DE637570C - Verfahren zum Auswuchten umlaufender Koerper - Google Patents
Verfahren zum Auswuchten umlaufender KoerperInfo
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- DE637570C DE637570C DESCH104884D DESC104884D DE637570C DE 637570 C DE637570 C DE 637570C DE SCH104884 D DESCH104884 D DE SCH104884D DE SC104884 D DESC104884 D DE SC104884D DE 637570 C DE637570 C DE 637570C
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- G01M—TESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G01M1/00—Testing static or dynamic balance of machines or structures
- G01M1/14—Determining imbalance
- G01M1/16—Determining imbalance by oscillating or rotating the body to be tested
- G01M1/22—Determining imbalance by oscillating or rotating the body to be tested and converting vibrations due to imbalance into electric variables
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Description
Es ist bekannt, bei dem Auswuchten umlaufender Körper die Phasenlage des Wuchtfehlers
durch Lichtblitze zu bestimmen, die in Abhängigkeit von der Drehung des auszuwuchtenden
Körpers auf eine Skala fallen. Die Steuerung geht dabei in der Weise vor sich, daß zwei um i8o° in bezug auf die
Drehung des Körpers gegeneinander versetzte Lichtblitze über' einen mit dem auszuwuchten
den Körper hin und her schwingenden Spiegel geführt werden. Treffen beide Lichtblitze,
die bei einer Umdrehung erzeugt werden, gerade dann auf den Schwingspiegel, wenn der auszuwuchtende Körper durch seine
JNTuÜage schwingt, dann decken sich diese
beiden Lichtblitze auf der Ableseskala. Aus der Einstellung der Steuervorrichtung ergibt
sich dann die gesuchte Phasenlage des Wuchtfehlers.
Es ist ferner bekannt, die Größe des Wuchtfehlers in- Auswuchtmaschinen ebenfalls
mittels eines Schwingspiegels zu bestimmen, der von den durch die Wuchtfehler
hervorgerufenen Schwingungen des auszuwuchtenden Körpers gesteuert wird. Der Spiegel wird durch eine feststehende Lichtquelle
beleuchtet und der Lichtstrahl infolge der Schwingungen zu einem Lichtband auseinandergezogen.
Die Länge dieses Bandes gibt die Größe des Wuchtfehlers an.
Durch eine Vereinigung beider Vorrichtungen läßt sich die Größe und die Phasenlage
des Wuchtfehlers gleichzeitig bestimmen.
Derartige Vorrichtungen sind ebenfalls bekannt. .
Die Bestimmung der Größe des Wuchtfehlers geschieht hier mittels des beschriebenen
Lichtbandes. Außerdem wird mit dem rotierenden Wuchtkörper eine Kontaktvorrichtung
verbunden, die in einer bestimmten Phasenlage einen Stromstoß hervorruft, der das Aufleuchten einer Lampe zur Folge hat.
Die Kontaktvorrichtung ist in ihrer Phasenlage verstellbar, so daß das Aufblitzen der
Lampe durch Drehen der Kontaktvorrichtung beliebig eingestellt werden kann. Die Einstellung
erfolgt bei den bekannten Vorrichtungen so, daß ein Lichtblitz auf die gleiche
Ableseskala geworfen wird, an der das Lichtband zum Ablesen der Größe des Wuchtfehlers
erscheint. Die Kontaktvorrichtung wird so lange gedreht, bis dieser Lichtblitz genau in der Mitte des genannten Lichtbandes
liegt. Die Einstellung der Kontaktvorrichtung läßt dann die Phasenlage des Wuchtfehlers
erkennen.
Gemäß der Erfindung wird gleichfalls in nur einer Vorrichtung sowohl die Größe als
auch die Phasenlage des Wuchtfehlers bestimmt. Zu diesem Zwecke ist ebenfalls ein
mit dem Wuchtkörper verbundener Schwingspiegel vorgesehen und eine Kontaktvorrichtung,
die eine kurze Stromgabe in einer bestimmten Phasenlage des Wuchtkörpers hervorruft.
Ihre Phasenlage kann in bekannter Weise durch Drehen geändert werden. Aus
diesen Lichtblitzen· wird erfindungsgemäß ohne Zuhilfenahme eines Lichtbandes die
Größe des Wuchtfehlers dadurch unmittelbar bestimmt, daß durch Drehen der Kontaktvor-.
richtung die größte Entfernung der LiChITi
blitze von der Nullage festgestellt wird. Di|sfe
Entfernung ist proportional der Größe aes,"
Wuchtfehlers. Verwendet man zwei um i8oD gegeneinander versetzte Lichtblitze bei einer
ίο Umdrehung des auszuwuchtenden Körpers, indem durch die Kontaktvorrichtung zwei
Stromstöße gegeben werden, dann läßt sich die richtige Einstellung der Steuerung daran
erkennen, daß die beiden Lichtblitze auf der Skala den größtmöglichen Abstand voneinander
haben. Die Größe des Wuchtfehlers läßt sich sodann in besonders einfacher Weise aus diesem Abstand entnehmen.
: Die Einstellung der größten Entfernung von der Nullage ist insofern für die Phasenablesung
etwas ungenau, als sich infolge sinusförmiger Beziehung an dieser Stelle die Verdrehung der P.hase auf das Wandern des
Lichtpunktes nur sehr wenig auswirkt. Wird die Angabe mit größerer Genauigkeit gewünscht,
so ist es zweckmäßig, so vorzugehen, daß zunächst die Lichtblitze auf die Nullage, d. h. diejenige Stellung, die der
Ruhelage entspricht, eingestellt werden. Diese Einstellung kann sehr feinfühlig geschehen,
weil eine ganz geringe Verdrehung der Phase den Lichtpunkt stark verschiebt. Sodann
dreht man die Kontaktvorrichtung um genau 90 ° und man erhält dann an sich die gleiche
Stellung wie im vorigen Falle, jedoch mit viel größerer Genauigkeit. Die Ablesung der
Größe und der Phase des Wuchtfehlers ist im übrigen die gleiche, wie sie oben im Zusammenhang
mit der Erfindung beschrieben wurde.
Es ist bekannt, eine elektrische Kontaktvorrichtung, die in ähnlicher Weise mit dem
auszuwuchtenden Körper zusammenarbeitet, um 90 ° zu verstellen, um die Anzeige eines
Meßinstrumentes, an dem die Größe des Wuchtfehlers ablesbar ist, von Null auf den
Größtausschlag oder umgekehrt zu verstellen. Diese bekannte Vorrichtung unterscheidet
sich jedoch von dem Erfindungsgegenstand dadurch, daß sie nur auf elektrischem Wege
arbeitet. Da das Verfahren gemäß der Erfindung nur teilweise auf elektrischem Wege,
im übrigen aber auf mechanischem und optischem Wege durchgeführt wird, besteht dem Bekannten gegenüber ein wesentlicher
Unterschied. Außerdem ist es einfacher und besitzt eine größere Genauigkeit, da die
Übertragung der mechanischen Schwingungen auf einen elektrischen Strom fortfällt.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens ist in der Zeichnung schematisch
dargestellt, wobei Abb. 1 eine Gesamtansicht der Vorrichtung, Abb. 2 eine seitliche Ansicht
der Kontaktvorrichtung ist. £,. . Der auszuwuchtende Körper α ruht mit
fleinen beiden Wellenenden b auf je zwei
"'■!fellen c. Diese Rollen sind auf der einen
i5§eite in einem festen Ständer d gelagert,
während die Rollen an der anderen Seite auf einer durch die Feder e schwingungsfähigen
Lagerung / ruhen. Angetrieben wird der Körper mittels der Kupplung jf durch den
Motor h. Mit dem schwingungsfähigen Lager f ist ein Arm i verbunden, der an einem
kurzen Hebel des Schwingspiegels k angreift. Dieser Schwingspiegel ist bei I fest gelagert.
Die Schwingungen des Lagers f haben infolgedessen entsprechende Schwingungen des
Spiegels k zur Folge.
Eine Lichtquelle m ist mit dem einen Pol an die Stromquelle n, mit dem anderen Pol an
die Steuer- oder Kontaktvorrichtung 0 angeschlossen, die ihrerseits mit der Stromquelle η
in Verbindung steht. Ist der Kontakt in der Vorrichtung 0 geschlossen, dann glüht die
Lampe m auf. Das Schließen dieser Kontakte geht jedoch nur in Abhängigkeit von der
Drehung des auszuwuchtenden Körpers a vor sich, und zwar in der Weise, daß ein Kontaktstück/»
stets gleichphasig mit dem auszuwuchtenden Körper umläuft. Ein weiteres Kontaktstück q befindet sich an dem Ring r,
der durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Handgriff o. dgl. beliebig gedreht
werden kann. Am Gehäuse der Vorrichtung 0 sind schließlich noch nicht gezeichnete Skalenmarken
bei j angebracht, auf die der am Ring r befindliche ebenfalls nicht gezeichnete
Zeiger bei t hinweist. Von den Stromleitungen, die zu der Kontaktvorrichtung 0
hinführen, geht die eine zum Kontakt p, die andere zu dem Kontakt q, was in der Zeichnung
der Übersichtlichkeit wegen gleichfalls nicht dargestellt ist. Der Strahlengang der
Lichtquelle m geht über eine Linse η auf den
Schwingspiegel k und wird dort entsprechend der Lage dieses Spiegels auf eine Mattscheiben
abgelenkt. Auf dieser Mattscheibe befindet sich eine Skala, damit die Ablesung einfacher ist.
Nachdem der auszuwuchtende Körper auf die Maschine aufgelegt und die Kupplung g
geschlossen worden ist, wird zunächst die Ruhe- oder Nullage auf der Skala υ angezeigt.
Dies kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß die Lampe m durch einen besonderen
Schalter eingeschaltet wird, der den die Lampe und die Stromquelle enthaltenden Stromkreis schließt. Man kann auch statt
dessen eine besondere Lichtquelle anbringen, die Strahlen aussendet, die aus der gleichen
Richtung wie die Strahlen der Lampe m auf
den Schwingspiegel (beispielsweise durch Prismenablenkung o. dgl.) fallen. Sodann
kann diese Lampe wieder abgeschaltet werden, und der Prüfkörper wird in Drehung versetzt. Nachdem er auf die vorgesehene
Drehzahl gebracht worden ist, die zweckmäßig über der Eigenschwingungszahl des insbesondere
aus der Feder e und der zugehörigen Masse gebildeten Schwingungssystems ίο liegt, werden die durch die Kontakte p
und q bei dem Umlauf des Kontaktes p hervorgerufenen Lichtblitze erregt. Sodann wird
der Ring r gedreht, und zwar gibt es für dessen Einstellung zwei Möglichkeiten. Entweder
stellt man ihn so ein, daß die Lichtblitze soweit wie möglich von der vorhin bezeichneten
Nullage entfernt auf die Skalas auftreffen. Oder man kann durch Verstellen
des Ringes r zunächst noch einmal die vor·· her schon bestimmte Nullage suchen, worauf
man den Ring um genau 90 ° dreht. Auch dann erhält man dieselbe Lage wie vorher,
bei der dia Lichtblitze die größte Entfernung von der Nullage haben.
as Die zuletzt beschriebene Möglichkeit ist die
genauere, und es ist deshalb zweckmäßig, eine besondere Einrichtung vorzusehen, die es gestattet,
den Ring r aus jeder beliebigen Lage in eine um genau 90 ° hierzu versetzte Lage
zu bringen. Diese Vorrichtung läßt sich etwa dadurch verwirklichen, daß eine Kupplung
* gegen den Ringr geführt wird, die drehbar
ist, aber immer nur eine Drehung um genau 900 noch zuläßt. Kuppelt man diese Vorrichtung
mit dem Ring, dreht dann etwa bis zu einem Anschlag um 900 und entkuppelt
wieder, so hat man die gewünschte Lage des Ringes r.
Das Verfahren läßt sich, wie oben angedeutet, in ähnlicher Weise durchführen, wenn
man an Stelle eines Lichtblitzes bei jeder Umdrehung des Körpers deren zwei erzeugt.
Durch die beschriebene Vorrichtung kann dies dadurch geschehen, daß das Kontaktstück ρ
als Doppelhebel ausgebildet wird.
Claims (2)
1. Verfahren zum Auswuchten umlaufender Körper, bei dem Lichtblitze
durch eine der Phasenlage nach einstellbare Kontakteinrichtung in Abhängigkeit von, der Drehung des Prüfkörpers erzeugt
und unter Zwischenschaltung eines den Strahlengang ablenkenden, mit dem Prüfkörper
hin und her schwingenden Spiegels auf eine Skala geworfen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakteinrichtung
(0) unter Beobachtung der auf der Skala (v) hin und her wandernden Lichtblitze
in bekannter Weise gedreht und hierauf in der Lage, die der größten während der Drehung auftretenden Entfernung
der Lichtblitze von der Nullage entspricht, stillgesetzt wird, wonach sich' aus
der Lage des Lichtblitzes die Größe und aus der Lage der Kontakteinrichtung die Phasenlage des Wuchtfehlers ergibt.^
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die die
Lichtblitze in Abhängigkeit von der Drehung des auszuwuchtenden Körpers erzeugende Kontaktvorrichtung in bekannter
Weise in eine die Nullage der Lichtblitze zur Folge habende Stellung gebracht wird und daß darauf nach
Drehung der Kontaktvorrichtung aus dieser· Stellung um 900 die Lichtblitze in die
größtmögliche Entfernung von der Nulllage geworfen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH104884D DE637570C (de) | 1934-08-08 | 1934-08-08 | Verfahren zum Auswuchten umlaufender Koerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH104884D DE637570C (de) | 1934-08-08 | 1934-08-08 | Verfahren zum Auswuchten umlaufender Koerper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE637570C true DE637570C (de) | 1936-10-30 |
Family
ID=7447813
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH104884D Expired DE637570C (de) | 1934-08-08 | 1934-08-08 | Verfahren zum Auswuchten umlaufender Koerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE637570C (de) |
-
1934
- 1934-08-08 DE DESCH104884D patent/DE637570C/de not_active Expired
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