DE654037C - Selbsttaetiger temperaturabhaengiger Ausschalter an elektrisch beheizten Geraeten - Google Patents
Selbsttaetiger temperaturabhaengiger Ausschalter an elektrisch beheizten GeraetenInfo
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- DE654037C DE654037C DEV30392D DEV0030392D DE654037C DE 654037 C DE654037 C DE 654037C DE V30392 D DEV30392 D DE V30392D DE V0030392 D DEV0030392 D DE V0030392D DE 654037 C DE654037 C DE 654037C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B1/00—Details of electric heating devices
- H05B1/02—Automatic switching arrangements specially adapted to apparatus ; Control of heating devices
- H05B1/0202—Switches
- H05B1/0205—Switches using a fusible material
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- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen selbsttätigen, temperaturabhängigen Ausschalter an
elektrisch beheizten Geräten mit einem beweglichen Kontakt, der von einer unter der
Einwirkung eines Federkraftspeichers stehenden Schubstange gesteuert wird, unter Verwendung
eines im Schmelzlot gelagerten Sperrades, das die Schubstange in der Betriebslage
festhält und nach deren Freigabe bei Überhitzung ein Wiedereinschalten mittels eines Druckknopfes gestattet.
Es sind derartige Schutzschalteinrichtungen in mannigfacher Ausführungsform bekanntgeworden.
So wurde z. B. vorgeschlagen, eine mit einem Bund versehene und unter der Einwirkung einer Feder stehende Auslösestange
in der Lotmasse festzuhalten. Die Anordnung wurde dabei so getroffen, daß, nachdem die Lötmasse gerade so weich geworden
ist, daß die Auslösestange durch die Feder bewegt werden kann, die hierdurch frei werdende Ausschaltfeder, welche das
Öffnen der Kontakte bewirkt, die Auslösestange und die mit ihr in Verbindung gebrachte
Feder wieder in die ursprüngliche Lage zurückbewegt.
Die Lötmasse ist nun aber nicht an allen Stellen gleichmäßig stark erhitzt, und der geringste
Temperaturunterschied bewirkt bereits, daß sich die Auslösestange wieder festsetzt,
bevor die Ausschaltkontakte genügend geöffnet worden sind. Der Ausschaltlichtbogen
bleibt aber bestehen und zerstört die Kontakte. Derartige Schmelzlotauslöser haben
sich praktisch nicht bÄvährt. Ihr Aufbau ist im übrigen auch recht umständlich. Außerdem
ist eine solche Vorrichtung nicht ohne weiteres in so gedrängter Gestalt ausführbar,
daß sie in elektrischen Handgeräten günstig unterzubringen wäre; zumal in dem flachen
Bodenteil eines Wasserkochers wäre die Unterbringung kaum möglich. Dazu kommt als weiterer Nachteil noch mangelnde Erschütterungsfestigkeit,
da sich bei äußeren Stößen leicht das Verklinkungsorgan des Schalters von selbst lösen kann.
Ferner ist eine Anordnung bekanntgeworden, bei der die in Schmelzlot gesperrte
Auslöseschubstange einerseits unter Einwirkung eines federnden, nachgiebigen Verklinkungshebels,
andererseits unter Einwirkung einer etwas schwächeren Gegenfeder steht, die bei erfolgter Auslösung und noch
flüssigem Schmelzlot die Schubstange wieder in die der Auslösebereitschaft entsprechende
Lage zurückführt. Hierbei muß aber die Differenz der Kräfte der beiden Federn auch
gegenüber den wechselnden Einflüssen der Erhitzung und Abkühlung gut erhalten
bleiben. Da jedoch diese Differenzkraft nur gering ist und bekanntlich kleinere Federn
unter den Einflüssen der starken Erhitzung
M Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Karl Riedel in Frankfurt, Main.
654 0B7
β und darauffolgenden Wiederabkühlung ihre
federnde Eigenschaft in weiten Grenzen und in sehr verschiedenem Maße verändern, ist
diese Bedingung schwer zu erfüllen. Es.bfe-· steht die Gefahr eines Unbrauchbarwerdep&
nach verhältnismäßig kurzer Zeit, wenn nicht sehr hochwertige Werkstoffe für die Federn*
verwendet werden, wodurch aber die Anordnung verteuert wird.
ίο Bei einer anderen Art von Schmelzlotauslösern
fehlt eine kraftschlüssige Verbindung mit den Ausschaltkontakten.· Der Schmelzlotauslöser
besteht dabei aus einem drehbaren Lötstift, der mittels eines Zahnrades eine
Klinke des Ausschaltorgans festhält. Ein Lötstift bewegt sich stets nur in einer Dreh-
-richtung und gibt nach Zurücklegen eines bestimmten Weges das Ausschaltorgan vollständig
frei. Der Schmelzlotauslöser braucht nicht in seine ursprüngliche Lage zurückgebracht
zu werden, und es ist auch nicht nötig, die hierfür erforderliche Kraft durch die Ausschaltfeder aufzubringen. Es dient
vielmehr die gleiche Feder, welche die Ausschaltkontakte bewegt, dazu, den Schmelzlotauslöser
zu betätigen. Die Ausschaltung erfolgt hierbei also mit großer Sicherheit.
Dennoch haftet dieser Ausführung ein Mangel an. Bekanntlich schmilzt das Lot allmählich,
und es tritt ^daher bereits vor der vollständigen Freigabe des Ausschaltorgans
eine geringe Bewegung der Auslösestange bzw. des Lötstiftes in der Schmelzmasse ein.
Diese Bewegung hat zur Folge, daß der Kontaktdruck vermindert wird bzw. aufhört,
was sehr leicht zur Lichtbogenbildung an den Kontakten führen kann.
Es sind nun wohl weiterhin selbsttätig wirkende, temperaturabhängige Ausschalter
für elektrisch beheizte Geräte bekanntgeworden, bei denen unter der Einwirkung einer
Feder die beweglichen Kontakte gegen die ortsfesten gepreßt werden; jedoch ist die
Einrichtung so ausgebildet, daß der Kontaktdruck vor der Stromunterbrechung gleich
Null wird, so daß die Gefahr einer Schmelzperlenbildung besteht.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist gemäß der Erfindung zwischen die Schubstange
und den Träger des beweglichen Kontaktes eine Feder derart eingeschaltet, daß sie den
' notwendigen Kontaktdruck zwischen dem beweglichen Kontakt und dem ortsfesten Gegenkontakt
so lange aufrechterhält, bis die vom Sperrad freigegebene Schubstange den Kontaktträger
mittels eines Anschlages mitreißt. Dabei ist es bei Anordnungen, die zum Einbau in elektrisch beheizte Flüssigkeitsbehälter
bestimmt sind, besonders zweckmäßig, die Schubstange aus zwei Teilen aufzubauen, von
denen der eine Teil mit dem Druckknopf und dem Federkraftspeicher zusammen am
Abschlußboden des Gerätes angeordnet ist, während der andere Teil' an der Außenseite
;;dfös Gefäßbodens so angebracht ist, daß beide
-Teile beim Aufsetzen des Abschlußbodens in
.-.Eingriff kommen. Hierdurch wird die Überprüfung
der Schaltvorrichtung vor dem Aufsetzen des Verschlußbodens bzw. eines Abschlußdeckels
wesentlich erleichtert.
Die Abbildungen stellen. ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Die Abb. 1 zeigt
die Seitenansicht der Heiz- und Überwachungsvorrichtung
ejnes Wasserkochers im Schnitt. Die Abb. 2 läßt eine Ansicht auf den Grundriß der Überwachungsvorrichtung
erkennen. Der Wasserkocher β besitzt eine als Heizeinrichtung ausgebildete Bodenplatte
b. An der Heizplatte b ist der Schmelzlotbehälter d angeordnet, der das Sperrad e
hält. Zwischen die Schubstange Z1 und den
Träger Jt des beweglichen Kontaktes i ist eine Feder Ji eingeschaltet, die den beweglichen
Kontakt i so lange gegen seinen Gegenkontakt ν drückt, bis die vom Sperrad freigegebene
Schubstange Zi den Kontaktträger k mittels des Anschlages / mitreißt.
Bei einer solchen Überwachungsvorrichtung, die auf der Unterseite eines bodenbeheizten
Flüssigkeitsbehälters angebracht ist und die von einem haubenartigen Schlußboden
p abgedeckt ist, befindet sich zweckmäßig an der Seitenwand des Schlußbodens
die Durchtrittsstelle der Schubstange, an der der Druckknopf t angebracht ist. Um ein einfaches
Abnehmen des Schlußbodens zu ermöglichen, besteht die Schubstange aus zwei Teilen Z1, f2, von denen der eine Teil f2 mit
dem Druckknopf t und dem Federkraftspeicher r zusammen am Schlußboden p angeordnet
ist, während der andere Teil ft an
der Außenseite des Gefäßbodens b so angebracht
ist, daß beide Teile beim Aufsetzen des Schlußbodens p in Eingriff kommen.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Selbsttätiger- temperaturabhängige!· Ausschalter an elektrisch beheizten Geräten mit einem beweglichen Kontakt, der von einer unter der Einwirkung eines Federkraftspeichers stehenden Schubstange gesteuert wird, unter Verwendung eines in Schmelzlot gelagerten Sperrrades, das die Schubstange in der Betriebslage festhält und nach deren Freigäbe bei Überhitzung ein Wiedereinschalten "mittels eines Druckknopfes gestattet, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Schubstange (Z1) und den Träger (k) des beweglichen Kontaktes (J) eine Feder (Ji) derart eingeschaltet ist, daß sie den notwendigen Kontaktdruck zwischen dembeweglichen Kontakt (i) und dem ortsfesten Gegenkontakt so lange aufrechterhält, bis die vom Sperrad (c) freigegebene Schubstange (Z1) den Kontaktträger (k) mittels eines Anschlags (/) mitreißt.
- 2. Anordnung nach Anspruch ι zum Einbau in elektrisch beheizte Flüssigkeitsbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß die Schubstange aus zwei Teilen (Z1, fä) besteht, von denen der eine Teil (f2) mit dem Druckknopf (ί) und dem Federkraftspeicher (r) zusammen am Abschlußboden (ρ) angeordnet ist, während der andere Teil (Z1) an der Außenseite des Gefäßbodens (b) so angebracht ist, dßSi beide Teile beim Aufsetzen des Abschluß bodens (p) in Eingriff kommen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV30392D DE654037C (de) | 1934-02-07 | 1934-02-07 | Selbsttaetiger temperaturabhaengiger Ausschalter an elektrisch beheizten Geraeten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV30392D DE654037C (de) | 1934-02-07 | 1934-02-07 | Selbsttaetiger temperaturabhaengiger Ausschalter an elektrisch beheizten Geraeten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE654037C true DE654037C (de) | 1937-12-08 |
Family
ID=7585624
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV30392D Expired DE654037C (de) | 1934-02-07 | 1934-02-07 | Selbsttaetiger temperaturabhaengiger Ausschalter an elektrisch beheizten Geraeten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE654037C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4142094A (en) * | 1977-06-13 | 1979-02-27 | George Barradas | Electrical appliance |
| EP0579170A3 (de) * | 1992-07-14 | 1994-02-02 | CEBI S.p.A. | Gepanzerte elektrischer Widerstand für Waschmaschinen mit einem Wärme-empfindlichem Überhitzungsschutzschalter |
-
1934
- 1934-02-07 DE DEV30392D patent/DE654037C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4142094A (en) * | 1977-06-13 | 1979-02-27 | George Barradas | Electrical appliance |
| EP0579170A3 (de) * | 1992-07-14 | 1994-02-02 | CEBI S.p.A. | Gepanzerte elektrischer Widerstand für Waschmaschinen mit einem Wärme-empfindlichem Überhitzungsschutzschalter |
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