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DE632033C - Verfahren zur Durchfuehrung von Schmelzflusselektrolysen fuer die Erzeugung von UEberzuegen - Google Patents

Verfahren zur Durchfuehrung von Schmelzflusselektrolysen fuer die Erzeugung von UEberzuegen

Info

Publication number
DE632033C
DE632033C DES114241D DES0114241D DE632033C DE 632033 C DE632033 C DE 632033C DE S114241 D DES114241 D DE S114241D DE S0114241 D DES0114241 D DE S0114241D DE 632033 C DE632033 C DE 632033C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coatings
melt
generation
melt flow
implementation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES114241D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Georg Masing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens and Halske AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens and Halske AG, Siemens Corp filed Critical Siemens and Halske AG
Priority to DES114241D priority Critical patent/DE632033C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE632033C publication Critical patent/DE632033C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D3/00Electroplating: Baths therefor
    • C25D3/66Electroplating: Baths therefor from melts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Durchführung von Schmelzflußelektrolysen für die Erzeugung von Überzügen Es ist bekannt, bei der wäßrigen Elektrolyse von leicht oxydierbaren Kupferverbindungen das Bad mit einer Ölschicht abzudecken, um eine Umsetzung der Kupferverbindungen mit dem Sauerstoff der Luft zu verhüten.
  • Weiter ist es auch bekannt, bei der Herstellung von Überzügen aus Zinn oder Blei durch Eintauchen der Werkstücke in die feuerflüssige Schmelze der beiden genannten Metalle eine Oxydation des Überzuges und auch der oberen Schicht des feuerflüssigen Metallbades durch den Luftsauerstoff in der Weise zu verhüten, daß das Metallbad durch eine Schicht aus Fett, Öl o. dgl. gegen die Außenluft abgeschlossen wird.
  • Bei der Schmelzflußelektrolyse mit unlöslichen und auch mit löslichen Anoden wurden bisher im allgemeinen verhältnismäßig hochschmelzende, wasserfreie Elektrolyte bzw. Elektrolytgemische verwendet. Die Badtemperatui war dementsprechend ebenfalls sehr hoch und lag im allgemeinen zwischen etwa 700 und 150o° C. Es liegt auf der Hand, daß bei derart hohen Temperaturen der Verschleiß der Zubehörteile, insbesondere der Schmelztiegel, und auch der Energieaufwand so erheblich waren, daß man praktisch nur in Ausnahmefällen die Schmelzflußelektrolyse an Stelle der wäßrigen Elektrolyse bisher angewendet hat.
  • Es ist nun an sich bekannt, daß es gewisse Salze und Gemische von Salzen mit verhältnismäßig niedrigem Schmelzpunkt gibt. Es sind dies beispielsweise Alkalidoppelhalogenide, insbesondere Chloride und Fluoride, oder saure Alkalifluoride.
  • Für die Schmelzflußelektrolyse waren bisher diese Stoffe indessen wenig geeignet, weil sie verhältnismäßig leicht zersetzlich sind und außerdem ihre Komponenten ungleichmäßig stark verdampfen, so daß im Betrieb ständig Veränderungen der Zusammensetzung und der Konzentration des Schmelzflußelektrolyten auftreten würden, die die Schmelzflußelektrolyse naturgemäß stark beeinträchtigen, wenn nicht unmöglich machen.
  • Gemäß der Erfindung wird die Herstellung von Überzügen durch Schmelzflußelektrolyse mit solchen niedrig schmelzenden Elektrolyten, die bei erhöhter Temperatur unter Bildung von flüchtigen Verbindungen zur Zersetzung neigen, dadurch ermöglicht, daß gemäß der Erfindung auf den feuerflüssigen Elektrolyten eine Deckschicht aus bei der Betriebstemperatur flüssigen, nicht mit der Schmelze mischbaren und reagierenden organischen Verbindungen, insbesondere Paraffin oder Spezialöl, aufgebracht wird. Als Spezialöl kommt. z. BUeißdartipfzylinderöl in Betracht.
  • Die überraschende Wirkung des neuen Verfahrens besteht darin, daß durch- die Deck= -schicht einerseits eine elektrolytische Erzeü-, gung von Überzügen bei nicht unerheblich niedrigen Temperaturen möglich ist, wie bei Anwendung des gleichen Elektrolyten ohne Deckschicht, und daß andererseits die Zersetzung der Schmelze durch Entweichen gasförmiger Bestandteile in die Atmosphäre wirk sam unterbunden ist. Au sführungsbe_isp.i.el.
  • Für die Erzeugung einer -Fluoridschicht auf Leichtmetallen, insbesondere Magnesium und MagneslPrrilegier:ungen,.wird eme Schmelze aus saurem Kalium$uorid (KHF2) verwendet, die durch eine Paraffinschicht abgedeckt ist. Es zeigte sich, daß -man in diesem Falle bei Betriebstemperaturen -vön etwa 250' C im Dauerbetrieb brauchbare-Fluoridüberzüge erzeugen kärin_=' Noch günstiger werden die Verhältnisse, wenn man dem sauren Kaliunifluorid- Bortrioxyd beimsicht. Der Schmelzpunkt eines solchen Gemisches liegt bei etwa 16o° C, wenndas Mengenverhältnis q: : i beträgt. Verwendet' man--aber- eine -Deckschicht aus flüssigem Paraffin, so gelingt. es, _ schon -bei -Badtem-@eiatüren- von :etwa _I,159 C `vörzügliche Fluoridschichten anödisch abzuscheiden; z: B. auf Alumimüm oder Magnesium oder deren Legierängen:-.- . . . - _ . _ : _ . Die Schmelze kann- gewünschtenfalls auch aus Antimontri$uorid, gegebenenfalls unter Zusatz von Natriümfluorid, gebildet sein oder aus Mischungen mit den- öbenerwähnten Stoffen; Auch in- diesem- Falle kann man bei Temperaturen von etwa 18o° C Fluoridschichten anodisch durch Elektrolyse im Dauerbetrieb abscheiden, wenn man eine Deck-; schicht aus Paraffin verwendet.
  • '-"Als weitere Komponenten des Schmelzftußelektrolyten kann man Zusätze von Natriumnitrat, Kaliumhydroxyd, Natriumhydroxyd oder von anderen niedrig schmelzenden Stoffen verwenden. Als besonders geeignet hat sich das obenerwähnte Bortrioxyd erwiesen.
  • .. . Schließlich ist es auch möglich, den Grundgedanken der Erfindung bei anderen Schmelzen anzuwenden, z. B. bei der Erzeugung von Aluminiumüberzügen mittels einer Schmelze -aus Natriumchlorid und Aluminiumchlorid, die durch eine Deckschicht aus den obengenannten Stoffen abgeschlossen- ist.
  • Es empfiehlt sich, in allen - Fällen möglichst wasserfreie Ausgangsstoffe -zur Herstellung der Schmelze anzuwenden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Durchführung von Schmelzflußelektrolysen für die Erzeugung vor - überzögen- mit solchen niedrig schmelzenden Elektrolyten, die bei erhöhter Temperatur unter Bildung von flüchtigen Verbindungen zur Zersetzung neigen, dadurch gekennzeichnet, daß auf den feuerflüssigen Elektrolyten-eine Deckschicht aus beider Betriebstemperatur flüssigen, nicht mit der Schmelze mischbaren- und reagierenden organischen - Verbindungen, - insbesondere Paraffin oder Spezialöl,- aufgebracht wird. -
  2. 2. Die Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 1 zur Erzeugung von Fluoridüberzögen auf Leichtmetallen, insbesondere auf - Magnesium und deren Legierungen.
DES114241D 1934-06-06 1934-06-06 Verfahren zur Durchfuehrung von Schmelzflusselektrolysen fuer die Erzeugung von UEberzuegen Expired DE632033C (de)

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