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DE630326C - Verfahren zur Darstellung von Doppelverbindungen des Calciums bzw. Strontiums mit Theobromin oder Theophyllin und einer organischen Saeure - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Doppelverbindungen des Calciums bzw. Strontiums mit Theobromin oder Theophyllin und einer organischen Saeure

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Publication number
DE630326C
DE630326C DES111279D DES0111279D DE630326C DE 630326 C DE630326 C DE 630326C DE S111279 D DES111279 D DE S111279D DE S0111279 D DES0111279 D DE S0111279D DE 630326 C DE630326 C DE 630326C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
calcium
theobromine
theophylline
strontium
preparation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES111279D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SYNGALA FABRIK fur CHEMISCH S
Original Assignee
SYNGALA FABRIK fur CHEMISCH S
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Filing date
Publication date
Application filed by SYNGALA FABRIK fur CHEMISCH S filed Critical SYNGALA FABRIK fur CHEMISCH S
Application granted granted Critical
Publication of DE630326C publication Critical patent/DE630326C/de
Expired legal-status Critical Current

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Doppelverbindungen des Calciums bzw. Strontiums mit Theobromin oder Theophyllin und einer organischen Säure Die Verbindungen von Erdalkalien, besonders des Calciums, mit Di- und Trimethylxanthinen haben infolge ihrer gesteigerten Herz- und Gefäßwirkung (hervorgerufen durch das Calcium) eine große Bedeutung gewonnen. Eine Reihe von Vorschlägen (z. B. Patentschriften 4ioo55 und 4o62ii) beschäftigt sich damit, die therapeutische Wirksamkeit des Theobromins und des Theophyllins zu erhöhen bzw. überhaupt nutzbar zumachen, da diese Stoffe wegen ihrer geringen Löslichkeit bzw. Resorbierbarkeit nur in geringem Maße verwertet werden konnten. Nun weist eine Anzahl der nach den bekannten Verfahren dargestellten Verbindungen mehr oder minder große Nachteile auf, und zwar sind sie einerseits ebenfalls schwer löslich und schlecht resorbierbar, wodurch ihre therapeutische- Wirksamkeit vermindert wird, andererseits enthalten sie Säurebestandteile, die entweder auf die Diurese mehr hemmend als fördernd wirken, wie z. B. Milchsäure (siehe Röse, Münchner medizinische Wochenschrift, Jahrgang 1917, Seite 315, Zeilen 53/55), oder, wie z. B. Salicylsäure, in vielen Fällen verschiedene andere unangenehme Nebenwirkungen (Erbrechen, Ohrensausen usw.) auslösen. Daher sind solche Heilmittel nicht ohne weiteres für alle Patienten geeignet. Es hat sich deshalb als sehr vorteilhaft erwiesen, eine Verbindung herzustellen, welche die erwähnten nachteiligen Wirkungen nicht hervorruft.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Doppelverbindungen des Calciums bzw. Strontiums mit Theobromin oder Theophyllin und Camphersäure als Säurebestandteil. Camphersäure wurde bisher zur Herstellung derartiger Verbindungen noch nicht benutzt. Gegenüber den bekannten zeigen die neuen Verbindungen therapeutische Vorteile, wie bessere Verträglichkeit bei längeren Behandlungszeiten, ohne irgendwelche Nebenwirkungen, so daß die Anwendung größerer Gaben über _längere Zeiträume ohne weiteres möglich ist. Außerdem. ist der Geschmack der neuen Verbindungen für den Patienten in vielen Fällen angenehmer als der laugenhaft süße Geschmack der Salicylsäureverbindungen.
  • Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren zur Herstellung von Doppelverbindungen des Calciums bzw. Strontiums mit Theobromin oder Theophyllin und Camphersäure wird beispielsweise derart ausgeführt, daß man Camphersäure, in genau titrierter Kalkmilch löst und in diese -Lösung z. B. Theobromin einträgt.
  • Beispiel i 200 g (1. MOI) Camphersäure werden,.Ur 9oo g Kalkmilch (entsprechend i i 2 g gleite 2 Mol Calciumoxyd) auf dem Wasserbade in Lösung gebracht und sodann 36o g (2 Mol) Theobromin eingeführt, wobei eine fast klare, sirupöse Lösung entsteht. Beim Abkühlen erstarrt dieselbe alsbald zu einer fein kristallinischen Masse, die bei niedriger Temperatur getrocknet wird. Das so erhaltene Gut stellt ein weißes, fein kristallinisches Pulver dar, das in Wasser löslich ist und auf i Mol camphersaures Calcium i Mol Theobromincalcium enthält.
  • In der gleichen Weise kann die Doppelverbindung mit Theophyllin _ hergestellt werden. Beispiel ä i 8 o g Theobromin (i Mol) werden mit ioo g Camphersäure (1/2 Mol) und 103,6g Strontiumoxyd (i Mol), iöo%ig, welch letzteres zwecks Gehaltsbestimmung stets vorher titriert werden muß, in einer glasierten Reibschale innig miteinander vermischt; zu diesem Gemenge wird Wasser (ungefähr 8oo bis iooo ccm) zugegeben und die Masse bis zum Entstehen eines dünnflüssigen Breies erwärmt. Dieser Brei erstarrt unter ständigem --Rühren innerhalb weniger Minuten zu einer Achten Masse. Das so erhaltene Gut wird .@, *leinert und bei mäßiger Wärme im Troklkaschrank, möglichst unter Ausschluß von 'Kohlensäure, getrocknet. Das so erhaltene Gut stellt ein weißes, in Wasser lösliches Pulver dar, das auf i Mol Theobrominstrontium i 11fol camphersaures Strontium enthält.
  • In der gleichen Weise kann die Doppelverbindung mit Theophyllin hergestellt werden.
  • Die Mengenverhältnisse der einzelnen Bestandteile können auch in der Weise abgeändert werden, daß auf i Mol Theobromin-oder Theophyllincalcium 2 Mol camphersaures Calcium zur Anwendung gelangen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Doppelverbindungen des Calciums bzw. Strontiums mit Theöbromin oder Theöphyllin und einer organischen Säure, dadurch gekennzeichnet, daß man Camphersäure in Gegenwart von Wasser mit Calcium- bzw. Strontiumhydroxyd und Theobromin bzw. Theophyllin umsetzt.
DES111279D 1932-10-11 1933-10-10 Verfahren zur Darstellung von Doppelverbindungen des Calciums bzw. Strontiums mit Theobromin oder Theophyllin und einer organischen Saeure Expired DE630326C (de)

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AT630326X 1932-10-11

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DE630326C true DE630326C (de) 1936-05-25

Family

ID=3677803

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DES111279D Expired DE630326C (de) 1932-10-11 1933-10-10 Verfahren zur Darstellung von Doppelverbindungen des Calciums bzw. Strontiums mit Theobromin oder Theophyllin und einer organischen Saeure

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DE (1) DE630326C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE762284C (de) * 1940-07-15 1952-07-24 Byk Guldenwerke Chem Fab A G Verfahren zur Erhoehung der Wasserloeslichkeit der Dimethylxanthine und ihrer Verbindungen
DE738923C (de) * 1938-09-25 1953-06-01 Knoll Ag Verfahren zur Herstellung von leichtloeslichen Doppelverbindungen von Xanthinen

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE738923C (de) * 1938-09-25 1953-06-01 Knoll Ag Verfahren zur Herstellung von leichtloeslichen Doppelverbindungen von Xanthinen
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