DE647871C - Drehschalter mit Kontaktverbindung durch Schaltfluessigkeit - Google Patents
Drehschalter mit Kontaktverbindung durch SchaltfluessigkeitInfo
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- DE647871C DE647871C DES114684D DES0114684D DE647871C DE 647871 C DE647871 C DE 647871C DE S114684 D DES114684 D DE S114684D DE S0114684 D DES0114684 D DE S0114684D DE 647871 C DE647871 C DE 647871C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H29/00—Switches having at least one liquid contact
- H01H29/20—Switches having at least one liquid contact operated by tilting contact-liquid container
- H01H29/24—Switches having at least one liquid contact operated by tilting contact-liquid container wherein contact is made and broken between liquid and liquid
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- Rotary Switch, Piano Key Switch, And Lever Switch (AREA)
Description
Schalter, bei denen die Verbindung der Kontakte durch eine Schaltflüssigkeit, beispielsweise
durch Quecksilber, erfolgt, werden vielfach als sog. Kippschalter ausgeführt. Bei diesen Kippschaltern wird die Schalt
flüssigkeit zum Zwecke des Ein- oder Ausschaltens durch Änderung der Neigung des
Schaltgefäßes bewirkt. Es sind aber auch bereits Flüssigkeitsschalter bekanntgeworden,
bei denen das Schaltgefäß in gleicher Weise, wie das sonst bei Installationsschaltern üblich
ist, dnehbar angeordnet ist. Diese Drehschalter bestehen beispielsweise aus einem mit
Öffnungen zum Durchtritt für die Schaltflüs:
'15 sigkeit versehenen rohrförmigen Gefäß, welches konzentrisch in einem ,ebenfalls rohrförmigen,
im Durchmesser aber größeren Schaltgefäß gelagert und mit diesem an einem" Ende fest verbunden ist. Die Kontakte, die
durch 'die Schaltflüssigkeit beim Drehen des Schalters verbunden werden sollen, sind dann
in dem inneren und dem äußeren Gefäß angeordnet. Diesen Drehschaltern gegenüber besitzt der Kippschalter den Vorteil, daß bei
ihm leine wesentlich raschere Bewegung der Schaltflüssigkeit während des Schaltvorganges
eintritt, da sich die Schaltflüssigkeit auf einer geradlinigen Laufbahn fortbewegt. Dadurch
wird eine sicherere Koätitaktgebung gewährleistet, insbesondere wird die Funkenbildung
beim Ausschalten sehr viel geringer.
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der bekannten Drehschalter mit "
Kontaktverbindung durch Schaltflüssigkeit und bezweckt, dem Drehschalter die gleichen
vorteilhaften. Eigenschaften zu geben, wie sie der Kippschalter besitzt. Gemäß der Erfindung
besitzt das Schaltgefäß, d.h. also das ■ äußere Gefäß im Bereich derjenigen Stelle,
an de.r sich die Durchtrittsöffnungen des inneren Gefäßes befinden, eine in der Ausschaltstellung
unten liegende und die Schaltflüssigkeit aufnehmende Ausbuchtung von solcher Form, 'daß sich der Schaltflüssigkeit
während des Schaltvorganges eine wenigstens teilweise geradlinige Laufbahn bietet. Durch
diese Ausgestaltung wird es bei einfachster Herstellung, die sich aus der konzentrischen
Anordnung der beiden Gefäße ergibt, ermöglicht, eine außerordentlich' große Geschwindigkeit
der Flüssigkeitsbewegung beim Schalten zu erzielen. Die Durchtrittsöffnung des inneren Behälters für die Schaltflüssigkeit
wird zweckmäßig an dessen Stirnseite angeordnet und in der Weise ausgebildet, daß das
offene Rohr, das dann der innere Behälter
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
DipL-Ing. Alexander Roggendorf-in Berlin-Siemensstadt.
darstellt, in seinem Durchmesser eingezogen wird. Auf diese Weise wird ein Verspritzen
von Schaltfiüssigkeit bei schnellem Schalten sicher vermieden. Falls dies erforderlich sein
sollte, kann der innere Behälter an den Stellen, an denen ein Lichtbogen entstehen kann,
in an sich bekannter Weise mit Anlagen aus Quarz oder einem ähnlichen widerstandsfähigen
Material bewehrt werden.
ίο In der Zeichnung ist ein Ausführungsbetspiel der Erfindung dargestellt. Zwei metallische Kontaktstücke ι und 2, welche ringförmig ausgebildet sind, sind in zwei Behältern 3 und 4 angeordnet, die beispielsweise aus Glas oder einem anderen Isolierkörper bestehen können. Wie aus der Querschnittszeichnung der Fig. 2 hervorgeht, sind beide Behälter im wesentlichen zylindrisch geformt, und die Drehachse 5 des Schalters ist identisch mit der Symmetrieachse der beiden Behälter. Der innere Behälter 4 ist auf seiner einen Seite (in der Zeichnung rechts) geschlossen und an einem Fuß 6 angebracht, der nach Art eines Quetschfußes elektrischer Glühlampen ausgebildet ist. Der Fuß 6 dient gleichzeitig zur Evakuierung des Schalters. Nach der anderen Seite hin ist der Behälter 4 offen, wobei die Wandung etwas eingezogen ist, so daß in jeder Stellung des Schalters eine bestimmte Mindestmenge an Schaltflüssigkeit über dem metallischen Kontakt 2 stehenbleibt. Der zweite Behälter 3, in dem der Kontakt 1 liegt, ist ebenfalls zylindrisch geformt und konzentrisch in dem äußeren Gefäß gelagert. Am unteren Ende 7 ist er dicht schließend mit dem Fuß 6 verbunden. In der Nähe der Stelle, an der sich die Durchtrittsöffnung des inneren Behälters befindet, ist in dem Behälter 3 eine Ausbauchung 8 vorgesehen (vgl. Fig. 2), welche so bemessen ist, daß die Schaltfiüssigkeit, welche über dem Kontaktring 1 steht,'in der in der Zeichnung dargestellten Stellung des Schalters mit der Kontaktfiüssigkeit des Behälters 4 keine Verbindung hat. Wesentlich ist außerdem, daß die Ausbauchung so geformt ist, daß sie der Schaltflüssigkeit eine wenigstens teilweise geradlinige Laufbahn bietet. Sobald der Schalter in eine Stellung gedreht wird, bei der die Ausbauchung 8 oben Hegt, steigt der Spiegel des Quecksilbers im Innern des Behälters 3 so weit an, daß die Kontaktverbindung zwischen den Schaltflüssigkeiten der beiden Behälter hergestellt wird.
ίο In der Zeichnung ist ein Ausführungsbetspiel der Erfindung dargestellt. Zwei metallische Kontaktstücke ι und 2, welche ringförmig ausgebildet sind, sind in zwei Behältern 3 und 4 angeordnet, die beispielsweise aus Glas oder einem anderen Isolierkörper bestehen können. Wie aus der Querschnittszeichnung der Fig. 2 hervorgeht, sind beide Behälter im wesentlichen zylindrisch geformt, und die Drehachse 5 des Schalters ist identisch mit der Symmetrieachse der beiden Behälter. Der innere Behälter 4 ist auf seiner einen Seite (in der Zeichnung rechts) geschlossen und an einem Fuß 6 angebracht, der nach Art eines Quetschfußes elektrischer Glühlampen ausgebildet ist. Der Fuß 6 dient gleichzeitig zur Evakuierung des Schalters. Nach der anderen Seite hin ist der Behälter 4 offen, wobei die Wandung etwas eingezogen ist, so daß in jeder Stellung des Schalters eine bestimmte Mindestmenge an Schaltflüssigkeit über dem metallischen Kontakt 2 stehenbleibt. Der zweite Behälter 3, in dem der Kontakt 1 liegt, ist ebenfalls zylindrisch geformt und konzentrisch in dem äußeren Gefäß gelagert. Am unteren Ende 7 ist er dicht schließend mit dem Fuß 6 verbunden. In der Nähe der Stelle, an der sich die Durchtrittsöffnung des inneren Behälters befindet, ist in dem Behälter 3 eine Ausbauchung 8 vorgesehen (vgl. Fig. 2), welche so bemessen ist, daß die Schaltfiüssigkeit, welche über dem Kontaktring 1 steht,'in der in der Zeichnung dargestellten Stellung des Schalters mit der Kontaktfiüssigkeit des Behälters 4 keine Verbindung hat. Wesentlich ist außerdem, daß die Ausbauchung so geformt ist, daß sie der Schaltflüssigkeit eine wenigstens teilweise geradlinige Laufbahn bietet. Sobald der Schalter in eine Stellung gedreht wird, bei der die Ausbauchung 8 oben Hegt, steigt der Spiegel des Quecksilbers im Innern des Behälters 3 so weit an, daß die Kontaktverbindung zwischen den Schaltflüssigkeiten der beiden Behälter hergestellt wird.
Der außen liegende Flüssigkeitsbehälter 3 kann auch aus elektrisch leitendem Material
^ hergestellt werden, so daß ein besonderes •Kontaktstück im Innern dieses Behälters fortfällt.
Der Betätigungsknopf des Schalters muß dann aus Isoliermaterial hergestellt sein.
Die Erfindung kann nicht nur für einpolige, d. h. mit einem Kontaktpaar arbeitende
Drehschalter angewendet werden, sondern nach dem gleichen Prinzip können auch Sehalter
ausgebildet sein, bei denen in dem gleichen Gefäß mehrere Kontaktverbindungen hergestellt werden, beispielsweise können in
einem Behälter nach Art des Behälters 3 der Fig. ι und 2 mehrere Behälter angeordnet
sein, die die Form des Behälters'4 besitzen. Bei einem solchen Schalter würde dann der
Kontakt 1 gleichzeitig mit mehreren Kontakten verbunden werden können. Die Behälter
können aber auch so ausgebildet sein, daß in ein und demselben Schalter zwei Kontaktpaare
getrennt voneinander geschlossen und geöffnet werden.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Drehschalter mit Kontaktverbindung durch Schaltflüssigkeit, insbesondere durch Quecksilber, bei dem ein inneres, mit öffnungen zum Durchtritt für die Schaltflüssigkeit versehenes rohrförmiges Gefäß konzentrisch in einem ebenfalls rohrförmigen, äußeren Schaltgefäß gelagert und mit diesem an einem Ende fest verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Schaltgefäß im Bereich derjenigen Stelle, an der sich die Durchtrittsöffnungen des inneren Gefäßes befinden, eine in der Ausschaltstellung unten liegende und die Schaltfiüssigkeit aufnehmende Ausbuchtung von solcher Form besitzt, daß sich der Schaltfiüssigkeit während des Schaltvorganges eine wenigstens teilweise geradlinige Laufbahn bietet.
- 2. Drehschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnetj daß sich die Durchtrittsöffnung für die Schaltfiüssigkeit an der Stirnseite des inneren Behälters befindet und der Durchmesser des inneren Behälters an dieser Stelle verengt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES114684D DE647871C (de) | 1934-07-11 | 1934-07-11 | Drehschalter mit Kontaktverbindung durch Schaltfluessigkeit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES114684D DE647871C (de) | 1934-07-11 | 1934-07-11 | Drehschalter mit Kontaktverbindung durch Schaltfluessigkeit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE647871C true DE647871C (de) | 1937-07-15 |
Family
ID=7533328
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES114684D Expired DE647871C (de) | 1934-07-11 | 1934-07-11 | Drehschalter mit Kontaktverbindung durch Schaltfluessigkeit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE647871C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE850908C (de) * | 1948-12-11 | 1952-09-29 | Siemens Ag | Quecksilberdrehschalter |
-
1934
- 1934-07-11 DE DES114684D patent/DE647871C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE850908C (de) * | 1948-12-11 | 1952-09-29 | Siemens Ag | Quecksilberdrehschalter |
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