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DE627200C - Verfahren zur Bekaempfung von tierischen Schaedlingen - Google Patents

Verfahren zur Bekaempfung von tierischen Schaedlingen

Info

Publication number
DE627200C
DE627200C DEH130431D DEH0130431D DE627200C DE 627200 C DE627200 C DE 627200C DE H130431 D DEH130431 D DE H130431D DE H0130431 D DEH0130431 D DE H0130431D DE 627200 C DE627200 C DE 627200C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
aluminum
animal pests
silicon
sulfide
sulfur
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH130431D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Oskar Roder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS HEINRICH HUETTE GmbH
Original Assignee
HANS HEINRICH HUETTE GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HANS HEINRICH HUETTE GmbH filed Critical HANS HEINRICH HUETTE GmbH
Priority to DEH130431D priority Critical patent/DE627200C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE627200C publication Critical patent/DE627200C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/02Sulfur; Selenium; Tellurium; Compounds thereof

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Bekämpfung von tierischen Schädlingen Es ist bekannt, zur Bekämpfung tierischer Schädlinge in den Erdboden zunächst Lösungen von Schwefelmetallen, wie Schwefelnatrium, und sodann Säuren einsickern zu lassen. Dieses Verfahren ist umständlich und auf die Anwendung von nur durch 'Säuren zersetzlichen Schwefelverbindungen sowie von Säuren als Zersetzungsmittel beschränkt und wegen der notwendigen Heranführung von Lösungen, insbesondere der .ätzenden Säuren, kostspielig und mit Gefahren sowie schließlich auch mit einer höchst unerwünschten Veränderung des Bodens verbunden.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, durch Abbrennen eines Gemisches von Aluminium, Schwefel, Kohle und Bariumoxyd hergestellte, im wesentlichen aus Alumiüiumsulfid und Bariumoxyd bestehende Gemische in Pulverform auf Pflanzenteile aufzustäuhen, wobei durch den sich aus dem Gemisch unter der Einwirkung der Luftfeuchtigkeit sehr langsam @entwickelnden Schwefelwasserstoff eine längere Zeit -andauernde Wirkung auf die auf der Pflanze vorhandenen Schädlinge erfolgen soll, ohne daß aber der Pflanze selbst schädliche stärkere Schwefelwasserstoffkonzentrationen auftreten können.
  • Nach einem weiteren Vorschlage sollen in komplizierter Weise aus Metallpulver und Schwefel einerseits sowie Kohle, " Schwefel und Salpeter andererseits unter Verwendung eines Klebemittels, wie Schellack, hergestellte und auf Holz oder Gewebe aufgebrachte Gemische in den Erdlöchern tierischer Schädlinge abgebrannt werden, wobei zunächst Aluminiumsulfid entstehen und aus diesem durch den weiterhin beim Abbrennen entwickelten Wasserdampf Schwefelwasserstoff in Freiheit gesetzt werden soll. Hierbei erfolgt im Gegensatz zu dem vorerwähnten Verfahren die Entwicklung der Hauptmenge des Schwefelwasserstoffes schlagartig, aber nur während einer sehr kurzen Zeit, während nur geringe Mengen von Aluminiumsulfid in die Schlupfwinkel selbsteingeführt werden und in diesen verbleiben.
  • Es wurde gefunden, daß im wesentlichen aus Sulfiden des Aluminiums und Siliciums bestehende Produkte, die in einfachster Weise dadurch erhalten werden, daß man Gemische oder Legierungen desAluminiums und-Siliciums mit Schwefel erhitzt, ausgezeichnet zur Vertilgung von tierischen Schädlingen, wie Ratten, Feldmäusen oder Wespen, geeignet sind, wenn man diese Mischsulfide in geeigneter Form,. z. B. in Form von Patronen, mit feuchtigkeitsdurchlässiger Umhüllung in die Erdlöcher oder sonstigen Schlupfwinkel der Schädlinge einbringt oder besser noch in diese in Pulverform vermittels eines Blase-
    balge - oder einer der sonstigen in der
    Schädlings@ekä4füng üblichen Vorrichtungen
    einbläst.
    Beim Ein1iringen' der . genannten StFlfid-
    mischungen in Erdhöhlen reicht im allge-
    meinen schon die Erdfeuchtigkeit aus, um das
    eingebrachte Sulfid mit solcher Geschwindig-
    keit zu zersetzen, daß in genügend kurzer Zeit
    die Konzentration des entwickelten Schwefel-
    wasserstoffes in der Atmungsluft . der nach
    dem Einbringen des Sulfides zweckmäßig nach
    außen abgeschlossenen Höhle die .für die
    erwünschte Wirkung auf die
    Höhe erreicht. In Fällen außergewöhnlicher
    Trockenheit oder einer gewünschten - schnelle-
    ren Wirkung kann der Zersetzungsvorgang
    durch Zuführung von Wasser, z. B. durch
    Besprengen des Bodens, über mit. dem Sulfid
    beschickten Erdlöchern bieschleunigt werden.
    `Die Anwendung des fertigen Aluminium-
    Siliciumsulfid-Gemisches bietet gegenüber der
    bekannten Anwendung von durch Abbrennen.
    eines Brandsatzes erzeugtem Aluminiumsulf d
    den Vorteil, däß die Menge der Sulfide be-
    liebig -geregelt und der Größe der Höhlen
    der Schädlinge angepaßt werdenkann. Außer-
    dem kann das fertige Gemisch -gefahrlos ein-
    geblasen werden und ist somit einfacher zu
    lhandhäben. *..: --
    -Durch feinere oder gxöbere .Xörüung läßt
    sich bei= dem fertigen Sulfidgemiselr _ auch die
    tiüwitkungszeit regeln, während --dies :bei.dem
    Brandsäti .nicht möglich ist. Ferner enthält
    das genanrite Sulfidgemisch -keine Ballast-
    stoffe, die- die Wirkung verzögern.
    Vor der Anwendung von reiriem Aluminium-
    sulfid -und insbesondere von- Siliciumsulfid
    als solchem:- bietet die Anwendung. des Misch-
    sulfides. nach. der. Erfindung den Vorteil, daß
    dies . .aus Legierungen . von Aluminium - und
    Silicium hergestellt wird,- die- _-vvegen- ihrer
    Sprödigkeit weit leichter, mit geringerem Kraftaufwand und vor allem auch ohne die mit dem Pulverisieren des Aluminiums bekanntlich verbundene Explosionsgefahr in Pulverform zu überführen sind als z. B. reines Aluminiüm. Außerdem setzen sich diese Legierungien mit der nötigen Menge von pulverisiertem Schwefel nach stattgehabter Initialzündung infolge der reaktionshemmenden Wirkung des Siliciums in glatter, störungsfrei und ungefährlich verlaufender exotheimer Umsetzung in das Mischsulfid um, während die Umsetzung des Schwefels mit reinem Aluminium in äußerst stürmischer Weise verläuft und daher mit Gefahren und Verlusten verbunden ist.
  • Das im Schmelzfiuß erhaltene Mischsulfid kann infolge seiner Sprödigkeit äußerst leicht in sein- feines Pulver übergeführt werden, -was seine besonders wirksame Anwendung durch Einblasen in die Höhlungen der Schädlinge ermöglicht.
  • Da zur Herstellung des Sulfidgemisches die Abfallprodukte .von Aluminium-Silicium-Legierungen verwendet, werden können, so bietet das Verfahren noch den Vorteil der Ausnutzung :eines bisher geringwertigen Rohstoffes.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH-: -Verfahren zur Bekämpfung tierischer Schädlinge in Erdhöhlen oder- sonstigen Schlupfwinkeln irrfit durch Zersetzung von Sulfiden entwickeltem Schwefelwasserstoff, dadurch. gekennzeiclinet, daß man. im wesentlichen aus Sulfiden des Aluminiums und Siliciums bestehende, durch Erhitzen von. Gemischen oder Legierungen des Aluininiums und. Siliciums mit Schwefel erhaltene Produkte in die Schlupfwinkel der Schädlinge .einbringt.
DEH130431D 1932-02-02 1932-02-02 Verfahren zur Bekaempfung von tierischen Schaedlingen Expired DE627200C (de)

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DEH130431D DE627200C (de) 1932-02-02 1932-02-02 Verfahren zur Bekaempfung von tierischen Schaedlingen

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DEH130431D DE627200C (de) 1932-02-02 1932-02-02 Verfahren zur Bekaempfung von tierischen Schaedlingen

Publications (1)

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DE627200C true DE627200C (de) 1936-03-11

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