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DE644976C - Steuereinrichtung fuer elektrische Triebwerke von Hebezeugen - Google Patents

Steuereinrichtung fuer elektrische Triebwerke von Hebezeugen

Info

Publication number
DE644976C
DE644976C DEA62628D DEA0062628D DE644976C DE 644976 C DE644976 C DE 644976C DE A62628 D DEA62628 D DE A62628D DE A0062628 D DEA0062628 D DE A0062628D DE 644976 C DE644976 C DE 644976C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotation
motor
control unit
engine
zero position
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA62628D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BBC BROWN BOVERI and CIE, Brown Boveri und Cie AG Germany filed Critical BBC BROWN BOVERI and CIE
Priority to DEA62628D priority Critical patent/DE644976C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE644976C publication Critical patent/DE644976C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C13/00Other constructional features or details
    • B66C13/18Control systems or devices
    • B66C13/22Control systems or devices for electric drives
    • B66C13/23Circuits for controlling the lowering of the load
    • B66C13/26Circuits for controlling the lowering of the load by AC motors
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C2700/00Cranes
    • B66C2700/08Electrical assemblies or electrical control devices for cranes, winches, capstans or electrical hoists
    • B66C2700/081Electrical assemblies or electrical control devices for cranes, winches, capstans or electrical hoists with AC motors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control And Safety Of Cranes (AREA)

Description

Um den Nachlauf des elektrischen Triebwerkes eines Hebezeuges möglichst abzukürzen, sind bereits Schalteinrichtungen bekanntgeworden, bei denen beim Zurückdrehen des Steuergerätes gegen die Nullstellung auf besonderen Bremsstellungen eine elektrische Bremsung erzielt wird, was z. B. bei Drehstromasynchronmotoren dadurch erreicht werden kann, daß der Motor auf Gegenstrom geschaltet wird. Damit diese Bremsschaltungen beim Ingangsetzen des Triebwerkes nicht ebenfalls zur Wirkung kommen, muß die Gegenstromschaltung beim Einschalten des Motors unterdrückt werden,
z. B. mit Hilfe eines am Steuergerät angeordneten Schleppkontaktes. Diese Bremsschaltungen haben den Nachteil, daß die Bremsung nicht eintritt, wenn der Führer aus Versehen die Bremsstellung in die Nullstellung überschaltet, ja es kann sogar der Motor ein Drehmoment im Sinne der Bewegung erhalten, wenn der Führer glaubt, Gegenstrom geben zu können durch Auslage des Steuergerätes in gewohnter Weise in entgegengesetzter Richtung, denn dann gelangt er auf die Bremsstellungen für die andere Drehrichtung. Diese Übelstände werden durch ein Teilmerkmal der Erfindung dadurch vermieden, daß eine Bremsung jeweils in der Nullstellung des Steuergerätes herbeigeführt wird, gleichgültig, in welcher Richtung der Antrieb in Bewegung war.
Nach erfolgtem Abbremsen würde bei der Bremsung mit Gegenstrom das Triebwerk in umgekehrter Richtung sich in Gang setzen. Dies muß verhindert werden. Auch hier sind bereits Schalteinrichtungen bekanntgeworden, welche durch ein Spannungsrelais den Motor nach erfolgtem Bremsen beim Erreichen einer niedrigen Drehzahl abschalten, oder solche, bei denen ein Schleppschalter das Stillsetzen des Motors dann bewirkt, wenn die Drehbewegung sich bereits umgekehrt hat. Besonders diese letzte Ausführung hat aber den großen Nachteil, daß unter Umständen das Bremsmoment nicht ausreicht, um die Umkehr der Drehrichtung zu bewirken. In Erkenntnis dieses Übelstandes hat man, um die Umkehr zu erzwingen, Selbstanlasser verwendet, wodurch wiederum die Steuerfähig- 5c keit sehr beeinträchtigt wird. Das selbsttätige Stillsetzen des Antriebes nach erfolgtem Abbremsen wird durch ein weiteres Teilmerkmal der Erfindung in einfacher Weise durch den gleichen Apparat herbeigeführt, welcher auch die selbsttätige Bremsung bewirkt, indem beim Erreichen einer niedrigen Drehzahl der Antrieb stillgesetzt wird, ohne daß die Steuerfähigkeit der Handsteuerung beeinträchtigt wird.
Steht das Hebezeug im Gefalle oder ist es einem starken Winddruck ausgesetzt, so kann es vorkommen, daß der Antrieb, trotzdem das Steuergerät in der Nullstellung steht, sich in Bewegung setzt oder daß es sich, trotz Steu- H erns in bestimmter Fahrtrichtung in entgegengesetzter Richtung in Gang setzt, weil das vom Motor, besonders auf den ersten Stel-
lungen des Steuergerätes, ausgeübte Drehmoment nicht ausreicht. Hierdurch können große Unglücksfälle eintreten. Die zur Zeit bekannten Einrichtungen sind nicht geeignet, diesen Übelstand zu verhindern. Es kärtn wohl durch dieselben die falsche FahrbeWfc* gung verhindert werden, indem der Antrieb selbsttätig stillgesetzt wird. Dies ist jedoch nicht erwünscht, sondern der Antrieb soll gezwungen werden, im richtigen Sinne zu laufen. Er soll bei starkem Wind nicht etwa deshalb in falscher Richtung sich in Bewegung setzen können, weil der Führer oder ein verwendeter Selbstanlasser nicht rechtzeitig weiter gesteuert hat. Der genannte Übelstand wird durch das dritte Teilmerkmal der Erfindung ebenfalls durch den bereits erwähnten Apparat in der Weise behoben, daß bei ungewolltem Ingangsetzen des Antriebes eine Gegenstrombremsung eintritt und daß bei falscher Drehbewegung infolge nicht rechtzeitigen Weitersteuerns des Steuergerätes ein ausreichendes Drehmoment in der gewollten Drehrichtung durch den Motor selbsttätig hervorgerufen wird.
Die Erfindung bezieht sich also auf eine für elektrische Triebfahrwerke von Hebezeugen verwendbare Steuereinrichtung, welche die angeführten Bedingungen dadurch erfüllt, daß ein Umschaltapparat vorgesehen ist, welcher nicht nur auf die Drehrichtung, sondern auch auf die Drehzahl des Triebwerkmotors anspricht und der in Verbindung mit entsprechenden Kontakten am Steuergerät bewirkt, daß erstens beim Rückführen des Steuergerätes in die Nullstellung eine Bremsung eintritt und das Stillsetzen des Motors beim Erreichen einer niedrigen Drehzahl selbsttätig herbeigeführt wird, zweitens in der Nullstellung des Steuergerätes und bei ungewollter Bewegung des Triebwerkes ein Motorbremsstromkreis selbsttätig hergestellt wird und drittens bei ausgelegtem Steuergerät und falscher Drehrichtung des Triebmotors ein verstärktes Motordrehmoment in der richtigen Drehrichtung selbsttätig hervorgerufen wird. Es wird noch bemerkt, daß das erste Teilmerkmal auch bei den bekannten Selbstanlassern vorhanden ist, aber ohne die Regulierfähigkeit, die die Einrichtung nach der Ausführung aufweist.
Der Umschaltapparat kann mit dem Triebwerk oder mit dem Motor mehr oder weniger starr gekuppelt und mit einer Vorrichtung versehen sein, die unabhängig von der Stellung des Steuergerätes nur dann nach der einen oder anderen Seite Kontakt gibt, wenn das Triebwerk sich in Bewegung befindet. Er kann z. B. nach Art einer Wirbelstrombremse ausgebildet sein, deren Metallscheibe bei ihrer Drehbewegung einen permanenten Magneten oder Elektromagneten mitnimmt, der dann einen Kontakt schließt. Es kann aber auch eine vom Triebwerk oder Motor angetriebene kleine Dynamo Verwendung «5 .finden, die, je nach ihrer Drehrichtung, den ".■zugehörigen Kontaktapparat im positiven oder negativen Sinne erregt.
Die Abbildung stellt als Beispiel eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dar, die für eine Drehstromsteuerung Verwendung finden kann. Darin bedeutet b den elektromagnetischen Schaltapparat, welcher mit dem Antriebsmotor α gekuppelt ist. Ersterer besteht aus einer Wirbelstromscheibe s, die infolge der bei der Drehung entstehenden Induktionswirkung den Magneten m im Sinne der Drehrichtung mitnimmt, so daß bei Vorwärtsfahrt der Kontakt!', bei Rückwärtsfahrt der Kontakt r geschlossen wird. Bei Stillstand ist kein Kontaktschluß vorhanden. c und d sind Schaltschütze, durch welche die jeweilige Ständerschaltung hergestellt wird, und zwar wird der Motor α durch das Schütz c vorwärts und durch das Schütz d rückwärts gesteuert. An dem Steuergerät t sind sowohl für die Nullstellung als auch, für die Steuerung nach vorwärts oder rückwärts entsprechende Kontaktsegmente und Kontaktfinger angebracht, welche zusammen mit dem Kontaktapparat b die Schütze steuern.
Bei der Betrachtung der Wirkungsweise der neuen Einrichtung sind drei Fälle wesentlich.
i. Das selbsttätige Bremsen und Stillsetzen nach erfolgter Bremsung. Ist z. B. das Steuergerät t nach vorwärts ausgelegt, das Schütze eingeschaltet und der Motor α in Betrieb, so ist der Kontakt ν des Schaltapparates b geschlossen. Wird zum Stillsetzen des Motors α ιοο das Steuergerät t in die Nullstellung gebracht, so wird über die Kontakte ν und rt des Steuergerätes t das Schütz d für Rückwärtsfahrt : eingeschaltet, wobei Gegenstrombremsung eintritt. Ist die Bewegung abgebremst, d. h. öffnet infolge kleiner Drehzahl der Kontaktapparat b seinen Kontakt v, so wird der Motor α ausgeschaltet und ein etwa vorhandener Bremslüftmagnet zum Einfallen gebracht.
2. Die Verhinderung einer ungewollten und unter Umständen gefährlichen Inbetriebset-* zung des Hebezeuges. In diesem Falle steht das Steuergerät t in der Nullstellung. Tritt nun eine Bewegung des Hebezeuges, z. B. durch einen plötzlich entstandenen Wind, und damit eine Drehung des Motors α und bei einer bestimmten Drehzahl eine Drehung des Kontaktapparates b ein, so wird, wenn bei dieser Drehung z. B. der Kontakt ν des Appa- iao rates b geschlossen wird, über die Kontakte ν und rx des Steuergerätes t das Schütz d für
Rückwärtsfahrt eingeschaltet, so daß eine Gegenstrombremsung eintritt. Das selbsttätige Stillsetzen des Motors α erfolgt in der unter Punkt 1. bereits beschriebenen Weise.
3. Die Verhinderung falscher Drehrichtung, d. h. die Fahrterzwingung im richtigen Sinne bei entgegenwirkenden äußeren Ursachen. Wird die Steuerwalze t auf Vorwärtsfahrt ausgelegt und der Motor bewegt sich auf den ersten Steuerstellungen, auf welchen das Anlaufmoment noch gering sein kann, im Sinne der Rückwärtsfahrt, z. B. infolge Winddruck auf den Kran, Gefälle oder irgendeiner Gegenkraft, so wird durch den Kontaktapparat b der Kontakt /" geschlossen und über den Kontakt u das Schütz η eingeschaltet. Durch dieses Schütz η werden die Anlaßwiderstände des Motors a so weit kurzgeschlossen, daß hierdurch ein größtmögliches oder genügend großes Drehmoment inRichtung derVorwärtsfahrt entsteht. Wirkt die unerwünschte Gegenkraft nicht mehr, so wird ohne weiteres die Fahrt im richtigen Sinne fortgesetzt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Steuereinrichtung für elektrische Triebwerke von Hebezeugen, dadurch gekennzeichnet?- daß ein sowohl auf die Drehzahl als auch auf die Drehrichtung1 des Triebwerkmotors (α) ansprechender Schaltapparat (b) · vorgesehen ist, welcher in Verbindung mit entsprechenden Kontakten am Steuergerät (t)
    auslöst, und zwar
    mehrere Wirkungen erstens, daß beim
    Rückführen des Steuergerätes in die Nullstellung eine selbsttätige Bremsung eintritt und das Stillsetzen des Motors beim Erreichen einer niedrigen Drehzahl selbsttätig herbeigeführt wird, zweitens, daß in der Nullstellung des Steuergerätes und bei ungewollter Bewegung des Triebwerkes ein Motorbremsstromkreis selbsttätig hergestellt wird und daß drittens bei ausgelegtem Steuergerät und falscher Drehrichtung des Triebmotors ein verstärktes Motordrehmoment in der richtigen Drehrichtung selbsttätig erzeugt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschaltapparat (b~) ein elektrischer Drehrichtungsschalter ist, der bei Stillstand stromlos wird und sein Schaltglied (m) in die Nullstellung zurückkehren läßt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Betriebsstrom für den Umschalter (6) durch eine mit dem Triebwerk gekuppelte Kleindynamo geliefert wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschaltapparat (b) ein polarisierter Umschalter ist, der von einer mit dem Triebwerk gekuppelten kleinen Dynamo je nach ihrer Drehrichtung mit Gegenstrom erregbar ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEA62628D 1930-04-17 1930-04-17 Steuereinrichtung fuer elektrische Triebwerke von Hebezeugen Expired DE644976C (de)

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DE644976C true DE644976C (de) 1937-05-19

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