DE651565C - Verfahren zum Herstellen elektrisch isolierender Pressstuecke mit einem oder mehreren vorstehenden Teilen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen elektrisch isolierender Pressstuecke mit einem oder mehreren vorstehenden TeilenInfo
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- DE651565C DE651565C DEN37139D DEN0037139D DE651565C DE 651565 C DE651565 C DE 651565C DE N37139 D DEN37139 D DE N37139D DE N0037139 D DEN0037139 D DE N0037139D DE 651565 C DE651565 C DE 651565C
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- B29C45/00—Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
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Description
- Verfahren zum Herstellen elektrisch isolierender Preßstücke mit einem oder mehreren vorstehenden Teilen Es ist bekannt, Preßstücke in der Weise herzustellen, daß eine mit einem härtbaren Harz getränkte Faserschicht und eine unter dem Einfluß von Hitze und Druck fließende härtbare Kunstharzpreßmasse zusammengepreßt werden. Um nun dieses Herstellungsverfahren auch anwenden zu können, um Preßstücke mit einem oder mehreren vorstehenden Teilen herzustellen und hierbei auszugehen von einem Zusammenpressen einer mit härtbarem Harz getränkten Faserschicht und einer Kunstharzpreßmasse, sind, um ein einwandfreies Erzeugnis zu erhalten, gewisse Umstände zu beachten.
- Gemäß der Erfindung wird zu diesem Zweck in einem fortlaufenden Arbeitsgang zunächst die Faserschicht geformt, und sodann werden die vorstehenden Teile aus Kunstharzpreßmasse aus einem Füllraum an den Faserstoff angespritzt. Die Vorrichtung zum Ausführen dieses erfindungsgemäßen Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine zweiteilige Form zum Formen und Pressen der Faserschicht und einen Preßstempel, der beim Bewegen der geschlossenen Form gegen den Preßstempel die Kunstharzpreßmasse zum Fließen bringt und sie durch Kanäle in der Form in Räume für die vorstehenden Teile spritzt. Das neue Verfahren ist besonders geeignet für die Herstellung elektrisch gut isolierender Gegenstände, die mit geringer Wanddicke ausgebildet werden müssen. Wenn ein solches Preßstück vollständig aus einer in der Form fließenden härtbaren Kunstharzpreßmasse hergestellt wird, so zeigt sich, daß die mechanische Festigkeit des Preßstückes infolge der dünnen Wanddicke gering ist. Bekanntlich können Gegenstände mit viel größerer mechanischer Festigkeit durch Zusammenpressen einer mit härtbarem Harz getränkten Faserschicht und einer Kunstharzpreßmasse hergestellt werden. Es ließen sich also derartige Gegenstände aus solchen dünnen Schichten herstellen, wenn dem nicht entgegenstehen würde, daß bekanntlich getränkte Faserschichten nicht das Fließvermögen härtbarer Kunstharzpreßmassen haben. Infolgedessen ist es nicht möglich, aus solchen Faserschichten Gegenstände mit einem oder mehreren vorstehenden Teilen zu pressen. Dagegen lassen sich diese Gegenstände in einwandfreier Weise bei Anwendung des beschriebenen Verfahrens und unter Verwendung der erläuterten Vorrichtung erzeugen. Von besonderer Bedeutung ist das erfindungsgemäße Verfahren und die erläuterte Vorrichtung zur Herstellung von Spulen mit Kern, insbesondere Pupinspulen, bei welchen der Kern in Preßstücken, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt sind, eingeschlossen ist und bei denen die Wicklungen durch die vorstehenden Teile getrennt sind.
- Die Erfindung ist an Hand einer Zeichnung: beispielsweise näher erläutert.
- In der einen Ouerschnitt durch die Preßv orrichtung darstellenden Fig. i ist ein mit einer Form 2 zusammenarbeitender Stempel i zur Bildung eines Ringes 3 mit vorstehenden Wänden q. vorgesehen. Dieser Ring wird aus Leinwand gepreßt, die mit einer Lösung eines härtbaren Kunstharzes, z. B. eines Phenolformaldehydkondensationsproduktes, vorher getränkt worden ist. Die Druckoberfläche der Kunstharzpregmasse 5 ist so groß gewählt, daß während des Preßvorgangs, ein größerer Druck zum Spritzen der Kunstharzpreßmasse als zur gewünschten Formgebung durch Pressen der getränkten Leinwand erforderlich ist, so daß aus ihm bereits der Ring 3 gepreßt worden ist, bevor die Kunstharzpreßmasse 5 durch den Stempel 6 unter hohem Druck und Erhitzung zum Fließen gebracht und durch die Bohrung 7 und die Aussparungen 8 der Form 2 in die Vertiefungen 9 eingepreßt wird, wo die vorstehenden Teile des Preßstückes gebildet werden, die sich mit dem gepreßten Ring 3 vereinigen. Fig. 3 zeigt die Lage, nachdem der Stempel 6, die Bohrung 7, die Aussparungen 8 und die Vertiefungen 9 mit der Preßmasse 5 ganz ausgefüllt worden sind. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, die eine Draufsicht auf die Mitte der Form z darstellt, sind die Aussparungen 8 sehr schmal ausgebildet, so daß der in der Bohrung 7 und den Aussparungen 8 gebildete Preßmasseteil mechanisch leicht von den in den Vertiefungen 9 gebildeten vorstehenden Teilen io entfernt werden kann. In Fig. q. ist das fertiggestellte Preßstück dargestellt, das aus dem Ring 3 mit den aufstehenden Wänden q. und vorstehenden Teilen io besteht, die mit dem Ring 3 ein festes Ganzes bilden und, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, dicker als der Ring 3 ausgebildet sind. Ein solches Preßstück ist sehr geeignet für die Herstellung von Pupinspulen, von denen in Fig. 5 ein Beispiel abgebildet ist. Durch die Ringe 3 mit den aufstehenden Wänden q. wird ein aufgerolltes Nickeleisenband 12 festgehalten, und das Ganze wird mit einer Wicklung i i versehen, die aus emailliertem Kupferdraht bestehen kann. Durch die vorstehenden Teile io ist die Wicklung ii von der anderen Hälfte des Zylinders getrennt, auf dem gleichfalls eine nicht dargestellte Wicklung angebracht wird. Da bei der Massenfabrikation des erwähnten, zu einem Ring aufgerollten Nickeleisenbandes der Durchmesser #dieses Ringes nicht immer genau gleich ist, ist es wichtig, daß die Isolierringe 3 mit den aufstehenden Wänden q. einigermaßen nachgiebig sind. Dies kann dadurch erreicht werden, däß der Ring 3 aus einer verhältnismäßig dünnen Faserschicht, z. B. Leinwand, wie beschrieben, hergestellt wird. Demzufolge sind leichte Durchmesseränderungen des aufgerollten ringförmigen Metallbandes bei der Massenfabrikation unbedenklich. Bekanntlich wird eine große Anzahl von Pupinspulen an einer Stelle zusammengebracht, so daß es, um Raum zu sparen, sehr vorteilhaft ist, sie möglichst klein zu bemessen. Die Erfindung ermöglicht diesen Vorteil, da der Ring 3 dünnwandig ausgebildet werden kann.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen elektrisch isolierender Preßstücke mit einem oder mehreren vorstehenden Teilen durch Zusammenpressen einer mit härtbarem Harz getränkten Faserschicht und einer Kunstharzpreßmasse, dadurch gekennzeichnet, daß in einem fortlaufenden Arbeitsgange zunächst die Faserschicht geformt und sodann die vorstehenden Teile aus Kunstharzpreßmasse aus einem besonderen Füllraum an den Faserkörper angespritzt werden.
- 2. Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine zweiteilige Form. (i, 2) zum Formen und Pressen der Faserschicht und einen Preßstempel (6), der beim Bewegen der geschlossenen Form gegen den Preßstempel (6) die Kunstharzpreßmasse (5) zum Fließen bringt und durch Kanäle (7, 8) in der Form in die Räume (9) für die vorstehenden Teile (io) spritzt. '
- 3. Spule mit Kern, insbesondere Pupinspule, bei welcher der Kern in Preßstücken, die' nach dem Verfahren nach Anspruch i hergestellt sind, eingeschlossen ist und bei der die Wicklungen durch die vorstehenden Teile getrennt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN37139D DE651565C (de) | 1934-09-01 | 1934-09-01 | Verfahren zum Herstellen elektrisch isolierender Pressstuecke mit einem oder mehreren vorstehenden Teilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN37139D DE651565C (de) | 1934-09-01 | 1934-09-01 | Verfahren zum Herstellen elektrisch isolierender Pressstuecke mit einem oder mehreren vorstehenden Teilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE651565C true DE651565C (de) | 1937-10-15 |
Family
ID=7347447
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN37139D Expired DE651565C (de) | 1934-09-01 | 1934-09-01 | Verfahren zum Herstellen elektrisch isolierender Pressstuecke mit einem oder mehreren vorstehenden Teilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE651565C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2758801A1 (de) * | 1977-12-28 | 1979-07-05 | Siemens Ag | Verfahren zur herstellung von geformten isolierstoffteilen aus giessfaehigem epoxydharz und anordnung zur ausuebung des verfahrens |
-
1934
- 1934-09-01 DE DEN37139D patent/DE651565C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE2758801A1 (de) * | 1977-12-28 | 1979-07-05 | Siemens Ag | Verfahren zur herstellung von geformten isolierstoffteilen aus giessfaehigem epoxydharz und anordnung zur ausuebung des verfahrens |
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