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DE63946C - Eine Stickmaschine mit Bewegung des Rahmens nach den Löchern einer Musterkarte - Google Patents

Eine Stickmaschine mit Bewegung des Rahmens nach den Löchern einer Musterkarte

Info

Publication number
DE63946C
DE63946C DENDAT63946D DE63946DA DE63946C DE 63946 C DE63946 C DE 63946C DE NDAT63946 D DENDAT63946 D DE NDAT63946D DE 63946D A DE63946D A DE 63946DA DE 63946 C DE63946 C DE 63946C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sample card
movement
embroidery machine
embroidery
buttons
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT63946D
Other languages
English (en)
Original Assignee
M. SCHOENFELD in Rorschach, Schweiz
Publication of DE63946C publication Critical patent/DE63946C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C9/00Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines
    • D05C9/02Appliances for holding or feeding the base fabric in embroidering machines in machines with vertical needles
    • D05C9/04Work holders, e.g. frames
    • D05C9/06Feeding arrangements therefor, e.g. influenced by patterns, operated by pantographs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Stickmaschine ist mit einem Apparat ausgestattet, welcher bezweckt, .dem Stickrahmen die zur Bildung eines Stickmusters erforderlichen bestimmten Verschiebungen durch Vermittelung eines in bedingter Anordnung mit Löchern versehenen Streifens Papier, Carton u. s. w. beizubringen.
Es bestimmen dabei- je vier auf einander ■folgende Löcher einer Musterkarte bezw. eines Musterbandes die für einen vorzunehmenden Stich nöthige Verschiebung des Stoffrahmens, und zwar entsprechen je zwei Löcher erwähnter Schaltserie der Verticalcomponente der Bewegung, das eine für die Aufwärtsbewegung, das andere für die Abwärtsbewegung, und die zwei anderen Löcher der Schaltserie der Horizontalcomponente der Bewegung, auch hier in beiden entgegengesetzten Richtungen, d.h. das eine für die Linksbewegung, das andere für die Rechtsbewegung, Je vier Taster entsprechen diesen vier Löchern einer Stichschaltung, und den vier Tastern entsprechen vier Mitnehmer, welche einen Theil der Taster auf eine dem Stichmafs, d. h. der Stoffrahmenverschiebung angemessene Strecke weit mitnehmen, und den übrigen Theil derselben, und zwar zwei oder drei Taster, in Ruhe lassen. Drei Taster bleiben natürlich blos dann in Ruhe, wenn die Bewegung des Stoffrahmens blos in einer Richtung stattfindet. Die von den stets gleichen Auszug habenden Mitnehmern mitgenommenen Taster bedingen durch ihren »Weg, d. h. bis zum Augenblick, wo sie in ein Loch des Musterbandes eintreten können, die Gröfse der Horizontal- und Verticalcomponenten der Stickrahmenverschiebung.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι die Vorderansicht eines derartigen Apparates in Verbindung mit dem Stickrahmen, Fig. ι a der Grundrifs,
Fig. 2 eine Seitenansicht,
Fig. 2 a eine Seitenansicht bezw. ein Schnitt y-jri (Fig. ι a),.
Fig. 3 zeigt den Mechanismus des Apparates im verticalen Längsschnitt,
Fig. 4 denselben in Oberansicht, wobei zur besseren Veranschaulichung der verschieden arbeitenden Mechanismen die über der Linie χ-χ12Ά liegenden Theile fortgenommen sind,
Fig.'5 das Gleitstück c1 mit seinen Zahnstangen,
Fig. 6 die Arbeitsweise der Tasten, und
Fig. 7 bis 9 veranschaulichen in schematischen Darstellungen die Arbeitsweise der Mitnehmer und Anschlagarme bei der Bewegung der Sperrräder.
Der Antrieb des Apparates wird von der auf der Hauptwelle A der Stickmaschine sitzenden Kurbelscheibe B bewerkstelligt, welche vermittelst der Pleuelstange C den Hebel D und die mit dem letzteren fest verbundene Welle a (Fig. 2) in oscillirende Bewegung versetzt. Ein zweiter Hebel d der Welle α überträgt diese oscillirende Bewegung durch die Schubstange c auf ein Gleitstück c1 (Fig. 2 a und 5), welches dadurch in passenden Führungen c2 c2 hin- und hergeschoben wird. Das Gleitstück cl
(Fig. 2 a und 5) ist mit den drei Zahnstangen e' e2 und e3 (Fig. 2 a und 3) fest verbunden, welche, wie Fig. 1 a, 2 a, 3 und 5 verdeutlichen, in drei Zahnräder /1Z2 und /3 eingreifen, welche lose auf der am Gestell N1 des Apparates (Fig. ι und 2a) fest angebrachten verticalen Achse g schwingen. Die Zahnstange e2 greift auf der den Zahnstangen e1 und e3 entgegengesetzten Seite der Achse g in ihr bezügliches Zahnrad/2 ein, bringt also bei Bewegung des Gleitstückes c1 das Zahnrad f2 in entgegengesetzte Drehung, wie die Zahnstangen e1 e3 ihre Räder f1 und /3.
Mit den Zahnrädern fl- und f3, welche im gleichen Drehsinne bewegt werden, da die sie bewegenden Zahnstangen e1 und e3 auf derselben Seite der Achse g in diese Räder eingreifen , sind die Zahnräder h1 und h ~ fest verbunden, welche den Zahnstangen i1 und i2 sowie deren Verbindungsstück i bei Verschiebung des Gleitstückes c' eine dementsprechende hin- und hergehende Bewegung ertheilen, das Verbindungsstück i trägt ferner vier mittelst Gewindes in ihrer Höhenlage verstellbare Stifte kl k2 k3 A:4, welche bei der Fortbewegung des Stückes i auf vier entsprechende Taster Z1 Z2 Z3 Z4 stofsen. Diese Taster bestehen im wesentlichen je aus einem Stift, der durch eine leichte Feder aus seinem Sitz vor-, doch von den Stiften k1 k2 k3 /c4 weggedrückt wird, dabei aber für gewöhnlich gegen das das Muster bildende Papier ρ (Fig. 1 a und 6) stöfst. Trifft nun bei seiner durch einen der Stifte bewirkten Vorschiebung auf dem Papier ein Stift (Fig. ιa und 6) des Tasters, z. B. Z1, ein Loch in der Musterkarte, so wird er durch seine Feder in dasselbe hineingedrückt und fällt nach vorn, wodurch er aus der Bewegungsbahn des Stiftes kl gelangt, welcher jetzt an ihm vorbeigleiten kann, ohne ihn noch weiter mitzuschleppen.
Jeder der Taster Z1 I2 Z3 Z4 (Fig. 3 und 4) ist mit je einer der Zahnstangen m1 nr m3 m4 verbunden, welche in den an der festen Achse g sitzenden Führungen M1 gleitend mit den auf g drehbaren Zahnrädern n'n'2»3)!1 in Eingriff stehen, auf deren Naben Mitnehmer 0'02O3O4 aufgekeilt sind, welche Sperrklinken q1 q2 q3 q* tragen, die durch Federn gegen je eines der unten noch zu besprechenden Sperrräder E1 E'2 F1 F'2 angedrückt werden (Fig. 3 und 4). Wenn daher ein Taster, z. B. Z2, von dem Stift k2 vorgedrängt wird, so zieht er die Zahnstange m'2 nach und bewegt dadurch das auf der Welle g laufende Zahnrad «2, mit "welchem zugleich sich auch der Mitnehmer o2 so lange von seiner Anfangsstellung wegbewegt, bis der Taster Z2 in ein Loch der Musterkarte ρ fällt. In diesem Moment gleitet k2 über Z2 weg, Z2 und somit auch der Mitnehmer o2 bleiben stehen und die Sperrklinke q2 fällt infolge Federzuges in ihr Sperrrad ein.
Die Zahnräder f1 und /3 sind aufserdem noch mit je einem Arm s1 bezw. s4, und das dritte Zahnrad f2 mit zwei Armen s2 und ss verbunden, die passende Anschläge ί tragen (Fig. 4), welche bei Drehung der Arme auf Flügel oder Hebel der Sperrklinken ql q'2 q 3^4 stofsen. Die Uebersetzungsverhältnisse sind im Apparat so gewählt, dafs die Arme S1S2S^ und si zu gleichen Zeiten gröfsere Wege beschreiten als die Mitnehmer o1 o2 o3 o4; es wird also bei Vorbewegung des Gleitstückes i der Arm s'2 beispielsweise weiter zurückschwingen als der von dem Taster /2 aus bewegte Mitnehmer o2, welcher, wie beschrieben, mit seinem Taster in ein Loch der Musterkarte fällt und deshalb an einem bestimmten Punkt seiner Bewegungsbahn stehen bleibt. Dadurch, dafs dieser Stillstand früher oder später eintritt, wird die Gröfse der später zu beschreibenden Stickrahmenbewegung bedingt. Treten nun bei Zurückbewegung des Gleitstückes c1 die Zahnstangen e1 e2 und e3 die umgekehrte Bewegung an, so trifft beispielsweise der Arm s2 in bestimmter Stellung auf die Klinke q2 des Mitnehmers o2 und dreht diesen, sowie das mit der Klinke q'2 in Eingriff stehende Sperrrad im Sinne des Uhrzeigers bis zur Ausgangsstellung des Mitnehmers.
Die erwähnten Sperrräder arbeiten zu zweien mit einander, und zwar ist von dem einen Paar E' E'2 je eines auf jeder Seite des Zahnkranzes E, von dem anderen Paar F1 F2 je eines auf jeder Seite des Zahnkranzes F angebracht und fest mit denselben verbunden, während sich die Zahnkränze E und F auf feststehenden (d. h. mit der Achse g fest verbundenen) Scheiben oder Rädern E0 und F0 drehen können (Fig. 3). Die fest auf jeder Seite des Zahnkranzes E sitzenden Sperrräder E1 und E2 haben, wie Fig. 4 verdeutlicht, entgegengesetzt gerichtete Sperrzähne, so dafs sich der Zahnkranz nach rechts oder nach links dreht, je nachdem die Sperrklinke q1 in E1 oder q2 in E'2 arbeitend eingreift, ebenso sind dem analog die Sperrräder F1 und F2 und der Zahnkranz F eingerichtet. Wenn nun, wie in Fig. 4, wo q2 in E2 eingreift und durch den Arm s2 vorgeschoben wird, sich E'2, mithin auch der Zahnkranz E drehen soll, so mufs die zweite Sperrklinke q1 aufser Eingriff mit E1 sein, was durch den fest am Gestell angebrachten Anschlag H bewirkt wird, der in gleicher Höhe mit q1 einen federnden Stift i1 enthält; entsprechende Stifte sind auch für die übrigen Sperrklinken vorhanden, z. B. t2 für q2 (Fig. 4). Schwingen nun die Arme s1 s2sa und s4 sämmtlich so weit zurück, bis sie die Klinken q 1q- q3 und q4 an die Hülse des Anschlages H stofsen, d. h. bis die Stifte t1 t2 u. s. w. in ihre Hülsen
hineingedrückt sind, so werden sämmtliche Klinken ^1 q2 qa und qi durch ihre Federn an ihre bezüglichen Sperrräder angeprefst und dadurch die Zahnkränze E und F zur vollständigen Ruhe gebracht. Sobald sich einer von den Armen, z. B. s1 (Fig. 4), von seiner Sperrklinke qx entfernt, wird auch der entsprechende Stift f1 wieder von seiner Feder nach vorn gedrückt, wirft die Klinke des an seinem Platz bleibenden Mitnehmers herum und löst so die Verbindung zwischen q1 und J?1, so dafs das Sperrrad E1 ungehindert seinen Antriebsorganen folgen und den Zahnkranz E drehen kann.
Die beiden Zahnkränze E und F stehen mit den Zahnrädern I1 und I- in Eingriff (Fig. 1, ι a und 2a), von welchen das erstere fest auf der Welle / befestigt ist, das zweite, lose auf der Welle / drehbare dagegen in das Zahnrad K1 der Spindel K eingreift. Durch die Drehung der Spindel K wird auch der Support K2 vertical verstellt, welcher in Lagern die horizontale Spindel L trägt, auf deren einem Ende das Kegelrad L1 angebracht ist, das von einem zweiten, auf der Welle L sitzenden, auf dieser jedoch mittelst Nuth und Feder vertical verschiebbaren Kegelrad 73 in Drehung versetzt wird und dadurch das auf der Spindel L sitzende Mutterstück M hori ■ zontal verschiebt, welches den Stickrahmen 0 trägt. Das Mutterstück M, mithin auch der Stickrahmen, werden also eine Bewegung ausführen, welche die Resultirende der Bewegungen der beiden Zahnkränze E und F, d. h. die gewünschte, dem Lochmuster des Papierstreifens entsprechende Stickrahmenbewegung ist. Die Verbindung (s. N) zwischen dem Mutterstück M und dem Stickrahmen 0 ist durch Zurückklappen des Lagerdeckels lösbar, so dafs der Stickrahmen unabhängig vom Apparat beliebig' (z. B. zum Bohren) bewegt werden kann, ohne dafs am Apparat selbst eine Aenderung vorgenommen zu werden braucht.
Die Musterkarte ρ (Fig. 1, ia und 2) befindet sich aufgerollt auf der Holzrolle P und wird von hier über die Rolle Q. und die Rolle R nach der Rolle S geführt und hier von neuem aufgerollt; ist das Muster fertig gestickt, so kann die Karte wieder rückwärts auf die Rolle P gebracht werden. Die über Führungsrollen r1 laufende und durch das Gewicht ρ ϊ beschwerte Schnur ρ2 dient dazu, die nicht arbeitenden Theile der Musterkarte auf den Rollen P und S zusammenzuziehen, also stets angespannt zu halten.
Um das Material der Musterkarte möglichst zu schonen, sowie einen regelmäfsigen Nachschub der Karte zu erzeugen, laufen über die beiden Rollen R und Q- zwei endlose Stahlbänder TT (Fig. ι und 2), welche, mit Zäpfchen oder Spitzen \ versehen, die Musterkarten führen und die durch Zäpfchen oder Spitzen der Rolle R regelmäfsig nachgezogen werden. Der Nachschub (oder die Vorbeiführung) der Musterkarte wird von dem auf der Welle a sitzenden Hebel u1 bewerkstelligt, welcher mittelst der Stange w2 und des Klinkenhebels «3 ein mit der Rolle JR verbundenes Schaltrad dreht (Fig. 2). Mittelst des ebenfalls auf α angebrachten Hebels v1, Stange y2 und Hebels mit der Klinke v3 wird ein Rad wx periodisch gedreht, wodurch mittelst der Hebel w2 und w3 die Musterkarte ρ rechtzeitig an die Taster Z1 l'2 Is /4 gebracht bezw. davon wieder entfernt wird, um den bereits oben besprochenen Zweck zu erreichen.
In dem Hebel d (Fig. 2 und 2a), welcher das Gleitstück c1 bethätigt, läfst sich der Zapfen dl der Schubstange c verstellen und so der Weg des ganzen inneren Mechanismus beliebig verändern, während die Bewegungen, welche die Musterkarte ρ betreffen, dabei dieselben bleiben. Ist also z. B. ein Muster zu sticken, welches nur kleine Stichlängen aufweist, so kann, indem die Hubgröfse der Zahnstangen e1 e2 und e3 verringert wird, die Tourenzahl des ganzen Apparates vergröfsert werden,, ohne dafs die Mechanismen im Apparat selbst eine gröfsere Geschwindigkeit im Verhältnifs zu ihrer Weglänge einnehmen. . Mit anderen Worten: es kann der Apparat bei Mustern mit kleineren Stichlängen eine gröfsere Stichzahl als bei grofsen Mustern liefern.
Die Arbeitsweise der beschriebenen, den Stich bestimmenden Theile ist kurz zusammengefafst: das Gleitstück c1 wird mit seinen drei Zahnstangen und den Rädern /'/2/3 in regelmäfsigen Zeiträumen hin- und herbewegt; es werden dadurch einerseits die Arme sl s2s3 s* mit ihren Anschlägen in Schwingung versetzt, und andererseits wird das Verbindungsstück i mit seinem Stift hin- und hergeschoben. Diese Stifte k1 k2 /c3 /i4 nehmen nun die Taster Z1 I2 Z3 Z4 mit und drehen daher auch die Spgrrklinken. Nun ist aus den Fig. 1 und 1 a die Bedeutung der Löcheranreihung in dem Papierstreifen ersichtlich:
ι entspricht hier der Rechtsbewegung,
2 der Linksbewegung,
3 der Aufwärtsbewegung,
4 der Abwärtsbewegung,
und man sieht, dafs von zwei Löchern, welche zu einander entgegengesetzte Bewegungen bedingen, das eine je genau unter der Ausgangsstellung seines Tasters liegt, das andere aber mehr oder weniger vom ersten Loch bezw. auch von der Ausgangsstellung des Tasters am Apparat entfernt ist. Die erste Art Löcher wird daher stets in einer Reihe liegen, die zweite Art hingegen entsprechend der Stichbestimmung auf der entsprechenden Eintheilung
verschiedene Stellungen (nach links) haben, und zwar in ungebundenster Weise, also ohne irgendwie von einer Eintheilung, wie bisherige Stichbestimmungsvorrichtungen, abzuhängen. Es soll durch diese Anordnung der Löcher erzielt werden, dafs immer je einer der Mitnehmer o1 o2 bezw. O3O* in Drehung versetzt wird, der andere aber stillsteht. Es wird nämlich in demselben Moment, wo die Drehung der Mitnehmer beginnt, durch die bereits beschriebene bezügliche Vorrichtung die Musterkarte _p gegen die Taster Z1/2.bezw. I3I* gedrückt und dadurch je ein Stift von den beiden Paaren Tastern Z1 Z2 und I3 I* in sein Loch der Musterkarte befördert, also die Bewegung der dazu gehörenden Zahnstange bezw. des Mitnehmers von Anfang an ausgesetzt, so dafs nur die Bewegung ι oder 2 bezw. 3 oder 4 (Fig. ι und 3} eintreten kann. Schematisch sind nun die Bewegungen der Mitnehmer o1 o2 und Arme s 1 s 2 in Fig. 7 bis 9 dargestellt. Fig. 7 zeigt die Stellung, nachdem das Verbindungsstück i die Endlage beim Vorschub über die Musterkarte erreicht hat; auch die Arme s1 und s2 mit den Anschlägen befinden sich in ihrer Endstellung, während der Mitnehmer o2 durch seinen Taster Z2 bezw. das Loch der Musterkarte auf einer gewünschten Stelle seiner Bewegungsbahn festgelegt worden ist; Mitnehmer o1 aber hat überhaupt keine Bewegung ausführen können, sondern ist von Anfang an mit seinem Taster in ein Loch gefallen, während gleichzeitig seine Sperrklinken durch den Stift t1 (s. Fig. 4) aus den Zähnen seines Sperrrades E1 herausgehoben wurden. In Fig. 8 tritt die Rückwärtsbewegung ein, s1. dreht sich frei, s'2 dagegen stöfst (je nach dem Muster früher oder später) auf o2 und dreht jetzt das Sperrrad E'2 so lange, bis beide Arme s1 und s'2 in der Ausgangsstellung anlangen, d. h. bis auch s1 gegen o1 bezw. q1 anstöfst, den Stift t1 zurückschiebt und die Sperrklinke in das Sperrrad E1 einschlägt, den Zahnkranz E also, welcher sich bisher in derselben Richtung wie s'2 bewegte, festlegt (Fig.. 9). Der Zahnkranz E übertrug also in diesem Falle die Bewegung auf das Mutterstück M bezw. den Stickrahmen 0 in Richtung 2, d. h. bewegte den letzteren nach links. Ebenso verhält es sich mit der Bewegung des Zahnkranzes F; bewegt sich also dieser während der eben verfolgten Linksbewegung im Drehsinn des Sperrrades F1, so wird die Bewegungsrichtung des Stickrahmens 2 und 3 sein, d. i. links aufwärts.

Claims (5)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    ι . Eine Stickmaschine mit Bewegung des Rahmens nach den Löchern einer Musterkarte, gekennzeichnet durch vier, einen constanten Ausschlag machende Mitnehmer (wie Stifte k1 k2 k3 k*), welche auf vier, paarweise je zwei entgegengesetzten Bewegungen dienende und gegen die Musterkarte gerichtete Taster (I1I2Pl*) derart treffen, dafs diese Mitnehmer einen bezw. zwei Taster bis zu einem bezw. zwei durch die Stichlänge bedingten Punkte vor sich herstofsen und dadurch das Mais der Sticht länge auf den Stoffrahmen übertragen, hingegen über drei bezw. zwei Taster, welche gleich anfangs auf Löcher der Musterkarte treffen, weggleiten und für diese bezüglichen Bewegungscomponenten die Ruhe bedingen.
  2. 2. Eine Stickmaschine der unter 1. bezeichneten Art, bei welcher die Tasterverschiebung auf den Stickrahmen (o) durch eine Vorrichtung übertragen wird, bestehend aus den bei Verschiebung der Taster (I1 oder Z2 Z3 oder I*) durch deren Zahnstangen (in1 m2 m3 m*) gedrehten Mitnehmern (O1O2O3O4) mit Sperrklinken (q1 q2 q3 q*) und den beständig in der Bewegungsbahn der Mitnehmer hin- und herschwingenden Anschlagarmen (s1 s'2 ss s*), wobei nach dem Einfall eines Tasters in ein Loch der Musterkarte (ρ) sein entsprechender Mitnehmer an einer bestimmten Stelle stehen bleibt und —■ bei Rückschwingung des Anschlagarmes von diesem getroffen und vorgestofsen -r- ein die Bewegung des Stickrahmens durch Radübersetzung bewirkendes Sperrrad (E1 oder E2, F1 oder F'2) mittelst seiner Sperrklinke dreht.
  3. 3. Eine Stickmaschine der unter 1. bezeichneten Art mit den Tastern (I1 bis li)> welche einen durch Feder vorgedrückten Stift besitzen, der jedoch durch die Musterkarte (ρ) für gewöhnlich in die Bahn eines der Stifte kl bis k* gedrängt wird, so dafs der bezügliche Taster bei Vorschub von i so lange mitgenommen wird, bis sein Stift in ein Loch der Musterkarte fällt und frei wird.
  4. 4. Eine Stickmaschine der unter 1. bezeichneten Art mit der Vorrichtung zum Hin- und Herbewegen der Stifte (k1 Ar2 k3 k*) und der Anschlagarme (S1S2S3S*), bestehend aus den mit einem Gleitstück (cl) verschiebbaren Zahnstangen (e1 e2 e3) in Eingriff mit Zahnrädern (f1/2/3), welche einerseits mit den Anschlagarmen, andererseits mit Uebertragungsrädern (hl h2) zum.Verschieben der den Stiftenträger (i) führenden Zahnstangen (i1 i2) verbunden sind.
  5. 5. Eine Stickmaschine der unter 1. bezeichneten Art mit der Einrichtung, dafs je zwei die Bewegung des Stickrahmens (0) in entgegengesetzter Richtung bewirkende Sperr-
    räder (E1 -E2 oder F1 F2J auf jeder Seite eines Zahnrades (Zahnkranzes E oder F) mit diesem fest verbunden sind, wobei die Zähne jedes Sperrrades denen. des anderen entgegengesetzt gerichtet stehen, so dai's die von dem Zahnrad (Zahnkranz) bethätigte Radübersetzung (I1II9L1L oder /2 K1 K) zur Bewegung des Stickrahmens für beide dieser entgegengesetzt gerichteten Bewegungen (auf und ab bezw. rechts und links) benutzt wird, wobei aber durch die Anordnung der Löcher der Musterkarte immer nur je eine von zwei entgegengesetzten Bewegungen ausgeführt werden kann.
    3. Eine Stickmaschine der unter i. bezeichneten Art mit der Einrichtung zum Auslösen der Sperrklinken (q1 q2 q3 q^) aus den Sperrrädern, bestehend aus Anschlägen (H) mit federnden Stiften (tlt2tst4), welche die Sperrklinken der stillstehenden Mitnehmer (o1 o2 o3 oA) herumwerfen, durch den Anschlag der Arme (s1 s2 s3 S4J zurückgedrückt den Eingriff der Klinken in die Sperrräder zulassen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT63946D Eine Stickmaschine mit Bewegung des Rahmens nach den Löchern einer Musterkarte Expired - Lifetime DE63946C (de)

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