DE646826C - Loeschkammerschalter mit zwei Stromunterbrechungsstellen - Google Patents
Loeschkammerschalter mit zwei StromunterbrechungsstellenInfo
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- DE646826C DE646826C DEST52742D DEST052742D DE646826C DE 646826 C DE646826 C DE 646826C DE ST52742 D DEST52742 D DE ST52742D DE ST052742 D DEST052742 D DE ST052742D DE 646826 C DE646826 C DE 646826C
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Links
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
- H01H33/70—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
- H01H33/98—Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid the flow of arc-extinguishing fluid being initiated by an auxiliary arc or a section of the arc, without any moving parts for producing or increasing the flow
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
23. JUNI 1937
• REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE 36 oi
in Berlin*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Oktober 1934 ab
Die Erfindung- betrifft einen Leistungsschalter
mit zwei Stromunterbrechungsstellen, bei dem die zweite Unterbrechungsstelle durch
den Druck der Lichtbogengase der ersten Unterbrechungsstelle geöffnet und zugleich
mit Löschflüssigkeit bespült wird. Bei derartigen Schaltapparaten bestanden große Flächen
der Druck aufnehmenden Kammerwanidung aus Isolierstoff, der auf Zug und Bie-
«o gung beansprucht wurde. Nach. Trennung
der Kontakte der ersten Unterbrechungsstelle wird eine gewisse Zeitdauer für die Beschleunigung
der Ölmenge in der Schaltkammer sowie der Kolbenmasse der zweiten Trennstelle benötigt, bis der Kolben genügend ge-öffnet
hat und ein Druckausgleich zwischen dem Löschkammer raum und der Umgebung
der Löschkammer erfolgen kann. Da andererseits 'die Drucksteigerung in der Löschkammer
eine plötzliche ist, so werden die Kammerwandungen schlagartig beansprucht, was bei, hoher Abschaltleistung häufig zur Zertrümmerung
der aus Isolierstoff bestehenden Wiandungsteile führte.
Es wurde bereits vorgeschlagen, bei einem derartigen Schalter ein Metallgehäuse für die
Druckkammer zu vierwenden, deren Kammerboden die beiden ortsfesten Schaltkontakte
trägt. Diese Ausführung bedingt, daß zwei DurcHführungsisolatoren für die beiden bewieglichen
Schaltkontakte vorhanden sein müssen.
Durch die Erfindung soll . demgegenüber ein Löschkammerschalter mit zwei. Unterbrtechungsstellen
geschaffen werden, bei dem die den Druckstoß der ersten Trennstelle
aufnehmende Kammerwandung aus Metall besteht, wobei jedoch in der Druckkammerwandung
nur eine Isolierhülse benötigt wird, die als Führungsbuchse für den beweglichen Schaltkontakt der ersten Trennstelle Verwendung
findet.
Um dies zu ermöglichen, soll der Aufbau des Schalters so gewählt werden, daß die den
beweglichen Polstift abdichtende Durchführungsbuchse aus Isolierstoff mittels eines
Halteringies an dem sie umgebenden Gehäuse befestigt ist und andererseits mit Hilfe eines
metallischen Ringgliedes die festen Kontakte der ersten Unterbrechungsstelle trägt, während
der bewegliche Kontaktteil der zweiten Trennstelle die stromleitende Brücke zwischen
dem feststehenden Kontakt der ersten Trennstelle bzw. seines Tragringes und der
metallischen stromführenden Gehäusewand darstellt. Hierbei bildet also der feste Kontakt
der ersten Trennstelle oder ein mit ihm in Verbindung stehender Teil des Kontakt-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Cesare Cippitelli in Frankfurt, Main,
trägers mit dem beweglichen Kontaktkolben die zweite Trennstelle, die zugleich auch der
Ausströmkanal der Druckkammer ist.
Besonders vorteilhaft ist es, die bewegliehen Kontakte der beiden Unterbreclmngsy
stellen konzentrisch zueinander so anzuord'-· nen, daß sie sich in gleicher Richtung bewegen.
Die Abbildung zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Verwirklichung des Erfindungsgedankens. In der Löschkammer α befindet
sich der feststehende Polkontakt b, der an einer aus Isolierstoff bestehenden Führungsbuchse c für die bewegliche Polspindel d be-
festigt ist. Zwischen dem metallischen Tragringe der festen Polkontakte b und der metallischen
Gehäusehaube / befindet sich ein durch die Feder £ belasteter Metallkolben h,
der den Löschkammerraum abschließt. Die · Stromzuführung ist bei /. Der Strom fließt
von hier aus durch das Gehäuse/ über den Kolben h durch den Tragring e und den festen
Kontakt b in den beweglichen Polstift d, von dem aus die Stromabnahme erfolgt.
Wird der Polstift d nach oben bewegt, so bildet sich, sobald der Stift d den Kontakt
δ verläßt, ein Lichtbogen zwischen Stift und festem Pol, der einen Teil des Flüssigkeitsinhaltes
der Kammer α verdampft. Die hierdurch augenblicklich entstehende Drucksteigerung
wird durch die Kammerwandung aufgenommen, bis nach einer gewissen Zeitinanspruchnahme
für die Beschleunigung der Öl- und Kolbenmasse sich der Kolben h hebt.
Es entsteht eine zweite Unterbrechungsstelle des Stromes zwischen dem Kolben h und dem
Ringstück e. Der an dieser Stelle in Erscheinung tretende Lichtbogen wird durch die
durch den Ringspalt strömende Flüssigkeitsmenge gelöscht. Nach Druckausgleich zwi-
sehen dem Raum unterhalb und oberhalb des .Kolbens h wird dieser wieder durch die Fetfer
jg" auf seinen Sitz in Stromschlußstellung
"heruntergedrückt. Inzwischen hat sich der bewegliche Polstift d so weit gehoben, daß ein
Rückzünden nicht zu befürchten ist.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Löschkammerschalter mit zwei Stromunterbrechungsstellen, bei dem die zweite Unterbrechungsstelle durch den Druck der Lichtbogengase der ersten Unterbrechungsstelle geöffnet und zugleich mit Löschflüssigkeit bespült wird, dadurch gekennzeichnet, daß die den beweglichen Polstift (d) abdichtende Durchführungsbuchse (c) aus Isolierstoff mittels eines Halteringes (k) an dem sie umgebenden Kammergehäuse befestigt ist und andererseits mit Hilfe eines metallischen Ringgliedes (e) die festen Kontakte {b) der ersten Unterbrechungsstelle trägt, während der bewegliche Kontaktteil (A) der zweiten Trenn stelle die stromleitende Brücke zwischen dem feststehenden Kontakt (b) der ersten Trennstelle bzw. seines Tragringes (e) und der metallischen stromführenden Gehäusewand (/) der Löschkammer darstellt.
- 2. Löschkammerschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Kontakte (d, K) der beiden Unterbrechungsstellen konzentrisch zueinander angeordnet sind und in gleicher Richtung bewegt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST52742D DE646826C (de) | 1934-10-28 | 1934-10-28 | Loeschkammerschalter mit zwei Stromunterbrechungsstellen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST52742D DE646826C (de) | 1934-10-28 | 1934-10-28 | Loeschkammerschalter mit zwei Stromunterbrechungsstellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE646826C true DE646826C (de) | 1937-06-23 |
Family
ID=7466578
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST52742D Expired DE646826C (de) | 1934-10-28 | 1934-10-28 | Loeschkammerschalter mit zwei Stromunterbrechungsstellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE646826C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE757996C (de) * | 1937-07-20 | 1953-02-02 | Siemens Schuckertwerke A G | Hochleistungsschalter |
-
1934
- 1934-10-28 DE DEST52742D patent/DE646826C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE757996C (de) * | 1937-07-20 | 1953-02-02 | Siemens Schuckertwerke A G | Hochleistungsschalter |
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