DE649876C - Leitungstrenner fuer das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geraeten, insbesondere UEberspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Geraet - Google Patents
Leitungstrenner fuer das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geraeten, insbesondere UEberspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im GeraetInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/02—Details
- H02H3/021—Details concerning the disconnection itself, e.g. at a particular instant, particularly at zero value of current, disconnection in a predetermined order
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Description
An Hochspannungsleitungen sind oft Geräte angeschlossen, die infolge ihres gedrängten
Aufbaues bei einem Defekt einen Kurzschluß herbeiführen. Solche Geräte sind z. B. bekannte
Überspannungsableiter, wie der Kathodenfallableiter, die bei der Ableitung ■ einer anormal hohen Überspannungsenergie,
z. B. bei direktem Blitzschlag, zerstört werden können und in diesem Zustand eine dauernde
Erdung des Netzes herbeiführen. Andere solche Geräte sind Drosselspulen, Spannungswandler ο. dgl. Man hat daher
diese Geräte über Trennschalter angeschlossen, die nach einem eingetretenen . 15 Defekt geöffnet werden müssen, um. das beschädigte
Gerät abzutrennen. Diese Art der Abtrennung ist indessen umständlich und zeitraubend. Der Betrieb des Hochspan- ·
nungsnetzes kann dabei längere Zeit unterbrachen bleiben.
Bei mittleren Betriebsspannungen bis etwa 30 kV können mit Vorteil die Geräte über
Hochleistungssicherungen angeschlossen werden, die sie im Falle einer übermäßigen Beanspruchung
selbsttätig abtrennen, oder es können bei Gehäuseüberspannungsableitern
die Gehäuse selbst als sog. Bruchsicherungen ausgeführt werden. Diese Sicherungen sind
jedoch bei Hochspannungsnetzen für sehr hohe Betriebsspannungen von 60 kV und darüber .nicht anwendbar.
Es ist eine Einrichtung zum unmittelbaren Anschluß verhältnismäßig kleiner Transformatoren
an eine Hochspannungsleitung mittels eines Anschlußdrahtes vorgeschlagen
worden. Hierbei wird das an die Hochspannungsleitung anzuschließende Drahtende mit
einem Fallgewicht versehen, und das Fallgewicht wird durch eine Schmelzsicherung
oder einen thermischen Schalter freigegeben, sobald diese Schmelzsicherung infolge Auftretens
einer elektrischen Störung anspricht. Durch das Abwerfen der Leitung wird eine gut sichtbare Trennstelle geschaffen.
Das Fallgewicht ist jedoch nicht geeignet, der abgeworfenen Leitung die erforderlichen
hohen Anfangsbeschleunigungen zu erteilen, die ein rasches Abreißen der entstehenden
starken Lichtbögen und damit eine'einwandfreie Trennung gewährleisten.
Nach der Erfindung wird in die Zuleitung zum Gerät ein Gehäuse eingebaut, von dem
ein Teil infolge eines vom Isolationsfehlerstrom im Gehäuse hervorgerufenen Druckes
abgeschleudert wird, wobei die frei hängende Zuleitung an diesem Teil befestigt ist.
Dieser Apparat gibt der abgeworfenen Leitung die zur einwandfreien Abschaltung er-
*/ Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Dietrich Müller-Hitlebrand in Berlin-Charlottenburg.
forderliche hohe Anfangsgeschwindigkeit. Er ist dabei sehr einfach und ermöglicht, daß
unmittelbar nach Auftreten des Fehlers der Betrieb der Hochspannungsanlage weitergeführt
werden kann, ohne zeitraubende Schaltungen in der Anlage durchführen zu müssen.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, io ist die Hochspan-ίο
nungsleitung, ii ein überspannungsableiter der Gehäusetype, beispielsweise ein Kathodenfallableiter,
der durch die Zuleitung 12 an die Hochspannungsleitung 10 angeschlossen
ist. Der Kathodenfallableiter besteht aus einer Anzahl mit geringen Abständen aufeinandergestapelter
Widerstandsplatten 13, mit denen die Funkenstrecke 14 in Reihe geschaltet
ist. Funkenstrecke und Widerstandsplatten sind in einem gemeinsamen, luftdicht geschlossenen Gehäuse 15 untergebracht, das
in der Regel aus Porzellan besteht. 16 ist die Erdungsleitung. In die Zuleitung 12 zu
dem Kathodenfallableiter 11 ist der Leitungstrenner 17 eingeschaltet. Dieser besteht aus
einem Porzellangehäuse 18, das oben durch einen metallenen Deckel 19, an dem der Leitungstrenner
an die Hochspannungsleitung 10 aufgehängt wird, und unten durch einen
metallenen Boden 20, verschlossen ist. In dem Boden 20 sitzt ein als Drucksicherung arbeitender
Verschluß 21, der durch einen Abscherstift
22 in der dargestellten Abschluß-Stellung festgehalten wird und die Klemmschrauben
23 zur Befestigung der Zuleitung 12 trägt. Im Innern des Gehäuses 18 befindet
sich der Schmelzleiter 24, der den kitenden Deckel 19 mit dem leitenden Bolzen 21 verbindet.
In seiner Mitte ist der Schmelzleiter 24 zu einer Heizspirale 25 gewunden, die so
bemessen ist, daß sie bei möglichst niederem Dauerüberströmen zum Abschmelzen kommt.
26 ist eine Ladung Schwarzpulver, durch die der Schmelzleiter 24 hindurchgeführt ist. An
Stelle dieser Ladung Schwarzpulver oder zusätzlich zu ihr kann auch ein Zylinder 27 aus
Zelluloid in dem Gehäuse angeordnet sein.
Wenn der Kathodenfallableiter 11 eine anormale hohe Überspannungsenergie abzuleiten
hat, z. B. die Energie eines unmittelin die Leitung 10 einschlagenden Blitzes,
die das Fassungsvermögen des Kathodenfallableiters übersteigt, wird die aus den übereinandergestapelten
Widerstandsplatten 13 bestehende Ableitersäule zerstört. Über
diesem zerstörten Ableiter würde nun dauernd die Energie aus dem Hochspannungsnetz
10 zur Erde abfließen. Dies wird durch den Leitungstrenner 17 verhindert. Der zur
Erde fließende Überstrom durchfließt den Schmelzleiter 24 und bringt diesen zum Abschmelzen.
Es entsteht daher im Innern des Gehäuses 18 ein Lichtbogen, der den Zelluloidzylinder
27 oder die Schwarzpulverladung 26 zündet. Hierbei entsteht sehr viel Gas und ein starker Überdruck im Innern des Gehäuses
18, der den Leitungsträger 21 so stark beansprucht, daß der Abscherstift 22 abgeschert
und der Leitungsträger 21 herausgeschleudert wird. Dieser fällt zu Boden und
wirft dadurch die Zuleitung 12 ab. Der Lichtbogen, der bei diesem Vorgang unter Umständen
noch stehenbleiben kann, wird durch Herausfallen des Leistungsschalters in dem nächsten Speisepunkt unterbrochen. Nach der
Unterbrechung ist der Kathodenfallableiter 11 von der Hochspannungsleitung 10 durch
eine weite und gut sichtbare Trennstrecke isoliert.
Claims (1)
- Patentanspruch:Leitungstrenner für das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geräten, insbesondere Überspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Gerät, der aus einem in die Zuleitung zu dem Gerät eingebauten Auslöseapparat besteht, der beim Auftreten des Isolationsfehlerstromes anspricht und eine frei hängende Zuleitung zu dem angeschlossenen Gerät zum Abfallen bringt, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslöseapparat aus einem Gehäuse besteht, von dem ein Teil infolge eines in dem Gehäuse durch den Isolationsfehlerstrom hervorgerufenen Druckes abgeschleudert wird, wobei die frei hängende Zuleitung an diesem Teil befestigt ist.Hierzu r Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES113439D DE649876C (de) | 1934-03-29 | 1934-03-29 | Leitungstrenner fuer das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geraeten, insbesondere UEberspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Geraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES113439D DE649876C (de) | 1934-03-29 | 1934-03-29 | Leitungstrenner fuer das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geraeten, insbesondere UEberspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Geraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE649876C true DE649876C (de) | 1937-09-04 |
Family
ID=7532517
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES113439D Expired DE649876C (de) | 1934-03-29 | 1934-03-29 | Leitungstrenner fuer das Abtrennen von an Hochspannungsleitungen angeschlossenen Geraeten, insbesondere UEberspannungsableitern, bei Isolationsfehlern im Geraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE649876C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767932C (de) * | 1937-12-25 | 1955-03-10 | Aeg | Schutzeinrichtung fuer UEberspannungsableiter |
| DE1189186B (de) * | 1960-07-06 | 1965-03-18 | Westinghouse Electric Corp | Schutzanordnung, insbesondere fuer UEberspannungsableiter |
| DE102019207465A1 (de) * | 2019-05-22 | 2020-11-26 | Siemens Aktiengesellschaft | Abtrennvorrichtung für einen Überspannungsableiter und Anordnung |
-
1934
- 1934-03-29 DE DES113439D patent/DE649876C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767932C (de) * | 1937-12-25 | 1955-03-10 | Aeg | Schutzeinrichtung fuer UEberspannungsableiter |
| DE1189186B (de) * | 1960-07-06 | 1965-03-18 | Westinghouse Electric Corp | Schutzanordnung, insbesondere fuer UEberspannungsableiter |
| DE102019207465A1 (de) * | 2019-05-22 | 2020-11-26 | Siemens Aktiengesellschaft | Abtrennvorrichtung für einen Überspannungsableiter und Anordnung |
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