-
Vorrichtung zum Steuern der Schreibplatte von Flachplattenschreibmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Steuern der Schreibplatte von Flachplattenschreibmaschinen
mit auf einem in bezug auf die Schreibplatte in Buchstaben- und Zeilenabstandsrichtung
beweglichen Träger angeordneter Schreibvorrichtung, bei denen die flache Schreibplatte
zum Festlegen des Schriftstückes in die Schreibebene angehoben wird, aus der sie
zum Auswechseln des Schriftstückes selbsttätig in eine das Schriftstück freigebende
Lage aus der Schreibebene bewegt werden kann.
-
Die Erfindung bezweckt, diese Schreibmaschine so auszubilden, daß
ein selbsttätiges Herabdrücken der Platte in zeitlich abgestimmter Weise zur Rückkehrbewegung
der Schreibvorrichtung in verschiedenen Lagen geschaffen wird, so daß eine Bewegung
der Schreibvorrichtung über das unbedingt zur Freigabe der Arbeitsbogen oder Formulare
verschiedener Länge notwendige Maß hinaus nicht erforderlich ist und dadurch eine
Beschleunigung der Arbeit erreicht wird.
-
Ein weiterer Zweck der Erfindung besteht in der Ausbildung einer die
Schreibplatte niederdrückenden Vorrichtung, welche trotz Haltens der Platte in einer
nachgiebigen, das Schriftstück in ausreichendem Maße festklemmenden Weise durch
Anwendung einer geringen Kraft niedergedrückt werden kann, so daß sie entweder durch
einen beweglichen Teil der Maschine, z. B. die Schreibvorrichtung, ohne Sonderbelastung
dieses Teils oder durch leichten Druck der Hand auf einen Tastenhebel betätigt werden
kann. An sich ist es bereits bei solchen Maschinen, bei denen der die Schreibvorrichtung
tragende Träger quer in Buchstabenabstandsrichtung beweglich ist und bei welchem
die Schreibplatte auf einem beweglichen Träger angeordnet ist, der längs der Maschine
in Zeilenabstandsrichtung beweglich ist, bekannt, einen festen Kamm an dem Rahmen
der Maschine vorzusehen, welcher auf einen an dem Schreibplattenträger angelenkten
Hebel wirkt, wenn die Schreibplatte ihre Endlage erreicht, wodurch die Platte in
solch eine Lage bewegt wird, daß der Arbeitsbogen ausgewechselt werden konnte. Die
Handhabung dieser Einrichtung war jedoch infolge dieser Ausbildung sehr zeitraubend.
-
Der Erfindung gemäß ist nun die die SchreibplattenbewegungsteuerndeEinrichtung
wahlweise so voreinstellbar, daß sie in verschiedenen Stellungen des die Schreibvorrichtung
tragenden beweglichen Trägers in Bezug auf die Schreibplatte in Zeilenabstandsrichtung
wirksam wird. Infolgedessen ist es möglich, die Freigabe des Schriftstückes selbsttätig
zu bewirken,, sobald es nicht mehr von dem bewegten Träger überdeckt wird, so daß
unnötige Schaltwege erspart werden.
-
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
an einer Flachplattenschreibmaschine dargestellt, und zwar zeigen: Fig. z eine Oberansicht
der neuen Vorrichtung zum Bewegen und Steuern der Platte einer Flachplattenschreibmaschine,
Fig.2
in größerem Maßstabe eine Rückansicht, wobei der Deutlichkeit halber Teile der Schreibvorrichtung
weggelassen sind, Fig.3 eine Teilseitenansicht, teilweise imr` Schnitt, ,. , . Fig.
4 einen Längsschnitt nach Linie 4-4.-.-der Fig. i, Fig.5 einen Teilschnitt ähnlich
wie der nach Fig. 4, jedoch in größerem Maßstabe, Fig. 6 einen Querschnitt nach
Linie 6-6 der Fig, i, Fig. 7 einen Querschnitt nach Linie 7-7 der Fig. i, Fig.8
schaubildlich eine an dem Zeilenabstandwagen angebrachte Kupplungsvorrichtung mit
einer Klinkvorrichtung sowie eine Kurbel, mit der die Kupplung in Berührung kommt,
Fig. 9 einen lotrechten Schnitt nachLinie 9-9 der Fig. 2, der die in Fig. 8 dargestellten
Teile weiterhin erläutert, Fig. 1o eine Teilansicht von oben nach Linie zo-zo der
Fig. 9, teilweise im Schnitt, Fig. i i eine ähnliche Ansicht nach Linie i 1-i i
der Fig. 9, Fig. 12 eine Teilansicht eines Teiles der Klinkenvorrichtung nach Linie
12-12 der Fig. 9, Fig. 13 einen der die Platte bewegenden und einen Teil der Plattensteuervorrichtung
bildenden Knebel teils in Seitenansicht, teils im Schnitt, zusammen mit einem zugehörigen
Kugellager, Fig.14 eine Seitenansicht einer dieser Knebel und seiner Lagerung, Fig.
15. einen lotrechten Schnitt nach Linie 15-15 der Fig. 14, Fig. 16 einen Schnitt
durch einen Bauteil eines dieser Knebel, Fig. 17 eine Seitenansicht eines Teiles
des Steuerbügels der Maschine mit einem an diesem angebrachten Daumen, der in eine
wirksame und eine unwirksame Lage einstellbar ist, Fig. 18 einen lotrechten Schnitt
nach Linie 18-18 der Fig. 17, Fig. 19 einen ähnlichen Schnitt wie Fig.18, wobei
jedoch ein Motorsteuerdaumen in unwirksamer Lage eingestellt ist, Fig. 2o einen
Teilschnitt durch eine Einzelheit der Plattensteuervorrichtung, Fig. 21 einen Längsschnitt
nach Linie 21-21 der Fig. B.
-
In den Fig. 1, 4 und 5 ist mit i der übliche Rahmen einer Flachplattenschreibmaschine
bezeichnet, der durch Seitenteile 2 und Vorder-, Zwischen- und Hinterteile 3, 31
und 3'= gebildet wird. Die innerhalb des Rahmens i angeordnete flache Platte 4 trägt
das flach ausgebreitete Schriftstück und arbeitet in ihrer üblichen angehobenen
Lage mit an den Seitenteilen :2 angebrachten vorstehenden und über ihr liegenden
Randklemmstangen 5 zusammen, um das Schriftstück in seiner Lage ,festzuhalten. Der
Rahmen i besitzt Laufrolw.
-
6 zum Erleichtern der Zufuhr endloser =eapierbahnen über die Platte
4.
-
Die eigentliche mit den üblichen Typenträgern und Tastenhebeln versehene
Schreibvorrichtung wird von einem Wagen 7 getragen, der mittels Rollen 8 auf den
Schienen i i und z2 eines Zeilenabstandwagens 9 angebracht ist und so zum Bilden
der Buchstabenabstände quer zur Platte bewegt werden kann. Der Schreibwagen wird
in der üblichen Art, beispielsweise durch den Federmotor 1o und die nicht dargestellte
Hemmvorrichtung angetrieben und gesteuert.
-
Der Zeilenabstandwagen 9 besitzt die vorderen und hinteren Schienen
i i und 12 sowie die die Schienen verbindenden Bauteile 13 und ist vermittels Rollen
14 (Fig. 2 und 3), die auf Bahnen 15 an den Rahmenseitenteilen 2 laufen, in Längsrichtung
der Platte 4 beweglich.
-
Der Zeilenabstandwagen 9 wird mittels einer Zeilenabstandwelle 16
(Fig. 2) angetrieben, die in diesem Wagen gelagert ist und mit fest an ihr angebrachten
Ritzeln 17 versehen ist; diese kämmen mit an den Seitenteilen 2 angebrachten Zahnstangen
18. Die Welle 16 bildet einen Teil der Zeilenabstandvorrichtung z9, durch welche
der Wagen 9 jeweils um die Zeilenabstandgröße vorwärts bewegt wird.
-
Ein auf dem Wagen 9 angebrachter Motor 20 treibt vermittels nicht
dargestellter im Gehäuse 24 angeordneter Vorwärts- und Rückwärtsantriebkupplungen
und einer Motorsteuerwelle 21 die Zeilenabstandwelle 16 an. Die Welle 21 ist ebenfalls
am Wagen angebracht und mit einem fest an ihr angebrachten Ritze123 versehen, welches
mit einem fest auf der Zeilenabstandwelle 16 sitzenden Ritzel 22 kämmt. Die Motorsteuerwelle
21 kann aus einer neutralen Stellung heraus in Richtung ihrer Längsachse bewegt
und mit der einen oder anderen Kupplung in Eingriff gebracht werden, so daß der
Wagen durch den Motorantrieb vorwärts bewegt werden kann, um rasch über dem Schriftstück
in die richtige Lage gebracht zu werden, oder einen Rücklauf vollziehen kann, um
das Schriftstück vor dessen Entfernung oder zu anderen Zwecken, beispielsweise zur
Korrektur oder Durchsicht, freizugeben.
-
Die Bewegung der Motorsteuerwelle 2z in der einen oder anderen Richtung
wird durch Betätigen eines Motorsteuerbügels 25 (Fig. z bis 3, 6 und 7) bewirkt,
der am einen Rahmenseitenteil 2 an der Stelle 26 drehbar angebracht ist und in entgegengesetzten
Richtungen
verschwenkt werden kann; die Motorsteuerwelle 21 steht
mittels einer beweglichen Verbindung in Gestalt eines an ihr fest angebrachten und
mit dem oberen Rand des Bügels in Eingriff stehenden, mit einer Umfangsnut versehenen
Rades 27 (Fig. 2) mit dem Bügel in Verbindung. Der Steuerbügel 25 wird mittels eines
Paares vom Knie zu bedienender Bügel zuerst in der gewünschten Richtung verschwenkt;
diese Kniebügel, von denen einer in Fig. 3 bis 5 dargestellt ist und das Bezugszeichen
28 trägt, sind fest an einzelnen Wellen 29 (Fig. 6 und 7) angebracht, die im Rahmen
i angeordnet und durch eine Lenkerverbindung 30 (Fig. 4 und 5) mit dem Bügel 25
verbunden sind. Die Bewegung der Wellen und des Bügels wird durch an den Wellen
29 angebrachte Anschläge 31 (Fig. 5 bis 7) begrenzt.
-
An beiden Enden des Motorsteuerbügels 25 ist je ein Daumen 32 (Fig.
i bis 3 und 6) vorgesehen. Wenn der Wagen 9 sich dem Ende seines Vorwärts- oder
Rückwärtslaufes nähert, trifft ein am Wagen angebrachter Ansatz 33 auf den jeweiligen
Daumen und verschwenkt den Bügel, so daß die Motorsteuerwelle 2i in eine neutrale
Lage bewegt wird.
-
Die Platte 4 wird innerhalb des Rahmens i mittels eines Paares unter
ihr liegender Plattenführungslenker 34 (Fig. 4 und 5) in annähernd ausgeglichener
Lage gehalten; die Lenker 34 erstrecken sich in Längsrichtung der Platte und sind
mit ihren vorderen Enden an der Stelle 35 nahe bei dem vorderen Rahmenteil e drehbar
angebracht, während ihr hinteres Ende an der Stelle 36 an Lagerblökken 37 angelenkt
ist, die an der Unterseite der Platte befestigt sind.
-
Unter der Platte ist eine federbelastete, die Platte iin Gleichgewicht
haltende Vorrichtung vorgesehen. Diese Vorrichtung besitzt zweckmäßig ein Paar an
gegenüberliegenden Seiten angeordneter Winkelhebel 38, die lotrecht beweglich an
den Stellen 39 der vorderen und mittleren Teile 3 bzw. 31 des Rahmens in der Längsmittelebene
der Platte 4 drehbar angebracht sind, und eine Gleichgewichtrückzugfeder 4o, welche
die unteren Arme dieser Winkelhebel 38 verbindet, wodurch die oberen Arme dieser
Hebel entgegen dem Gewicht der Platte 4 anhebende Gleichgewichtkräfte ausüben.
-
Die durch die Gleichgewichtvorrichtung ausgeübten anhebenden Kräfte
sind bei der angehobenen Lage der Platte geringer als die ihnen durch das Plattengewicht
entgegenwirkenden, aber bei völlig herabgedrückter Lage der Platte gleich diesem
Plattengewicht, und es werden durch die sogleich zu beschreibende rückwirkende Plattenbewegungsvorrichtung
anhebende Kräfte ausgeübt, welche zum überwinden des unausgeglichenen Plattengewichtes
und zum Beibehalten der Schriftstückklemnilage für die Platte ausreichen.
-
Unter der Platte 4 und in der Nähe der Plattenecken nahe bei deren
Seitenkanten befinden sich lotrecht angeordnete Bewegungsknebel 41 (Fig. 4 bis 6).
-
Diese Plattenbewegungsknebel sind in Paaren- angeordnet, und zwar
das eine Paar nach dem vorderen Plattenende und das andere Paar nach dem hinteren
Plattenende zu, und können gleichzeitig arbeiten, um die Platte unter Beibehaltung
ihrer waagerechten Lage herabzudrücken und anzuheben.
-
Jeder Knebel 41 besitzt einen Lenker , und Doppelhebel 42, die zwischen
ihren Enden auf Naben 43 (Fig. 13 bis 15) drehbar gelagert sind. Die Naben 43 stehen
von der Innenfläche der Seitenrahmenteile 2 einwärts vor und werden durch Befestigungsmittel,
beispielsweise Schrauben 49, welche von der Außenfläche der Rahmenelemente durch
diese hindurchgehen, gehalten.
-
Der Drehpunkt der Doppelhebe14-2 ist so angeordnet, daß kurze, obere
Arme 43a und längere, untere Arme 43L geschaffen werden. Die beiden gleichen Teile
eines jeden Hebels befinden sich in einem geringen Abstand voneinander und werden
in dieser Lage durch Kopfschrauben 52 gehalten. Die Kopfschrauben gehen durch Öffnungen
in dem äußeren Teil des Doppelhebels und sind mit ihren Gewindeenden in Büchsen
53 (Fig. 16) eingeschraubt, die in den entsprechenden Teil des Doppelhebels geschraubt
sind.
-
In gegenüberliegenden Bahnen 48, -51 der Nabe 43 und Doppelhebel 42
befinden sich Kugeln 47 und bilden ein die Reibung an dieser Stelle beseitigendes
Kugellager.
-
Das obere Ende des Lenkers 44 ist an der Stelle 45 drehbar
mit der unteren Fläche der Platte 4 verbunden. Das untere Ende des Lenkers 44 wird
von den freien Enden der oberen, kürzeren Arme 43a der Doppelhebel 42 umfaßt und
ist an der Stelle 46 mit diesen drehbar verbunden. Die Drehpunkte 43, 45 und 46
liegen in einer Linie, wenn der Knebel sich in seiner geradegerichtetenoder ausgestreckten
Lage befindet und so eine Totlage bildet, welche die Platte in ihrer angehobenen
Lage sperrt, in welcher sie das Schriftstück zwischen ihrer oberen Fläche und den
Randklemmstangen 5 festklemmt.-Federn 54, welche mit den Verbindungsstellen 46 der
zugehörigen Knebel 41 und am Rahmen i angebrachten Bolzen 55 verbunden sind, sind
bestrebt, die Knebel geradezurichten oder auszustrecken und in dieser Lage zu halten.
-
Die Feder 40 (Fig. 4) ist gerade stark genug, um das Gewicht der Platte
4 in deren
angehobener Lage ohne erheblichen oder wesentlichen Druck
gegen die den Papierrand festklemmenden Leisten 5 zu halten. Mit anderen Worten,
die Teile befinden sich im Gleichgewicht.
-
Die Knebel 41 bilden mit ihrer Bewegungsvorrichtung ein Mittel, welches
die Platte zwangsläufig hebt und senkt und die Platte mit erheblicher Kraft gegen
die Unterseite der Papierrandklemmleisten 5 preßt, um die Schreibblätter in ihrer
Lage zu halten.
-
Die Platte ist infolge von Temperaturunterschieden und aus anderen
Gründen einer Verwerfung unterworfen, und es wird ein starker Druck gegen die Platte
benötigt, um diese flach zu machen und die Plattenränder über ihre ganze Länge fest
gegen die Klemmleisten zu halten.
-
Daher müssen die Knebelfedern 54 sehr stark sein, um so den notwendigen
erheblichen Druck zum Einklemmen des Schriftstückes zwischen der Platte und den
Papierklemmleisten 5 zu erzeugen und die Knebel in ihrer ausgestreckten Lage zu
halten.
-
Unter diesen Umständen muß beim Herabdrücken der Platte an der Universalwelle
56 eine Kraft ausgeübt werden, die ausreicht, um die nach und nach ansteigende Spannung
der bereits gespannten starken. Federn 54 sowie die in geringerem Maße nach und
nach ansteigende Spannung der Gleichgewichtfeder 40 zu überwinden.
-
Eine Freigabe der Universalwelle 56 läßt die starken Federn 54 auf
die Knebel 41 und die Gleichgewichtfeder 4o getrennt von den Federn 54 durch die
Finger 38 einwirken, um die Platte wieder in angehobene Lage zu bringen.
-
Sobald die Platte ihre angehobene Lage erreicht, wird die Wirkung
der Gleichgewichtfeder 4o praktisch gleich Null, während die Stärke der Federn 54
nur wenig verringert ist und eine erhebliche Spannung in ihnen verbleibt, um die
Platte fest gegen die Papierklemmleisten 5 zu drücken.
-
Die Platte wird selbstverständlich durch die Federn 54 nicht merklich
über ihre Gleichgewichtlage hinaus angehoben; die wesentliche Arbeit der Federn
54 besteht darin, die Platte mit ausreichender Kraft gegen die Papierklemmleisten
zu drücken, um das Schriftstück an seinem Platz zu halten, eine Verwerfung der Platte,
wenn eine solche eintritt, zu verringern und eine gleichförmige Klemmwirkung zu
schaffen.
-
Die Knebel 41 sind mit einer Universalquerwelle 56 (Fig. 4 bis 7)
verbunden, die in den Rahmenseitenteilen :2 in Kugellagern 57 gelagert ist und in
folgender Weise zum gleichzeitigen Bewegen der Knebel dient: Die langen Arme 43b
der auf der gleichen Seite der Platte 4 angeordneten vorderen und hinteren Knebel
41 sind mittels Lenker 58 an der Stelle 59 drehbar mit den freien Enden herabhängender
Arme 6o verbunden, die fest an der Welle 56 angebracht sind. Die Welle 56 ist mittels
eines herabhängenden, fest an ihr angebrachten Armes 61 und einer Zugstange 62 mit
einer Kurbel 63 (Fig. i bis 4) wirksam verbunden. Die Kurbel 63 ist am hinteren
Teil des Rahmens i in einem Spurlager 64 drehbar angeordnet und kann zum Bewegen
der Welle 56 und Knebel 41 in einer zum Herabdrücken der Platte dienenden Richtung
rückwärts bewegt werden. Die Kurbel 63 besitzt einen Anschlagarm 65 (Fig. 1 und
2), der zum Begrenzen ihrer Rückwärtsbewegung mit dem Hinterteil 31! des Rahmens
in Berührung kommen kann, wodurch das Maß des Herabdrückens der Platte begrenzt
wird. An ihrem freien Ende trägt die Kurbel eine lotrecht gelagerte Rolle 66, deren
Zweck nachstehend erläutert ist.
-
Am hinteren Teil des Zeilenabstandwagens 9 sind auswählende Mittel
zum Herstellen einer Betriebsverbindung zwischen dem Wagen und der Kurbel
63 in zeitlich abgestimmter Beziehung zur Rückkehr des Wagens zu verschiedenen
Lagen angebracht. Ein Rahmen oder Gestell 67, welches lotrechte Seitenlagerteile
68 (Fig. i bis 3 und 8 bis io) sowie waagerechte obere und untere Stangen 69 und
7o besitzt, ist mittels Bolzen 7 1 an den Teilen 13 des Wagens 9 befestigt.
-
An dem Rahmen 67 ist eine Kupplungsvorrichtung 72 angebracht. Diese
besitzt zweckmäßig eine waagerechte Stoßstange 73, deren eines Ende an einem lotrechten
Drehzapfen 74 befestigt ist, welcher mit seinen beiden Enden in den oberen und unteren
Stangen 69 und 7o gelagert ist. Die Stoßstange 73 kann mittels dieses Zapfens 74
aus einer unwirksamen parallelen Lage zu den Stangen 69, 70 (Fig. i und 2) in eine
senkrecht zu diesen Stangen liegende wirksame Lage (Fig. 8) geschwenkt werden. Sie
bildet dann an dem Wagen 9 eine Verlängerung, deren freies Ende in einer. Linie
mit der Rolle 66 liegt.
-
Am freien Ende der Stoßstange 73 ist ein gegabelter Zentrierkopf 75
angeordnet, der mittels einer federbelasteten Klinke 76 (Fig. 21) einstellbar an
der Stange 73 gehalten wird; die Klinke 76 greift bei üblicher Lage der Teile in
eine Einkerbung 77 an der Unterseite dieser Stange ein. Der Zentrierkopf 75 kann
auf der Stange 73 in eine geneigte Lage (Fig. 9) gedreht werden, in- welcher die
Klinke 76 in eine zweite Einkerbung 78 eingreift, wenn sich der Kopf gemäß Fig.
i und ?-
innerhalb des Rahmens 67 befindet, um die Klinke in einer nicht hindernden
Lage zu
halten, falls der Zeilenabstandwagen aus irgendeinem Grunde,
beispielsweise zwecks Reparatur, auf seinen Rallen 14 aufwärts gekippt werden soll.
-
Die Kupplungsvorrichtung 72 wird in ihrer wirksamen und unwirksamen
Lage durch eine ein zu weites Ausschwenken verhindernde Klinkenvorrichtung 79 (Fig.
1,:2, 8, 9 und io) nachgiebig gehalten. Diese Vorrichtung 79 besitzt zweckmäßig
einen an einer Stelle zwischen den Enden des Zapfens 74 radial vorstehenden kurzen
Kurbelarm 85 und einen winkeligen Lenker 83, dessen eines Ende an der Stelle ioo
mit dein äußeren Ende des Kurbelarmes 85 drehbar verbunden ist und an dessen anderem
Ende eine Zugfeder 84 angreift, die gemäß Fig. io mit ihrem anderen Ende an der
Stelle ioi an dem Lagerbock 68 verankert ist. Die Teile sind so angeordnet, daß
beim Schwenken der Kupplungsvorrichtung aus ihrer einen in ihre andere Lage der
Drehpunkt ioo von der einen Seite einer Totlage, welche in einer durch den Zapfen
74 und die Verankerung i o i der Feder 84 gehenden Mittellinie liegt, zur anderen
Seite derselben verschoben wird.
-
Bei der in Fig. io mit ausgezogenen Linien dargestellten zusammengefalteten
oder unwirksamen Lage der Kupplungsvorrichtung liegt der Drehpunkt ioo infolge des
winkeligen Lenkers, dessen Winkel den Drehzapfen 74 umfaßt, außerhalb des Mittelpunktes
des Zapfens 74. In dieser Lage befindet sich das freie Ende des Winkellenkers an
der Angriffstelle der Feder 84. in Linie mit dem Drehpunkt ioo, jedoch auf der entgegengesetzten
Seite des Zapfens, und in Linie mit der Federverankerung ioi; die so angeordneten
Teile bilden eine Klinke, welche die Kupplungsvorrichtung sicher in unwirksamer
Lage hält.
-
Wenn die Kupplungsstange 73 im Uhrzeigersinn in die in Fig. io mit
gestrichelten Linien dargestellte Lage geschwenkt wird, gelangt der Drehpunkt ioo
auf die entgegengesetzte Seite seines Totpunktes, wobei der Kupplungsarm zu Beginn
seiner Bewegung im Uhrzeigersinn zuerst den Lenker 83 außer Eingriff mit dem Zapfen
74 bringt; sobald der Drehzapfen ioo über seinen Totpunkt hinausgegangen ist, kann
die Feder 84 die Kupplungsstange in ihre hintere wirksame Lage einschnappen lassen.
-
Ein am Zapfen 74 fest angebrachter Anschlag 82 (Fig. 8, 9 und i i)
hält die Kupplungsstange 73 am einen bzw. anderen Ende ihrer Bewegung durch Berühren
mit den Widerlagern 8o bzw. 8i an, welche von der oberen Stange 69 des Rahmens herabragen.
-
Eine sich zwischen dem Zapfen 74 und der Stoßstange 73 erstreckende
Verbindungsstange io2 versteift die Kupplungsvorrichtung. Wenn die Stoßstange 73
entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn (Fig. io) verschwenkt wird, bringt sie die ein
zu weites Ausschwenken verhindernde Klinke 83 und die mit dieser verbundenen Teile
wieder in die mit ausgezogenen Linien dargestellte Lage, wobei die Feder 84 die
Teile in diese Lage zieht, sobald der Drehzapfen ioo den Totpunkt überschreitet.
-
Der federbelastete Lenker 83 hält die Kupplungsvorrichtung bei seiner
Berührung mit dem Zapfen 74 an, und der Anschlag 81 verhindert lediglich ein zu
weites Ausschwenken der Kupplungsvorrichtung.
-
Infolge der überlappenden Anordnung der Klinkenvorrichtung beschreibt
das angelenkte Ende des Lenkers 83 eine größere Bahn als sein freies Ende.
-
Die Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes unter den bei Benutzung
von Schreibblättern verschiedener Länge auftretenden verschiedenen Bedingungen ist
folgende: Es wird angenommen, daß man Beträge auf einem Blatt oder Formular ganzer
Länge schreiben oder eintragen will.
-
Die Kupplungsvorrichtung 72 wird in unwirksame Lage (Fig. i) eingestellt
und der Wagen 9 von Hand oder durch einen Motor längs der Bahnen 15 bis zum Ende
seiner Laufbahn rückwärts verschoben, so daß die Schreibfläche der Platte frei wird,
um das Schriftstück aufzunehmen und zu tragen.
-
Wenn der Wagen sich dem Ende seines Rücklaufes nähert, berührt die
untere Stange 7o des Rahmens 67 die Rolle 66, welche von der Kurbel 63 getragen
wird und in die Bahn dieser Stange emporragt.
-
Die weitergeführte Rückwärtsbewegung des Wagens bis zum Ende seines
Laufes verschwenkt die Kurbel 63 und führt über den Lenker 62, Arm 61 und
die Universalwelle 56 (Fig. 5) ein gleichzeitiges Verschwenken der längeren Arme
43b der verschiedenen Knebel 41 herbei, um diese zu knicken und die Platte gegen
die Spannung der Gleichgewichtmittel 38, 40 zwangsläufig abwärts zu ziehen.
-
Die Platte wird somit von den Klemmleisten 5 weggezogen, so daß die
Ränder des Schriftstückes daruntergelegt werden können und das Blatt richtig auf
der Platte angeordnet werden kann.
-
Offenbar reicht das Gewicht des Wagens aus, um die Platte in ihrer
gesenkten Lage gegen die Spannung der die Knebel zurückziehenden Federn 54 und der
die Platte im Gleichgewicht haltenden Feder 4o zu halten.
-
Gleichzeitig mit der Ankunft des Schreibwagens 9 am Ende seines Rücklaufes
geht der Ansatz 33 des Wagens über den hintersten Daumen 32 am Motorsteuerbügel
25, v erschwenkt den Bügel zurück in seine Mitteltage
und schiebt
die Motorsteuerwelle 21 in eine neutrale Lage, wodurch der zum Motor 20 führende
(nicht dargestellte) Motorstromkreis unterbrochen wird und somit die Kraftübertragung
zum Antrieb des Wagens 9 aufhört. Eine Berührung des Ansatzes 33 mit der Schulter
am hintersten Daumen 32 (Fig. i) hält den Schreibwagen an seiner hinteren Laufgrenze
an.
-
Nach Auflegen des Schriftstückes auf der Platte wird der Schreibwagen
9 aus seiner hinteren Endlage von Hand oder durch Verschwenken des Motorsteuerbügels
aus seiner Mittellage in entgegengesetzter Richtung zu der, aus der er beim Einleiten
des Rücklaufes des Wagens verschwenkt wurde, vorwärts bewegt, um den Schreibpunkt
des Wagens zur ersten Schreibzeile auf dem Schreibblatt oder Formular zu bringen.
-
Bei einer solchen Vorwärtsbewegung kommt der Wagen aus der Bahn der
Rolle 66 und gibt die Plattenanhebe- und -gleichgewichtvorrichtungen der Wirkung
ihrer Federn frei, welche die Platte wieder in Schreiblage bringen und"ein Anpressen
der Ränder des Schriftstückes gegen die Klemmleisten 5 veranlassen, so daß das'
Schriftstück in seiner Lage gehalten wird.
-
Nach Beendigung der Schreibarbeit auf dem Schriftstück wird der Wagen
9 in seine hintere Grenzlage zurückgeführt, um, wie weiter oben beschrieben, die
Platte zu senken und eine Entfernung des Blattes oder Formulars zu ermöglichen.
-
Beim Beschreiben kurzer Blätter oder Formulare, welche beispielsweise
halblang sind, wird die Kupplung 72 in wirksame Lage geschwenkt, der Kopf 75 trifft
dann auf die Rolle 66 und drückt die Platte gleichzeitig mit der Rückkehr des Wagens
9 über den kürzeren Rücklauf herab, der zur Freigabe eines solchen Schriftstückes
ausreicht.
-
An dem Motorsteuerbügel 25 wird an einem geeigneten Punkt in bezug
auf die Rückkehrlage des Wagens 9 beim Beschreiben von Blättern kurzen Ausmaßes
ein Motorsteuerdaumen 86 (Fig.3, 17, 18 und i9) vorgesehen, welcher den Motorantrieb
in einem geeigneten Zeitpunkt und in der gleichen Weise unterbricht, wie es für
die Daumen 32 beschrieben wurde. Der Daumen 86 wird zweckmäßig an der Stelle 87
an dem Bügel z5 angelenkt, um in die und aus der Bahn des Ansatzes 33 geschwenkt
werden zu können. Eine Blattfeder 88 ragt durch einen Schlitz 89 des einstellbaren
Daumens 86 und kann sich gegen flache Teile 89' und 9o des Daumens legen, um ihn
in der eingestellten Lage nachgiebig zu halten.
-
An der einen Seite des Hauptrahmens i ist ein Tastenhebel-9i (Fig.
i und 3) zum Herabdrücken der Platte angebracht, der mittels eines Lenkers 92 mit
einem auf der Universalwelle 56 befestigten Kurbelarm 93 verbunden ist; durch diese
Tastenhebel gi kann gegebenenfalls die Platte 4 von Hand herabgedrückt werden, ohne
daß der Schreibwagen in seine hintere Lage zurückgeführt wird.
-
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die Vorrichtungen, welche die
Platte im Gleichgewicht halten und bewegen, üblicherweise an einer Reihe von Punkten
Kräfte auf die Platte ausüben können, um dieselbe gleichförmig anzuheben, d. h.
sie in waagerechter Lage zu halten. Dies ergibt einen gleichförmigen Klemmdruck
längs der Schriftstückränder und verhindert ein Krümmen des Schriftstückes, wie
es bei ungleichförmigen Klemmdrücken eintritt. Weiterhin übt die Plattenbewegungsvorrichtung
vermöge der kurzen und langen Arme 43a und 43v der Knebel 44 der Verbindung der
ersteren mit der Platte 4 und den Federn 5q. und der Bewegung der Knebel q. i durch
die langen Arme 43b Kräfte aus oder besitzt ein Hebelübersetzungsverhältnis, um
die Platte durch Kräfte herabzudrücken, welche über die von der Bewegungsverrichtung
ausgeübten Anhebekräfte hinausgehen. Dies erleichtert die Überwindung der zusammengesetzten
Platt(#nanhebekräfte und ergibt eine leichte Betätigung der Plattenbewegungsvorrichtung
durch den Wagen. Diese wird weiterhin durch die Beziehung der Verbindungspunkte
der Feder 54 zum Knebel 41 und Rahmen i erleichtert. Diese Verbindungen sind derart,
daß beim Schwenken der Hebel 42 um ihre Drehpunkte 43 in einer das Senken der Platte
bewirkenden Richtung, d. h. gemäß Fig. 4 und 5 im Uhrzeigersinn, der Hebelarm der
kurzen Arme 43' fortschreitend abnimmt, womit die Wirksamkeit der langen Arme 43b
in unmittelbarem Verhältnis zum wachsenden Widerstand der Federn 54 und auch der
Feder 4o der Gleichge«richtvorrichtung vergrZßert wird. Infolgedessen übt die Plattenbetätigungsvorrichtung
in dieser Richtung auf die Platte herabdrückende Kräfte aus, welche im unmittelbaren
Verhältnis zu dem in Plattenanheberichtung ausgeübten wachsenden Widerstand stufenweise
zunehmen.
-
Vermöge -der in den vorangehenden Absätzen beschriebenen Vorteile
des Hebelübersetzungsverhältnisses wird die Plattenbewegungsvorrichtung in einer
die Platte herabdrückenden Richtung durch Anwendung einer verhältnismäßig geringen,
im wesentlichen gleichförmigen Kraft wirksam, so daß die hierzu notwendige Sonderbelastung
des den Wagen zurückziehenden Motors auf ein Mindestmaß verringert wird.
-
Beim Anheben der Platte nimmt der wirksame Hebelarm der kurzen Arme
43a in unmittelbarem
Verhältnis zur Verringerung der durch die
Federn q.o und 54 ausgeübten Kraft fortschreitend zu, so daß die angewendete Anhebe-
und Klemmkraft im wesentlichen gleichförmig ist. Infolgedessen trifft die Platte
mit geringstmöglichem Stoß auf die Klemmleisten 5, und ein Zurückprallen sowie Geräusche
werden praktisch vermieden.