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DE645178C - Ventilanordnung fuer Druckgasschalter - Google Patents

Ventilanordnung fuer Druckgasschalter

Info

Publication number
DE645178C
DE645178C DEV30778D DEV0030778D DE645178C DE 645178 C DE645178 C DE 645178C DE V30778 D DEV30778 D DE V30778D DE V0030778 D DEV0030778 D DE V0030778D DE 645178 C DE645178 C DE 645178C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
switch
movement
shut
vent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEV30778D
Other languages
English (en)
Inventor
Cesare Cippitelli
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Voigt and Haeffner AG
Original Assignee
Voigt and Haeffner AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Voigt and Haeffner AG filed Critical Voigt and Haeffner AG
Priority to DEV30778D priority Critical patent/DE645178C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE645178C publication Critical patent/DE645178C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/28Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
    • H01H33/30Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator
    • H01H33/32Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator pneumatic

Landscapes

  • Multiple-Way Valves (AREA)

Description

Bei Druckgasschaltern ist es bekannt, nicht nur zur Beblasung, sondern auch zur Betätigung der Kontakte Druckgas zu verwenden, das durch ein gemeinsames Ventil gesteuert wird. Da das Druckgas für die Beblasung nur zu Beginn der Ausschaltbewegung benötigt wird, wurde die Druckgasleitung für die Beblasung durch einen am Druckgaskolben für die Hervorrufung der Ausschaltbewegung angebrachten Schieber nach einem gewissen Ausschaltweg geschlossen. Diese mechanische Steuerung der Blasleitung unmittelbar mit dem Schaltgestänge ist umständlich und neigt leicht zu Störungen. Sie bedingt vor allem, daß Blasleitung und Betätigungsleitung des Druckgases mit dem beweglichen Kontakt des Schalters dicht zusammengebaut sind. Außerdem kann durch das Einwirken des gleichen Gasstromes auf die Kontakte und den Betätigungskolben ein * gleichmäßiges Arbeiten nicht eintreten, denn der Gasverbrauch ist stark abhängig von dem bestehenden Lichtbogen.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wurde
a5 bereits vorgeschlagen, zur Steuerung der Blasluft und der Antriebsluft zwei getrennte Ventile zu verwenden. Da aber das Blasventil nur für eine kurze Zeit der Schaltbewegung' wirksam ist, war es notwendig, eine Steuerung der beiden Ventile in Abhängigkeit der Schaltbewegung herbeizuführen.
Gemäß der Erfindung werden die beiden Ventile durch ein gemeinsames, in einer Verbindungsleitung der beiden Ventilkammern liegendes Entlüftungsventil gesteuert, und für das vorzeitige Wiederschließen der Ventilkammern des Blasventils ist ein Absperrventil in der Verbindungsleitung vorgesehen. Eine derartige Anordnung vermeidet die zuvor angeführten Nachteile und hat den besonderen Vorteil, daß sie sehr einfach im Aufbau ist und daß eine auf kleinstem Raum zusammengedrängte, sicher wirkende Steuereinrichtung entsteht.
Zweckmäßig ist das Absperrventil in der Verbindungsleitung ein Rückschlagventil, das ein Strömen des Druckgases von der Blasventilkammer zur Ausschaltventilkammer nach Schließen des Entlüftungsventils verhindert. Hierbei befindet sich in der Ausschaltventilkammer ein Entlüftungsventil, das von dem Schalter bei seiner Bewegung gesteuert wird, und das bis zur vollendeten Ausschaltbewegung geöffnet bleibt.
Das Absperrventil, das in der Verbindungsleitung der beiden Ventilkammern angeordnet ist, kann auch, durch den Schalterantrieb nach einer einstellbaren Teilbewegung selbsttätig geschlossen werden. Ferner können besondere Entlüftungsventile für beide Ventilkammern vorgesehen sein, deren Öffnungszeiten nach Einleitung der Ausschaltbewegung
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Cesare Cippitelli in Frankfurt, Main.
durch kurzzeitiges Öffnen des gemeinsamen Entlüftungsventils zwangsläufig von der Schalterantriebsbewegung bestimmt werden und einstellbar sind. .;-
Die Abbildungen zeigen zwei verschieden Ausführungsf'ormen der Erfindung·. ',»,','
In Abb. ι bedeutet ι den Ventilkolben des·'.; Blasventils, 2 die dazugehörige Ventilkammer und 3 das Entlüftungsventil. Die Ventilkammer 4 des Ausschaltventils 5 ist durch eine Rohrleitung 6 mit der Ventilkammer 2 verbunden. In der Rohrleitung 6 ist ein Rückschlagventil 7 so angeordnet, dal.) die Luft wohl von Ventilkammer 4 nach Ventilkammer 2 strömen kann, ein umgekehrter Druckausgleich aber nicht möglich ist. Die Druckluft wird durch die Rohre 8 und 8" zuströmen und am Blasventil 1 durch Rohr 9 und am Ausschaltventil 5 durch Rohr 10 abströmen. Die Ventilkammer 4 ist außerdem noch mit einem Entlüftungsventil 11 versehen, das durch die Schalterbewegung besteuert wird. Zwecks Ausschalten wird das Entlüftungsventil 3 geöffnet, wobei die Luft aus den Ventilkammern 2 und 4 abströmen kann. Hierdurch öffnet sich sowohl Ventil 1 als auch Ventil 5. Die Blasluft wie die Antriebs· luft strömen zum Schalter. Die Schalterbewegung setzt ein, und nach einem einstellbaren Hub des Schalterkontaktes wird das Entlüftungsventil 11 geöffnet. Nach Löschung des Lichtbogens an den Kontakten durch die strömende Druckluft, was bereits vor dem Ende der · Ausschaltbewegung der Fall ist, wird das Entlüftungsventil 3 wieder geschlossen. Da Luft aus der Ventilkammer 2 nicht nach der Ventilkammer 4 durch das Rückschlagventil 7 strömen kann und ferner die Ventilkammer 2 über enge öffnungen im Ventilkolben 1 mit der Rohrleitung 8 in Verbindung steht, so wird die auf den Kolben 1 im Schließungssinne einwirkende, nicht gezeichnete Feder das Ventil schließen. Der Ventilkolben 1 ist außerdem als Differentialkolben ausgebildet, so daß auch auf Grund der größeren, die Veiitilkammer begrenzenden Fläche des Kolbens durch das Druckgas das Blasventil geschlossen gehalten wird. Die Entlüftung der Ventilkammer 4 des Ausschalt ventils erfolgt nunmehr durch das geöffnete Entlüftungsventil 11, so daß das Ventils mit Sicherheit bis zum Ende der Ausschaltbewegung des Schalters offen gehalten wird. Kurz vor Erreichen der vollständigen Ausschaltstellung wird auch das Ventil 11 wieder geschlossen, worauf das Ventil 5 wieder schließt. Die Ausschaltung wird also bei dieser Anordnung durch das Öffnen des Entlüftungsventils 3 eingeleitet, wodurch beide Ventile 1 und 5 zur Wirkung gebracht werden. Ferner-,hin kann das Blasventil 1 wieder geschlossen werden, ohne daß die Ausschaltbewegung des Schalters beeinträchtigt wird.
Abb. 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der ein Rückschlagventil in der Verbindungsleitung zwischen den Ventilkammern nicht vorhanden ist, dafür aber ein besonderes SchlLeßungs- ^ijjentil für die Ventilkammer des Blasventils vorgesehen ist. Unter Beibehaltung der gleichen Bezeichnung wie in Abb. 1 ist in der Verbindungsrohrleitung 6 ein elektromagnetisch betätigtes Entlüftungsventil 3 für die beiden Ventilkammern 2 und 4 angeordnet. Ist mit Sicherheit beim Abschaltvorgang der Lichtbogen gelöscht, so wird hier durch Schließen des in dem Leitungsabschnitt ^zwischen Entlüftungsventil 3 und Ventilkammer 2 liegenden Schließungsventils 13, das durch den Schalterantrieb gesteuert wird, das Schließen des Blasventils bewirkt, während das Schaltventil 5 bis zur Beendigung der Schaltbewegung geöffnet bleibt. Die Zuführung der Blas- und Arbeitsluft erfolgt bei der hier gezeichneten Anordnung durch die gemeinsame Rohrleitung 8.
Ferner sei noch eine Ausführungsform gemäß der Erfindung beschrieben, bei der nach Einleiten des Schaltvorgangs durch Betätigen des gemeinsamen Entlüftungsven tils die Steuerung der Ventile zwangsläufig durch die Schaltbewegung der beweglichen Schalterteile erfolgt. So ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 für das Schaltventil 5 und Blasventil ι je noch ein besonderes Entlüftungsventil 14, 15 vorgesehen, das durch den Schalterantrieb geöffnet und geschlossen wird. Die Öffnungszeiten der Entlüftungsventile 14, 15 sind hierbei durch die sie steuernden Nokkenscheiben verschieden lang einstellbar. Um die Schaltbewegung einzuleiten, genügt ein too kurzzeitiger elektrischer Impuls, der die kurzzeitige Öffnung des gemeinsamen Entlüftungsventils 3 herbeiführt. Der Betätigunigsstromkreis des Entlüftungsventils 3 wird kurz nach Beginn der Schaltbewegung zwangsläufig durch eine Kontaktvorrichtung 16 unterbrochen, damit Fehlbetätigungen des Entlüftungsventils ,3 ausgeschlossen bleiben. Zweckmäßig sind die Öffnungs- und Schließungszeitpunkte der Ent- · lüftungsventile 14, 15 in Abhängigkeit von der Schaltbewegung einstellbar.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    !.Ventilanordnung für Druckgasschalter, bei der für die Lichtbogenlöschung und Betätigung der Kontakte besondere Ventile vorgesehen sind, die durch Entlüften ihrer Ventilkammern wirksam werden und von denen das Ventil für die Lichtbogen- iao löschung vor Vollendung der Ausschalt- ' bewegung geschlossen wird, dadurch ge-
    kennzeichnet, daß die beiden Ventile durch ein gemeinsames, in einer Verbindungsleitung (g) der beiden Ventilkammern liegendes Entlüftungsventil (3) gesteuert werden und für das vorzeitige Wiederschließen der Ventilkammer des Blasventils ein Absperrventil (7 bzw. 13) in der Verbindungsleitung vorgesehen ist.
  2. 2. Ventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (7, Abb. 1) in der Verbinjdungsleitung (6) ein Rückschlagventil ist, das ein Strömen des Druckgases von der Blasventilkammer (2) zur Ausschaltventilkammer i4) nach Schließen des Entlüftungsventils (3) verhindert, wobei sich in der Ausschaltventilkammer (4) ein Entlüftungsventil (11) befindet, das von der Schaltbewegung gesteuert wird und bis zur vollendeten Ausschaltbewegung offen bleibt.
  3. 3. Ventilanordnung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrventil (13, Abb. 2), das in der Verbindungsleitung (6) der beiden Ventilkammern (2, 4) angeordnet ist, durch den Schalterantrieb nach einer einstellbaren Teilbewegung selbsttätig geschlossen wird, wobei das Entlüftungsventil (3), das in dem Teil der Verbindungsleitung (6) liegt, der zur Ventilkammer (4) führt, bis zur Vollendung der Ausschaltbewegung offen bleibt.
  4. 4. Ventilanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß besondere Entlüftungsventile (14, 15, Abb. 3) für die Ventilkammer (2, 4) vorgesehen sind, deren Öffnungszeiten nach Einleitung der Ausschaltbewegung durch kurzzeitiges Öffnen des gemeinsamen Entlüftungsventils (3) zwangsläufig von der Schalterantriebsbewegung bestimmt werden und einstellbar sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEV30778D 1934-05-26 1934-05-26 Ventilanordnung fuer Druckgasschalter Expired DE645178C (de)

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