DE636149C - Mit einem an- und abfahrbaren Rotationsdruckwerk zusammenarbeitende Haltzylinderschnellpresse - Google Patents
Mit einem an- und abfahrbaren Rotationsdruckwerk zusammenarbeitende HaltzylinderschnellpresseInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F3/00—Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
- B41F3/18—Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
- B41F3/42—Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes for multicolour printing on sheets
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Description
Mit einem zusätzlichen an- und abfahrbaren Rotationsdruckwerk zusammenarbeitende Rotationsdruckmaschinen,
bei denen das zusätzliche Rotationsdruckwerk zum Auftragen von Karbonmasse auf die in der Rotationsdruckmaschine
bedruckte Papierbahn dient, sind bekannt.
Die Erfindung bezieht sich auf eine mit einem an- und abfahrbaren Rotationsdruckwerk
zusammenarbeitende Haltzylinderschnellpresse, deren Antrieb auch das Rotationsdruckwerk
antreibt, betrifft also eine aus einer Flachdruckmaschine und aus einem Rotationsdruckwerk
vereinigte Druckmaschine, die eine sehr erhebliche Vergrößerung der Druckmöglichkeiten
der Haltzylinderschnellpresse zur Folge hat. Infolgedessen ist eine Druckeinrichtung entsprechend
der Erfindung in sehr vorteilhafter Weise z. B. zum Billettdruck, zum Druck von Durchschreibeformularen und zum Eindruck
von anderen Farben in die durch die Haltzylinderschnellpresse bedruckten Bogen benutzbar.
Wesentlich für eine Haltzylinderschnellpresse nach der Erfindung ist, daß das zusätzliche Rotationsdruckwerk so ausgebildet ist, daß es einfach ist und ermöglicht, daß die in der Haltzylinderschnellpresse bedruckten Bogen unmittelbar dem zusätzlichen Rotationsdruckwerk zugeführt werden. Dies wird dadurch erreicht, daJ3 das Rotationsdruckwerk mit Bezug auf die Haltzylinderschnellpresse so ausgebildet ist, daß bei angefahrenem Rotationsdruckwerk die in der Haltzylinderschnellpresse bedruckten Bogen unmittelbar dem zusätzlichen Rotationsdruckwerk zugeführt werden können.
Wesentlich für eine Haltzylinderschnellpresse nach der Erfindung ist, daß das zusätzliche Rotationsdruckwerk so ausgebildet ist, daß es einfach ist und ermöglicht, daß die in der Haltzylinderschnellpresse bedruckten Bogen unmittelbar dem zusätzlichen Rotationsdruckwerk zugeführt werden. Dies wird dadurch erreicht, daJ3 das Rotationsdruckwerk mit Bezug auf die Haltzylinderschnellpresse so ausgebildet ist, daß bei angefahrenem Rotationsdruckwerk die in der Haltzylinderschnellpresse bedruckten Bogen unmittelbar dem zusätzlichen Rotationsdruckwerk zugeführt werden können.
Die Eigenart einer Haltzylinderschnellpresse nach der Erfindung liegt demnach darin, daß
die Kettengreiferablegevorrichtung der Haltzylinderschnellpresse die Bogenzuführung des
angefahrenen Rotationsdruckwerkes bildet, dessen Druckzylinder dabei unterhalb der hinteren
Kettenräder der Kettengreiferablegevorrichtung der Haltzylinderschnellpresse zu liegen kommt,
während die Bogenablage der in dem Rotationsdruckwerk bedruckten Bogen durch eine hinter
dem Druckzylinder angeordnete Kettengreiferablegevorrichtung erfolgt.
Eine Haltzylinderschnellpresse nach der Erfindung ist vorteilhafterweise derart weiter ausgebildet,
daß annähernd die halbe Umfangsfläche des unterhalb des Druckzylinders liegenden
doppelt so großen Formzylinders zum Aufspannen einer oder mehrerer Druckformen und
die restliche halbe Umfangsfläche des Form-Zylinders
zum Anbringen mehrerer parallel zur Formzylinderachse sich erstreckender Reihen
von Numerierwerken eingerichtet ist.
Durch eine derartige Ausbildung der Haltzylinderschnellpresse wird erreicht, daß man
z. B. in Billettbogen, wie dies erforderlich ist, die einzelnen Billetts numerieren kann.
Bei einer Druckvorrichtung nach der Erfindung ist schließlich noch eine Einrichtung vor-
gesehen, durch die erreicht wird, daß bei Abstellen des Druckes durch Entfernen des Formzylinders
. vom Druckzylinder gleichzeitig der,, Antrieb der Schälteinrichtungen der Numeri
werke unterbrochen wird. |4
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Äusf
führüngsform des Gegenstandes der Erfindung veranschaulicht, und zwar stellen dar:
Fig. ι eine Seitenansicht auf das zusätzliche ίο Rotationsdruckwerk bei weggebrochener vorderer
Seitenwand,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach der Linie H-II der Fig. i,
Fig. 3 eine der Fig. ι entsprechende Seitenansicht
eines Teiles des zusätzlichen Rotationsdruckwerks bei einer anderen Stellung der Teile
als in Fig. ι und
Fig. 4 eine Einzelheit.
Auf der Zeichnung ist die in üblicher Weise ausgebildete Haltzylinderschnellpresse, mit der ein zusätzliches Rotationsdruckwerk B zusammenarbeiten soll, mit A bezeichnet. Der Anlegetisch dieser Haltzylinderschnellpresse ist mit ι und deren Kettengreiferablegevorrichtung mit 2 bezeichnet, während der Ablegetisch der Haltzylinderschnellpresse A entfernt ist. Das Hauptantriebsrad der Haltzylinderschnellpresse ist mit 3 bezeichnet. Das zusätzliche Rotationsdruckwerk B hat ein Gestell 4, das mit seinen Rädern 5 auf Schienen 6 hin und her verschiebbar ist; diese tragen auch die Haltzylinderschnellpresse A.
Fig. 4 eine Einzelheit.
Auf der Zeichnung ist die in üblicher Weise ausgebildete Haltzylinderschnellpresse, mit der ein zusätzliches Rotationsdruckwerk B zusammenarbeiten soll, mit A bezeichnet. Der Anlegetisch dieser Haltzylinderschnellpresse ist mit ι und deren Kettengreiferablegevorrichtung mit 2 bezeichnet, während der Ablegetisch der Haltzylinderschnellpresse A entfernt ist. Das Hauptantriebsrad der Haltzylinderschnellpresse ist mit 3 bezeichnet. Das zusätzliche Rotationsdruckwerk B hat ein Gestell 4, das mit seinen Rädern 5 auf Schienen 6 hin und her verschiebbar ist; diese tragen auch die Haltzylinderschnellpresse A.
Soll das Rotationsdruckwerk B in Benutzung genommen werden, so wird es, nachdem der
Ablegetisch mit den Aufhängeeinrichtungen von der Haltzylinderschnellpresse A abgenommen
ist, gegen die Haltzylinderschnellpresse A gefahren (Fig. 1). Hierbei gelangt das auf der
Welle 7 in dem Gestell 4 des Rotationsdruck-Werks drehbar gelagerte Antriebsrad 8 in Eingriff
mit dem gleich großen Antriebszahnrad 3 der Haltzylinderschnellpresse.
Zum Verriegeln des Rotationsdruckwerks B in der in Fig. 1 gezeichneten Lage dienen die
an dem Gestell 4 sitzenden drehbaren Knaggen 9, die in der Arbeitslage des zusätzlichen
Rotationsdruckwerks über eine Querschiene 10 hinübergreifen, die auf den beiden Längsschienen
6 aufruht. Die Festhalteknaggen 9 können durch den Handhebel 11 wieder gelöst werden,
wenn das Rotationsdruckwerk B fortgefahren werden soll.
Das Hauptantriebsrad 8 steht außerdem mit
einem halb so großen Zahnrad 12 in Eingriff, das auf der im Gestell 4 gelagerten Welle 13
sitzt, die gleichzeitig einen segmentförrnigen Druckzylinder 14 trägt.
Auf der Welle 13 sitzt ferner das Zahnrad 15
(s. Fig. 2). Dieses steht mit einem doppelt so großen Zahnrad 16 in Eingriff, das auf einer
Welle 17 sitzt, auf der der Formzylinder 18 befestigt
ist, der einen doppelt so großen Durchmesser wie der Druckzylinder 14 hat.
Mit dem Zahnrad 15 steht weiterhin das Zahnrad
19 einer in bekannter Weise ausgebildeten «.Kettengreiferablegevorrichtung C in Eingriff, die
0ife"durch das Rotationsdruckwerk B bedruckten
Bogen zu dem Ablegetisch 20 führt, der in bekannter Weise ausgebildet ist und von dem
Gestell 4 getragen wird. '
Der Formzylinder 18 ist etwa auf seiner halben Umfangsfläche 18' zum Aufspannen beliebiger
Druckformen eingerichtet, während er auf dem Teil 18" (Fig. 2 bis 4) mit einer Anzahl
parallel zur Formzylinderachse sich erstreckender schwalbenschwanzförmiger Längsrippen 21
versehen ist, über die die Gehäuse von Numerierwerken 22 hinübergeschoben werden können,
die in beliebiger Anzahl für jede Rippe 21 vorgesehen sein können. Auf der Zeichnung ist
angenommen, daß derTFormzylinder mit vier Reihen von Numerierwerken 22 ausgerüstet ist.
Die Numerierwerke 22"5"(Fig. 4) jeder Reihe haben eine gemeinsame Antriebswelle 23, an
deren einem Ende ein Kurbelarm 24 sitzt, der mit seinem Kurbelzapfen 25 in die Kurvennut 26
einer Kurvenscheibe 27 eingreift, die mit Reibungsschluß auf der Achse 17 des Formzylinders
18 sitzt.
Die Achse 17 des Formzylinders ist exzentrisch in zwei Buchsen 28 drehbar gelagert.
Diese sitzen zentrisch in den beiden Wangen des Gestells 4 und sind außerhalb der beiden Seitenwangen
4 mit kreissektorförmigen Hebeln 29 versehen, mittels derer die Buchsen 28 aus der
in Fig. ι gezeichneten Lage in die in Fig. 4 gezeichnete Lage verdreht werden können.
In die scheibenförmige Seitenfläche des fest auf der Achse 17 sitzenden Zahnrades 16 ist bei
dem gezeichneten Ausführungsbeispiel die Kurvennut 30 eingeschnitten, die zum Führen des
Endzapfens 31 eines Winkelhebels 32, 33 dient, der bei 34 in dem Gestell 4 des Rotationsdruckwerks
schwenkbar gelagert ist und dessen Arm 33 eine die Drehachse 13 des Druckzylinders 14
kreisbogenförmig umgebende Steuerfläche 35 für die Greifer 36 (Fig. 2 und 3) des Druckzylinders
14 trägt. An jeden der mit den beiden Buchsen 28 starr verbundenen Hebel 29 greift
ein Lenker 37 an, dessen anderes Ende gelenkig mit einem Arm 38 verbunden ist; beide Arme
38 sitzen starr auf einer im Gestell 4 drehbar gelagerten Achse 39, auf deren einem Ende noch
ein Handhebel 40 befestigt ist. Auf der Achse 39 sitzt auch noch lose eine Buchse 41, auf deren
einem Ende ein Arm 42 befestigt ist, der durch einen Lenker 43 mit dem einen Hebel 29 verbunden
ist.
Der Hebel 29 ist an zwei nebeneinanderliegenden Stellen mit Löchern 44 bzw. 45 versehen,
so daß mit Hilfe der Verbindungsschraube 46 der Arm 43 entweder an der Stelle 44 oder an
der Stelle 45 mit dem Hebel 29 verbunden werden kann, wie dies weiter unten noch näher
erläutert werden wird.
Auf dem anderen Ende der lose auf der Achse 39 sitzenden Buchse 41 sitzt noch fest ein Arm
47, dessen freies Ende bei der in Fig. 1 gezeichneten Stellung der Teüe einem Bolzen 48 gegenüberliegt,
der seitlich aus der Kurvenscheibe 27 hinausragt, die auf der Achse 17 des FormZylinders
18 befestigt ist.
Mit dem Formzylinder 18 arbeiten die beiden Farbwerke Ώ und E von beliebiger, bekannter
Ausführung zusammen. Das Farbwerk D besitzt eine Auf tragwalze 49, die zum Einfärben
der Numerierwerke 22 dient, während das Farbwerk E zwei Auftragwalzen 50 hat, die zum Einfärben
der auf dem Formzylindersegment i8' angeordneten Druckform dienen. In ihrer Arbeitslage
werden die Auftragwalzen 49 bzw. 50, 50 federnd gegen den Formzylinder angedrückt.
Die Farbwerke D und E können für verschiedene Farben bestimmt sein.
Auf der Drehachse der Auftragwalze 49 des Farbwerkes D sitzen zwei Scheiben 52, 52, und
auf den Drehachsen der beiden Auftragwalzen 50, 50 des Farbwerkes E sitzen ebenfalls je zwei
Scheiben 53, 53. Die Scheiben 52, 52 liegen gegen die Hälften 54, 54 zweier Kurvenscheiben
55." 55 an, die fest auf der Achse 17 des Form-Zylinders
18 sitzen, während die Scheiben 53, 53 gegen die Hälften 54', 54' der beiden Kurvenscheiben 55, 55 anliegen. Die beiden Hälften
jeder Kurvenscheibe 55 besitzen die gleiche Gestalt,
nur sind sie gewissermaßen um 180 ° gegeneinander versetzt, so daß neben dem kleineren
Umfangsteil der Scheibenhälfte 54 der größere Umfangsteil der Scheibenhälfte 54' liegt.
Das zusätzliche Rotationsdruckwerk B kann schließlich noch mit einem in bekannter Weise
ausgebildeten Längsperforierwerk F, das mit dem einen Leitrad 56 der Kettengreiferablegevorrichtung
zusammenarbeitet und gegebenenfalls auch noch mit einem Querperforierwerk versehen sein, das dann an dem oberen Trum
der Kettengreiferablegevorrichtung C zwischen den beiden Antriebsrädern der Kettengreiferablegevorrichtung
C angeordnet wird.
Die Arbeits- und Wirkungsweise des Rotationsdruckwerks
B sind folgende, wobei von der Stellung der Teile nach Fig. 1 ausgegangen werden
soll.
Bei dieser Stellung der Teile hat die Kettengreiferablegevorrichtung
2 der Haltzylinderschnellpresse den von dieser bedruckten Bogen 57 an den Druckzylinder 14 des Rotationsdruckwerks
abgegeben, dessen Greifer 36 das vordere Ende des Bogens 57 festhalten. Bei der Stellung
der Teile nach Fig. 1 hat sich der Druckzylinder 14 bereits so weit aus der Lage, bei der die Übergäbe
des Bogens 57 von der Haltzylinderschnellpresse an den Druckzylinder 14 erfolgt, in Richtung
des Pfeiles 58 gedreht, daß nunmehr bei dem Weiterdrehen des Druckzylinders 14 und"
des Formzylinders 18 in Richtung der Pfeile 58 bzw. 59 das Bedrucken des Bogens 57 mittels
der Druckformen auf dem Umfangsteile 18' des Formzylinders 18 erfolgt. Der Bogen 57 erhält
demnach einen Zusatzdruck durch· den Formzylinder 18; dieser Zusatzdruck ist spätestens
dann beendet, wenn der Druckzylinder 14 eine la
volle Umdrehung ausgeführt hat und dann wieder die in der Fig. 1 gezeichnete Lage einnimmt.
Während dieser Zeit hat sich der Formzylinder 18 um 180 ° gedreht, was zur Folge hat,
daß bei dem Weiterdrehen des Druckzylinders 14 und des Formzylinders 18 in den Bogen nunmehr
die in den Numerierwerken 22 eingestellten Zahlen eingedruckt werden.
Mit dem Formzylinder 18 dreht sich die Kurvenscheibe
bzw. die Kurvennut 30 mit. Wahrend des Abdruckes der Numerierwerke 22 auf den Bogen 57 hat sich in dem Augenblick, in
dem, die Greifer 36 des Druckzylinders 14 gegen;·
über den Greifern 60 der Kettengreiferablegevorrichtung C zu liegen kommen, das Rad 16
mit der Kurvennut 30 bis in die Lage nach Fig. 3 gedreht. Dies hat zur Folge, daß durch
das Gestänge 32, 33 der Ausrückkörper 35 für die Greifer 36 des Druckzylinders aus der Lage
nach Fig. 1 in die Lage nach Fig. 3 angehoben go
worden ist, so daß die Steuerrolle der Greifer 36 gegen den Ausrückkörper 35 anläuft und die
Greifer 36 hierdurch geöffnet werden. Der Bogen 57 wird also bei der in Fig. 3 gezeichneten
Stellung der Teile von der Kettengreiferablegevorrichtung C übernommen und von dieser zu
dem Ablegetisch 20 gebracht, wobei während des ersten Teiles der Mitnahme des Bogens 57
durch die Kettengreiferablegevorrichtung C noch ein Abdruck von Numerierwerksreihen auf
den hinteren Teil des Bogens 57 erfolgen kann.
Die geöffneten Greifer 3$ bleiben beim Weiterdrehen
des Druckzylinders 14 und des Formzylinders 18 so lange in der geöffneten Lage, bis
sie den nächsten von der Kettengreiferablegevorrichtunga der Haltzylinderschnellpresse kommenden
Bogen erfaßt haben, worauf das Spiel von neuem beginnt. Jeder von der Haltzylinderschnellpresse
kommende Bogen 57 wird also durch den Druckzylinder 14 zweimal an dem
Formzylinder 18 vorbeigeführt, bevor er an die Kettengreiferablegevorrichtung C abgegeben
wird, da die Kurvennut 30 so gestaltet ist, daß der Ausrückkörper 35 erst nach jeder vollen
Umdrehung des Formzylinders 18 in die Arbeitslage entsprechend Fig. 3 angehoben wird. Bei
dem zweimaligen Vorbeiführen des Bogens 57 an dem Formzylinder 18 dreht sich dieser einmal
um seine Achse; der Bogen wird also sowohl mit der auf der Formzylinderhälfte i8' angeordneten
Druckform bedruckt wie auch hierauf
mit den auf der Formzylinderhälfte 18" sitzen-'
den Numerierwerken 22.
Die Auftragwalzen 49, 50, 50 der beiden Farbwerke D und E werden hierbei durch die Kurvenscheiben
55, 55 so gesteuert, daß das Farbwerk D stets nur die Numerierwerke 22 und dai
Farbwerk E nur die Druckform auf dem Formzylindersegment 18' einfärbt.
Bei dem Fortbewegen der Bogen 57 durch die Kettengreiferablegeyorrichtung C werden die
. Bogen noch durch das Längsperforierwerk F längs perforiert und gegebenenfalls auch noch
quer perforiert, wenn das obenerwähnte Querperforierwerk vorhanden ist.
Soll der Druck in dem Rotationsdruckwerk B abgestellt werden, so ist es hierzu nur notwendig,
den Handhebel 40 aus der in Fig. 1- gezeichneten Lage, bei der er gegen den Anschlag 61 anliegt,
in die in Fig. 4 gezeichnete Lage umzulegen, bei der er gegen den Anschlag 62 anliegt. Durch
das Verschwenken des Hebels 40 werden die .Segmenthebel 29 aus der Lage nach Fig. 1 in
die Lage nach Fig. 4 verschwenkt und damit die Buchsen 28 in dem Gestell 4 des Rotationsdruckwerke
verdreht, was zur Folge hat, daß die in den Buchsen 28 gelagerte Formzylinderachse
17 so bewegt wird, daß der Formzylinder 18 von dem Druckzylinder 14 entfernt wird, wie
dies die Fig. 4 zeigt.
Das Verschwenken der Hebel 29 aus der Lage nach Fig. 1 in die Lage nach Fig. 4 hat gleichzeitig
zur Folge, daß durch das Gestänge 43, 42 der Arm 47 aus der Lage entsprechend der
Fig. i, in der er dem Stift 48 an der Kurvenscheibe 27 gegenüberliegt, aus dem Bereich des
Stiftes 48 herausgeschwenkt wird (Fig. 4), so daß nunmehr bei dem Weiterdrehen des Fonnzylinders
18 die Kurvenscheibe 27 durch den Reibungsschluß zwischen Formzylinderachse 17
und der Kurvenscheibe 27 sowie durch den Widerstand der Numerierwerksschalteinrichtungen
mitgenommen wird, also keine Relatiwerdrehung mehr zwischeri dem Formzylinder 18
und der Kurvenscheibe 27 stattfindet. Infolgedessen erfolgt auch, solange der Druck abgestellt
ist, also der Handhebel 40 sich in der in Fig. 4 gezeichneten Lage befindet, keine Weiterschaltung
der Numerierwerke 22. Der Formzylinder 18 kann also bei der Lage der Teile
5c· nach Fig. 4 beliebig gedreht werden, falls dies
z. B.° zum Aufbringen neuer Druckformen erforderlich ist, ohne daß die Numerierwerke 22
weitergeschaltet werden.
Wird der Arm 43 des Gestänges 43, 42 mit seinem unteren Ende durch den Schraubenbolzen 46 in dem Loch 45 des Segmenthebels 29
befestigt, so nimmt der Arm 47 auch bei einer Stellung der Teile nach Fig. 1, wie dies dort
angedeutet ist, eine solche Lage gegenüber dem Stift 48 ein, daß er dem Stift 48 nicht mehr
gegenüberliegt; infolgedessen wird auch während der Druckarbeit die Kurvenscheibe 27
nicht festgehalten. Die Kurvenscheibe 27 dreht sich also mit dem Formzylinder 18, und die
Numerierwerke werden nicht weitergeschaltet. Es werden demnach, solange der Arm 43 des
Gestänges 43,42 an der Stelle 45 mit dem Segmenthebel 29 verbunden ist, sämtliche durch
das Rotationsdruckwerk B hindurchgehenden· Bogen mit gleichbleibenden Zahlen durch die
Numerierwerke 22 bedruckt.
Claims (6)
1. Mit einem an- und abfahrbaren Rotationsdruckwerk zusammenarbeitende Haltzylinderschnellpresse,
deren Antrieb auch das Rotationsdruckwerk antreibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettengreiferablegevorrichtung
(2) der Haltzylinderschnellpresse die Bogenzuführung des angefahrenen Rotationsdruckwerkes
(B) bildet, dessen Druckzylinder (14) dabei unterhalb der hinteren
Kettenräder der Kettengreiferablegevorrichtung (2) der Haltzylinderschnellpresse zu
liegen kommt, während die Bogenablage der in dem Rotationsdruckwerk bedruckten Bogen
durch eine hinter dem Druckzylinder (14) angeordnete Kettengreiferablegevorrichtung
(C) erfolgt. '
2. Haltzylinderschnellpresse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß annähernd
die halbe Umfangsfläche (18') des unterhalb des Druckzylinders (14) liegenden,
doppelt so großen Formzylinders (18) zum Aufspannen einer oder mehrerer Druckformen
und die restliche halbe Umfangsfläche (18") des Formzylinders zum Anbringen mehrerer
parallel zur Formzylinderachse (17) sich erstreckender Reihen von Numerierwerken (22)
eingerichtet ist.
3. Haltzylinderschnellpresse nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Achse (17) des Formzylinders außer den beiden Kurvenscheiben (55, 55)
zum Steuern der beiden Farbwerke (D, E) noch eine Kurvenscheibe (30) befestigt ist,
durch die ein Öffnungsgestänge (32, 33, 35) für die Greifer (36) des Druckzylinders (14)
derart gesteuert wird, daß die Greifer (36) erst nach jeder zweiten Umdrehung des
Druckzylinders (14) für erne gewisse Zeit geöffnet werden, um den von dem Rotationsdruckwerk bedruckten Bogen (57) an die
Kettengreiferablegevorrichtung (C) abzugeben und unmittelbar hierauf einen neuen
Bogen von der Kettengreiferablegevorrichtung der Haltzylinderschnellpresse abzunehmen.
4. Haltzylinderschnellpresse nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
auf der Achse (17) des Formzylinders (18)
eine Kurvenscheibe (27) lose sitzt, von der aus, wenn die Kurvenscheibe (27) in ihrer
Steuerlage festgehalten wird, die Schalteinrichtungen der sich parallel zur Formzylinderacb.se
(17) erstreckenden Reihen von Numerierwerken (22) so angetrieben werden,
daß bei einer jeden Umdrehung des Formzylinders (18) sämtliche Numerierwerke (22)
um eine Zahl fortgeschaltet werden.
5. Haltzylinderschnellpresse nach den Ansprüchen ι bis 4, bei der die Achse des Formzylinders
des zusätzlichen Rotationsdruckwerks in zwei Exzenterbuchsen gelagert ist, die zum Anstellen und Abstellen des Druckes
mittels eines Handhebelgestänges verdrehbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß mit diesem
Handhebelgestänge (29, 37, 38, 40) ein zweites Hebelgestänge (43, 42, 47) derart verbunden
ist, daß dieses Gestänge bei der der Drucklage des Formzylinders (18) entsprechenden
Drehlage der Exzenterbuchsen (28) die Steuerkurvenscheibe (27) für die Schalteinrichtungen
der Numerierwerke (22) an einem aus der Steuerkurvenscheibe (27) seitlich herausstehenden Zapfen (48) in ihrer
Steuerlage festhält, dagegen bei der der Abstellung des Druckes entsprechenden Drehlage
der Exzenterbuchsen (28) aus dem Bereich des Zapfens (48) der Steuerscheibe (27)
sich befindet, so daß bei dem Abstellen des Druckes durch Abheben des Fonnzylinders
(18) von dem Druckzylinder (14) gleichzeitig die Schalteinrichtungen sämtlicher in dem
Formzylinder angeordneter Numerierwerke (22) außer Betrieb gesetzt werden.
6. HaltzylinderschneUpresse nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Verbindungspunkt des Hebelgestänges (43, 42, 47) zum Feststellen bzw. Freigeben der
Steuerkurvenscheibe (27) für die Numerierwerkschaltung
mit dem Hebel (29) des Hebelgestänges (29, 37, 38, 40) zum Abheben des
Formzylinders (18) von dem Druckzylinder (14) derart verstellbar ist, daß das erstere
Hebelgestänge auch bei gegen den Druckzylinder (14) angedrücktem Formzylinder
(18) außerhalb des Weges des aus der Steuerkurvenscheibe (27) seitlich herausstehenden
Zapfens (48) liegt, so daß in diesem Falle auch während des Bedrückens der Bogen
die Weiterschaltung der Numerierwerke unterbrochen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76010D DE636149C (de) | 1935-05-12 | 1935-05-12 | Mit einem an- und abfahrbaren Rotationsdruckwerk zusammenarbeitende Haltzylinderschnellpresse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76010D DE636149C (de) | 1935-05-12 | 1935-05-12 | Mit einem an- und abfahrbaren Rotationsdruckwerk zusammenarbeitende Haltzylinderschnellpresse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE636149C true DE636149C (de) | 1936-10-05 |
Family
ID=6946643
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA76010D Expired DE636149C (de) | 1935-05-12 | 1935-05-12 | Mit einem an- und abfahrbaren Rotationsdruckwerk zusammenarbeitende Haltzylinderschnellpresse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE636149C (de) |
-
1935
- 1935-05-12 DE DEA76010D patent/DE636149C/de not_active Expired
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