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DE644096C - Zweitisch-Glasblasemaschine - Google Patents

Zweitisch-Glasblasemaschine

Info

Publication number
DE644096C
DE644096C DE1930644096D DE644096DD DE644096C DE 644096 C DE644096 C DE 644096C DE 1930644096 D DE1930644096 D DE 1930644096D DE 644096D D DE644096D D DE 644096DD DE 644096 C DE644096 C DE 644096C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tables
gear
machine
racks
valve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930644096D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LGL Group Inc
Original Assignee
Lynch Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Lynch Corp filed Critical Lynch Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE644096C publication Critical patent/DE644096C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/13Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines
    • C03B9/14Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines
    • C03B9/16Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines in machines with turn-over moulds
    • C03B9/18Rotary-table machines
    • C03B9/185Rotary-table machines having at least two rotary tables

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Zweitisch-Wasblasemaschine Zum Herstellen von Glaswaren, insbesondere von Hohlgläsern, sind zwei Arten von Glasblasemaschinen bekannt, die mit zwei Formenträgern oder Tischen arbeiten, nämlich solche mit stetiger Tischdrehung und solche mit absatzweiser Tischdrehung. Bei den Maschinen mit stetiger Tischdrehung Vollziehen sich sämtliche Arbeitsvorgänge (das Füllen der Formen, das Ansaugen des Mundstücks, das Gegen- und bzw. oder Vorblasen, die Übergabe des Külbels, das Fertigblasen der Flasche und das Austragen derselben) während der ununterbrochenen Tischdrehung. Bei den Maschinen mit absatzweiser Tischdrehung wurden bis jetzt sämtliche Arbeitsvorgänge bei stillstehenden Tischen an bestimmten Haltestellen vorgenommen, und die Tische hatten lediglich den Zweck, die einzelnen Formen von einer Haltestelle zur anderen zu tragen.
  • Die Maschinen mit stetiger Tischdrehung weisen eine-große Mengenleistung auf, aber sie sind sehr verwickelt, teuer und empfindlich, daher leicht Störungen unterworfen. Ferner liefern sie, wenn nicht besondere Vorsichtsmaßregeln. getroffen werden, keine gleichmäßige Glasware von höchster Güte. Die bekannten Maschinen mit absatzweiser Tischdrehung sind hinsichtlich der Sicherheit der Erzeugung einer guten und gleichmäßigen Glasware den stetig -umlaufenden Maschinen weit überlegen, aber sie haben eine wesentlich geringere Mengenleistung. Die Erfinderin hat nun dadurch eine neue Maschinenart geschaffen, d-aß sie unter Beibehaltung der absatzweisen Tischdrehung die auszuführenden Arbeiten teilt, nämlich die Stillstände nur zum Füllen der Formen (unter Beginn des Mundstückansaugens und gegebenenfalls Gegenblasens) sowie zur Übergabe des Külbels und zum Abliefern der Flasche benutzt, dagegen im wesentlichen für sämtliche Formgebungsarbeiten, also namentlich das Vorblasen und Fertigblasen, die Bewegungszeiten der Tische ausnutzt. Damit sollen die Mängel der beiden bisherigen Maschinenarten beseitigt und deren Vorzüge miteinander vereinigt werden.
  • Der Erfolg, die Mengenleistung nahezu auf die Höhe der Leistung der stetig umlaufenden Maschinen zu bringen, dabei aber doch die Güte der Glasware aufrechtzuerhalten, die das Kennzeichen der bekannten Maschinen finit absatzweiser Tischdrehung ist, wird gemäß der Erfindung durch neuartige Antriebshilfsmittel erreicht, die die Erzielung ganz kurzer Stillstände einerseits und die Erzielung einer starken, aber sanft beginnenden und endenden Beschleunigung der Tischdrehung andererseits ermöglichen, wobei zugleich \-`orlcehrung getroffen ist, daß die Tische während ihrer kurzen Stillstände in ihrer Lage gesichert sind. Weitere Erfin-. dun@cmerl:male dienen dazu- die. selhsttätig##@'
    Antriebsvorrichtung der gesamten NIaschZ
    möglichst einfach zu gestalten, um auch di=a
    sen Vorzug der bekannten Maschinen mit absatzweiser Tischdrehung soweit wie möglich aufrechtzuerhalten.
  • Auf den Zeichnungen ist eile Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt: Abb. i zeigt einen Längsschnitt durch die Maschine sowie durch die Glasentnahniewanne.
  • Abb.2 zeigt einen Schnitt auf der Linie=-der Abb. i.
  • Abb. 3 zeigt eine Seitenansicht der Grundplatte und des Gehäuses.
  • Abb.4 ist ein vergrößerter "waagerechter Schnitt auf der Linie 4-d der Abb. 5.
  • Abb.5 zeigt einen Schnitt auf der Linie 5-5 der Abb.4.
  • Abb. 6 zeigt einen Schnitt auf der Linie 6-6 der Abb.-1.
  • Abb. ,` zeigt schematisch die Betätigungsweise der Maschine in dein Augenblick, in dem sie Glas aus der Schmelz- oder Vor-Wanne entnimmt.
  • Die als Beispiel dargestellte Maschine besitzt zwei benachbarte Tische oder Formenträger io und ii, die sich im Gleichtakt bewegen. Der 'fisch io trägt eine größere Anzahl von Vorformen 12, die nacheinander z. B. aus einer Wanne 8o eine bestimmte Menge geschmolzenen Glases entnehmen oder die bestimmte Menge Glas durch eine besondere Vorrichtung empfangen. Die beschickte Vorform 12 wird dann bis zu einer Übergabestelle bewegt, wo sie selbsttätig geöffnet wird, so daß das bereits vorgeblasene Külbel schon vor der Übergabestelle in einem Halsring 1.4 hängt, um an der Übergabestelle von einer Blasform 13 des Tisches i i erfaßt zu werden. -Nach dein Temperaturausgleich in der Fertigform i3 wird Druckluft in das Külbel geblasen, bis das Formen beendet ist, worauf man die fertige Flasche o. dgl. in der Form 13 abkühlen läßt, bis sie sicher ihre Gestalt behält. Sie gelangt dabei zu einer Abgabestelle, wo die Fertigform 13 selbsttätig geöffnet wird. Die Flasche wird herausbewegt und mit einer Fördervorrichtung einem Kühlofen zugeführt.
  • Gemäß der Erfindung werden alle Formgebüngsarbeiten in der für stetig umlaufende Maschinen üblichen Weise während der Beweguiig der Forinentische ausgeführt; lediglich für das Aufnehmen, Übertragen und Ablegen des Glases treten ganz kurze Ruhepausen an der Beschickungs-, Übergabe- und Ablieferungsstelle ein. Bei dem dargestellten Beispiel sind die Tische io und ii auf festen Säulen 15 und 16 .der Mascliinengrundplatte angeordnet und gpn einer nach unten ragenden Hohlwelle
    "' r Hülse 17 umgeben, welche sich um die
    "1e 15 bzw. 16 dreht und am unteren Ende
    "einen Flansch 1 8 besitzt, der auf einem vom Flans;-11 20 der Säule getragenen Kugellager i9 ruht (Abb.3).
  • Gemäß Abb. i und 2 sind die Tische so untereinander verbunden, daß sie sich nicht nur iin Gleichtakt, sondern auch an der Berührungsstelle iiii gleichen Sinne bewegen, damit die Vor- und Fertigformen sich an der Clbertragungsstelle in der gleichen Richtung nähern und die Iüilbeliibergabe praktisch in einem Augenblick vollzogen werden kann. Je ein Zahnrad 21 ist an einem Flansch 18 der Tischhülsen oder Hohlwellen 17 angeschraubt, und zwei dazwischenliegende Zahnräder 21' drehen sich in der Grundplatte. Die Zahnräder 21, 21' befinden sich in einer durch einen Deckel 23 abgeschlossenen Vertiefung 22 der Grundplatte, um sie einerseits gegen leerabfallende Fremdkörper zu schützen und andererseits in einem Ülbad laufen zu lassen.
  • Die Antriebsvorrichtung der Formentische wird durch ein nachgiebiges Druckmittel betatigt, damit die 'L\Iascliine stehenbleibt, wenn irgendein Teil die Weiterbewegung stört. Durch die besondere Gestaltung des Antriebs wird bezweckt, bei jedem Hub des Druckmittelmotors die Tische schnell schrittweise weiterzubewegen, um dadurch annähernd die Geschwindigkeit einer sich stetig drehenden Maschine zu erreichen. Beispielsweise hat sich ein durch Druckmittel betätigtes Schaltkreuzgetriebe als zweckmäßig erwiesen.
  • Gemäß Abb.4 und 5 ist ein sechsarmiges Schaltrad 33 mit sechs radialen Schlitzen 3:I, und zwar je einem für jede Form, auf dem Formenträger an der Hohlwelle 17 des Blasforinträgers i i befestigt. In die Schlitze 3.4 treten Rollen 35 einer Antriebsvorrichtung 36 ein, durch die eine abgesetzte Drehbewegung des Rades 33 und der Tische herbeigeführt wird. Die Rollen 35 sitzen drehbar auf Bolzen 37 zwischen einer oberen und unteren Platte 38 und 39 der Antriebsvorrichtung 36, die sich um eine senkrechte Welle 4o drehen kann. Die Rollen 33 sind so angeordnet, daß am Ende jedes Hubes des Druckluftmotors 47 sich zwei dieses Rollen in benachbarten Schlitzen 34 des Rades 33 befinden. Dadurch wird eine unerwünschte Bewegung der Forinen unbedingt verhindert.
  • Die Drehung der Antriebsvorrichtung 36 erfolgt durch ein unten an der Antriebsvorrichtung 36 befestigtes Zahnrad 41 (Abb. d und 5), das mit zwei einander gegenüberliegenden Zahnstangen 42 und 43 kämmen kann, die durch Joche 44 miteinander und mit dem Druckluftmotor verbunden sind. Letzterer besteht aus einem Zylinder 47 mit einem Kolben 46 und einer Kolbenstange 45. Um bei jedem Kolbenhub eine abgesetzte Drehbewegung der Tische io, ii in gleicher Richtung zu erhalten, ist ein Wechsel des Eingriffs zwischen den Zahnstangen 42, 43 und dem Zahnrad 41 vorgesehen, so daß letzteres einmal mit der Zahnstange 42 und dann mit der Zahnstange 43 kämmt. Die Zahnstangen .42 und 43 liegen zu dem Zweck gemäß Abb. 5 in ungleicher Höhe, jedoch ist der Höhenunterschied nur so groß, daß das Zahnrad 41 entweder während der Tischdrehungen mit einer der beiden Zahnstangen oder während der Stillstände, um dabei eine Weiterbewegung der Formen zu vermeiden, mit beiden Zahnstangen 42, 43 in Eingriff ist.
  • Um das Zahnrad 41 (Abb. 5) mit einer der beiden Zahnstangen in Eingriff zu bringen, ist in einem Druckluftzylinder 5o ein Kolben 48 am unteren Ende einer die - senkrechte Welle 4o umgebenden Muffe 49 befestigt, die durch eine Schelle 52 mit einer Muffe 51 der Antriebsvorrichtung 36 unter Einschaltung eines Kugellagers 53 verbunden ist. Das Gewicht der Antriebsvorrichtung 36 wird durch einen Gewichtshebel 54 mit einstellbarem Gewicht 57 ausgeglichen, der bei 55 am Maschinenrahmen angelenkt ist und über einen Lenker 56 an der Schelle 52 angreift.
  • Zur Führung der Zahnstangen 42 und 43 und zur Sicherung ihres festen Eingriffs mit dem Zahnrad 41 sind z. B. an der Grundplatte der Maschine Führungsrollen 58 und 59 einstellbar angebracht, welche die äußeren Flächen der Zahnstangen 42 und 43 führen.
  • Zwecks Bewegung des Kolbens 46 wird das Druckmittel mit Hilfe eines Steuerventils abwechselnd den beiden Enden des Zylinders 47 zugeführt. Gemäß Abb.4 und 7 besteht das Ventil aus einem Zylinder 65, in dem sich ein Kolben 66 verschiebt, welcher Verbindung zwischen der Druckmittelquelle JU und den Auslässen 67 und 68 an den Enden des Zylinders 47 herstellt. Die Zuführung des Druckmittels zu den Enden des Ventilgehäuses 65 zwecks Bewegung des Kolbens 66 erfolgt durch ein Steuerventil 69 (Abb.5 und 7), das beispielsweise durch den Gewichtshebel 54 betätigt wird und durch Leitungen 67Q und 68" mit dem Gehäuse 65 verbunden ist. Bei der beschriebenen Ausführungsform regelt das Ventil 69 die Druckluftzufuhr zum Ventil 66 genau, wenn eine Drehbewegung der Tische ausgeführt wird. also eine Verschiebung der Zahnstangen 42 und 43 gegen das Zahnrad 4i stattgefunden hat in solcher Weise, daß es die Umsteuerbewegung der Antriebsvorrichtung 42, 43, 46 so lange hemmt, bis die Zahnstangen 42, 43 an ihrem jeweiligen Hubende angekommen sind. Vorteilhaft wird das Ventil 69 von der Antriebsvorrichtung 36 aus gesteuert, und zwar vorzugsweise durch das Gegengewicht 54, welches durch den Kolben 48 im Zylinder 5o eingestellt wird. Dem Zylinder 5o strömt Druckluft von einer beliebigen Druckluftquelle durch ein Ventil 70 zu, welches von der Tischantriebsvorrichtung betätigt wird. Es hat beispielsweise einen durchgehenden Kolben 7oQ, der an den Hubenden des Kolbens 46 bzw. der Zahnstangen 42, 43 auf Stellschrauben 70b trifft und dadurch umgestellt wird.
  • Das Hauptventil 70 steuert also den Kolben 48 im Zylinder 5o und damit das Zahnrad 41, um es mit einer der Zahnstangen 4-=, 43 in Eingriff zu bringen. Ferner .stellt der Kolben 48 das Ventil 69 mit Hilfe des Gegengewichtshebeis 54 um, so daß die nächste Druckluftzufuhr, welche durch das Zeitventil 2o3 gesteuert wird, auf die gegenüberliegende Seite des Motorzylinders 47 erfolgt. Die einzelnen Arbeitsgänge folgen zeitlich genau aufeinander. Gemäß Abb. 2 bis 4 und 6 ist der Motorzylinder 4.7 in einer bogenförmigen Ausnehinung 76 der Grundplatte der Maschine angeordnet. In der Verbindungslinie zwischen der Ausnehmung 76 und der Blasformtischsäule 16 ist die Grundplatte für die Antriebsvorrichtung 36 ausgehöhlt (Abb. 5), die durch Bolzen 77 an der Grundplatte befestigt und durch eine Haube 78 (Abb. 2 bis 6) abgedeckt ist.
  • Die Vorformen 12 sind in Gelenken 87 (Abb. i) drehbar, die sich um senkrechte Wellen 88 in Lagern 87, des Tisches io drehen und die durch eine Schubstange 89 von einer an der Säule 15 befestigten Nockenscheibe 9o geöffnet Lind geschlossen werden. Der Halsring 1a. der Vorform besteht gleichfalls aus zwei auf der Wele 88 angelenkten Teilen, die gewöhnlich durch nicht dargestellte Federn zusammengehalten werden. Oberhalb des Ringes 14 befindet sich ein Halter 9i (Abb. i) mit einer zentralen Üffnung, in die sich ein Kopfdorn 92 unter dem Druck einer Feder 95 einpreßt. Die Dornstange 93 ist in einem Lager 94 verschiebbar und trägt eine Rolle 96, auf die ein Steuernocken 97 wirken kann.
  • ach dem Beschicken der Form mit Glas wird durch die Bewegung der Form die Rolle 96 vom Ni ocken 97 wegbewegt, so daß die Feder 95 -den Kopfdorn 92 zurückzieht. Danach wird in das obere Ende der Form durch die von einem Ventil ioi gesteuerte Bohrung ioo Luft zum Vorblasen eingelassen.
  • Durch schrittweise Bewegung des Vorformtisches wird die beschickte Form in die flbergabestellung gebracht und bei der Annäherung an diese Stellung durch den Nocken 9o" etwas geölinet, so daß das Külbel in der geschlossenen Halsform i.f hängt. Die offenen Fertigblasformen 13 «-erden im Gleichtakt mit den Vorformen 1.2 der Übergabestellung zugeführt untl bei der Annäherung an diese Stellung langsam um das ankommende freihängende Külbel geschlossen, so daß in dem Augenblick, in dem beide Tische stillstehen, die Blasform vollkommen um das noch in der Halsform hängende Külbel herum geschlossen ist. Die Fertigbla@forinen 13 bestehen aus zwei Hälften, die von um eine Welle 103 drehbaren Haltern 102 getragen werden und mittel: eines Schlittens 1o4 finit Rolle io5 durch einen Nocken ioo geöffnet und geschlossen werden. Ein Boden 107 schließt das untere Ende der Form 13 ab. Gemäß Abb. i und 7 sind oberhalb der Vor-und Fertigformen durch Flüssigkeitsdruck betätigte Kolben ioe und tog angeordnet. Der Kolben io,9 wirkt mit einem Schwinghebel i io zusammen, der mit einem Teil i i i auf den Halsring einwirkt, uni diesen im richtigen Augenblick zti öffnen. Der Kolben iog wirkt mit einem an den Fertigformen befindlichen Teil -zusammen, um diese zur Abgabe der fertigen Flasche zu öffnen.
  • Durch NVeiterbewegen des Blasfornitisches werden die Fertigblasformen einer Ablieferungsstelle zugeführt, und während der Bewegung in diese Stellung wird die Flasche mit Hilfe eines besonderen Blaskopfes 112 fertig geblasen.
  • Mehrere der durch das Druckmittel gesteuerten Teile der N-Iascliine, beispielsweise der Motorkolben .4ö, der das Zahnrad .4 i hebende und senkende Kolben .I8 und die Kolben in einem Austragszvlinder, führen bei jedem Schritt der Formentische nur eine einzige Bewegung aus, die daher in gleicher Weise von dem Hauptluftventil 7o gesteuert werden kann. Andere Teile der Maschine, beispielsweise der Blasformschließkolben ioc), der Halsfornlöffnungskolben io8 und der das Saugventil steuernde Kolben 98, führen dagegen während jedes Arbeitsspieles der Maschine einen Arbeitshub und einen Leerhub aus und müssen daher durch ein besonderes Ventil 162, 163 (Abb. 2, 3, 7) gesteuert werden, welches selbst einen derartigen Vorwärts- und Riickwärtshub ausführt und durch Vorsprünge 166 der Hohlwelle 17 des Vorformtisches io geschaltet wird. Das Ventil I()2 regelt die Beschickung der Vorformen i2 und die Cbergabe der Külbel an die Blasformen 13 im Gleichtakt mit den L"insteuerbewegungen des Tischantriebes .I2, 43, .f6.
  • Wenn das Ventil 162 sich in der in Abb. ; dargestellten Lage befindet, wird der Leitung 174 durch die Leitung 17o Luft zugeführt, und dadurch werden der die Blasformen schließende Kolben io9, der die Halsformen öffnende Kolben io8, der die Saugluft steuernde Kolben 98 und der die Wanne 8o anliebende Kolben 85 betätigt. Da diese Vorrichtungen ihre Ruhestellung wieder einnehmen müssen, bevor die Formentische wieder stillstehen, muß das Ventil 162 den Luftauslaß in den verschiedenen Zylindern vor der nächsten Verschiebung des Ventils 70 steuern. Bei der Zuführung von Luft zur Leitung 170 durch das Ventil 7o wird jedoch gleichzeitig der das Zahnrad .41 steuernde Kolbeil 48 verschoben, und das Ventil 69 verschiebt das Kolbenveiltil (>6, wenn der Luftzutritt von dem Zeitsteuerventi1203 freigegeben ist. Darauf führt dann der die Tische bewegende Kolben 46 seinen nächsten Hub aus. Die Tischdrehung bewirkt, daß eine der Rippen 166 (Fig. 2, 3) auf eine der Rollen 164 des Ventilschaftes 163 trifft und diesen um einen Viertelkreis dreht. Dadurch wird der Luftzutritt zu der Leitung 174 unterbrochen, und diese bläst aus. D-er Ventilschaft 163 bleibt während der darauf folgenden Betätigung des Ventils =o in dieser Stellung, wodurch der Leitung 169 Druckluft zugeführt wird und die Leitung i7o ausbläst. In dieser Lage strömt die Luft also von der Leitung 169 zu der Leitung 17.4, wodurch die Betätigung der Vorrichtungen erfolgt, welche bei einer Bewegung der Tische ein Arbeitsspiel ausführen. Gleichzeitig bläst auch die Leitung 173 aus.
  • Die Glasblasemaschine gemäß der Erfindung zeichnet sich durch ihre Einfachheit im Aufbau, durch ihre hohe Arbeitsgeschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit aus, wobei verschiedene Arten von Glaswaren mit wenig Ausschuß hergestellt werden können. Die Vorrichtung zum Drehen der Formentische ist in Aufbau und Antrieb einfach, wobei die verschiedenen Vorrichtungen der Maschine, die den höchsten Beanspruchungen unterworfen sind, beispielsweise die Antriebseinheit 36, die Zwischenräder 21 usw., leicht aus der Maschine entfernt und ersetzt werden können, so daß größere Betriebsunterbrechungen fortfallen.
  • Bei der neuen Art der Drehbewegung der Tische wird die Last allmählich aufgenommen, wenn eine Rolle 35 in einen Schlitz 34 des Kreuzes 33 eintritt, und die Geschwindigkeit vergrößert sich, je mehr die Rolle in den Schlitz eindringt, während sie sich wieder verringert, je weiter die Rolle aus dem Schlitz austritt, so daß eine allmähliche und gleichmäßige Steigerung und Verringerung der Tischgeschwindigkeit erfolgt, welche ein Stoßen der Glasware in den Formen verhinfiert. Weitere Vorteile liegen in der Einfachheit der Antriebsvorrichtung für die Tische insofern, als die Bewegung zwischen zwei Arbeitsperioden durch ein einziges Element, nämlich das Zahnrad 41, erfolgt, während bei den bekannten, durch Druckmittel betätigten Maschinen die Antriebsvorrichtung mit dem Tisch gekuppelt und wieder entkuppelt und der Tisch selbst jeweils angehalten und wieder in Gang gesetzt werden muß. Bei der neuen Maschine sind dagegen der Motorkolben und die Zahnstange dauernd mit dem Tisch verbunden und wirken durch die in die Schlitze des Schaltkreuzes eintretenden Rollen 35. Die Zahnstange sperrt die Tische während der Stillstände gegen eine Drehbewegung. Endlich wird durch Vermeidung des bei den bisherigen absatzweise arbeitenden Maschinen üblichen Leerhubes der Verbrauch an Preßluft wesentlich eingeschränkt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:. i. Zweitisch-Glasblasemaschine mit absatzweiser Drehung der die Formen tragenden Tische, dadurch gekennzeichnet, daß für den Antrieb der Maschine zwei parallel angeordnete, mit Hilfe ein und desselben D-ruckluftkolbens (46) gleichzeitig hin und her bewegte Zahnstangen (42a 43) dienen, die während des jeweiligen Stillstandes der Tische (io, i i ) zwangsläufig abwechselnd mit einem zwischen ihnen befindlichen Zahnrad (4i derart in und außer Eingriff gebracht werden, daß sich das Zahnrad dauernd mit einer der einander gegenüberliegenden Zahnstangen (42, 43) im Eingriff befindet, wodurch das Zahnrad (4i) den einen der beiden durch ein Stirnradgetriebe (2 i) verbundenen Tische (i o, i i ) unter Vermittlung eines Getriebes, beispielsweise eines Schaltkreuzgetriebes (33, 35), schrittweise so antreibt, daß beim Vor- und Rückgange der Zahnstangen (42, 43) dieTische in gleichbleibender Richtung gedreht werden.
  2. 2. Maschine nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Übertragung der absatzweisen Drehung des Zahnrades @(4i) auf das Schaltkreuz (33) dienenden Rollen (35) an ihren Tragplatten (38, 39) in solchem Abstande voneinander angeordnet sind, daß an jedem Hubende des Druckluftkolbens (46), also beim Stillstande der Maschine gleichzeitig zwei Rollen (35) in je einen Schaltkreuzschlitz eingreifen.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsteuerbewegung der Antriebsvorrichtung (42, 43, 46) durch eine entsprechende Stellung eines Ventils (69) gehemmt ist, bis die Zahnstangen (42, 43) an den Enden ihres Hubes angelangt sind. .
  4. 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Gleichtakt mit der Umsteuerbewegung der Antriebsvorrichtung (42, 43, 46) die Beschickung der Vorformen und die Übertragung des Glases aus der Vorform in die Fertigform durch ein und dasselbe Ventil (i62) geregelt werden.
  5. 5. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Tische (io, i i) durch ein aus vier Rädern bestehendes Stii°nradgetriebe (21,-2i') verbunden sind, dessen Zwischenräder (2i') innerhalb der an den Hohlwellen (i7) der Tische befestigten Außenräder (2i) auf der gemeinsamen Mittellinie der Tische (io, i i) angeordnet sind, wobei das ganze Getriebe in einer durch Deckel (23) abgeschlossenen Vertiefung (22) der Grundplatte der Maschine untergebracht ist.
DE1930644096D 1929-11-21 1930-11-18 Zweitisch-Glasblasemaschine Expired DE644096C (de)

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DE1930644096D Expired DE644096C (de) 1929-11-21 1930-11-18 Zweitisch-Glasblasemaschine

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DE (1) DE644096C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1055189B (de) * 1956-05-02 1959-04-16 Justin Despres Halbautomatische Anlage zur Herstellung von Hohlglaswaren
CN106477854A (zh) * 2016-12-16 2017-03-08 荆门市楚大机电有限公司 一种正反转式行列机及玻璃瓶罐吹制方法

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