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DE628100C - Verfahren zur Cyanidierung goldhaltiger Erze - Google Patents

Verfahren zur Cyanidierung goldhaltiger Erze

Info

Publication number
DE628100C
DE628100C DEL88562D DEL0088562D DE628100C DE 628100 C DE628100 C DE 628100C DE L88562 D DEL88562 D DE L88562D DE L0088562 D DEL0088562 D DE L0088562D DE 628100 C DE628100 C DE 628100C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gold
alkali
ores
cyanidation
cyanide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL88562D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRANZ LANGENSCHEIDT DR ING
Original Assignee
FRANZ LANGENSCHEIDT DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by FRANZ LANGENSCHEIDT DR ING filed Critical FRANZ LANGENSCHEIDT DR ING
Priority to DEL88562D priority Critical patent/DE628100C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE628100C publication Critical patent/DE628100C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/08Obtaining noble metals by cyaniding

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Cyanidierung goldhaltiger Erze Die Erfindung bezieht sich auf die Behandlung goldhaltiger Erze von neutraler Reaktion. Handelt es sich um Erze von saurer oder alkalischer Beschaffenheit, so sind diese zuerst zu neutralisieren. Bei sauren Erzen geschieht dies beispielsweise dadurch, daß man beim Mahlen der Erze entsprechende Mengen Kalkwasser, Barytwasser oder Magnesia zusetzt, während man alkalische Erze mit Vorteil durch saure Salze, wie Natriumbisulfat, Natriumbiphosphat, neutralisiert. Die Zusätze richten sich nach der chemischen Beschaffenheit der jeweils vorliegenden Erze.
  • Die Umwandlung des Goldes in Goldcyanid erfolgt nun im Gegensatz zu den üblichen Verfahren mit Hilfe außerordentlich verdünnter, wässeriger Lösungen von Blausäure. Die Menge der Blausäure richtet sich nach dem Goldgehalt, und zwar so, daß .auf je io g Gold, in iooo kg Erz etwa 2o bis 3o g Blausäure kommen, welche in etwa 6o l Wasser gelöst wurden. Es handelt sich also um eine Konzentration von 0,033 bis o,o5 %, bei welcher die an und für sich schwache Säure den höchsten Grad der Dissoziation erreicht haben dürfte und damit auch den höchsten Wirkungsgrad besitzt. Durch die Einwirkung der Blausäure auf das Gold entsteht Goldcyanid, welches in Wasser völlig unlöslich ist. Um aber das Gold gewinnen zu können, ist es .erforderlich, das Goldcyanid in das wasserlösliche Goldalkalicyandoppelsalz zu verwandeln. -s_ liegt -der-Gedanke nahe, dies durch Hinzufügen von Cyänalkali zu erreichen. Dies würde jedoch den Wirkungsgrad der Blausäure ganz erheblich vermindern, und zwar besonders dann, wenn in irgendeinem Augenblick der Reaktion mehr Cyanalkali vorhanden wäre als zur Bindung der gerade vorhandenen Menge an Goldcyanid nötig ist.
  • Es handelt sich hier um Erscheinungen des Massenwirkungsgesetzes. Es ist also "streng darauf zu achten, daß in keiner Stufe der Reaktion mehr Alkali zur Verfügung steht als der Menge des jeweils sich, bildenden Goldcyanids entspricht. Diesen Zustand ,erreicht man am besten dadurch, daß man zum Reaktionsgemisch ununterbrochen eine ganz verdünnte, wässerige Lösung vonAlkalihydrat tropfen läßt, und zwar so- schnell oder sa langsam, als der Bildung des Goldcyanids entspricht, was. unter anderem von der Größe und der sonstigen physikalischen Beschaffenheit der Goldkörnchen abhängt. Man kann sich auch solcher Stoffe bedienen, welche beim Zusammentreffen mit - Wasser Alkali abspalten, wie Natriumäthylat. Damit sich das eintropfende Alkali gleichmäßig verteilen kann, wird die .nasse Erzmasse so lange mechanisch gewendet, bis alles Gold gelöst ist. Nach Beendigung der Reaktion wird der Überschoß an Blausäure mittels Alkalihydrates abgestumpft. Dieses Verfahren bietet im Vergleich zu den bisherigen Verfahret; welche mit Cyanalkali arbeiten, mancherfei beachtliche Vorteile. Der Hauptfortschritt liegt darin, daß die Laugezeit ganz bedeutend verkürzt werden k?.nn, sofern man die erwähnten Bedingungen genau beachtet. Di* Verkürzung der Laugezeit bewirkt eine gä@z beträchtliche Verminderung der .so lästigen=-Nebenreaktionen, was wiederum eine Ver=b minderung des anzuwendenden Cyanidierungsmittels im Gefolge hat. Die Verkürzung der Laugezeit ermöglicht es praktisch, .den intermittierenden Betrieb nunmehr zu einem kontinuierlichen zu gestalten, bei welchem größte Erzmengen' mit Leichtigkeit und niedrigsten Unkosten entgoldet werden könne.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Cyanidierung goldhaltiger Erze, dadurch gekennzeichnet, daß die neutral reagierenden Erze mit einer . ganz verdünnten, wässerigen Lösung von Blausäure (etwa 0,033 bis 0,05 %) versetzt werden, worauf die Bildung des Goldalkalicyand-oppelsalzes durch tropfenweises Hinzufügen einer stark verdünnten Lösung von Alkalihydrat bewirkt wird, mit der Maßgabe, daß die Lauge immer nur so viel reaktionsfähiges Alkali enthält, als von dem jeweils sich bildenden Goldcyanid gebunden werden kann.
DEL88562D 1935-08-03 1935-08-03 Verfahren zur Cyanidierung goldhaltiger Erze Expired DE628100C (de)

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DEL88562D DE628100C (de) 1935-08-03 1935-08-03 Verfahren zur Cyanidierung goldhaltiger Erze

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DE628100C true DE628100C (de) 1937-03-15

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DE (1) DE628100C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2845717A1 (de) * 1977-10-24 1979-04-26 Gen Mining & Finance Corp Wiedergewinnung wertvoller substanzen aus schwefelkiesabbrand

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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