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DE637997C - Vorrichtung zur Erzeugung einer gleichbleibenden Stoffbahnspannung an Umwickelvorrichtungen aller Art, insbesondere Jiggern - Google Patents

Vorrichtung zur Erzeugung einer gleichbleibenden Stoffbahnspannung an Umwickelvorrichtungen aller Art, insbesondere Jiggern

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Publication number
DE637997C
DE637997C DEB166700D DEB0166700D DE637997C DE 637997 C DE637997 C DE 637997C DE B166700 D DEB166700 D DE B166700D DE B0166700 D DEB0166700 D DE B0166700D DE 637997 C DE637997 C DE 637997C
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Expired
Application number
DEB166700D
Other languages
English (en)
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/32Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of open-width materials backwards and forwards between beaming rollers during treatment; Jiggers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Erzeugung einer gleichbleibenden Stoffbahnspannung an Umwickelvorrichtungen aller Art, insbesondere Jiggern Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Erzeugung einer gleichbleibenden Stoffbahnspannung bei Umwickelvorrichtungen aller Art, insbesondere Jiggern, unter Verwendung von durch den Bahnabschnitt zwischen den Wickelwalzen betätigten Steuermitteln.
  • Die Breithalter werden bekanntlich bei Jiggern vielfach am Ende eines Umwickelvorganges durch Hilfsvorrichtungen verstellt, ohne aber als Steuermittel für andere Teile der Breitfärbemaschinen zu dienen. Dagegen hat man bereits eine als Tänzerwalze ausgebildete Trogleitwalze zur Steuerung der Antriebsbewegung der Wickelwalzen verwendet, wobei besondere Hilfsgetriebe notwendig waren. , Dem Vorbekannten gegenüber wird durch die Erfindung eine Vereinfachung der Steuerung des Wickelwalzenantriebes dadurch erzielt, daß durch die von dem Bahnabschnitt zwischen den Wickelwalzen betätigten Steuermittel nicht eine zusätzliche Antriebsvorrichtung, sondern die Wickelwalzenbremsen beeinflußt werden und hierbei als Steuermittel der kraftschlüssig in die Mittelstellung gedrängte Pendelbreithalter dient. Hierbei empfiehlt es sich, die Bremsen als Flüssigkeitsbremsen auszubilden, deren Betätigung durch den Pendelbreithalter über einen Servomotor und Steuerzylinder erfolgt, wobei zwischen die letzteren beiden Vorrichtungsteile eine Umschaltvorrichtung für die Steuerung der Bremsen eingeschaltet sein kann. Die Gesamtanordnung kann dabei derart gewählt werden, daß unter dem Einfluß der auf den Pendelbreithalter ausgeübten Stoffspannung mit Hilfe einer hydraulischen Zwischensteuerung absatzweise die Hauptsteuerkolben verstellt werden, die die Größe der auf die beiden Wickelwalzen ausgeübten Bremskräfte derart bei jedem Umwickelvorgang verändern, daß die auf die ablaufende Stoffwalze einwirkende Bremskraft am Anfang eines Umwickelvorganges am größten ist und während der ersten Hälfte des letzteren nach und nach bis auf Null vermindert wird, während umgekehrt in bezug auf die auflaufende Wickelwalze die Bremskraft, die während der ,ersten Hälfte des Umwickelvorganges unmerkbar klein ist, in der zweiten Hälfte des Umwickelvorganges nach und nach anwächst.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in zwei Abbildungen.
  • Zusätzlich zu der Antriebsvorrichtung, durch welche die beiden Stoffwalzen gedreht werden, ist jede von ihnen mit einer hydraulischen Bremsvorrichtung i, 2 bzw. 3, q. verbunden. Am einfachsten ist es, jene Getriebe als Zahnräderpumpen, Kapselwerke o. dgl. auszuführen. Bei entsprechender Tourenzahlerhöhung der Getriebewellen könnten auch Kreiselpumpen verwendet werden. Diese beiden Bremsgetriebe sind in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise an Flüssigkeitsleitungen derart angeschlossen, daß bei dem durch die Pfeile angegebenen gleichsinnigen Umlauf der Getriebe die angeschlossenen Stoffwalzen ebenfalls gleichsinnig gedreht werden.
  • Von dem Flüssigketsvorratsbehälter5a aus führt eine Leitung 6 zu dem Steuerzylin-i. der 7, in den sie in der Mitte einmündet,-,:5ö:, daß sie nicht von den im Zylinder angeoetl=> neten Steuerkolben abgeschlossen werden: kann. Die Leitung 6 findet ihre Fortsetzung jenseits des Steuerzylinders 7 in der Leitung 8, die sich an ihrem oberen Ende in die beiden Seitenleitungen 9 und io verzweigt. Diese führen zu den beiden Flüssigkeitsgetrieben i, 2 und 3, 4. In jeder der beiden Seitenleitungen 9 und io ist ein Rückschlagventil i i bzw. i i' vorgesehen. Oberhalb der letzteren münden in die genannten Seitenleitungen die Steuerleitungen 12 bzw. 13 ein. Letztere enden getrennt voneinander in dem Arbeitszylinder 7 derart, daß sie durch je einen der vier in dem letzteren vorgesehenen Steuerkolben 1-4 bis 17 abgesperrt werden können, und zwar die Leitung i2 durch den Steuerkolben 15, wenn dieser in seiner rechten Grenzstellung steht, und die Leitung 13 durch den Steuerkolben 16, wenn sich dieser in seiner linken Grenzstellring befindet. Die vier Steuerkolben 14 bis 17 sind durch eine Kolbenstange 18 fest miteinander verbunden.
  • ,In jede der beiden Leitungen 12 und 13 mündet eine der Leitungen 19 bzw. 2o ein, deren andere Enden unter Zwischenschaltung je eines Rückschlagventils 21 bzw. 22 an den Druckflüssigkeitsvorratsbehälter bzw. Windkessel 2-3 angeschlossen sind.
  • Von dem letzteren führt eine weitere Leitung 24 zu einem Steuerzylinder 25, in dem ein Doppelkolben 26, 27 auf und nieder verstellbar ist. Eine Feder 28 sucht ihn jeweils in die untere Lage niederzuziehen. Entgegen dieser Kraft wird er durch eine verlängerbare Hubstange 29 von dem bekannten, im Farbtrog angeordneten Pendelbreithalter verstellt, der aus doppelarmigen, auf einer Welle 31 befestigten und durch die letztere am Maschinengestell gelagerten Hebeln 30 und zwei von diesen getragenen Führungswalzen 32 und 33 besteht. Bei der in der Zeichnung dargestellten gestreckten Anordnung der Breithalterarme wird die Einstellung des Pendelbreithalters in seine Mittellage erfindungsgemäß durch einen besonderen, nach unten zeigenden Gewichtsarm bewirkt. Man kann den Schwerpunkt des Pendelbreithalters aber auch dadurch tief legen, daß man die Breithalterarme unter einem stumpfen Winkel zueinander anordnet und in der Mittellage schräg nach unten reichen läßt. Einer der beiden doppelarmigen Hebel besitzt zwei vorstehende Zapfen 34 und 35, die von dem Querhaupt 36 überfaßt werden, welches mit der Hubstange 29 des Doppelsteuerkolbens 26, 27 verbunden ist, so daß dieser immer dann in seiner tiefsten Stellung steht, .wenn sich der Breithalter 3o bis 33 in der ;u@Magerechten Lage befindet, während bei ::jeder Schwenkbewegung des Pendelbreithaltg#,s der Doppelkolben 26, 27 nach oben bewegt wird. Die gleiche Wirkung läßt sich auch erzielen, wenn gemäß Abb. 2 der Zeichnung auf der Pendelbreithalterwelle 31 ein abwärts gerichteter Arm 6o befestigt wird, an dessen freiem Ende ein Bolzen 6i vorgesehen ist. Dieser greift in einen Stein 62 ein, der in einem Schlitz 63 des Querhauptes 64 gleitet. Letzteres ist bei einer solchen Ausführung an Stelle des Querhauptes 36 am oberen Ende der Hubstange 29 anzuordnen. In diesem Fall ist die Feder 28 entbehrlich. Der Kolben 26 ermöglicht beim Hochgehen die Verbindung der Leitung 24 mit der Leitung36, die zu einem dritten Steuerzylinder 37 führt. In diesem sind die beiden §teuerkolben 38 und 39 verschiebbar, die fest mit der Kolbenstange 4o verbunden sind. Letztere wird von der Umsteuervörrichtung des Stoffwalzenantriebes in an sich bekannter Weise verstellt, so daß also die beiden Kolben 38 und 39 für die eine Umlaufrichtung der Stoffwalzen in die rechte Grenzstellung und für die andere Umlaufrichtung in ihre linke Grenzstellung eingestellt werden. Je nach ihrer jeweiligen Lage schließen sie die Leitung 36 an eine der beiden Leitungen 41 oder 42 an, die von dem Steuerzylinder 37 aus zu den Stirnenden des Steuerzylinders 7 führen, so daß die - in dem letzteren befindlichen Steuerkolben 14 bis 17 absatzweise bei der einen Umlaufrichtung der Stoffwalzen -von rechts nach links und bei der anderen Umlaufrichtung in umgekehrter Weise verstellt werden. Die jeweils nicht an die Leitung 36 angeschlossene Steuerleitung 41 oder 42 wird durch den zugehörigen Steuerkolben 38 bzw. 39 und die benachbarte, Verbindungsleitung 43 bzw. 44 an den Olvoratsbehälter 5 angeschlossen.
  • Zwischen den hydraulischen Getrieben i, 2 und 3, 4 ist ferner eine Verbindungsleitung 45 angeordnet, in der zwei Rückschlagventile 46 und 47 derart vorgesehen sind, daß diese sich nach entgegengesetzten Richtungen öffnen. Das zwischen diesen beiden Rückschlagventilen befindliche Stück der Leitung 45 ist durch die Leitung 48 mit dem Flüssigkeitsvorratsbehälter 5 verbunden. Die jenseits der beiden Rückschlagventile 46 und 47 liegenden Teile der Leitung 45 sind unabhängig voneinander durch die Leitungen 49 bzw. 5o an den Steuerzylinder 7 in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise angeschlossen. Von dem letzteren Zylinder aus finden jene Leitungen 49 und 5o ihre Fortsetzung in den Leitungen 51 bzw. 52, die gemeinsam mittels der Leitung 53 an den Vorratsbehälter 5 angeschlossen sind. Die Leitung 49, 52 kann durch den Steuerkolben 16 und die Leitung 50, 51 durch den Steuerkolben 15 abgesperrt werden.
  • Die beschriebene Vorrichtung kann je nach Lage des Falles durch Hilfsvorrichtungen ergänzt -werden. So wird beispielsweise zweckmäßig ein Flattern des Doppelsteuerkolbens 26, 27 dadurch verhindert, daß an die Hubstange 29 eine Ölbremse angeschlossen wird, die zweckmäßig so einzurichten ist, daß sie eine Aufwärtsbewegung des Doppelsteuerkolbens 26, 27 scharf bremst, aber deren Abwärtsbewegung nicht nennenswert hemmt. Am einfachsten ist es, den Steuerkolben 26 mit axial gerichteten Durchbohrungen zu versehen und diese teilweise auf der oberen Seite des Steuerkolbens durch eine Ventilklappe abzudecken.
  • Ferner läßt sich die Verschiebegeschwindigkeit der Steuerkolben 14 bis 17 dadurch beeinflussen, daß man entweder in der Leitung 24 oder in der Leitung 36 ein Regelventil 55 vorsieht, so daß der Durchtritt der von dem Druckölvorratsbehälter 23 kommenden Druckflüssigkeit -weitest gehend abgedrosselt -werden kann.
  • Um ein übermäßiges Anwachsen des Druckes in dem Behälter 23 zu vermeiden, kann von diesem eine Verbindungsleitung über ein Überdruck- oder Reduzierventil zu dem Vorratsbehälter 5 führen. .
  • Um nicht die Bremswirkung der hydraulischen Getriebe 1, 2 und 3, 4 durch das Aufladen des Überdruckbehälters 23 zu schwächen, kann man letzteren auch durch eine besondere Pumpe aufladen lassen. In diesem Fall würden die Leitungen i9 und 2o fortfallen, und dafür würde die Druckleitung der Ladepumpe an den Windkessel 23 angeschlossen. Eine solche Einrichtung zeitigt den Vorteil, daß der Druck in dem Behälter 23 immer gleichbleibt, wodurch sich wiederum eine gleichbleibende Durchflußgeschwindigkeit der Druckflüssigkeit durch das Regelventil 55 ergibt.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ergibt sich aus folgendem: Es sei beispielsweise angenommen, daß der Jiggerantrieb eben umgestellt worden ist, so daß die Kolbenstange 40 mit den Kolben 38 und 39 in die aus der Zeichnung ersichtliche Lage gelangte und nun die mit dem Flüssigkeitsgetriebe 1, 2 verbundene vollbewickelte Stoffwalze anfängt, sich wieder abzuwickeln, -während die mit dem Getriebe 3, 4 verbundene Stoffwalze, die vorläufig also noch einen kleinen Durchmesser besitzt, mit der Aufwicklung der vom Farbtrog kommenden Stoffbahn beginnt. In diesem Augenblick haben die Steuerkolben 14 bis 17 die aus der Zeichnung ersichtliche Lage innerhalb des Steuerzylinders 7. Es ist also die Leitung So mit der Leitung 51 und die Leitung 6 mit der Leitung 13 verbunden, während die Leitungen 1a, 49 und 52 abgesperrt sind.
  • In diesem Fall fördert .das Flüssigkeitsgetriebe 1, 2 Druckflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 5 durch dia Leitungen 48 und 45 sowie durch das Rückschlagventi146 hindurch in die Leitungen 12 und i9 sowie in den Druckflüssigkeitsbehälter 23, wodurch die ablaufende Stoffwalze in entsprechendem Maß gebremst wird.
  • Im Gegensatz hierzu -wird seitens des Flüssigkeitsgetriebes 3, .4 Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter 5 durch die Leitungen 6, 8, 1o und 13 hindurch angesaugt und durch die Leitungen 5o, 51 und 53 wieder in den V orratsbehälter 5 zurückgeführt, so daß also das Getriebe 3, 4. leer läuft und das Aufwickeln der aus dem Farbtrog kommenden Stoffbahn nicht hemmt.
  • Wenn der Zug der Stoffbahn infolge des bremsenden Einflusses des Flüssigkeitsgetriebes 1, 2 zu sehr anwächst, wird der Breithalter 3o bis 33 aus der waggerechten Stellung herausgedrückt und dadurch der Doppelsteuerkolben 26, 27 gehoben, so daß Druckflüssigkeit aus der Leitung 24 in die Leitung 36 übertreten kann und dann durch die Leitung 42 auf das rechte Ende des Steuerkolbens 17 einwirkt, wodurch letzterer zusammen mit den übrigen Steuerkolben 14 und 16 in dem Zylinder 7 ein wenig nach links geschoben wird. Infolgedessen öffnen sich die Leitungen 12, 49 und 52. Es wird dann ein Teil der von dem hydraulischen Getriebe 1, 2 angelieferten Flüssigkeit durch die Leitung 12 in den mittelsten Teil des Steuerzylinders 7 eintreten und weiter durch die Leitungen 6 in den Vorratsbehälter 5 zurückfließen. Hierdurch tritt eine entsprechende Verminderung der Bremswirkung des Getriebes 1, 2 ein, so daß der Zug der Stoffbahn kleiner wird und der Breithalter 3o bis 33 wieder in die waagerechte Lage zurückgelangt. Dabei wird zugleich die Leitung 36 durch den Steuerkolben 26 verschlossen. Sie wird erst wieder geöffnet, wenn der Zug der Stoffbahn größer wird. Auf diese Weise werden allmählich die Steuerkolben 14 bis 17 in dein Steuerzylinder 7 nach und nach aus ihrer rechten Grenzstellung nach links verstellt. Um die damit erzielte Regelung der Stoffspannung möglichst feinfühlig zu machen, kann man die Einmündung der Leitungen 12 und 13 in den Zylinder 7 als einen dünnen, axial gerichteten Schlitz ausbilden.
  • Wenn in der zweiten Hälfte eines Um- Wickelvorganges die aufzuwickelnde - Stoffwalze größer als die abzuwickelnde wird, so wächst auch der Zug der Stoffbahn in entsprechender Weise an, so daß dann der Breithalter 30 bis 33 den Doppelsteuerkolben 26, 27 verstellt und Druckflüssigkeit in die Leitungen 36 und 42 gelangen läßt. Auf solche Weise werden die Steuerkolben 14 bis 17 nach und nach in die linke Grenzstellung geschoben. Es werden dabei die Leitungen 5o, 51 und 13 abgesperrt. In wachsendem Maß wird dann die aufzuwickelnde Stoffwalze durch das Getriebe 3, 4 gebremst, während die ablaufende Stoffwalze keine wesentliche Hemmung durch das Getriebe i, 2 mehr erfährt.
  • Sobald die Stoffbahn völlig durch die Farbflotte hindurchgezogen ist, wird von ihr selbst in bekannter Weise der Jiggerantrieb und damit zugleich die Kolbenstange 40 mit den Kolben 3$ und 39 umgestellt. Sollte etwa zu befürchten sein, daß im Augenblick der Umstellung die Steuerkolben 14 bis 17 noch nicht völlig in ihre andere Grenzstellung gelangt und die -Leitungen 13, 50 und 51 abgesperrt sind, so könnte man, um eine solche Einstellung der Kolben 14 bis 17 bei Beginn des folgenden Arbeitsspieles zu gewährleisten, eine Stellvorrichtung bekannter Art vorsehen, die von der Kolbenstange 4o betätigt wird.
  • Nach der Umstellung des Jiggerantriebes wiederholt sich das oben ausführlich besprochene Arbeitsspiel, jedoch mit den Unterschieden, die sich aus der Verstellung der Kolbenstangen 18 und 4o ergeben.
  • Aus dem Vorstehenden folgt, daß jedem der beiden Getriebe i, z und 3, 4 eine Kreisleitung zugeordnet ist, nämlich dem Getriebe r, 2 die Leitung 1.2, 6, 53, 52, 49 und dem Getriebe 3, 4 die Kreisleitung 13, 6, 53, 51, 50. Jede dieser beiden Kreisleitungen führt zweimal durch den Hauptsteuerzy linder 7 und kann an zwei Stellen durch die Steuerkolben 15 und 16 beeinflußt werden. Für jeden der dadurch gebildeten Teile der Kreisleitungen ist eine Ansaugleitung unter Zwischenschaltung eines Rückschlagg-ventils vorgesehen, nämlich für die zum Getriebe i, 2 gehörige Kreisleitung die Ansaugleitungen 6, 8,' 9 und weiter die Ansaugleitungen 48, 45, whrend zu dem Getriebe 3, 4 . die Ansaugleitungen 6, 8, io und 48, 45 gehören. Diese Ansaugleitungen sind zur Erzielung der angestrebten Steuerwirkung entbehrlich. Sie dienen lediglich als Sicherungsmaßnahmen. Die Bremsung der ablaufenden Stoffwalze während der ersten Hälfte eines Umwickel-Vorganges und diejenige der aufwickelnden Stoffwalze während der zweiten Hälfte der Umwickelung wird auch beim Fortfall der vorgenannten Saugleitungen erreicht, wenn die genannten Kreisleitungen in den Grenzstellungen der Kolben 15 und 16 nicht völlig abgeschlossen werden.
  • Statt die Bremswirkung hydraulisch zu erzielen, könnte man sie auch pneumatisch oder elektromagnetisch erzeugen. Im letzteren Fall sind an Stelle der Getriebe i,'2 und 3, 4. Dynamos und an Stelle der Steuervorrichtungen elektrische Schaltvorrichtungen zu verwenden, und zwar statt der Steuerkolben 14. bis 17 Regelwiderstände, statt der Kolben 38, 39 einerseits und 26, 27 andererseits Umschalter. Die Rückschlagventile sind in diesem Fall durch detektorartig wirkende Gleichrichter, z. B. Trocken- oder Naßgleichrichter, bzw. durch entsprechend gesteuerte Schalter o. dgl. zu ersetzen. An die Stelle des Ölvorratsbehälters und des Windkessels treten Anschlüsse an das Leitungsnetz bzw. an eine Akkumulatorenbatterie.
  • Statt für Jigger könnte man die beschriebene Bremsvorrichtung auch für andere Maschinen verwenden, wo Stoff- oder Papierbahnen bzw. Drähte, Textilfäden o. dgl. umzuwickeln sind und die abzuwickelnde Walze, Rolle, Spule o. dgl. ihre Geschwindigkeit entgegengesetzt zu derjenigen der aufzuwickelnden Walze, Rolle, Spule o. dgl. ändert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Erzeugung einer gleichbleibenden Stoffbahnspannung bei Umwickelvorrichtungen aller Art, insbesondere Jiggern, unter Verwendung durch den Bahnabschnitt zwischen den Wickelwalzen- betätigter Steuermittel, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuermittel für das Schalten der Wickelwalzenbremsen ein kraftschlüssig in die. Mittelstellung gedrängter und nur bei anwachsender Stoffbahnspannung _ schwenkbarer Pendelbreithalter dient.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsen als Flüssigkeitsbremsen ausgebildet sind, deren Betätigung durch den Pendelbreithalter über einen Servomotor (7, 14, 17) und Steuerzylinder (25 bis 27) erfolgt.
  3. 3. Vorrichtung näch Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Steuerzylinder und Servomotor eine Umschaltvorrichtung (37 bis 40) eingeschaltet ist.
DEB166700D 1934-09-04 1934-09-04 Vorrichtung zur Erzeugung einer gleichbleibenden Stoffbahnspannung an Umwickelvorrichtungen aller Art, insbesondere Jiggern Expired DE637997C (de)

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