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DE649876C - Leitungstrenner fuer das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geraeten, insbesondere UEberspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Geraet - Google Patents

Leitungstrenner fuer das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geraeten, insbesondere UEberspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Geraet

Info

Publication number
DE649876C
DE649876C DES113439D DES0113439D DE649876C DE 649876 C DE649876 C DE 649876C DE S113439 D DES113439 D DE S113439D DE S0113439 D DES0113439 D DE S0113439D DE 649876 C DE649876 C DE 649876C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
event
line
voltage lines
surge arresters
housing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES113439D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Diet Mueller-Hillebrand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG, Siemens Corp filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
Priority to DES113439D priority Critical patent/DE649876C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE649876C publication Critical patent/DE649876C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/02Details
    • H02H3/021Details concerning the disconnection itself, e.g. at a particular instant, particularly at zero value of current, disconnection in a predetermined order

Landscapes

  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)
  • Fuses (AREA)

Description

An Hochspannungsleitungen sind oft Geräte angeschlossen, die infolge ihres gedrängten Aufbaues bei einem Defekt einen Kurzschluß herbeiführen. Solche Geräte sind z. B. bekannte Überspannungsableiter, wie der Kathodenfallableiter, die bei der Ableitung ■ einer anormal hohen Überspannungsenergie, z. B. bei direktem Blitzschlag, zerstört werden können und in diesem Zustand eine dauernde Erdung des Netzes herbeiführen. Andere solche Geräte sind Drosselspulen, Spannungswandler ο. dgl. Man hat daher diese Geräte über Trennschalter angeschlossen, die nach einem eingetretenen . 15 Defekt geöffnet werden müssen, um. das beschädigte Gerät abzutrennen. Diese Art der Abtrennung ist indessen umständlich und zeitraubend. Der Betrieb des Hochspan- · nungsnetzes kann dabei längere Zeit unterbrachen bleiben.
Bei mittleren Betriebsspannungen bis etwa 30 kV können mit Vorteil die Geräte über Hochleistungssicherungen angeschlossen werden, die sie im Falle einer übermäßigen Beanspruchung selbsttätig abtrennen, oder es können bei Gehäuseüberspannungsableitern die Gehäuse selbst als sog. Bruchsicherungen ausgeführt werden. Diese Sicherungen sind jedoch bei Hochspannungsnetzen für sehr hohe Betriebsspannungen von 60 kV und darüber .nicht anwendbar.
Es ist eine Einrichtung zum unmittelbaren Anschluß verhältnismäßig kleiner Transformatoren an eine Hochspannungsleitung mittels eines Anschlußdrahtes vorgeschlagen worden. Hierbei wird das an die Hochspannungsleitung anzuschließende Drahtende mit einem Fallgewicht versehen, und das Fallgewicht wird durch eine Schmelzsicherung oder einen thermischen Schalter freigegeben, sobald diese Schmelzsicherung infolge Auftretens einer elektrischen Störung anspricht. Durch das Abwerfen der Leitung wird eine gut sichtbare Trennstelle geschaffen.
Das Fallgewicht ist jedoch nicht geeignet, der abgeworfenen Leitung die erforderlichen hohen Anfangsbeschleunigungen zu erteilen, die ein rasches Abreißen der entstehenden starken Lichtbögen und damit eine'einwandfreie Trennung gewährleisten.
Nach der Erfindung wird in die Zuleitung zum Gerät ein Gehäuse eingebaut, von dem ein Teil infolge eines vom Isolationsfehlerstrom im Gehäuse hervorgerufenen Druckes abgeschleudert wird, wobei die frei hängende Zuleitung an diesem Teil befestigt ist.
Dieser Apparat gibt der abgeworfenen Leitung die zur einwandfreien Abschaltung er-
*/ Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Dietrich Müller-Hitlebrand in Berlin-Charlottenburg.
forderliche hohe Anfangsgeschwindigkeit. Er ist dabei sehr einfach und ermöglicht, daß unmittelbar nach Auftreten des Fehlers der Betrieb der Hochspannungsanlage weitergeführt werden kann, ohne zeitraubende Schaltungen in der Anlage durchführen zu müssen.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, io ist die Hochspan-ίο nungsleitung, ii ein überspannungsableiter der Gehäusetype, beispielsweise ein Kathodenfallableiter, der durch die Zuleitung 12 an die Hochspannungsleitung 10 angeschlossen ist. Der Kathodenfallableiter besteht aus einer Anzahl mit geringen Abständen aufeinandergestapelter Widerstandsplatten 13, mit denen die Funkenstrecke 14 in Reihe geschaltet ist. Funkenstrecke und Widerstandsplatten sind in einem gemeinsamen, luftdicht geschlossenen Gehäuse 15 untergebracht, das in der Regel aus Porzellan besteht. 16 ist die Erdungsleitung. In die Zuleitung 12 zu dem Kathodenfallableiter 11 ist der Leitungstrenner 17 eingeschaltet. Dieser besteht aus einem Porzellangehäuse 18, das oben durch einen metallenen Deckel 19, an dem der Leitungstrenner an die Hochspannungsleitung 10 aufgehängt wird, und unten durch einen metallenen Boden 20, verschlossen ist. In dem Boden 20 sitzt ein als Drucksicherung arbeitender Verschluß 21, der durch einen Abscherstift 22 in der dargestellten Abschluß-Stellung festgehalten wird und die Klemmschrauben 23 zur Befestigung der Zuleitung 12 trägt. Im Innern des Gehäuses 18 befindet sich der Schmelzleiter 24, der den kitenden Deckel 19 mit dem leitenden Bolzen 21 verbindet. In seiner Mitte ist der Schmelzleiter 24 zu einer Heizspirale 25 gewunden, die so bemessen ist, daß sie bei möglichst niederem Dauerüberströmen zum Abschmelzen kommt. 26 ist eine Ladung Schwarzpulver, durch die der Schmelzleiter 24 hindurchgeführt ist. An Stelle dieser Ladung Schwarzpulver oder zusätzlich zu ihr kann auch ein Zylinder 27 aus Zelluloid in dem Gehäuse angeordnet sein.
Wenn der Kathodenfallableiter 11 eine anormale hohe Überspannungsenergie abzuleiten hat, z. B. die Energie eines unmittelin die Leitung 10 einschlagenden Blitzes, die das Fassungsvermögen des Kathodenfallableiters übersteigt, wird die aus den übereinandergestapelten Widerstandsplatten 13 bestehende Ableitersäule zerstört. Über diesem zerstörten Ableiter würde nun dauernd die Energie aus dem Hochspannungsnetz 10 zur Erde abfließen. Dies wird durch den Leitungstrenner 17 verhindert. Der zur Erde fließende Überstrom durchfließt den Schmelzleiter 24 und bringt diesen zum Abschmelzen. Es entsteht daher im Innern des Gehäuses 18 ein Lichtbogen, der den Zelluloidzylinder 27 oder die Schwarzpulverladung 26 zündet. Hierbei entsteht sehr viel Gas und ein starker Überdruck im Innern des Gehäuses 18, der den Leitungsträger 21 so stark beansprucht, daß der Abscherstift 22 abgeschert und der Leitungsträger 21 herausgeschleudert wird. Dieser fällt zu Boden und wirft dadurch die Zuleitung 12 ab. Der Lichtbogen, der bei diesem Vorgang unter Umständen noch stehenbleiben kann, wird durch Herausfallen des Leistungsschalters in dem nächsten Speisepunkt unterbrochen. Nach der Unterbrechung ist der Kathodenfallableiter 11 von der Hochspannungsleitung 10 durch eine weite und gut sichtbare Trennstrecke isoliert.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Leitungstrenner für das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geräten, insbesondere Überspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Gerät, der aus einem in die Zuleitung zu dem Gerät eingebauten Auslöseapparat besteht, der beim Auftreten des Isolationsfehlerstromes anspricht und eine frei hängende Zuleitung zu dem angeschlossenen Gerät zum Abfallen bringt, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöseapparat aus einem Gehäuse besteht, von dem ein Teil infolge eines in dem Gehäuse durch den Isolationsfehlerstrom hervorgerufenen Druckes abgeschleudert wird, wobei die frei hängende Zuleitung an diesem Teil befestigt ist.
    Hierzu r Blatt Zeichnungen
DES113439D 1934-03-29 1934-03-29 Leitungstrenner fuer das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geraeten, insbesondere UEberspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Geraet Expired DE649876C (de)

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Publications (1)

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DE649876C true DE649876C (de) 1937-09-04

Family

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DES113439D Expired DE649876C (de) 1934-03-29 1934-03-29 Leitungstrenner fuer das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geraeten, insbesondere UEberspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Geraet

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DE (1) DE649876C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767932C (de) * 1937-12-25 1955-03-10 Aeg Schutzeinrichtung fuer UEberspannungsableiter
DE1189186B (de) * 1960-07-06 1965-03-18 Westinghouse Electric Corp Schutzanordnung, insbesondere fuer UEberspannungsableiter
DE102019207465A1 (de) * 2019-05-22 2020-11-26 Siemens Aktiengesellschaft Abtrennvorrichtung für einen Überspannungsableiter und Anordnung

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE767932C (de) * 1937-12-25 1955-03-10 Aeg Schutzeinrichtung fuer UEberspannungsableiter
DE1189186B (de) * 1960-07-06 1965-03-18 Westinghouse Electric Corp Schutzanordnung, insbesondere fuer UEberspannungsableiter
DE102019207465A1 (de) * 2019-05-22 2020-11-26 Siemens Aktiengesellschaft Abtrennvorrichtung für einen Überspannungsableiter und Anordnung

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