DE665700C - Einrichtung zur Kompensation des bei Kathodenstrahl-Bildabtastern fuer Fernsehzweckeauftretenden Stoersignals - Google Patents
Einrichtung zur Kompensation des bei Kathodenstrahl-Bildabtastern fuer Fernsehzweckeauftretenden StoersignalsInfo
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Description
- Einrichtung zur Kompensation des bei Kathodenstrahl-Bildabtastern für Fernsehzwecke auftretenden Störsignals Bei Kathodenstrahl-Bildabtastern, d. $. bei Bildzerlegereinrichtungen, bei welchen auf einem Mosaikschirm ein Ladungsbild des fernzuübertragenden Gegenstandes erzeugt wird, beobachtet man ein sogenanntes Störsignal, d. 11. eine Helligkeitsverteilung, welche unabhängig von der Helligkeitsverteilung des fernzuübertragenden Bildes auftritt. Dieses Störsignal hat additiven Charakter, d. h. es ist auch dann vorhanden, wenn das fernzuübertragende Bild aus einer gleichmäßig weißen oder grauen Fläche besteht.
- Es besteht die Möglichkeit, dieses Störsignal etwa dadurch zu kompensieren, daß man für jede Bildkoordinate eine proportional der Fortschreitung in der Bildkoordinate veränderliche Spannung, eine über die Länge der Bildkoordinate nach einer Sinusperiode und eine über die Länge der Bildkoordinate nach zwei Sinusperioden veränderlichen Spannung zur Verfügung stellt. Die Amplitude sowie die Phase jeder dieser drei Komponenten muß einstellbar sein, d.11. es ist notwendig, bei einer bestimmten Verteilung des Störsignals zwölf Veränderliche einzustellen, um das Störsignal zu kompensieren. Diese Kompensationseinrichtung besitzt jedoch den Nachteil, daß es nicht möglich ist, die Größe des Kompensationssignals für eine bestimmte Stelle des Bildes zu verändern, ohne gleichzeitig die Kompensationsgröße an anderen Bildstellen auch mit zu beeinflussen.
- Gemäß der Erfindung soll hier eine Abhilfe geschaffen werden, indem man bestimmten Bezirken des Bildes je einen unabhängigen Spannungserzeuger zuordnet, welcher während des Abtastvorganges im Kathodenstrahl-Bildabtaster ein Kompensationssignal erzeugt, das von der Einstellung dieses (von anderen Bildbezirken unabhängigen) Spannungserzeugers abhängt.
- Eine Ausführungsform der Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung beschrieben.
- In der Abb. i bedeutet io ein Vakuumgefäß, das nicht identisch mit dem Kathodenstrahlabtaster ist, innerhalb dessen sich eine mit i i bezeichnete Anordnung, bestehend aus Kathode, Steuerelektrode und einer ersten Anode, befindet, die ein Kathodenstrahlbüschel erzeugt. Dieses Katllodenstrahlbüschel unterliegt der Einwirkung zweier senkrecht zueinander stellender Felder, welche durch die Pfeile 12 und 13 angedeutet sind und sich mit der Horizontal- bzw. Vertikalfrequenz der Bildabtastung im Kathodenstrahlabtaster zeitproportional verändern. Das Kathodenstrahlbüschel, das einen auch in der Ebene A, B verhältnismäßig großen Quer-
sind. Diese Elektroden besitzen einen sekundäremissionsfähigen Überzug, beispielsweise aus Cäsium, und sind an verschiedenen Punkten eines Potentiometers 3o angeschlossen. Innerhalb der Röhre befindet sich noch eine, _ allen Elektroden 14. bis 29 gemeinsame Elektrode 31, die als Sekundäremissiönsanocle dient und über einen Widerstand 32 an das positive Ende des Potentiometers 3o angeschlossen ist.schnitt hat, fällt auf eine Reihe von Elek' den 14 bis 29, die in der Abb. 2 in Aufst`, dargestellt sind, welche mit nicht allzu grö e @i. Abständen in der Ebene A, B angeordnet - Zur Erläuterung der Wirkungsweise soll vorausgesetzt werden, daß das Störsignal etwa die in Abb. 3 durch verschiedene Schraffierung dargestellte Verteilung haben möge. Wenn auf dem Abtasterschirm der Kathodenstrahl nun die erste Zeile des Fernsehbildes abzutasten beginnt, bewegt sich der Strahl im Rohr to gleichzeitig zunächst über die Elektrode 14.. In der Abb. 3 ist der betreffende Schirmbezirk, welchem die Elektrode 14. zugeordnet ist, durch "eine punktierte Umrandung 1.4' angedeutet. Das 'Störsignal in diesem Bezirk ist verhältnismäßig groß, und es niuß also während der Zeit, in welcher der abtastende Kathodenstrahl den Schirmbezirk 14' überstreicht, ein verhältnismäßig großes Kompensationssignal geliefert werden. Dies geschieht dadurch, daß die Elektrode 14 des Kathodenstrahlrohres to an eine gegenüber der Elektrode 31 verhältnismäßig stark negative Spannung angeschlossen ist, so daß durch den Widerstand 32 ein verhältnismäßig starker Sekundäremissionsstrom hindurchfließt. Die Teile 14., 31, 32 stellen dabei zusammen. mit dem Kathodenstrahl einen der obenerwähnten, durch die Einregelung des entsprechenden Kontaktes am Potentiometer 30 beliebig einstellbaren Spannungserzeuger dar. Der Spannungsabfall am Widerstand 32 wird von dem Spannungsabfall subtrahiert, welchen das Bildsignal und das Störsignal im Ausgangswiderstand des Kathodenstrahlabtasters erzeugen., und es wird somit dem Bildstromverstärker zunächst für den Schirmbezirk 14' lediglich das Bildsignal zugeführt. Wenn der abtastende Kathodenstrahl den Schirmbezirk 15' erreicht, geht gleichzeitig der Strahl im Rohr to auf die Elektrode 15 über. Diese ist an ein weniger stark negatives Potential gegenüber der Elektrode 31 angesthlossen, und am Widerstand 32 entsteht daher wegen des kleineren Sekundäremissionsstromes, der dem weniger negativen Elektrodenpotential entspricht, ein kleiner Spannungsabfall. Der geringere Betrag des Störsign#ls im Schirmbezirk 15' wird also ebenfalls kom-
sprechend ist das Kompensationssignal auch kleiner als das von der Elektrode 15 gelieferte und hebt das Störsignal des Bezirkes 16' bei passender Einstellung des Elektrodenpotentials wieder auf. Im Schirmbezirk 17' möge das Störsignal den Betrag Null haben und die Elektrode 17 ist deshalb an das positive Ende des Potentiometerwiderstandes 30 angeschlossen, so daß durch die Elektrode 17 kein Spannungsabfall am Widerstand 32 erzeugt wird.pensiert. Im Schirmbezirk 16' ist das Stör- jAgnal noch geringer als im Bezirk 15', und cis Elektrodenpotential von 16 ist daher noch %'eniger negativ gegenüber der Elektrode 31 Tals das Potential der Elektrode 15. Dement- - Die stetige Änderung des Störsignals über die Länge der einzelnen Zeilen auf dem Abtasterschirm wird dadurch berücksichtigt, daß das Kathodenstrahlbündel, wie bereits erwähnt, in der Ebene A, B einen verhältnismäßig großen Ouerschnitt besitzt, so daß also trotz des endlichen Unterschiedes der Elektrodenpotentiale der Strom im Widerstand 32 sich stetig ändert, da nämlich ein Teil des Büschels bereits schon auf eine neue Elektrode auftrifft, während ein anderer Teil noch auf der alten Elektrode liegt. In der gleichen Weise wird die stetige Änderung des Störsignals in der zur Zeilenrichtung senkrechtenBildkoordinate dadurch berücksichtig, daß auch in dieser Koordinate das Kathodenstrahlbüschel in Rohr 1o stetigvoneinerElektrode zur anderen übergeht.
- Eine Einrichtung der beschriebenen Art läßt sich besonders bequem dann bedienen, wenn man die Steuergriffe, welche die Potentiale der einzelnen Elektroden zu verändern gestatten, fläcbenartig in derselben Weise anordnet wie die zugehörigen Bezirke des Abtasterschirmes. Dies ist in Abb.4 veraerischaulicht, in welcher die Griffe 14." bis 29", die den einzelnen Elektroden 1:I bis 29 zugeordnet sind, in derselben Weise neben- und untereinander liegen wie die Elektroden bzw. Schirmbezirke.
- Es sei noch darauf hingewiesen, daß die Kompensation des Störsignals nicht lediglich durch eine Subtraktion eines zusätzlichen Signals, wie es von einem Rohr gemäß Abb. i geliefert wird, geschehen kann, sondern daß man den zeitlichen Verlauf des zusätzlichen Signals auch so einrichten kann, daß bei Addition dieses zusätzlichen Signals zu Bild-und Störsignalen die Störwirkung bis auf eine Signalkomponente, welche über die ganze Bilddauer konstante Größe hat, beseitigt wird. Dies sei an Hand der Abb. 5 erläutert, welche eine Helligkeitsverteilung, die lediglich durch das Störsignal hervorgerufen wird, über eine Bildzeile beispielsweise angibt. Die oben beschriebene Art der Kompensation erzeugt ein Kompensationssignal, welches sich über die Ordinaten der schräg schraffierten Fläche 1i ändert, während man bei entsprechender Ein Stellung der Elektrodenpotentiale auch ein zusätzliches Signal erzeugen kann, das sich mit den Ordinaten der senkrecht schraffierten F 1ä che F.= verändert und somit bei Addition turn Bild- und Störsignal die durch das Störsignal hervorgerufene Helligkeitsverteilung gerade aufhebt.
Claims (1)
- PATrNTA\TSPRGcHE: i. Einrichtung zur Kompensation des bei Kathodenstrahl-Bildabtastern für Fernsehzwecke auftretenden Störsignals, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl voll unabhängig voneinander einstellbaren Spannungserzeugern vorhanden ist, die bestimmten Bezirken des Abtasterschirmes zugeordnet sind und ein im wesentlichen auf diesen betreffenden Schirmbezirk beschränktes Kompensation,3signal erzeugen. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kathodenstrahlröhre mit einer Mehrzahl von sekundäremissionsfähigen Elektroden ausgerüstet ist, deren Potentiale einstellbar sind. 3. Einrichtung nach Anspruch i oder a, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuergriffe, mit denen die unabhängig voneinander einstellbaren Spannungserzeuger (Potentiale der sekundäremissionsfähigen Elektroden) beeinflußt werden können, in derselben Weise flächenartig angeordnet sind wie die zugehörigen Bezirke des Abtasterschirines.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET46836D DE665700C (de) | 1936-04-28 | 1936-04-29 | Einrichtung zur Kompensation des bei Kathodenstrahl-Bildabtastern fuer Fernsehzweckeauftretenden Stoersignals |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE475473X | 1936-04-28 | ||
| DET46836D DE665700C (de) | 1936-04-28 | 1936-04-29 | Einrichtung zur Kompensation des bei Kathodenstrahl-Bildabtastern fuer Fernsehzweckeauftretenden Stoersignals |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE665700C true DE665700C (de) | 1938-10-01 |
Family
ID=25944263
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET46836D Expired DE665700C (de) | 1936-04-28 | 1936-04-29 | Einrichtung zur Kompensation des bei Kathodenstrahl-Bildabtastern fuer Fernsehzweckeauftretenden Stoersignals |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE665700C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742087C (de) * | 1940-08-30 | 1943-11-23 | Fernseh Gmbh | Verfahren zur Stoersignalbeseitigung bei speichernden Bildfaengerroehren |
-
1936
- 1936-04-29 DE DET46836D patent/DE665700C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742087C (de) * | 1940-08-30 | 1943-11-23 | Fernseh Gmbh | Verfahren zur Stoersignalbeseitigung bei speichernden Bildfaengerroehren |
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