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Spielfahrzeug, das sich nach dem Anprallen seiner lose angelegten
Stoßstange an ein Hindernis o. dgl. auf dieser vorschiebt Gegenstand der Erfindung
ist ein Spielfahrzeug, das sich nach dem Anprallen seiner Stoßstange an. ein Hindernis
o. dgl. auf dieser vorschiebt. Das Neuartige und Besondere bei einem solchen Fahrspielzeug
besteht darin, <laß durch dieses Vorschieben der Spielzeugattrappe auf der Stoßstange
das Ritzel der getriebenen Laufräderachse aus seinem Triebrade ausgerückt wird,
während die Drehzahl eines anderen während .der Fahrt ohneFunkenbildung an seinem
federbelasteten Cereisenstift langsam umlaufenden Reibrädchens nunmehr .durch die
gesamteTriebfederkraft plötzlich so gesteigert wird, daß es aus der Fahrzeughülle
eine ungewöhnlich starke und lange Funkengarbe herausschleudert, die den Eindruck
einer Explosion im Fahrzeuginnern erweckt.
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Zur Verstärkung .dieses. Eindrucks sind in weiterer Ausbildung der
Erfindung noch Einrichtengen getroffen, durch welche gleichzeitig mit dem Herausschießen
der Funkengarbe die Figur des Fahrzeugführers hochgeschleudert wird. Diese Einrichtung
besteht darin, daß eine untere Sperrnase einer gegen Federwirkung niedergedrückten
Führersitzstange, auf welcher die Führerfigur lose sitzt, durch das Vorschieben
des Fahrzeugs über ihren von der Stoßstange abgezweigten Sperrarm vorgeschoben wird.
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Das Ausrücken des Ritzels der hinteren Laufräderachse wird z. B. dadurch
bewirkt, claß ein, Ringflansch dieses Ritzels durch einen Durchbruch des Fahrzeugbodens
hindurch in einen hinteren Längsschlitz der Stoßstange eingreift und ein aufwärts
gebogener hinterer Endzapfen der weiter vorne schwenkbar und verschiebbar gehaltenen
und geführten Stoßstange in einen hinteren Schrägschlitz des Fahrzeugbodens eingreift.
Auf
der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des neuen Spielfahrzeugs veranschaulicht.
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Abb. i zeigt dasselbe im mittleren Längs schnitt, Abb. 2 im Querschnitt
durch die angetr.e°; bene Hinterräderachse und Abb.3 in Draufsicht bei abgenommener
Hülle.
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Abb.4 läßt in Unteransicht die Stellung der Stoßstange während der
Fahrt und nach dem Ausrücken des Ritzels erkennen.
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Abb.5 stellt in Seitenansicht das Spielfahrzeug im Augenblick der
Explosion dar. Auf die Grundplatte i ist das Federtriebwerk 2 aufgezapft, dessen
Triebrad 3 während der Fahrt in das Ritzel 4 der Achse 5 der Hinterräder 6 eingreift.
Mittels eines Kronenzahnrades 7 und eines von diesem getriebenen Ritzels 8 wird
ein Reibrädchen 9 während der Fahrt nur so langsam gedreht, daß es an dem durch
ein Federchen io an es angepreßten Cereisenstift ii noch keine Funken erzeugt.
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Der Längsstiel 12 der Stoßstange 12, 13 greift mit beiderseitigen
Zapfen 14 durch zur Fahrtrichtung parallele Bodenschlitze 15, welche diesen Zapfen
etwas seitliches Bewegungsspiel lassen. Über den Schlitzen 15 sind die Zapfen 14
zu Tragwinkeln 16 gebogen. Weiter hinten ist von dem Boden i ein Traglappen 17 herabgekröpft,
welcher im Verein mit den Zapfenabwinkelungen 16 den Längsstiel 12 trägt.
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Hinter dem Tragzapfen 17 ist von dem Längsstiel ein Sperrarm 18 für
den Sperrhaken i9 einer lotrecht geführten Tragstange 2o des Körpers 21 des Wagenführers
abgezweigt. Bei eingehaktem Sperrhaken ist eine Feder 22 gespannt, welche an dem
Zapfen 23 die Tragstange 2o emporzuschleudern sucht. Die Tragstange ist über ihren
Führungen 24 zu einem Sitz 25 abgewinkelt und läuft in einen aufragenden. Stift
26 aus, an dem sich der auf den Sitz 25 aufgesetzte Figurenrumpf lose hält.
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Unter der Hinterachse 5 ist der Stiel 12 mit einem Längsmittelschlitz
27 versehen, der von seiner engsten Mittelstelle aus, nach vorne und hinten verbreitert
ist. In diesen Schlitz greift durch einen Bodendurchbruch 28(A.bb. 2) hindurch eine
Flanschscheibe 29 herab, welche an das Ritzel 4 fest angeschlossen ist. Nach hinten
läuft der Stiel 12 in einen Zapfen 30 aus, der durch einen schrägen Bodenschlitz
31 emporgreift und sich mit seiner abgewinkelten Zunge 32 (Abb. 3) auf den Boden
auflegt.
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Die Vorderachse 33 ist links in einem Auglager 34 und rechts in einem
Schlitzlager 35 gelagert und läßt sich in bekannter Weise durch Hinwegschwenken
über einen federnden Blechnocken 36 entweder in das vordere Schlitzende auf Geradeausfahrt
oder in das hintereSchlitzende auf Kreisfahrt nach rechts @`efnstellen. Die Motorhaube
37 ist über dem Berührungspunkt zwischen Reibrädchen 9 @tlnd Cereisenstift i i mit
einem Durchbruch ''^38 versehen.
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Ein von dem Stiel 12 durch .einen Schrägschlitz 39 emporragender Haken
4o ist von einem Federarm 41 unterfaßt, der ihn samt dem Stiel ständig vorwärts
zu schieben sucht. Diese Verschiebung nach vorne wird durch das Anschlagen des Hakenschaftes
4-2 an der inneren Kante des Schlitzes 39 und durch Anschlagen des Zapfens 3o an
der Vorderkante des hinteren Schrägschlitzes 31 begrenzt. Bei so vorgeschobener
Stoßstange befindet sich deren Querstange 13 in passendem Abstand von der Stirnfläche
der Motorhaube 37.
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Das Spielfahrzeug kommt wie folgt zur `'Wirkung: Beim Anprallen der
Querstange 13 an irgendein Fahrthindernis kommt deren. Stiel 12 gegenüber dem vorlaufenden
Fahrzeug zum Stillstand. Infolge seines Fahrtbeharrungsvermögens schiebt sich der
Fahrzeugboden i um eine begrenzte Strecke auf dem Stiel i2 vor. Dabei wird der Federarm
41 gespannt und der hintere Stielzapfen 30 von der Hinterkante des Schrägschlitzes
31 seitwärts, von vorne gesehen nach rechts (Abb.2) verschoben. Diese Verschiebung
ist möglich, weil der Stiel mit seinen vorderen Tragzapfen 14 in :den Führungsschlitzen
15 das erforderliche seitliche Bewegungsspiel findet. Die Querverschiebung des hinteren
Stielendes bewirkt eine Ouerverschiebung der im Schlitz 27 eingreifenden Flanschscheibe
29 und damit eine Ausrückung des Ritzels 4. aus seinem Antriebsrade 3. Die Hinterachse
5, auf welcher das Ritzel festsitzt, und die Hinterräder 6 machen diese Querverschiebung
mit.
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Gleichzeitig mit der Ausrückung des Ritzels 4 aus seinem Antriebsrade
3 erfolgt die Auslösung des Sperrhakens i9, indem er sich über seinen Sperrarm 18
vorschiebt (Abb.4). Es tritt also ein Augenblick ein, in welchem das Triebwerk von
dem Ritzel 4 abgekuppelt und die Figurentragstange 20 vom Stiel 12 gelöst und dem
Hochschleuderbestreben des Federarmes 22 ausgesetzt ist. In diesem Augenblick wirkt
sich die gesamte Federkraft des Triebwerkes auf das Reibrädchen 9 aus. Das Triebwerk
braucht die nach der Selbstau.srückung an Ort und Stelle stehengebliebenen Hinterräder
nicht mehr anzutreiben und läuft unter äußerst rascher Überwindung der geringen
Reibung zwischen Reibrädchen und Cereisenstift in kürzester Zeit ab.. Dadurch wird
das Reibrädchen,
dessen Umfangsgeschwindigkeit bisher zur Funkenbildung
nicht ausreichte, plötzlich so rasch gedreht, daß es eine äußerst starke und sehr
hohe Funkengarbe .durch den Motorhaubendurchbruch 38 emporschleudert. Der Eindruck
einer Explosion im Fahrzeug wild noch dadurch verstärkt, daß der Figuienrumpf 21
gleichzeitig durch die Schnellkraft des Federarmes 22 sehr hoch in die Luft geschleudert
wird.
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Statt des beispielsweise dargestellten Spielfahrzeugs in Form eines
Rennautos kann auch ein beliebiges anderes selbstfahrendes Spielfahrzeug, z. B.
eine Kriegstanknachbildung mit einer entsprechenden anderen Hülle dargestellt sein.,
deren Eigenart an den Durchbruch zum Ausschleudern: der Funkengarbe gebunden ist.
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Nach Vortäuschung der Explosion schiebt der Federarm ii den Boden
i wieder auf dem Stoßstangenstiel 12 in seine Anfangsstellung zurück. Letzten Endes
geschieht dies jedesmal beimAufheben .des Spielfahrzeugs. Durch dieses Zurückschieben
wird das Ritzel d. wiedet in sein Triebrad 3 eingerückt. Zur Wiederholung des Spielvorganges
ist unter Festhalten des linken, auf der Hinterachse 5 festsitzenden Hinterrades
das Triebwerk aufzuziehen, durch Druck auf .den Führersitz 25 die Sperrnase i9 wieder
zum Einschnappen unter den Sperrarm 18 zu bringen, den Figurenrumpf 21 auf den Dorn
26 aufzustecken und das Fahrzeug auf den Boden zu setzen.