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Patentiert im Deutschen Reiche vom a1. April 19,35 ab Gegenstand der
Erfindung ist eine Schachtel, die infolge ihrer besonderen Gestaltung gleichzeitig
als Dekorationsstück in den Auslagen der Läden verwendet werden kann und sich bei
großer Einfachheit gut als Geschenkpackung eignet. Das Neue besteht darin, daß die
Seitenwände der im Querschnitt eckigen Schachtel zwar an der oberen und unteren
Kante in geeigneter Weise miteinander verbunden sind, unten z. B. durch das Bodenstück,
jedoch nicht an den aneinanderstoßenden Seitenkanten, so daß sich bei genügender
Elastizität des Materials oder bei Vorsehung ein oder mehrerer Bruchstellen bei
steifem Material die Schachtel unter Ausbauchung der Seitenwände nach außen zusammendrücken
läßt. Bei diesem Zusammenstauchen wird der bisher in der Schachtel befindliche Gegenstand,
z. B. eine Flasche, zum größten Teil freigelegt. Die zusammengedrückte Schachtel
hat, von oben gesehen, die Gestalt eines Kreuzes oder eines Sternes, auf dem der
bisher in der Schachtel verborgene Gegenstand zu stehen scheint. Dadurch wirkt die
Schachtel im zusammengedrückten Zustande gewissermaßen als Dekorationsgegenstand.
Durch entsprechenden Aufdruck auf den Seitenwänden der Schachtel läßt sich die dekorative
Wirkung der zusammengedrückten Schachtel noch erhöhen. Der Druck ist dabei selbstverständlich
so auszuführen, daß die nach dem Zusammendrücken noch äffen zur Schau liegenden
Teile der Seitenwände ein in sich geschlossenes Ganzes darstellen. Zweckmäßig trägt
der Schachtelboden einen Sockel, auf welchem der in der Schachtel verpackte Gegenstand
steht. Die Schachtel ist nun zweckmäßig so eingerichtet, daß sich beim Zusammendrücken
der Halsteil über diesen Sockel wegschiebt. Zum Verschluß der Schachtel kann ein
an die eine Seitenwand angelenkter Klappdeckel oder ein Stülpdeckel dienen.
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Zur Verhütung des unbeabsichtigten Zusammenfallens der Schachtel dient
eine um die in Höhe der Rillinie der Seitenwände gelegte Manschette, die aus einem
Kartonstreifen, einem Metallring o. dgl. bestehen kann. Statt der Manschette könnte
natürlich auch ein einfacher Gummiring oder ein zu knüpfendes Band verwendet werden.
Lm vor dem Zusammendrücken der Schachtel die Manschette nicht vollkommen entfernen
zu müssen, ist an der Schachtel, zweckmäßig am Kopf oder am Boden, ein in sich geschlossener
Rahmen vorgesehen, auf dem die Manschette aufgeschoben wird.
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Die angedeutete Art des Zusammenklappens der Schachtel ist an sich
bereits bei aufzuhängenden Laternen, die die Form einer abgestumpften Doppelpyramide
besitzen, bekannt. Bei diesen soll durch dieses Zusammenklappen das im Innern der
-Laterne auf dem Boden befindliche Licht leichter zugänglich gemacht werden, außerdem
auch eine bequeme Lagerung der Laternen bei Nichtgebrauch erreicht werden. Diesem
Bekannten gegenüber besteht das Neue in der An-
Wendung dieses Gedankens
bei stehenden, im Querschnitt eckigen Schachteln, um deren Wert als Schau- und.
Geschenkpackung zu erhöhen.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen
Ausführungen dargestellt. Es zeigt Abb. i eine Seitenansicht der gestreckten Schachtel
und Abb. a eine Seitenansicht der zusammengedrückten Schachtel.
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Abb. 3 und q. veranschaulichen eine etwas anders gestaltete Schachtel
in gestrecktem und in zusammengedrücktem Zustand, Abb.5 die nur halb zusammengedrückte
Schachtel.
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Die Schachtel nach der Ausführung der Abb. i und :2 besteht aus einer
aus der Zeichnung nicht ersichtlichen Bodenplatte, an deren Seitenkanten angelenkten
Seitenwänden a sowie einem wieder an das Ende der einen Seitenwand angelenkten Klappdeckel
b. Die Seitenwände a sind senkrecht zur Bödenplatte aufgebogen und lediglich an
ihrem oberen Ende miteinander verbunden. Die Verbindung der oberen Enden der Seitenwände
a kann in beliebiger Weise erfolgen, z. B. durch an zwei gegenüberliegenden Seitenwänden
seitlich vorstehende Zungen, die nach Umbiegen auf die Innenseite der beiden anderen
Seitenwände zu liegen kommen, und durch an diesen letztgenannten Seitenwänden am
oberen Ende sitzende Laschen, die nach innen umgeschlagen werden und dabei die auf
ihrer Innenseite aufliegenden seitlichen Zungen der anderen Seitenwände überfassen.
Der so gebildete Rahmen, der an sich nur geringe Höhe besitzt, erhält durch gegenseitiges
Verleimen der einzelnen Teile miteinander oder durch Heftklammern einen festen Halt.
Unmittelbar an diesem Rahmen c befindet sich auf den Seitenwänden a j e eine Rillinie
d, außerdem sind die Seitenwände a nochmals in ihrer Mitte mit einer quer verlaufenden
Rilllinie e versehen. Die an ihren Seitenkanten nicht miteinander verbundenen Seitenwände
a lassen sich, da sie an den Seitenkanten ja nicht miteinander verbunden sind, in
den Rilllinien e zusammenfalten, wobei die beiden Teile der Seitenwände a mehr oder
weniger aufeinanderzuliegen kommen und die Seitenwände in Form eines -Daches nach
außen vorstehen, wie in Abb. i gezeigt ist. Durch dieses Zusammendrücken der Schachtel
wird der in ihr verpackte Gegenstand, z. B. eine Flasche f, freigelegt. Zweckmäßig
ist auf der Bodenplatte ein Sockel g vorgesehen, auf dem der in der Schachtel untergebrachte
Gegenstand steht und der bei der zusammengedrückten Schachtel eine Art Podest bildet.
Dieser Sockel ist'. im Umfang zweckmäßig so gehalten,, daß über ihn beim Zusammendrücken
der Schachtel gerade der Halsteil c derselben geschoben werden kann. Am Bodenteil
und am Deckel der Schachtel können schließlich noch Rahmenteile h angebracht werden,
welche den in der Schachtel befindlichen Gegenstand, z. B. eine Flasche, umfassen
und sie festhalten, so daß sich die Flasche nicht verschieben kann.
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Um der Schachtel einen festen Halt in sich zu geben und zu verhüten,
daß die Schachtel unbeabsichtigt in sich zusammenfällt, ist auf die Schachtel eine
Manschette i aufgeschoben, welche für gewöhnlich in Höhe der Rillinie e steht. Diese
Manschette i besteht zweckmäßig aus einem mit den Enden zusammengeklebten Pappstreifen.
Statt dessen kann natürlich auch ein Metallring, ein Gummiring, ein Band o. dgl.
verwendet werden. Bevor man die Schachtel, wenn -ihr Inhalt zur Schau gestellt -werden
soll, zusammendrücken will, wird der Ring i auf der Schachtel so weit verschoben,
daß er den Halsteil c übergreift, in welcher Lage er beim Zusammendrücken der Schachtel
nicht hinderlich ist.
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Die Höhe und der O_uerschnitt der Schachtel können beliebig sein,
wobei als Querschnitt allerdings immer ein eckiges Gebilde in Betracht kommt. Statt
des bei den beiden Ausführungsformen der Zeichnung verwendeten Klappdeckels b kann
natürlich auch ein Stülpdeckel verwendet werden. Auch in der Gestaltung der Schachtel
selbst lassen sich noch manche Abänderungen treffen. So könnte man z. B., wie im
Ausführungsbeispiel der Abb. 3 bis 5 dargestellt ist, neben dem am Kopfe vorgesehenen
festen Rahmen c auch noch am Fuß einen festen Rahmen h vorsehen. Der Zusammenhalt
der Seitenwände am oberen Ende könnte auch, wie es gleichfalls im Ausführungsbeispiel
der Abb. 3 bis 5 dargestellt ist, durch eine sie umfassende, mit ihnen fest verbundene
Manschette geschaffen werden. Unter Umständen kann man die Seitenwände auch mit
mehr als einer quer verlaufenden Rillinie versehen, so daß sich die Seitenwände
beim Zusammendrücken der Schachtel bogenförmig biegen lassen. Bei Verwendung genügend
elastischen Materials kann unter Umständen von der Anbringung von Rillinien überhaupt
abgesehen werden. Wird Wert darauf gelegt, daß die Schachtel staubdicht ist, so
kann man die Seitenwände mit seitlichen, die benachbarte Seitenwand teilweise überfassenden
Laschen versehen, die den sonst zwischen zwei aneinanderstoßenden Seitenwänden vorhandenen
Spalt überdecken. Diese Laschen wären vor dem Zusammendrücken der Schachtel allerdings
in die Ebene der Seitenwand zu biegen, an der sie angebracht sind.
Die
Schachtel läßt sich trotz ihrer besonderen Gestaltung in der üblichen Weise herstellen,
indem Boden, Seitenwände und Klappdeckel aus einem einzigen Pappstück zusammenhängend
ausgestanzt werden. Der dabei entstehende Abfall kann zur Anfertigung des Sockels
und der Halterahmen dienen. Der Preis der Schachtel wird infolgedessen trotz Verbesserung
des Gebrauchswertes nicht erhöht.