DE637109C - Maschine zum Herstellen von Dieselhorst-Martin-Vierern - Google Patents
Maschine zum Herstellen von Dieselhorst-Martin-VierernInfo
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- DE637109C DE637109C DEN28820D DEN0028820D DE637109C DE 637109 C DE637109 C DE 637109C DE N28820 D DEN28820 D DE N28820D DE N0028820 D DEN0028820 D DE N0028820D DE 637109 C DE637109 C DE 637109C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
- H01B13/02—Stranding-up
- H01B13/0214—Stranding-up by a twisting pay-off device
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Description
Bei der Herstellung von Dieselhorst-Martin-Vierern wurde bisher meist so verfahren,
daß erst die beiden Paare gefertigt und dann in einem zweiten Arbeitsgang die Paare zu
S einem Vierer verseilt wurden. Die wichtigste Forderung, daß dabei alle Adern gleichmäßig
gebremst werden, konnte nur unvollkommen erfüllt werden, selbst wenn man die Bremsung
an jedem Einzelhaspel genau einstellen konnte, da sich Ungleichmäßigkeiten der . Bremsstärke im Verlauf des Verseilverfahrens
sehr leicht einstellten. Diese Veränderung der Bremskräfte hat vor allem höhere Werte der
Teilkapazitätsdifferenzen zwischen den Einzeladern eines Vierers zur Folge.
Um die höheren Teilkapazitätsdifferenzen, zum Teil hervorgerufen durch Ungleichmäßigkeiten
der Bremsung, einigermaßen zu mildern, beseitigte man zunächst einen Übelstand,
der neben ungleichmäßiger Bremsung und anderen hier nicht in Betracht zu ziehenden
Faktoren ebenfalls höhere Teilkapazitätsdifferenzen hervorrief, nämlich die Herstellung des
Vierers in zwei Arbeitsgängen und verseilte Paare und Vierer in einem Arbeitsgang.
Es ist ferner eine Maschine bekannt, bei welcher die beiden Einzeladerhaspel eines
Paares einfach auf eine gemeinsame Welle geschoben und in einem gemeinsamen Bügel gelagert
sind. Dadurch, daß sich die einander zugekehrten Flanschen berühren und die Haspel beim Abzug der Adern sich in zueinander
umgekehrter Richtung drehen, wird eine gewisse Aderbremsung erzielt, die die bisher
übliche Einzelbremsung jedes Haspels entbehrlich machen soll.
Diese Bremsung, die für eine sofortige sachgemäße Paarverseilung von den beiden
Haspeln weg überhaupt nicht in Frage kommen könnte (weil ja die unkontrollierbaren
Zusatzbremsungen dazukommen), wird dazu benutzt, um eine gewisse Vorbremsung der
beiden Einzeladern zu erreichen, die zunächst voneinander getrennt um eine sogenannte Spillscheibe
herumgeführt werden, so daß nach Verlassen der Spillscheibe gleiche Einzeladerlängen
in den Paarverseilnippel einlaufen. Es werden nämlich auch bei schwächster Bremsung der beiden Adern beide ohne
Schlupf auf der Spillscheibe aufliegen und gleiche Einzeladerlängen in den Paarverseilnippel
einlaufen. Um auch bei einem Aussetzen der Bremsung gegen Schlüpfen der Adern auf der Spillscheibe gesichert zu sein, .
ist dort noch eine Anpreßrolle aus Gummi angeordnet, welche die beiden Adern auf die
Spillscheibe aufpreßt, um auch in diesem Falle ein Gleiten der Einzeladern zu verhindern.
Durch all diese Vorrichtungen werden aber die Einzeladern ihrer kreisrunden Form
beraubt und deformiert, was die elektrischen Werte ungünstig beeinflußt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zum Herstellen von Dieselhorst-Martin-Vierern,
bei der die die beiden Einzeladern jedes Paares tragenden Haspeln auf einer gemeinsamen
Achse sitzen und mit Reibung gegeneinanderlaufen, die dadurch gekenn-
zeichnet ist, daß für die Bremsung der Einzelädern lediglich eine auf beide die Adern- eines
Paares tragende, leicht drehbar gelagerte (kugelgelagerte) Haspeln wirkende meßbar
einstellbare Bremse vorgesehen ist, deren eines Bremselement mit dem einen und deren
anderes Bremselement mit dem anderen Haspel verbunden ist. Die beiden Haspel jedes
Paares sind, wie weiter unten beschrieben, auf ίο kugelgelagerte Buchsen gesetzt, so daß jegliches
Spiel und jegliche Reibung zwischen Haspelbohrung und Welle bzw. Haspelflanschen
und Jochaugen (welch letztere zusätzliche Bremsungen hervorrufen würden) vermieden
wird. Die beiden Buchsen, auf welchen die beiden Haspel unverrückbar befestigt
sind, sind durch eine regulierbare Bremse miteinander gekuppelt, so daß eine dauernde
kraftschlüssige und den jeweiligen Verhältnissen angepaßte Bremsung unbedingt gewährleistet
ist. Außerdem wird ohne Zuhilfenahme von die Adern deformierenden Zwischengliedern (wie Spillscheibe und Anpreßrolle)
einzig und allein durch die absolut gleiche Spannung beider Adern, hervorgerufen
durch die kraftschlüssige gleiche Haspelbremsung, eine sachgemäße Verseilung beider
Adern miteinander' erreicht und die Herstellung
von Vierern mit den geringsten Teilkapazitätsdifferenzen ermöglicht.
Die zur Doppelader zu verseilenden Einzeladern a, b bzw. ü', b' sitzen, wie Abbildung
zeigt, auf Haspeln./!, B bzw. A', B', deren
Achsenmittellinien 1-2, 3-4 bzw. i'-z', 3'-4' in
einer Geraden liegen. Die Adern a, b bzw. a\ b' werden also ohne Rückdrehung miteinander
verseilt. Die zwei auf einer gemeinsamen Welle laufenden Haspel A, B bzw.
A', B' ruhen nun in einem Joche C bzw. C, und zwar dreht sich, wenn man von einer
Flanschseite auf die hintereinandersitzenden Haspel, z.B. A',B' bzw. A1B, sieht, der eine
Haspel, z.B. A' [A), beim Abziehen der Adern * links, der andere, B' (B), rechts herum, was
man durch entsprechendes Aufsetzen der beiden Haspel auf die gemeinsame Achse i'-2'-3'-4'
(1-2-3-4) erreicht. Dadurch, daß sich das Joch C bzw. C während des Abzuges der
beiden Ädern a', V bzw. a, b durch einen in
der Jochachse liegenden Nippel D' (D) um die Jochachse U-E' (D-E) dreht, erfolgt die Verseilung
der beiden Einzeladern zur Doppelader. Während sich nun die beiden Joche je um ihre Achse D'-E' (D-E) mit voneinander
abweichenden Umdrehungszahlen n' bzw. η drehen, bewegen sich die Jochachsen um die
Maschinenhauptachse F mit irgendeiner Umdrehungszahl.
Die beiden Haspel A und B (A', B') eines Joches C (C) werden nun nicht auf eine gewöhnliche
Achse geschoben, denn, dadurch würde eine zu große zusätzliche Reibung zwischen
Haspel und Welle bzw. zwischen Haspel und Jochauge erzielt werden. Jeder Haspel
wird vielmehr auf je eine auf dieser gemeinsamen Welle sitzende Buchse G (G') geschoben,
die auf Kugellagern H1, H2 (H1', H2')
läuft. Ähnlich wie man ein Wechselrad auf der Nabe einer Autoachse befestigt, erfolgt
auch die Befestigung des Haspels auf dieser Buchse vermittels aufschraubbarer Ringe J1, J2
(J1, J2') usw., um jegliches Spiel zu verhindern.
Die eine Haspelbuchse trägt nun z. B. an der der anderen zugewandten Seite eine Bremsscheibe K (K'), die andere z. B. ein
Bremsband L (L') oder zwei zusammenpreßbare Bremsbacken (ähnlich einer Rohrschelle),
das bzw. die man beliebig anpressen kann. Es kann aber auch jede andere feinregulierbare
Kuppelung oder Bremse angeordnet werden, mit deren Hilfe man die eine Buchse von
der andern abhängig bremsen kann. Wird nun an beiden Adern eines Paares gezogen, so
wird unter allen Umständen, da eine Ader die andere bremst,' eine untereinander gleichmäßige
Bremsung der zwei Einzeladern bei der Paarverseilung erfolgen. Die Bremskräfte
des ersten und des zweiten Paares sind nun aber unter sich mit Hilfe eines Dynamometers
einstellbar. Man dreht einfach die eine Buchse, hängt an die andere das Dynamometer
und reguliert durch Lösen oder Anziehen des Bremsbandes oder der Bremsbacken, Zusammenpressen der Scheiben einer Friktionskuppelung
usw. die jeweilige gegenseitige Bremsung. Dadurch bekommt man für alle vier Adern den gleichen Bremszug.
Um eine weitere Erhöhung der Güte der elektrischen Werte der Vierer zu erzielen, werden
die Drehzahlen der Joche in gleichen Längen-Intervallen gegenseitig vertauscht. Angenommen,
die zwei feststehenden ZahnräderN und 0, durch welche die Hauptachse F hindurchgeht,
haben je 60 Zahne, und auf den Jochachsen D-E (D'-E') sitzen je zwei sich
lose auf diesen drehende Zahnräder von angienommen Z1- bzw. z2-Zabxmn, von denen jedes
von einer über das ooiger Rad laufenden Kette angetrieben wird. Wird das %er Rad mit der
Jochachse D-E des ersten Paares fest gekuppelt und läßt man das s2ei Rad leer laufen, so
ist es beim Joch D'-E' des zweiten Paares umgekehrt. .Man wechselt nun wenigstens einmal
je Fabrikationslänge die bezüglichen Jochdrehzahlen durch Kuppeln bzw. Lösen der betreffenden Zahnräder mit den Jochachsen,
so daß jedes Paar halb und halb mit Schläglängen, die den Zähnezahlen Z1 bzw. Z2
entsprechen, verseilt wird. Der Wechsel kann von Hand oder von der Maschine selbst getätigt
werden. Die Kupplung der Zahnräder mit der' Jochachse kann mechanisch oder elek-
trisch erfolgen. Die beiden Joche können mit einander parallelen Achsen um die Mittelachse
der Maschine laufen, die Jochachsen können aber auch durch Zwischenschaltung von Zahnrädern so gelagert werden, daß sich
die Verlängerungen der beiden Jochachsen im Verseilpunkt der beiden Doppeladern zum
Vierer schneiden, so daß sich die vier Adern auf einmal im sogenannten Viererverseilnippel
ίο zu Paaren und Vierern verseilen. Um eine
dauernde Veränderung der Schlaglängen der Paare und Vierer zu erzielen, kann man die
Nippel in der Richtung der Paare bzw. Vierer mit beliebigen und verschiedenen Hubhöhen
durch Steuerorgane hin und her bewegen, wodurch man die Drallängen leicht in gewissen Grenzen verändern kann. Die Maschine
kann auch derart benutzt werden, daß man mit nur einem der beiden Joche C bzw. C,
welches um seine im Räume stillstehende Achse rotiert, zuerst die Adern zu Paaren
und dann die Paare zu Vierern verseilt.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Maschine zum Herstellen von Dieselhorst-Martin-Vierern, bei der die die beiden Einzeladern jedes Paares tragenden Haspeln auf einer gemeinsamen Achse sitzen und mit Reibung gegeneinanderlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß für die Bremsung der Einzeladern lediglich eine auf beide die Adern eines Paares tragende, leicht drehbar gelagerte (kugelgelagerte) Haspeln wirkende, meßbar einstellbare Bremse vorgesehen ist, deren eines Bremselement mit dem einen und deren anderes Bremselement mit dem anderen Haspel verbunden ist.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks gleichzeitiger Paar- und Viererverseilung im Viererverseilnippel die Jochachsen derart schräg gelagert sind, daß ihre Verlängerungen sich im Viererverseilnippel schneiden.
- 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle oder nur einige Nippel während des Verseilvorganges in Richtung der verseilten ablaufenden Doppeladern bzw. des Vierers hin und her beweglich sind.
- 4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Einrichtung zum automatischen oder manuellen Wechseln der zwei verschiedenen Paardralle für beide Paare in Gestalt eines Wechselzahnradtriebes (N, 0, Z1, Z2) der Joche (C und C) hat.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN28820D DE637109C (de) | 1928-05-13 | 1928-05-13 | Maschine zum Herstellen von Dieselhorst-Martin-Vierern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN28820D DE637109C (de) | 1928-05-13 | 1928-05-13 | Maschine zum Herstellen von Dieselhorst-Martin-Vierern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE637109C true DE637109C (de) | 1936-10-23 |
Family
ID=7344819
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN28820D Expired DE637109C (de) | 1928-05-13 | 1928-05-13 | Maschine zum Herstellen von Dieselhorst-Martin-Vierern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE637109C (de) |
-
1928
- 1928-05-13 DE DEN28820D patent/DE637109C/de not_active Expired
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