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Kastenförmige Vorrichtung zum Befeuchten und Auspressen von heißen
Kompressen Es sind Vorrichtungen zum Anfeuchten und Auspressen von heißen Kompressen
bekannt, bei denen über einem heizbaren Wasserbehälter ein r Walzenpaar angeordnet
ist, das von außen mittels einer Handkurbel betätigt werden kann. Die zu behandelnden
Kompressen werden" durch einen Schlitz des Deckels, der abnehmbar ist und gegebenenfalls
dampfdicht verschlossen werden kann, den Walzen zugeführt. ` Die Erfindung bringt
eine vorteilhafte Ergänzung einer derartigen Einrichtung und besteht darin, daß
zwischen dem Wasserbehälter und dem Walzenpaar ein durchlochter Einsatzbehälter
angeordnet ist und daß die Walzen im Deckel gelagert sind. Ferner sind noch zwei
andere Deckel vorgesehen, von denen der eine mit einem um seine Achse drehbaren
Inhalationsrohr ausgerüstet ist und von denen der andere lediglich zum Verschluß
der Vorrichtung dient, also keine besondere Ausrüstung zeigt. Dadurch kann die Vorrichtung
nicht nur zum Befeuchten von Kompressen, sondern auch zum Inhalieren und zum Auskochen
ärztlicher Instrumente verwendet werden.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Apparates
dargestellt. Es zeigen Fig. 1, 2 und 3 je eine schaubildliche Ansicht des Apparates
zurre Befeuchten und Auspressen. von Kompressen bzw. zum Inhalieren bzw. zum Auskochen
von ärztlichen Instrumenten, Fig. ¢ einen Längsschnitt zu Fig. i, Fig. 5, 6 und
7 je einen Querschnitt zu Fig. z bzw. Fig. 2 bzw. Fig. 3 und Fig. 8 eine Einzelheit.
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Der Wasserbehälter i weist unter seinem Boden 2 die elektrischen Heizkörper
3 auf, die durch die Schienen 4 die Schrauben 5 und die sich am unteren Rand des
Wasserbehälters i abstützenden Bügel 6 an -den Boden 2 angepreßt sind. Die Heizkörper
3 sind an der Steckdose 7 durch die Leitungen 8 angeschlossen. Durch den Stecker
9 und die Leitung io wird der Apparat am Stromnetz angeschlossen. # Der Wasserbehälter
i ruht auf Füßen i r, die als Saugnäpfe ausgebildet sind. Er ist ferner mit zwei
Handgriffen i2 versehen und mit Spannorganen 13, die aus den am Behälter i befestigten
Trägern 14, den an diesen angelenkten Schraubenbolzen 15 und den auf diese aufsehraubbaren
Griffen 16 bestehen. Im Innenraum des Behälters i sind Schienen 17 befestigt, die
zum Abstützen des in den Wasserbehälter i einsetzbaren Behälters 18 dienen, der
einen durchlochten
Boden ig besitzt. Der Behälter 18 kann mittels
der in Fig. 8 dargestellten Bügel -20, die an den Griffen 21 des Behälters 18 angreifen,
in den Behälter I eingesetzt und aus ihm herausgehoben werden. Die Griffe 21 bestehen
aus aus den Seitenwandungen des Behälters teilweise ausgestochenen Lappen.
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Auf den Behälter i kann je nach dem Verwendungszweck des Apparates
der eine der Deckel 22 (Fig. I, 4 und 5), 23 (Fig. 2 und Ei) und 24. (Fig. 3 und
7) aufgesetzt werden. Der Deckel, 22 trägt an seiner Innenseite zwei nebeneinanderliegende
Walzen 25 und 26, die mit ihren Achsen 27 in zwei Trägern 28 des Deckels 22 gelagert
sind, und zwar ist die Walze 25 verschiebbar und die Walze 26 unverschiebbar gelagert;
die Walze 25 wird durch die Zugfedern 29, die an der Achse der Walze 25 angreifen,
an die Walze 26 angepreßt. Das eine Ende der Achse 27 der Walze 26 ragt durch die
Seitenwand des Deckels 2z heraus und trägt die Handkurbel 3o. Der Deckel 22 besitzt
eine über den Walzen 25 und 26 liegende schlitzförmige Öffnung 31 und zwei
Handgriffe 32.
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Der Deckel 23 (Fig. 2 und 6) ist mit einem Ausströmrohr 33 versehen.
Diese beiden Deckel 22 und 23 sind mit einer Dichtung 35 ausgerüstet und besitzen
seitliche Lappen 36, in welche die am Wasserbehälter i angeordneten Spannorgane
13 eingreifen und die Deckel 22 und 23 mit ihrer Dichtung 35 auf den Rand
des Wasserbehälters z . aufpressen.
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Der Deckel 24., der einen Griff 37 besitzt, wird jedoch nur auf den
Behälter I aufgelegt.
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Der v orbeschriebene Apparat kann für drei verschiedene Zwecke verwendet
werden, und zwar zum Warmbefeuchten und Auspressen von Kompressen, zum Inhalieren
und zum Auskochen von ärztlichen Instrumenten. Die Benutzung geschieht in folgender
Weise: Durch Aufsetzen des Deckels 22 auf den Behälter I (Fig. I, 4. und 5) wird
der Apparat zum Befeuchten und Auspressen von Kompressen verwendbar, indem das im
Behälter I befindliche Wasser durch die Heizkörper 3 erhitzt wird. Durch die Öffnung
31
führt man z. B. die zu befeuchtende und auszuwringende Kompresse zwischen
die beiden Walzen 25 und 26, worauf diese vermittels der Handkurbel 30 so
weit gedreht werden, bis nur noch das obere Ende der Kompresse zwischen den Walzen
25 und 26 liegt und dadurch trocken bleibt, während der ganze übrige Teil der Kompresse
in heißes Wasser eingetaucht ist. Ist die Kompresse genügend mit heißem Wasser gesättigt,
so wird die Handkurbel 30 in umgekehrtem Sinne gedreht, so daß die Walzen
25 und 26 die Kompresse auspressen und nach oben befördern*. Dabei wird das Wasser
größtenteils aus der Kompresse entfernt, wobei dieselbe warm bleibt. Das obere Ende
der Kompresse, das beim Eintauchen derselben nur bis zu den Walzen 25 und 26 gelangt,
bleibt trocken und kann also an diesem Ende gut angefaßt werden.
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Die auf vorbeschriebene Art behandelten Kompressen sind nach dem Auspressen
wärmer und bleiben daher nach ihrem Auflegen auf den Körper auch länger warm als
die von Hand ausgewrungenen Kompressen, weil der Apparat das Auspressen des Wassers
schneller und im erwärmten Behälter besorgt. Auch ist ein Anfassen der heißen Kompressen
mit den Händen erübrigt. Außerdem erfolgt das Auspressen gründlicher als beim Auswringen,
was von Vorteil ist, da die Abkühlung bei gut ausgepreßten Kompressen weniger rasch
vor sich geht als bei solchen, die noch viel Wasser enthalten. Ferner ist die Wirkung
gut ausgepreßter Kompressen auf die Haut auch günstiger.
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Die federnde Versclliebbarkeit der Walze 25 erlaubt ohne weiteres
das Auspressen verschieden dicker Kompressen.
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Wird der Behälter 18 in den Wasserbehälter-I eingesetzt und mit dem
Deckel 23 abgeschlossen (Fig. 2 und 6), so ist der Apparat als Inllalierapparat
verwendbar, indem die zum Erzeugen des Inhalierdampfes notwendigen Kräuter o: dgl.
in den Behälter 18 eingefüllt werden. Das im Behälter I befindliche Wasser
reicht bis zum Behälter 18 hinauf, so daß die Kräuter in Wasser liegen. Durch Erhitzen
des Wassers mittels der Heizkörper 3 wird der Inhalierdampf erzeugt und kann durch
das Rohr 33 ausströmen.
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Zum Auskochen von ärztlichen Instrumenten wird folgendermaßen vorgegangen:
Die auszukochenden Instrumente werden in den Behälter 18 gelegt, der im Wasser des
Behälters I liegt. Letzterer wird durch Auflegen des Deckels 24 abgeschlossen. Durch
Eillitzen des Wassers bis auf den Siedepunkt mittels der Heizkörper 3 «-erden dann
die Instrumente ausgekocht.