-28 | 1953-10-22 | Pirelli | Verfahren zur Herstellung von isolierenden elektrischen Leitern, die gegen atmosphaerische Einwirkungen widerstandsfaehig sind |
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