[go: up one dir, main page]

DE666626C - Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren von Phenylestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren von Phenylestern

Info

Publication number
DE666626C
DE666626C DEL84918D DEL0084918D DE666626C DE 666626 C DE666626 C DE 666626C DE L84918 D DEL84918 D DE L84918D DE L0084918 D DEL0084918 D DE L0084918D DE 666626 C DE666626 C DE 666626C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
sulfonic acids
parts
acid
acids
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL84918D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ORANIENBURGER CHEM FAB AG
Original Assignee
ORANIENBURGER CHEM FAB AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ORANIENBURGER CHEM FAB AG filed Critical ORANIENBURGER CHEM FAB AG
Priority to DEL84918D priority Critical patent/DE666626C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE666626C publication Critical patent/DE666626C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/02Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Sulfonsäuren von Phenylestern Es wurde ein Verfahren zur Herstellung von reinen endständigen Sulfonsäuren aufgefunden, die sowohl bezüglich Farbe wie auch in ihren Eigenschaften den hochmolekularen Alkylschwefelsäuren außerordentlich nahekommen.
  • Als Ausgangsstoffe dienen Ester ausi Phenolen und einbasischen gesättigten Fettsäuren mit mindestens zehn Kohlenstoffatomen, die in bekannter Weise hergestellt werden. Als Säurekomponenten sind beispielsweise die Fettsäuren des Kokos,öles, Palmk ernöles, die Laurinsähre, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder halogenierte Fettsäuren geeignet. Die jod'z,ahlen in derartigen Fettsäuren sollen möglichst nicht höher als fünf sein. Die phenolische Komponente kann z. B. aus Phenol, technischem Kresol, Nap.hthol oder .auch Resorcin, Aminophenolen, Chlorphenolen usw. bestehen. Diese Ester werden mit den bekannten Sulfonierulngsmitteln behandelt, wobei die Mengen so bemessen wer-,den, daß eine Einführung von höchstens zwei Sulfons:ä;uregruppen in den Phenylresterfolgt. Als besonders geeignet haben sich rauchende Schwefelsäure oder Chlorsulfonsäure erwiesen, doch kann man auch mit Monohydrat oder SChwefeltrioxyd zum Ziele gelangen.
  • Dia die Sulfonsäuren in saurem Zustande wohl durch die unvermeidliche Anwesenheit freier konzentrierter anorganischer Säure etwas zur Aufspaltung an der Esterbindung neigen, werden vor, während oder nach der Sulfonierung kleine Mengen von Chloriden oder Oxychloriden des Phosphors zugesetzt, die die Esterspaltung nicht nur zum Stillstand bringen, sondern sogar die bereits gebildeten Spaltprodukte erneut zu verestern vermögen.
  • Die Sulfonsäuren - können für manche Zwecke, z. B. die saure Färberei, Karbonisation, saure Walke o. dgl., unmittelbar verwendet werden. Im allgemeinen werden sie nach dem Verdünnen mit etwas Wasser oder Eis mit Alkalilaugen, Carbonatlösungeny Ammoniak oder organischen Basen in üblicher Weise neutralisiert. Für manche Zwecke finden auch ihre Erdalkali-, Aluminium-, Zinksalze usw. Verwendung, die Avivage und M;attierungseffekte auszuMsen vermögen. Auch mit Lösungsmitteln, Mineralölkohlenwasserstoffen, Fetten, Fettalkoholen, Pigmenten, Eiweißstoffen, Kohlehydraten usw. kann man die Sulfonsäuren oder ihre Salze vereinigen, um auf diese Weise Waschmittel, Schmälz-, Schlichte- und Appretwrzubereitungen, Lederfettungsmittel, Deckfinishe, Glanztrübungsstoffe usw. zu. gewinnen. Stärke wird z. B. ohne chemische Aufschlußmittel in eine textiltechnis,ch geeignete Feinteilung Übergeführt.
  • Die nach -dem Verfahren der Patentschrift 94 078 erhältlichen niedrigmolekularen Sulfons@äuren weisen keine Waschwirkungenauf, sondern sind lediglich ;als Antiseptica brauchbar. Auch den in der französischen Patentschrift 39657 beschriebenen Sulfonsäuren der Ester aus Phenolen und hochmolekularen Di-oder Polycarbonsäuren sind. die Verfahrensprodukte in ihrer Eigenschaft als Waschmittel überlegen. Das gleiche ;gilt gegenüber den nach der Patentschrift 569 344 durch glei @l'1ezeitiges Kondensieren und Sulfonieren Phenolen und hochmolekularen Fettsur i1 ,-k,!erhältlichen Produkten.
  • Es ist bereits: vorgeschlagen vorn (vgl:' französische Patentschrift 705 o81), 'aromatische Oxysulfonsäuren oder deren wasserfreie Salze mit Fettsäuren oder deren Abkömmlingen bei hohen Temperaturen zu verestern. Man erhalt auf diese Weise jedoch nur dunkel gefärbte Reaktionsprodukte, welche außerdem so unvollständig verestert sind, daß die wäßrigen Lösungen trübe werden. Ferner erfordert auch die Herstellung der trocknen Salze der Oxysulförls@äuren seinen besonderen Arbeitsgang. Das vorliegende Verfahren gestattet infolge Anwendung vorn niedrigen Arbeitstemperaturen die Gewinnung hellfarbiger Reaktionsprodukte, die nicht oder nur im geringen Maße gespalten sind und :daher technisch wertvolle Lösungen sergeben, welche für dme gemannten Verwendungszwecke brauchbar sind.
  • Beispiele i. 9 i 5 Gewichtsteile Kokosfettsäurechlorid werden mit 45o Gewichtsteilen Kresol ,ällm,ählich bis ii5° bis zur völligen Beendigung der Salzs'äureentwicklung erhitzt. Der Kokosfettsiäurekresylester kann auch durch längeres Erhitzen äquivalenter Mengen von Kokosfettsäure und Kresol im Salzsäurestrom oder in Gegenwart von wasserfreiem Zinkchlorid dargestellt werden. 33o Gewichtsteile des erh:altenen Esters werden :mit 15o bis i 6ö Gewichtsteilen Chlorsulfonsäure bei etwa 25° sulfoniert. Die Sulfonsäure ist nach beendeter Reaktion infolge Bildung von etwas Spaltprodukten opalisierend in Wasser löslich. Sie wird mit i o bis 2o Gewichtsteilen Phosphortrichl0rid vorsichtig verrührt und - kurze Zeit auf 5o bis 70'-erwärmt. Dann wird sie in i45 G,ewichtateile Eis eingetragen und unter starker Kühltrog mit 34ologer Nlatronlauge neutralisiert.
  • Die entstehende weiße Paste eignet sich vorzüglich als Waschmittel für Rohwolle,, Wollgarne oder Wollwaren.
  • 2. 26o Gewichtsteile :des Fetts;äurekresyl.-esters nach Beispiel i werden mit 95 Gewichtsteilen eines 20%igen Oleums bei 25 bis 27° sulfoniert. Nach mehrstündigem Stehen wird die Sulfonsäure mit 23 Gewichtsteilen Phosphortrichlorid nachbehandelt, auf 70° erwärmt und nach dem Erkalten in 12o Raumteile einer 15o/oigen eisgekühlten 1\Tatrium.carbonatung eingetragen. Unter kräftiger Kühlung mit Natronlauge zu Ende neutralisiert, WO @ei eine weiße Paste entsteht, die sich als Ufschlußmittel für Stärke sowie als Zusatz zu Weißappreturen eignet.
  • 3. i oo Gewichtsteile Stearinsäurekresylester werden mit 35 Gewichtsteilen Chlors,ulfon.säure bei 40° sulfoniert und bis zur völligen Salzsäureentfernung nachgerührt. Die Sulfonsäure wird bei 40° mit 5 bis i o GewIchtsteilen Phosphortrichlorid umgesetzt, auf 55 bis 6o° erwärmt und nach dem Abkühlen auf 20° mit Wasser (43 Gewichtsteile) verdünnt. Die Neutralisation mit Natronlauge erfolgt bei etwa 3o°. Die entstehende weiße Paste eignet sich zum Weichm.achen von Kunstseide sowie zvr Gewinnung von Matti@erungsmitteln.
  • 4. 357 Gewichtstehe Laurinsäurephenylcster werden mit 128 Gewichtsteilen Chlorsulfonsäure bei 25 bis 28° sulfoniert. Vor öder während der Sulfonieruing werden 3o Gewichtsteile Phosphoroxychlorid langsam ein-,getragen. Die Sulfönsäsure wird nach beendeter Reaktion in 15o Gewichtsteile Eis eingetragen und anschließend unter sorgfältiger Kühlung mit Ammoniak oder Pyridin neutralisiert. Das Sulfonat findet als Benetzungsmittel z. B. zum Annetzen von roher Baumwolle oder in der Färberei Verwendung.
  • An Stelle der Chloride oder Oxychloride des Phosphors kann auch Thionylchlorid verwendet werden, um kleine Mengen etwa gebildeter Spaltprodukte wieder zu verestern.

Claims (1)

  1. PATEN TANSI!1tUCi1: Verfahren zur Herstellung von Sulfon-Säuren von Phenylestern, dadurch gekennzeichnet, da.ß man Ester aus Phenolen und einbasischen gesättigten Fettsäuren von mindestens zehn Kohlenstöffatomen mit denjenigen Mengen eines Sulfonierungsmittels behandelt; welche zur Einführung von :ein bis zwei Sulfonsäuregruppen in .die phenolis.che Komponente serforderlich sind; worauf die Sulfons.äuren wahlweise in bekannter Weise gekalkt oder neutralisiert werden, wobei vor, während oder nach der Sulfonierung kleine Mengen von Chloriden oder Oxychloriden des Phosphors oder von Thionylchloriden zugesetzt werden.
DEL84918D 1933-12-06 1933-12-06 Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren von Phenylestern Expired DE666626C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL84918D DE666626C (de) 1933-12-06 1933-12-06 Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren von Phenylestern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL84918D DE666626C (de) 1933-12-06 1933-12-06 Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren von Phenylestern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE666626C true DE666626C (de) 1938-10-24

Family

ID=7285788

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL84918D Expired DE666626C (de) 1933-12-06 1933-12-06 Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren von Phenylestern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE666626C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0165480A1 (de) * 1984-05-18 1985-12-27 Ethyl Corporation Verfahren zur Herstellung von Acyloxybenzolsulfonsäuren und ihren Salzen
US4778629A (en) * 1985-10-26 1988-10-18 Hoechst Aktiengesellschaft Process for the preparation of acyloxybenzenesulfonic acids and salts thereof
US5100588A (en) * 1985-07-05 1992-03-31 Hoechst Aktiengesellschaft Process for the preparation of acyloxybenzenesulfonic acids and their salts
US6864381B2 (en) 2003-01-14 2005-03-08 Clariant Gmbh Process for preparing acyloxybenzenesulfonates

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0165480A1 (de) * 1984-05-18 1985-12-27 Ethyl Corporation Verfahren zur Herstellung von Acyloxybenzolsulfonsäuren und ihren Salzen
US5100588A (en) * 1985-07-05 1992-03-31 Hoechst Aktiengesellschaft Process for the preparation of acyloxybenzenesulfonic acids and their salts
US4778629A (en) * 1985-10-26 1988-10-18 Hoechst Aktiengesellschaft Process for the preparation of acyloxybenzenesulfonic acids and salts thereof
US6864381B2 (en) 2003-01-14 2005-03-08 Clariant Gmbh Process for preparing acyloxybenzenesulfonates

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE659277C (de) Dispergier-, Netz-, Reinigungs- und Durchdringungsmittel
DE666626C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren von Phenylestern
DE2432296C3 (de)
DE670556C (de) Netz-, Egalisier-, Peptisier-, Dispergier-, Wasch- und Reinigungsmittel
DE695279C (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Di- und Polysulfonsaeuren
CH102540A (de) Verfahren zur Darstellung eines Indigoderivates.
DE609456C (de) Verfahren zur Herstellung von kondensierten Sulfonierungsprodukten der Wachse, Wachs- und Fettalkohole
AT114430B (de) Verfahren zum Löslichmachen höherer Alkohole.
US2205946A (en) Alkyl phenol sulphonates
DE744471C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen
DE705179C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungserzeugnissen
DE635903C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureestern der Monoaether und Monoester mehrwertiger aliphatischer Alkohole
DE878654C (de) Verfahren zur Herstellung von Textilhilfsmitteln
DE575831C (de) Verfahren zur Herstellung von Reinigungs-, Emulgierungs- und Benetzungsmitteln
AT149672B (de) Verfahren zur Darstellung von als Netz-, Wasch-, Dispergier- usw. -mittel verwendbaren Produkten.
DE749302C (de) Netz-, Reinigungs-, Dipergier- und Emulgiermittel
DE669955C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureestern hoehermolekularer aliphatischer Alkohole
AT160786B (de) Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Sulfonierungs- bzw. Phosphatierungsprodukten.
DE473218C (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Oxynaphthalin-3-monosulfo-6-carbonsaeure
DE738891C (de) Hilfsmittel fuer Textilbehandlungsflotten
AT138021B (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonierungsprodukten.
DE625637C (de) Verfahren zur Herstellung von hochbestaendigen Sulfonsaeuren oder deren Salzen
US2101831A (en) Sulphated selachyl alcohol
DE582380C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aromatischer Sulfonsaeuren mit kapillaraktiven Eigenschaften
DE625638C (de) Verfahren zur Herstellung von kondensierten organischen Sulfonsaeuren bzw. ihren Salzen