DE641903C - Kreuzspulmaschine mit regelbarem Reibscheibenantrieb der Spulspindel - Google Patents
Kreuzspulmaschine mit regelbarem Reibscheibenantrieb der SpulspindelInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
17. FEBRUAR 1937
17. FEBRUAR 1937
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76 d GRUPPE
Patentiert im· Deutschen Reiche vom 30. Juni 1934 ab
Die Erfindung· bezieht sich auf eine Kreuzspülmaschine
für Spülen mit offener Wicklung· mit regelbarem Reibscheibenantrieb der
Spulspindel, dessen verschiebbare Treibscheibe durch ein Gesperre gesichert ist und
bei der in Abhängigkeit von der Lagenbildung erfolgenden vorübergehenden Entriegelung
durch ein die Spule abtastendes Fühlglied sich unter Wirkung der Fliehkraft "radial
zur anderen Reibscheibe verstellt.
Es ist bei Kreuzspulmaschinen bereits bekannt, 'die Treibscheibe des Spulspindelantriebes
durch ein an der Spüle anliegendes Fühlglied, z. B. den Fadenführer oder
1S einen besonderen Taster, über ein Gestänge
so zu steuern, daß die Fadengeschwindigkeit mit zunehmendem Spulendurchmesser gleichbleibt.
Bei diesen Einrichtungen ist jedoch ein starker Rückdruck auf die Spule vorhanden.
Bei Kreüzspülmaschinen ist auch schon die an der Treibscheibe auftretende Fliehkraft
zur Verstellung der Treibscheibe ausgenutzt worden. Ein Klemmgesperre ist dabei als
Sicherungsvorrichtung für die Bewegung· der Reibscheibe vorgesehen, das von dem hin
und her gehenden Fadenführerstab mit dem Dickerwerden der Spule vorübergehend gelöst
wird. Hierdurch wird aber dem Fadenführerstab noch eine Belastung zugewiesen, die sich als Drtuck auf die Spule bemerkbar
gemacht hat, was beim Aufspulen von feinen Garnen, auch Wollgarnen, und bei der Herstellung
weicher Spulen nachteilig ist.
Infolgedessen ist nach einem bekannten Vorschlag an Stelle dieser eben beschriebenen
Ausrückvorrichtung· ein Schieber verwendet worden, der durch die Hubscheibenwelle gesteuert
wird und das Gesperre, ζ. Β. ein Zahngesperre, zeitweise entriegelt. Hierdurch
wird zwar 'ein Druck auf die Spule vermieden,
jedoch ist die Schaltung für besonders feine Garne, beispielsweise Reinseide von 9
bis 11 Deniers, nicht fein genug·, und unter Berücksichtigung des geringen Fadenauf- 4S
träges verkleinert sich der Abstand des Schiebers von der mit diesem zusammenarbeitenden
Klinke nur sehr langsam, die Nase des Schiebers bekommt also nur den Bruchteil eines Millimeters von der Nase der Klinke -5°
zu fassen, so daß 'diese Teile sich leicht bald abnutzen. Hierzu kommt noch, daß mit dieser
bekannten Art Spulnmschinen nur eine einzige Sorte Spulen hergestellt werden kann,
da eine Möglichkeit der EinsteEung für verschiedenaxtige
Spulen nicht gegeben ist.
Der Zweck der Erfindung ist es, eine
Kreuzspuhnaschine der anfangs genannten Art zu schaffen, die sich besonders für feine
Garne, wie Reinseide u.dgl., eignet.
Das Neue bei der Kreuzspuhnaschine nach der 'Erfindung besteht nun darin, daß an
einem mit der Treibscheibe verbundenen Schwenkhebel ein Doppelzahnrad drehbar gelagert
ist, dessen .eines als Ritzel ausgebildetes Rad mit einem ortsfesten Zahnsegment
kämmt, während das andere als Sperrad ausgebildet und durch eine Klinke verriegelt
ist, die mit Zunahme der Spulendicke zeitweilig durch das Fühlglied ausgerückt wird,
so daß die freigegebene, wandernde Treibscheibe den Sci.wenkh.ebel der Klinke wieder
nähert und das Ritzel auf dem Zahnsegment so weit abrollt, bis das Sperrad mit der:
Klinke wieder in Eingriff kommt. '- .-
Diese Einrichtung hat den Vorteil, daß, durch .die Drehung des Sperrades während*
des Wanderns der Treibscheibe eine feine Schaltung erreicht werden kann, was namentlieh
beim Spulen besonders feiner Garne wesentlich ist. Dabei kann man durch die Wahl der Durchmesser von Ritzel und Sperrrad
'das Übersetzungsverhältnis mit Leichtigkeit
so wählen, daß zum Lösen der Klinke nur eine ganz geringe Kraft notwendig ist, so gering jedenfalls, daß irgendwelche schädliche
Rückwirkungen auf die Spule ausgeschlossen sind. Trotzdem ist die Sperrung eine vollkommene, so daß Erschütterungen
der Maschine nicht in der Lage sind, diese zu lösen. Zweckmäßig wird das Fühlglied
mit einem die Klinke steuernden Schwenkhebel durch ein Hebelgestänge verbunden,
das derart leinstellbar ausgebildet ist, daß je nach Einstellung die Fadengeschwindigkeit
bei gleichbleibender Bewegung des Fühlgliedes gleichbleibt oder allmählich zu- oder
abnimmt, wodurch besondere Vorteile unter Berücksichtigung der Art der zu erzeugenden
Spule erreichbar sind. So kann beispielsweise eine allmähliche Zunahme der Fadengeschwindigkeit
in Frage kommen bei einem starken, leicht spulbaren Faden, bei dem die durchschnittliche Fadengeschwindigkeit
größer sein kann, als bedingt wäre durch die höchste, anfänglich zulässige Umdrehungszahl
der Spulspindel. Z.B. beträgt die höchste Geschwindigkeit der Spulspindel 1600 U/min,
der Durchmesser der Hülse mißt 30 mm, dann beträgt bei Beginn des Spulens die
anfängliche Fadengeschwindigkeit 150 m/min. In vielen Fällen wird aber der Faden eine
Fadengeschwindigkeit von z. B. 250 m/min zulassen. Also kann nun die Maschine so eingestellt
werden, daß bei erreichtem Spulendurchmesser von z. B. 100 mm auch die
höchste Fadengeschwindigkeit von 250 m/min erreicht ist. Somit hat die durchschnittliche
Fadengeschwindigkeit 200 m/min betragen, was gleichbedeutend ist mit einer Leistungserhöhung von etwa 33%.
Der umgekehrte Fall, 'daß eine allmähliche Abnahme der Fadengeschwindigkeit erwünscht
ist, kann eintreten, wenn Fäden verspult werden sollen, die Schwierigkeiten bereiten
beim Verarbeiten zu Spulen mit geraden Kanten. Durch das allmähliche Verringern der Fadengeschwindigkeit verkleinert
sich auch selbsttätig die Fadenspannung, so daß der Druck der äußeren Fadenlagen auf
" die inneren sich allmählich verkleinert, was wesentlich dazu beitragen kann, daß die Form
der fertigen Spule schoner wird.
Eine ganz besonders wichtige Aufgabe des ?verstellbaren Hebelgestänges ist aber auch
.)-BO£h die, daß Spulen trotz verschiedenen
'Hiilsendurchmessers dennoch mit gleichbleibender
Fadengeschwindigkeit hergestellt werden können.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfmdungsgegenstandes dargestellt,
und zwar zeigen:
Fig. ι den Reibscheibenantrieb der Kreuzspulmaschine
in Stirnansicht, Fig. 2 die 'dazugehörige Seitenansicht, Fig. 3 die dazugehörige Draufsicht und
Fig. 4 den Schnitt gemäß Linie IV-IV der Fig. ι durch eine Einzelheit.
Im Maschinengestell 5 ist für jede Spindel ein Kasten 6 gelagert, in welchem sich ein beliebiges
Getriebe für die nicht dargestellte Spindel befindet. Der Antrieb erfolgt durch eine Reibscheibe 7, die mit einer auf der
quer liegenden Antriebswelle 8 axial beweglichen Reibscheibe 9 zusammenarbeitet. Die
Achse der Welle 9 liegt etwas tiefer als die Achse der Reibscheibe 7, so daß bei einer
Drehung der Reibräder 7, 9 im Sinne der Pfeile (Fig. 1 und 2) das Reibrad 9 das Bestreben
hat, sich nach außen zu bewegen. Mit der Nabe des Reibrades 9 ist kraftschlüssig
ein sich frei auf der im Maschinengestell bei 10 gelagerten Wellen drehender
Schwenkhebel 12 gelagert, der durch ein Gegengewicht 13 ausbalanciert ist. Auf einer
nach dem Getriebekasten 6 zu vorstehenden Welle 14 'des Schwenkhebels 12 sitzt drehbar
ein Doppelzahnrad, dessen einer Teil 15 als
Ritzel und dessen anderer Teil 16 als Sperrrad ausgebildet ist. Das Ritzel 15 kämmt mit
einem ortsfest im Maschinengestell angeordneten Zahnsegment 17, während das Sperrrad
mit einer um die Welle 11 verschwenkbaren Klinke 18 zusammenarbeitet. Die
Klinke führt sich in einem Schlitz 19 eines fest auf der Welle 11 sitzenden Armes 20, der
mit einer Stellschraube 21 versehen ist, gegen 'die der Schwenkarm 12 mit seinem
Ansatz 22 anliegt.
Auf der Welle n sitzt am anderen Ende no
fest ein Hebel 23, der durch einen Lenker 24 mit dem nach unten verlängerten Teil 25 des
Fadenführertragrahmens 26 gekuppelt ist. Dadurch, daß im Teil 2 5 und im Hebel 23 verschiedene
Löcher 27 vorgesehen sind, kann das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Fadenführertragrahmen 26 und dem Hebel 23
verändert werden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Nehmen 'die einzelnen Teile die in Fig. 1
gezeichnete Stellung ein, dann ist das Rad 16
durch die Klinke 18 gesperrt. Infolgedessen
kann also der Schwenkhebel 12 nicht nach
links ausschlagen, was des weiteren zur Folge
hat, daß die mit dem Schwenkhebel 12 gekuppelte Reibscheibe 9 sich auch nicht längs
der Welle 8 bewegen kann. Nimmt nun der Durchmesser der Spule 28 (s. Fig. 1) zu, so
wird der Fadenführertragrahmen 26 um seine Achse 29 entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung·
verschwenkt. Diese Schwenkbewegung wird durch die Teile 25, 24, 23 auf die Welle
11 übertragen, so daß der Hebel 20 ebenfalls entgegengesetzt der Uhrzeigerachtung verschwenkt
wird wie der Hebel 23. Hierbei nimmt der Hebel 20 die Klinke 18 mit, die
das Radio freigibt. Der Schwenkhebel 12
kann somit dem Bestreben des Reibrades 9, sich nach außen zu bewegen, nachgeben, wobei
das Ritzel 15 sich auf dem Segment 17 abwälzt und das Sperrad 16 mitnimmt, bis
der nächste Zahn oder gegebenenfalls einer der nächsten Zähne wieder mit der Klinke 18,
die ihre Stellung nicht^verändert, während der Schwenkhebel 12 sich ihr nähert, in Eingriff
kommt. Hierdurch ist der Auswärtsbewegung des Reibrades 9 ein Ziel gesetzt. Dieser Vorgang
wiederholt sich immer, sobald der Durchmesser der Spule 28 sich vergrößert hat und der Fadenführertragrahmien dementsprechend
verschwenkt wird. Da die Wellen 11 und 29 in verschiedenen Ebenen übereinander
angeordnet sind, die Hebel 23 und 25 also um versetzt übereinanderliegende Achsen
schwingen, so besteht durch verschiedene Ein-Stellungen des Lenkers 24 die Möglichkeit,
das Übersetzungs- und Bewegungsübertra- -gungsverhältnis so zu wählen, daß eine gleichbleibende
oder zunehmende oder abnehmende Fadengeschwindigkeit erzielt wird.
Da das Übersetzungsverhältnis zwischen Ritzel 15 und Sperrad 16, wie aus der Zeichnung
ersichtlich, ein sehr großes ist, so wird nur eine ganz geringe Kraft benötigt, um
die Klinke 18 außer Eingriff mit dem Rad 16
zu bringen. Gleichzeitig ist durch das Übersetzungsverhältnis die Möglichkeit gegeben,
die Abnahme der Drehzahl mit der Zunahme des Spulendurchmessers in das richtige gewünschte
Verhältnis zu bringen und den Über-
go gang ganz allmählich vor sich gehen zu
lassen.
Die Lösung des Gesperres braucht nicht unbedingt vom Fadenführertragrahmen aus Z1U
erfolgen. Es kann ebensogut eine Druckwalze oder ein Fühlerrädchen, wie in Fig. 1
strichpunktiert angedeutet und mit 31 bezeichnet, vorgesehen sein, 'das an der Spule
durch Federdruck anliegt 'und in einem auf der Wellen festsitzenden Arm32 gelagert
ist.
Ist 'die Spule fertig, so wird die Reibscheibe 9 wieder in ihre Anfangsstellung' gebracht,
indem durch Verschwenken des Fadenführertragrahmens 26 der Hebel 20 verschwenkt wird, der durch die Stellschraube
gegen 'den Ansatz 22 des Schwenkhebels 12 stößt und diesen in seine Anfangs stellung
ztirü'ckverschwenkt, wobei die Reibscheibe 9 mitgenommen wird. Hierbei wird gleichzeitig
das Sperrad 16 durch das mit dem Zahnsegment 17 zusammenarbeitende Ritzel 15 in die
ursprüngliche Lage zurückgedreht, was ohne weiteres möglich ist, da die Sperrklinke 18
unter der Wirkung der Feder 30 ausweichen kann. Die !einzelnen Teile nehmen nun wieder
diejenigen Stellungen ein, die zu Beginn des Spulens notwendig sind.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Kreuzspulmaschine für Spulen mit offener Wicklung, mit regelbarem Reibsicheibienantrieb der Spulspindel, dessen verschiebbare Treibscheibe durch ein Gesperre gesichert ist und bei der in Abhängigkeit von der Lagenbildung erfolgenden, vorübergehenden Entriegelung durch ein 'die Spule abtastendes Fühlglied sich unter Wirkung der Fliehkraft radial Z1Ur anderen Reibscheibe verstellt, 'dadurch gekennzeichnet, 'daß an einem mit der Treibscheibe verbundenen Schwenkhebel (12) ein Doppelzahnrad (15, 16) drehbar gelagert ist, dessen eines als Ritzel (15) ausgebildetes Rad mit einem ortsfesten Zahnsegment, (17) kämmt, während das andere als Sperrad (16) ausgebildet und 'durch eine Klinke (18) verriegelt ist, die mit Zunahme der Spulendicke zeitweilig durch 'das Fühlglied ausgerückt wird, so daß 'die freigegebene wandernde Treibscheibe den Schwenkhebel der Klinke wieder nähert Und dabei das Ritzel auf dem Zahnsegment so weit abrollt, bis das Sperrad mit der Klinke wieder in Emgriff kommt.
- 2. Kreuzspulmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fühlglied mit einem 'die Klinke (18) steuernden Schwenkhebel (20) durch ein Hebelgestänge (25, 24, 23) verbunden ist, das derart einstellbar ausgebildet ist, daß je nach Einstellung 'die Fadengeschwindigkeit bei gleichbleibender Bewegung des Fühlgliedes gleichbleibt oder zu- oder abnimmt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM127904D DE641903C (de) | 1934-06-30 | 1934-06-30 | Kreuzspulmaschine mit regelbarem Reibscheibenantrieb der Spulspindel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM127904D DE641903C (de) | 1934-06-30 | 1934-06-30 | Kreuzspulmaschine mit regelbarem Reibscheibenantrieb der Spulspindel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE641903C true DE641903C (de) | 1937-02-17 |
Family
ID=7331351
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM127904D Expired DE641903C (de) | 1934-06-30 | 1934-06-30 | Kreuzspulmaschine mit regelbarem Reibscheibenantrieb der Spulspindel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE641903C (de) |
-
1934
- 1934-06-30 DE DEM127904D patent/DE641903C/de not_active Expired
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