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Rußbläser mit drehbarem Blasrohr Die Erfindung bezieht sich auf Rußbläser
mit einem angetriebenen Steuerkurvenkörper für das unter Federwirkung stehende Blasmittel-Eintrittsventil,
einer Schleppkupplung zwischen Steuerkurvenkörper und drehbar gelagertem Blasrohr,
dessen formschlüssig mit ihm verbundene Nase von dem an dem Steuerkurvenkörper starr
befestigten schleppenden Glied bei geschlossenem Ventil um einen größeren, für das
volle Öffnen des Ventils vor Beginn der Drehung des Blasrohres ausreichenden Winkelbereich
entfernt liegt und mit einem sowohl das Blasrohr gegen vorzeitiges Mitdrehen sichernden
als auch für die Offenhaltüng des Venils sorgenden, mit der geschleppten Nase .gleichachsig
gelagerten. und mit ihr auf Drehung verbundenen Riegeldrehkörper. Derartige Bußbläser
sind in der Form bekannt, .daß der S.teuerkurvenkörper-als axial wirkende Schubkurve
ausgebildet wird, die mittelbar über ein entsprechend ausgestaltetes, unter Federwirkung
stehendes Gleitstück das Ventilantriebsgestänge betätigt. Bei dieser bekannten Ausführungsform
ist eine zusätzliche Sperrklinke in Verbindung mit dem Riegeldrehkörper nicht zu
entbehren.
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Um nun sowohl den Platzbedarf eines derartigen mit den angegebenen
Bauteilen ausgestatteten Rußbläters zu verringern als auch mit einer möglichst geringen
Zahl von Einzelteilen auszukommen und dadurch Störungsgefahren möglichst auszuschließen,
soll gemäß der Erfindung erstens der Steuerkurvenkörper als frei drehbar auf dem
Blasrohr gelagerte, senkrecht zur Achse wirksame Flachscheibe (z. B. als Exzenter)
ausgebildet sein, neben der zweitens als Riegeldrehkörpereine mit dem Blasrohr starr
verbundene, flache, zylindrische Riegelscheibe angeordnet sein soll, deren Halbmesser
etwa dem größten Halbmesser der Flachscheibe entsprechen und die am Umfange einen
gegenüber - der auf dem Blasrohr befestigten Nase um i8o° versetzten, bis auf den
kleinsten Halbmesser der Flachscheibe hera-breichenden Ausschnitt für das im Wirkungsbereich
beider Scheiben l.iegendeEnde des federbelas:tetenVentilantriebsgestänges aufweisen
muß.
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Der Platzbedarf eines derartigen Bußbläsers kann weiter zweckmäßigerweise
dadurch beschränkt werden, dali die Nase des Blasrohres in eine- Halbringnut _der
gemeinsamen Nabe von Flachscheibe und Triebrad hineinragt, wodurch dann eine in
beiden Drehrichtungen des Triebrades wirksame Schleppkupplung einfachster Ausführung
geschaffen wird.
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Auf der Zeichnung isst ein Ausführungsbeispiel eines Rußblä@sers gemäß
der .Erfindung dargestellt.
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Fig. i ist ein axialer Längsschnitt und Fig. 2 eine Endansicht des
Apparates.
Fig. 3 ist ein Schnitt durch das B:1*srohr, das Blasmittel-Eintrittsventil
und angele Steuerorgane nach der Linie 3-3 in Fig. i.
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Fig. d., 5 und 6 sind vereinfachte Schnitte ähnlich der Fig. 3 mit
dem Blasrohr, dem . Ventil und den Steuerorganen in verschiedeneW.': Stellungen.
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In den Zeichnungen sind die miteinander zusammengeschraubten Teile
des Bläsergehäuses mit io, i i und 12 bezeichnet. Der Gehäuseteil io umschließt
das Dampfventil 13 und den Einlaßkanal 1d., der durch die Üffnungen 15 mit dem im
Gehäuse drehbar gelagerten Blasrohr 16 in Verbindung steht.
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Das Ventil 13 und,das Blasrohr 16 werden durch ein gemeinsames Bedienungsorgan
betätigt, das bei der dargestellten Ausführungsform aus einem Kettenrad 2o besteht,
das auf einer in den Gehäuseteilen i i und 12 gelagerten Welle 21 befestigt ist,
die an ihrem einen Ende ein Zahnrad 22 trägt. Dieses. Zahnrad greift in ein Triebrad
23 ein, das mit seiner Nabe 2:a. auf dem Blasrohr 16 drehbar gelagert ist. Die Nabe
2.I ist mit einer Halbringnut 25 versehen, und am Blasrohr 16 ist eine Nase 26 vorgesehen,
die beim Drehen des Rades 23 in der einen oder anderen Richtung mit der einen oder
anderen der Anschlagflächen 27 und 28 der Nut 25 in Berührung gelangen kann.
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Die Nabe 24 des Triebrades 23. ist ferner an ihrem Ende derart abgedreht,
daß ein Exzenter 3o gebildet wird. Am Blasrohr 16 ist eine flache zylindrische Riegelscheibe
31 befestigt; die konzentrisch zum Blasrohr 16 ist und an ihrem Rand einen-Ausschnitt32-aufweist.
Das Antriebsgestänge 3.3; des Eintrittsventils 13: wird unter der Einwirkung einer
Feder 34 in ständiger Berührung mit dem Exzenter 3o bzw. der Riegelscheibe
31 gehalten. Das Blasrohr 16! ist mit einem: Zeiger 33 verbunden,
der mit einem am Apparatengehäuse vorgesehenen: festen Anschlag 36 zusammenwirkt.
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Der Rußbläser wird in Fig.3 in seiner Ruhelage gezeigt. In dieser
Stellung liegen, die Scheiben 30. und 31 derart, daß der geringste Halbmesser
der e-mentrischen.Flachscheibe 30 sowie der Ausschnitt 3 2 der Riegelscheibe
31 nach- unten gerichtet sind. Die Ventilspindel 33 greift dann durch Einwirkung
der Feder 3.4 in den Ausschnitt 32 ein, und das Ventil 13 ist geschlossen.
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Wird nun das Kettenrad 2o in solcher Richtung gedreht,, daß sich das
Triebrand 23 und seine Nabe 24 in der Richtung des Pfeiles in Fig. 3 drehen, wird
die Ventilspindel 33 durch die exzentrische Scheibe 3o allmählich nach unten gepreßt
und somit das Ventil 13 in entsprechender Weise in seine offene Stellung bewegt.
Während dieser Drehung bleiben dagegen die Riegelscheibe 31 und somit das ` Blas=hr
zuerst unbetätigt. Nachdem das Tand' 23 und somit das Exzenter 30 um ` etwa
eine halbe Umdrehung gedreht worden sind und folglich der größte Halbmesser des
Exzenters 3o nach unten gerichtet ist, so daß dis Ventil 13 seine völlig offene
Stellung einnimmt (s. Fig. q), schlägt die Anschlagfläche 27 gegen die Nase 26,
so daß die Riegelscheibe 31. und somit das Blasrohr 16 gezwungen werden, der fortgesetzten
Drehung zu folgen. Die Drehung des Blasrohres 16 und somit das Reinblasen fängt
also erst bei völlig geöffnetem Ventil 13 an. Während Mer fortgesetzten Drehbewegung
wird das Ventil Z3, offen gehalten, da die Ventilspindel 33 an denn Rande der Riegelscheibe
31 gleitet. Die Drehung wird fortgesetzt, bis der mit dem Blasrohr 16 verbundene
Zeiger 35 gegen den festen Anschlag 36 stößt (s. Fig. 5). Darauf dreht man in der
entgegengesetzten, durch den, Pfeix@ in@ Fig: 6 angegebenen Richtung, wobei das
Blasrohr 16 zunächst stillsteht, bis die andere, Anschlagfläche 28 der Halbringnut
25 gegen die Nase 26 stößt und die Riegelscheibe 31 mitgenommen wird. Wenn die Zurückbewegung
so weit fortgeschritten ist, daß der Ausschnitt 32 der Riegelscheibe 31 nochmals
nach unten gerichtet zu liegen kommt, kann die Ventilspindel 33 sich nach
oben bewegen und greift in den Ausschnitt 32 ein, so daß das Ventil 13 geschlossen
wird (s. Fig. 3).
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Durch Veränderung der Stellung des festen Anschlages 36 im Verhältnis
zum Zeiger 33. kann, selbstverständlich derjenige Winkel., unter welchem das Reinblasen
mit völlig. offenem Ventil erfolgt, variiert werden.. Bei Verwendung. eines festen
Anschlages: kann eine volle Umdrehung nicht vorkommen, da ja der Zeiger 35 und der
Anschlag 36 eine gewisse Stärke haben müssen. Will man einen Wirkungswinkel erhalten,
der einer vollen: Umdrehung entspricht,. wird der Anschlag 36 fortgelassen, wobei
miau den Drehungswinkel durch eine an einer geeigneten festen Scheibe 37 vorgesehene
Gradeinteilung feststellen kann.