DE637866C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Ziehzuenderpackungen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von ZiehzuenderpackungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Zündstäbchenpackungen,
bei denen Zündstäbchen aus Pappe, Karton o. dgl. in einem Umschlag, der aus einem zweckmäßig gewellten oder
in anderer Weise mit Kammern ausgerüsteten Streifen und einem zweiten, mit ihm verklebten
glatten Streifen gebildet und mit inneren Reibflächen versehen ist, derart angeordnet
sind, daß sie sich bei dem Herausziehen entzünden.
Es sind bereits verschiedene Ausführungen derartiger Zündstäbchenpackungen bekannt,
und es ist auch ein Verfahren zum maschinellen Herstellen derartiger Packungen vorgeschlagen
worden, nach dem in die Wellen eines in einer waagerechten Ebene bewegten gewellten Packungsstreifens lose Zündstäbchen
eingelegt werden, dann auf die Wellenspitzen Klebstoff aufgetragen und der gewellte·
Streifen mit einem glatten Streifen verklebt wird. Bei diesem Verfahren behielten
die losen Zündstäbchen ihre Lage nicht zuverlässig bei, sondern gerieten leicht mit dem Klebstoffbehälter in Berührung und
wurden dann in der Packung festgeklebt.
Gemäß der Erfindung wird nun ein einfaches, billiges und einwandfreies fortlaufendes
Herstellen von Ziehzünderpackungen dadurch ermöglicht, daß die mit ihren Fußstreifen
zusammenhängenden Zündstäbchen unter Fördern in der Längsrichtung mit einem mit derselben Geschwindigkeit vorgeführten,
mit vorzugsweise durch Wellung des Streifens gebildeten Kammern versehenen Umschlagstreifen zusammengebracht und der
Reihe nach in die Kammer bzw. zwischen . die Wellen des Streifens eingedrückt werden,
worauf ein durch einen besonderen Streifen gebildetes Umschlagsblatt über die Zündstäbchen gelegt und mit dem ersten Umschlagstreifen,
z. B. durch Kleben, fest verbunden wird.
Es ist nun schon vorgeschlagen worden, die durch Abstände getrennten Zündstäbchen
eines Zünderstreifens zunächst mit dem glatten Streifen zusammenzubringen und dann
mit dem gewellten Streifen zusammenzuführen und zu verkleben. Bei diesem Verfahren
muß aber bis zum endgültigen Verkleben durch besondere Mittel dafür gesorgt werden, daß die einzelnen Zündstäbchen und
der glatte Streifen die richtige gegenseitige Lage und an der Verringerungsstelle die
richtige Lage zu dem gewellten Streifen beibehalten. Bei dem neuen Verfahren, nach
dem die einzelnen Stäbchen des Zündstäbchenbandes zunächst in den gewellten Streifen
eingedrückt werden, wird jedes Stäbchen sicher in der erwünschten Stellung in dem
Wellental so lange gehalten, bis der glatte Streifen überklebt ist. Dadurch, daß nach
dem Eindrücken der Zündstäbchen die Wellenberge über die Zündstäbchen hinausstehen,
wird eine größere Sicherheit gegen Fest-. kleben der Stäbchen bei dem Vereinigen der ^
beiden Packungsstreifen geschaffen. --^:
In der Zeichnung zeigt %Si§||t%jite Messer angeordnet
Bild ι eine Maschine zur Ausführung deS^· ri'^kEs ist offenbar, daß bei c
neuen Verfahrens in Seitenansicht und teilweise im Schnitt,
ίο Bild 2 den oberen Teil der in Bild ι dargestellten
Einrichtung von der rechten Seite gesehen, teils in Ansicht und teils im Schnitt.
Bilder 3 bis 5 zeigen verschiedene Arten von Zündstäbchenstreifen in einer Zwischen-'
15 stufe des neuen Verfahrens.
Die in den Bildern 1 und 2 dargestellte Vorrichtung ist zum gleichzeitigen Herstellen
von zwei Packungen unter Verwendung eines doppelten Zündstäbchenstreifens der in Bild 5 gezeigten Art eingerichtet. Die
Maschine besteht hauptsächlich aus zwei symmetrischen Hälften, von denen nur eine
in Bild 1 sichtbar ist. Im fogenden wird nur
die Arbeitsweise der sichtbaren Hälfte beschrieben, da die entsprechenden Organe der
anderen Hälfte in gleicher Weise arbeiten. Ein Streifen 1 aus Papier o. dgl. wird
zwischen zwei gezahnten Walz'en 2 und 3 gewellt, wonach die' Zündstäbchen eines von
einer Rolle 4 abgewickelten Zündstäbchenstreifens 4C mittels eines Zahnrades 5 zwischen
die Wellen eingepreßt werden. Nachdem die Stäbchen in dieser Weise auf ihre
Plätze eingelegt worden sind, werden sie mit einem Streifen 6 aus Karton o. dgl. überdeckt.
Der Streifen 6 ist vorher mit Klebstoffrändern mittels eines Zahnrades 7 versehen,
wobei die Zähne dieses Rades mit einer mit derselben Umfangsgeschwindigkeit umlaufenden, in den Klebstoffbehälter 9 eintauchenden
Walze 8 in Berührung gebracht werden.
Um die richtige Lage der Zündstäbchen bei dem Verkleben des Umschlages zu sichern,
sind zwei mit Zähnen versehene Räder io" und io* derart angeordnet, daß ihre Zähne
in die Zwischenräume zwischen den Stäbchen eingreifen, und außerdem sind, wie aus
Bild 2 ersichtlich, die Zähne des Rades ioa
gegen den gemeinsamen Fußstreifen der Stäbchen so abgeschrägt, daß auch eine Zentrierung
in der Seitenrichtung bewirkt wird. Die Streifen 1 und 6 werden nun von der
Walze 11 der Zahnwalze 2 gegeneinandergepreßt und verklebt, während die einzelnen
Zündstäbchen nach den Linien 12 des Bildes S voneinander mittels einer Schneidvorrichtung
getrennt werden. Die nicht den Gegenstand der Erfindung bildende Schneidvorrichtung
besteht aus einer- Walze 13 mit radial gerichteten Messern 14, welche . den
gegen die Walze 15 anliegenden gemeinsamen Fuß streifen durchschneiden und somit
die beiden Packungen voneinander trennen.
gleichzeitigen Abschneiden in passenkönnen auf der Walze 11 radial
sein.
der beschriebenen Vorrichtung im Rahmen der Erfindung verschiedene
Veränderungen vorgenommen werden können. Falls die Zündstäbchen aus dünnem Karton hergestellt sind, kann auch
das Zahnrad 5 oder nur die Formwalze 2 mit Führungsrädern entsprechend ioa und io6
ausgerüstet sein, und bei der Verpackung von Zündstäbchenstreifen 46 nach Abb. 4
kann auf derselben Welle, die das Zahnrad 5 trägt, ein Kreismesser zum Schneiden
des Streifens 46 nach der Linie 16 vorgesehen
sein, während das Abschneiden nach den Linien 17, wie früher beschrieben, stattfindet.
Wenn das Wegschneiden des ganzen Fußstreifens gewünscht ist, können die Messer 14 durch ein zur Welle senkrecht stehendes
Kreismesser für jede Zündstäbchenreihe ersetzt werden. Die Mittel zum Zertrennen
des Zündstäbchenstreifens gehören jedoch nicht zum Gegenstand der Erfindung. Eine
dem einfachen Zündstäbchenstreifen 4° entsprechende
Maschine fällt zwar etwas einfächer aus, andererseits wird jedoch die
Leistung einer solchen Maschine nur gleich der Hälfte einer doppelten Maschine, ohne
daß die einfache Maschine nur halb so groß würde wie die doppelte Maschine.
Gleich dem Streifen 1 soll auch der Streifen 6 mit einer Reibfläche 18 versehen sein.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Herstellen von Zieh- too zünderpackungen, bei dem die Zündstäbchen in einem fortlaufenden Arbeitsgange zunächst in die Nuten eines gewellten Packungsstreifens eingelegt und dann zusammen mit dem gewellten Packungsstreifen einer Anpreßstelle zugeführt werden, an der ein glatter Packungsstreifen auf die vorspringenden Wellen des gewellten Streifens aufgeklebt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Abstände getrennten Zündstäbchen eines Zündstreifens in die Nuten des gewellten Packungsstreifens mechanisch eingedrückt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei von einem gemeinsamen Fußstreifen in entgegengesetzten Richtungen abstehende Reihen von Zündstäbchen gleichzeitig in je einen Umschlag eingedrückt werden.
- 3. Vorrichtung zum Ausführen des A^erfahrens nach einem der vorhergehen-den Ansprüche, gekennzeichnet durch eine zu der zum Zuführen und vorzugsweise gleichzeitigen Wellen des einen Packungsstreifens (i), wie bekannt, dienenden Walze (2) parallele Zahnwalze (5), deren Zähne die Zündstäbchen in die Kammern des Umschlagstreifens (1) eindrücken.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar vor der Vereinigungsstelle zwischen den beiden Umschlagstreifen (1 und 6) eine vorzugsweise aus einer Zahnwalze (7) bestehende Einrichtung zum Auftragen von Klebmasse auf den zweiten Umschlagstreifen (6) angeordnet ist.
- 5. Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch je eine zu beiden Seiten der Mittellinie des Zündstäbchenstreifens angeordnete Einrichtung zum Eindrücken der Zündstäbchen und Zusammenfügen der Umschlagstreifen für je eine Reihe der von dem gemeinsamen Fußstreifen abstehenden Zündstäbchen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE637866X | 1932-09-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE637866C true DE637866C (de) | 1936-11-05 |
Family
ID=20313700
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA71300D Expired DE637866C (de) | 1932-09-15 | 1933-09-07 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Ziehzuenderpackungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE637866C (de) |
-
1933
- 1933-09-07 DE DEA71300D patent/DE637866C/de not_active Expired
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