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DE634987C - Verfahren zur Herstellung von Azaverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azaverbindungen

Info

Publication number
DE634987C
DE634987C DEI51566D DEI0051566D DE634987C DE 634987 C DE634987 C DE 634987C DE I51566 D DEI51566 D DE I51566D DE I0051566 D DEI0051566 D DE I0051566D DE 634987 C DE634987 C DE 634987C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
preparation
compounds
melt
aluminum chloride
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI51566D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gerd Kochendoerfer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI51566D priority Critical patent/DE634987C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE634987C publication Critical patent/DE634987C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring

Landscapes

  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Azaverbindungen Es wurde gefunden, daß man neue, technisch sehr wertvolle Azaverbindungen erhält, wenn man ringförmige Verbindungen, die mindestens ein Stickstoffatom in einem sechsgliedrigen Ring und in einfacher Bindung über eine Kohlenstoffbrücke einen aromatischen Rest mit zwei umsetzungsfähigen o-Stellungen enthalten, in.Gegenwart von kondensierend wirkenden Mitteln von der Art des wasserfreien .Aluminiumchlorids mit aromatischen o-Dicarbonsäuren umsetzt.
  • Als stickstoffhaltige Ausgangsstoffe der gekennzeichneten Art seien beispielsweise Monopyridinodiphenyle, Bz-Arylisochinoline, Bz-Arylakridine, Mono- oder Polyaralkylpyridine, Aralkylchinoline oder -isochinoline und Abkömmlinge der genannten Verbindungen erwähnt.
  • Als aromatische o-Dicarbonsäuren kommen beispielsweise Phthalsäure und ihre Abkömmlinge, N aphthalin-o-dicarbonsäuren und Anthracen-o-dicarbonsäuren in Betracht. Man verwendet sie zweckmäßig in Form ihrer Chloride oder Anhy dride.
  • Von kondensierend wirkenden Mitteln von der Art des wasserfreien Aluminiumchlorids seien außer diesem selbst z. B. wasserfreies Aluminiumbromid, Eisenchlorid, Eisenbromid und Bortrifluorid genannt. Im allgemeinen bewirkt man die Umsetzung durch Erwärmen desAusgangsgemisches, dem man dann zweckmäßig schmelzpunkterniedrigende Stoffe zusetzt, z. B. Salze der Alkali- oder Erdalkalimetalle, also etwa Kalium- oder Natriumchlorid, Natriumsulfat oder Calciumchlorid. In manchen Fällen empfiehlt sich die Verwendung eines organischen Verdünnungsmittels, z. B. von Dimethylanilin oder Nitrobenzol. Wenn man bei milden Bedingungen - etwa unterhalb 12o° - arbeitet und die Einwirkung nur verhältnismäßig kurze Zeit dauern läßt, kann man die bei der Umsetzung zunächst entstehenden Aroyl-o-carbonsäuren fassen. Bei höherer Temperatur oder bei langer Einwirkungsdauer entstehen dann die den Aroyl-o-carbonsäuren entsprechenden Diketone.
  • Beide Arten von Verbindungen, insbesondere die Azaketone, sind z. T. wertvolle Farbstoffe, z. T. können sie mit Vorteil zur Herstellung von Farbstoffen oder Arzneimitteln verwendet werden.
  • Beispiel i In eine 1300 warme Schmelze von 6oo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 120 Teilen Natriumchlorid trägt man 9o Teile 6-Phenylchinolin ein. Dann gibt man allmählich unter ständigem Rühren 68 Teile Phthalsäureanhydrid zu. Wenn die ganze Menge Anhydrid eingetragen ist, erwärmt man noch kurze Zeit auf 165 bis 17o°, bis die Schmelze nicht mehr schäumt und ihre Farbe rein rot geworden ist. -]Da=-gießt'man sie auf Eis, saugt das.ausgeschiedene 6-.(2'-Anthracliinonyl) -i-azanaphthalin --ab;- Wäscht neutral un.d: trocknet. Durch Sublimieren, Umlösen über seine Salze mit starken Säuren läßt 'gis; sich reinigen. Es ist olivgrau, löst sich inkonzentrierter Schwefelsäure mit gelbbrauner Farbe, liefert eine rote Küpe und schmilzt bei 235 bis 2361.
  • Verwendet man an Stelle des 6-Phenylchinolins 8-Phenylchinolin, so erhält man eine Verbindung, die bei 243 bis 244' schmilzt und wahrscheinlich wie folgt aufgebaut ist: Ebenso lassen sich andere Bz-Phenylchinoline und -isochinoline mit Phthalsäureanhydrid umsetzen. Die Schmelzen sind im allgemeinen rot gefärbt. Verwendet man das 6-(p-Chlorphenyl) -chinolin, so ist die Farbe der Schmelze violettblau.
  • Beispiel 2 In eine Schmelze von. ioo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 2o Teilen Natriumchlorid trägt man bei i30 bis 14o° nacheinander io Teile 3, 5-Dibenzylpyridin und 12 Teile Phthalsäureanhydrid ein. Man erwärmt i bis 2 Stunden lang auf i50 bis 155' und gießt dann die Schmelze auf Eis. Das dabei ausfallende Diphthaloyl-3, 5-dibenzylpyridin bildet beim Umlösen aus Dichlorbenzol fast farblose Kristalle; es löst sich. in Schwefelsäure mit gelber Farbe und liefert eine rote Küpe.
  • Verwendet man an Stelle von Dibenzylpyridin die berechnete Menge Tribenzylpyridin; so erhält man ein Triphthaloyltribenzylpyridin.
  • Beispiel 3 In-eine Schmelze von iooo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und Zoo Teilen Natriumchlorid trägt man 7o Teile 6-Phenylc-hinophthalon und 35 Teile Phthalsäureanhydrid ein. Man erhitzt die Schmelze etwa. 1/2 Stunde lang auf 165 bis 170' und gießt sie dann auf Eis. Beim Umlösen des dabei ausfallenden Niederschlags aus Trichlorbenzol erhält man gelbe Kristalle, die sich in Schwefelsäure mit roter Farbe lösen und pflanzliche Fasern aus braunroter Küpe in kräftigen gelben Tönen färben. Die so erhaltene Verbindung ist wesensgleich mit derjenigen, die man beim Zusammenschmelzen von 6-(2'-Anthrachinonyl) - -9 - methyl - i - azanaphthalin mit ''Phthalsäureanhydrid erhält.
  • @.: Man kann auch so verfahren, daß man 6'P.henylchinaldin mit einem Überschuß von .I@hthalsäureanhydrid behandelt.
  • Beispiel In eine Schmelze von ioo Teilen Aluminiumchlorid und 2o Teilen Kaliumchlorid trägt man bei 140 bis 150' 1o Teile 6-Benzylchinolin ein, fügt 8 Teile Phthalsäureanhydrid zu und rührt die Mischung i Stunde lang bei i60 bis i7oQ. Dann gießt man sie auf Eis und arbeitet auf die in den vorhergehenden Beispielen angegebene Weise auf. Man erhält so eine Verbindung, die wahrscheinlich folgenden Aufbau hat: Sie kristallisiert aus Monochlorbenzol in schwach gelblichen Blättchen, die eine rote Küpe geben. Ähnfich gebaute Abkömmlinge des Anthrachinons erhält man, wenn man an Stelle von Phthalsäureanhydrid das ß-Chlorphthalsäureanhydrid oder an Stelle des 6-Benzylchinolins die isomeren Benzylchinoline verwendet.
  • Beispiel 5 Eine Mischung von io Teilen Dihydrobenzyliderichinaldin, 7 Teilen j?hthalsäureanhydrid, ioo Teilen Aluminiumchlorid und 2o Teilen Xatriumchlorid erhitzt man 1/2 Stunde lang auf i70 bis i8oQ. Nach dem Aufarbeiten erhält man eine aus Monochlorbenzol in schwach gelblichen Nadeln kristallisierende Verbindung, die bei 148 bis 149' schmilzt und sich mit roter Farbe verküpen läßt. Entsprechend der Herstellung und der Analyse besitzt sie folgenden Aufbau: An Stelle des Dihydrobenzylidenchinaldins kann man andere entsprechend gebaute Verbindungen vertuenden, z. B. solche, die sich von Halogen-, Alkvl- oder Naphthochinaldinen ableiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Azav erbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man ringförmige Verbindungen, die mindestens ein Stickstoffatom in einem sechsgliedrigen Ring und in einfacher Bindung über eine Kohlenstoffbrücke einen aromatischen Rest mit zwei umsetzungsfähigen o--Stellungen enthalten, in Gegenwart von kondensierend wirkenden Mitteln von der Art des wasserfreien Aluminiumchlorids mit aromatischen o-Dicarbonsäuren umsetzt.
DEI51566D 1935-02-01 1935-02-01 Verfahren zur Herstellung von Azaverbindungen Expired DE634987C (de)

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DE634987C true DE634987C (de) 1936-09-09

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2496097A1 (fr) * 1980-12-16 1982-06-18 Ugine Kuhlmann Procede pour la preparation de l'anthraquinone et de ses derives substitues

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2496097A1 (fr) * 1980-12-16 1982-06-18 Ugine Kuhlmann Procede pour la preparation de l'anthraquinone et de ses derives substitues
EP0055951A1 (de) * 1980-12-16 1982-07-14 Elf Atochem S.A. Verfahren zur Herstellung von Anthrachinon und dessen substituierten Derivaten
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