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DE656195C - Verfahren zum Bleichen von tierischer Faser - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von tierischer Faser

Info

Publication number
DE656195C
DE656195C DEE44250D DEE0044250D DE656195C DE 656195 C DE656195 C DE 656195C DE E44250 D DEE44250 D DE E44250D DE E0044250 D DEE0044250 D DE E0044250D DE 656195 C DE656195 C DE 656195C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bleaching
baths
acidic
oxygen
magnesium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE44250D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Elektrochemische Werke Muenchen AG
Original Assignee
Elektrochemische Werke Muenchen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elektrochemische Werke Muenchen AG filed Critical Elektrochemische Werke Muenchen AG
Priority to DEE44250D priority Critical patent/DE656195C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE656195C publication Critical patent/DE656195C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/10Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen
    • D06L4/12Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which develop oxygen combined with specific additives

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zum Bleichen von tierischer Faser Es ist bekannt, daß es zum Bleichen von tierischen Fasern mit sauerstoffabgebenden Lösungen; z. B. Wasserstoffsuperoxydlösungen, verschiedene Möglichkeiten gibt, wie die alkalische Bleiche, bei der als Alkali meistens Ammoniak und als Stabilisatoren Wasserglas, Natriumpyrophosphat, Trinatriumphosphat u. dgl. verwendet werden, die ihrerseits die Alkalität noch weiter erhöhen. Es ist jedoch im Gegensatz hierzu bisweilen vorteilhaft, die Bleiche tierischer Fasern in saurer Lösung vorzunehmen. Die saure Bleiche ergibt zwar eine bessere Faserschonung, andererseits aber führt sie oft zu einem rötlichen Farbton, der sehr unerwünscht ist.
  • Es ist nun bereits bekannt, .daß man in sauerstoffabgebenden Lösungen unter Zusatz von Aluminiumsalzen, speziell Kaliumalaun, gewisse Artikel mit gutem Erfolg bleichen kann.
  • Das vorliegende Verfahren ermöglicht es nun, tierische Fasern mit besonderem Erfolg durch Verwendung solcher magnesiumsalzhaltiger, schwach sauren Sauerstoff abgebender Flotten zu bleichen, die etwa o,i bis o,- g Schwefelsäure und etwa io g eines Magnesiumsalzes, insbesondere Magnesiumsulfat, im Liter enthalten. Naturgemäß richtet sich der Säurezusatz nach der Vorbehandlung der tierischen Fasern, z. B. im Falle, daß alkalische Wäsche vorausgegangen ist, oder Behandlung mit Fettalkoliolsulfonat und Ammoniak oder weitere alkalische oder saure Walke. Der Zusatz der angegebenen Menge Magnesiumsalz zu der sauren Bleichflotte hat ergeben, daß auf diese Weise der in saurer Lösung so gern entstehende unangenehme rötliche Farbton vermieden wird. Die schwach saure Behandlung ergibt ferner eine sehr gute Faserschonung und erzeugt außerdem einen guten Glanz auf der Faser. Der erzielte Bleichgrad ist wesentlich besser als der in einer rein sauren Wasserstoffsuperoxvd-Bleichflotte.
  • Gegenüber den bekannten Verfahren, insbesondere dem Verfahren zum Bleichen mit saure Aluminiumsalze enthaltenden Sauerstoffbädern, bietet die neue Erfindung in mancher Beziehung eine Reihe von bemerkenswerten Vorteilen.
  • Als wesentliches Moment der neuen Erfindung ist hervorzuheben, daß überraschenderweise der Zusatz der angegebenen Menge von Magnesiumsalzen zu der sauren Bleichflotte stark stabilisierend wirkt. Es wurde festgestellt, daß der Verbrauch an aktivem Sauerstoff in sauren Bädern ohne Zusatz oder in Bädern, die Aluminiumsalze enthalten, erheblich größer ist als der Verbrauch in Bädern, die Magnesiumsalze enthalten. Es ergibt sich ein durchschnittlich doppelt so großer Mehrverbrauch bei den bereits bekannten Verfahren.
  • Außerdem haben die mit Aluminiumsalz angesetzten Bäder einen ganz erheblich höheren Säuretiter als die mit Magnesiumsalz angesetzten. Der Säuretiter beträgt z. B. in Bädern, die bei gleichem Gehalt an aktivem Sauerstoff io g Alaun je Liter enthalten, io - 5,6 ccm n/ i o Na O H (Methylrot), bei Magnesiumsalz nur höchstens io=o,6ccm nlioNaOH.
  • Die,Möglichkeit, in schwach sauren Bädern zu arbeiten, ist natürlich im Interesse der Faserschonung von großer Bedettturrg. Da man außerdem auf stehendem Bad arbeitet, ist die Anreicherung von Säure bei Verwendung von Aluminiumsalzen eine' sehr unangenehme Begleiterscheinung. Ganz besonders wirkt sich der hohe Säurezusatz auch beim Eintrocknenlassen der Bleichflotte ungünstig 2t4 die Faserstruktur aus. Diese Nachteile fallen bei Zusatz geringer Mengen Magnesiumsalze vollkommen weg, im Gegenteil wird sich :beim Eintrocknenlassen der Bleichflotte der Magnesiumsalzzusatz vorteilhaft für die Faser auswirken.
  • Außerdem wird die vorgebleichte Wolle oder tierische Faser vielfach anschließend gefärbt. In diesem Fall wird das auf der Faser verbleibende Aluminiumsalz direkt als Beize wirken, während dies bei Magnesiumsalz nicht der Fall ist. Da nun bei den tierischen Fasern im allgemeinen nur ganz verschwindend wenig Beizenfarbstoffe in Anwendung kommen, wirkt das auf der Faser verbleibende Aluminiumsalz außerordentlich störend auf den nachfolgenden Färbevorgang und wird in der Regel ein egales Anfärben verhindern. Dieser Nachteil tritt bei Verwendung von Magnesiumsalz nicht auf.
  • Die Verwendung von Magnesiumsalzen bei der Baumwollbleiche ist bekannt. Dabei wird als besonderes Merkmal die Verwendung im stark ätzalkalischen Bad, meistens in Verbindung mit Wasserglas, hervorgehoben.
  • Weiterhin ist vorgeschlagen worden, tierische Fasern in alkalischen oder schwach sauren, sauerstoffabgebenden Bädern zu bleichen, welche auf ioo 1 Wasser 3300 g Magnesiumsulfat, iooo g Natriumsuperoxyd und 1250 ccm Schwefelsäure (66° Be) enthalten. Eingehende Versuche ergaben demgegenüber jedoch die überraschende Erkenntnis, daß durch die Verwendung von Wasserstoffsuperoxydlösungen, deren Gehalte an Magnesiumsalz etwa io g je Liter und an Schwe-
    felsäure o,i bis o,a^""` Liter betiaen, ganz
    erhebliche Fortsclä@tteräieli werden.
    Als wesentliches. Merkmal des .-ne= Ver-
    fahrens ergab si#'z. B., ß; .der Sauerstoff-
    verbrauch beim fchen'2'o bis 4.o °/o ver-
    ringert wird. Di s w'"".tsac'ie ist um so über-
    raschender, als eigelch anzü%elmen war,
    daß der Sauerstoffverbrauch um so kleiner
    sein würde, je höher der Zusatz an dem als
    Stabilisator wirkenden Magnesiumsalz ge-
    wählt wird. Durch den geringeren Magne-
    siumgehalt des Bleichbades wurde noch ein
    weiterer bedeutungsvoller Vorteil erzielt,, der
    für die Qualität des Bleichgutes von Wich-
    tigkeit ist. Es zeigte sich nämlich, daß Woll-
    proben, die bei einem Magnesiumsulfatgehalt
    von io g je Liter gebleicht waren, gegenüber
    solchen, die mit 30 g je Liter bei gleichem
    Sauerstoff- und Säuregehalt behandelt waren,
    einen um 53 °%o geringeren Aschegehalt be-
    saßen.
    Schließlich zeigte sich noch, daß der Bleich-
    ton der nach dem neuen Verfahren gebleich-
    ten Waren heller und klarer war als der, den
    man unter anderen Bedingungen erhält.
    Beispiel H,aarhutstumpen Es können gebeizte oder ungeheizte Häarhutstumpen verwendet werden. Man bleicht in einer Lösung, die je Liter etwa ioo ccm Wasserstoffsuperoxyd 3o°/oig und io g Magnesiumsalz enthält. Die Lösung wird durch Zusatz von Schwefelsäure schwach sauer gehalten (io ccm Bleichflotte sollen etwa o,2 bis 0,4 ccm n/i o Na O H verbrauchen). Man bleicht io bis 2q. Stunden bei verschiedener Temperatur je nachdem gewünschten Effekt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH' Verfahren zum Bleichen tierischer Fasern unter Verwendung von magnesiumsalzhaltigen, schwach sauren, sauerstoffahgebenden Bädern, insbesondere Wasserstoffsuperoxydbädern, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Bäder verwendet, die etwa o, i bis o,2 g Schwefelsäure und etwa io g eines Magnesiumsalzes, insbesondere Magnesiumsulfat, im Liter enthalten.
DEE44250D 1933-05-13 1933-05-13 Verfahren zum Bleichen von tierischer Faser Expired DE656195C (de)

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DEE44250D DE656195C (de) 1933-05-13 1933-05-13 Verfahren zum Bleichen von tierischer Faser

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DE656195C true DE656195C (de) 1938-02-01

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