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Einstellvorrichtung für elektrische Stromkreise mit Lichtanzeige für
vorbestimmte Stellungen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Feststellung
oder Messung von bestimmten Größen mittels eines Einstell- und eines Meßgerätes.
Sie soll besonders für die Handhabung durch technisch weniger geübte Personen geeignet
sein oder- auch für schnelle Durchführung von Messungen, bei denen es auf das rasche
Erkennen eines bestimmten Wertes oder mehrerer solcher Werte ankommt. Sie ist besonders
auch für transportable Anordnungen geeignet. Zum Erkennen bestimmter Einstellwerte
dient dabei eine Lichtanzeige, die nur bei Erreichung dieser Werte in Erscheinung
tritt.
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Die Verwendung von Lichtstrahlen als Zeiger von Meßgeräten, wobei
gegebenenfalls auch Spiegel auf dem Drehsystem verwendet werden, ist allgemein bekannt;
auch hat man bei den sogenannten Lichtbandinstrumenten die beleuchtete Skala durch
eine mit dem Zeiger verbundene Blende entsprechend der jeweiligen Zeigerstellung
teilweise abgedeckt. Für Rundfunkgeräte ist vorgeschlagen worden, die verstellbare
Skala des Einstellkondensators reit Löchern an besonderen Hauptstellen zu versehen,
durch die bei genauer Erreichung dieser Stellungen ein Lichtstrahl fällt. Ferner
ist eine Einrichtung an Waagen vorgeschlagen worden, bei der in der Nullstellung
des Zeigers dieser einen auf eine Selenzelle wirkenden Lichtstrahl unterbricht und
dadurch eine Schüttvorrichtung für das Wägegut automatisch in Tätigkeit gesetzt
wird. Es sind ferner durchsichtige, durch Glühlampen erleuchtete Skalen bei Signalen
und Meßgeräten bekanntgeworden; auch hat man durch Verwendung einstellbarer Blenden
gegenüber Skalen besondere Meßbereiche an diesen kenntlich gemacht.
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Gemäß der Erfindung ist eine neue Anwendung der Lichtanzeige für bestimmte
Stellungen des Einstellgerätes bzw. Zustände der elektrischen Kreise dadurch geschaffen,
daß ein Meßgerät in dem an dem Einstellgerät geregelten elektrischen Kreise, beispielsweise
ein Brückengalvanometer, den Lichtstrahl nur in der vorbestimmten Stellung auf die
Ablesestelle des Einstellgerätes leitet und damit nicht nur die richtige Abgleichung
der gesamten Anordnung anzeigt, sondern gleichzeitig die Ahlesung der gewünschten
Werte an der Einstellskala o. dgl. ermöglicht oder erleichtert.
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In den Figuren sind zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der
Erfindung gezeigt. In Fig. i und z ist in senkrechtem Längsschnitt und Grundriß
ein Meßgerät mit Spiegelablenkung -des Lichtstrahles veranschaulicht; Fig. 3 ist
eine Einzelheit dazu.
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Die gesamte Meßanordnung ist in einem Kasten h mit Ab.schlußdeckel
a untergebracht. Das bewegliche System b des galvanometrischen Meßgerätes
Gr trägt einen Spiegel sp, auf den. durch eine Abschirmwand w der Lichtstrahl einer
Glühlampe L trifft. Diese ist mittels einer Fassung c leicht auswechselbar in den
Kastendeckel a eingesetzt. Der
Lichtstrahl wird von dem Spiegel
durch die öffnung o einer im Kasten vorgesehenen Trennwand t gesandt und trifft
hinter dieser auf einen geneigten Spiegel spr, der den Strahl senkrecht nach oben
in ein Fenster f 1 im Deckel wirft. In der rechten Kastenhälfte ist ein Widerstand
wx angeordnet, dessen verstellbarer Teil v eine Skala sk aus Mattglas trägt, auf
der irgendwelche Werte aufgetragen sind, die der Einstellung des Widerstandes ivx
entsprechen. Der Widerstand wird mittels des Druckknopfes d verstellt, und die gesamte
Schaltanordnung kann beispielsweise derart sein, daß dieser Widerstand in einem
Zweig .einer Wheatstonesclhen Brücke liegt, in deren einem Diagonalkreis das Galvanometer.G
liegt, während an den anderen Diagonalpunkten eine irgendwie gesteuerte Spannung
liegt. Bei .entsprechender Regelung des Widerstandes wx geht das Galvanometer- a
auf den mittleren, den Nullwert, und bei dessen Erreichung wird der Lichtstrahl
durch die öffuung O geworfen und erleuchtet den entsprechenden Teil der Widerstandsskala
sk, der damit in dem Fenster f i hell erleuchtet erscheint. Bei dieser Anordnung
kann der eingestellte Wert des Widerstandes oder ein =sonstiger mit diesem im Zusammenhang
stehender Wert abgelesen werden. Unter Umständen genügt es auch, durch das Aufleuchten
des Fensters oder sonst eines Lichtfleckes einfach die Erreichung des Brückengleichgewichtes
anzuzeigen.
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Je nach Bedarf kann die Stellung des galvanometrischen Gerätes selbst,
beispielsweise durch ein. Fenster 12, an einer Skala ms kenntlich gemacht werden.
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Das Meßgerät Cr kann namentlich für den Fall, daß es sich nicht nur
um die Beobachtung der Nullst6llung handelt, mittels eines Schalters Sch
:o. d"1. auf verschiedene Meßhereiche einstellbar sein. -Mit der Achse dieses Schalters
ist mittels eines Triebwerkes Z eine drehbare Blende bl gekuppelt, die mit je einer
ihrer beispielsweise drei öffnungen in "dem Gang des von dem Spiegel sg ausgehenden
Lichtstrahles liegt. Die den verschiedenen Meßbereichen, z. B. i : i o, i : i oo
und i : zoo, zugeordneten Blendenöffnungen sind weiß, rot und grün gefärbt, so daß
die Farbe der im Fensterl erscheinenden Angabe sofort auch den jeweilig eingestellten
Meßbereich erkennen läßt.
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In Fig. 4. ist in senkrechtem Schnitt eine Meßvorrichtung einfacherer
Bauart dargestellt, während Fig. 5 eine Stirnansicht des darin eingebauten Meßgerätes
zeigt.
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Das Meßgerät G ist in dem Kasten k derart senkrecht angeordnet, daß
die, Achse seines dr ehbenneglichen Systems b waagerecht liegt. An ihrem freien
Ende ist eine Röhrenblender befestigt, die sich innerhalb .einer in den Kasten eingebauten
lichtdichten Hülle h bewegt. Innerhalb dieser Hülle ist in dem Kastenboden ,eine
Glühlampe L eingeschraubt, deren Lichtstrahl durch eine Linse L senkrecht nach oben
geworfen wird. Wenn dann die Röhrenblende r sich gerade in senkrechter Lage befindet,
die beispielsweise der Nullstellung des Meßgerätes entspricht, so wird der Lichtstrahl
in ein Fenster f, im. Kastendeckel sichtbar. Zwischen dem Fenster und dem @ebenfalls
blendenartig ausgebildeten Oberteile der Hülle k ist die Skalenscheibe sk des Widerstandes
ivx angeordnet, der wie bei dem vorbeschriebenen Beispiele mittels des Knopfes d
verstellt werden kann. Auch bei .dieser Vorrichtung wird der Lichtstrahl nur bei
einer bestimmten Stellung, insbesondere der Nullstellung des 2w#!eßgerätes, zur
Anzeige gebracht. Auch hierbei kann der gesuchte Wert, gegebenenfalls unmittelbar,
an der Skala sk abgelesen werden.
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Die Anordnungen nach beiden Ausführungsbeispielen können auch zur
Kenntlichmachung mehrerer Stellungen des Meßgerätes benutzt werden, indem beispielsweise
zwei sich kreuzende Röhrenblenden auf die Achse des beweglichen Systems gesetzt
werden, die vielleicht verschieden gefärbte Gläser enthalten, .so daß- jie nach
der Farbe, in der der eingestellte Skalenteil aufleuchtet, erkennbar wird; um welche
Art von Werten es sich handelt. Beispielsweise könnte man auf. diese Art Maximal-
und Minimalgrenzen sichtbar machen. Ähnliche Wirkungen lassen sich auch nach dem
ersten Ausführungsbeispiel erzielen, beispielsweise unter Anwendung mehrerer nebeneinander
angeordneter Blenden, von denen die eine, mittlere, mit weißem Licht den Normalwert
anzeigt, während die anderen Blenden mit beispielsweise grünem oder rotem Lichte
zu erkennen geben, wenn in der einen oder anderen Richtung Grenzwerte überschritten
werden.