DE648975C - Gangregelung durch Synchronisierung von schwingenden Zeitmessgangreglern mittels eines Netzwechselstromes - Google Patents
Gangregelung durch Synchronisierung von schwingenden Zeitmessgangreglern mittels eines NetzwechselstromesInfo
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Description
- Gangregelung durch Synchronisierung von schwingenden Zeitmeßgangreglern mittels eines Netzwechselstromes Die Erfindung.betrifft eine Gangregelung für einen von einem Arbeitsspeicher angetriebenen Zeitmesser mit Schwingungsgangregler (Unruhe, Pendel). Für diesen Zweck sind schon Regeleinrichtungen vorgeschlagen, die den Ablauf des Zeitmesserlaufwerkes in Abhängigkeit von der Frequenz einer die Regeleinrichtung speisenden Wechselspannung regeln. Jedoch besitzen diese bekannten Regeleinrichtungen verschiedene Nachteile, die vor allem in der Verwendung von Differentialgetrieben, Zahnradübersetzungen o. dgl. bestehen -und die durch die vorliegende Erfindung vermieden werden. So ist z. B. eine Uhrenanlage bekanntgeworden, in der eine selbständig gehende Uhr durch Zwischenschaltung von Differentialgetrieben mit dem Ablauf eines vom Netz syn'chron gehaltenen Motors vergUchen wird, in dem bei genügend großen Abweichungen eine Verstellung an der die Schwingungsdauer des Gangreglers bestimmenden Feder vorgenommen wird. Diese Einrichtung ist durch den großen Aufwand von mechanischen Getrieben nicht nur teuer, sondern besitzt auch den Nachteil, daß bei Aussetzen des Regeleinflusses die Unruhe mit derjenigen Schwingungsdauer weiterläuft, die gerade bei Aussetzen der Regeleinrichtung an der Unruhefeder eingestellt war. In einer anderen bekannten Uhrenlage erteilt ein Synchronmotor über ein Untersetzungsgetriebe einem aus einem Hammer bestehenden Regelorgan eine Sollschwingungsfrequenz, die den Gangregler bei einer Abweichung durch Anstoßen auf die einzuhaltende Schwingungsdauer einregelt. Auch dieses Verfahren ist im Aufbau teuer und erfordert ein sehr präzises Gangwerk, da es notwendig ist, die Schwingungsamplitude des Gangreglers möglichst konstant zu halten, damit ein einwandfreies Zusammenwirken des Gangreglers mit dem anstoßenden Hammer jederzeit gewährleistet wird.
- Alle die oben beschriebenen Nachteile der bisher bekanntgewordenen Uhrenanlagen werden durch die vorliegende Erfindung dadurch vermieden, daß ein vom regelnden Wechselstrom erzeugtes elektromagnetisches Wechselfeld unmittelbar die Schwingungen des Gangreglers dadurch beeinfiußt, daß es durch seine Fernkraftwirkung auf an der Unruhe befestigte ferromagnetische Teile mit seinen zwischen zwei Grenzwerten schwingenden Amplituden hemmend oder verzögernd einwirkt.
- Bei einer solchen Ausführung der Gangregelung werden alle mit Fehlern und Gangspiel behafteten mechanischen Übersetzungen, Differentialgetriebe u. dgl. vermieden, so daß bei gegebener Frequenz des Wechselstromes die Gangregelung mit einer größtmöglichen. Genauigkeit erfolgt.
- Auf weitere Merkmale der Erfindung sowie auf Einzelheiten des Regelverfahrens wird in der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an gegebener Stelle verwiesen.
- Von den das Ausführungsbeispiel darstellenden Abb. i und 2 zeigt Abb. i in teilweise schematischer Darstellung eine durch ein Federgehäuse angetriebene Unruheuhr, während Abb. 2 unter Weglassen aller den Erfindungsgedanken nicht berührenden Einzelheiten eine Einrichtung zeigt, die gegenüber der nach Abb. i in der Weise abgeändert ist, daß der die Uhr regelnde Wechselstrom nicht unmittelbar der den Aufzugsmotor speisenden Wechselstromquelle, sondern einer auf dem Stator dieses Motors angebrachten, nach Art eines Transformators wirkenden zweiten Wicklung entnommen wird. , In den Abb. ist i der Aufzugsmotor, der in bekannter Weise über eine Ferrarisscheibe 2, eine Schnecke 3 nebst zugehörigem Schneckenrad q. und ein Zahnradvorgelege 5 bis ; das Federgehäuse 8 aufzieht. Da die Erregerwicklung des Antriebsmotors dauernd mit der Wechselstromquelle verbunden ist, ist zweckmäßig zwischen Ferrarisscheibe und Federgehäuse eine beispielsweise als Rutschkupplung ausgebildete Kupplungseinrichtung vorzusehen, welche das Aufzugdrehmoment des Motors nur zeitweilig dein Federgehäuse übermittelt.
- Das Federgehäuse 8 treibt über Zahnradvorgelege 9, to ein über dein Zifferblatt i i angeordnetes Zeigerpaar 12, 13 an, dessen Ablauf über Zahnradvorgelege 1d, i 5 durch ein von der Unruhe 16 gesteuertes Hemmwerk geregelt wird.
- Gemäß der Erfindung ist diese Unruhe mit einem aus magnetischem Material gefertigten Stift 17, der auch als Dauermagnet ausgebildet sein kann, versehen, der in der Mittellage der Unruhe sich gegenüber zwei als Polschuhe ausgebildeten Ansätzen i8, i9 des Synchronmotors i befindet.
- Bei jeder 1/5 Sekunde andauernden Unruheschwingung führt das durch den Wechselstrom verursachte magnetische Feld zehn Halbwellen aus, von denen immer nur beispielsweise die erste auf den mit der Unruhe verbundenen Stift 17 einwirkt, da nur in diesem Zeitpunkt dieser sich in unmittelbarer Nähe der Polschuhe 18, i9 befindet. Erfolgen die Unruheschwingungen in einer Zeit, die länger oder kürzer als der zehn Halbwellen des Netzstromes entsprechende Zeitbetrag ist, so wird durch jede zehnte Halbwelle die Unruhe entweder verzögert oder beschleunigt und da-.durch ständig das von der Unruhe beeinflußte Laufwerk der Uhr geregelt.
- Es ist augenscheinlich, daß diese Regelart auch bei Pendeluhren verwendbar ist, bei welchen die Regellialbwelle des Wechselstroms entsprechend auf das Pendel oder einen unmittelbar mit dem Pendel gekoppelten Teil des Laufwerkes einwirken würde. Bei Unruhen, deren Schwingung, im Bogenmaß gerechnet, mehr als i 8o° beträgt, ist es zweckmäßig, nur einen Polschuh 18 bzw. i9 vorzusehen, wobei der Stift 17 ebenfalls mit nur einem durch diesen Polschuh beeinflußten Ankerpol ausgerüstet wird.
- In Abb.2 ist i wiederum der Aufzugsmotor, der über die Ferrarisscheibe 2 die Schnecke 3 antreibt. Außer seiner unmittelbar an die Wechselstroinquelle angeschlossenen Erregerwicklung I besitzt jedoch dieser Motor noch eine zweite Wicklung 1I, die in Reihe mit der Erregerwicklung des Regelmagneten 2o liegt. Dieser Regeltnagnet besitzt wiederum zwei Polschuhe 18, i9, die in der vorbeschriebenen Weise auf den an der Unruhe i6 befestigten Stift 17 einwirkt.
- Durch eine derartige Anordnung einer zweiten, nach Art eines Transformators wirkenden Wicklung kann man die auf die Unruhe wirkenden Regelkräfte unabhängig von der Stärke des magnetischen Feldes im Antriebsmotor bemessen. Außerdem ermöglicht es eine derartige Ausführung, die Unruheregelung bei nicht voll erregtem Antriebsmotor vorzunehmen. Soll z. B. der Aufzugsmotor das Federgehäuse nicht aufziehen, so wird in die Erregerwicklung des Motors mit der Wechselstromquelle verbindendenLeitung ein Widerstand eingeschaltet, der die Erregerstromstärke so weit schwächt, daß das Erregerfeld nicht zum Antrieb der Ferrarisscheibe 2 genügt, jedoch in der Wicklung II eine E. 1I. K. induziert, die zur Regelung der Unruhe 16 durch den Regelmagneten 2o bereits ausreicht. Ist die Ampere-Windungszahl des Regelmagneten eine derartige, daß bei diesem Betriebsfall bereits nahezu die Sättigung des Eisenkerns erreicht wird, so kann die beim Aufzug des Federgehäuses sich vergrößernde Erregerstromstärke des Antriebsmotors in gleicher Weise die auf die Unruhe einwirkenden Regelkräfte vergrößern.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Gangregelung durch Synchronisierung von schwingenden Zeitmeßgangreglern mittels eines Netzwechselstromes, dadurch gekennzeichnet, daß ein unmittelbar am Gangregler befestigter ferromagnetischer Körper (i7) vor den Polen (i8, i9) eines vom Wechselstrom gespeisten Magneten (2o) derart schwingt, daß der von dem Wechselstrommagneten ausgeübte Regeleinfluß zu beiden Seiten der Schwingungsnullinie derart verzögernd oder beschleunigend wirksam wird, daß jede in einer Reglerschwingung entstehende Abweichung von der Sollschwingungsdäuer unmittelbar während der Schwingung im Täkte der Netzfrequenz berichtigt wird.. -,. Gangregelung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung durch den Zeitmesseraufzugsmotor selbst, vorzugsweise über von dessen Stator (i.) abgezweigte Pole (i8, i9) erfolgt, die mit den auf dem Gangregler (16) befestigten ferromagnetischen Teilen (i7) zusammenwirken. 3. Gangregelung nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromagnetische Wechselfeld von einer mit der. Erregerwicklung (I) des Aufzugsmotors transformatorisch gekoppelten Sekundärwicklung (1I) erzeugt wird.
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