DE637327C - Selbstanlaufender Synchronkleinmotor mit Einphasenerregerwicklung und kuenstlich phasenverschobener Hilfsphase - Google Patents
Selbstanlaufender Synchronkleinmotor mit Einphasenerregerwicklung und kuenstlich phasenverschobener HilfsphaseInfo
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- H02K19/06—Motors having windings on the stator and a variable-reluctance soft-iron rotor without windings, e.g. inductor motors
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Description
Es sind bereits Synchronmotoren bekannt, die aus einem nach Art eines Elektromagneten
ausgebildeten Feld und einem als Zahnrad ausgebildeten Läufer bestehen. Diese Motoren
laufen mit einer der Zähnezahl entsprechenden niedrigen Drehzahl, haben aber den
Nachteil, daß sie nicht von selbst anlaufen.
Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung dieser bekannten Motoren, um in bekannter
Weise unter Verwendung einer Hilfsphase einen Selbstanlauf zu ermöglichen. Erfindungsgemäß
sind bei gleicher Polteilung im Ständer und Läufer bei einer durch drei teilbaren
Polpaarzahl die zur Drehfeldbildung vorgesehenen Hilfspole gegenüber den zugehörigen
Hauptpolen gleicher Polarität weiter entfernt angeordnet als gegenüber den Hauptpolen entgegengesetzter Polarität, wobei
der Abstand zwischen den Hauptpolen
zo und den Hilfspolen entgegengesetzter Polarität der Läuferpolteilung entspricht. Dadurch
erreicht man, daß auch die zur Erzeugung der Hilfsphase vorgesehenen Pole mit den Hauptpolen
zusammen ein synchronisierendes Moment auf den Anker ausüben, so- daß also
durch die phasenverschobenen Hilfspole das synchrone Moment verstärkt wird. Gemäß
der weiteren Erfindung können zwischen Hauptpol und dem Hilfspol gleicher Polarität
noch Nebenpole entgegengesetzter Polarität angeordnet werden, die das synchrone Moment
verstärken, ohne jedoch das Drehfeld zu stören, und die zu diesem. Zwecke vorzugsweise
verkürzt ausgeführt sind. Als reiner Synchronmotor betrachtet, also unter Außerachtlassung
der Phasenverschiebung zwischen Haupt- und Hilfspolen, folgen dann am Ständer abwechselnd Pole verschiedener Polarität
aufeinander, die in ihrer Anzahl mit der Anzahl der Läuferzähne übereinstimmen oder in
einem ganzzahligen Verhältnis zu ihnen stehen. Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung
dient zur Erregung mehrerer je aus Haupt- und Hilfspolen bestehender Polpaare, die zur Erzeugung eines mehrpoligen Drehfeldes
dienen, in an sich bekannter Weise eine gemeinsame Erregerwicklung.
Es ist zwar schon ein selbstanlaufender Synchronmotor bekanntgeworden, bei dem
der Abstand zwischen einem Hauptpol und dem benachbarten Hilfspol entgegengesetzter
Polarität mit der Polteilung des Läufers übereinstimmt. Der gleiche Abstand ist aber auch
bei der bekannten Anordnung zwischen dem
*) Von aem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Richard Schachenmeier in Berlin-Grunewald
und Dipl.-Ing. Wilhelm Streb in Berlin-Reinickendorf.
Hauptpol und dem zugehörigen Hilfspol vorhanden. Im Gegensatz dazu soll beim Erfindungsgegenstand
der Abstand zwischen den Hilfspoleni "lind "den zügehörigen Hauptpöl&i..
gleicher Polarität größer sein als der Abstatte^ H Pl^
von dem Hauptpol entgegengesetzter tat. Dies ist, wie einleitend bereits vermerkt"
wurde, eine wesentliche Voraussetzung für die erfindungsgemäße Verstärkung des synchronisierenden
Momentes. Bekannt ist ferner ein Motor, bei dem ebenfalls eine Annäherung der Hilfspole zu den Hauptpolen entgegengesetzter
Polarität im Verhältnis zur Entfernung von Haupt- und Hilfspolen gleieher
Polarität erzielt wird. Ganz abgesehen davon, daß die mit Kurzschlußwicklüngen versehenen Pole bei den beiden Motoren völlig
verschiedenartig angeordnet sind, so fehlt dem bekannten Sychronmotor auch ein wesentliches
Merkmal der Erfindung, daß nämlich der Abstand zwischen Haupt- und Hilfspol entgegengesetzter Polarität der Polteilung des
Läufers entspricht.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Bei der Anordnung nach Abb. Ί ist ein sechspoliger Läufer vorgesehen, und der Motor nimmt eine Drehzahl von
1000 Touren an.
Bei der Anordnung nach Abb. 2 hat der Läufer 24 Zähne und infolgedessen eine synchrone
Drehzahl von 250 Umdrehungen. Abb·. 3 zeigt eine Einzelheit des Motors nach Abb. 2, während Abb. 4 eine Abwicklung der
Ständer- und Läuferpole der Anordnung nach Abb. 2 darstellt.
Der Ständer der Anordnung nach Abb. 1 besitzt vier Polvorsprünge I, 2, 3, 4, von
denen die Polvorsprünge 2 und 4 je mit einer Kurzschlußwicklung 2' bzw. 4' versehen sind
und als Hilfspole dienen, während die Pole 1 und 3 als Hauptpole angesprochen werden
sollen. Mit 5 ist die Erregerwicklung bezeichnet, die in einem bestimmten Augenblick
den Stator so erregt, daß ι und 2 Nordpole, 3 und 4 dagegen Südpole sind. Da die Hilfspole
2 und 4 mit Kurzschlußwicklungen versehen sind, ist der Fluß der Hilfspole gegenüber
dem Fluß der Hauptpole verzögert. Der Läufer 6 des Motors besitzt sechs Polvorsprünge,
deren Abstand bzw. Polteilung' dem Abstand zwischen dem Hauptpol r und dem
Hilfspol 4 bzw. dem Hauptpol 3 und dem Hilfspol 2 entspricht. Der Läufer 6 kann noch
in an sich bekannter Weise mit einer Käfigwicklung versehen sein oder einen als Ferrarisläufer
wirkenden Teil besitzen, um den asynchronen Anlauf des Motors zu erleichtern. Wie die Abb. 1 ohne weiteres erkennen
läßt^sind die Pole 1, 2, 3, 4 räumlich und zeitlich
gegeneinander verschoben, so daß sie ein Drehfeld erzeugen, das einen asynchronen
Lauf des Läufers 6 herbeiführt. Zugleich be-■wirkt, vorzugsweise bei noch nicht vollerregten
Haupt- und Hilfspolen, ein Haupt- *-poi:,emer Polarität mit dem benachbarten
llfspol der entgegengesetzten Polarität eine :'der übereinstimmenden Polteilung des Stators
und des Läufers entsprechende synchrone Drehzahl. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
mit sechs Läuferpolen und einem entsprechenden Abstand der Ständerpole ergibt sich eine synchrone Drehzahl von
1000 Umdrehungen.
Bei der Anordnung nach Abb. 2 bestellt der Ständer aus einem die Erregerspule 5 umgebenden
topfförmigen Teil 7 und einer Gegenplatte 8. Mit 9 ist der die Erregerspule 5
tragende Eisenkern bezeichnet, dessen eines Ende mit der Kopfplatte 8 und dessen anderes
Ende mit dem topf f örmig ausgebildeten Teil 7 des Stators magnetisch leitend verbunden ist.
Der mantelförmige Teil des Topfes und die Kopfplatte sind mit als Pole wirkenden Zähnen
versehen, die einander gegenstehen oder in die Lücken zwischen den Polen des.gegenüberliegenden
Teiles hineinragen. Die Anordnung der Pole der Kopfplatte ist aus der
Abb. 3 zu erkennen, die des topfförmigen Teiles 7 aus der Abwicklung der Abb. 4, in
der auch die an der Kopfplatte sitzenden Pole nochmals in ihrer Lage zu den Polen des topfförmigen
Teiles eingezeichnet sind. Wie insbesondere Abb. 3 und 4 erkennen lassen, weist der Ständer vier in gleicher Weise ausgebildete
Sektoren auf, bei denen die Anordnung und Reihenfolge der Pole der in Abb. 1 dargestellten
Anordnung entspricht. Die Hauptpole der Kopfplatte sind 81, 81', 8 t", 81'" bezeichnet.
Die mit einer Kurzschlußwicklung versehenen Hilfspole der Kopfplatte sind mit 82, 82', 82", 82'" bezeichnet. Außerdem sind
an der Kopfplatte schwächer wirkende Nebenpole 83, 83', 83", 83'" vorgesehen. Die Nebenpole
können auch durch Abbiegungen hergestellt sein, wie dies die Abb. S erkennen
läßt, oder man kann auch die Pole der Kopfplatte gemäß Abb. 6 ausführen und dabei die ■
Nebenpole verkürzen und ebenfalls nach außen abbiegen. no
Die Hauptpole des topfförmigen Teiles sind mit 71, 71', 71", 71'" bezeichnet. Die mit
der Kurzschlußwicklung versehenen Hilfspole des topfförmigen Teiles tragen die Bezeichnung
72, 72', 72" usw. Außerdem sind auch an dem Mantel als Nebenpole wirkende schwächere
Pole vorgesehen, die mit 73, 73', 73" usw. bezeichnet sind und auch in gleicher
Weise ausgebildet sein können wie die Nebenpole der Kopfplatte, also wie Abb. 5 und 6
erkennen lassen. Wie aus Abb. 4 zu ersehen ist, sind am Ständer zwischen einem Haupt-
pol, ζ. B. 7i, und einem Hilfspol 72 gleicher
Polarität je ein Nebenpol entgegengesetzter Polarität 83 angeordnet, und es sind ferner
die Hilfspole, z. B. 72, gegenüber den zugehörigen Hauptpolen 71 gleicher Polarität weiter
entfernt als gegenüber dem Hauptpol 81 entgegengesetzter Polarität. Im übrigen liegen
die Hilfspole zwischen einem Hauptpol und einem Xebenpol entgegengesetzter Polarität.
Der Abstand zwischen dem Hauptpol einer Polarität und dem benachbarten Hilfspol entgegengesetzter
Polarität ist gleich dem Abstand der Zähne bzw. Pole des Läufers 10.
Der Läufer 10 ist topfförmig ausgebildet und
besteht vorzugsweise aus elektrisch gut leitendem Material. Er trägt in seinem Innern
einen aus magnetischem Material mit Zähnen bzw. Polen versehenen Ring 11, und zwar besitzt
dieser Ring bei der Anordnung nach Abb. 2 24 Zähne. Auf der Außenseite des
topfförmigen Läufers 10 ist ein aus magnetischem
Material bestehender Ring-12 angeordnet, vorzugsweise auf den Läufer 10 aufgeschrumpft.
Der Ring 12 dient als magnetischer Rückschluß.
In den einzelnen Sektoren des Stators folgen ein Hauptpol und ein Hilfspol gleicher
Polarität und ein Hauptpol und ein Hilfspol entgegengesetzter Polarität jeweils aufeinander,
so daß ein Drehfeld entsteht, das einen asynchronen Lauf des Läufers 10 bewirkt. Da
vier Sektoren angeordnet sind, entspricht das entstehende Drehfeld einem Motor mit acht
Polen bzw. vier Polpaaren, während entsprechend den 24 Polen des Läufers und des Stators
bzw. den entsprechenden Polabständen zwischen Hauptpolen und Hilfspolen entgegengesetzter
Polarität die synchrone Geschwindigkeit 250 Umdrehungen bei 5operiodischem Wechselstrom beträgt.
Das von dem Ständer erzeugte Drehfeld kann man sowohl auf einen elektrisch gut leitenden
Läuferteil zur Erzeugung von \¥irbelströmen
wirken lassen wie bei dem beschrie· benen Ausführungsbeispiel als auch auf einen
ferromagnetischen Teil, durch dessen Hystereseeigenschaften ebenfalls ein asynchrones
Drehmoment erzeugt wird. Bei der beschriebenen Anordnung wirken auch die Teile der
Kopfplatte und des Mantels, die keine ausgeprägten Pole besitzen, also die als Nebenpole
bezeichneten Stellen, als Pole für den synchronen Lauf des Motors und sind deshalb
bei der Abwicklung des Staiors nach Abb. 2 punktiert eingezeichnet. Die Polfolge
in den einzelnen Sektoren wiederholt sich in gleicher Weise, so daß die Wirkung der übrigen
Sektoren der des Sektors I entspricht. Es ist ohne weiteres möglich, an Stelle von vier
Sektoren eine größere Anzahl von Sektoren vorzusehen, und es ist ferner auch möglich,
die einzelnen Pole innerhalb der Sektoren noch unsymmetrisch anzuordnen, insbesondere
wenn die Phasenverschiebung zwischen Haupt- und Hilfspolen einen von der 900 Ver-Schiebung
abweichenden Wert, beispielsweise durch Einschaltung von Widerständen, besitzt. Zweckmäßig werden die Kopfplatte und
der topfförmige Teil aus Blechen ausgestanzt, wobei auch der topfförmige Teil aus einem
gestanzten Mantel und einer Bodenplatte zusammengesetzt werden kann. Der gezahnte
Teil des Läufers 2 kann aus gehärtetem oder nichtgehärtetem Material bestehen. Auch
wenn der Läufer nicht vorher polarisiert ist, nehmen die einzelnen Zacken im Lauf eine bestimmte
Polarität an. Ein Umpolen findet dabei nicht statt.
Claims (7)
1. Selbstanlaufender Synchronkleinmotor mit Einphasenerregerwicklung und
künstlich, insbesondere durch Kurzschlußringe, phasenverschobener Hilfsphase, dadurch
gekennzeichnet, daß bei gleicher Polteilung im Ständer und Läufer bei einer durch drei teilbaren Polpaarzahl die
zur Drehfeldbildung vorgesehenen Hilfspole gegenüber den zugehörigen Haupt- 9"
polen gleicher Polarität weiter entfernt angeordnet sind als gegenüber den Hauptpolen
entgegengesetzter Polarität, wobei der Abstand zwischen den Hauptpolen und den Hilfspolen entgegengesetzter Po-larität
der Läuferpolteilung· entspricht.
2. Selbstanlaufender Synchronkleinmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß weitere Pole (Nebenpole) in entsprechender Polteilung so angeordnet und so durch Abbiegungen, Verkürzungen
o. dgl. bemessen sind, daß sie das synchrone Moment verstärken, ohne das durch die Haupt- und Hilfspole erzeugte
Drehfeld zu stören. .
3. Selbstanlaufender Synchronkleiumotor
nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erregung mehrerer
je aus Haupt- und Hilfspolen bestehender Polpaare, die zur Erzeugung eines mehrpoligen
Drehfeldes dienen, eine gemeinsame Erregerwicklung vorgesehen ist.
4. Selbstanlaufender Synchronkleinmotor nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hauptpole und die Hilfspole sowie gegebenenfalls Nebenpole der einen Polarität an dem Mantel eines
topfförmigen Ständers, die Haupt-, Hilfsund Nebenpole der anderen Polarität an einer Gegenplatte angeordnet sind, und
daß im Innern des Mantels zwischen Topfboden und Gegenplatte eine magnetische
Verbindung besteht, die in "bekannter Weise eine konzentrische Erregerwicklung
trägt.
5. Selbstanlaufender Synchronkleinmotor nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß am Statorumfang jeweils auf einen Hauptpol einer Polarität ein Nebenpol entgegengesetzter Polarität
und wieder ein Hilfspol der ersten Polarität folgen.
6. Selbstanlaufender Svnchronklein-
motor nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der vorzugsweise aus elektrisch gut leitendem Material bestehende Läufer topfförmig ausgebildet ist
und im Innern den gezahnten Läufer aus magnetischem Material aufnimmt.
7. Selbstanlaufender Synchronkleinmotor nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der topfförmige Läufer auf seiner Außenseite einen Ring aus magnetischem Material trägt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEA68467D DE637327C (de) | 1933-01-28 | 1933-01-28 | Selbstanlaufender Synchronkleinmotor mit Einphasenerregerwicklung und kuenstlich phasenverschobener Hilfsphase |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEA68467D DE637327C (de) | 1933-01-28 | 1933-01-28 | Selbstanlaufender Synchronkleinmotor mit Einphasenerregerwicklung und kuenstlich phasenverschobener Hilfsphase |
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|---|---|
| DE637327C true DE637327C (de) | 1936-10-26 |
Family
ID=6944699
Family Applications (1)
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| DEA68467D Expired DE637327C (de) | 1933-01-28 | 1933-01-28 | Selbstanlaufender Synchronkleinmotor mit Einphasenerregerwicklung und kuenstlich phasenverschobener Hilfsphase |
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|---|---|
| DE (1) | DE637327C (de) |
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1933
- 1933-01-28 DE DEA68467D patent/DE637327C/de not_active Expired
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