DE655636C - Vorrichtung zur Behandlung von Gasen und Daempfen mit festen koernigen bis pulverfoermigen oder fluessigen Mitteln - Google Patents
Vorrichtung zur Behandlung von Gasen und Daempfen mit festen koernigen bis pulverfoermigen oder fluessigen MittelnInfo
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-
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Description
- Vorrichtung zur Behandlung von Gasen und Dämpfen mit festen körnigen bis pulverförmigen oder flüssigen Mitteln Bei den in der Technik gebräuchlichen Vorichtungen zur Behandlung von Gasen und Dämpfen mit festen pulverförmigen bis körnigen Stoffen loder Flüssigkeiten geht das Bestreben dabin, eine möglichst große Berührungsfläche oder durch Wirbelung leine möglichst innige Mischung der Stoffe zu lerhalten.
- So ist es bekannt, zur Durchführung vlon chemischen und physikalischen Reaktionen zwischein flüssigen und spezifisch schwereren festen Stoffen Behälter mit porösem Boden zu benutzen. Die Gas- oder Dampfbläschen werden hierbei im feiner Verteilung mit solcher Gewalt durch die Flüssigkeit hindurchgepreßt, daß die festen Teilchen in die Höhe geschleudert und durchgewirbelt werden. Abgesehen davon, daß es sich hierbei um die Durchführung von Reaktionen zwischen flüssigen und spezifisch schweren, festen Stoffen handelt, ist die Behandlung an hoben Druck gebunden, der nicht immer vorhanden oder anzuwenden ist. Für Reaktionen von Gasen oder Dämpfen mit festen oder flüssigen Kom ponenten wurden auch mehrere gleichzeitig oder wechselweise benutzbare Gaswege verwendet, z. B. mit Löchern versehene Rohre.
- Auch Behandlungsgefäße mit mehreren Wandungen, bei denen die Innenwände, zwischen denen die Feststoffe gelagert sind, porig oder gelocht ausgebildet sind, sind bekannt. Die Gase strömen dabei seitlich oder von oben oder unten zu durch die Masse und werden an anderer Stelle wieder abgezogen. Es zeigt sich dabei jedoch der Mangel, daß die Gase infolge der stets gleichen Verteilung der festen Masse jeweils die etwa gleichen Wiege nehmen, wodurch die Masse ungleichmäßig verbraucht und die Gase nicht restlos behandelt werden. Auch Füllkörper verschiedenster Form, die bei Reaktionen zwischen Gasen und Dämpfen mit flüssigen oder festen Körpern die Komponenten verteilen sollten, konnten diesen Mangel nicht beseitigen.
- Gemäß der Erfindung besteht die zur Behandlung von Gasen und Dämpfen mit den festen körnigen bis pulverigen oder flüssigen Mitteln dienende Vorrichtung aus einem Behälter, der einen von poligen Wänden begrenzten Ringraum enthält, in dem mehrere Riihrflügel zum Umwälzen der in dem Ringraum untergebrachten festen oder flüssigen Mittel und Zu- und Ableitungen für diese Mittel angeordnet sind, während der vom Ringraum umschlossene Raum und der Raum zwischein Ringraum und Behälterwand mit Zu-bzw. Ableitungen für die Gase und Dämpfe versehen sind. Die Rührflügel sind um eine Mittelachse drehbar angeordnet und können dabei zweckmäßig nach abwechselnd verschiedenen Richtungen zeigend angeordnet sein. Durch die Bewegung und dauenide Umwälzung der Masse mittels der Rührflügel wird ein inniger Kontakt zwischen dem Gas und der Masse erreicht. so daß eine rascher Reaktion loder die Anwendung auch weniger wirksamer Masse möglich wird. Die Vorrichtung kann daher bei Anwendung gleicher Gas-oder Dampfmengen in kleineren Ausmaßen als die bekannten ausführungen gehalten werden.
- Mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung können Reaktionen zwischen Gasen oder Dämpfen mit flüssigen oder festen Mitteln bei Atmosphärendruck, mit Überdruck oder auch bei Unterdruck durchgeführt werden.
- Die Vorrichtung eignet sich z. B. zur Entfiernung von Schwefel aus Kohlenwasserstoffen mit üblicher Reinigungsmasse, z. B. Rasleneisenerz oder Luxmasse oder mit an sich bekannten Waschflüssigkeiten, feiner für Entwässerungsprozesse mit Kieselsäuregel oder auch für katalytische Prozesse, z. B. mittels metallischer Katalysatoren.
- In Abb. I ist ein Ausführungsbeispiel im Längsschnitt und in Abb. 2 im Querschnitt nach A-A in Abb. I dargestellt.
- Das gas- oder dampfförmige Mittel wird durch die Stutzen a oder/und a1 eingeleitet und in feine Teilströme durch den von porigen Wänden gebildeten Zylinder aufgeteilt.
- Das Gas tritt durch die Poren der Wände b in den von Reaktions- oder Reinigungsmasse c angefüllten Raum zwischen dem Zylinder b und dem Zylinder d. Die Masse wird durch den Trichter e eingefüllt und durch Rühranne f, welche z. B. an einem Deckel g befestigt sind und durch ein Zahnrad h angetrieben werden, in kreisende Bewegung versetzt. Die Rührflügel sind zweckmäßig so angeordnet, daß sie die Masse von der Wand b nach der Wand 4 und wieder zurückdrängen. Nach dem Durchfluß des Raumes zwischen b und d tritt das behandelta oder gereinigte gasförmige Mittel durch die Poren der Wand 4, um in den von den undurchlässigen Wänden i gebildeten Gassammelraum k einzutreten. Von dort wird das gas- oder damp fförmige Mittel durch die Gasabzugss-tutzenl oder/und l1 abgeleitet. Es ist natürlich auch möglich. die Stutzen l und l1 zum Eintritt und die Stutzen und a1 zum Austritt der Gase oder Dämpfe zu verwenden. Insbesondere ist dies dann wichtig, wenn die Reinigungs- o. dgl. Masse im Behälter zu regenerieren ist. Die im Ringraum zwischen b und d befindliche Reaktions- oder Reinigungsmasse c kann durch die verschließbaren Öffnungen m, welche sich am Boden des Ringraumes befinden, ausgetragen werden.
- Die Flüssigkeitsabschlüsse n dichten den Gassammeraum gegen die Außenluft ab.
Claims (2)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Vorrichtung zur Behandlung von Gasen und Dämpfen mit festen körnigen bis pulverförmigen oder flüssigen Mitteln, gekennzeichnet durch einen Behälter, enthaltend einen von porösen Wänden (b,d) begrenzten Ringraum, in dem mehrere Rührflügel (f) zum Umwälzen der in dem Ringraum untergebrachten festen oder flüssigen Mittcl (c) und Zu- und Ableitungen für diese Mittel (e, m) angeordnet sind, während der vom Ringraum umschlossene Raum und der Raum zwischen Ringraum und Behälterwand mit Zu- bzw.Ableitungen für die Gase und Dämpfe (a,l) versehen sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rührflügel (f) nach abwechselnd verschiedenen Richtungen zeigend angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG90395D DE655636C (de) | 1935-05-07 | 1935-05-07 | Vorrichtung zur Behandlung von Gasen und Daempfen mit festen koernigen bis pulverfoermigen oder fluessigen Mitteln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEG90395D DE655636C (de) | 1935-05-07 | 1935-05-07 | Vorrichtung zur Behandlung von Gasen und Daempfen mit festen koernigen bis pulverfoermigen oder fluessigen Mitteln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE655636C true DE655636C (de) | 1938-01-20 |
Family
ID=7139272
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG90395D Expired DE655636C (de) | 1935-05-07 | 1935-05-07 | Vorrichtung zur Behandlung von Gasen und Daempfen mit festen koernigen bis pulverfoermigen oder fluessigen Mitteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE655636C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1180719B (de) * | 1961-04-18 | 1964-11-05 | Georg Schwaneck | Vorrichtung zur Behandlung von Granulat mit Gas |
-
1935
- 1935-05-07 DE DEG90395D patent/DE655636C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1180719B (de) * | 1961-04-18 | 1964-11-05 | Georg Schwaneck | Vorrichtung zur Behandlung von Granulat mit Gas |
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