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Silbenschreibmaschine Die Erfindung betrifft Sübenschreibmaschinen
mit beim Niederdrücken :der Tasten in die Schreibstellung gedrehten Typenrädern
und gleichzeitig an die Typenräder angedrücktem Papier, bei welchen mit den Tasten
verbundene Steuerglieder zugleich als Anschlagteile für das schreibgerechte Einstellen
der Typenräder dienen.
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Bei einer bekannten derartigen Bauart, die allerdings nur für eine
gewöhnliche Schreibmaschine zum Schreiben von Einzeltypen bestimmt ist, ist die
Vorrichtung zum Einstellen des Typenrades so ausgebildet, daß zum Einstellen des
Typenrades beim Anschlagen einer der Tasten Schienen bewegt werden, welche auf Scheiben
der Typenradwelle einwirken und letztere durch Reibung so lange drehen, bis eine
der auf der Typenradwelle angeordneten Anschlagleisten gegen das in die Bahn derselben
gebrachte Tastenhebelende stößt.
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Zweck der Erfindung ist, eine Silbenschreibmaschine der oben näher
bezeichneten Art zu schaffen, welche ein möglichst schnelles Schreiben durch Steigerung
der Schnelligkeit, mit der die einzelnen Anschläge aufeinanderfolgen können, ermöglicht.
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Es erscheint nachteilig, daß bei der bekannten Bauart das Typenrad
immer nur im einen Umdrehungssinne gedreht wird, denn dadurch werden die Bogenlängen,
um welche das Typenrad beim Anschlag gedreht werden muß, verhältnismäßig groß, d.
h. bei einem vollbesetzten Typenrad ist für die Hälfte der Typen der Weg mindestens
ein halber Radumfang und im äußersten Falle ein ganzer. Bekanntlich kommen gewisse
Buchstaben, Buchstabenkombinationen und Silben häufig vor, andere wiederum nur selten.
Die obengenannte bekannte Bauart läßt jedoch die Möglichkeiten außer acht, durch
Berücksichtigung dieser Besonderheit die Schreibgeschwindigkeit der Maschine zu
steigern.
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Gemäß -der Erfindung wird nun diese Aufgabe durch eine Anordnung gelöst,
die durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist: Die auf der Welle jedes Typenrades
angebrachten, den einzelnen Typen zugeordneten Anschlagzungen wirken mit an Steuergliedern
vorgesehenen Anschlägen zusammen,. welche auf zwei einander in bezug auf die Typenradwelle
diametral gegenüberliegende Ebenen verteilt sind, wobei jedem Steuerglied zwei Tasten
und zwei einander gegenüberliegende Anschlagteile zugewiesen sind und das Steuerglied
bei dem Betätigen der einen Taste eine Vorwärts-, bei dem Betätigen der anderen
Taste eine Rückwärtsdrehung des Typenrades einleitet, so daß jede-Zunge mit dem
ihr nächstliegenden Anschlag zusammenwirkt,.. und schließlich die zu den am häufigsten
vorkommenden Typen gehörenden Zungen außerdem die kürzesten Winkelwege zwischen
Ruhelage und Anschlag zugewiesen erhalten.
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Die Schreibgeschwindigkeit, die durch diese Anordnung ermöglicht ist,
übertrifft jene der bekannten Vorrichtungen ganz beträchtlich.
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Die Eigenart der baulichen Verwirklichung
des grundlegenden
Erfindungsgedankens sowie weitere Merkmale und Vorzüge der Erfindung gehen aus der
nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den Schutzansprüchen hervor.
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Die Fig. i veranschaulicht das Tastenbrei mit der Anordnung der Tasten.
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Fig. 2 zeigt die Verbindung der Tasten mit den Typenrädern.
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Fig. 3 zeigt die Teile nach Abb. 2 in einer bestimmten Arbeitslage.
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Die Fig.4, 4a, 5, 6 und 7 zeigen die Teile zum Steuern der Drehbewegung
der Typenräder.
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Fig. 8 veranschaulicht eine Einzelheit.
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Die Fig. g bis i3 zeigen die Typenräder in Vorder- und Seitenansicht
zum Teil im Schnitt. Die Fig. 14 und 15 zeigen die Maschine mit der Typenradsteuerung
schematisch in Seitenansicht bzw. im Schnitt.
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Fig.-i6 zeigt eine Einzelheit.
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Die Fig. 17, 18 und ig veranschaulichen die Papierwalze, während die
Fig.2o und 2i die Steuereinrichtung zum Regeln der Typenbreite darstellen.
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Fig. 22 zeigt eine Einzelheit. .
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Fig. i zeigt das Tastenbrett, welches in der Mitte durch das Hineinragen
der Typenräder W, bis W4 (vgl. auch Fig. ig) und die Zwischenraumsperre in zwei
Hälften geteilt ,ist. Jede Hälfte des Tastenbrettes hat ihre Unterteilung, die stets
der Benutzung eines Typenrades entspricht. Der linke Teil a des Tastenbrettes enthält
die Ziffern (Typenrad W1). Der Teil b enthält die Konsonanten WZ. Der Teil c enthält
Vokale und feststehende Silben W3, und der Teil d enthält die Vokalverbindungen
W4. Der Teil e entspricht einem Typensegment, welches Schlußkonsonanten und Silben
bringt. Ein Typenrad von beispielsweise 65 mm Durchmesser kann bis zu So Typen,
größere entsprechend mehr aufnehmen. Daraus geht hervor, daß einige Typenräder nur
zum Teil besetzt sind, so daß es also ein leichtes ist, im Bedarfsfalle noch weitere
Reihen in beliebiger Anordnung anzusetzen, was besonders wichtig ist für Techniker
usw., ferner bei fremden Sprachen, bei denen die übliche Zahl von Tasten nicht ausreicht.
Das Tastenbrett zeigt eine Reihe von Doppeltypen, die auf ein Bild zusammengezogen
sind, z. B. CH, FL, ZW sowie SCH und STR. Die letzteren ergeben dann
mit drei Buchstaben ein Einzelbild auf den Raum von zwei Typen. Nun hat die deutsche
Sprache auch vierbuchstabige Konsonantenzusammenstellungen, besonders in der Verbindung
mit SCH. Diese können aber nur dann auf ein Einzel- oder Doppelbild gebracht werden,
wenn hierfür ein Ersatzzeichen Verwendung findet. Dasselbe kann beliebig geformt
sein. Im vorliegenden Falle wird es durch ein quer über dem auf das SCH folgenden
Buchstaben liegendes S (-) angedeutet. Somit wird beispielsweise SCHR geschrieben
R, SCHL: L, SCHW: W.
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Die Anordnung der Typen kann natürlich beliebig geändert werden; man
wird aber zweckmäßig die alphabetische Reihenfolge gelten lassen, da sie eine bessere
Übersicht und dadurch eine leichtere Erlernbarkeit gibt.
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Da die den Gegenstand der Erfindung bildende Schreibmaschine eine
Schnellschreibmaschine sein soll, die alle Beschleunigungsmöglichkeiten in Erwägung
zieht, ist neben. der Zwischenraumtaste noch eine Zwischenraumsperre angebracht.
Hat nun ein Wort mehrere Silben, dann drückt der Daumen, der immer auf der Sperrtaste
liegt, beim Schreiben der ersten Silbe oder Silben eines mehrsilbigen Wortes zum
Verhindern eines nicht gewünschten Zwischenraumes gleichzeitig mit auf die Sperrtaste.
Bei Endsilben, denen ein Komma oder ein Punkt folgt, kann an Stelle der Zwischenraumsperre,
die dann ja nicht gebraucht wird, eines dieser Zeichen gleichzeitig mit angeschlagen
werden, so daß sich dadurch ein weiterer selbständiger Anschlag erübrigt.
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Die Zwischenraumtaste nimmt auf dieser Maschine nur einen untergeordneten
Rang ein, sie wird eigentlich nur gebraucht beim Schreiben von Tabellen oder wenn
Worte gesperrt geschrieben werden sollen. In diesem Falle muß mit Einzeltypen geschrieben
werden, da eine Silbenbildung nicht in Frage kommt.. Wohl kann gleichzeitig die
Zwischenraumtaste mit angeschlagen werden, so daß sich auch in diesem Falle eine
Verdoppelung der Leistung ergibt.
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Um Um- und Doppellaute in die automatische Silbenbildung einzuordnen,
ohne das hierfür vorgesehene Feld zu verdoppeln, muß die Möglichkeit der selbsttätigen
Einordnung durch Umschalten gegeben werden. Es erfolgt dies durch Anschlag der Vokalumschaltertaste,
die durch Druck eines Daumens (der im Ruhezustande immer darauf liegt) zur Wirkung
gebracht wird.
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Die Endsilben ER, EN, E sind so angeordnet, daß sie überall gleichzeitig
mit einer vorangehenden Silbe mit angeschlagen werden können. Auf diese Weise ist
die Möglichkeit gegeben, auch Wörter mit. zwei Silben in einem Anschlage zu schreiben.
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Die Typenkombinationen TS und ZT haben doppelte Anwendungsmöglichkeit.
Sie sollen im Diktat (nicht in der Korrespondenz) sowohl TS als auch ST bzw. ZT
als TZ veranschaulichen, aber immer nur als Schlußsilbe, z. B. Ersatz, Mast, stets,-
rechts.
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Anschlag und Weiterschaltung werden nur ausgelöst, wenn durch die
Typenräder W3 und W4 eine selbsttätige-Silbenbildung erfolgt. Bei Einzeltypen ist
gleichzeitig die Zwischenraumtaste mit anzuschlagen.
Die letzten
zwei Reihen c selbständiger Silben sind feststehende Silbenbilder auf dem Vokalrade
W3. Wird beispielsweise MUN geschrieben, dann ist mit dem M (linker Finger, der
übliche Versalanschlag) das N auf der U-Reihe mit dem rechten Finger anzuschlagen;
wird aber MUND geschrieben, ist mit dem M gleichzeitig die selbständige Silbe UND
der Reihe c anzuschlagen.
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In den Fig. 2 bis 22 ist die Anschlagvorrichtung der Silbenschreibmaschine
veranschaulicht. In Fig. 2 stellen T,-7', eine von vorn nach hinten laufende Reihe
von Tastenknöpfen der bei Schreibmaschinen üblichen Art dar. (Z. B. die erste Reihe
links W-B im Feld b der Fig. i.) A1 sind die Achsen, um die sich die Halter
Tt der Tastenknöpfe bewegen. Das Niederdrücken der Tasten T,, T" T5, T,;
bewegt einen Feststeller F nach vorn bzw. nach rechts in Fig. 2. Das Niederdrücken
der Tasten T3, T4, T;, Ts bewegt den Feststeller F dagegen nach hinten bzw.
nach links in Fig. ,. Der Feststeller F besitzt einen Führungsschlitz Fa, zwei Auflageflächen
Fb und Fc, die sich, je nachdem, durch welche Taste der Feststeller F bewegt wird,
unter die Anschlagzungen Z schieben. Der nach unten zeigende Zapfen Fd des Feststellers
F setzt dabei jeweils eine der zwei Stangen Sta und Stb in Bewegung, und zwar immer
in der Richtung des Feststellers F. Der Halter Tt jedes Tastenpaares kann also den
Feststeller F sowohl nach vorn als auch nach hinten bewegen, je nachdem, auf welchen
der beiden hierfür in Frage kommenden Tastknöpfe gedrückt wird.
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An den Stangen Sta und Stb (Fig. 2 bis 8 und 14, 15) sitzen entsprechende
Hebel Na und Nb,, die um eine gemeinschaftliche Achse A 2 drehbar sind. Je nach
der Richtung, in welcher der Ansatz Fd des Feststellers F geschoben wird, drückt
entweder der Hebel Nb oder Na auf eine Platte P (Fig. 2, 3, 14, 17) und bewegt
diese nach unten. Naa und Nbb (Fig. 5 und 1q.) sind die am andern Ende der Stangen
Sta, Stb angeordneten Stangenhalter. Da die Schenkel Nc der Stangenhalter Ara, Nb
nur auf der in Fig. 2 gezeigten Seite gebraucht werden, sind diese Schenkel auf
den entsprechenden @erbiridungsstücken A'aa, Nbb der Stangen Sta, Stb und A2 auf
der gegenüberliegenden Seite weggelassen (Fig. 14).
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Auf der gleichen Achse A2 wie die Hebel Na
und Nb sind die beiden
Zahnradsegmente Sa und Sb drehbar gelagert, Diese Zahnradsegmente greifen in Zahnräder
R ein, .,welche auf der gleichen Achse wie die Zungen Z gelagert sind (vgl. Fig.
q., q.a und 2). Die Segmente Sa und Sb werden durch die Stangen Sta und Stb gesteuert
und bewirken durch den Eingriff in die Zahnräder R die Drehung des Typenrades C.
Da die Hebel Na und Nb stets den vollen Weg gehen müssen, die durch sie bewegten
Zahnradsegmente Sa und Sb jedoch entsprechend der eingestellten Type nur verschieden
weit gedreht werden dürfen, so sind beide Segmente Sa und Sb durch eine Feder B
(Fig. 4. und 6) derart miteinander verbunden, daß die Feder den Teil Sa oder Sb
bis zum Anschlage der Zunge Z auf Fb oder Fc mitnimmt und dann darüber hinausgeht,
bis die Platte P voll niedergedrückt ist. Die Feder B ist einerseits um die Achse
A2 gelegt und greift mit einem Schenkel in den Zapfen Sc und legt sich mit dem anderen
Schenkel um Sta oder Stb. In den gleichen Abständen wie die Hebel F sind auf der
Achse Y die Zungen Z angeordnet (Vgl. Fig. 15).
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Die Maschine weist in dem dargestellten Beispiel vier Typenräder W,,
W2, W3, W4 auf (Fig. 11, 14 und 15 und Fig. i9). C ist eine runde Scheibe, auf welcher
der "Typenkranz Kr befestigt ist (Fig. 9 und 13). Der Typenkranz Kr kann, wie in
Fig. 9 a dargestellt ist, aufgeschraubt oder aber auch angelötet werden. Jedenfalls
muß er zu dem Zahnrade R und dadurch zu den Anschlagzungen Z immer richtig eingestellt
sein. Die einzelnen Räder W,-W,, nehmen dann die verschiedenartigen Typen, wie zu
Fig. i beschrieben, auf. Die Reihenanordnung setzt voraus, daß die Typenräder W2
und W3 durch die volle Scheibe C der Räder W, und W,, durchgeführt werden (vgl.
Fig. ii). Es müssen daher die Scheiben der Typenräder W1 und W4 Ausschnitte erhalten
(vgl. Fig. io), durch die die Befestigungen Be geführt werden, an denen die entsprechenden
Typenradträger Y befestigt sind und nun die nötige Bewegungsfreiheit erhalten.
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Y ist die gemeinsame Achse, auf welcher das Rohr Y2 als Träger der
Typenräder TV, (rechts) und W, (links) läuft. Auf dem Rohr Y2 ist. das Rohr Y1 als
Träger der Typenräder W2 gelagert. An jedem dieser Rohre befindet sich ein Zahnrad
R (vgl. Fig. 4, durch. welches infolge, Eingreifens der Zahnradsegmente Sa
und Sb das Typenrad um so viel weiter nach links oder nach rechts verdreht wird,
wie die Zungen Z bis zum Aufschlag von der -Waagerechten abweichen. Auf den Typenradträgern
Y,, Y2 sind die Anschlagzungen Z stufenförmig angebracht (vgl. Fig. 15). Diese Zungen
sind durch die stufenweise Anordnung derart um die Rohre angeordnet, daß eine jede
in der gedachten Verlängerung auf einen bestimmten Buchstaben zeigt. Da die Typen
auf dem Rande des Typenrades immer etwa q. mm voneinander entfernt sind, ergibt
sich .für die Typeneinstellung infolge des kleineren Durchmessers eine entsprechende
geringe Verstellung.
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Die Umdrehung der Typenräder bzw. der Zungen wird von den Tasten aus
durch das
Eingreifen der Zahnradsegmente Sa und Sb in die Räder
R gesteuert, und zwar wird das Zahnrad R durch Sb nach links oder durch Sa nach
rechts gedreht, und zwar j edesmal so weit, bis der Aufschlag der dadurch mitgenommenen
Zunge Z (die für jeden Buchstaben einen andern Winkelabstand von der Horizontalen
hat) auf die Auflage des Feststellers Fb oder Fc erfolgt.
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Bei der gewöhnlichen Schreibmaschine sind die Typen in der Breite
auf ein bestimmtes gleiches Maß gebracht, d. h. das schmale i nimmt einen ebenso
breiten Raum ein wie das breite m. Dieses Verfahren wäre auch auf der dargestellten
Maschine für die Mehrzahl der Typenverbindungen angängig. Es würde dies einerseits
die Arbeitsweise stark vereinfachen, aber der Schrift, die ja fast ausschließlich
in mehrbuchstabigen Silben gebraucht wird, ein unschönes Bild geben, besonders bei
einer Maschine, die zu Korrespondenzzwecken Verwendung finden soll.
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Es muß deshalb Gewicht darauf gelegt werden, daß hier ein gewisser
Ausgleich geschaffen wird, so daß, wenn schon in der altbewährten Form jeder Buchstabe,
ob breit oder 'schmal, einen gleich großen Raum bekommt, die Buchstabenverbindungen
oder gar die Silben für jeden Mehrbuchstaben einen entsprechenden Zusatzraum erhalten.
Da bei der Maschine oft Silben von drei, vier, ja sogar sieben Buchstaben vorkommen,
so erfordert das ebensoviel Raum für das Weiterschalten. Allerdings verringert sich
das Maß besonders auch dadurch beträchtlich, daß zusammengehörende Typenverbindungen
auf einen engeren Raum zusammengezogen werden.
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Dies wird nun derart bewirkt, daß sich die beiden Hälften in den Weitertransport
teilen, dergestalt; daß beispielsweise bei der Silbe BRAUN, bei der das BR auf der
linken Seite angeschlagen wird und das AUN auf der rechten, das R einen Voranschlag
durch den Niederdruck erhält (für das vorgelegte B und das AU, das eine Verbindung
eingeht und wie eine Type gilt), während das N einen Nachanschlag erhält, der durch
den Rückschlag ausgelöst wird. Damit wird nun ein Ausgleich in der Breite der Type
geschaffen. Der eigentliche Transport ergibt sich in der üblichen Form gleich vor
oder nach dem Anschlag gesondert.
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Hierzu ist entsprechend Fig.2o der Feststeller F im Gegensatz zu der
Ausführung in Fig. 2 einer zweiten Führung Faa nach rechts durch den Ansatz
Fe verlängert, dessen verbreitertes Ende eine rechtwinklige Biegung erhält.
Dadurch werden zwei Anschläge F f
und Fg geschaffen. Der Anschlag FZ tritt
in Wirkung, wenn die Tastenknöpfe i, 2, 5, 6 niedergedrückt werden, F f dagegen,
wenn die Tasten 3, ¢, 7, 8 gedrückt werden. Derartige Ansätze sind natürlich nur
an denjenigen Feststellern F anzubringen, die Doppelbuchstaben haben. Damit diese
Absätze eine gemeinsame Andrückachse haben, sind zwei Anschlagstangen e1 und e2
(Fig. 2o und 21) vorgesehen, die rechts und links mit einem Halter K1 und K2 verbunden
sind. Die Halter sind am Fuße schwenkbar angeordnet, und je einer jedes Paares,
nämlich immer der, welcher gegen die Mitte der Maschine steht, läuft oben in eine
Spitze H aus. Diese Spitze reicht in die Mitte einer doppelten Zahnschiene
AD, (Fig. z8), und nun bewirkt der Anschlag, gleichgültig von welcher Seite
er kommt, ein Weitergehen um je einen Zahn in Buchstabenbreite.
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Aus Fig. 17 läßt sich der Schreib- bzw. Druckvorgang entnehmen, der
bei dieser Maschine dadurch herbeigeführt wird, daß mit dem Wagen das Papier gegen
das oder die eingestellten Typenräder gedrückt wird.
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Die Platte P ist fest mit dem Halter A B1 verbunden, welcher
in rahmenartiger Ausführung an der Vorderseite der Maschine mittels Scharnier AB,
am Gehäuse 'schwenkbar befestigt ist. Wird durch Drücken einer oder mehrerer derTasten
T1 bis T3 .einer der HebelNa oder Nb auf die Platte P gedrückt, so bewegt sich dadurch
die Rolle A B3 nach unten und drückt hierbei gegen den Teil AD"
der durch eine Feder AB-, stets unter Federdruck liegt.
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Unter die Platte P reicht das eine Ende eines Teiles A C1,
der dadurch um seine Achse gedreht wird und nun mit dem anderen Ende A C4
in einen ZwischenraumA C2 des Typenkranzes Kr eingreift und hierdurch die Zeilengeradhaltung
gewährleistet für den Fall, daß sich mit der Zeit die Zungen Z abschleifen und dadurch
ein gewisses Spiel entsteht. AD, ist ein Träger des Wagens, der durch das
Scharnier AD, mit dem Gehäuse schwenkbar verbunden ist. Esdmüssen mindestens
zwei derartige Träger vorhanden sein. Auf den Köpfen derselben befindet sich, mit
ihnen fest verbunden und somit ein festes Ganzes bildend, die Z,aufschiene
AD" die an beiden Enden umgelegt ist (vgl. Fig. 18, links). Diese Laufschiene
ist in der Mitte ausgeschnitten, damit die Spitzen der Halter H1 durchtreten können.
In dieser Gleitschiene AD,
läuft eine innen ausgezahnte Schiene AD., die wieder
mit dem Wagen AE ein Ganzes bildet und letzteren mitnimmt, wenn durch das Eingreifen
der Spitze H in die Zahnausschnitte der Schiene AD, ein Weitertransport bewirkt
wird. AE ist die obere Platte, welche innen einen massiven schweren Kern AE1 erhält,
um den das durch den Schlitz AEZ kommende Papier herumgeführt wird, das nun über
die Platte AE hinweggeht und auf derselben durch die Schiene AE4 zwischen den Gummigreifern
AE,o hindurchgeht.
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AE5 ist die Achse der Papierrolle, die zur unmittelbaren Aufnahme
des Stenogramms oder
als Durchschlag dienen kann. In letzterem Falle
wird der Briefbogen und das Kohlepapier von unten entlang der Platte AE5 geführt.
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In Fig. 16 sind D die Farbbandspulen. Die Linie Dl kennzeichnet den
Weg, den das Farbband nimmt. Das Umspulen erfolgt selbsttätig in einer nicht zu
der Erfindung gehörenden Weise.
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Die Arbeitsweise der Silbenschreibmaschine ist die folgende: Es soll
als Beispiel das Wort STREICH geschrieben werden. Zu diesem Zwecke drückt man mit
dem Finger der linken Hand die auf der vorletzten Reihe (von oben nach unten) in
dem Teil b in Fig. i befindliche Taste der Konsonantenkombination STR, die nur einem
Buchstabenbild entspricht, in gleicher Weise wie auf der Schreibmaschine die Umschaltetaste
nieder. Die Taste STR entspricht also der Taste T2 in Fig. 2. Durch Niederdrücken
dieser Taste wird der Feststeller F nach vorn geschoben, d. h. die Anschlagfläche
Fb so weit nach vorn gebracht, daß die dem betr. Buchstaben STR entsprechende Zunge
zum Aufliegen kommt, weil gleichzeitig mit dem Niederdrücken der Taste der Zapfen
Fd die Stange Stb in Bewegung setzt und hierdurch unter Steuerung des Zahnradsegments
Sa das Zahnrad R so weit gedreht wird, bis die betreffende Zunge auf Fb aufschlägt
bzw. wie zum Einstellen des Typenbildes nötig ist.
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Gleichzeitig wird mit einem Finger der rechten Hand die Type G auf
der EI-Reihe angeschlagen (Fig. i), wobei das CH das EI
automatisch
mitnimmt und in die gleiche Ebene mit der (Kombinations-) Type STR bringt, und zwar
in richtiger Einstellung zur Papierbahn.
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Das Auslösen der ganzen, aus zwei Einstellungen sich bildenden Silbe
erfolgt nun in der Form, daß bei Mitnahme der Type EI
durch Anschlag des
CH ,der Feststeller F nach vorn geschoben wird, so daß der Anschlag Fb in
die Bahn der betreffenden Zungen kommt. Das durch die Feder B an der Stange
Stb angezogene Segment Sa setzt damit das Zahnrad R so weit in Bewegung, wie zum
Einstellen der Type, also des EI, nötig ist. Damit ist aber die Wirkung des
Anschlags noch nicht erfolgt. ; Die Stange Stb nimmt den Trägerteil Nb mit, der
auf der Achse AZ schwenkbar angeordnet ist. Durch die Verlängerung Nc drückt der
Hebel Nb auf die Platte P, die nach unten bewegt wird. Diese Bewegung bewirkt das
Nachuntendrücken des Teils AD, (Zig. i7), der schwenkbar mit dem Wagenträger
AD, verbunden ist und den Wagen mit dem Papier gegen die eingestellten Typen drückt.
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Um besonders bei raschester Diktataufnahme möglichst viel Arbeitsgänge
zu sparen bzw. zu vermeiden, ist die Vorkehrung getroffen, daß sich der Zwischenraum
nach Anschlag einer Silbe immer selbsttätig einstellt, daß beispielsweise das Wort
STREICH, bestehend aus sieben Typen mit Zwischenraum, mit nur einem einzigen Niederdruck
geschrieben wird. Um nun bei mehrsilbigen Worten nicht unerwünschte Zwischenräume
zu halten, ist der Zwischenraum durch die gleichzeitig in Wirkung zu setzende in
Fig. i in der Mitte angeordnete Sperrtaste aufzuheben. Es erfolgt durch einen Daumendruck
auf die entsprechende. Taste. Es werden deshalb mehrsilbige Worte, ie z. B. Berlin,
folgendermaßen geschrieben: Linker Finger auf B, rechter Finger auf R der E-Reihe,
Daumen auf Sperrtaste unter Druck; linker Finger auf L, rechter auf
N der I-Reihe, ohne Daumendruck.