DE637875C - Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-Dioxopiperidins - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-DioxopiperidinsInfo
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- DE637875C DE637875C DEH144868D DEH0144868D DE637875C DE 637875 C DE637875 C DE 637875C DE H144868 D DEH144868 D DE H144868D DE H0144868 D DEH0144868 D DE H0144868D DE 637875 C DE637875 C DE 637875C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D211/00—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
- C07D211/04—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
- C07D211/80—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D211/84—Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms, with at the most one bond to halogen directly attached to ring carbon atoms
- C07D211/86—Oxygen atoms
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Description
Es wurde gefunden, daß die nach dem Verfahren des Patents 634 284 darstellbaren
2, 4-D10X0-3, 3-dialkyltetrahydropyridine sowie
ihre am Stickstoff alkylierten Abkömmlinge, die gemäß dem Verfahren des Patents 637 385 aus ihnen erhalten werden, leicht in
2, 4-Dioxopiperidinabkömmlinge überführbar sind. Für diese Reduktion wird die katalytische
Hydrierung gewählt, da sie sich leicht und mit quantitativer Ausbeute durchführen
läßt. Da unerwarteterweise in den Ring nur 2 Wasserstoffatome aufgenommen werden
und in den hydrierten Verbindungen Hydroxylgruppen nicht nachzuweisen sind, so dürften die Verfahrensprodukte als 2,4-Dioxopiperidine
anzusprechen sein, welchen die allgemeine Formel
R,
R'
.CO-
1CO-
CH2
NCH2
NCH2
-N
R,
zukommt, wobei R Alkyl und R1 Wasserstoff
oder Alkyl bedeuten. Geht man von 2, 4-D1-oxotetrahydropyridinen aus, die eine oder
mehrere ungesättigte Alkylgruppen besitzen, sD werden diese ebenfalls hydriert. Di- oder
Trialkyldioxopiperidine mit ungesättigten Alkylresten können deshalb auf diesem Wege
nicht gewonnen werden.
Die neuen Verbindungen sind farblos, teils
ölig, teils fest. Gegenüber den entsprechenden
Ausgangsstoffen ist ihre Löslichkeit in Wasser erhöht; einzelne lösen sich darin sehr
leicht. In organischen Lösungsmitteln sind sie meist sehr leicht löslich. Zum Teil lassen
sie sich im luftverdünnten Räume unzersetzt destillieren. Die Di- und Trialkyl-2, 4-dioxopiperidine
sollen in der Therapie Verwendung finden. Sie erzeugen wie die Ausgangsstoffe Schlaf. Ihre Wirkung ist jedoch im Vergleich
mit derjenigen der Ausgangsstoffe insofern verändert, als sie länger andauert, der Schlafzustand
aber ein weniger tiefer ist.
167 Gewichtsteile 2, 4-D10X0-3, 3-diäthyltetrahydröpyridin
werden in 600 Gewichtsteilen Methanol gelöst und mit 1 Gewichtsteil
Palladiummetall, das auf 9 Gewichtsteilen Entfärbungskohle in feinster Verteilung
niedergeschlagen ist, versetzt. Unter einem Überdruck von 1Z5 Atm. werden bei gutem
Durchmischen ohne Erwärmung nach kurzer Zeit 2 Gewichtsteile Wasserstoff aufgenommen.
Die vom Katalysator durch Filtrieren abgetrennte Lösung hinterläßt nach dem Abdestillieren
des Lösungsmittels das 2,4~Pi-0x0-3, 3-diäthylpiperidin, das aus einer Mischung
von Benzol und Petroläther umkristallisiert werden kann. In reinem Zustand schmilzt die Verbindung bei 104 bis 105°. Sie
ist in Wasser ziemlich leicht löslich.
Beispiel 2 6s
Eine Lösung von 209 Gewichtsteilen i-Methyl-2,
4"dioxo-3, 3-di-n-propyltetrahydropyridin in 520 Gewichtsteilen Alkohol wird mit
einem Nickelkatalysator versetzt, der 15 Ge-
' wichtsteile Ni enthält und nach den Angabe!
in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschaft Bd. 49 [1916] Seite 55 bzw.
Seite 60, letzter Absatz, gewonnen wurde.-' Man hydriert nun bei 80 ° unter 15 Atm,·
Die Aufnahme des Wasserstoffs kommt nach wenigen Minuten zum Stillstand'.'·
Das gebildete 1 - Methyl- 2, 4- dioxo - 3, 3 -din-propylpiperidin
wird rein erhalten, wenn man nach Abfiltrieren des Katalysators das Lösungsmittel durch Destillation entfernt
und den Rückstand unter vermindertem Druck destilliert. Das unter etwa 14 mm
Druck zwischen 157 und 1590 übergehende
öl erstarrt in der Vorlage zu einer kristallinen Masse vom Schmelzpunkt 41 bis 42°.
Eine Lösung von 181 Gewichtsteilen i- Methyl - 2, 4-dioxo - 3, 3 - diäthyltetrahydropyridin
in 420 Gewichtsteilen Methanol wird in Gegenwart eines Palladiumkatalysators, wie in Beispiel 1 beschrieben, hydriert. Das
gewonnene i-Methyl-2, 4-dioxo-3, 3-diäthylpiperidin
ist bei gewöhnlicher Temperatur flüssig, läßt sich aber unter vermindertem Druck unzersetzt destillieren (Siedepunkt bei
etwa 13 mm 145 bis 1460). Es ist in Wasser
sehr leicht löslich.
207 Gewichtsteile i-Allyl-2,4-dioxo-3, 3-di-.'/S^hyltetrahydropyridin
werden in 730 Ge-'-\Vdehtsteilen Methanol gelöst. Zu der Lösung '■;
fügt man nun 8 Gewichtsteile Entfärbungs-■Ahle
und so viel einer etwa io°/0igen Palladiumchlorürlösung,
daß 0,8 Gewichtsteile Palladiummetall zur Verwendung gelangen. Schüttelt man in einer Wasserstoffatmosphäre,
deren Überdruck auf etwa 1J10 Atm.
erhalten wird, so kommt die Wasserstoffaufnahme nach etwa 1 Stunde zum
Stillstand. Der Verbrauch entspricht genau 4 Atomen Wasserstoff je Molekül Ausgangsstoff.
Die Aufarbeitung erfolgt am einfachsten, wie in Beispiel 1 beschrieben. Das i-Propyl-2,
4-dioxo-3, 3-diäthylpiperidin siedet unter etwa 14 mm Druck bei 164 bis 1650 und
bildet ein geruchloses, nicht erstarrendes, farbloses öl.
Claims (1)
- Patentanspruch :Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen des 2, 4-Dioxopiperidins, dadurch gekennzeichnet, daß man 3, 3-D1-alkyl tetrahydropyridine bzw. 1, 3, 3-Trialkyltetrahydropyridine katalytisch hydriert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH144868D DE637875C (de) | 1935-09-06 | 1935-09-06 | Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-Dioxopiperidins |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH144868D DE637875C (de) | 1935-09-06 | 1935-09-06 | Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-Dioxopiperidins |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE637875C true DE637875C (de) | 1936-11-05 |
Family
ID=7179551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH144868D Expired DE637875C (de) | 1935-09-06 | 1935-09-06 | Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-Dioxopiperidins |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE637875C (de) |
-
1935
- 1935-09-06 DE DEH144868D patent/DE637875C/de not_active Expired
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